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Kundenrezensionen

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am 27. August 2005
TODESMELODIE ist der unbekannteste aller Leone-Filme. Man war wohl nicht gefaßt auf ein derart pessmistisches und selbst für seine Verhältnisse gewalttätiges Werk.
Umso erfreulicher, daß MGM den Film in seine Gold-Edition aufgenommen und diesem Film eine würdige Veröffentlichung ermöglicht hat. Bild und Ton sind glänzend geraten. Auch ist nunmehr die letzte Rückblende des James-Coburn-Charakters eingefügt worden, die ja bisher in der deutschen Fassung gefehlt hatte.
Der Audiokommentar von Christopher Frayling ist sehr informativ und verhilft zu einem neuen Verständnis für den Film. Bei den anderen Specials hätte man sich mehr Hintergrundberichte und Erinnerungen der am Film Beteiligten gewünscht. Ist aber nur ein kleiner Einwand.
Denn im Grunde genommen ist dieser Film lange Zeit unterschätzt worden. Auch ich habe die eigentlichen Qualitäten dieses Films erst mit dieser Veröffentlichung richtig entdeckt: Die Story ist wesentlich gehaltvoller als diejenigen der DOLLAR-Trilogie. Die historischen Anspielungen etwa und die komplexen Rückblenden geben dem Film eine Tiefgründigkeit, die ihn von zahlreichen Italo-Western abhebt. Und die Chemie zwischen Rod Steiger und James Coburn funktioniert glänzend, durchaus dem Paar Eastwood/Wallach ebenbürtig.
Hinsichtlich der Musik gibt es ja einige, die meinen, daß dies Morricones beste Leistung in einem Leone-Film sei. Das kann ich nicht endgültig entscheiden. Aber großartig ist diese Musik hier allemal.
Es bleibt zu hoffen, daß diese Veröffentlichung dazu verhilft, daß der Film endlich die Reputation erhält, die er auch wirklich verdient hat.
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am 31. Oktober 2014
Das Western-Revolutionsdrama „Todesmelodie“, aus dem Jahr 1971, entstand unter der Regie Sergio Leones.

Die Handlung dreht sich im Wesentlichen um die wechselseitige Beziehung der beiden Hauptcharaktere, des mexikanischen Banditen Juan Miranda(Rod Steiger) und des desillusionierten irischen Revolutionärs John H. Mallory(James Coburn).
Das Ganze nimmt seinen Lauf, vor dem Hintergrund des von Revolution geschüttelten Mexiko, des Jahres 1913.

Todesmelodie enthält zwar stellenweise und gerade zu Beginn, einige humoristische Einlagen. Jedoch kommt er im weiteren Verlauf immer düsterer und vielschichtiger daher.

In diesem Zusammenhang sei auf das, auf der Blu-Ray enthaltene Extra „Der Mythos der Revolution und den Audiokommentar(nur O-Ton englisch, ohne Untertitel) von Christopher Frayling verwiesen.

---- Zur Veröffentlichung auf Blu-Ray ----

Die nun vorliegende Blu-Ray Veröffentlichung von 2014, ist im Wesentlichen mit der DVD Steelbook Special Edition von 2005 identisch.

Die Bildqualität ist nahezu die Gleiche. Es entfallen lediglich die zusätzlichen Unschärfen einer hochskalierten DVD.
Es gibt kaum Defekte im Bild. Filmkorn ist stetig präsent, besonders in hellen Einstellungen.

Der Ton ist durchweg verständlich. Englisch 5.1 DTS HD Master Audio, Deutsch DTS 5.1 und diverse andere Sprachen. Natürlich ohne Surroundeffekte.

Untertitel gibt es in Englisch, Englisch für Gehörgeschädigte, Deutsch und diverse andere Sprachen.

Extras:
Das sind im Wesentlichen die, wie auf der zuvor erwähnten DVD.

Der Audiokommentar von Filmhistoriker Christopher Frayling( O-Ton englisch, ohne Untertitel)

Die Dokumentationen „Der Mythos der Revolution“ und „Sergio Donati erinnert sich an Duck you Sucker“(jeweils mit zuschaltbaren deutschen Untertiteln)

Die Featurettes „Die verschiedenen Versionen“, „Es war einmal in Italien ...“, Restauration im italienischen Stil“, „Drehort Vergleich“(jeweils mit zuschaltbaren deutschen Untertiteln)

Die auf der DVD enthaltene Bildergalerie ist nicht mehr enthalten.

Zur Steuerung:
Es gibt kein Hauptmenü, der Hauptfilm startet sofort nach dem Einlegen der Blu-Ray. Alle Einstellungen nimmt man über das Pop-Up Menü oder die Tasten „Audio“ und „Subtitle“ vor.
Auch die Extras und Kapitel werden über das Pop-Up Menü angesteuert.
Wird die Blu-Ray gestoppt, wird kein Marker gesetzt. Nach erneutem Start beginnt sie wieder von Vorne.

Die Hülle hat ein Wendecover. Kurioserweise unterscheidet sich das Layout der FSK freien Seite von der mit FSK Logo. Die FSK freie Seite bildet das amerikanische Cover mit dem amerikanischen Titel „Duck you Sucker“ ab.

Fazit: Eine recht lieblose Blu-Ray Veröffentlichung eines außerordentlichen Films.
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am 17. November 2006
ergio Leone soll selbst nicht sonderlich begeistert von Todesmelodie gewesen sein. Auch in Deutschland ist dieser Film mehr oder weniger schnell aus der Wahrnehmung verschwunden und nur die wenigsten wissen, daß er genauso wie "Spiel mir das Lied vom Tod" zur berühmten Amerika Trilogie zählt und dabei eine nicht unwesentliche Brücke schlägt.

Die Idee ist für Leones Verhältnisse nicht neu, aber gut gemacht. Zwei höchst unterschiedliche Charaktere (beide mit absoluter Topleistung: James Coburn und Rod Steiger) müssen sich für ein übergeordnetes Ziel zusammenraufen, was hin und wieder durch nette Jokes aufgelockert wird. Die Geschichte ist in der mexikanischen Revolution angesiedelt, behandelt diese aber mehr oberflächlich. Sie bildet nur das Rahmenthema für die Einzelschicksale des irischen Sprengstoffexperten und desillusionierten Berufsrevolutionärs (Coburn) sowie des Kleinganoven und Zufallsrevolutionärs (Steiger).

Der Film hat wie fast jeder Leone durchaus seine Längen, was man ihm aber eher als gut gefilmte Epik durchgehen läßt. Die Musik ist einfach phantastisch und fügt sich nahtlos in die Geschichte ein. Kein audringliches übersteuertes Gedröhne, sondern zurückhaltende melancholische Klänge.

Leone-typisch wird auch nicht mit Gewaltszenen gegeizt, wobei diese aber wohldosierter und psychologischer eingesetzt werden, als in seinen anderen Filmen.

Obwohl der Film optisch am meisten an "Spiel mir das Lied vom Tod" erinnern mag, nimmt er durch seine sehr eigene Stimmung und das perfekte Zusammenspiel von Coburn/Steiger eine Sonderstellung in der Amerika Trilogie ein.

Ein zu Unrecht unterbewerteter Film, dessen großes metaphorisches Potential sich einem erst nach mehrmaligen Sehen erschliesst.

Eindeutige Kaufempfehlung für den Leone Fan, Einsteigern sei aber trotzdem erst die Dollar-Trilogie ans Herz gelegt.

Zu Recht aber fünf Sterne.
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am 1. August 2005
Viele Leone-Fans streiten sich über den inoffiziellen zweiten Teil der Amerika-Trilogie (Leone hatte nie eine Trilogie im Sinn gehabt). Einiges in diesem Film scheint traditionell Leone zu sein, anderes ist wiederum neu und für einige verwirrend. Leone wollte eigentlich keinen Western mehr machen (Spiel mir das Lied vom Tod sollte der letzte, ultimative Leone-Western sein), rutschte nach Unstimmigkeiten mit dem ursprünglichen Regisseur jedoch mehr und mehr in das Projekt hinein.
Vielleicht gefällt er mir persönlich deshalb so gut (er ist für mich der sogar der beste Leone); Leone musste anders als sonst arbeiten und strickte eine Story um zwei Banditen bzw. Revolutionäre, die in den Wirren der mexikanischen Revolution zu Helden werden. Dies geschieht jedoch unbeabsichtigt und mit einem Augenzwinkern, da sich beide gegenseitig anstacheln.
Schließlich wandelt der Film sich von einer Komödie zu einem Drama wie man es selten gesehen hat. Einige Szenen (vorallem am Schluss) lassen einen schließlich ziemlich schlucken.
Besonders sei Morricones Musik (wieder mal) erwähnt, die zu den besten Stücken gehört, die er je geschrieben hat.
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am 18. September 2005
Der Film selbst ist sehr gut, aber nicht diese DVD.
Zum Glück gibt es von diesem Film inzwischen eine Special Edition, die auch ihr Geld wert ist. Und aufgrund der nunmehr existierenden Special Edition ist diese DVD hier nicht zu empfehlen. Sie ist offenbar nur schnell auf dem Markt geworfen worden, ohne daß man sich größere Mühe gegeben hatte. Als Extra gibt es hier lediglich einen Trailer. Auch mit dem Bild hat man sich hier nicht viel Mühe gegeben.
Entscheidender Schwachpunkt ist hier aber, daß dies nur die gekürzte Version ist. Es fehlt nämlich die letzte Rückblende des James Coburn-Charakters kurz vor dem Ende des Films. Und gerade diese Rückblende ist ein wichtiges Element im Film. Daß diese Sequenz aus der deutschen Kinofassung rausgeschnitten und auch hier in dieser Veröffentlichung nicht wieder eingefügt wurde, ist eine Schlamperei, die nicht akzeptabel ist.
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Von den sechs "echten" Leone Filmen ist dieser (der zweite der Amerika Trilogie) der wohl unbekannteste.

Das ist schade den Leone erschafft auch hier unvergessliche Typen, der Humor ist derb (und wie gewohnt extrem frauenfeindlich) und das alles angenehm gewalttätig.

Nicht so Stilprägend wie "für eine Hand voll Dollar", nicht so humorig wie "zwei glorreiche Halunken", nicht so perfekt wie "Spiel mir das Lied vom Tod" und nicht so ambitioniert und episch wie "Es war einmal in Amerika" aber ein verdammt noch mal gelungenerer Western als 99% der Italo Welle.

Alles in allem eine (Wieder)Entdeckung wert!
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am 21. November 2004
Sergio Leone soll selbst nicht sonderlich begeistert von Todesmelodie gewesen sein. Auch in Deutschland ist dieser Film mehr oder weniger schnell aus der Wahrnehmung verschwunden und nur die wenigsten wissen, daß er genauso wie "Spiel mir das Lied vom Tod" zur berühmten Amerika Trilogie zählt und dabei eine nicht unwesentliche Brücke schlägt.
Die Idee ist für Leones Verhältnisse nicht neu, aber gut gemacht. Zwei höchst unterschiedliche Charaktere (beide mit absoluter Topleistung: James Coburn und Rod Steiger) müssen sich für ein übergeordnetes Ziel zusammenraufen, was hin und wieder durch nette Jokes aufgelockert wird. Die Geschichte ist in der mexikanischen Revolution angesiedelt, behandelt diese aber mehr oberflächlich. Sie bildet nur das Rahmenthema für die Einzelschicksale des irischen Sprengstoffexperten und desillusionierten Berufsrevolutionärs (Coburn) sowie des Kleinganoven und Zufallsrevolutionärs (Steiger).
Der Film hat durchaus seine Längen, was man Leone aber eher als gut gefilmte Epik durchgehen läßt. Die Musik ist einfach phantastisch und fügt sich nahtlos in die Geschichte ein. Leone-typisch wird auch nicht mit Gewaltszenen gegeizt, wobei diese aber wohldosierter und psychologischer eingesetzt werden, als in seinen anderen Filmen.
Obwohl der Film optisch am meisten an "Spiel mir das Lied vom Tod" erinnern mag, nimmt er durch seine sehr eigene Stimmung und das perfekte Zusammenspiel von Coburn/Steiger eine Sonderstellung in der Amerika Trilogie ein.
Die DVD hätte angesichts dieses späten Western-Meisterwerkes weitaus besser ausgestattet sein müssen. Gerade zu diesem oft unterschätzten Film wären ein paar Hintergrundinfos nötig gewesen, auch hätten Video -und Tonspuren eine Aufpolierung nötig. Egal, was zählt ist, daß es diesen tollen Film endlich auf DVD gibt und man seine Reihe damit vervollständigen kann.
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am 15. November 2014
Der beste Revolutions-Western den es je gegeben hat. Über den Film bzw Inhalt ist alles gesagt bzw kann nachgelesen werden. Für mich eigentlich der zweitbeste Film von Sergio Leone direkt nach "Zwei glorreiche Halunken". Rod Steiger und James Coburn einfach grandios. Der Film ist eine italienische Produktion aus dem Jahr 1971. Ich kann diesen Film im Grunde für alle potienziellen Käufer uneingeschränkt empfehlen (jung und alt), denn auch genug Actionelemente sind im Film enthalten. Auch der Preis von 12,99 Euro hier bei Amazon ist sehr einladend und man spart im Schnitt 3 Euro im Vergleich zum Handel.

Zur Blu-Ray: Ich habe die DVD (MGM) und diese Blu-Ray miteinander verglichen und kann mitteilen das die Qualität der Blu-Ray deutlich besser ist. Es ist zwar kein absolutes HD-Feeling ala King Kong, Avatar oder The Dark Knight, aber es kommt dem schon sehr nahe. Das Bild der DVD wirkt dagegen leicht unscharf, blass und leicht verwaschen vom Bild her. In Noten würde ich es so ausdrücken:

Bild DVD: 3 -
Bild Blu Ray: 2

Der Ton auf der DVD war Mono, hier nun auf der Blu-Ray ist er 5.1 DTS.
Es gibt ein Wendecover ohne FSK-Logo und mit alten Kinomotiv (ähnlich der DVD) und auch die Extras sind umfangreicher als auf der DVD wo nur ein Kinotrailer vertreten war.
Zur Laufzeit würde ich sagen es handelt sich um die ungekürzte Fassung, die Laufzeit der Blu Ray beträgt ungefähr 157 Minuten
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am 27. März 2015
Inhalt ist identisch, die Blu-ray enthält auch die gleichen Extras wie die Doppel-DVD. Das Bild wurde offenbar schon neu abgetastet für die Blu-ray. Es ist daher auch etwas schärfer als auf der DVD. Allerdings treten an einigen Stellen mehr weiße Blitzer als auf der alten DVD-Fassung auf. Bei der DVD wurden damals anscheinend Bildfehler sorgfältiger nachbearbeitet. Das ist schon eine kleine Enttäuschung, daher ein Stern Abzug für die Blu-ray. Auch flackert das Bild gelegentlich mehr als auf der alten DVD (150min), was aber auch an der langsameren Abspielgeschwindigkeit der Blu-ray (157min) liegen kann. Ansonsten unterscheidet sich die Blu-ray natürlich noch in den Audiospuren. Anstatt Deutsch, Englisch, Spanisch und Polnisch in Dolby Digital, enthält die Blu-ray nun Deutsch, Englisch, 2 x Spanisch, und Franzöisch in DTS. Kein schlechtes Produkt, aber Als Upgrade zur DVD ist die Blu-ray aus meiner Sicht kein Muss.
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Sergio Leones "Todesmelodie" aus dem Jahr 1971 geht als Mittelteil seiner sogenannten Amerika-Trilogie zwischen "Spiel Mir Das Lied Vom Tod" und "Es War Einmal In Amerika" etwas unter. Der Film war bei Weitem nicht so erfolgreich wie seine berühmten Vorgänger. Das könnte in den USA auch am seltsamen komödiantischen Titel "Duck You, Sucker" und am ernsten Thema gelegen haben. Den Titel hielt Leone fälschlicherweise für einen umgangssprachlichen englischen Ausdruck. Der Film wurde dann wie schon bei der Veröffentlichung in England schnell in "A Fistful Of Dynamite" umbenannt. Den besten und passendsten Titel hatte der Film in Frankreich (Il Etait Une Fois ... La Revolution, Once Upon A Time ... The Revolution, Es war einmal ... Die Revolution). Leone wollte den Film zunächst auch nur produzieren und führte dann nach ein paar Drehtagen erst auf Drängen der beiden Hauptdarsteller Regie.
"Todesmelodie" spielt während der Revolution in Mexiko im Jahre 1913. Es geht um Freundschaft, Verrat und Rache. Thematisch merkt man, dass "Todesmelodie" von den 68ern geprägt ist. Es ist mit Abstand der politischste Film Leones, der auch Bezug auf die Faschismusvergangenheit Italiens nimmt. Insgesamt ist es ein sehr ernster und grimmiger Film der durch ein paar humorige Szenen aufgelockert wird. Der Humor ergibt sich zumeist aus dem Handeln von Bandit Juan (Rod Steiger), der hier einen ähnlichen gewitzten und impulsiven Gauner verkörpert wie Eli Wallach als Tuco in "Zwei Glorreiche Halunken". Die andere Hauptrolle spielt James Coburn als geheimnisvoller von Irland geflüchteter Revolutionär. Beide freunden sich an, werden zu Verbündeten und Helden der Revolution wider Willen. Während in "Zwei Glorreiche Halunken" zumeist alles gut ausgeht, hat das Handeln der Protagonisten hier oft ernste Folgen. Die Revolution wird in "Todesmelodie" nicht verherrlicht, sondern schmutzig dargestellt. Das beginnt schon mit einem Mao-Zitat, welches aus vielen Veröffentlichungen des Filmes herausgeshnitten wurde.
Überhaupt wurde viel an dem Film in einige Ländern herausgeschnitten. Seit der Gold Edition auf DVD hat man den Film wieder auf die Länge der italienischen Urfassung rekonstruiert. Dadurch ist auch die letzte (oft fehlende) Flashback-Szene nach Irland wieder komplett, die viel von Johns Motivation und dem gestörten Verhältnis zu seinem Kumpel in Irland erklärt.
Etwas problematisch an "Todesmelodie" ist der Handlungsaufbau, der wenig auf ein Ziel ausgerichtet ist und einige Haken schlägt. Den klassischen Showdown gibt es auch nicht.
Wieder einmal herausragend ist Morricones Score, der einige zwingende Melodien enthält, wovon das "Sean Sean Sean" Motiv wohl am Berühmtesten sein dürfte.

Das umfangreiche Bonusmaterial (mehrere Dokumentationen, Trailer, Drehortvergleiche, etc.) der Blu-ray deckt sich im Wesentlichen mit dem der Gold Edition. Sehr informativ ist dabei der Audiokommentar (ohne deutsche Untertitel) von Christopher Frayling.
Das Bild ist im Vergleich zur DVD der Gold Edition ein Fortschritt, aber kein Quantensprung. Es ist sehr grobkörnig und lässt manchmal auch Schärfe vermissen. Auf eine übertriebene gelbliche Einfärbung wurde im Vergleich zu den Blu-ray-Veröffentlichungen von "Zwei Glorreiche Halunken" und "Es War Einmal In Amerika" verzichtet. Die Farben wirken sogar etwas blass und der Schwarzkontrast könnte auch besser sein. Dazu hat der Film noch einige Abnutzungserscheinungen, was man an den ganzen weißen Punkten sieht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass für die Blu-ray wie bei "Zwei Glorreiche Halunken" das Ausgangsmaterial neu abgetastet wurde. Es ist eben nicht der populärste Film von Leone.
Die Blu-ray enthält ein Wendecover mit einem zusätzlichen besseren Motiv (beide Hauptdarsteller) und dem amerikanischen Titel, welches der DVD-Erstveröffentlichung ähnelt. Ein Booklet gibt es nicht. Im Vergleich zur Gold Edition ist das Optische nicht so ansprechend.
Der Film beginnt übrigens nach den ganzen Hinweisen sofort zu laufen. Auf ein Hauptmenü wurde verzichtet.

Fazit:
Leones vorletzter Film auf einer ordentlichen Blu-ray. Bei der Restauration des Bildes hat man sich nicht viel Mühe gegeben. Von daher einen Stern Abzug.
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