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Kundenrezensionen

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am 15. Januar 2007
Nur ein Jahr nach dem viel beachteten Debütalbum (auf dem sie noch als Ritchie Blackmore's Rainbow fungierten) brauchte die Band den Namenszusatz des berühmtesten Bandmitglieds nicht mehr. Rainbow hatten sich bereits einen Namen gemacht. Und dass der Erfolg des Erstlings kein Zufall war, unterstreicht die Band auf dem Nachfolger RISING.

Aber zunächst einmal hatte Ritchie Blackmore mit Ausnahme von Sänger Ronnie James Dio die gesamte Band ausgetauscht. Nun waren Super-Drummer Cozy Powell, Bassist Jimmy Bain und Keyboarder Tony Carey (der 1988 auch mit Room With A View einen Solo-Hit in Deutschland hatte) mit an Bord.

Die Veränderung wird schon bei einem Vergleich der beiden Cover deutlich: War Ritchie Blackmore's Rainbow noch sehr farbenfroh und verträumt phantasievoll, so zeigt RISING eine zerklüftete Küstenlandschaft und eine aufgewühlte See, aus der kommend eine Faust nach dem Regenbogen greift.

Die Umbesetzung macht sich natürlich auch im Sound bemerkbar. RISING zeigt eine ganz andere Seite von Rainbow als das Debüt. Die Musik klingt deutlich düsterer, härter, mystischer und epischer. Aber auf der anderen Seite ist das relaxte Feeling des Debüts einer neuen Ernsthaftigkeit gewichen. Die Stücke sind alle perfekt gespielt und ebenso arrangiert. Es gibt keine überflüssige Note und keine kleine Verzierung, die nicht fundamental wichtig für das Stück ist.

Dominiert wird der Höreindruck von den beiden Longtracks Stargazer und A Light In The Dark. Wie viele Musiker sich beim Genuss von Stargazer dazu entschieden haben, ebenfalls solche Musik machen zu wollen, wird wohl nie herausgefunden werden können, es dürften aber einige gewesen sein. Und vermutlich kommen auch heute noch immer wieder junge Musiker auf den Geschmack, den dieses epische Werk mit all seinen Facetten hinterlässt. Insbesondere viele Fans der progressiven Rockmusik dürften ob Stargazer vor Freude mit der Zunge schnalzen. Und Ronnie James Dio hat sich alleine für diese Leistung einen Platz in der Rock'n'Roll Hall of Fame verdient.

Aber es wäre falsch RISING lediglich auf diese beiden überaus gelungenen Songs zu reduzieren. Denn auch die vier anderen Songs auf RISING sind eine wahre Freude. Tarot Woman klingt so mystisch, wie es der Titel vermuten lässt. Run With The Wolf ist ein konsequenter Rocker, der einen ausgepumpt, wie nach einer Hetzjagd zurücklässt. Starstruck besitzt alle Hit-Qualitäten. Und Do You Close Your Eyes war schon zu frühen Rainbow-Zeiten der Rausschmeißer bei den Konzerten, weil danach eigentlich musikalisch auch fast schon alles gesagt war.

Insgesamt gesehen ist RISING eines der besten Alben, die das Genre Hardrock zu bieten hat. Die Musiker sind allesamt erstklassig und die Musik such ohnehin ihresgleichen - ganz klar das stärkste Album von Rainbow und vielleicht sogar das stärkste Rock-Album des 20. Jahrhunderts.
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am 14. Juni 2010
War "Ritchie Blackmore's Rainbow" noch von sehr vielen ruhigen und progressiven Nummern und einer gewissen Verspielheit geprägt, so sollte "Rising" deutlich härter klingen. Man sieht bereits am Coverartwork einen Unterschied: Auf dem Erstling sieht man einen Regenbogen über einem Schloss in den Wolken - könnte auch das Plakat einer Hörspiel CD für Kinder sein. Das Cover von "Rising" dagegen zeigt eine zerklüftete Klippenlandschaft und eine gigantische Faust die nach einem Regenbogen greift.

Die Tracks im Einzelnen

Tarot Woman - 5:58
Ein Synthesizer eröffnet das Album mit einer zunächst ruhigen und mystischen Melodie. Zum Ende hin bäumt sich der Synhesizer auf (ähnlich einer anschwellenden Orgel), ehe der monotone Stakkato Riff von Blackmore das Stück eröffnet. Das gleichmäßige, stoßartige Anschlagen der gleichen Gitarren-Seite in Verbindung mit dem Synthesizer-Klangteppich und dem nach vorne peitschendem Schlagzeug schaffen einen drückennden Rhytmus, auf dem sich Sänger Dio richtig austoben kann. Mit beschwörendem, beinahe überschlagenden Gesang erzählt er über eine Kartenleserin. Das Highlight des Tracks wird dann das ineinanderlaufende Solo von Gitarre und Keyboard und die letzte Strophe, in dem das Stück noch mal richtig Fahrt aufnimmt.
5/5 Sternen

Run with the wolf - 3:40
Etwas gemählicher wird es dann mit dem zweiten Stück, dass man am ehsten als Mid-Tempo-Stampfer bezeichnen könnte. Schlagzeug und Bass spielen einen wiederkehrenden Rhytmus, während im Hintergrund ein Keyboard-Klangteppich wabert. Auch hier ist das Solo - dieses Mal sehr getragen - das Highlight. Neben der Gesangleistung von Dio versteht sich.
4/5 Sternen

Starstruck - 4:05
Nach zwei eher ernsten und auch dramatischen Nummern, geht "Starstruck" einen ganz anderen Weg. Eine leichtfüßige Rocknummer, in welchem Sänger Dio von seinem üblichen Text-Schema (In Fantasy-Lyrik gekleidete Metaphern) abweicht. Hier singt er über eine - sagen wir mal - nervende Dame. Ein herrlicher Text, der zum Schmunzeln einlädt: If I'm high on a hill, She will still be looking down at me (...) I could fly to the moon, But she'd soon find a way to be there. I never knew for a while, That a smile made 'em really care. She wants a souvenir
To everyone it's clear. She's hooked, one look. She wants a photograph, And everybody laughs, But not me, 'cause I see, She's creeping like a hungry cat, Seen it before and I know it can mean that.
Musikalisch eine knackige Rocknummer, dass durch Cozy Powell's Arbeit am Schlagzeug eine besondere Dynamik gewinnt.
5/5 Sternen

Do you close your eyes - 2:58
Jedes Meilenstein-Album hat irgendwo einen Song, der nicht ganz die große Klasse anderer Titel auf dem Album halten kann. Diese kurze Rock n Roll Nummer mit leichtem Glam-Einschlag ist diese Nummer auf "Rising". Nett, gefällig und nicht negativ auffallend - aber eben mit den übrigen 5 Songs nicht zu vergleichen.
4/5 Sternen

Stargazer - 8:26
Das Epos der Platte. Ein rasantes Schlagzeug-Intro geht in einen drückenden Rock Stampfer über. Das überlange Stück begeistert nicht nur durch die hypnotische Melodie, sondern vor allem durch sein Arrangement. Bass, Schlagzeug und Gitarre feuern drückende Riffs in die Magengegend des Hörers, während im Hintergrund Keyboard und ein Streicherensemble praktisch gegen die klassische Rockband eine hypnotische, klassisch anmutende Melodie spielen. Hier zeigt sich einmal, welches Glück Rainbow mit Dio hatten: Nur eine kräftige, mehrere Oktaven umfassende Stimme kann mit so einer Klangwand arbeiten. Mit Inbrunst hält er seine Stimme standfest, wenn sich die Instrumente immer dramatischer hochspielen.
Eigentlich mehr als 5 Punkte - eines der besten Rock Stücke, die je geschrieben wurden.

A Light in the black - 8:11
Rainbow werden heute öfters mal als die Ahnen der Metal Musik gepriesen. Auch wenn sich Rainbow wohl eher als Rock Band sahen, so wird ihre Bedeutung für die Metal Musik auf diesem Album v.a. beim epischen "Stargazer" und dem abschließenden "A Light in the black" deutlich. Der rasante Rock Track liefert mit donnerndem Rhytmus, dem eingängigen Riff und dem "Umeinander-Gekreise" von Gitarre und Keyboard im ausgedehnten Solo die Grundlage für spätere Großtaten anderer Metal Legenden. Ein würdiger Abschluss eines rundum überzeugenden Albums .
5/5 Sternen

Fazit
Nur bei wenigen Alben stimmt alles - Songwriting, Produktion, Coverartwork, Instrumentalisten/Gesang. Doch "Rising" gehört zu diesen wenigen Alben. Einer der besten Gitaristen des Rocks und einer der besten Sänger im Rock befinden sich hier auf ihrer kreativsten und stärksten Phase - unterstützt von einer starken Backing Band. "Rising" ist einfach ein musikalisches Meistwerk und für mich das beste Werk, das Dio je mit seiner Stimme veredelt hat (und wie wir wissen hat er einige starke Alben veredelt).
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am 4. August 2003
Mit diesem Album hat Ritchie Blackmore mit seiner Band Rainbow ein Monument erschaffen, das bisher nie erreicht wurde. Hier stimmt einfach alles, der Opener "Tarot Woman" zeigt gleich mal, wo's langgeht. "Run with the wolf" ist zwar ein biscchen kurz, aber gerad das bring die Abwechslung. "Do you close your eyes" wurde glaube ich geschrieben, um wie auf der Tour 1977 zum Schluss des Konzertes die E-Gitarre zu schrotten.
Aber nun zu den zwei Hauptwerken dieses Meisterwerks:
"Light in the black" ... hier geht's richtig zur Sache, Cozy Powell zeigt an den Drums, dass selbst ne Drum-Machine keine Chance gegen ihn hat. Zwischendrin gibt's zwei hammermäßige Soli von Keyboard und Gitarre, und das nicht gerade langsam - trotzdem ist das Lied erst nach über 7 Minuten zu Ende. Andere füllen mit dem Material dieses Songs ein ganzes Album.
"Stargazer"... ist für mich der stärkste Song überhaupt und unerreichbar, egal von welcher Band auch immer. Ronnie James Dio's unnachahmliche Stimme wird nur noch getoppt von Blackmore's Solo. Das gesamte Arrangement dieses Songs ist super, es stimmt einfach alles. Kein Ton zu viel, keiner zu wenig in 7 Minuten.
Danke Rainbow kam es dann zur großen Heavy Metal Welle, die jedoch nie dieses Meisterwerk erreichen konnte. Außerdem war damals auch noch die Reihenfolge der auftretenden Bands richtig, zuerst die Vorgruppe, dann die richtig guten Headliner. Zur Erinnerung, 1976 war AC/DC Vorgruppe von Rainbow :-)
Darum kauft Euch dieses Album und hört es richtig laut auf der Anlage, dann kann nichts schiefgehn! ... und die Luftgitarre bitte auch immer griffbereit halten ...
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am 20. August 2006
Im zarten Alter von 11 Jahren denkt sich ein junger Mann nicht allzu viel, wenn er eine Platte in einem Katalog bestellt, die ihm ein Freund empfohlen hat. Ich war gerade dabei meine musikalischen Werte zu definieren. Deep Purple und Led Zeppelin waren die ersten Bands die mich in jungen Jahren begleitet haben. Aber bis zu diesem Zeitpunkt nur bei Freunden, oder auf Kassetten!

Nun war es also an Rainbow's Rising, mich Vinyltechnisch zu entjungfern. Und es war ein absolut unbeschreibliches Gefühl, daß mir noch bis heute Gänsehaut beschert. Das erste knacksen, als die Nadel auf dem Tonträger aufsetzte und dann das Intro zu Tarot Woman. Mein Gott was waren das für wunderschöne Augenblicke! Und in dem Augenblick als die Gitarre einsetzte war es endgültig um mich geschehen. Ein Schauer jagte den nächsten! Song für Song eine Offenbarung. In den 70ern gab es anscheinend an jeder Strassenecke überragende Musiker! Blackmoore kannte ich ja schon von Deep Purple und Cozy Powell von früheren Jeff Beck Veröffentlichungen. Ronnie James Dio lernte ich allerdings erst durch diese Platte kennen und schätzen! Ebenso Bassist Jimmy Bain, der später mit Dio in dessen gleichnamiger Band spielte.

An diesen Gefühlen hat sich Gottsei Dank bis heute nichts geändert. Immer noch höre ich dieses knacksen, bevor das Intro beginnt! Diese Platte hat mit Sicherheit mein Leben bereichert und ich möchte sie jedem ans Herz legen, der sich sein Leben fortan ein wenig versüßen möchte!
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am 4. September 2002
Rainbow war die direkte Nachfolgeband die Gitarrenpapst Ritchie Blackmore nach seinem Ausstieg bei der Heavy Rock - Legende Deep Purple ins Leben rief. Fakt ist auch, dass Blackmore seinerzeit mit „Rising" seinen Ex-Kollegen von Deep Purple, die zu der Zeit in den meisten Fällen ihren Solokarrieren fröhnten, sowohl in Sachen Qualität als auch in Sachen Härte um Einiges voraus war. In der Tat würde ich „Rising" sogar als eines der ganz wenigen zeitlosen Kunstwerke der Hardrockszene bezeichnen, welches in einem Atemzug mit Alben wie Led Zeppelin's „Four" (aká „Four Symbols") oder Free's „Fire And Water" genannt werden muss. Schon bei dem genialen Keyboard-Intro von „Tarot Woman" stellen sich sämtliche Nackenhaare senkrecht und wenn dann die mächtige Gitarrensektion langsam über einem lang angehaltenen Moog-Synthesizer-Ton eingeblendet wird, gibt es kein Halten mehr. Kein Wunder: Bestand doch die Bandbesetzung der Rainbow-Band seinerzeit nur aus Genies an ihrem Instrument. Mit von der Partie waren Sangesgott Ronnie James Dio (später Black Sabbath, dann Dio), Jimmy Bain am Bass (später ebenfalls bei Dio), Cozy Powell hinter dem Schlagzeug (später u.a. bei Whitesnake, MSG, Black Sabbath, Robert Plant), Tony Carey an den Keyboards (damals zwei mal nacheinander von einer führenden Musikzeitschrift zum Keyboarder des Jahres gekürt worden und später mit erfolgreicher Solokarriere gesegnet) und natürlich Meister Ritchie Blackmore an der Gitarre. Fast könnte man sagen: Ein „who is who" des Hardrocks. Soviel Bandpotential konnte eigentlich nur ein Meisterwerk vollbringen, und so enthält dann „Rising" wohl auch das beste Rainbow-Material der gesamten Bandgeschichte. Allen Songs voran natürlich der epische Klassiker „Stargazer" mit dem Blackmore der Welt zeigte, wie man Kultepen schreibt. Daneben aber auch das eingangs erwähnte High Energy - Stück „Tarot Woman", das midtempolastige „Run With The Wolf", das rasende „A Light In The Black" und der Livekracher „Starstruck". Eigentlich könnte man sämtliche Songs hier auflisten und jeder wäre ein Klassiker. Nach „Rising" verlor die Band mit Jimmy Bain und vor allem Tony Carey zwei wichtige Mitglieder. Man konzentrierte sich auf etwas eingängigeres Songwriting und das Nachfolgealbum „Long Live Rock'n'Roll" lieferte zwar einige Hits, doch konnte mit dem (im wahrsten Sinne des Wortes) genialen „Rising" nicht mithalten.
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am 4. März 2011
Gut zehn Monate nach Ronnie James Dios tragischem Tod und der mittlerweile abgeschlossenen Aufarbeitung vom Dios Schaffen mit Black Sabbath in schön aufgemachten Deluxe-Editionen, wagt Universal sich nun an ein weiteres Kaliber der harten Musik. Die 1976er Debüt-Scheibe von Rainbow mit dem Titel *Rising* (bevor irgendwelche Unkrufe aufkommen: 1975 hiessen Album UND Band Ritchie Blackmore's Rainbow), die mittlerweile seit einigen Jahrzehnten in gottgleicher Manier verehrt und gehuldigt wird.

Den beiden Hauptsongwritern Ritchie Blackmore (Musik) und Ronnie James Dio (Texte) ist dabei ein beachtliches und auch sehr raues Stück musikalischer Zeitgeschichte geglückt, die den modernen Hardrock mitentwickelt und reihenweise Musiker auf den *richtigen Weg der Tugend* gebracht hat. Ich möchte an dieser Stelle die Scheibe als solche nicht unbedingt nochmals bewerten. Vier der insgesamt sechs Original-Tracks empfinde ich als absolute Übernummern, während ich dagegen *Do You Close Your Eyes* als peinlichen Filler und *A Light In The Black* immer als Rumgeblödele im Studio empfand (nur mein subjektiver Höreindruck, mir ist nämlich durchaus bekannt das *A Light In The Black* bereits 1975 live gespielt wurde) aus dem nur Cozy Powells Schlagzeugspiel positiv hervorragt.

Die Deluxe-Ausgabe ist, den anderen Deluxe-Ausgaben aus dem Hause Universal geschuldet, sehr edel aufgemacht. Edles Hochglanz-Artwork mit informativem, mehrseitigen Booklet und Abriß der Bandgeschichte. Die CDs selber können mit dieser Aufmachung leider nicht mithalten. Es wird eigentlich nur *Rising* geboten, und zwar gleich dreimal in Folge. CD 1 bietet die komplette Rising-LP als New York Mix, sowie die komplette Rising-LP als Los Angeles Mix. CD 2 enthält nochmals die komplette Rising-LP als Rough Mix. Die Unterschiede im Klangbild sind minimal, wobei naturgemäß das Rough Mix nicht ganz so perfekt klingt wie die Mixe von CD 1. Es werden leider keine raren Nummern, seltene Live-Songs oder alternative Versionen geboten, am Schluß des Doppel-Silberlings pappte man nur noch schnell einen *Pirate Sound Tour Rehearsal* von Stargazer drauf, der bereits im Vorfeld vermuten ließ, daß die Aufnahme nicht einmal die technischen Anforderungen von 1975/1976 erfüllen konnte. Persönlich ist mir das für eine *Deluxe Edition* ein bischen zu dünn.

Den einzigen Vorteil den ich an der Veröffentlichung der Deluxe-Edition von *Rising* sehe ist, daß von nun an jegliche Investionen in überteuerte japanische Bootlegs mit dem Titel *Rising-The Rough Mixes* komplett überflüssig werden. Das Bonusmaterial ist ansonsten enttäuschend. Mit *Master Of Reality* von Black Sabbath haben Universal bereits vorgemacht, wie eine gute Deluxe Edition auszusehen hat, indem man den Entstehungsprozeß der Songs durch die Verwendung von Outtakes dokumentierte. Aber vielleicht jammere ich hier nur auf höchstem Niveau und es gab keine Masterbänder mit Outtakes mehr oder Ritchie Blackmore unterband einfach deren Veröffentlichung.

FAZIT: eher enttäuschend, es gab schon bessere Deluxe-Editionen, aber hoffentlich werden *On Stage*, *Long Live Rock 'N' Roll* und *Ritchie Blackmore's Rainbow* bald hinterher geschoben... 3,5 gerundete Punkte
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am 22. Juni 2016
Ja ja ja. Darauf geht er hier nicht so explicit ein, aber in der Rockerwelt haben christliches Gedankengut und Nächstenliebe wenig zu suchen. Und die Gesandten Allahs erst recht nicht, die werden geteert und gefedert. Die nordische Götterwelt steht bei jedem guten Rocker hoch im Kurs, Odin und Thor wird gehuldigt. Und die damit verbundene Welt der Mystik, das geht von kleinen Geschichten von Zwergen, Elfen, Trollen und Hexen und deren heldenhafter Bezwinger bis hin zum Herr der Ringe. Dieses Meisterwerk wird von Tarot Woman eröffnet, geile Zigeunerhexe. Dieses Werk ist voll von Höhepunkten. Stargazer, Starstruck und zum Abschied A light in black. Geht nicht besser. Mein Lieblingsalbum von Rainbow ist das erste, aber dieses hier liegt punktgleich mit etwas schlechterer Tordifferenz auf Platz 2. Rockt durch, etwas mehr wie eine halbe Stunde und dann muss auch Schluss sein, man kann die guten Sachen nicht ewig verlängern. Also, long live Rock n' Roll. Nix für Kanaken, Türken oder ähnliches Gedünse und auch mit Weibern, die solche Musik hören bin ich vorsichtig. Die befinden sich nämlich lächerlicherweise auf ihrer männlichen Seite. Lanfreie Zone, hier rockt der Bär. Döners müssen draussen bleiben.
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am 2. Juni 2014
Ich liebe diese Platte.Hab sie mittlerweile bestimmt schon 4-5 mal in allen möglichen Ausfertigungen erworben.Und jedesmal begeistert sie mich wieder.Solche Scheiben schreibt eine Band nicht alle Tage.Grandioser Hardrock der Extraklasse.Allein schon die Namen der Bandmitglieder bewirken Gänsehaut.Ronnie JamesDio,Ritchie Blackmore,Cozy Powell sowie Tony Carey und Jimmy Bain.
Hier stimmt einfach alles.Tolles Cover,saugeiles Songwriting und supherbe Musiker.Wer sich durch die relativ kurze Spielzeit die Ohren blutig gehört hat wird schnell verstehen warum Rainbow damals die legitimen Nachfolger von Deep Purple waren.Songs wie Stargazer werden wohl so NIE wieder geschrieben.Jeder Song ist daher ein Monument für die Ewigkeit.Amen!!!!!
Anspieltip daher-die ganze Scheibe-ohne wenn und aber.

Ganz fette 5 STERNE,
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am 6. September 2014
Alleine die die letzten beiden Songs, "Stargazer", "A light in the black" sowie der Opener "Targot woman"
-allesamt in Überlänge- ließen sämtliche Hard-Rock Fans damals weltweit in Staunen zurück.

Solche Keyboard-Klänge, eine solch wuchtige Power-Stimme von Dio, ein Cozy Powell an den Drums in Höchstform und ein
geradezu fanatisches Gitarrenspiel von Blackmore, gab es selbst zu besten Deep Purple Zeiten nur selten zu hören.
Was Rainbow hier ablieferten war die Definition des Hard-Rock schlecht hin. Da machte es auch nichts, dass
die restlichen drei Songs des Albums ein kleines Stück abfielen.

Auf Rising kam zudem endlich die nötige Härte rein die auf dem Debut-Album noch fehlte. Volle Punktzahl. Was sonst.
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am 29. Oktober 2012
Etwa seit 1970 existiert er nun, der Begriff "Heavy Metal" als Bezeichnung für die schwere, Gitarrenlastige Rockmusik und das dazugehörige Genre hat über die Jahre etliche exzellente Künstler und Alben hervorgebracht. Es dividiert sich in mehr als 40 Jahren in die verschiedensten Untersparten von Thrash-, über Black- bis Nu Metal aus (um nur einen geringen Bruchteil der Spielarten zu nennen). Starke Stimmen, überragende Gitarristen und atemberaubende Rhythmus-Fraktionen haben unvergessliche Kunstwerke von nachhaltigem Wert geschaffen. Doch es gibt zwischen all diesen Topleistungen nur eine handvoll Alben, die dermaßen herausragen, dass man sie auch in Jahrzehnten noch hören wird. Sie haben Generationen von Musikern beeinflusst und beinhalten Songs für die Ewigkeit. Eines dieser zeitlosen Überalben ist das 1976 erschienene "Rainbow Rising".

Ex-Deep Purple Gitarrist Ritchie Blackmore trommelt nach seinem Ausstieg 1975 eine neue, eigene Band zusammen, die er Rainbow nennt und die im selben Jahr ihr Debut "Ritchie Blackmore's Rainbow" veröffentlicht. Die LP erregt internationales Aufsehen, kommt im UK auf Platz 11, in den USA immerhin auf Rang 30. Nach diesem Achtungserfolg entlässt der herrische Bandleader alle Musiker bis auf Sänger Ronnie James Dio. Der bildet mit seiner Band "Elf" zunächst das Gerüst von Rainbow. Doch Blackmore will größeren Erfolg und dafür sind die Mitmusiker seiner Meinung nach nicht gut genug. Also werden Drummer Cozy Powell, Bassist Jimmy Bain und Keyboarder Tony Carey dazu geholt für die Aufnahmen zum Zweitling "Rainbow Rising" im Februar 1976 in München. Diese Besetzung spielt ein Album ein, das für viele Fans und Musiker bis heute ein Erweckungserlebnis darstellt. Neben den spritzig-dynamischen Songs trägt Produzentenlegende Martin Birch ganz wesentlich zum die Jahre überdauernden Klassikerstatus des Werkes bei. Er zaubert in Zeiten von schwachbrüstigen Schlagzeugen und dünnen Gitarren ein unvergleichliches Volumen, das die Titel auch im 21. Jahrhundert hell und klar erstrahlen lässt. Birch ist zuvor schon als Produzent von Deep Purple in Erscheinung getreten und arbeitet in den Folgejahren mit Bands wie Whitesnake, Black Sabbath und vor allem Iron Maiden zusammen, ehe er 1992 in den Ruhestand geht.

Im Prinzip ist "Rainbow Rising" gar kein Album. Es beinhaltet nur 6 Lieder und müsste somit eher als EP bezeichnet werden. Wenn man so will, ist das Werk somit wohl die bedeutendste EP aller Zeiten. Sie beginnt mit einem futuristischen Keyboard-Intro von Tony Carey. Der später vor allem in Deutschland durch seine Zusammenarbeit mit Peter Maffay (!!!) bekannt gewordene Tastenmann stellt eines der ganz wichtigen Elemente des klassischen Rainbow-Sounds dar. Nach etwas über einer Minute gesellen sich zu seinen freakigen Tönen die Stakkato-Gitarre von Ritchie Blackmore und die stahlharten Drums von Cozy Powell dazu. Wenn dann auch noch der zum Zeitpunkt der Aufnahme 33 Jährige Übersänger Ronnie James Dio beginnt, gibt es kein Halten mehr. "Tarot Woman" heißt die fett groovende Einstiegsnummer, die heute zu den unvergesslichen Heldentaten des Melodic Metal Genres zählt. Die Truppe zeigt von Beginn an einen Biss, der vielen Produktionen der damaligen Zeit abgeht. Die Gitarrenarbeit ist innovativ, das Keyboard flitzt frech und Funkensprühend, das Schlagzeug donnert gewaltig und Dio singt sprichwörtlich wie ein (damals noch junger) Gott. Zudem kommt Ritchie Blackmore's Vorliebe für barocke Arrangements deutlich zum Tragen. Was für ein unvergesslicher Einstieg!

Nach den 6 atemberaubenden Minuten folgt mit "Run with the Wolf" ein kompakteres Stück. Rainbow zeigen, dass sie auch heavy Rock'n'Roll können. Erinnert an Songs wie "Country Girl" oder "Slipping away", die Dio später mit Black Sabbath aufgenommen hat. Stampfender Hard Rock mit majestätischer Stimme, der sofort fesselt. Richtig stark.

Die zackige erste Single "Starstruck" schlägt in eine ähnliche Kerbe, hat aber noch eine Spur mehr Drive. Der Blues fungiert hier als Grundlage. Rainbow grooven wie die Hölle und zu der knackigen Nummer lässt sich sogar vortrefflich tanzen. Das ist authentischer und gleichzitig unverschämt eingängiger Hard Rock. Ausflippen garantiert.

"Do you close your eyes" ist das kommerziellste Stück der EP, ohne sich an den Mainstream anzubiedern. Die Gitarre brät angenehm kraftvoll und das Arrangement verweist auf Dios frühere Band Elf. Geht absolut in Ordnung.

Und dann kommt er. Einer der größten und besten Songs, die der Heavy Metal jemals hervorgebracht hat. Eigentlich kann man "Stargazer" nicht in Worte fassen, ich versuche es aber trotzdem. Rainbow kreieren eine 8.32 Minuten lange, dramatische Rock-Oper, die ihresgleichen sucht. Man ringt mit den Worten und nicht selten auch mit den Tränen der Glücksseeligkeit ob dieses Meistertücks. Blackmore spielt eines seiner unsterblichsten Riffs. Es ist melodisch und hypnotisch zugleich und erzeugt sofort eine mystische Anziehungskraft. Seine Majestät Dio liefert nicht nur den kryptischen Text der Übernummer, sondern vor allem eine Gesangsleistung, die einen fassungslos staunend zurücklässt. Gab es je einen besseren Rocksänger? Angesichts so eines Geniestreichs darf das angezweifelt werden. "Stargazer" ist einfach vom ersten bis zum letzten Ton perfekt. Unterstützt von den Münchner Phillharmonikern erzeugen Rainbow einen mächtigen Gefühlsrausch. Das ist Musik am obersten Limit der Genialität. Ich verneige mich in allerhöchster Ehrfurcht.

Wie kann es nach so einem Meisterwerk angemessen weitergehen? Ganz einfach, mit der ungehobelten Double-Bass Granate "A light in the black". Wieder knacken Rainbow die 8 Minuten Marke, diesmal aber im wüsten Uptempo. Cozy Powell dominiert diesen Track mit seinem unvergleichlichen Schlagzeugspiel und der dampfenden Double-Bass. Damals etwas verpönt kann der Titel heute als Blaupause späterer Speed- und Thrash-Kompositionen gelten. Dio zeigt noch ein letztes Mal seine stimmliche Extraklasse, Carey soliert inspiriert und spielfreudig, Bain groovt dunkel und Blackmore schüttelt sich eines seiner filigranen Tänzelriffs aus dem Ärmel. Im Soloteil machen Tony Carey und Ritchie Blackmore Deep Purple gewaltig Konkurrenz. Eine ähnliche Harmonie wie mit Jon Lord hat der eingenwillige Meistergitarrist in seiner Karriere wohl nur mit Carey gefunden.

Und dann ist es auch schon zu Ende, eines der größten Alben der Rockgeschichte. Es dauert nur knapp über 30 Minuten. Die haben es aber in sich. Auf "Rainbow Rising" präsentiert sich eine Band aus herausragenden Musikern im besten Zusammenspiel ihrer Karriere. Eine derartige Perfektion erreichen alle beteiligten nie wieder, obwohl sie in den unterschiedlichsten Konstellationen an weiteren unsterblichen Klassikeralben beteiligt sind. Der Nachfolger "Long live Rock'n'Roll" wird zwei Jahre später ihre letzte gemeinsame Arbeit. Dio steigt aus und geht zu Black Sabbath und Blackmore macht mit Graham Bonnet als Sänger weiter.

Obwohl im Nachhinein klar wird, wie stark die Spannungen zwischen den Bandmitgliedern und ihrem egomanischen, tyrannischen Chef Ritchie Blackmore wirklich sind, ist es ihr gemeinsames musikalisches Endergebnis, das in Erinnerung bleibt. Es zeigt wie kaum ein anderes Werk der Rockgeschichte, was passieren kann, wenn für einen klitzekleinen Moment alles passt, wenn alle Rädchen wie vorherbestimmt ineinander greifen: Pure Magie.
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