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am 1. November 2007
Für mich als SOAD Fan waren die Erwartungen hoch, zumal man von Serj, der ja bekanntlich sehr kreativ ist einiges erwarten darf.

Für mich ist das Album kein müder SOAD-Abklatsch und auch wenn der eine oder andere mangelnde Innovativität bemängelt: Klar erinnert der Sound zuweilen an SOAD, aber warum auch nicht? Schließlich hat Tankian deren Sound entscheidend mitgeprägt und er wird sicher nicht das Rad neu erfinden.

Nichtsdestotrotz ein Album auf sehr hohem Niveau. Ich spare mir Einzelrezensionen der 12 Songs, die Geschmäcker sind nunmal verschieden - jeder Song hat seine eigene Note und ist auf seine Weise empfehlenswert. Meine persönlichen Favoriten sind u.a. "Empty Walls", "Saving us" und "Beethovens Cunt".

Die Texte sind zum Teil politisch brisant (Empty Walls, Unthinking Majority), zum Teil bemerkt man Tankians poetische Ader.
Der Gesang ist einfach große Klasse und das Piano ist klanglich eine Bereicherung.

Genug gequatscht, REINHÖREN!
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am 26. November 2007
Was kann dieser Mann eigentlich nicht? Serj Tankian hat für das Album die meisten Instrumente eingespielt, die Songs und natürlich die Texte geschrieben, das Album im eigenen Studio aufgenommen und das Ganze dann auch noch selbst produziert. Klingt erstmal nach einen Befreiungsschlag, um alte Muster abzuwerfen und alles anders zu machen. Letzteres ist ihm nur halb gelungen, da sein Solo-Album trotz allem immer noch nach SOAD klingt, nur etwas ruhiger und nicht ganz so abgefahren.

Vielleicht ist aber genau das der Grund, warum es so gut ist. Immerhin wäre es fatal, wenn Tankian plötzlich einen anderen Weg wählen würde, um seine Botschaften nach aussen zu tragen. Auf der anderen Seite fragt man sich: wenn es doch so klingt wie immer, warum dann Solo?

Aber ich will die Selbstfindung des Herrn Tankian nicht in Frage stellen und will auch nicht den Eindruck erwecken, man müsste erst mal eine Nacht darüber schlafen, bevor man sich dieses Album kauft. Wenn man SOAD sowieso gut findet, dann kann man auch hier "blind" zugreifen. Wenn nicht, dann ist es eh egal, was ich schreibe.

Anspieltipps: Empty Walls, Saving us, Sky is over, Honking Antelope

BTW: auf seiner Website findet man zu den meisten Songs die Videoclips plus einem Interview, in dem er sich selbst gegenüber sitzt und sich über das neue Album ausfragt. Sehr sehenswert!
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am 18. Oktober 2007
Serj Tankian, so heißt der Frontman und einer der beiden Masterminds hinter System of A Down. Nach Mezmerize und Hypnotize entschied sich die Band eine Pause einzulegen (nicht aufzuhören!!!) damit jeder eigene Projekte verfolgen kann.
Für mich persönlich ist System of A Down die beste Band. Keine Band hat es geschafft mich so zu fesseln. Doch trotzdem muss ich sagen dass die ersten 3 Alben (Selftitled, Toxicity, Steal this Album) um Längen besser sind als Mezmerize und Hypnotize.
Das liegt für mich an 2 Faktoren:
1. Der geniale Frontman Serj Tankian muss immer mehr der (meiner Meinung nach nicht annährend vergleichbar guten) Stimme vom Gitarristen Daron Malakian weichen, welcher der 2. Mastermind hinter SOAD ist.
2. Der zu poppige Sound.
Man merkte auch irgendwie die Abgrenzung vom Style zu den alten 3 Alben alleine durch die Optik der Bandmitglieder.
Und nun kommt das erste Soloprojekt von Serj Tankian auf den Markt: ELECT THE DEAD
Eine Alternativ Rock/Metal Scheibe der feinsten Art. Dass Serj ein genialer Schreiber ist steht nicht zur Debatte, immerhin schreibt er auch Gedichte. Doch er ist auch ein genialer Musiker. Die ganze Scheibe ist alleine von ihm. Jedes Instrument hat er selbst gespielt und im Heimstudio aufgenommen (Bis auf die Drums, dort musste er Hilfe in Anspruch nehmen).
Für mich ist es DAS beste Album der letzten Jahre und ich finde es um einiges besser als die "neuen" beiden Soad Alben obwohl man das nicht vergleichen sollte. Obwohl die CD durch Serj nach SOAD klingt ist es nicht SOAD, das sollte man nie vergessen!
Für alle die System of A Down lieben ist es sicher genial, alle anderen sollten auch reinhören meiner Meinung nach ;) Es ist eine typische Berg- und Talfahrt. Die Songs sind meistens schnell, dann wieder langsam, sanft, dann wieder hart. Und dann werden die meisten Songs auch noch gegen Ende hin besser bzw. intensivieren sich. Es hört auch kein Lied apprupt auf. Alles sehr gefühlsvoll. Einfach perfekt, sag ich nur!
Zusätzlich wird es zu jedem Song ein eigenes Video geben!

Im Detail:

Empty Walls - 3:51: 12/10
Die erste Single aus dem Album und meiner Meinung das genialste Lied auf der Platte! Beginnt mit starken, schnellen Gitarrenriffs und mündet darauf in Sanfte Gitarrenklänge und dazu passendem Gesang. Dann nimmt der Song wieder mehr Fahrt auf und es kommt der sehr starke Refrain.
Dieses Prinzip zieht sich weiter durch das Lied und endet in einem noch intensiveren Finale.
Alles in allem ein sehr intensiver und gefühlsvoller Song!

The Unthinking Majority - 3:44: 10/10
Beginnt ebenfals mit ordentlichen Riffs und geht flott weiter um dann jäh von dem sich wiederholenden, langsamen, fast schon witzigen, Mittelteil unterbrochen zu werden.
Eines der interessantesten Lieder wegen der alternativen Instrumente im Zwischenteil und dem krassen auf und ab. Auch dieser Song wird gegen Ende hin noch intensiver.

Money - 3:55: 10/10
Beginnt mit einem schönen Pianospiel und gefühlsvollem Gesang. Doch dann unterbricht der harte und zackige Refrain die friedvolle Atmosphäre. Doch diese kommt gleich darauf wieder. Intensiviert sich im Mittelteil und entlässt einen wieder in den harten aber kurzen Refrain.

Feed Us - 4:34: 11/10
Harte Riffs lassen diesen Song beginnen und münden dann in ein leises, unwiederstehliches Gitarrenspiel. Es dauert nicht lange und man bekommt den sehr intensiven Refrain zu hören der wieder etwas härter ist. Danach geht es wieder sanfter weiter. Gegen Ende aber wird es wieder etwas härter und man kann sich dem Finale nicht mehr erwehren.
Einer der besten Songs meiner Meinung nach, vor allem der Wechsel zwischen Sanften und harten Passagen.

Saving Us - 4:44: 11/10
Beginnt sehr ruhig mit einem Gitarrenspiel und eher traurig. Auch Serj's Gesang wirkt sehr traurig. Obwohl der Refrain lauter und härter ist bleibt der Song in einer tristen Stimmung die einen sofort packt. Das soll nicht heißen dass der Song schlecht ist. Er ist ein eher langsamer Song aus dem Verzweiflung schreit.
Genialer Song, mit dem Video dazu muss man heulen!

Sky is Over - 2:58: 11/10
Die Einleitung macht eine kurze Pianoeinlage mit Serj's Gesang und mündet sehr schnell in den Ohrwurm Refrain. Im Mittelteil mischen sich dann kurze Metalriffs mit dem Pianospiel. Am Ende kommt noch einmal ein längerer Refrainteil hinzu und beendet einen wirklich genialen und flotten Song.

Baby - 3:30: 11/10
Sanfte Gitarrenklänge, eine sanfte Stimme, klingt nach einem Liebeslied. Doch wer hätte das Gedacht, der Refrain ist wieder sehr flott und wirkt sehr flehend. Man taucht sofort in diese Stimmung mit ein.
Wieder ein sehr gefühlsvolles Lied.

Honking Antelope - 3:49: 9/10
Ein sehr ausgeglichenes Lied das auch durch seine interessanten Pianoeinlagen besticht.

Lie Lie Lie - 3:34: 11/10
Fängt mit einem genialen Pianospiel an das sehr flott ist und wird dann vom Ohrwurmrefrain "Lie, Lie, Lie, Lie, Lie...." ersetzt. Ein sehr spaßiger Song, der einfach Fun macht. Diesmal kommt eine weibliche Stimme im Refrain hinzu die perfekt dazu passt. Sehr abwechslungsreich.

Praise The Lord And Pass The Ammunition - 4:24: 10/10
Dieser Song ist der experimentellste und einfach nur CRAZY. Und für alle die SOAD kennen, genial. Ihn zu beschreiben wäre wahnsinn. Hier ist alles drinnen. Anhören und einfach gehen lassen.

Beethoven's Cunt - 3:13: 9/10
Klingt meiner Meinung nach am ehesten nach SOAD. Auch ein sehr gelungener Song. Auch eine wilde Berg- und Talfahrt der Gefühle und des Härtegrades.

Elect The Dead - 2:53: 9/10
Der einzige wirklich dauerhaft ruhige Song des gesamten Albums. Auch eher traurig aber sehr gelungen vor allem wegen dem wirklich guten Pianospiel.

Alles in Allem wie gesagt eine ziemlich wilde, gefühlsvolle Fahrt. Man merkt die Entwicklung von Serj. Mich reisst vor allem seine Stimme vom Hocker, die mich einfach direkt in seine Gefühlswelt mitzieht. Es gab nur wenige Songs auf dem Album wo mir nicht ein Schauer über den Rücken lief. Ein so intensives Album gab es für mich schon lange nicht mehr.
11 von 10 Punkten für ein Meisterwerk von einem Meister!
Natürlich ist das meine Meinung und es wird genauso Leute geben die es absolut nicht mögen werden und die nicht so denken.
Ich habe hiermit die Erleuchtung gefunden um es richtig zu beschreiben ;)
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. November 2007
Während die amerikanische Band "System Of A Down" für unbestimmte Zeit eine Pause einlegt, begibt sich ihr Frontmann und Sänger Serj Tankian mit seinem ersten Soloalbum "Elect The Dead" of eigene Pfade. Eine Sache vorab: wer zu hohe Erwartungen an das Album stellt und davon ausgeht, dass dieses Album eindeutige Parallelen zu Alben von System Of A Down aufweist, sollte vorsichtig sein. Dies ist nicht ein Album von System Of A Down, sondern von Serj Tankian und dementsprechend eine Demonstration seiner vielen Talente. Das Album, zum großen Teil von Tankian im heimischen Studio eingespielt, ist ein durchaus gelungenes Werk, das die zahlreichen Facetten seiner Talente zeigt. Während einige Songs (z.B. "Empty Walls") erfreulicherweise sehr nach System Of A Down klingen, überrascht Serj Tankian mit einer hervorragenden Mischung aus kräftigen und melodischen, langsamen und schnellen, sowie klassischen und rockigen Songs. Dieses Album beweist, dass Serj Tankian ein sehr vielseitiger und stimmgewaltiger Künstler ist und dass er seine Talente in seiner Musik überzeugend darstellen kann.
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am 19. Februar 2016
Erst jetzt, so viele Jahre nachdem ich schon System of A Down höre, habe ich erkannt wie, ebenfalls, genial und energiegeladen die Alben von
Serj Tankian sind.

Empty Walls,
Elect The Death, aber auch
Honking Antelope gehören dabei zu meinen Lieblingssongs.

Im Grunde könnte sich auch hier eine große Spanne an Musik-Begeisterten, die gern ernst/sarkatsiche (Text, Gesang) Inhalte, zu heiteren Riffen und Melodien, wie man sie von einer Alternative-Band allerdings erwarten möchte, gern hinreißen lassen.
;)
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am 2. November 2007
Das ist das bestaussehendste Album, dass ich besitze. Das Album ist in einem sehr schönen, roten Stoff umhüllt, in der Innenseite ist ein kleines "Buch" mit allen Songtexten, vielen Gedichten sowie tollen Illustrationen. Das Album fühlt sich dank dem Stoff auch an wie ein Buch. In der Innenseite ist noch eine Membercard drinne, mit der man auf Serj's offizielle Internetseite Zugang zu exklusivem Material bekommt. Ein weiterer Vorteil dieser limitierten Special Edition: 4 Bonussongs auf einer zweiten CD's. Davon zwei Acousticversionen und zwei neue Songs. Also allein schon diese Pracht rechtfertigt einen Kauf! Das eigentliche Album ist einfach grandios! Ich habe es mir mehrere male bisher durchgehört und muss sagen: Es ist eines der besten Alben in diesem Jahr. Jeder Song ist klasse. Ich kann jedem dieses Album empfehlen, denn es ist super.
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am 23. Oktober 2007
"Serj Tankian. Das Top-Album!"

Als ich diese Überschrift eines Artikels gelesen habe, habe ich mir zu allererst gedacht: "Wer ist das verdammt nochmal?!" Erst bei zweitem Überdenken schoss es mir: "Genau. Der Mann kreischt ja für System of a down!" Dieses Album musste ich einfach haben und Tankian hat mich nicht enttäuscht. Zwar erwartete ich von einem Solo-Album, das es sich ein wenig mehr von der Stammband abgrenzt, doch bei mehrmaligem Hören merkt man eigentlich erst, dass es sich hierbei um keinerlei System of a down-B-Seiten handelt!

Die Single "Empty walls" lässt einen zwar stark an die letzten Scheiben von System of a down zurückdenken, doch schon der darauf folgende Titel namens "Unthinking majority" zeigt auf, zu was Herr Tankian auf Solopfaden alles fähig ist! Ein toller, politischer Song, der auch textlich durchwegs überzeugen kann. In der politischen Schiene fährt auch "Money", in dem sich Tankian betont gesellschaftskritisch gibt! Die musikalische Seite schwenkt immer wieder zwischen gediegenen Pop-Melodien und knallhartem Metal hin und her. Ein tolle und ausgewogene Mischung!

Auch die ruhige Seite kehrt Serj Tankian immer wieder hervor! Auf der relativen "Halbballade" "Saving us" und auch auf "Baby" zeigt er seine filigrane Seite und überrascht gleichzeitig mit einem überragenden, musikalischen Gefühl, was die Mischung verschiedenster Genre-Einflüsse angeht!

Ganz ruhig geht es der Frontmann von System of a down aber dann doch nur auf dem abschließenden Titeltrack "Elect the dead" an, ansonsten herrscht doch eher die rohe Seite der Musik vor! Für mich ist "Elect the dead" eine wirklich hervorragende Scheibe geworden. Einmal ganz nah am Schaffen seiner Hauptband angesiedelt und dann auf einmal wieder ganz anders!

So gehört sich das! Ein Solo-Album auf dem die erfolgreichen Trademarks nicht verwischt werden! 5 Sterne für Serj Tankian und sein hervorragendes "Elect the dead"! Nur weiter so...
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am 8. November 2007
Es heißt ja immer, dass sich Serj Tankian auf seinem Soloalbum auch am Sound von SoaD orientiert - Das stimmt auch! Die Grundsätzlichen Dinge die Soad ausmachten, sprich Wechsel zwischen harten und gefühlvollen Parts sind auch auf Elect the Dead vorhanden, ABER meiner Meinung nach auf ganz andere Weise. Die gefühlvollen Passagen kommen durch Serj's Akustikgitarren- oder Klavierspiel in vielen Liedern meiner Meinung nach noch besser rüber als die von SoaD. Die härteren Stellen sind auch nicht mehr so brachiales Geholze (nicht negativ gemeint) wie in einigen Lieder von Soad, nein, sie sind melancholisch, teilweise hören sie sich sehr erhaben an

Nun mal zu den einzelnen Liedern:

Empty Walls *****

Was soll man dazu sagen? Gut! Besser! Genial!!! Sehr gefühlvoll gesungen Strophen und ein himmlischer, etwas härterer Refrain wechseln sich ab und am Ende wird der Song nochmal ein bisschen schneller

Unthinking Majority *****

Der Song der mich am meisten an SoaD erinnert. Ein schönes Riff, harte Strophen, guter gesang und ein Mittelteil den man zweifelsohne schon fast als lustig bezeichnen kann geben dem Song seinen eigenen Stil

Money *****

Wird eingeleitet durch ein schönes Klavierspiel und plötzlich knüppelt Serj einen wnderbaren Refrain rein. Beim ersten hören musste ich sagen: "HUÄRK?!" Aber der Refrain hat's nach mehrmaligem hören dann doch in sich. Und die Strophen sind auch sehr schön und vorallem melodisch

Feed us *****

Schöne Strophen + SEHR schöner Refrain = Spitze Lied ;)

Saving us ****

Meiner Meinung nach der Schwachpunkt des Albums, die Strophen hören sich zwar schön an, aber der Refrain gefällt mir persönlich nicht. Muss aber wie sonst auch jeder selbst entscheiden

Sky is over *****

Was soll man sagen, hier zeigt Serj wieder mal, dass er einfach spitze Songs schreibt. Der Song grenzt von vorne bis hinden an Perfektion. Ohrwurm? ABER KLAR!

Baby *****

Der Song beginnt mit der Akustikgitarre und die Strophen sind auch sehr gefühlvoll. Der Refrain ist dann etwas härter und macht einfach Spaß

Honking Antelope *****

Die Strophen dieses Songs sind teilweise ziemlich Experimentel und anders als das was man sonst auf dem Album hört, da sich das thempo in dem Serj singt (teilweise spricht) sehr schnell ändert. Und selbst wenn einem die Strophen nicht gefallen, so wird man dennoch spätestens beim Refrain nicht leugnen können, dass man seit Honking Antelope weiß, wer für die Ohrwürmer bei SoaD gesorgt hat. Denn der Refrain dieses Liedes ist meines Erachtens Ohrwurmgarantie pur!

Lie lie lie *****

"Was ist das??? Wen ham sie denn dan ans Klavier gesetzt.....AAAAAh...jetzt geht's erst richtig los =)...hä?...Serj was gayt???" Antwort: Mit Lie lie lie hat Serj das fröhlichste Lied auf Elect the Dead geschrieben, dass meiner meinung nach sogar in manchen Diskos gut ankommen würde (kein scherz!)
Hier hat Serj nochmal eins in Sachen Ohrwurmgarantie draufgesetzt. Nach dem ersten hören schon geht einem das "lalalalalalalalala lie lie lie " erstmal nichtmehr aus dem Kopf (ich musste es am nächsten Tag zumindest den ganzen Vormittag lang in der Schule singen und dazu rumhüpfen xD)

Praise the Lord and Pass the Ammuntion *****

Ernüchterung...Enttäuschung...ABER NEIN! Auch wenn man sich beim ersten hören nur fragt "Wie kann man nur sowas schlechtes verzapfen?!" so kann ich nur sagen: Dreht mal eure Anlage auf und hört das Lied mehrmals hintereinander. Das ist ewirklich keine schlechte Musik! Das Lied ist sehr experimentel und naja....wie beschreibt man es am besten...GAR NICHT, hörts euch an, dann könnt ihr entscheiden wie's euch gefällt

Beethovens C***

Dazu kann man recht wenig sagen, sollte sich jeder selbst anhören. Es ist zwar kein schlechtes Lied, bleibt aber (zumindest bei mir) von allen Songs am wenigsten im Ohr

Elect the Dead **

Ein sehr ruhiges Lied, dass an eine Trauerfeier oder ähnliches erinnert. Es ist zwar das schlechteste Lied des Albums, aber da es sowieso nur als Outro fungiert, verzeih ich das mal dem Hernn Tankian!

So nun noch zur Bewertung: Naja was soll man groß sagen. Ich halte das Album von vorne bis hinten für einen Geniestreich. Fünf Sterne sind noch untertrieben
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am 16. November 2007
Kaum eine andere "neue" Band hat dem Rock/Heavy Metal-Business in den vergangenen Jahren mehr positive Impulse verliehen, als SYSTEM OF A DOWN. Musikalische Geniestreiche wie "Toxicity" , "Steal this album" oder das schier unschlagbare Doppelpack "Mesmerize / Hypnotize" sind nunmal der perfekte Schulterschluss zwischen extravagantem Songwriting, umbarmherziger Heaviness und herzerweichendem Pathos. Die perfekte Mischung aus Bands wie FAITH NO MORE, SLAYER, DEFTONES, MUSE, PRIMUS und den DEAD KENNEDYS...und halt irgendwie doch ganz anders.
Mit "Elect the dead" legt SOAD-Sänger SERJ TANKIAN - der schon seit Jahren für sein politisches Engagement, und als Mitbegründer der AXIS OF JUSTICE bekannt ist - sein erstes Solo-Album vor. Und hierbei handelt es sich tatsächlich um ein SOLO im herkömmlichen Sinne. Denn TANKIAN hat nicht nur alle 12 Songs selbst komponiert, sondern sogar noch fast alle Instrumente (Gitarre, Bass, Piano, Synthesizer...) komplett eingespielt. Lediglich die Drum-Parts wurden vom etatmäßigen PRIMUS-Schlagzeuger Brain eingetrommelt.
Was mich persönlich sehr überrascht hat, ist die Tatsache, dass "Elect the dead" von der ersten bis zur letzten Sekunde erstklassig funktioniert, und sich in musikalischer Hinsicht nicht hinter den Alben von SYSTEM OF A DOWN verstecken muss. Stilistische Parallelen zu seiner Hauptband kann und will TANKIAN jedenfalls garnicht erst von der Hand weisen, weswegen emotionalen Hymnen wie der tolle Opener "Empty walls", "Saving us" , "Lie lie lie" , "Money" , "Honking antelope" (ganz groß!) und das ruppige "The unthinking majority" in urtypischer SOAD-Tradition stehen, und auch auf z.B. "Toxicity" eine gute Figur abgegeben hätten. Hierbei legt der charismatische Sänger beim Songwriting vor allem ein Hauptaugenmerk auf packende Melodien und emotional mitreißende Hooklines, die allesamt Weltklasse-Format haben. Man höre einfach mal den dramatischen Songaufbau von "Baby" oder dem bereits genannten "Honking antelope", und man weiß was gemeint ist. Man hört "Elect the dead" jedenfalls eindeutig an, dass die Scheibe komplett auf dem Piano komponiert wurde. Lebendig, aufreibend, kraftvoll...und doch gleichzeitig so zerbrechlich. Und wenn man überhaupt einen Schwachpunkt auf dem SERJ TANKIAN-Debut finden will, dann ist es wahrscheinlich das wirre und unschlüssige "Praise the lord and pass the ammunition", welches so garnicht zum restlichen Material passen will, und daher als minimaler Ausrutscher gewertet werden kann. Ansonsten ist "Elect the dead" jedoch ein Erfolg auf ganzer Linie, und hat sich die Höchstpunktzahl von 5 Sternen locker verdient. Ich weiß nicht, wie es euch geht...aber das macht Lust auf mehr !!!
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am 19. Oktober 2007
Ich habe das Album dank Vorbestellung pünktlich zum Release bekommen und gleich gehört. Angefüttert durch das bereits veröffentlichte Video waren die Erwartungen groß und wurden nicht enttäuscht. Aber, es ist anders als ich erwartete. Serj Tankian ist das Herz von System of a Down, das merkt man und gerade deshalb gab es vielleicht die Erwartung, das Album wäre ein SoaD-Album. Das ist nicht ganz so, auch wenn man ganz klar merkt, dass es aus der gleichen Feder stammt wie viele der alten SoaD-Songs. Das Album hat aber doch einen ganz eigenen Charakter, der vorallem durch den Einsatz des Pianos ausgedrückt wird! Die Texte sind gewohnt tiefsinnig, wie man es schon von System of a Down kennt und die Musik hat den gleichen verrückten Style. Es ist aber nicht zu überhören, dass die anderen drei Mitglieder der Band fehlen. Darum ist "Elect the Dead" anders als erwartet.
"Empty Walls" und "The Unthinking Minority" sind ja nun schon aus Fernsehen und Rundfunk bekannt und wirklich klasse! "Sky is over" oder "Baby" sind nicht weniger gut. "Lie Lie Lie" ist mein persönlicher Lieblingssong auf dem Album! "Praise the Lord and pass the ammunition" ist meiner Meinung nach ein absoluter Fehlgriff und passt irgendwie gar nicht in das Album! Der Titelsong haut einen auch nicht wirklich um. Aber abgesehen von diesen beiden Songs ist das Album sehr gut gelungen! Leider, leider, wie bei den meisten Künstlern sind 12 Songs einfach zu wenig! Mann kann sich natürlich die Ldt. Edition kaufen aber auch die dürfte nicht sehr viel mehr neues hergeben! Es hätten durchaus einige Minuten mehr sein dürfen! Aber für das erste Soloalbum echt gut.
Serj ist ein Meister, wenn nicht DER Meister!
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