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Kundenrezensionen

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am 5. Dezember 2002
Zuerst einmal: Normalerweise ist ein Soundtrack ohne Film ein bisschen problematisch. Dieser ist es nicht. Tolkien-Fans, die das Buch kennen, haben bis zum offiziellen Kinostart von „Die zwei Türme" zu Howard Shores Musik ihren eigenen „Film" im Kopf - ich persönlich bin 23 Jahre ohne Peter Jacksons phantastisches Epos ausgekommen (wenn ich auch heute beim besten Willen nicht mehr weiß, wie...).
Überraschend viele Tracks auf der CD lassen sich auch „einfach so" anhören, vor allem die etwas ruhigeren wie etwa das ätherisch-traurige „Evenstar" mit der Sängerin Isabel Bayrakdarian. Bei den Titeln mit etwas mehr Dramatik ist mein unbedingter Anspieltip „Forth Eorlingas". Zu wundervoll heroischem Orchesterbrausen und Bläsergeschmetter sieht man die Rohan-Krieger förmlich in die Schlacht galoppieren (was sie bei dieser Musik im Film garantiert auch tun werden). Meine beiden absoluten „Lieblinge" sind aber zum einen „Samwise the Brave" - schmerzlich, gefühlvoll, ans Herz greifend und wunderschön. Man tastet beim tieftraurig abgewandelten „Hobbit"-Thema nach dem Papiertaschentuch und fragt sich beklommen, wie es einem erst bei der entsprechenden Filmszene im Kino ergehen wird...
Und eine wirklich aufregene Überraschung ist der letzte Titel „Gollums Song" mit der italienischen Sängerin Emiliana Torrini (die verblüffend an Islands Exportschlager Björk erinnert). Die Melodie geht einem tagelang nicht mehr aus dem Kopf, ebensowenig wie der Text, der Gollums tiefschwarze Seelenwelten beklemmend eindrücklich schildert und einem eine Gänsehaut verpasst.
Fazit: Ein Jahr ist entsetzlich lang, aber es war die mühsam ertragene Geduld wert. Möge 2002 nicht das letzte Oscar-Jahr für Howard Shore gewesen sein...
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am 17. Januar 2003
Ich habe am Anfang etwas gebraucht, mich in die ganz andere Stimmung dieses Teils hineinzufinden. Nach mehrmaligem Hören bin ich nun sehr begeistert und finde, dass er dem ersten zumindest ebenbürtig, wenn nicht sogar in einigen Teilen überlegen ist.
Es wiegen oft die dunklen, geheimnisvollen Themen schwerer, viele Personanzen und sehr große Unterschiede in der Dynamik geben diesem Soundtrack ein unverwechselbares Flair. Obwohl ich schon seit Jahren Filmmusik höre, ist mir nie so ein Gesamtwerk untergekommen. Besonders die Chor- und Soli-Sequenzen gefallen mir sehr gut (auch wenn ich mich daran erst gewöhnen musste). Im Gegensatz zu einer Rezension, die ich hier gelesen habe, kann ich nicht im Mindsten erkennen, dass die Sängerinnen schlecht gewählt sind. Die Soli sind alle kraftvoll, mit viel Gefühl und unverwechselbar, wie die ganze CD.
Am besten finde ich die Lieder Evenstar (wegen den gefühlvollen Solo von Isabel Bayrakdarian), Forth Eorlingas (ein sehr heroisches und anrührendes Stück; besonders ab der Mitte, mit dem Solo von Elisabeth Fraser beweist es Gänsehaut-Qualitäten!) und Samwise the Brave (hier Kommt Howard Shore wieder zu den alten Melodien zurück und verwebt diese Meisterhaft mit Neuem). Zudem ist der "Bonus-Track" Gollum's Song ein absolut unglaubliches Stück. Wer Björk auch nur annähernd mag, wird den Gesang von Emiliana Torrini lieben. Wenn auch im gleichen Stil, so ist ihr Gesang noch frischer, präziser und melodischer. Absoluter Geheimtipp!
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am 8. Januar 2003
Der Soundtrack hat geschafft den Film so perfekt zu untermalen, dass mir die Musik nie störend, nervend, unangemessen erschien (ein Problem, das meines Erachtens bei vielen Filmen auftaucht).
Das Wunderbare an diesem Soundtrack im Vergleich zum ersten ist, dass hier die menschliche Stimme mehr Raum bekommt und der Schwerpunkt nicht so sehr auf Instrumentalmusik liegt. Gollums Song ist ein echtes Schmuckstück und erinnert in der Tat an Björk, und das Thema Riders of Rohan hätte nicht besser gewählt sein können.
Der Soundtrack ist wie der Film: bombastisch, pathetisch, sentimental und zart, und das im besten und edelsten Sinne, denn das war es ja was wir wollten.
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am 8. Dezember 2002
Allein "The Riders of Rohan" und "Gollum's Song" rechtfertigen den Kauf dieses wunderbar melancholischen, heldenhaften, traurigen, dramatischen und kurzum grandiosen Soundtracks. Während ersteres Lied schon beinahe ins Klischee abdriftet - dabei aber dennoch vollauf überzeugen kann, ist Gollums Lied für den Soundtrack eines Films dieser Größenordnung schon beinahe avantgardistisch und herzzerreißend in einem!
Auch das kurze Aufflackern der Themen aus dem ersten Teil fügen sich in ein wirklich hervorragendes Gesamtergebnis ein und lassen für den Film absolut Großes erwarten.
Wer die Musik des ersten Teils mochte, wird auch mit dieser CD zufrieden sein, obwohl ich "Die zwei Türme" für bedeutend intensiver und auch anspruchsvoller halte. Einen Mainstream-kompatiblen Hit ala Enya ("May it be") sucht man hier vergebens - aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein (Enyas Beitrag fand ich allerdings auch recht gut und angemessen für den ersten Teil!)
Wer sich noch an Basil Poledrious Soundtrack zu "Conan der Barbar" erinnert, wird hier an manchen Stellen gewiss an eben jenen Soundtrack erinnert werden. Kaufen und sich auf den Film freuen!
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am 9. Mai 2003
Als ich Howard Shore's Musik für LotR:FotR zum ersten Mal hörte, wurde ich von den Füssen gefegt.
Bislang hatte ich Filmmusik von solcher Dimension lediglich in Ansätzen gehört: Maurice Jarre's "Lawrence of Arabia" und "Doctor Zhivago", Jerome Moross' "The Big Country", Elmer Bernstein's "The Magnificient Seven" ... aber hier nun wurde diese Form von Musik-Kunst in eine neue, ungehörte Dimension getragen.
Mit dem zweiten Teil, LotR:TTT, hat Howard Shore unterstrichen und weitergeführt, was mit dem ersten deutlich wurde: hier ist jemand darauf aus, sich unauslöschlich in die Filmgeschichte zu schreiben. Von der ersten bis zur letzten Minute begleitet die Musik den Film ohne sich jemals in den Vordergrund zu drängen. Sie unterstützt, verstärkt und komplettiert das zu Sehende so perfekt, dass sie ein integraler Teil des Gesamt-Kunstwerkes wird.
Doch noch mehr: auch ohne den Film ist sie ein faszinierender Ohrenschmaus. Bombastisch hier, federleicht dort, ermutigend, flehend, verzweifelnd, heroisch, treibend und meditativ. Es gibt bisher keine Filmmusik, welche so tief und detailliert konzeptiert wurde. Jede Note hat eine Bedeutung, jedes Instrument ist präzise ausgewählt, jedes Thema erzählt eine Geschichte und wird zu einer. Das Thema der Gefährten brach im ersten Teil nach Gandalfs Sturz auseinander. Nie wieder war es komplett zu hören. Hier tritt es erneut auf, vorsichtig, nach Stärke ringend. Gollums Thema verändert sich ebenfalls ... es gibt jetzt sogar ein zweites, ebenso wie es zwei Seelen in Gollum gibt, kämpfen beide um die Vorherrschaft. Das Thema der Rohirrim fleht um Stärke, scheint unbändig schön und weit, treibt Tränen in die Augen.
Alles in der Musik macht Sinn, alles ist meisterhaft zusammengefügt. Wie Howard Shore dies macht ist ein Wunderwerk. In einem Interview sagte er, er sieht diese Musik als seine einzige Chance, eine Oper zu schreiben. Der Kritiker vom UK Radiosender Classic FM sieht hierin eines der bedeutendsten Werke der klassischen Musik unserer Zeit. Ich für meinen Teil kann nur eins sagen: seit dem 10 Dezember 2002 verging fast kein Tag, an welchem ich es nicht mindestens einmal gehört habe, und ich kann immer noch nicht genug davon bekommen.
Die Zeit bis Dezember erscheint so unendlich lang ...
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eigentlich wollte ich meine erste Rezension zum Soundtrack # 1 Die Gefährten nicht 1 : 1 wiedergeben - muß ich auch nicht, denn diese Musik ist meiner Meinung nach noch einen Tick besser!
Wieder gewaltige Orchester, wunderschön leise Solisten...
Man kann erneut die Augen schließen und die Szenen des Films vorm geistigen Auge ablaufen lassen - Die Musik ist großes Kino für die Ohren...
Diese CD läuft Gefahr sich in meiner Anlage festzufressen - ebenso wie der erste Teil, der dort seit Wochen nicht mehr aus meinem Wechsler möchte.... Zum Glück habe ich die Möglichkeit 3 CD`s einzulegen - was würde ich sonst machen, schließlich kaufe ich bald den 3.Teil der Filmmusik..
GENIAL !!!
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am 22. Januar 2003
Wo soll ich bloß anfangen... dieser Soundtrack ist sein Geld wert. All jene, denen der zweite Teil der Ring-Saga gefallen hat, sollte sich diesen Kauf nicht entgehen lassen. Beim Hören der CD spielt sich der Film vor dem innern Auge ab...
"Foundations of Stone" ist das Einführungslied in den Film. Es fängt leise an und steigert sich immer bis wir Gandalf mit dem Balrog auf der Brücke sehen... und dann (2.33min) geht ein gewaltiger Chor los - genau als Gandalf von der Brücke stürzt.
In Track 2 sind wir bei FRodo und Sam in den Emyn Muil... es geht wieder ruhig los. Man sieht sie vor sich wie sie ihre Lembas verspeisen. Dann - 1.11 min - kommt Gollum. Die Musik spricht förmlich zu einem... man kann die einzelnen Szenen ganz genau zuordnen.
Dann Track 3 - "THe RIders of Rohan". Es fängt damit an wie ihnen die drei GEfährten - Aragorn, Legolas und Gimli - das erste Mal begegnen (bis 1.00 Min ungefähr). Und... erinnern sie sich an die Szene wo Gandalf von Edoras sich aufmacht um Eomer und seine Reiter zu finden? Diese Melodie folgt nämlich darauf. Dann kommt (meiner meinung nach) das "Eowyn-Thema"... auch wunderschön anzuhören. Alles in allem ein wunderbares Stück was den Stolz und Würde dieses Reitervolkes gut rüber bringt.
Track 4 bringt uns zurück zu Frodo, Sam und Gollum in den Totensümpfen... die gruselige Atmosphäre in dieser Szene, die Toten im Wasser ist in der Musik perfekt eingefangen. Vor allem ab 1.15 min diese grausigen Stimmen.
Track 5 geht weiter mit den Jägern Aragorn, Legolas und Gimli... das "GEfährten-Thema" was bereits auf dem Soundtrack zum ersten TEil zu hören war, bildet hierbei den Anfang. Im Film ist das die Szene, wo Aragorn am Boden liegt und auf die Geräusche im Boden hört. Sie rennen weiter... ab 54. Sek finden sie die Brosche auf dem Boden bis sie schließlich die Felder von Rohan zum ersten Mal erblicken... das nächste Thema was hierauf folgt umfasst meines Erachtens nach den Dunklen Turm in Mordor. Dieser Track zeigt, wie abwechslungsreich die Melodien dieses Soundtracks sind.
Track 6 lehnt etwas an "The RIders of Rohan" an... das Highlight jedoch ist gegen Ende - da wo König Theoden am Grab seines Sohnes trauert (ab 2.33 Min). Mir steigen jedesmal beim bloßem Zuhören die Tränen in die Augen ("Kein Vater sollte sein Kind zu Grabe tragen")
Track 7 spielt am schwarzen Tor - auch sehr eindrucksvoll inszeniert.
Track 8 - "Evenstar" - ist eins der schönsten Stücke auf der CD. Es erinnert ein wenig an "Aniron" des ersten Soundtracks. Im Film ist das jene Szene, in der Aragorn von Arwen träumt. Diese Melodie wird auch gespielt (ab 1.57 min) bei Arwens Vision über seinen Tod.
In Track 9 kehrt Gandalf zurück... schön ist die Melodie wiederum am Ende... als er - wiedervereint mit Aragorn, Legolas und Gimli - über die Felder Rohans reitet um nach Edoras zu gelangen (siehe ab 2.00 Min).
Track 10 spielt im Fangorn Wald - allerdings finde ich dieses Stück persönlich für weniger gelungen. Allerdings passt die Musik im Film...
Track 11 wird gespielt als die Elben zusammen mit Arwen Bruchtal verlassen und als Galadriel via Telepathie mit Elrond kommuniziert (ab 1.13 min).
Track 12 fängt furios an... genau da als die Wargs zum ersten Mal angreifen. Ab 56 sek. geht ein ruhiger Chor los - als sich die Reiter formieren um die Wargs abzufangen und Eowyn Aragorn einen letzten Blick zuwirft bevor er davon reitet (1.36min).
Track 13 "The Forbidden Pool" umschreibt die ganzen Ereignisse bei Henneth Annun - am Wasserfall, wohin Faramir die Hobbits Frodo und Sam verschleppt. Im Film passt die Musik wunderbar... beim Hören des Soundtracks wird es allerdings etwas langweilig und wirkt langatmig.
In "Breath of Life" vernimmt man ein elbisches Gesang. Auch eins der schönsten Stücke auf der CD. Im Film, treibt hier Aragorn im Fluß bis er sich schließlich nach Helms Klamm aufmacht (4.25 min).
Track 15 beinhaltet u.a die Melodien in dem Theoden seine Rede hält ("Wo sind Reiter und Ross...") während ihn sein Ritter die Rüstung anlegt (ab 45 sek.) oder wo die Elben in Helms auftauchen (ab 3.14 min). Ebenfalls sehr empfehlenswert.
Track 16 ist mit Abstand mein Lieblingsstück... Es fängt ruhig an bis Theoden seinen Ausfall zusammen mit den Überlebenden wagt bei Helms Klamm wagt (ab 1 Min.). Dann taucht Gandalf auf (1.49) begleitet von Eomer - schließlich preschen sie den Hügel runter um dem König zu Hilfe zu kommen (2.14 min). Hat sie diese Szene im Film auch so bewegt? Wenn ja, dann lag das mit Sicherheit an dieser wunderbaren Musik.
Die Melodie in Track 17 ist jene, wo Haldir im Film stirbt. Ab 2.10 Min. geht der Marsch der Ents los um Isengart zu schleifen. Auch bei diesem TRack - schließen sie die Augen und sie sehen den Film vor sich.
Track 18 untermalt Sams Monolog am Ende nachdem Frodo ihn angreift. Sehr rührend... Es hört damit auf, als Gollum in seine alte Bosheit verfällt (ab 2.58 min) und beschließt die beiden Hobbits zu beseitigen.
Track 19 ist das einzige auf der CD was ich persönlich ganz furchtbar finde... das soll der Titelsong für diesen wunderbaren Film sein? Björk-Fans werden vermutlich auf ihre Kosten kommen. Meiner Meinung ist es nicht sonderlich gut gelungen.
Fazit: Für alle, die den Film gut fanden ist es sehr lohnenswert sich den Soundtrack zuzulegen. Die Musik ruft in einem förmlich all die fantastischen Bilder und Emotionen hervor.
Wer den Film nicht gut fand, sollte vielleicht die Finger davon lassen.
Die Melodien sind sehr abwechslungsreich - mal ruhig, mal lauter. Ganz besonders die Chöre sind überwältigend.
Keinesfalls sollte man den Sountrack mit dem zu "Die GEfährten" vergleichen. Sicher findet sich hier und da mal eine Wiederholung welche aber nicht unbedingt störend sind. Es gibt zahlreiche neue Themen die einen nicht los lassen - die man ständig summen muß.
Ich jedenfalls habe den Kauf dieser CD nicht bereut...
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am 12. Januar 2005
Die Herr der Ringe- Filmreihe schlich sich am 19. Dezember 2001 still und langsam in die Kinos und ließ dort eine Bombe platzen, die die Konkurrenz buchstäblich pulverisierte. Die Kritiker überschlugen sich vor Lob und so wurde „Die Gefährten" 2002 auch für ganze 13 Oscars nominiert und trug letztlich auch 4 davon; darunter auch die Auszeichnung für die beste Musik.
Die Erwartungen an Die zwei Türme waren folglich auch dementsprechend hoch und jeder fragte sich, ob Howard Shore an die Qualität seines „Vorgängers" anknüpfen könne.
Und er lässt uns nicht im Stich, und zeigt uns, genau wie seinerzeit John Williams mit "Das Imperium Schlägt Zurück", dass es möglich ist, das Original zu übertreffen.
Sowohl der musikalische, als auch der thematische Horizont der ersten Score wird hier durch viele Neuerungen erweitert.
Dabei wird die opernhafte Struktur konsequent weiterverfolgt. Zu den schon äußerst zahlreichen Leitmotiven des ersten Films gesellt sich hier ein ganzer Haufen neuer;
"The Riders Of Rohan" präsentiert uns gleich drei: ein Motiv für Eowyn, eines von zwei Motiven für den wiederauferstandenen Gandalf und natürlich das A- Motiv für die Kultur der Rohirrim, das von Shore exzellent für die verschiedensten Stimmungen gebraucht wird.
Herzstück der Rohan- Kultur ist dabei die norwegische Hardanger- Geige.
Der Schauplatz des Fangorn- Waldes bekommt nicht nur ein eigenes Motiv, sondern einen ganz eigenen Klangteppich, mit Marimbas, Log Drums und anderen Percussion- Instrumenten. Gepaart mit tiefen Fagottklängen und einem hellen Chor erzeugt "Treebeard" ein besonders märchenhaftes Gefühl.
Die Figur des Gollum erhält zwei Aspekte: der zittrige Klang des Cimbalons ("The Taming Of Smeagol") unterstreicht die schizophrene Seite Gollums. Dabei zieht Shore eine Parallele zu "Concerning Hobbits", da das Cimbalon in Film 1 ein Auenland-spezifisches Instrument war. Shore zeigt damit, dass Gollum einst ein Hobbit war und aus seiner Umgebung gerissen wurde.
Das schon bekannte Smeagol- Motiv aus Film 1 wird hier benutzt, um die bemitleidenswerte Seite Gollums zu unterstreichen.
Die Zwei Türme bietet aber auch altbekannte Themen, wie das Frodo- Motiv oder das Motiv der Gefährten.
Dabei versteht es Shore meisterhaft, Neues und Altbekanntes zu vereinen und zu entwickeln. So gibt sich das Lothlorien- Motiv aus "Die Gefährten" bei der Schlacht um Helms Klamm militaristisch, mit eleganter Gewalt.
Howard Shore zeigt uns aber auch völlig neue Seiten, die man bisher im Herr der Ringe nicht zu hören bekam: subtiler Spannungsaufbau und atmosphärische Streicher in "The Forbidden Pool" oder geisterhaftes Flüstern des Chors und unterdrückte, bedrohliche Bläser in "The Passage Of The Marshes".
Howard Shore vermag es, den Zuhörer immer wieder mit Neuerungen und gekonnten Variationen zu überraschen.
Ein wichtiger Bestandteil von "Die Zwei Türme" sind außerdem die Solisten, die hier bei weitem am zahlreichsten von allen drei Herr der Ringe SOundtracks vorhanden sind. Auch hier lässt sich die leitmotivische Struktur erkennen.
Isabel Bayrakdarian singt in "Evenstar" ein Liebesthema für Aragorn und Arwen, das dem Zuhörer unvergesslich sein wird.
Sheila Chandra gibt "Breath Of Life" einen östlichen Touch und Elizabeth Fraser singt "Haldirs Lament" in "Isengart Unleashed" und zieht hiermit eine Parallele zu Film 1 und "Gandalfs Lament".
Dann wäre da noch Ben Den Maestro in "Forth Eorlingas"; ein absolutes Highlight, das Shores Können, einer gewaltigen Szene etwas Episches zu verleihen beweist.
Und zuletzt gibt sich Emiliana Torrini in "Gollums Song" die Ehre, ein herzzerreißendes Lied über die Tragik von Gollums Leben.
Alle Elemente, die schiere Gewalt des Orchesters und die Kraft und Melodik der Chöre werden in den Stücken 15, 16, 17 und 18 so meisterhaft kombiniert, dass diese 15 Minuten des Soundtracks einen musikalischen Höhepunkt bilden, der in Sachen Spannung, Dramatik, Abwechslung, Virtuosität und thematischer Brillianz seinesgleichen sucht.
Bei aller Grandiosität bleibt jedoch das Gefühl zurück, dass die Reise noch nicht zuende ist, und dass das Finale noch bevorsteht.
Wie man es auch dreht und wendet, objektiv betrachtet ist und bleibt Der Herr der Ringe ein Meisterwerk der Filmmusik.
Es ist heutzutage, in Zeiten des Hollywood-Kinos, sicher sehr selten, dass wahre Klassiker geboren werden, aber die Herr der Ringe- Filmreihe ist sicherlich eine dieser Raritäten.
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am 4. Dezember 2002
Dieser Soundrack ist ein würdiger Nackfolger des Soundtracks vom ersten Teil der Kino-Trilogie "Der Herr der Ringe".
Wer den Soundtrack von den Gefährten kennt und mag wird diesen lieben.
Howard Shore schuf ein Werk das dem Soundtrack von den Gefährten sehr ähnlich ist und doch wieder ganz anders:
Sehr ähnlich, weil er teils Themen des 1.Soundtracks wieder aufgriff,sie jedoch durch eine veränderte Instrumentenbesetzung teilweise eine ganz andere Stimmung bewirken.
Ganz anders, weil Howard Shore viele neue Themen erarbeitet hat, die einen in die Welt von Mittelerde entführen.
Dramatische Stücke wechseln sich mit ruhigen und besinnlichen Klängen ab. Wer das Buch kennt, hätte mit mehr dramatischen, kriegerischen Stücken gerechnet, aber es wiegen ruhige Stücke und Stücke, die teils dramatisch, laut und teils ruhig sind, vor.
Und wieder schaffte es Howard Shore nicht nur mittels Instrumten, sondern wie auch schon im ST von den Gefährten auch durch Chöre und Solos die Stimmung wiederzugeben.
Dieser Soundtrack verleitet schlichtweg zum Träumen, vor allem "Evenstar"; die Stimme Isabel Bayradkarian gibt so vieles von der Welt der Elben wieder.
Ich kann zum Schluss nur eines sagen: CD einlegen, zuhören und GENIESSEN!
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am 21. Dezember 2002
Der Soundtrack ist diesmal auch sehr gut gelungen. Fängt es mit Foundations of Stone bedrohlich mit einem Orcherstermeer an, geht es ruhiger und verträumter mit The Taming Of Smeagol weiter, unterstrichen mit einem leise singenden Chor und Streichern. Besonders pompös klingt The Uruk Hai, auch schon eine sehr bekannte Melodie aus Teil 1 aber immer wieder gerne gehört...
Mit Evenstar kommt ein schöner, trauriger, verträumter Song, begleitet von Isabel Bayrakdarian's Gesang daher....das ganze wird mit einer Panflöte(?)und im Hintergrund mit Streichern begleitet.
Insgesamt ist viel Abwechslung bei - mal laut, pompös, fast majestätisch, dann wieder romantisch und ruhig.....und wer den Film vielleicht gesehen hat, kriegt auch noch Gänsehaut. Ging mir zumindest so :o) Kann sein, daß die Musik besser rüberkommt, wenn man den Film gesehen hat, aber alles im Allen lohnt es sich trotzdem.
Wie man vielleicht an anderen Rezensionen lesen kann, stieß Gollum's Song auf Ablehnung. Die Sängerin hat eine ähnliche Stimme wie Björk, die Sängerin. Nun muß man sich vorstellen, wie sie anfängt ruhig zu singen, fast zu hauchen.
Ich fand das Lied trotz allem nicht schlecht, weil ich die Melodie schön finde. Kann sein, daß das beabsichtigt ist, daß Gollum's Song etwas aus der Reihe tanzt, weil Gollum nun doch ein häßliches unheimliches Geschöpf ist :o) Die Frau singt auch nur 2-2 1/2 min von 5:51min! Deswegen sollte man sich nicht davon irritieren lassen
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