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am 5. März 2013
Kaum ein Album hat eine Fangemeinde so sehr gespalten wie 90125 von Yes. Eigentlich sollte das Werk gar nicht unter dem Yes- Bandlabel veröffentlicht werden, sondern unter dem Bandnamen Cinema; schlussendlich versprach der geschichtsträchtige Name aber höhere Verkaufszahlen.

Besetzungsmäßig fehlen Steve Howe und Geoff Downes, die mit Carl Palmer und John Wetton Asia gegründet hatten. Dafür war Jon Anderson nach seinem Drama- Aussetzer wieder eingestiegen. Trevor Horn war auf den Produzentensessel gewechselt, den vakanten Gitarrenplatz hat der Südafrikaner Trevor Rabin übernommen, der auch für den Großteil der Kompositions- und Arrangementarbeit verantwortlich ist. An den Keys ist der vor zehn Jahren ausgestiegene Tony Kaye zurückgekehrt, setzt aber nicht so viele eigene Akzente wie seine Vorgänger Wakeman und Moraz. Da fragt man sich doch: Ist das überhaupt noch Yes? Eine letztlich unbeantwortbare Frage. Juristisch gesehen ja: Die Namensrechte sind inzwischen Eigentum von Chris Squire.

Musikalisch ist 90125 so sehr ein Baby der Achtziger wie Fragile eins der Siebziger war. Das hat außer Andersons Stimme nichts mehr gemeinsam, passt aber perfekt in die Zeit: Unter den Songs liegen nachvollziehbare Beats, die warm quäksenden Crunchgitarren und quietschenden Analogsounds der Siebziger sind harten, kalten Synthies und rackverstärkten E- Gitarren gewichen, überlanges Solieren findet nicht statt. Trevor Rabins Gitarrenstil kann zu keiner Sekunde mit Steve Howe verwechselt werden. Fankritik, das Album sei stumpf- blödes Diskogestampfe, ist dennoch unberechtigt, dazu sind die Beteiligten zu versiert: Die Arrangements und Instrumentalpassagen sind trotz äußerlicher Glätte kreativ, intelligent und wohldurchdacht. "Owner of a lonely Heart" entwickelte sich gar zum Singlehit, insofern muss man das Projekt wirtschaftlich als gelungen bezeichnen. Ich persönlich mag das Album, obwohl es so sehr anders klingt als die bandinternen Referenzwerke der Siebziger. Leider gelangen die Fortsetzungen Big Generator und Talk nicht ganz so gut, und außer Keystudio ist seitdem keine Yes- CD mehr entstanden, die mich durchgängig begeistert. Dazwischen liegen allerdings unüberschaubare Besetzungswechsel, während denen es sogar zeitweise zwei Yes- Bands gab.

Der Sound der hier vorliegenden Remasterversion ist geradezu unnatürlich fett, transparent und druckvoll - in Verbindung mit dem ohnehin eher "kalten" Albumsound passt das aber irgendwie. Die Bonustracks sind auch hörenswert. Der sperrige Albumtitel war seinerzeit übrigens die Bestellnummer der Platte.
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am 18. Januar 2013
Ja, die Hardcore-70er-Fans von Yes werden dieses Album hassen, aber es ist ganz sicher eines DER Top-Five Album der 80er. Der Sound ist phänomenal, zeitgemäß, klar, mitunter sogar kalt, aber nie uninspiriert. Was Tony Kaye hier an den Tasten zaubert, dürfte den typischen, kitschigen und überfrachteten Wakemanschen Klanggebilden mit offenem Visier entgegen gehen, denn Kaye verzichtet -Gott sei dank- auf jegliche Ego-Clashs und spielt als Teamplayer die Keys seines Lebens, vor allen Dingen im "Our Song" und "Changes". Diese Platte wäre mit Wakeman NIE denkbar gewesen. Trevor Rabin ist gleichberechtigter Kopf neben Anderson und dehnt die Songs nie zum überfrachteten Dinosaurier auf, sondern setzt markante, geschmackvolle Akzente an den richtigen Stellen. Der Tophit "Owner Of A Lonely Heart" und der kleine geheime Burner "It can happen" bringen dies klar zur Geltung. Anderson brilliert stimmlich wie gewohnt, während der von Bruford stets hämisch belächelte White sein Ding an den Drums durchzieht. Squire am Bass darf in vielen Songs unauffällig glänzen, es grenzt an ein Wunder, daß diese Platte sich nach langen Jahren egozentrischer Trips der Herren Howe, Squire, Wakeman und Anderson im Zuge der personellen Umbesetzungen auch nach einer wirklichen Teamarbeit annhört. Dieser Platte hört man die innere Geschlossenheit an. Aber Howe durfte sich fast zeitgleich bei Asia an anderen messen...
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am 24. August 2014
ich oute mich an der Stelle einfach mal als Fan, der die Band durch "Owner of a Lonely Heart" kennen gelernt hat und dementsprechend hab ich kein Problem als Kommerzfan abgestempelt zu werden, denn was Yes hier mit 90125 abgeliefert hat, schoss blitzartig auf die Liste meiner Lieblingsalben. Es ist atemberaubernd was für ein Kontrast hier geboten wird. Das beginnt beim eben genannten Singlehit und hört mit einer Rockballade auf. Mein Liebling ist übrigens "Leave It"
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am 6. Juli 2017
Wie neu,danke, diese Musik wird man immer Hörer guter alter Rock und nicht diese Betroffenheitsmusik von heute, und gute Rockband, schön das es noch ein paar alte 70er Bands gibt
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am 1. Dezember 2017
Klasse Platte, nur die Plastikhülle ist ein absoluter Wermutstropfen ! Das habe ich bei anderen Picture-Lp's aber schon besser gelöst gesehen.
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am 13. Juli 2004
Da ist es nun. Das Album von Yes in neuer Besetzung. Diesmal mit dem südafrikanischen Filmkomponisten Trevor Rabin anstelle von Steve Howe an der Gitarre. An den Keyboards findet sich Tony Kaye wieder, der bereits auf den ersten drei Yes-Alben mitgewirkt hat. Leider muss man gleich sagen, dass er das Keyboard-spielen wohl ein wenig verlernt hat.. Was er früher auf der Orgel gemacht hat war schon nicht schlecht, auch wenn es kein Vergleich zu Rick Wakeman ist. Aber darum soll es hier nicht gehen. Denn Yes haben auf diesem Album ihren Stil geändert. Weg vom 70er-Jahre-Mammut-Sound, hin zu poppiger orientierten Musik. Es handelt sich zwar z.T. noch Progressive Rock, allerdings soll das Album hier nicht als solches bewertet werden.
Aber genug der langen Rede. Zum Album:
Es geht los mit dem bekanntesten und erfolgreichsten Yes-Song („Was hörst du denn grade?" - „Yes." - „Yes? Kenne ich nicht" - „Owner Of A Lonely Heart. Much Better Then - A" - "Ach doch, klar!") Das soll allerdings nicht heißen, dass es sich um einen qualitativ schlechten Song handelt. Der Track ist schon ganz gut gemacht. Die bekannten Gitarrenriffs zu Anfang und die recht einfache Bassfigur machen den Song unverwechselbar. Auch die (Synthie?)-Effekte zu Anfang sind ganz gut gemacht. „Hold On" ist ein ruhigerer Titel, der mich trotz Trevor Rabins solider Gitarrenarbeit nicht voll überzeugen will. „It Can Happen" bringt sehr guten Gesang von Jon Anderson(Der hat nichts verlernt, seine Stimme ist immer noch unvergleichlich gut. Die klingt zwar nicht mehr so künstlerisch, wie auf früheren Alben, erreicht aber auch keine „nervigen Höhen") und minimalistische Keyboard-Einsprengsel, die dem Song eine gewisse Atmosphäre verleihen. „Changes" ist wohl der erste richtig progressive Track auf dem Album. Es geht los mit zerhackten Keyboard-Rhythmen. Gefolgt von einer sehr gefühlvoll gespielten E-Gitarre und ruhigem Gesang von Trevor Rabin. Ist einer der atmosphärischsten Titel von 90125. Bei „Cinema" handelt es sich um einen instrumentalen Live-Titel, bei dem es sich wohl um einen kleinen Teil eines viel längeren, aber nicht veröffentlichtem Song handelt.(Obwohl auf Trevor Rabins 90124 weitere Teile des Songs veröffentlicht sein sollen.) Wohl der bombastischste Track des Albums. Und was für einer! Da steckt sehr viel „Drive" in Trevor Rabins Gitarre drin! Dann folgt mit „Leave It" ein eher schlechterer Titel. Der Gesang zu Anfang ist meiner Meinung nach etwas misslungen. Mag zwar ne Nette Idee dahinter stecken, wirkt aber eher unausgereift. „Our Song" beginnt mit einem kleinen Keyboard/Gitarren-Duell. Dann folgt etwas Piano, ein mitreißender Rhythmus und sehr atmosphärischer Jon Anderson-Gesang. Leider ist der Refrain völlig misslungen, im Gegensatz zu den genialen Strophen. Schade. Aus dem Song hätte was werden können. „City Of Love" beginnt mit etwas Bass, aus dem sich ein Gitarrenriff entwickelt. Ein guter Titel, aber auch nicht viel mehr als das. „Hearts" beginnt dann mit einem einfachen Keyboard-Motiv, auf dem sich der Track langsam aufbaut. Mit 7:34 Minuten der längste Song des Albums und auch einer der besten.
9 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 30. Januar 2015
Was für ein Album, Melodien zum niederknien, Tolle Arrangements, Weltklasse Musiker Ein Platte für die Ewigkeit.

Hatte die Scheibe schon "damals" gekauft als LP und jetzt nochmal als Mp3.
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am 1. März 2013
DIE CD IST EINE BEREICHERUNG FÜR JEDE CD SAMMLUNG DA MACHT HIFI UND HIGH END EINFACH NUR SPASS SUPER GUTE KLANGQUALITÄT UND RÄUMLICHKEIT DER AUFNAHME
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am 29. November 2016
Bis und mit Drama spielten sie Prog, mit 90125 beginnt Yes eine Poprock-Band zu sein. Und so sollte man sie ab jetzt wohl auch bewerten. Die alte Zeit ist vorbei und kehrt nicht mehr zurück. Close to the edge ist einmalig und nicht wiederholbar.

Vielleicht waren die anderen "Grossen" konsequenter als Yes oder Genesis. ELP lösten sich nach Love Beach lieber auf, als weiter belanglose Balladen zu spielen, um sich dann allerdings 13 Jahre später wieder zu vereinigen, und nach dem ordentlichen "Black Moon" mit "in the hot seat" auf dem elektrischen Stuhl alle Illusionen zu verbraten. Gentle Giant machten zwei Jahre später mit Civilian Feierabend.

Und wo Genesis sich über das schlechte "...and then there were three" zu Duke hangelte (für mich das Pendant zu Drama), um dann mit Abacab und endlich Genesis 83 zur Popband zu mutieren, da waren es bei Yes die unbefriedigenden "going for the one" und "Tormato" die schliesslich über Drama zu 90125 führen sollten.

Beide Bands haben es vorgezogen eine Metamorphose durchzumachen, um anschliessend in neuem Glanze (oder wenigstens Gewand) wieder aufzuerstehen. Ob das Tierchen vor oder nach der Wandlung das schönere war, sei dahingestellt. Meinetwegen hätten Yes den Drama-Stil auch noch 1-2 Alben weiterführen können.

Für mich war 90125 immer ein Popalbum. Und ein sehr gutes Popalbum dazu. Es mit "Close to the edge" zu vergleichen, wäre nicht fair. Eher muss man es mit anderen Alben seiner Zeit vergleichen und da schneidet es hervorragend ab. Es gehört in die Klasse "gehobener, anspruchsvoller Poprock/Artrock".

Der letzte Meilenstein von Yes ist und bleibt das Album Drama.
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am 7. März 2014
Sehr guter klassischer Indie - Rock, tolle Texte, Musik passend zu allen Events, ruhige Abende, Sonne, Sommer, gute Laune, E-Gitarre, Stimmung, Fans, klare kaufempfehlung!
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