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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
20
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Was für ein Leben! Lou Reed, der Jude aus Brooklyn, der sich immer gegen das Etablierte gewehrt hat und dessen Vita prall ist von Affronts gegen die herrschende Moral, auch Lou Reed hatte seine Loyalitäten. Der Mann, der mit seinem Ready Made einer Band, Velvet Underground, die damaligen Produktionsschleifen und Hörgewohnheiten revolutionierte und nicht umsonst in dieser Phase mit Andy Warhol kommunizierte, hatte das Establishment, wie man es damals sagte, restlos satt. Schon in seiner frühen Jugend mit Elektroschocks gegen seine Bisexualität behandelt, behielt er das frühe, schmerzhafte Stigma zeit seines Lebens. Viele Alben zieren heute seinen ungewöhnlichen Weg, grandiose Kombinationen sind darauf zu finden, von besagtem Velvet Underground zu Walk On The Wild Side, seiner Referenz an den literarischen Underground des William Burroughs, über The Raven, einem Reflex auf Edgar Alan Poe, an dem sich Cracks wie Ornette Coleman und David Bowie beteiligten bis hin zu seinem letzten Oeuvre, bevor die Spenderleber den Dienst verweigerte, eine Kooperation mit Metallica. Und doch: Ein Album ist seine Romantik, da wird der Rebell weich, ja sentimental, auch wenn er die Weisen wie einen derben Garagenrock inszeniert.

Mit dem Album New York formte Lou Reed der einzigen Liebe, der er zeitlebens treu bleiben sollte, einen Epitaph, der auch nach seinem eigenen Tod weiter den Nerv der Stadt trifft und treffen wird. Und obwohl seine Gitarrenriffs der spröden Form des Rocks, der für ihn so charakteristisch ist treu bleiben und obwohl die Texte dieser großartigen Stücke den Dreck und den Existenzkampf dieser Metropole zum Thema haben, leuchtet durch sie hindurch etwas sehr Menschliches, das nicht frei ist von einer starken emotionalen Bindung. Ob in Romeo Had Juliette, dem Strip-Off jeglicher Romantisierung von Liebe, oder Dirty Boulevard, der Hymne auf die nie erlöschende Hoffnung, sei sie auch noch so illusionär, Lou Reed gelingt hier etwas, das einzigartig ist. Das Mitgefühl und die Solidarität für diejenigen, die sich in dem Dschungel New York ein Recht auf Selbstbestimmung erkämpfen, findet im rasenden Rock und der unverblümten Sprache eine stimmliche Wärme, die alles verkehrt.

Und als hätte er sich alles programmatisch erdacht, folgt dem emotionalen Bekenntnis für die Underdogs das Pamphlet der Revolte. Mit There Is No Time fegt Lou Reed die ganze Propaganda des Mainstreams aus dem Augiasstall der Saturiertheit, er entlarvt die schönen Worte der Verfassungen, die Rituale der Nation, die Kriege, die Bekenntnisse zu Natur- und Menschenrechten, den Eskapismus und den Triumphalismus. Aus der störrischen Romantik einer metropolitanen Lebenselite erwächst ein nahezu anarchistischer Aktionismus, der allerdings apellativen Charakter behält. There is a time for Action because the future's in Reach. This is the time.

“Ein Akkord reicht völlig aus. Zwei sind Angeberei. Und drei sind Jazz.“ Was machen wir nur ohne Lou Reed, der mit seiner spröden Logik Dinge auf den Punkt bringen konnte wie kein anderer? In der Komplexität der Metropole New York hatte dieser Outcast und Underdog gelernt, wie man seine Energie, seine Selbstbestimmung und seine Würde behält. Das Album New York ist der Schlüsseltext zu diesem Erfolg, der einen hohen Preis erforderte. Aber scheitern tun wir alle. Auch das wusste Lou Reed wie kein anderer. Und auch das kann man in voller Schönheit hören.
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TOP 500 REZENSENTam 20. Dezember 2014
Die Songauswahl für diese sehr frühe Lou Reed "Solo" Liveperformance setzt sich aus "Velvet Underground" Songs, Songs vom Debutalbum und dem gerade(damals) erschienenen "Transformer" Album zusammen. Der Sound ist von der technischen Warte recht gut, aber für mich persönlich zu sehr "Rock n Roll Mainstream". So erklärt er den Klassiker "Heroin" auch passend als "Rockversion". Vergleichen mit dem Original oder der Version der offizielen Live LP/CD "Rock n Roll Animal" kann diese Version nicht standhalten. Dies gilt ebenso für den VU Klassiker "Sweet Jane", der hier auch relativ saft und kraftlos daherkommt. Das Gitarrenriff zum diesem Song ist einer DER Klassiker der 70iger und das Intro auf der "Rock n Roll Animal" bzw. der Übergang zum Riff ist unvergleichlich.
Wer hier bei der Radioshow als Band agiert ist leider nicht ersichtlich, "Falcon Neue Medien" der Herausgeber der bootleg CD, läßt solche Angaben meist weg. Vom generell schwachen Debut Album sind "Walk it,Talk it" und die erste Version von "Berlin" enthalten. Natürlich alles nicht schlecht, aber auch nicht wirklich "fesselend" oder überzeugend. Der Sound passt in das Jahr, zu "Transformer" und der Hit "Walk on the Wild Side" kommt treffend rüber. "Vicious" und "I`m so free" fehlt nach meiner Meinung der
Biss oder der "Nihilnismus". "Satellite of Love" lebt natürlich von den süßlichen Backgroundsvocals von Bowie und Co.- Lou versucht sich selbst daran, ist natürlich nicht das gleiche. "I`m Waiting For My Man" ist ebenso einer der Klassiker der VU schlechthin, der bei dieser show recht gut rüberkommt.
Lieber zu den alten Original LIVE Alben greifen, dieses Album ist eher für Sammler.
Im Vergleich zu "Rock n Roll Poet" fehlt das "Interview", das zwischen die Songs plaziert wurde.
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am 17. März 2017
Eine richtig gute Ansammlung von 14 Songs, die sich wie ein roter Faden durch das Album durchziehen, in sich selbst geschlossen. Ich höre nicht immer aufmerksam auf die Worte, aber manchmal höre ich doch zu, und habe den Eindruck, dass Lou Reed hier eine Geschichte zu erzählen hat, bei der er sich lohnt, dabei zu bleiben.
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. November 2009
Klasse-Konzert, nur sind in den letzten Monaten 2 Cd's mit demselben Konzert rausgekommen, nämlich die hier vorliegende Cd "Lou Reed recorded live New York Studio 1972" und eine die mit "Live in New York 1972" betitelt ist.

Die hier vorliegende Cd "Lou Reed recorded live New York Studio 1972" ist der "Live in New York 1972" deshalb vorzuziehen, weil erstens Lou Reed die Stücke auf der "recorded live...Studio" einzeln vorstellt, auf der anderen nicht, und zweitens, weil die Aufnahme wesentlich kraftvoller ist als auf der "Live in New York 1972".

Also, wenn schon, dann die "Lou Reed recorded live New York Studio 1972" und nicht die andere.

Alles klar?

Viel Spaß...
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am 2. Dezember 2015
Am 27.10.2013 verabschiedete sich Lou Reed für immer. R.I.P. Aber durch seinen genialen Sound bleibt er uns ewig erhalten. Meiner Meinung nach ist New York als Gesamtwerk das Beste was er je gemacht hat. Ich hatte das Glück selbst in New York zu sein, sogar auf den Twin Towers war ich seinerzeit. Anfang 1989 erschien diese zeitlose Hommage an New York. Typisch für Lou Reed ist nicht nur der Sprechgesang, sondern auch das Aufzeigen der Schattenseiten dieser wunderbaren Stadt, und das gelingt ihm mit einer unglaublichen Intensität. Sparsam an Instrumenten, umso wuchtiger die teils sehr düsteren Texte, kommt das Meisterwerk mal ein bisschen rockig, auch melancholisch , aber auch sehr düster rüber. Kleine Empfehlung zwischendurch: Bei einem Spaziergang im Dunkeln durch den Central Park mit Lou Reed"s New York in den Ohrenstöpseln, unbezahlbar. Lou Reed singt (spricht) wütende Parolen auf die politischen Probleme, auf die Umweltverschmutzung, Rassismus, auch das soziale Gefälle findet seine Erwähnung. Lou Reed war übrigens New Yorker. Aber illusionäre Hoffnungen wärmen dieses an sich düstere Werk. Ja eben typisch Lou Reed, seine Art & Weise über New York zu philosophieren. Genießen sie eine knappe Stunde New York per excellence. Zum Schluss noch ein kleines Zahlenspiel. New York ist mit 1,3 Millionen das meistverkaufte Werk, und schaffte sogar in der Schweiz den Sprung auf Platz 1. I miss you.
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am 19. November 2002
"You can't beat 2 guitars, bass and drums"!!!!
Mit diesem Album hatte Lou Reed 1989 zu alter Stärke zurückgefunden und neue, noch bessere Elemente in seine Musik eingebracht. Denn leider muss man konstatieren, dass viele seiner Aufnahmen in den 80ern einfach unerträglich waren, von Blue Mask mal abgesehen.
Das oben angeführte Zitat vom Cover ist auch das Motto des Albums: keine Spielereien mit Streichern, kein zugekleisterter Keyboard-Müll, keine Rap-Versuche oder sonstige Modernismen.
Dieses Album ist der Beginn des Strebens des Herrn Reed nach dem perfekten Gitarren-Sound. Hinzuzufügen ist natürlich noch, dass die Lyrics noch erwähnt werden müssen.
Textlich stark, setzt sich Onkel Lou mit seiner Stadt New York auseinander. Er prangert an (Umweltzerstörung, Gewalt, Rassismus und Korruption), hängt Erinnerungen nach und trauert (Halloween Parade, Dime Store Mysterie). Die Texte sind auf den Punkt, ironisch, sarkastisch und brutal.
Das musikalische Grundmittel sind drei Akkorde auf der Gitarre und schmerzende Soli, verziert alleine durch einige sehr schöne Licks von Mike Rathke. Trotzdem erleben wir auch bei diesen eignetlich beschränkten Mitteln eine Vielfalt von Ballade, über lauten Rock bin hin zum angejazzten Beginning Of A Great Adventure.
Produziert von Fred Maher (auch Drums, die auch einmal von Maureen "Moe" Tucker gespielt werden), Rob Wasserman am Bass und Lou und Mike Rathke an der Gitarre.
Ein Meilenstein! Definitiv!
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TOP 1000 REZENSENTam 3. Oktober 2009
Live im Studio; damit war wohl ein Radio-studio gemeint. Das entfesselte Publikum zählte wohl etwa 50-100 Fans.
Aber dann diese Performance!
Lou Reed cool und relaxt und dennoch nahbar. Er hat Charisma ohne Ende hier! Wie eine trockene und völlig abgeklärte Ausgabe von Jim Morrison.
Die dargebotenen Klassiker kommen in den unglaublichsten Versionen daher! Es ist wirklich zu schön um wahr zu sein. Ganz großes Kino!!!
Dazu ein irre beseelt spielender Gitarrist, ein schwelgend-bodenständiger Bass und ein abgefahrener Drummer der einen krassen Stil reinbringt.
Und Lou selbst auch brilliant, in jeder Hinsicht.
Die Klangqualität ist nicht perfekt bis ins letzte Detail, aber das schafft gerade nochmal zusätzlich authentisches Flair. Es klingt einfach echt und irre beseelt.
Fans werden die Aufnahme abgöttisch lieben.

Gruß und intensives Staunen damit!
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am 31. Dezember 1999
"New York" ist für mich das absolute Meisterwerk von Lou Reed, auch wenn er mit Velvet Underground oder auch als Solo-Künstler durchaus auch sonst sehr beachtliche Werke abgeliefert hat ("Transformer" zum Beispiel). Auf "New York" pflegt Lou Reed einen klassisch minimalistischen Stil, 2 Gitarren, Bass und Schlagzeug, alles sehr zurückhaltend uns sparsam gespielt, dem Blues ser verwandt. Dazu erzählt Lou Reed seine kleinen Geschichten aus New York, so z.B. die des Puertoricaners Romeo und der weissen Juliette, die versuchen ihre Liebe in der agressiven Grossstadt aufrecht zu erhalten. Oder sein Beitrag zur AIDS-Diskussion "Halloween Parade". Einfach schön. Lou Reeds Stimme ist auch einfach Wahnsinn. Eine sehr empfehlenswerte Scheibe, die aseit Erscheinen zu meinen absoluten Lieblingsplatten zählt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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"New York" ist Lou Reeds ganz persönliche Liebeserklärung an seine Heimatstadt am Hudson River. Auf diesem Album zeichnet er quasi ein hochenergetisches, musikalisches Portrait der Megametropole aus seiner Sicht auf die Dinge und schafft somit eine Art Konzeptalbum, ähnlich seiner "Berlin" Produktion aus den 70er Jahren. Mit so großartigen Stücken wie z.B. "Dirty Blvd." und "Romeo had Juliette" trifft er genau meinen Geschmacksnerv und somit ist "New York" mein Lieblingsalbum des Meisters mit der unverkennbaren, tiefen Stimme und der oft etwas düsteren, raueren und ruppigeren Töne. Minimalistischer, ehrlicher Garagenrock vom Allerfeinsten! Ich setze eine ganze "Busload of hope" (not faith) noch einmal ein solches Meisterwerk von Lou Reed serviert zu bekommen. Mit seinen neueren Werken tue ich mich persönlich leider immer schwerer, überhaupt noch einen Zugang zu finden.
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am 4. Januar 2010
Mein Klassiker !!!!!

Gemeinsam mit a walk on the wild side ist dies für mich die beste Scheibe, die Reed jemals veröffentlicht hat. Da sind Superhits wie "Romea had Juliette" und "beginning of a great adventure", da gibt es ruhige Stücke, mal etwas härter, mal schnell, mal richtig langsam. Wer Reed und seine besondere Art zu singen und zu spielen, seine immer etwas gedämpfte Gitarre und diesen leicht nasalen Gesang mag, der liegt hier genau richtig, den Reed ist einfach Musik. Hier kann es nicht langweilig werden, dafür sind die Stücke einfach zu verschieden und die Geschichten die erzählt werden zu real, zu spannend. Da will man einfach mehr.
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