Sale Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren Xmas Shop 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Mehr dazu TDZ HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle SonosGewinnen BundesligaLive wint17



am 15. November 2003
Dream Theater knüpfen direkt an ihr Doppelalbum "Six Degrees Of Inner Turbulence" an. Auffallend ist sofort, dass die ersten Sekunden von "Train Of Thought" mit dem gleichen ostinaten atmosphärischen Ton beginnen, mit dem die zweite CD des 2002er Werks der New Yorker aufgehört hat. Dream Theater gehen den Weg weiter, den sie mit THE GLASS PRISON, dem Opener von "Six Degrees...", beschritten haben und liefern ihr bisher mit Abstand härtestes Album ab.
Nach einem kurzen, geheimnisvollen Intro gibt AS I AM die neue Marschroute gleich kompromisslos vor und präsentiert harte und rohe Heavy-Riffs. Der brachiale Opener erinnert schon sehr an frühere Metallica-Zeiten, außer natürlich vieler kleiner technischer Raffinessen, die zwischendurch immer wieder aufblitzen und die für Dream Theater typische Abwechslung bieten. Nach der hammerharten Strophe und der knisterten Spannung einer mysteriös verzerrten Bridge folgen die eindrucksvoll verzögerten Melodiebögen des Refrains. James LaBries Stimme gibts in dazu passender kühler Direktheit ohne viele Schnörkel - und auch schon mal gedoppelt.
THIS DYING SOUL ist dann die unmittelbare Fortsetzung von THE GLASS PRISON und bietet nach den Teilen I, II und III des 2002er-Vorgängers nun IV und V. Nicht nur Textstellen wie "Help me/ Save me/ Heal me/ I can't break out of this prison all alone" oder "I'm ready to break right through this prison wall" sind Referenzen zu THE GLASS PRISON, sondern auch einige musikalische Merkmale wie die von Breaks durchsetzten, schnellen Double Bass-Passagen.
ENDLESS SACRIFICE beeindruckt durch den immensen Gegensatz zwischen der ruhig gehalten Clean-Guitar-Strophe und dem hereinbrechenden, brutalen Chorus, der beeindruckend die emotionale Leere transportiert, welche durch Lyrics wie "I chose this life/ This superficial lie/ Constant compromise/ Endless Sacrifice" beschrieben wird. Der verlängerte zweite Refrain und James LaBries ungewohnt gefühlskalter Gesang vertiefen die betörende Atmosphäre des Songs weiter. Nach langen Instrumental-Stellen folgt eine energisch geladene Headbridge und dann erneut der Refrain mit noch mehr Power. Ein immenser Energieaufbau durch den gesamten Song hinweg, bei dem einem ein eiskalter Schauer über den Rücken laufen kann.
HONOR THY FATHER besticht durch die spannende Aneinanderreihung diverser komplexer Parts, rhythmischer Variationen und energiegeladener Überleitungen mit klirrend kalten Keyboard-Sounds, wobei markante Stellen wie der "On And On..."-Part immer wieder Orientierung für die Ohren schaffen. Ein ausgedehnter Instrumental-Part beeindruckt mit verfrickelten Solo-Stellen und ansprechender Durchmodulierung von Harmonien wie man es von Dream Theater gewohnt ist.
Das kurze VACANT ist der einzige 'softe' Track des kompletten Albums - in seinem Gehalt aber kaum ein echter Song, sondern vielmehr eine kleine balladenartige Überleitung mit melancholischen Klavier- und Streicherklängen.
Das lange Instrumentalstück STREAM OF CONSCIOUSNESS - wie könnte man es von einer Band wie Dream Theater anders erwarten - hat einfach keine natürlichen Feinde. Gut elf Minuten lang gibt es unendliche Variationen eines Themas (hat an sich ziemlich viel von Jazz), technische Raffinessen en masse, coole Grooves, spontan wirkende Melodien... Spannung und Abwechslung pur. Allein, was die jeweils anderen Instrumente begleitend zu unglaublich schnellen Soli als 'Hintergrundmusik' präsentieren, ist technisch so glänzend und tight, dass 99 Prozent aller anderen Schwermetallmusiker die Kinnlade runterklappen würde.
Mit der 14-Minuten-Nummer über religiösen Fanatismus, IN THE NAME OF GOD, schließt "Train Of Thought" mit einem echten Kracher. Eine genial groovende Strophe, abrupt einsetzender Chorus mit schwebender Atmosphäre und dramatischer Sounddichte, dazu James LaBries ausdrucksstarker Gesang. Nach vielen spannenden Entwicklungen und unter anderem blitzschnellen Endlos-Läufen mit loopartigem Bass und coolen Rhythmen im Hintergrund spitzt dieses Meisterstück den Energiegehalt zum Ende hin enorm zu und entlädt sich in genialen, dramatisch ausdrucksstarken Parts mit ekstatischen Vocals.
Die "Images And Words" - Zeiten mit warmen, weichen Klängen sind ganz klar vorbei. Das Ergebnis der letzten Songwriting-Sessions der New Yorker sind lange und komplexe Kompositionen, die zwar ein paar Hördurchgänge brauchen, aber durchweg überzeugen. 69 Minuten lang wird härtester Metal geboten, wobei die geschätzten technischen Glanzstücke der Band dennoch nicht zu kurz kommen. Obwohl generell die Tendenz zur Refrainstruktur vorhanden ist, würden Dream Theater es wohl nie wagen, den gleichen Part nur ein Mal ohne Variation zu wiederholen - so entstehen unzählige Details. Während die Vocals- Parts sehr straight sind, werden minutenlange Instrumentalstellen zum 'Austoben' eingebaut.
Die Atmosphäre des Albums ist brachial und unendlich heavy, vor allem durch die monströsen Gitarren - die Grundstimmung ist düster und eiskalt frostig. Dazu passen auch James LaBries sehr direkter Gesang und die unterkühlten Keyboardsounds, die an "Awake" erinnern.
Zur nachdenklichen Grundstimmung passt das gelungene Schwarz-Weiß-Artwork des Booklets mit surrealistischen Fotomontagen.
Fazit: "Train Of Thought" ist ein absolutes Meisterstück mit hervorragenden Kompositionen und überzeugendem Sound - spannend vom Anfang bis zum Ende. Dream Theater ziehen ihr Ding durch und definieren sich mit diesem Album teilweise neu - und zum ersten Mal seit einigen Studioalben erweitern sie hiermit auch einmal mehr den modernen Progressive Metal um einige Facetten. Großartig - MUSS MAN HABEN!
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 13. Januar 2004
Einfach haben es sich Dream Theater wirklich nicht gemacht. Ein mehr oder minder gelungener Aufguss der alten Erfolgsalben ist "Train of thought" wirklich zu keiner Zeit.
Stattdessen ist "TOT" die konsequente Weiterentwicklung der mit "Six degrees of inner turbulence" eingeschlagenen Marschroute. Doch wo auf dem letzten Werk erhebliche songwriting-technische Schwächen den Hörgenuss schon entscheidend zu trüben wussten, sitzt auf "TOT" so ziemlich alles am richtigen Platz.
Das Album tönt sehr satt, um es nicht banal zu sagen fett, aus den Boxen. Ein Killerriff jagt das nächste. Ein Schelm, wer zeitgenössische Härte als Automatismus mit dem bösen Wort "Nu Metal" gleichsetzen muss.
Dream Theater kopieren nicht ehemals angesagte Nu Metal-Schemata, sondern integrieren moderne Grooves homogen in ihren ureigenen Sound. Der Name Mudvayne, selbst nicht gerade eine Band mit den einfachsten Strukturen, schießt einem da nahezu zwangsläufig in den Kopf und Machine Head scheinen den Jungs auch keine gänzlich Unbekannten zu sein.
"TOT" rockt. Keine Frage. Der mächtige Opener "As I am", das mit tausenden Mörderriffs versehene "Honor thy father" - klassische Dream Theater-Ware mit einem gehörigen Schuss Härte und Groove.
Verschnaufpause verschafft allein das wunderschöne "Vacant", getragen von einer fragilden Gesangslinie und flirrenden Streichern.
"TOT" ist ein mutiges Album geworden, mit dem sich jedoch so ziemlich jeder DT-Jünger spätestens nach dem fünften Hör-Durchlauf anfreunden können sollte. Kompromisslose Härte trifft hier auf - business as usual - absurde technische Kunststücke und endlich wieder einmal gelungene Hooks. Neben der überraschend progressiven neuen Machine Head-Scheibe und dem alles überragenden Soilwork-Meisterwerk die feinste Metalgabe des Jahres. Und so nebenbei mein ganz persönliches DT-Lieblings-Album seit "Awake", und das ist auch schon wieder ein paar Jährchen her.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 4. Januar 2004
Ich war nach der Six Degrees of inner Turbulence total gespannt auf das neu Album. Umso enttäuschter war ich, als ich die CD das erste mal hörte. Hätte ich die Rezension sofort geschrieben, wären wahrscheinlich nicht mehr als 1 Stern erfolgt. Ich wollte sie schon wieder verkaufen bzw verschenken. Die CD ist schwerpunktmässig auf die Gitarre aufgebaut. Portnoy spielt wieder ganz nett, ist aber nicht so dominant wie auf den letzten Alben. Der Sound ist jedoch recht dumpf und tief. Es treten keine "frischen" Stellen bzw. Klänge auf und es wird keine Geschichte erzählt. Jedes Stück steht für sich. Die Soli gehen teilweise an neue Geschwindigkeitsrekorde, lassen aber die Vituosität der älteren Werke vermissen. Nachdem ich die CD ca. 2 Wochen liegen lies und sie wieder anhörte, konnte ich zumindest 2 Lieder einigermassen leiden. Alles erschein mir trotzdem ziemlich eintönig, dunkel und dumpf. nach weiteren 2 Wochen waren auf einmal die anderen Stücke auch nicht schlecht. Die 2 Lieder waren zwischenzeitlich genial. Erst jetzt konnte ich die Feinheiten heraushören, das geniale Timing wahrnehmen und diese gemeinen Rhythmuswechsel wieder erkennen. Schliesslich höre ich mittlerweile die CD täglich und erkenne immer wieder neue Feinheiten und bewundere wieder das musikalische Können. Es verbleibt jedoch dabei: Die Gesamtstimmung ist aggressiv, finster und dumpf. Im Gegensatz zu den anderen Scheiben ist diesmal eindeutig die Gitarre dominant.
Ich habe so etwas noch nie erlebt, dass die Stimmung zu dieser CD von absoluter Enttäuschund bis grosser Zustimmung so schwankt und sich in relativ langer Zeit erst so schwer entwickelt. Wer diese CD lauft muss sich mit ihr beschäftigen und sich erst nach ein paar Wochen ihr öffnen. Fans von DT sollten der CD auf jeden Fall eine Chance geben. Sie werden die Gruppe wiedererkennen. Wer sie noch nicht kennt, wird sich schwer tun.
11 Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 7. November 2003
Nun aber zum "richtigen" Album. Es enthält alles was man von DT gewöhnt ist...Harte Riffs, herrliche Melodien, kunstvolle Soli sowie auf Gitarre als auch Keyboard. "As I Am" kommt wie Metallica daher was inbesondere in der Stimme zum Ausdruck kommt
und ist für mich ein kleiner Fleck auf der ansonsten weissen TOT Weste...Knallhart geht es zunächst einmal bei "This dying soul" weiter, daß man gut als Zusammenschnitt der letzten beiden Alben in 12 Minuten bezeichnen kann...Harte Riffs, Klaviereinlagen und schöne Melodien...genial. "Endless Sacrifice" geht düster und melancholisch los und wird zum Ende hin immer härter und wütender. "Honor thy Father" ist ebenfalls ziemlich hart und lässt dem Zuhörer kaum Zeit zu verschnaufen. Die findet er dann aber bei "Vacant" einem sehr ruhigen Klavier, Keyboard Song, der einen sehr melancholisch stimmt. "Stream Of Consciousness" ist dann wieder eine kleine Sinfonie ala DT...man kann es einfach nicht beschreiben. Den Abschluss bildet mit "In the name of god" das Meisterwerk der Scheibe, zumindestens in meinen Augen. 14 Minuten DT vom Ffeinsten...die wirklich alles bieten, was man an "Scenes from a Memory" oder "6DOIT" so gut findet... bombastische Melodien, viel Klavier, Keyboards , wahnsinnige Gitarrenriffs etc.
Man sieht an der obigen Beschreibung eins...man kann es nicht wirklich beschreiben. Jeder Song ist einfach zu vielschichtig und abwechslungsreich. Musikalisch gibt es auf diesem Gebiet einfach niemanden der den Jungs das Wasser reichen kann. Hier geht es nicht darum, das vertrackteste oder megakomplzierte Solo zum Selbstzweck hinzulegen..das machen die Jungs nebenbei, nein es passt einfach alles zusammen, ergibt seinen Sinn und zieht den Hörer in seinen Bann. Es bleibt zuzugeben, daß wirklich nicht so wahnsinnig viele neue Ideen auf dem Album zu finden sind, ausser vielleicht das es noch einen Deut härter geworden ist...aber mich stört das in keinster Weise. Fazit: kaufen und hören...
11 Kommentar| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 18. November 2003
Jedes Dream Theater Album ist ein bisschen anders. So auch die aktuelle Scheibe. Die ruhigen Passagen sucht man diesmal (fast) vergebens, dafür gibt es Druck ohne Ende :-) Hier wird sich an Metallica und Pantera angelehnt, verfeinert aber mit den vielen genialen Stimmungen und Sounds der NewYorker Theatertruppe. Geniale Mixtur und weit ab vom Standard-Heavy. Hierfür spricht auch - im Gegensatz zum aktuellen Trend bei anderen Bands - die erstklassige Produktion. So einen guten Sound gibt es selten bei dieser Musikrichtung.
Wer die ruhigen, melodiösen DT besser findet, der findet sein Glück beim ebenfalls genialen Scenes from a Memory. Oder wartet auf das nächste Album. Könnte mir gut vorstellen, dass es dann wieder softer wird. Dream Theater hören bleibt immer spannend!!!
Tipp: Wie bei allen DT-Alben, erst einmal ein paar mal ganz durchhören, bevor man sich ein Urteil bildet.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 31. Januar 2006
Es ist schwierig, dieses Album zu beschreiben.
Als ich es das erste mal hörte, flog die Musik an mir vorbei und es blieb fast nichts hängen. Lediglich der Opener "As I Am" ging sofort ins Ohr.
Doch mit jedem Hören eröffneten sich mir neue geniale Passagen und ich lernte dieses Album mehr und mehr kennen.
Das ist eben das Problem. Man muss auf die Musik eingehen und sich Zeit nehmen. Ich finde das gut. Man merkt eben, wer etwas von Musik versteht und wer nicht. Nur wer wirklich Spaß an der Musik hat und dabei nicht immer auf die Verkaufszahlen schaut, kann solche Meisterwerke hervorbringen.
Insgesamt ist dies wohl das härteste Album von Dream Theater.
Musikalisch gibt es wieder mal nichts zu meckern, die Aufnahmen sind technisch perfekt.
Portnoy läuft hier zur Höchstform auf (besonders bei This Dying Soul und Honor Thy Father).
Aber auch der Rest der Band spielt wieder auf höchstem Niveau.
Besonders hervorheben möchte ich aber den Titel "Stream of Consciousness". Was hier dargeboten wird ist der schiere Wahnsinn. Manch einer wird diesen TItel vielleicht als zu verspielt und verrückt abtun, ich jedoch finde, dass das einer der stärksten Songs von Dream Theater ist. Besonders Petruccis Gitarrensolo am Ende ist einfach nur der Hammer. Sowas hört man wirklich selten (selbiges hat er auch Live absolut perfekt gespielt!!).
Lediglich der letzte Titel will mir nicht so recht gefallen. Es gibt zwar schöne Passagen, aber insgesamt ist "In The Name of God" irgendwie zu anstrengend.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 14. März 2004
Anfangs war ich nicht allzu begeistert von der CD. Ich fand sie nicht schlecht, aber nicht ganz auf dem Niveau, das Dream Theater sonst geboten haben. Auf den ersten Blick einfach vertrackter Metal mit einer ordentlichen Portion Groove, aber die Lieder verloren irgendwie viel schneller als gewohnt ihren Reiz. Mein Problem lag, ähnlich wie bei vielen anderen, in der enormen Härte des Albums. Nicht dass ich grundsätzlich etwas gegen harte Musik hätte - ich kann mir auch noch mit Genuss Musik antun, deren Härtegrad weit jenseits dieser Scheibe liegt. Aber auf "Train of Thought" wird beim ersten Hören scheinbar alles von Gitarren und Drums niedergeknüppelt. Das waren einfach nicht mehr die Dream Theater, die ich kannte. Klar, die Songs waren komplex, Breaks ohne Ende, über die Instrumentalleistungsn brauche ich auch nicht zu sprechen, aber da gibts heutzutage auch andere Bands, die das beherrschen (siehe Meshugga, Spastic Inc, Spiral Architect,...). Was Dream Theater in meinen Augen letztendlich von der mittlerweile nicht mehr allzu kleinen Masse der Prog-Metal-Bands abhob, war die Fähigkeit, komplexe Strukturen und abartige instrumentale Fähigkeiten mit Melodien zu verbinden, die pure Gänsehaut erzeugen konnten. Außerdem die unzähligen Details und Spielereien in der Musik, die man teils erst beim x-ten Durchlauf überhaupt entdeckte.
Mittlerweile aber habe ich meine Meinung bezüglich "Train of Thought" gründlich geändert. Sämtliche DT-typischen Eigenschaften treffen auch auf dieses Album zu. Aber das "Reinhören", das Warmwerden mit der CD fällt einiges schwerer aus als früher. Dieser düstere, teils sehr harte Metal, der obendrein auch noch grooved wie die Hölle (was für Live-Gigs natürlich perfekt ist!!!), muss erst mal richtig verdaut und durchschaut werden.
Hat man sich erst mal "eingearbeitet", erschließt sich auch der Stil als logische Konsequenz der Entwicklung der letzten Jahre (Zumindest sehe ich das so). Wirkte auf mich "Six Degrees..." noch irgendwie unentschlossen und unausgegoren, ist auf dem neuen Album alles wie aus einem Guss.
Ich würde nicht wagen zu behaupten, "Train of Thoughts" wäre besser als die Meisterwerke "Images and Words" oder "Awake" oder gar "Scenes from a Memory", aber es ist zweifelsohne auch nicht bedeutend schlechter. Ob es zum Klassiker reicht, wird die Zukunft zeigen.
Eines sollte vielleicht noch erwähnt werden: "Train of Thought" ist, wie bei Dream Theater schon Tradition, traumhaft gut produziert und abgemischt. Eine gute Anlage ist allerdings Pflicht, bei diesem Album wird der Unterschied deutlicher als den meisten anderen, die ich bisher gehört habe. Dann merkt so mancher auch, dass John Myungs Bass nicht etwa fehlt (er hat noch auf keiner Aufnahme gefehlt...), sondern schlicht und einfach so verdammt tief ist, dass ihn ein kleines Küchenradio einfach nicht darstellen kann. Auch die Keyboards, die bei einigen Rezensenten offenbar im Soundbrei untergegangen sind, kommen plötzlich wieder zum Vorschein *g*. WENN aber eine halbwegs vernünftige Anlage zur Verfügung steht, dann ist der Sound glasklar, natürlich und gleichzeitig so druckvoll, dass es eine wahre Freude ist. Für mich die absolute Referenz-Aufnahme im härteren Rock-Bereich!
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 28. April 2011
... gab Bandleader Mike Portnoy zu Protokoll und damit ist eigentlich schon alles gesagt, denn härter und düsterer haben wir die Frickelkönige noch nicht erlebt.
Um ehrlich zu sein wirkt das hier und da ein wenig aufgesetzt, zumal James LaBries' Kopfstimme nmeistens nicht so recht mit den Riffkanonaden harmonieren will.
Dennoch sorgen Nummern wie "As I am" (Candlemas und Black Sabbath jemand?) oder "This Dying Soul" (zweiter Abschnitt von Portnoys' Twelve Step Suite) für staunende Gesichter vor allem wenn sie so ungewöhlich straight zu werke gehen. Kennt man ja eigentlich gar nicht von denen! Die Solopassagen klingen zwar auch wieder atemberaubend, aber da diese wieder bei einigen Songs wie ein Kaugummi in die Länge gezogen werden auch atemberaubend langweilig.
So wird die Halbballade "Endless Sacrifice" durch unnötiges Dudelgequietsche deutlich an Intensität beraubt und auch das Instrumental "Stream of Consciouness" kann aus diesem Grund nicht mit dem "Ytse Jam" oder der "Dance of Eternety" mithalten.
Richtig gut werden die Jungs (wiedermal) wenn sie das Epikprogramm auffahren. "In the Name of God" klingt zwar wieder ordentlich heavy hat aber im Gegensatz zu den anderen "Train of Thought" Titeln Melodien die sich ins Hirn reinfräsen und da so schnell nicht wieder raus wollen.
Es geht also doch!
11 Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 22. März 2004
Tja, womit soll ich anfangen? Denkt man nun seit „Scenes From A Memory" und 6DOIT: "Dream Theater wird Mühe haben, das Niveau beizubehalten" oder gar "Eine weitere Steigerung ist völlig ausgeschlossen", wird man mit diesem neuen Album total überrascht. Auch damit, dass die Jungs nach so einer kurzen Zeit schon wieder ein Album herausbringen, habe ich nicht gerechnet. Zwei Tage bevor ich von der neuen CD erfahren habe, dachte ich "Na ja, sie werden jetzt vielleicht die ersten Ideen fertig haben...".
Die fast nur aus Longtracks bestehende CD hat fast keinen Aussetzer - Der Song "Vacant" (5) ist mit seinen drei Minuten mit Abstand das kürzeste Lied im Album und kann sich aufgrund der Abwesenheit von Portnoy und Petrucci (Schlagzeug/Gitarre) auch von der musikalischen Seite her nicht mit den anderen nicht messen, ist aber an dieser Stelle eine willkommene Abwechslung zum außergewöhnlich harten Stil, den DT dieses mal angeschlagen hat. Auch ist die Musik etwas dunkler als die bisherigen, was sich auch im fast nur schwarzen Cover und dem utopischen Bild darauf widerspiegelt. Die restlichen Songs der sind der Hammer - das beginnt schon beim Opener "As I Am", der mit dem rückwärts und schneller abgespielten Schluss von 6DOIT beginnt, dann seltsam verzerrte Gitarrentöne preisgibt und danach absolut hart weitergeht.
Beim ersten mal hören mag die CD noch nicht gefallen, doch meiner Meinung nach zeichnet sich wirklich gute Musik dadurch aus, dass sie am Anfang "na ja" klingt, dann beim dritten Mal hören schon gut gefällt und sich mit jedem weiteren Anhörvorgang weiter steigert und keinesfalls nervig wird. Genau dieses Zeichen hat - wie bis jetzt fast jede DT-CD - das neue Album "Train of Thought". Die DT-typischen absolut virtuosen Instrumentalpassagen der absoluten Ausnahmetalente Petrucci, Portnoy und Rudess lassen das Herz eines jeden DT-Fans höher schlagen (Mr. LaBrie hat sich diesmal etwas im Texteschreiben zurückgehalten, singt aber dafür absolut zufriedenstellend und passend).
Mein persönlicher Lieblingssong auf der CD ist "Stream of Consciousness" (6) - anfangs leicht melancholisch, später aber sich zum absolut genialen Kracher entwickelnd, stillt er die Wünsche eines jeden Dream-Theater-Fan-Herzens. Auch sind allseits geliebte DT-typische Abschnitte mit allem drum und dran eingebaut: Rumgefrickel mit Hyperspeed, sekundenschnelle Rhythmuswechsel und Stellen mit absolut genial komponiert versetzten Rhythmen in fast jedem Song.
Insgesamt muss ich sagen, dass sich die New-Yorker für ihr neues Meisterwerk nicht gerade schämen müssen.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 17. November 2003
Wenn sich die Herren Petrucci und Portnoy etwas in den Kopf gesetzt haben, dann setzen sie es auch konsequent um. Dream Theater sind bekanntermassen glühende Fans der alten Metal-Hasen Metallica und Iron Maiden und so überraschte es mich nicht wirklich, zu hören, dass der "Six degrees..." Nachfolger genau in diese Kerbe schlagen sollte - zumal sich die Band durch die Performance von "Masters of Puppets" sowie "Number of The Beast" in den letzten zwei Jahren exzellent dafür empfohlen hatte.
Bevor ich zu den einzelnen Stücken komme, ein paar Worte zum Sound der CD: Sehr direkte Gitarren, vor allem der Bass kommt gnadenlos tief und direkt aus den Boxen. Die drums sind sehr hart und direkt, ohne jedoch nach Pepsi-Dose (Metallica -St. Anger) zu klingen. Genau so sollte eine Metal-CD abgemischt sein und beide o.g. Vorbilder hätten sich im nachhinein eine gehörige Scheibe von diesem Sound für ihre aktuellen outputs abschneiden können.
Das Album startet mit "As I Am", das von intensiven Riffs und Tempowechseln lebt. Geradezu aufreizend simpel begleitet die Band die intensiven Gesangslinien von James LaBrie ohne jedoch langweilig zu wirken. Am Ende des Songs lassen dann zunächst Petrucci und dann Portnoy aufblitzen, zu was sie eigentlich fähig sind und weshalb sie zu den besten ihres Fachs gehören.
Der Beginn von "This Dying Soul" erinnert mich persönlich an Sepultura aus "Chaos A.D."-Zeiten, mündet dann aber gleich in ein vertraktes Gitarren & Keyboardolo, was den Vergleich seeehr schnell hinken lässt. Es folgt ein sehr ruhiger Teil mit cleanen und überraschend verzerrten vocals. Auch hier gefällt der gekonnte Wechsel zwischen schnellen und langsamen Parts, die teilweise ältere Dream Theater tracks oder aber auch Metallica's "Blackend" liebevoll zitieren.
"Endless Sacrifice" erinnert spontan an "Welcome Home (Sanitarium)" von Metallica und beginnt entsprechend ruhig, um dann aber stetig zu wachsen. Im obligatorischen Solo-Mittelteil brilliert die Band vergleichbar zu "Dance of Eternity" durch perfektes Zusammenspiel zwischen Gitarre und Keyboard.
Der folgende Song "Honor Thy Father" fängt unglaublich aggressiv an um dann aber abrupt geradezu zart die Strophe herauszuhauchen. Man knüpft aber schnell wieder an die vorgelegte Härte an. Die Mitte des Stücks beinhaltet mal wieder ein geniales Instrumental, wobei sich der harte Anfangsriff vom Anfang mit Soloparts abwechselt - hörenswert ist v.a. das nach verzerrter Gitarre klingende (!) Keyboardsolo, was man so noch nicht von Jordan Rudess zu hören kekommen hat.
Nach solch harten Klängen kann der Zuhörer sich an dem leider viiiiiel zu kurz geratenen "Vacant" mit Klavier, Cello und Bass erholen. Aber es ist wirklich nicht viel mehr als ein kurzes Vorspiel zum Intrumentalstück "Stream of Conciousness", das zum reinkommen erst mal ganz ruhig in "Orion" Manier (Metallica) daher kommt, sich dann aber in eine sehr kurzweilige Präsentation der Instrumentalkünste wandelt. Das Stück hätte ohne weiteres weitere 11 Minuten vertragen können ohne auch nur annähernd langweilig zu werden.
Den Abschluss bildet "In the Name of God", das mit entsprechendem Sound wohl auch auf dem Meisterwerk "Scenes from a Memory" hätte stehen können. Ich persönlich betrachte es als versönlichen Abschluss für all diejenigen, denen das Album zu hart und unmelodiös erscheinen mag. Da ich in meinem CD-Player aber sowieso "repeat" gedrückt habe, bildet dieser Song für mich eher einen zweiten Ruhepol nach "Vacant", um dann wieder das genial einfache "As I Am" zu geniessen.
Alles in allem wohl ein mehr als gelungenes und mal wieder in vielen Details überraschendes Album, dessen Kauf ich uneingeschränkt empfehlen kann!
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

Images And Words
9,59 €
The Astonishing
12,89 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken