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Kundenrezensionen

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am 24. November 2005
1990, Frühsommer, Kirschblüten, warme Nächte. Ich bin 15 und kaufe mir nach der Schule Rios Dritte. Und bin verzaubert.
Rio *** klingt ganz anders, als man es vom Meister gewohnt war - "synthetisch" beschreibt es wohl am Besten - und entführt mich Song für Song in fremde Welten. Fast wie bei Super Mario Bros 2 (vom NES), das ich in jenem Sommer exzessiv durchspielte.
"Aschermittwoch" führt in den Kuckucksuhrwald der damaligen Umwelt- und Innenpolitik, "Sonnenallee" verknallt sich auf einem Berliner Rummelplatz, "Herbst" strahlt vor gelben Blättern in der Sonne, "Signale" schießen einen in den kalten Weltraum, in dem man verloren mit seiner Mission dahintreibt. Die "Vier Wände" machen ein Zimmer zu einem Zuhause, "Was weiß ich" sitzt als Verzweiflung neben dir am Straßenrand (wunderschöner Alptraum!), bis man in "Dahin" komplett in alte Märchenwelten abtaucht - Wanderer, Schlösser, Feen, Schneeweißchen und Rosenrot als das Zauberhafte einer Liebe und was im Heute davon übrigbleibt. Zuletzt strahlt das "Sternchen" über unsere Welt: Ein Liebeslied an die Erde und an die Kraft, die dahinter steht und das Leben erhält.
Nicht unerwähnt bleiben sollte "Zauberland", m.E. eines der schönsten, traurigsten und packendsten Liebesleidlieder, die es gibt.
Rio *** ist musikalisch ein etwas anderer Rio Reiser, schon im Jahr danach war bei "Durch die Wand" alles beim Alten. Aber wer stupide Plastikmusik befürchtet, kann beruhigt werden: alles ist mit viel Liebe zum Detail arrangiert und strahlt mitunter eine Wärme aus, die "handgemachter" Musik in nichts nachsteht.
Für mich ist dieses Album etwas ganz Besonderes, nicht nur aus nostalgischen Gründen, sondern weil mich das Traumtier immer noch mit auf die Reise nimmt. Und ich lass mich immer wieder gerne darauf ein.
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am 16. August 2006
Rio, bis über die Grenze warst du zu hören. Warst das Sinnbild von einigen in einer Generation, ja sogar der Folgenden. Erst politisch provokant, später mit fantastischen Träumereien. Der Junge am Fluss, er liegt im Sand. Bin ich ein Staubkorn in deiner meiner Wüsten. Und wenn ich wiederkehre, begrüsse mich mit einen Sonnenstrahl.

Eins hat dich immer gestört, nämlich dass die Menschen nicht friedlich auf unserer Erde leben können. Auf ihren natürlichsten Raumschiff, welches sie haben. Wie sinnlos der Krieg ist beschreibst du so, dass es auch heute, im Brecht-Jahr noch aktuell ist.

"Raketen stürzen in die Nacht. Blut, Blut, Blut tropft auf mein Hemd. Ich weiss nicht, wohin soll ich gehn. Hinter den Wolken brennt der Mond. Ein Rabe bringt mir einen Brief. Die Königskinder sind verschwunden. Und ein Prinz liegt hier im Dreck. Gib mir Brot, ich habe Hunger. Gib mir Wasser, ich habe Durst.

Raketen stürzen in die Nacht. Blut, Blut, Blut tropft auf mein Hemd."

Deshalb stehst du Rio, unter einen besonderen Licht. Nur wer hat es dahin gestellt? Es wird leuchten, bis auch die letzte unheilbringende Waffe verschrottet wird. Auch Einstein wäre erfreut, wenn sein Patent von der Armee nicht mehr nutzbar ist. Dass jeder einmal die Erfahrung macht, friedlich unter einen Apfelbaum zu schlummern. Ich hab geträumt... . Wann, wenn nicht jetzt... . Kein Fluss kann die Feuer der Kriege löschen.

In deinen Werken lebst du weiter.
11 Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. August 2009
1990 war ich nicht mehr 15 und habe mir dieses wie alle anderen Rio Alben auch gekauft. Ich fand es damals schon gegenüber seinen Vorgängern schwach und bin heute immer noch dieser Meinung.
Rio meinte hier mit Streichern und Synti zu spielen, statt wie man es gewohnt mit der Gitarre und einfachen Riffs und Harmonien. Und genau da liegt auch meiner Meinung anch das hauptproblem von diesem Album. viele zu viel Zuckerguß, kein Rock sondern höchsten mal ein "Syntirock" zB. Sonnenallee. Dieses Album hat kein Druck und war eigentlich der Anfang vom Ende in Rios Solokarriere.
Es wird mir auch für immer Schleierhaft bleiben warum Rio Frau Humpe als Produzent ausgetauscht hatte, und warum Lanrue nicht versucht hat Rio zu mehr zu Druck zu verleiten. Es ist ein fürchterliches Zurckergußalbum mit teilweise super Texten, die dadurch leider sehr verhunst werden.
Wenn ich mit diesem Album nicht Rio Live in der Eissporthalle Herne (Gruß an TE) im Rahmen des PDS Wahlkampf in Verbindung bringen würde, und seinen letzten Song Keine Macht für Niemand, und die darauf folgenden Gesichtern von Gysi und Genossen, dann würde ich diesem Album höchstens 3 Sterne geben. Und das schreibt einer der alle Scherben und Rio Scheiben auf Vinyl und CD hat, sofern sie doppelt erschienen sind.
Ohne dieses Album und der daraus mangelenden Käuferresonanz, hätte Rio es wirklich zum König von Deutschland gebracht. Denn vom Textlichen und Musikalischen war er besser als Grölemeyer oder Lindenzwerg.
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