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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
3
Brilliant Opera Collection: Donizetti - Anna Bolena
Format: Audio CD|Ändern
Preis:29,00 €+ 3,99 € Versandkosten

am 3. November 2009
Anna Bolena gehört zusammen mit Maria Stuarda und einigen anderen zu den lange vergessenen dramatischen Meisterwerken von Gaetano Donizetti, der, obwohl einer der produktivsten Opernkomponisten überhaupt, im Bewustsein des Opernpublikums lange nur als Schöpfer der Lucia di Lammermoor und einiger komischer Opern galt.

Die tragische Geschichte der Anne Boleyn, der zweiten Ehefrau Heinrichs VIII., die er wegen angeblicher Untreue hinrichten ließ, hat Donizettis Librettist zu einer Reihe dramatischer Episoden verarbeitet, die den Komponisten nicht nur zu einigen seiner musikalisch schönsten Einfälle inspiriert haben. Er schafft auch mit der Titelheldin und ihrer Gegenspielerin Jane Seymour zwei seiner stärksten Frauengestalten. Nicht umsonst wurde die Oper 1957 für Maria Callas wieder ausgegraben (und ein Triumph für sie und Giulietta Simionato als Giovanna Seymour).

In dieser 1972 entstandenen Aufnahme singt die Amerikanerin Beverly Sills die Titelrolle - technisch souverän bis in stratosphärische Höhen. Wenn man ihre Interpretation nicht mit der großen Tragödiengestalt der Callas oder Edita Gruberovas zart-verzweifeltem Geschöpf vergleicht, vermag Sills auch sonst zu überzeugen. Den direkten Vergleich verliert sie nicht zuletzt deshalb, weil sie den in dieser Oper so wichtigen Ausdruck von Trauer und Verzweiflung, aber auch die königliche Würde der Figur nicht durch Dynamik oder Stimmfarben, sondern v. a. durch Spracheffekte zu erzeugen versucht. Ihre Stimme behält dabei stets ihren typischen etwas gläsernen Flötenklang - hell und mädchenhaft mit einem flirrenden Singvogel-Vibrato. Am schönsten gelingt ihr die Finalarie "Al dolce guidami"- ganz innerlich und dann auch innig.

Der Rest der Besetzung lässt nahezu keine Wünsche offen:

Shirley Verrett gibt eine innerlich zerrissene Giovanna, mit der sie Simionato in nichts nachsteht, gesangstechnisch ist sie sogar besser. Patricia Kern glänzt in der Hosenrolle des Pagen Smeton als zweiter Cherubino. Der Mozart-Tenor Stuart Burrows schlägt sich sehr achtbar als ernsthafter Percy, bewältigt auch das Wahnsinnstempo seiner Auftrittsarie wacker. In der sehr hoch liegenden zweiten Arie muss er sich dann allerdings ins Falsett flüchten. Paul Plishka ist ein stimmgewaltiger und düsterer König, die Nebenrollen sind optimal besetzt. Der John Alldis Choir singt mit Kraft und Ausdruck, das London Symphony Orchestra verstört allenfalls durch einige Präzisionseinbußen, und Julius Rudel leitet sportlich, aber mit Gefühl für Donizettis Dramatik.

Positiv auch, dass diese Aufnahme ohne die Striche auskommt, durch die die meisten Live-Aufnahmen oft arg vertümmelt sind. Einige sehr langatmige Rezitative kann man dann mit der Fernbedienung selbst kürzen.

Insgesamt also eine gerade zu dem konkurrenzlos günstigen Preis sehr empfehlenswerte Aufnahme, auch im Vergleich zu der fabelhaft gesungenen, aber technisch natürlich arg gewöhnungsbedürftigen Callas-Live-Aufnahme von 1957) und der bislang extrem teuren, wenn auch hervorragenden Gruberova-Einspielung.
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am 18. August 2013
Beverly Sills wieder einmal in einer Donizetti-Partie in einer Einspielung, die auch heute noch überzeugen kann. Nicht nur, weil die Anna Bolena nicht so häufig eingespielt wurde, sondern auch weil die Besetzung durch die Bank weg großartig ist. Das beginnt beim hervorragend spielenden London Symphony Orchestra, das Julius Rudel am Pult zu expressiver Dramatik antreiben kann, aber auch zu großen lyrischen Momenten. Auch der John Alldis Choir erweist sich einmal mehr als ausgezeichneter Klangkörper. Die solistischen Partien sind fein aufeinander abgestimmt und von den kleinsten Partien hinauf hervorragend besetzt. Mit Patricia Kern, Stuart Burrows, Shirley Verrett, Paul Plishka und der fulminanten Beverly Sills sind hier Experten am Werk, die nicht zum ersten Mal in Belcantopartien überzeugen können. Besonderes Augenmerk gilt hierbei natürlich der Anna Bolena von Beverly Sills. Der direkte Vergleich mit Maria Callas mag wegen der nicht kleinen Repertoire-Schnittmenge gestattet sein, geht für mich aber zu sehr in die berühmt-berüchtigte "Äpfel und Birnen-Ecke", weil doch beide Sängerinnen höchst unterschiedlich vom Stimmtypus sind. Mich überzeugt die Sills durchaus mit ihrer leichtgewichtigeren Stimme. Eine wunderschöne Aufnahme.
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am 25. März 2010
Produkt und Lieferung i.O.
Brilliant Opera Collection: Donizetti - Anna Bolena von B. Sills, P. Plishka
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