Shop now Shop now Shop now Shop now Shop now Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Mehr dazu Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Jetzt bestellen AmazonMusicUnlimited BundesligaLive longSSs17



am 8. April 2016
Boulez' Desintegration der Musik in Details; er sprengte das Werk auf. Interessante moderne Alternative, die den natürlichen Fluss der Musik weniger berücksichtigte. Hörenswert - aber vorschnell als neue, 'absolute' Referenz deklariert, dafür absolute Durchhörbarkeit... perfektes Orchester. Peter Uehling bemerkte einst zu Boulez' Mahler-Interpretation: "Die gesamte tonale Grammatik scheint ausgehebelt, die Musik verliert ihre Zielstrebigkeit [...]" (2002) und ich werde hier unwillkürlich an S. Dalis Paraphrasierung Tête Raphaëlesque éclatée, einer Explosion in Fragmente erinnert. Aufn. 4/2007.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. November 2007
Wahnsinn! Als ich diese CD vor zwei Wochen zum ersten Mal angehört habe, konnte ich einfach meinen Ohren nicht trauen - seitdem habe ich sie mir schon an die zehn Mal komplett reingezogen, aber fassen kann ich es immer noch nicht! Die geradezu klassische Reinheit und unglaubliche Detailliebe, die Pierre Boulez und seine berliner Musikerlegionen bei aller Glut und purer Lust an der Musik in dieses gigantische Werk hineinzaubern, grenzt wirklich an schwarze Magie. Das hier ist wahrscheinlich die einzige Aufnahme der Achten, die durch ihre chirurgische Präzision tatsächlich JEDE einzelne Note hörbar macht und einen gleichzeitig mitreisst, dass man beinahe abhebt!
Es kann natürlich sein, dass diejenigen, die diese Sinfonie als ultimatives bombastisches Größenwahnsinnswerk kennen und lieben, beim Anhören gerade des zweiten Satzes vielleicht sogar erst einmal ein bisschen enttäuscht sind - während nämlich beispielsweise der Schluss des Ganzen vor allem in der Solti-Aufnahme wie eine Tsunami-Welle alles über den Haufen bläst, was ihm in die Quere kommt, wird man hier eher mit einem langsamen, feierlichen Ausklang verabschiedet; und auch ansonsten ist diese Goethe-Vertonung passagenweise von einem kammermusikalischen Frieden erfüllt, an den man sich direkt erst einmal gewöhnen muss! Ich kann aber jetzt schon sagen, dass diese CD für mich eine absolute Referenz-Aufnahme darstellt und dass ich meine beiden Solti- und Bernstein-Versionen bereits zugunsten der boulezschen Zauberklänge eingemottet habe.
Wie hat Gustav Mahler doch so schön bei der Beschreibung seiner Achten gesagt: "Denken Sie sich, dass das Universum zu tönen und zu klingen beginnt" - bei Pierre Boulez klingt und tönt es in einer solchen Reinheit wie wahrscheinlich niemals zuvor! "Das Unbeschreibliche, HIER IST'S GETAN!!"
0Kommentar| 23 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Januar 2008
Wenn einer mit Mahlers Sinfonie der Tausend" fertig wird, ohne von Pathos und Klanggewalt fortgespült zu werden, dann Pierre Boulez. Der große Klare unter den Dirigenten hat bei seinem 13 Jahre dauernden Mahler-Zyklus die Achte für den Schluss aufgehoben, als sein echtes Mahler-Meisterstück. Boulez führt die riesig besetzte Berliner Staatskapelle, den Chor der Deutschen Staatsoper, den Rundfunkchor Berlin, die Aurelius Sängerknaben sowie acht Vokalsolisten mit einer solchen Sachlichkeit und Präzision durch die gewaltige Partitur, dass man diese Sinfonie richtig lieben lernt. Manch einer mag die Aufnahme als unterkühlt und emotionslos empfinden, ich aber finde durch sie endlich einen Zugang zur Sinfonie der Tausend". Und kann zudem meine Stereoanlage mal richtig auslasten...
11 Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Mai 2008
Zunächst muss ich meinen beiden "Vorschreibern" vollständig Recht geben, diese Aufnahme ist mehr als empfehlenswert. Besonders bemerkenswert finde ich sie jedoch aus einem anderen Grund.
Ich habe das Werk über die Aufnahme von Simon Rattle und dem CBSO aus dem Jahr 2005 kennengelernt und war schon da mehr als fasziniert. Doch da, wo Rattle mit unglaublicher Dynamik punktet, ohne den Bogen zu überspannen, schafft Boulez durch sein deutlich gemäßigtes Tempo und seine absolute Klarheit für noch mehr Aha-Erlebnisse bezüglich der kleinen Feinheiten des Werkes. Ich halte Rattles Aufnahme als meine erste dieses Werks in Ehren, und durch dieses Meisterstück von Boulez ist sie noch wertvoller geworden.
11 Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Januar 2015
Mit der Achten beendet Pierre Boulez seinen eigenen CD-Zyklus der Sinfonien. Er vereint mit der Staatskapelle und die Qualitäten der beiden Referenzen des Riesenwerks. Simon Rattle teilte die musikalische Wucht sauber auf und schaffte fast kammermusikalische Klarheit. George Solti fackelte die „Symphonie der Tausend“ als Feuerwerk ab. Boulez steht in der Mitte. Langsam ist sein Tempo, alles wirkt geordnet, doch die Musik fließt voller Kraft und entwickelt einen unwiderstehlichen Sog. Grandiose Leistungen der Berliner Staatskapelle, souveräner Gesang - allein Johan Bothas Tenor ist schon ein Traum. Liegt da am Ende eine dritte Referenzaufnahme vor?
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 16. Mai 2011
Als "das Größte, was ich bisher geschrieben habe", pries Gustav Mahler seine achte Sinfonie an. In nur wenigen Wochen konzipierte und orchestrierte der deutsche Komponist diese seine gewaltigste Sinfonie. Sie ist für sehr großes Orchester, Fernorchester, acht Gesangssolisten, zwei gemischte Chöre und einen Knabenchor angelegt, was ihr den Namen "Sinfonie der 1000" einbrachte. Für viele Kritiker ist das Werk weit problematischer als für das jubelnde Uraufführungspublikum. Mahler verliere sich hier im Bombast, agiere weitaus oberflächlicher als in seinen anderen Sinfonien. Diese Geschmacksfrage sei jedem selbst überlassen.
Formal betrachtet besteht das Opus aus zwei Teilen: Während Mahler im ersten Teil den mittellateinischen Hymnus "Veni, creator spiritus" vertont, ist der zweite, wesentlich längere Teil für die Schlussszene aus Goethes "Faust II" reserviert. Der rein instrumentale Beginn des zweiten Abschnitts weist durchaus Merkmale eines langsamen Satzes und einen Scherzos auf.
Das Dauerforte des ersten Abschnitts halten viele Rezipienten für ein Ärgernis, doch in Wirklichkeit erleben wir hier die feurige Beseeltheit eines Christen, der seinen Glauben in die ganze Welt hinaus schreien will. Erst der Beginn des zweiten Teils gewährt etwas Entspannung, doch auch dieser Abschnitt ist vom Feuer der Leidenschaft durchglüht. Während es im Teil I religiöse Leidenschaft und Liebe gewesen ist, ist es hier die Liebe der Menschen untereinander, die durch die göttliche Erlösung geadelt wird. Es ist also durchaus nicht vermessen, die achte Sinfonie Gustav Mahlers als die Synthese seiner frühen Sinfonien, also der Zweiten, Dritten und Vierten, zu begreifen. Dieses zutiefst menschliche Werk - und ist es auch nicht Mahlers beste Sinfonie - steht seinem Ideal von der Verschmelzung von Katholizismus und Humanismus Pate.

Mit der vorliegenden Einspielung aus dem Jahre 2007 - in perfekter Aufnahmequalität - vollendete Pierre Boulez seinen umstrittenen Mahler Zyklus. Begleitet wurde er hier von den Sopranistinnen Twyla Robinson, Erin Wall und Adriane Queiroz, von den Altistinnen Michelle de Young und Simone Schröder, dem Tenor Johan Botha, dem Bariton Hanno Müller Brachmann, dem Bassisten Robert Holl, dem Chor der Deutschen Staatsoper Berlin, dem Rundfunkchor Berlin, den Aurelius Sängerknaben Calw sowie der Staatskapelle Berlin.
Allein die Liste der Mitwirkenden lässt erahnen, dass diese Doppel CD nichts Geringeres als ein Elementarereignis zu bieten hat. Tatsächlich darf sich der Hörer auf ein Spektakel der Extraklasse freuen, bei dem von Boulez' gegeißelter Analytik nicht viel zu spüren ist. Freilich, er legt die subtilen Strukturen des Werkes transparent und organisch differenziert dar, verfällt dabei aber niemals dem Odel des Akademischen. Auch alle anderen Akteure geben sich einem Taumel des Gefühls hin - man höre sich nur den Schlusschor an! -, liefern einen farbenreichen, pointierten und nuancenreichen Vortrag, der stets fließend ist. Es bleibt dabei noch genügend Raum für individuelle Akzente, die der Interpretation zu einem hohen Wiedererkennungswert verhelfen.

Fazit: Eine bombastische Einspielung! Steht gleichberechtigt neben so großen Darbietungen wie der von Leonard Bernstein oder Simon Rattle.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. April 2011
Warum beste CD? Der zweite Part von Mahlers 8 ist wie ein Widerschein der gesamten klassischen Musik - nicht als intellektuelles Fazit, sondern als elegischer Blick in eine unwiederbringlich verlorene und vergangene Zeit! In dieser Sinfonie scheint noch einmal von Barok bis zur Spätromantik alles auf.

Warum die von Boulez und nicht von Bernstein, Solti, Sinopoli, Chailly, Kubelik...? Niemand hat Mahler so klar und transparent dirigiert wie er. ( Manchen ist Boulez nicht emotional genug. Aber Emotionen müssen einfach sein, um ihre Wirkung zu haben. Ein Verrückter, der wild mit den Armen herumfuchtel, ist nicht emotional sondern erlebt gerade einen emotionalen Zusammenbruch.)

Bis an mein Lebensende wird mich diese Interpretation begleiten - alles andere ist irdisch!
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Januar 2013
das klingt bei boulez doch alles gebremst, halbgar, nicht mal mehr so analytisch wie die 6., 7. oder gar 9. vokal wenig stabil. ich höre unsaubere einsätze und insgesamt nicht das, was ich in der partitur lese. keine archiktenonische disposition des dirigenten, monumentale langeweile...

wie wärs mit mitropoulos (wiener aufnahme), kubelik, inbal, abbado?

DIESE 8. braucht doch keiner, ist doch bloß durchschnitt (die aufnahmetechnik ausgenommen). wobei ich durchaus verstehen kann, dass boulez an diesen "riesenschinken" (adorno) nur mit vorbehalten herangeht, ist ja auch nicht mahlers opus summum. aber entsprechend halbherzig ist das ergebnis (der rezensierende "lateingott" kann dies leider, leider - wie fast alles, worüber er schreibt - nicht beurteilen, sondern nur beschwafeln).

fazit: KEINERLEI REPERTOIREWERT .
22 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken