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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
14
4,8 von 5 Sternen
Technique
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TOP 500 REZENSENTam 25. Dezember 2013
Das Album Technique von Anfang 1989 ist für mich die Sternstunde unter den Alben der Band. Produziert und geschrieben wurde es größtenteils auf Ibiza und fertiggestellt in Peter Gabriels Real World Studios. Man hört schon einige Einflüsse aus der Clubszene von Ibiza heraus und die akustischen Gitarren in manchen Songs verbreiten auch leicht sonniges Flair.

Der Opener Fine Time hört sich ziemlich für den Dancefloor konzipiert an. Man kann da Techno- und Houseeinflüsse heraushören. Übrigens ist der Song eine gute Wahl um die Tieftöner seiner Stereoanlage zu testen.
Das restliche Album ist dann aber nicht in diesem Stil. Mit All The Way und Love Less folgen zwei eher poppig von akustischer Gitarre getragene Stücke. Die zweite Single Round & Round ist ein weiteres elektronisches Popstück, das in die Richtung Pet Shop Boys oder die späteren Singles von Electronic Getting Away With It oder Dissapointed geht. Guilty Partner ist ein eher rockiger Bandsong, getragen von Peter Hooks Bassläufen. Die dritte Single Run geht in eine ähnliche Richtung mit Gitarrensolo und tollen Drums. Die Single erschien als Run 2 und ist etwas anders als die Albumversion. Sie ist kürzer und ein paar Teile des Songs wurden an anderer Stelle des Songs eingesetzt. Die Single ist also etwas umgebaut. Über Run war John Denver etwas verärgert, da er Ähnlichkeiten mit seinem Song Leaving On A Jet Plane hörte. Mir ist da bisher nichts aufgefallen.
Mit den Tracks 7-9 kommen dann die Höhepunkte vom Album. Mr. Disco macht seinem Namen alle Ehre, ein weiteres elektronisches Stück, das eine gute Wahl als Single gewesen wäre. Vanishing Point geht in die gleiche Richtung. Um den Mittelteil gekürzt wäre es auch eine gute Single gewesen. Mit Dream Attack schließt das Album dann etwas melancholisch mit tollem Keyboardteppich.

Technique ist nur knapp 40 Minuten lang. Allein Fine Time ist etwas gewöhnungsbedürftig. New Order finden hier einen guten Weg ihre beiden Seiten zu zeigen. Einmal ihren typischen Bandsound mit Gitarren und Hooks dominanten Bass. Auf der anderen Seite gibt es aber auch die poppigen elektronischen Songs oder eine Mixtur aus beiden Welten. Mit den Singles vom Album wurde m.E. bis auf Round & Round etwas daneben gegriffen. Ein großer Hit war nicht dabei. Technique wurde trotzdem das erste Nr. 1-Album der Band in Großbritannien.

Zur Collector's Edition:
Auf CD 1 befindet sich das Album remastered. Das ursprüngliche Album klang in seiner CD-Erstausgabe schon ziemlich gut und war auch ziemlich laut mit kräftigem Bass ausgesteuert. Der Nachfolger Republic klingt dagegen wie Müll. Das Remaster von Technique ist etwas lauter. Im Vergleich zu den anderen New Order Remasters ist der klangliche Mehrwert eher gering. Wer die CD schon hat und auf die Bonus-CD der Collector's Edition verzichten kann, braucht sich diese nicht erneut anzuschaffen. Ich habe die Dateien im Wave-Editor verglichen. Bis auf die lautere Aussteuerung sind da kaum Unterschiede zu sehen und vor allem zu hören. Man braucht die Anlage nur etwas lauter aufdrehen.
Die Bonus-CD bietet dann B-Seiten und 12 Inch-Versionen. Was mir bei den Collector's Editions überhaupt nicht passt ist, dass speziell die Single-Versionen nicht vorhanden sind. Diese sind mittlerweile aber alle auf der Doppel-CD Singles zu finden. Bei dieser Compilation aber darauf achten, die überarbeitete Neuausgabe von 2016 zu kaufen, da diese vom Klang besser ist und dort auch alle Single-Versionen drauf sind. Auf der ersten Version fehlten z.B. die korrekten Single-Versionen von Fine Time und Run 2. Etwas blöd ist auch, dass man für die Trackliste der Bonustracks immer das zweite Booklet herausnehmen muss, da diese nicht auf der Hülle steht.

Fazit:
Technique ist für mich das beste New Order Album und eigentlich 5 Sterne wert. Da ich hier aber die Collector's Edition bewerten soll, muss ich wegen der nicht vorhandenen Single-Versionen leider einen Punkt abziehen.
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am 18. Dezember 2008
"Technique" ist für mich eines der besten, weil ausgewogensten Alben von New Order, die Mischung aus klassischem Pop und elektronischen Komponenten ist hier besonders gelungen.

Wie auch bei den anderen "Collector's Editions" hinterlässt die Bonus-CD dagegen gemischte Gefühle. Einerseits finden sich hier einige seltene, bisher auf CD nicht veröffentliche Tracks (das "Fine time"-Instrumental "Fine line", die von Scott Litt und Afrika Islam gemischte "Extended version" von "Run2" sowie die "Run2"-B-seite MTO), andererseits fehlen einige Tracks aus dieser Zeit, die es zwar auf Vinyl gab, jedoch nun immer noch nicht auf CD gibt. Sehr schade, denn Platz wäre auf der CD jedenfalls noch genug gewesen.

Insgesamt eine sehr gutes Album mit einer mittelmässigen Bonus-CD.
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am 19. Januar 2004
Das Album wurde 1989 veröffentlicht. Es beginnt mit dem Disco-Hit "Fine Time", der für heutige Verhältnisse schon etwas angestaubt klingt. Gleich danach folgt "All The Way" - zeitlos schöner Gitarrenpop, wie ihn nur New Order hinbekommen. Auch "Loveless" und "Guilty Partner" tendieren in diese Richtumg und mit "Run" ist ihnen ein echter Ohrwurm gelungen, gefühlvoll und hymnisch zugleich. Die anderen Stücke, vor allem "Round & Round", tendieren wieder mehr in die Electropop-Richtung. Der Reiz des Albums resultiert aus dem gekonnten Wechselspiel zwischen handgemachter Gitarrenmusik und programmierter Electronic. Besonders gut nochmal beim Grande Finale "Dream Attack" zu hören.
Technique war, ist und bleibt ein absolutes Meisterwerk.
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am 31. Juli 2005
...sie eine hervorragende Mischung aus dem Besten ist, wozu New Order imstande sind: elektronische, Ibiza-Clubdance-beeinflusste Songs ("Fine Time", "Round And Round") treffen ansatzlos auf jene melodischen, leicht folkigen Indie-Gitarren-Wave-Songs, von denen New Order niemals bessere (jedenfalls in dieser Anzahl) veröffentlicht hatten: "All The Way", "Love Less", "Guilty Partner", "Run". Von den abschließenden "Vanishing Point" und "Dream Attack" ganz zu schweigen.
Nie, nicht zuvor und schon gar nicht danach, war eine New-Order-Platte so perfekt, nie die Kombination aus den zündenden, akzentuierten Beats von Stephen Morris, geschrammelten Akkorden und subtilen, ideenreichen Gitarrenmelodien, den charakteristisch-melodischen Basslinien Peter Hooks, ätherisch-zarten Synhties Gillian Gilberts und den (hier ungemein persönlichen) Texten von Sänger und Gitarrist Bernard "Barney" Sumner treffender, schöner, bissiger.
Wieviele Alben gibt es schon auf dieser Welt, auf denen eine ironische Dance-Nummer wie der Opener "Fine Time" unmittelbar von introvertierten Schrammel-Songs abgelöst wird? "Ein ebenso sonniges wie trauriges Dokument seiner Zeit" - dieser Satz des englischen Magazins "Q" traf seinerzeit den Nagel wohl auf den Kopf und hilft noch heutzutage festzuhalten, dass New Order als einsame Pioniere und Wanderer zwischen zwei völlig entgegengesetzten Welten, dem Disco- und dem Indie-Kosmos, Ausnahmestatus genießen. All denen, die tatsächlich glauben, mit dem 2001er "Comeback"-Album GET READY das beste New-Order-Album aller Zeiten erworben zu haben oder dem Irrglauben aufsitzen, Barney Sumner habe erst auf (dem schwachen Nachfolgewerk) REPUBLIC begonnen, beim Singen die Töne zu treffen, sei hiermit TECHNIQUE wärmstens empfohlen.
P.S. "Run" war, ebenso wie "Fine Time" und "Round And Round", als Single ins Rennen geschickt worden. Als "Run2" war ihm aber nur ein kurzes Leben in den Charts beschert, denn die Produktion der im New-Order-üblichen 12-Inch-Inch-Format gepressten Single wurde nach der ersten Auflage eingestellt, als Country-Star John Denver die Band wegen allzu großer Ähnlichkeit des Songs mit seinem "Leaving On A Jet Plane" verklagte.
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am 15. Juli 2015
Wenn sich New Order etwas in ihrer über ein Vierteljahrhundert andauernden Geschichte erhalten haben, dann ist es ihre jugendliche Energie. Besonders Bernard Summer`s Stimme begegnet einem heute immer noch genauso nüchtern und freundlich, wie damals, als er sich zum ersten Mal nach Joy Division traute zu singen. Auch der sich aus den anfänglichen Postpunk-Überresten emanzipierte Waverock, der sich in den folgenden Jahren immer mehr dem Elektropop zuwendete und die Clubs der Madchester- und Raveszene kurzweilig mit-dominierte, weiß auch heute noch mit seinem smarten Charme zu gefallen. Musikalisch blieb die Band bis in die Gegenwart gewiss nie stehen, doch ist es vielleicht noch immer besonders ein Album, das die Schnittmenge der unterschiedlichen musikalischen Einflüsse der wechselhaften Karriere von Bernard Summer, Stephen Morris und Peter Hook in seiner vielleicht extremsten und dennoch schönsten Form in sich trägt: „Technique“ von 1989.
Gekennzeichnet ist das Album von seinem Spannungsverhältnis zwischen elektrisch aufgeladenem Pop und dem klassischem Einsatz von Rockinstrumenten. Zwischen impulsiv wummernden Rhythmusmaschinen wie „Fine Time“ oder „Round And Round“ entdeckt man New Orders Gespür für glasklaren Pop von zeitloser Schönheit. In „All The Way“ oder „Guilty Partner“ schimmert Peter Hooks einsames Bassspiel durch, und verleiht den Songs die typisch latent wavige Note, an der man New Order immer spätestens erkennt. „Vanishing Point“ und „Dream Attack“, die als Einzige die magische Fünf-Minuten-Grenze sprengen, sind die größten Glanzlichter auf „Technique“. Sie meistern den Balanceakt zwischen poppiger Beschwingtheit und schwerer Melancholie am besten. Die auf „Technique“ gelegentlich aufkommende Feierstimmung erklärt sich auch durch einen Kurzaufenthalt der Band auf Ibiza, wo Teile des Albums entstanden sind- und die damals aufkeimende Acid House-Bewegung. Als zentrales Werk zwischen musikalischen Polen stellt „Technique“ bis heute einer der Höhepunkte im Schaffen von New Order dar.
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am 15. Juli 2015
Wenn sich New Order etwas in ihrer über ein Vierteljahrhundert andauernden Geschichte erhalten haben, dann ist es ihre jugendliche Energie. Besonders Bernard Summer`s Stimme begegnet einem heute immer noch genauso nüchtern und freundlich, wie damals, als er sich zum ersten Mal nach Joy Division traute zu singen. Auch der sich aus den anfänglichen Postpunk-Überresten emanzipierte Waverock, der sich in den folgenden Jahren immer mehr dem Elektropop zuwendete und die Clubs der Madchester- und Raveszene kurzweilig mit-dominierte, weiß auch heute noch mit seinem smarten Charme zu gefallen. Musikalisch blieb die Band bis in die Gegenwart gewiss nie stehen, doch ist es vielleicht noch immer besonders ein Album, das die Schnittmenge der unterschiedlichen musikalischen Einflüsse der wechselhaften Karriere von Bernard Summer, Stephen Morris und Peter Hook in seiner vielleicht extremsten und dennoch schönsten Form in sich trägt: „Technique“ von 1989.
Gekennzeichnet ist das Album von seinem Spannungsverhältnis zwischen elektrisch aufgeladenem Pop und dem klassischem Einsatz von Rockinstrumenten. Zwischen impulsiv wummernden Rhythmusmaschinen wie „Fine Time“ oder „Round And Round“ entdeckt man New Orders Gespür für glasklaren Pop von zeitloser Schönheit. In „All The Way“ oder „Guilty Partner“ schimmert Peter Hooks einsames Bassspiel durch, und verleiht den Songs die typisch latent wavige Note, an der man New Order immer spätestens erkennt. „Vanishing Point“ und „Dream Attack“, die als Einzige die magische Fünf-Minuten-Grenze sprengen, sind die größten Glanzlichter auf „Technique“. Sie meistern den Balanceakt zwischen poppiger Beschwingtheit und schwerer Melancholie am besten. Die auf „Technique“ gelegentlich aufkommende Feierstimmung erklärt sich auch durch einen Kurzaufenthalt der Band auf Ibiza, wo Teile des Albums entstanden sind- und die damals aufkeimende Acid House-Bewegung. Als zentrales Werk zwischen musikalischen Polen stellt „Technique“ bis heute einer der Höhepunkte im Schaffen von New Order dar.
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am 29. Oktober 2001
Dies war das erste Album das ich von New Order vor 10 Jahren gekauft habe.Ich kannte bis dahin nur Blue Monday und habe die Scheibe eigentlich gekauft weil mich das Cover so angesprochen hat. Erst nachdem ich mir Technique etwa 10mal angehört habe begann Sie mir zu gefallen. Nun nach 10 Jahren gefällt Sie mir besser denn je.Tolle Syntysessions und eine unglaubliche Harmonie im Chaos der vielen Tonspuren zeichnen dieses für mich Beste Album von New Order aus.
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am 15. Juli 2015
Wenn sich New Order etwas in ihrer über ein Vierteljahrhundert andauernden Geschichte erhalten haben, dann ist es ihre jugendliche Energie. Besonders Bernard Summer`s Stimme begegnet einem heute immer noch genauso nüchtern und freundlich, wie damals, als er sich zum ersten Mal nach Joy Division traute zu singen. Auch der sich aus den anfänglichen Postpunk-Überresten emanzipierte Waverock, der sich in den folgenden Jahren immer mehr dem Elektropop zuwendete und die Clubs der Madchester- und Raveszene kurzweilig mit-dominierte, weiß auch heute noch mit seinem smarten Charme zu gefallen. Musikalisch blieb die Band bis in die Gegenwart gewiss nie stehen, doch ist es vielleicht noch immer besonders ein Album, das die Schnittmenge der unterschiedlichen musikalischen Einflüsse der wechselhaften Karriere von Bernard Summer, Stephen Morris und Peter Hook in seiner vielleicht extremsten und dennoch schönsten Form in sich trägt: 'Technique' von 1989. Gekennzeichnet ist das Album von seinem Spannungsverhältnis zwischen elektrisch aufgeladenem Pop und dem klassischem Einsatz von Rockinstrumenten. Zwischen impulsiv wummernden Rhythmusmaschinen wie 'Fine Time' oder 'Round And Round' entdeckt man New Orders Gespür für glasklaren Pop von zeitloser Schönheit. In 'All The Way' oder 'Guilty Partner' schimmert Peter Hooks einsames Bassspiel durch, und verleiht den Songs die typisch latent wavige Note, an der man New Order immer spätestens erkennt. 'Vanishing Point' und 'Dream Attack', die als Einzige die magische Fünf-Minuten-Grenze sprengen, sind die größten Glanzlichter auf 'Technique'. Sie meistern den Balanceakt zwischen poppiger Beschwingtheit und schwerer Melancholie am besten. Die auf 'Technique' gelegentlich aufkommende Feierstimmung erklärt sich auch durch einen Kurzaufenthalt der Band auf Ibiza, wo Teile des Albums entstanden sind- und die damals aufkeimende Acid House-Bewegung. Als zentrales Werk zwischen den musikalischen Polen stellt 'Technique' bis heute einer der Höhepunkte im Schaffen von New Order dar.
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am 25. August 2007
Nachdem N.O. von 1981 bis 1986 zwar überaus erfolgreiche Maxi Singles veröffentlicht hatten, Blue Monday gilt bis heute als meistverkaufte Single dieses Formats ever, fielen ihre Longplayer immer etwas durchwachsen aus. Movement (1981), kurz nach dem Freitod von Ian Curtis noch sehr düster, ging N.O. zwar schon neue Wege mit Power, Corruption & Lies (1983) (5-8-6 der quasi Urversion von Blue Monday), sehr durchwachsen in seinen Kompositionen und Arrangements auf Low-Life (1985) und Brotherhood (1986) legten N.O. 1987 ihre Zusammenfassung Substance (1987) vor. Bis dahin galten N.O. zwar als sehr erfolreiche Singles-Band", die Alben genossen aber eher ein Schattendasein und wurden als Geheimtipp gehandelt. Das änderte sich mit dem Release von Technique.

Technique vereint alle N.O. Typischen Elemente, die die Band mit ihren Singles so erfolgreich gemacht haben. Zum einen die melodischen, teils melancholischen Kompositionen, die wegweisend eingesetzte ,Technique', die beliebten ,Hooklines', die sympathische (nicht)Stimme Sumners, der auf Technique (erstmalig) seine Tonlage über 2 Minuten hinaus zu halten vermochte, jedes Instrument, jeder Drumcomputer, alle Synths-, Gitarren-, und Bass- Elemente wurden perfekt aufeinander abgestimmt. So kam ein vollkommen rundes Album zustande mit dem sich N.O. von da an für alle Zeiten messen lassen muss.

Der Opener Fine Time - einmal mehr in seinem Stil erstmalig von N.O. so ausprobiert, galt bis Anfang der 90ger Jahre als Beginn einer (damals) ,neuen' Bewegung - Rave (?) Fortan wurden N.O. als Protagonisten ebendieser Rave-Bewegung bezeichnet, was ich persönlich nicht ganz nachvollziehen konnte, da Fine Time lediglich das Ergebnis ihrer Club-Erfahrung der Jahre 87-89 in ihrer ,Hacienda' war, sich Fine Time eher nach einer europäischen Adaption des damals als Chicago-House bekannten Style anfühlte.
All the way, Loveless, Guilty Partner und Run sind perfekt produzierte Pop-Perlen, trotzdem (oder weil?) N.O. hier die Synths etwas in den Hintergrund gestellt haben und der Gitarre Sumners und Hooks Bass den Vortritt gelassen haben.
Round and round (die 2. Single aus Technique), Mr. Disco und Vanishing Point geben dem Albumtitel wieder alle Ehre, hier hatten Steven und Gillian mit ihren Drums, Drumcomputern und Synths mehr zu tun. Für Mr. Disco und Vanishing Point hatte ich mir damals gewünscht dass sie als weitere Singles ausgekoppelt würden, das Potential war auf jeden Fall vorhanden sich in den Top 10 zu tummeln. Dream Attack beendet den Reigen mit sphärischen, leicht verspielt klingenden Gitarren sowie den immer präsenten Hooklines und es ist einfach schade dass dieses Album nach 9 Titeln schon zuende ist :o(

New Order...? ist Technique!
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am 15. Juli 2015
Wenn sich New Order etwas in ihrer über ein Vierteljahrhundert andauernden Geschichte erhalten haben, dann ist es ihre jugendliche Energie. Besonders Bernard Summer`s Stimme begegnet einem heute immer noch genauso nüchtern und freundlich, wie damals, als er sich zum ersten Mal nach Joy Division traute zu singen. Auch der sich aus den anfänglichen Postpunk-Überresten emanzipierte Waverock, der sich in den folgenden Jahren immer mehr dem Elektropop zuwendete und die Clubs der Madchester- und Raveszene kurzweilig mit-dominierte, weiß auch heute noch mit seinem smarten Charme zu gefallen. Musikalisch blieb die Band bis in die Gegenwart gewiss nie stehen, doch ist es vielleicht noch immer besonders ein Album, das die Schnittmenge der unterschiedlichen musikalischen Einflüsse der wechselhaften Karriere von Bernard Summer, Stephen Morris und Peter Hook in seiner vielleicht extremsten und dennoch schönsten Form in sich trägt: „Technique“ von 1989.
Gekennzeichnet ist das Album von seinem Spannungsverhältnis zwischen elektrisch aufgeladenem Pop und dem klassischem Einsatz von Rockinstrumenten. Zwischen impulsiv wummernden Rhythmusmaschinen wie „Fine Time“ oder „Round And Round“ entdeckt man New Orders Gespür für glasklaren Pop von zeitloser Schönheit. In „All The Way“ oder „Guilty Partner“ schimmert Peter Hooks einsames Bassspiel durch, und verleiht den Songs die typisch latent wavige Note, an der man New Order immer spätestens erkennt. „Vanishing Point“ und „Dream Attack“, die als Einzige die magische Fünf-Minuten-Grenze sprengen, sind die größten Glanzlichter auf „Technique“. Sie meistern den Balanceakt zwischen poppiger Beschwingtheit und schwerer Melancholie am besten. Die auf „Technique“ gelegentlich aufkommende Feierstimmung erklärt sich auch durch einen Kurzaufenthalt der Band auf Ibiza, wo Teile des Albums entstanden sind- und die damals aufkeimende Acid House-Bewegung. Als zentrales Werk zwischen musikalischen Polen stellt „Technique“ bis heute einer der Höhepunkte im Schaffen von New Order dar.
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