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TOP 1000 REZENSENTam 23. Juli 2009
Wenn ein Superrocker wie Eddie Vedder gleich zu Beginn lauthals etwas vom "verschwendeten Leben" ins Mikro singt, dann sagt man sich sofort: "Aber das ist es doch wert, oder??!"
Wenn man, so wie Pearl Jam, ein Klasse-Album nach dem nächsten abliefert, so kann man doch wahrlich nicht vom verschwendeten Leben sprechen!

An dieser Stelle einen Vergleich zwischen den Erstlingswerken (wie "Ten" oder "Vitalogy") und den neueren Scheiben (wie "Riot Act" oder "Pearl Jam") anzustellen ist in der Tat schwierig, wie ein Rezensent vor mir hier ganz richtig bemerkt hat. Es ist halt einfach anders, obwohl es ja gar nicht so richtig anders ist. Hier ist unverkennbar immer noch (Gott sei Dank) Pearl Jam am Rocken - und sie tun dies aus tiefster Überzeugung und mit ganzem Herzen und purer Lebensenergie, das spürt man einfach...

Zwar finde ich persönlich, dass "Perl Jam" beispielsweise nicht ganz mit seinem Vorgänger ("Riot Act") mithalten kann, trotzdem halte ich VIER STERNE für dieses Album durchaus angebracht. Ich tendiere sogar eher zu VIEREINHALB STERNEN!

Ein bisschen Schade finde ich, dass "Wasted (Reprise)" nur gerade mal eine Minute Spielzeit eingeräumt wurde. Das könnte von mir aus 3 bis 4 Minuten durchlaufen. Mr. Vedders Stimmlage berührt mich bei dieser Nummer auf seltsame Weise ganz besonders.

Insgesamt haben aber alle Nummern auf dieser Platte ihre berechtigte Existenzberechtigung bekommen. Es ist wie mit der gesamten PJ-Chronologie: Kein einziger Totalausfall zu finden!!

Also: LIFE WASTED?? - Wenn man sich diese Scheibe anhört macht man genau das Gegenteil!!! (Und wenn es Zeitverschwendung sein sollte, so ist es dieselbe Zeitverschwendung wie bei einem Sonnenuntergang am Meer oder bei einer lustigen Party mit Freunden oder...)
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am 9. Mai 2006
Wenn eine Band ihrem neuen Album keinen Namen gibt und es "selbstbetitelt", kann es dafür viele Gründe geben. Im Allgemeinen wird das dann als Schritt zurück zu den Wurzeln

und zur Ursprünglichkeit gesehen. Pearl Jam spielen auf ihrem neuen Album schnell, roh und geradeaus, allerdings ohne immer rechtzeitig die Kurve zu bekommen. Man kann darin die Wurzeln des Grunge vermuten, oder auch nicht. Ob Rückbesinnung oder Neuanfang: die Energie der früheren Jahre hat diese Platte nicht, aber vielleicht etwas eigenes und dadurch sehr schönes. So leicht wie die Chilli Peppers machen es sich Pearl Jam zumindest nicht. Letztlich gehört jede Platte wohl einfach auch in ihre Zeit und kann sich heute nicht wie 1993 anhören. Und für Retro ist es noch ein wenig zu früh.

Was die Beurteilung des Albums außerhalb des Pearl Jam Fan Kosmos angeht, wird sie sich kaum von den unmittelbaren Vorgängern unterscheiden und wenig bemerkt werden. 17 jährige in kurzen Armee Hosen und hohen Docs wird man bei den diesjährigen Live Terminen nicht finden.

Wahrscheinlich ist das aber auch gut so.
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am 4. Februar 2007
Knapp zehn Jahre nach ihrem Debütalbum Ten präsentieren Pearl Jam wieder ein Album mit all ihren Stärken - kräftiger, schnörkerlloser Hardrock ohne große Ausfälle. Ihre musikalischen Abstecher (manche nennen es Künsteleien), die schon auf ihrem zweiten Wurf Vs. zu erkennen waren, bis hin zu Riot Act aus dem Jahre 2002. Und immer wieder fragte man sich, wohin die Band eigentlich wolle. Welches Ziel verfolgen sie, haben sie eigentlich den Sound, den signifikanten PJ-Sound?

Und nun bleibt nichts anderes übrig als die einstigen musikalischen Wurzeln: muskulöser, leicht abschweifiger Rock, aufgepuscht durch Eddie Vedders erfrischende Aufrichtigkeit in den Lyrics, sodass man sich immer mehr damit identifizieren kann, sofern man auch einen solch protestantischen Charakter wie Ed hat. Noch nie haben sich Pearl Jam so hart und direkt angehört wie hier - selbst auf Ten zeigte deren Musik eine gewisse Elastizität, teilweise durch Jeff Aments bundloses Bassspiel bedingt, das wiederum eine rundere Dynamik zuließ. Dies hielt PJs Sounds nahezu davon ab, sich direkt bis zu den Gedärmen durchzuschlagen, quasi ohne Kompromisse. Pearl Jam hört sich aber diesmal so kompromisslos an, und das ist das erfrischende und, zugegeben, auch überraschende Element dieser Scheibe. Denn so wirklich gerechnet hat man damit nun nicht. Gerade auf der ersten Hälfte hört sich alles sehr kraftvoll und wütend an, wie beispielsweise "Life Wasted", "World Wide Suicide", "Comatose", "Severed Hand" und "Marker in the Sand". Jedes Lied toppt das vorherige auf seine Art und Weise. Dadurch klingt das Album authentischer und feuriger. Auch die Balladen sind ein wichtiger Bestandteil von Pearl Jam - eingeleitet wird der ruhige Teil durch "Parachutes", womit sich der Sound für das Weichere und Einfühlsamere öffnet. Auch wenn die zweite Hälfte eine größere Vielfalt von Tempiwechseln hat, bietet es immer noch eine grandiose Anzahl von Rockern: angefangen beim ironischen Stolzieren von "Uemployable" bis hin zum furiosen "Big Wave". Abgerundet wird alles durch de beiden Schlusslichter des Albums "Come Back" und "Inside Job", wobei letzeres an "Indifference" und "Release" erinnert, mit seiner anmutigen Magik und träumerischen Weite, die der Sound, und vor allem das Intro, hergeben. Der Soultouch von "Inside Job" erinnert auch irgendwie an "Black", wobei "Inside Job" durchaus epischer klingt und somit auch den besseren Schlusssong eines Albums darstellt.

Pearl Jams Wut und Ärger ist auf dto. anders als auf deren Vorgängern. Eddie Vedder schaut mehr auf die Welt als solches, auf die Probleme der USA, und vor allem auf die, die durch GW Bush verursacht werden ("World Wide Suicide"). All seine Texte und die damit herauskommende Wut und Frustration machen Pearl Jam womöglich zu dem Protestalbum des Jahres, wenn nicht sogar seit Anfang 2000. Außerdem ist die Stärke des Albums, dass es einfach als reine Musik genossen werden kann, ohne dass man sich zu sehr auf Vedders Texte konzentrieren muss. Diesmal steht die Musik mehr im Vordergrund. Vedders Texte scheinen nicht so metaphorisch und bildgeladen zu sein wie sonst immer. Alles musikalische, das die Band anpackt, scheint außerdem zu gelingen. Ob es nun der Hardrock von "Life Wasted" oder der ruhige Part wie "Parachutes" ist.

Seit Vitalogy haben sich Pearl Jam nicht mehr so frisch, direkt und lebend angehört wie hier.
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am 15. April 2016
Sehr empfehlenswertes Album! Muskulöse, aber intelligente Rockmusik vom Feinsten! Ich habe Pearl Jam merkwürdigerweise erst kürzlich entdeckt, nachdem ich sie in den 90er Jahren eher links liegen gelassen hatte. Aber gerade die "späteren" Pearl Jam - wie durch dieses Album illustriert wird - sind sehr gut. Die weltweit erfolgreiche Singleauskopplung "Worldwide Suicide" steht beispielhaft für den Charakter dieses Albums, aber auch "Life Wasted", "Severed Hand" und "Army Reserve" fallen in die Kategorie der besten bzw. besseren Pearl Jam-Songs.
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am 23. August 2011
Klar, alle lieben ten, vs. und die alten Klassiker. Ich auch, aber das Album hier blieb beim ersten Durchhören schon hängen landet immer mal wieder im cd Player und begeisterrt mich immer wieder aufs Neue. Alleine die beiden Opener sind der Hammer und "Come Back" einer der schönsten Songs der Band. Auch die anderen Songs sind super. Die Platte klingt einfach gut, wurde ja auch nicht von BrendanŽo Brian produziert.
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am 3. Mai 2006
Nun ist es wieder soweit: Seit dem 2. Mai steht das neue Album von Pearl Jam auch in unseren Läden in Deutschland. Wer mitgezählt hat dürfte über die Tatsache aufgeklärt sein, dass es sich hierbei um das 8te Album der Band um Eddie Vedder handelt. Interessanterweise heisst das Album auch wie die Band selbst, was für ein so spätes Album eher ungewöhnlich ist. Nach den letzten zwei Alben "Binaural" und "Riot Act" sind bei vielen Pearl Jam Fans einige Wünsche offen geblieben und so war ich gespannt, was sich die Jungs haben einfallen lassen.

Vier Jahre sind seit dem letzten Album verstrichen und eins vorneweg: Man merkt warum sich die Band die Zeit genommen hat!!!

13 Songs auf dem Album: Davon meiner Meinung nach 8 exzellent und 3 sehr gut.

War Riot Act eher durch ruhige Balladen und sehr experimentelle Elemente geprägt, greift Pearl Jam in diesem Album eher auf den für sie so typischen Rock zurück, wobei hier die ganze Sparte von melodiös/sehr langsam bis sehr unruhig berücksichtig wird. An vielen Stellen schimmert ihre "grunge-ige" Wurzel durch.

Das Album beinhaltet sehr "leicht hörbare" Titel wie "gone" und "unemployable", die dem Hörer nach nur kurzer Einhörungszeit einleuchten, sodass man sofort mitsummen oder -klopfen könnte aber auch wesentlich gewöhnungsbedürftige Songs wie "severed hands", "big wave" und "army reserve", welche meiner Meinung nach den eigentlichen Charme der Seattler Jungs ausmacht. Hat man sich die Melodien und Rhythmen erst einmal eingeprägt verlassen sie einen nicht mehr...

Man hat den leichten Eindruck, dass das Album die gesamte Laufbahn der Band widerspiegelt: Sind "Life Wasted", "World Wide Suicide" eher typisch für ihre frühen Grunge-Alben (siehe VS und Vitalogy) so widerspiegeln "marker in the sand" "big wave" eher den Charakter der mittleren bis späten Alben.

Zusammenfassend wage ich die These, dass dieses Album fast symbolisch für die Beschreibung der Musik von Pearl Jam mitsamt seiner Entwicklung steht.

Fazit:

Für Pearl Jam Fans ein absolutes Muss!!! Aus meiner Sicht das Beste Album seit Vitalogy! Hier könnt ihr bedenkenlos zugreifen.

Für alle die bereit sind sich in einen Rock einzuhören, der evtl. sehr ungewöhnlich erscheinen kann: Ain Album, welches durchaus für einen Kauf in Frage kommt.

Für alle die mit Pearl Jam noch nie was anfangen konnten: Finger weg!

Schlussbemerkung:

Das sehr schlichte weiche Cover des neuen Albums ist (abgesehen von den blutigen Köpfen hinter der CD-vertiefung) sehr schön anzuschauen beinhaltet wie gewohnt in einer Seitentasche ein kleines Heft mit den Lyrics. Wenn man die durchaus erschwinglichen Preis und die ebengenannten Kommentaren zu den Songs betrachtet sind 5 Sterne die einzig richtige Bewertung...
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am 18. Mai 2006
Endlich ist sie da. Lange genug mussten wir warten auf den 8. Albumwurf. Naja, zwischendurch konnte man sich ja mit dem B-Seiten/Unveröffentlich-Sampler "Lost Dogs" die Zeit vertreiben, der nebenbei gesagt alles andere als Abfall ist, sondern in sie viele geniale Tracks beinhaltet.

Doch zu »selftitled«, beim ersten Mal hören denkt man wie immer bei PJ "holperig, unzugänglich". Bei jedem neuen PJ-Album habe ich bisher am Anfang gedacht "ok, das Album kann nicht an die anderen anknüpfen", doch immer stellten sich Pearl Jam als absolute Juwele heraus. Ausserdem kommen einige Stellen, wo ich denke "hab ich doch schon mal gehört" (comatose erinnert zB. stark an last exit) aber schon ab Track 5 kommt da Besserung auf.

Auch dieses Album ist wieder, wie seine Vorgänger, weit weit abgehoben über dem Pop-Brei der sonst so die Charts durchzieht. Das Album entfaltet auch wieder eine ganz eigene Note, punkiger sind sie geworden. Wer hätte das gedacht, wo PJ doch jetzt ca. 40jährig und mit 15 Jahren Bandgeschichte endgültig zum alten Eisen gehören, doch mit dem Platz geben sie sich offensichtlich nicht zufrieden. Politisch sind sie geblieben, rechnen ab mit der Bushregierung, aber auch die ultrasensiblen sozialkritischen Texte, die den gesellschaftlichen Aussenseiter in die Aufmerksamkeit rücken, kann man wieder finden.

Schon nach dem sechsten Mal Hören kristallisieren sich so die typischen »Lieblingslieder« heraus, die sich fest ins Ohr hineinfressen, und wegen denen man diese CD auch in 10 Jahren gern mal wieder hören wird.

Bei mir sind das

5. Marker in the Sand

7. Unemployable

9.Gone

Fazit: Kaufen, wenn man Popbrei und Dieter-Bohlen-Tonalität satt hat und knallharte Gitarrenriffs liebt. Und im September 06 nach Berlin ins Konzert!!
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am 11. September 2006
Man meint doch immer, Rock-Bands würden im Laufe ihrer Karriere immer ruhiger werden - nicht jedoch so bei den Alt-Meistern des Grunge. Als eingesessener PJ-Fan habe ich mir auch diese Platte gekauft, ohne vorher reinzuhören, und war überrascht, was da so aus den Boxen dudelte. Vor allem Vedder in ungwohnt rauher Stimme. Und das bei fast allen Songs. Seiten, die man bisher nur bei wenigen Stücken zu hören bekam (z.B. Do The Evolution oder Blood). Zuerst war ich zugegebenermaßen ein wenig enttäuscht, da man ja als Fan u.a. auch auf Vedders klare, tiefe und langanhaltende Laute steht. Doch beim mehrmaligen Anhören entdeckt man auch bei dieser Platte wieder mal das Genie einer langerprobten Rockband. Außerdem finde ich es höchst lobenswert, dass PJ immer wieder neue Seiten zu bieten hat und nicht jedesmal alte Erfolgsrezepte aus der Schublade hervorkramen muss, um erfolgreich zu sein.
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am 29. April 2006
Die Seattler Kultgrunger sind zurück und präsentieren ihrer eingeschworenen Fangemeinde ein Meisterwerk der Extraklasse. Die letzten Überlebenden des Seattle-Hype der 90er Jahre schaffen es mit ihrem neuen Werk gleichermaßen in ungeahnte Höhen der Melodik und der rohen Härte vorzudringen und diese beiden konträren Elemente zu einem Musikgenuß der Extraklasse zu verbinden. Man merkt, die Band braucht niemandem etwas zu beweisen, und dieses Selbstvertrauen hört man in jedem der 13 klasse Songs.

Gleich der Opener "Life's Wasted" bläst den Zuhörer vom Hocker. Die Drums von Matt Cameron wie auch die Riffs von McCreandy rollen über alles hinweg, was sich ihnen in den Weg stellt. Zu diesem rohen, kompromisslosen Drive gesellen sich Vedders wütender, krächzender Gesang und ein Refrain und ein Zwischenspiel, das von Melodie und Ohrwurmqualität nur so strotzt. Auch bei der Hitsingle "World Wide Suicide" und "Comatose" walzen die Gitarren, dass es eine Freude ist. Purer Hardrock, bei Zeiten gepaart mit Punkelementen lassen die ersten drei Tracks den Zuhörer mit offenem Mund zurück. Waren die ersten Stücke der Vorgängerplatten oft ohne den letzten genialen Melodieschliff und hinterließen manchmal einen Beigeschmack, gibt es auf "Pearl Jam" Songwriting in Perfektion.

Beinahe hat man Angst davor, dass die nächsten Tracks nachlassen könnten, doch diese vermögen den Beginn noch zu toppen: "Severed Hand" wird nicht nur von einem atemberaubenden Gitarrensalvenfeuerwerk getrieben sondern bietet wieder einen hochmelodischen Refrain. Einer der Höhepunkte des Albums ist aber "Marker in the Sand", das sich zu einem wunderschönen von berührenden Harmonien durchzogenen Song entwickelt.

"Parachutes" und "Unemployable" bieten beide große Harmonien, wobei Parachutes leicht an "Low Light" vom Yield-Album erinnert und sich "Unemployable" mehrstimmige Gesänge und Rythmen der "Beach-Boys" oder "Toad the wet sprocket" finden, und das Lied zu einem Fest für die Ohren machen.

Über den Jeff Ament Kracher "Big Wave", der wieder an die Härte der Opener erinnert, kommen wir zum Meisterwerk "Gone" den die TenClub-Mitglieder schon von der Christmas-Single 2005 kennen werden. Ein düsterer, stellenweise an die "Merkinball"-Singles erinnernder Song, stößt beim Refrain plötzlich an die sonnenüberflutenden Gipfel, die einem Hoffnung in den tristen Zeiten gibt.

"Wasted Reprise" nimmt sich nocheinmal dem geilen Refrain des Openers an, modifiziert ihn ein wenig und bietet damit eine schöne Erinnerung, dass man nach Beendigung der Platte nur schnell wieder von vorne beginnt. "Army Reserve" schlägt wieder in die selbe Kerbe wie "Severed Hand": beeindruckende Gitarrenriffs gepaart mit tollem Refrain.

Zum Abschluß kommen zwei Mike McCready Songs vom Allerfeinsten. "Come back" ist eine wunderbare Ballade, die in etwa mit "Yellow Ledbetter" verglichen werden kann und gegen Ende eines Konzertes das Publikum zum sich-in-die-Arme-fallen, schluchzen und mitsingen bewegen wird. Grandiose Melodie, herzzerreißender Gesang von Eddie gepaart mit Mikes wunderschönem Solo, einfach top class!!!

Der Abschied ist in der Tradition von "Release" oder "Indifference", bietet "Inside Job" doch neben einer elegischen Melodie einen herrlich intelligenten, nachdenklichen Text. Doch das eineinhalbminütige Intro und die exquisite Melodik stellen dieses Lied mindestens auf die gleiche Stufe wie die zwei Klassiker.

Kurzum, dieses Pearl Jam Album öffnet neue Türen ohne die Alten zu schließen, was dazu führt, dass dieses Album meiner Ansicht nach ohne weiteres neben "Ten" und "Vs" gestellt werden. Ich gehe sogar soweit, dieses Album über die Beiden erwähnten zu heben, da sich Pearl Jam hier neu erfunden haben. Meine Empfehlung deshalb: GET THIS ALBUM !
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am 1. Mai 2006
Nach vier langen Jahren gibt es nun endlich ein ganz frisches Studio-Album von Pearl Jam. Die Presse lobt es überwiegend als ihre beste Platte seit 10 Jahren und feiert die Rückkehr der Grunge-Pioniere.

Nun muss man natürlich sagen, dass Pearl Jam sicherlich eine grandiose und einflussreiche Rockband sind, mit dem Phänomen Grunge (Nirvana, Mudhoney, Soundgarden, u.ä.) haben allerdings nur wenige ihrer Lieder etwas zu tun. Das ist jedoch durchaus gut so. Denn so ist es ihnen über die Jahre gelungen, sich immer wieder zu entwickeln, ohne sich dabei selbst zu verleugnen.

Nach der etwas ruhigeren Scheibe "Riot Act" gehen sie daher nun wieder in die heftigere Richtung. So rockt vor allem der erste Teil (Life Wasted, World Wide Suicide, Comatose, Severed Hand) richtig los. Die Gitarren geben weitgehend den Ton an und der Sound wirkt insgesamt sehr roh.

Natürlich darf auf einer Pearl Jam-Platte auch das Eddie Vedder-typische Pathos nicht fehlen. So bieten denn auch Marker in the Sand und vor allem das überragende Parachutes alles, was man von einer echten Hymne erwarten darf.

Insgesamt ist es wie bei jeder Pearl Jam-Scheibe. Fans werden sie lieben, wer die Stimme Eddie Vedders und seine sicher nie einfachen Texte nicht leiden kann, wird sie hassen. Wer jedoch offen für sie ist und die Geduld mitbringt, sie nicht nach dem ersten Hören schon zu verwerfen, der wird dafür belohnt werden. Denn wie jedes ihrer Alben (außer vielleicht Ten) muss auch das neue Opus erst einmal im Hörer wachsen, bevor es dann um so schönere Blüten treibt.
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