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Kundenrezensionen

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am 18. März 2006
"Ausgezeichnete Platte!", das mag für den Leser wie eine Standard-Bemerkung klingen. Und so ist es auch. Das ist aber mitnichten negativ gemeint. Es ist bloß einfach so, dass ich mich mit neuen PT-Veröffentlichungen immer ein wenig schwer tue. Offenbar sind die Erwartungen bei einer solchen Perlenschmiede wie der Steven Wilson-Haus-und-Hofband doch zu groß. Schon merkwürdig, dass ich gerade beim Hören einer Neuveröffentlichung den Vorgänger (also hier "In Absentia") immer mehr lieben lerne. Aber umso mehr unterstreicht das die Tatsche, dass man es hier mit wirklich hochkarätiger Musik zu tun hat, die eben erst nach einer gewissen Zeit wirkt.
Auf "Deadwing" läßt sich Wilson nicht lumpen und startet gleich mit dem Titeltrack, einem wirklich gelungenen Einstieg, der mit "progressivem Touch", sprich etwas umfangreicherer Songstruktur, zu begeistern weiß. Daran anschließend "Shallow", das einen gewissen "Groove" hat und einfach Spaß macht. Quasi als kleine Entspannungspause fungiert dann die wunderschöne neblig-sanfte Mondscheinballade "Lazarus". Die Harmonien und Melodien sind einfach nur schön, manch einem vielleicht schon fast zu "glatt geleckt". Danach kommt mit "Halo" wieder eine Nummer, die wie
"Shallow" nach vorn geht, und mit den eindringlichen Vocals das Thema Religion ins Visier nimmt. Von vielen gern gehört, ich persönlich bevorzuge aber "Shallow".
Und wem das alles noch nicht genug war, der bekommt mit "Arriving Somewhere But Not Here" das absolute Porcupine-Tree-Hochgefühl frei Haus geliefert. Ein wahrer Leckerbissen: melancholisch, episch, sich langsam entwickelnd und mit wunderschön schlichten Gitarrenparts, die direkt ins Herz gehen. Laut Steven Wilson das Hauptstück des Albums und atmosphärisch dicht bis in dan letzten Ton. Gleich danach geht's weiter mit "Mellotron Scratch", einem nicht minder schönen, ein wenig kompakter gerateneren Titel, der am Schluss eine überraschende Wendung macht und tief zu berühren weiß, um meinen insgeheimen Favoriten des Albums einzuleiten: "Open Car", eine für den ersten Eindruck eher aggressive Nummer, die sich aber in Wahrheit als höchst emotional und spannungsgeladen entpuppt. Nach abwechselnd pushenden Strophen und wunderschönen Refrains klingt das "Cabrio" sanft mit Akustikgitarre aus. Bei diesem Song habe ich immer das Gefühl, als riefe er eine schwache, lang vergessene Erinnerung in mir wach. Vielleicht auch deshalb mein Geheimtip.
Nach solchen Höhenflügen geht es emotional wieder in ruhigere Gewässer. Mit "Start of Something Beautiful" folgt wieder eine Langspielnummer. Hier begeistern mich besonders die Lyrics und das spät einsetzende Piano. "Glass Arm Shattering" ist ruhig, fast ein wenig monoton, etwas zu "gläsern", wie es scheint.
Gut, dass auf der DVD-Audio-Version noch die Bonustracks kommen, denn so ganz hat das Album noch nicht seinen Abschluss gefunden. Es folgen noch "Revenant", das Ambient-mäßig an alte elektronische PT-Ausflüge erinnert. "Mother & Child Divided" ist wie der vorherige Titel ein Instrumental, jedoch zeigen Wilson und Co. hier, dass sie auch mit Verzerrern gut umzugehen wissen. Schliesslich endet "Deadwing" in alter PT-Manier mit einem sanfteren, intimeren Song. "Half-Light" eignet sich gut als Schlusspunkt, auch wenn es die Intensität eines "Collapse The Light Into Earth" (vom Vorgänger "In Absentia") nicht ganz erreicht.
Meiner Meinung nach ist es ungeheuerlich, dass die Standard-CD-Vesrion von Deadwing ohne die drei letzten Songs auskommen muss. Sie wirken so gar nicht wie "Bonustracks", sondern vielmehr wie die natürliche Entwicklung des Albums. Es ist schon verblüffend, wie viel großartiges Material im Hause PT der Schere zum Opfer fällt und sich später auf B-Sides o.ä. wieder findet.
Fazit: "Deadwing" ist eine rundum gelungene, wunderschöne Platte, die zum Träumen, Nachdenken und Mitreißen Lassen einlädt. Mag auch die "Autoimmunreaktion", die diese neue PT-Platte bei mir auslöste, noch nicht gänzlich überwunden sein, so ertappe ich mich schon jetzt bei schwärmerischen Ohrwürmern und Tagträumen, die ich "Deadwing" zu verdanken habe. Ich freue mich auf jeden Fall auf den zugehörigen Film, sollte er jemals produziert werden.
Vielen Dank an Steven Wilson für seine unbeschreiblich bewegende Kreativität.
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am 2. Februar 2007
Mit diesem Meisterwerk habe ich Porcupine Tree kennengelernt und schon allein aus diesem Grund wird es für mich persönlich immer einen ganz besonderen Status haben, auch wenn ich "Stupid Dream" und "In Absentia" vielleicht noch einen kleinen Tick besser finde.

Nichtsdestotrotz kann eigentlich niemand, auch von denen, die die Band schon länger kennen und schätzen, enttäuscht sein von "Deadwing" - die Scheibe ist die logische Weiterentwicklung von "In Absentia": Ein paar Schritte vorwärts und ein paar zurück.

Der Titelsong und Opener bereits zeigt, dass die Engländer es anscheinend vorziehen, weiterhin die harte Schiene zu fahren: Ziemlich schräge, kompromisslose Akkorde und ein irgendwie schief und trotzdem - oder wahrscheinlich gerade deswegen - sehr cool klingendes Gitarrensolo in der Mitte.

Relativ hart für PT-Verhältnisse geht es auch im zweiten Stück, der Headbanger-Nummer "Shallow" weiter, ehe man bei dem wunderschönen "Lazarus", das mir das ein oder andere Mal buchstäblich Tränen in die Augen getrieben hat, etwas ausspannen darf. Letzteres erinnert zwar ein wenig an Coldplay mit der Klavierharmonie, ist nur wesentlich besser als die biederen, für meine Begriffe eher öden Chartsstürmer.

Das schön treibende, groovige "Halo" (cooler Text im übrigen!) und das im Refrain sehr gut zum Mitsingen geeignete "Open Car" sind wieder relativ hart und haben sich bereits jetzt zu Live-Standards der Band entwickelt und "The Start Of Something Beautiful" mit dem sehr geil versetzten Drumbeat (mit was für leichten Mitteln man ein Stück gleich noch viel spannender gestalten kann, man muss nur drauf kommen...), "Mellotron Scratch" mit den wundervollen Gesangsharmonien am Ende und das verträumte "Glass Arm Shattering" erinnern wiederum ein bisschen an alte Alben.

Bleibt natürlich noch das Herzstück "Arriving Somewhere But Not Here", von dem man sich einfach treiben lassen sollte. In dieser Traumreise ist alles dabei: Melancholie, Härte, Verspieltheit.

Als Fazit bleibt insgesamt zu ziehen, dass Porcupine Tree es erneut geschafft haben, sich nicht bloß zu wiederholen. Wilsons Zusammenarbeit mit Opeth und sein allgemeines Interesse an extremem Metal haben auch weiterhin Einfluss auf sein eigenes Songwriting und wer die Band 2006 auf Tour gesehen hat, wo sie bereits neues Material präsentierte, wird feststellen, dass sie auch in Zukunft nicht gedenkt, die Härte wieder herauszunehmen, im Gegenteil. Das mag nicht jedem gefallen, ich persönlich bewundere einfach nur die stetige Weiterentwicklung und habe als Metalfan natürlich nichts gegen ein paar aggressivere Parts, da Porcupine Tree trotz aller Innovation und neuer Elemente doch bisher immer nach Porcupine Tree klangen.

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zur Produktion von "Deadwing": Sie knallt weniger als auf dem Vorgänger, wirkt dafür aber etwas polierter. Dank der recht schneidenden und kompromisslos riffenden Gitarren wie beispielweise beim Titeltrack oder dem Mittelteil von "Arriving..." wirkt sich dies jedoch keineswegs negativ aus.

Steven Wilson findet eben auch hier immer den richtigen Weg und ich kann mir kaum vorstellen, dass er jemals auf solch verbrecherische Ideen wie überzogenen Crunch-Guitar-Sound oder maßlos getriggerte Drums kommen würde wie gewisse andere Produzenten heutzutage...
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am 30. Mai 2005
was diese Band in Sachen Atmosphäre und Vielschichtigkeit zustande bringt ist schier unglaublich. Ich selbst bin Quereinsteiger und habe PT mit "IN ABSENTIA" kennen -und lieben- gelernt. Mein erster Gedanke bei "DEADWING"...hart, härter als "In Absentia" aber ebenso genial. "DEADWING" ist aber in sich schlüssiger.
Es passiert mir in letzter Zeit äußerst selten, das sich ein Album so fantastisch "entwickelt" wie es "DEADWING" tut. Erst nach mindestens 5 Durchläufen, am Besten mit Kopfhörern, entdeckt der geneigte Hörer derart schöne und doch leicht "dunkle" Melodien, die bei oberflächlichem Hören einfach vorbeiziehen. Wunderschöne Satzgesänge und nicht zuletzt eine soundtechnisch glasklare Produktion die ihresgleichen sucht.
Dieses Album fesselt mich seit dem Tag der Veröffentlichung und hat meinen Player seitdem nicht mehr verlassen.
Es passiert mir sogar ab und an, dass ich beim Hören schon Gänsehaut bekomme, bevor eine dieser wunderschönen Passagen innerhalb eines Songs überhaupt angefangen hat (Glass arm shattering).
Für mich mit Abstand das beste Album des Jahres...ganz gleich was man vom neuen Dream Theater Album zu erwarten hat.
Diese Band hat es mehr als verdient, musikalisch auf eine Stufe mit Superacts wie Pink Floyd oder Genesis gestellt zu werden!!! Doch auch dieser Vergleich hinkt...Porcupine Tree ist Porcupine Tree!!!!!
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am 15. August 2005
Mein Favourite der letzten Wochen.
Einzig mit Lazarus kann ich weniger anfangen, ist mir zu weinerlich.Ansonsten kann ich mich den Hymnen der anderen nur anschliessen und hoffe, dass dieser etwas härtere und modernere Stil beim nächsten Album fortgeführt wird.
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am 5. November 2006
Ganz gewiss ist dieses Album in keinerlei Weise für die charts produziert. Das wäre auch schrecklich, man stelle sich vor, die Mannen um Steven Wilson würden Allerweltspop a la Reamonn produzieren. Dann wäre alles glatt und fein und gut geölt für die Massen, aber das ist nicht das, was Leute hören wollen, die ein wenig Ahnung von Musik haben. Der Opener "Deadwing" zeigt gleich wo es lang geht: hart, ausufernd und unkonvetionell. Luft holen kann man dann bei Lazarus, einer netten Ballade, die sicher ein paar der Keane oder Killers Fans ins Boot holt. Die werden aber gleich wieder mit Halo verscheucht und der Mittelteil von "Arriving somewhere..." sorgt dafür, dass sie auch nicht wiederkommen, grins... ;-) Wer also charttaugliches Mainstream Material sucht, der ist hier definitiv fehl am Platz. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht tolle Melodien und ausgefeilte Arrangements vorfindet, die sich in den Gehörgang graben. Das Album ist wirklich gut und ich finde, es ist nahezu eines der besten, die PT bisher veröffentlicht haben. Der Vorgänger mag ein wenig progressiver sein, allerdings bin ich der Meinung, dass man nicht alles immer und immer wieder toppen muss. Es darf auch mal ein Stück zurück gehen und gerade "Arriving somewhere" oder auch das tolle "Start Of Something Beautiful" geht wieder in die Richtung der etwas älteren Alben der Band. ich bin rundum zufrieden und hoffe, dass das nächste Album genauso geil wird, wie dieses. Live konnte man sich dieses Jahr schon ein paar der neuen Stücke anhören (bzw. ansehen ;-) und das, was da zu hören war, lässt mein Herz frohlocken ;-)
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am 17. Mai 2005
Sorry Leute, aber ich kann nicht verstehen, wie manche PT hier eine Hinwendung zum Mainstream vorwerfen können. Wenn das Mainstream ist, dann habe ich keine Ahnung von Musik mehr. Was PT hier zelebriert ist Musik von einem anderen Stern. Für mich waren die Alben Lightbulb sun und Stupid dream deutlich eingängiger als Deadwing. So etwas nur am gestiegenen Härtegrad festzumachen ist zu einfach. Gerade das verleit den Songs doch die Spannung, die die letzten beiden Alben ausmacht. So ein perfekter Song wie Arriving somewhere but not here braucht geradezu diesen harten Mittelteil. Man freut sich doch immer, wenn gerade diese Übergänge so perfekt passen wie in diesem Song. Deadwing ist wie eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Mal wunderschön, zerbrechlich, mal ultrabrutal und alles zerstörend. Aber das sind PT heute. Steven Wilson verarbeitet alle Einflüsse der heutigen Musik und bindet sie zu einem genialen Ganzen zusammen. Ich werde nicht weiter einzelne Songs herausheben, das Album sollte als Gesamtkunstwerk gesehen werden. Ich habe es bestimmt 30 Mal gehört und ich muss sagen, es macht süchtig. Und live klingen die Stücke genauso toll wie im Studio. In der Matrix in Bochum war das Konzert ein Hammer, wenn nur diese Affenhitze nicht gewesen wäre. Also, was bringt es immer an alten Idealen festzuhalten? Das bedeutet Stillstand, aber das ist Wilson ein Fremdwort und das ist auch gut so. Ich bin jetzt schon neugierig, was in Zukunft noch so kommt. Weiter so, Mr. Wilson !!
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am 30. März 2005
...dachte ich nach dem Knalleralbum „In Absentia" von 2002. Und jetzt das. Wahnsinn.
Deadwing ist eingängiger und wahrscheinlich massenverträglicher als die bisherigen Alben von PT, aber das Niveau hat darunter kein Stück gelitten. Die komplizierten Songstrukturen fügen sich perfekt zusammen und wirken auf den Hörer viel viel schlichter als sie eigentlich sind. Und das ist eine Kunst, die sonst keine Band so beherrscht. Das ist es was PT vom Prog unterscheidet: die Band versucht nicht es dem Hörer schwer zu machen sich mit den Songs anzufreunden, die Musik funktioniert oberflächlich UND tiefgründig, die CD zündet sofort UND wird bei jedem Durchlauf besser. Komplexität ist bei PT nicht dazu da um einen intellektuellen Eindruck zu machen, sondern das ist Steven Wilson's natürliche und ehrlich empfundene Art zu schreiben, und so kommt es auch rüber. Genial.
Ich hätte nie gedacht, dass diese Band mal kommerziellen Erfolg haben wird. Jedenfalls nicht so lange sie noch diesen -sorry- albernen Namen hat. Aber ich gönne es ihnen! Das haben PT nach 15 Jahren Pionierarbeit wirklich verdient.
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TOP 1000 REZENSENTam 15. März 2015
Porcupine Tree gehen auf ihrem 2005 bei Lava veröffentlichten Album "Deadwing" den auf dem Vorgänger "In Absentia" eingeschlagenen Weg,hin zu ungewohnt harten Gitarrenriffs und metallischen Klängen konsequent weiter;für manchen zu weit.
"Deadwing" polarisiert stark,auch bei erfahrenen Porcupine Tree-Hörern,und ich meine,das ist kein Wunder.
Auch auf älteren Scheiben ließen es die Mannen um Mastermind Steven Wilson schon mal krachen,aber die hier zT gebotenen fetten Gitarrenriffs erinnern dann teilweise doch fast schon an Metal.
Dazu ist das Schlagzeug sehr präsent nach vorne gemischt,wirkt die Musik zT ungewohnt schnörkellos,direkt.
Als starken Kontrast dazu gibt es dann auf anderen Tracks simple Melodien,arg eingängiges Material.
Als erneuter Kontrast dazu wiederum kommen Tracks ins Spiel,die mit sphärischem Sound,die bei den anderen erwähnten Stücken vielleicht vermißten feinsinnigeren Strukturen und hypnotische Elemente dazu,die an ältere Zeiten erinnern.
Man könnte das auch als abwechslungsreich interpretieren,so habe ich andere PT-Alben auch immer gesehen/gehört.
Hier ist es jedoch so,daß manche Stücke sich dem krachenden Sound so unterordnen,daß da etwas,das auf anderen Alben trotz verschiedener Stile immer da war,ein gewisses Gefühl,hier in den Hintergrund tritt.Manchem mag das gefallen,das ist auch OK.
Mein Lieblingsalbum der Band wird "Deadwing" aber nicht,obwohl ich es auch sehr schätze.
Interessanterweise wirkt "Deadwing" zumindest phasenweise nicht sonderlich komplex,gibt sich aber doch sperrig.
Auch ich konnte anfangs nicht viel mit dieser Arbeit von S.Wilson anfangen.
Das typische "Reinhören" hat meist etwas mit komplexen Strukturen zu tun,die erst erfaßt werden müssen oder schrägen Melodien,die ihre Wirkung erst langsam entfalten;beides war hier nicht der Fall.
Die Musik wirkte auf mich einfach kaum;ich war nicht berührt,nicht gepackt,
mittlerweile halte ich "Deadwing" jedoch für durchaus interessant und vielschichtig.
Dennoch empfinde ich es als merkwürdiges PT-Album,da Stärken älterer Musik der Band hier zugunsten krachender Riffs und ungewohnt vordergründiger Parts aufgegeben werden.Einige Stücke entschädigen aber dafür.
Über der ganzen Musik liegt eine düstere,melancholische Note,was wohl auch mit dem Thema der Story hinter den Texten zu tun hat.
Laut Wilson geht es um eine Geistergeschichte,für die er keine Details herausrückt,um die Geschichte nicht zu spoilern;unter Umständen soll es nämlich eine Verfilmung,in welcher Form auch immer,geben.
Das dürfte wohl auch das ungewöhnliche Cover erklären.
Wie üblich komponierte Wilson allein;Ausnahmen sind 2 Tracks,die die Band gemeinsam erarbeitete und einer,den er mit Drummer Gavin Harrison schrieb.
Neben Colin Edwin (Baß) und Richard Barbieri (Keyboards) sind mit Adrian Belew (Gitarre) und Mikael Akerfeldt (Gesang,Gitarre) zwei bekannte Gastmusiker dabei.Wilson übernahm wieder Gesang,Tasteninstrumente und Gitarren (auch mal den Baß).
Wie so oft ist die Anzahl der VÖ dieses Albums fast unüberschaubar.
Zu diversen Vinyl-Auflagen,teils auch auf farbigem Vinyl,diversen CD-Editions,sind sicher für viele die interessant,die als Bonus DVDs enthalten,auf denen die Musik im 5.1 Surround-Sound abgemischt sind.Außerdem wird auf diesen eine hochauflösende Stereo-Version geboten.
Dazu gibt es visuelles Material.
Abgesehen davon,daß die verschiedensten Editions unterschiedliches Bonusmaterial enthalten,wie Bonus-Tracks,gibt es auch zum Klang nicht nur Erfreuliches zu schreiben.
Obwohl sich Wilson im Vorfeld deutlich gegen den Loudness-War positioniert hatte,weisen die CD und auch die Stereo-Spur (24 Bit/48 KHz) auf der DVD unverschämt niedrige Dynamikwerte auf.Hohe Aussteuerung bis an die digitale Verzerrung gibt es noch dazu.
Ein Paradebeispiel für den bei Audiophilen zu Recht gefürchteten oder wohl eher verhaßten Loudness-War.
Die Surround-Abmischung auf DVD und die Vinyl-Platten sind da aber wenigstens deutlich besser.
Für das Mastering (Stereo) war Andy Vendette zuständig,für die 5.1-Version Darsy Proper.
Da die Surroundabmischung allgemein als extrem gelungen gilt,sei noch auf Elliott Scheinelt hingewiesen,der das Mixing durchführte.
Welche Veröffentlichung von "Deadwing" man bevorzugt,muß jeder selbst entscheiden,da spielen Bonustracks,Neigung zu Surround,klangliche Erwägungen,Sammelleidenschaft auch eine Rolle.
Wer Stereo hört,kriegt mit den Vinyl-Scheiben den besten Klang und dazu zwei Bonustracks.
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am 4. Februar 2007
Wie würde der Nachfolger des Krachers "In Absentia"(2003) klingen??

Das Nachfolgealbum ist eine konsequente Weiterentwicklung und Steigerung. Die neuen Stücke kommen harmonisch komplexer, "erwachsener" daher, nicht ganz so song-orientiert wie auf dem Vorgänger. Natürlich gibt es auch hier "den Song" (siehe "Shallow") aber das ganze Album ist kohärenter, kompakter, atmosphärischer, geht noch einen weiteren Schritt in Richtung Progressiverock, lässt sich aber nicht so leicht ein Etikett verpassen ober gar in eine Schublade stecken. Schließlich behält es trotz allem Schwermutes eine gewisse Leichtfüßigkeit. Man muss es ein paar mal aufmerksam durchhören, bevor es einem seine melodisch-atmosphärischen, stets gänsehauterzeugenden Momente offenbart. Hier wird einem Herrliches geboten, Momente der Verzweiflung, der Aggression, der Hoffnung.

Absolute Kaufempfehlung!
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HALL OF FAMEam 29. April 2005
Porcupine Tree wurde 1987 von Steve Wilson als Ein-Mann Projekt gegründet und um seinen Live-Verpflichtungen nachzukommen, wurde daraus eine Band.
Porcupine Tree haftete jahrelang der Ruf als legitime Nachfolgeband von Pink Floyd an. Ihre frühen Alben waren geprägt von spacigem pschedelischem Prog Rock. Mit dem Album "In Absentia" leiten später Porcupine Tree ihre "Pink Floyd-Animals-Phase" ein - der Sound wurde härter, psychedelische Einflüsse wurden mit Heavy Metall Riffs verbunden. Die treue und wachsende Fangemeinde dankte es mit der ersten Chartplazierung.
Auf "Deadwing" wird dieser Weg fortgesetzt und auch hier sind Chartsplatzierung und ausverkaufte Konzerte die Folge. Der Sound ist weniger verspielt, dafür aber härter und direkter. Von seiner Grundstimmung jedoch etwas düsterer als seine Vorgänger.
Porcupine Tree ist eine Band, die es zu entdecken gilt, denn die Musiker spielen auf hohem Niveau. Und auch bei mehrmaligem Hören gibt es immer wieder Neues zu entdecken.
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