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TOP 500 REZENSENTam 17. April 2017
Nachdem sich STEVE HACKETT 1977 von GENESIS verabschiedet hatte, hielten die verbliebenden Mitglieder es so wie nach dem Ausstieg von PETER GABRIEL. Sie entschlossen sich die vakante Position nicht neu zu besetzen, sondern machten als Trio weiter.
Den Part von STEVE HACKETT übernahm MIKE RUTHERFORD, der neben dem Bass nun auch für die "Sechssaitige" zuständig war. Auf ihren Konzerten wurden GENESIS dann ab 1978 von DARYL STUERMER unterstützt, der auch später ein Bestandteil der PHIL-COLLINS-Band war.

Musikalisch kam RUTHERFORD natürlich nie an die Klassen von STEVE HACKETT ran, auch DARYL STUERMER schaffte es nicht auf der Bühne den Virtuosen zu ersetzen. Ich will damit nicht ausdrücken, dass die beiden schlechte Musiker wären, nein, im Gegenteil, aber sie erreichen eben nicht die große Klasse die STEVE HACKETT verkörpert.

Das war aber auch nicht das Problem, das ich persönlich mit "... and the there were three ..." hatte und auch heute noch habe. Mein Problem war auch nicht, dass auf diesem Album erstmals klassischer Rock und Pop die Oberhand über die progressiven Einflüsse behielten, mein Problem waren schon eher die Songs.
Ich fand sie jetzt, bis auf ganz wenige Ausnahmen, eher etwas seicht und belanglos - mir hat dieses Album zu großen Teilen einfach nicht gefallen, es plätschert etwas vor sich hin.
".... and the there were three ..." versprüht zwar eine sehr angenehme "Wohlfühlatmosphäre", aber mir fehlt eben ein wenig der Kontrast dazu. Ein paar Songs die "rocken" hätten diesem Album nicht geschadet, zumindest was meinen Geschmack betrifft.

Trotz allem sollte es das bis dato erfolgreichste Album der Band werden, in den USA erreichte es Platin-Status, in Deutschland und Großbritannien immerhin Gold. Offensichtlich hatten GENESIS den Geschmack der breiten Öffentlichkeit und den Zahn der Zeit getroffen, auch wenn mir das Album nie wirklich gefallen hat, so scheint der Erfolg ihnen Recht zu geben.
In jedem Fall ist es das "radiotauglichste" Album der Briten und fällt wie kein zweites unter die Kategorie "Geschmackssache"!
Ein Grund für den Erfolg dieses Albums dürfte aber unbestritten der Welthit "Follow you, follow me" sein, der bis heute im Radio rauf und runter gespielt wird. Eine richtig geile Nummer, hier haben COLLINS/RUTHERFORD/BANKS bewiesen was in ihnen steckt - well done!

Neben "Follow you, follow me" würde ich noch "Scenes from a night's dream" und "Say it's alright Joe" als Anspieltipps empfehlen.

Mein Fazit: Die Songs auf "... and the there were three ..." sind sehr melodisch und sehr melancholisch, es fehlen mir persönlich die Ecken und Kanten, für mich wurde dieses Album zu sehr auf "radiotauglich" getrimmt. Nicht dass mich das eigentlich stören würde, mir ist es in diesem Fall einfach zu sehr "gewollt" und etwas zu uninspiriert.
Für mich ist das leider nur durchschnittliche Musik, was für ein Glück, dass GENESIS das auf den nachfolgenden Alben um Klassen besser gemacht haben.

Meine Bewertung: 5 von 10 Punkten.
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TOP 1000 REZENSENTam 14. Mai 2013
1978 war es als ich mir die LP "...And Then There Were Three..." von Genesis gekauft habe. Die Sorge war damals, ob der Rest der Band ohne Peter Gabriel und Steve Hackett überhaupt etwas Passables zustande bekommen würde. Als sich die LP auf dem Plattenteller drehte, wurden meine Bedenken zunichte gemacht. Die Musik war richtig gut. Allerdings war das Album wesentlich poppiger und radiotauglicher als die Vorgängeralben. Hier wurde wieder einmal eine Wende in der Stilrichtung vogenommen. Ohne Peter Gabriel, der bereits 1975 seinen Ausstand gab, und nunmehr ohne Steve Hackett, verabschiedete sich Genesis meinem Erachten nach endgültig vom Progressive-Rock. Enttäuscht war ich nicht, denn wenn man die nötige Toleranz mitbringt und offen für Veränderungen ist, dann ist ein vorurteilsfreierer Zugang möglich. Phil Collins, Tany Banks und Mike Rutherford hatten den Verlust ihrer kreativen Mitstreiter gut weggesteckt. Das Album habe ich damals rauf und runter gehört. Zu den einzelnen Titeln möchte ich nicht näher eingehen, da jeder Genesis Freund die Songs ohnehin alle kennt. Dennoch möchte ich es nicht unterlassen auf ein paar herausragende Songs des Albums hinzuweisen. Meine Highlights sind: Platz 1: Burning Rope; Platz 2: Snowbound und Platz 3: Undertow. Follow You Follow Me ist halt schon der obengenannte radiotaugliche Hit (Ohrwurm) gewesen. Der Song ist ja auch wirklich gut, nur habe ich ihn schon viel zu oft gehört. Als "...And Then There Were Three..." erstmals als CD zu erhalten war, habe ich sofort zugeschlagen und mir das Teil gekauft. Von Zeit zu Zeit hole ich das Album wieder hervor und kann bei der, im positiven Sinne, seichten Musik wunderbar entspannen. "...And Then There Were Three..." ist ein Album, dass ich nicht missen möchte und das mir sehr gefällt. Deshalb gebe ich den Dreien von Genesis auch gerne 5 Sterne hierfür.
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am 5. Januar 2014
Hatte die LP. Nun fand ich sie günstig als CD und habe zugegriffen.
Eine feine CD mit Musik von Genesis
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TOP 1000 REZENSENTam 13. Februar 2013
Es war mir immer ein Rätsel,warum gerade dieses Album von Fans und sogar der Band selbst so zwiespältig beurteilt wird.
Bei einem Interview wurden die drei mal gefragt,mit welchem Album sie sich aus heutiger Sicht am wenigsten identifizieren können....man war sich schnell einig.Und ich völlig ratlos.Ich höre es noch heute leidenschaftlich gern.
Nach dem Weggang des Gitarrenvirtuosen Hackett übernahm Rutherford sämtliche Gitarrenarbeit,was man schon hört.
Eine echte Lücke bei der Kompositionsarbeit hinterließ er jedoch nicht,da auch schon auf den Vorgängeralben die meisten seiner Vorschläge von der Mehrheit der anderen Bandmitglieder abgelehnt wurden.Aus diesem Dauerfrust heraus verließ er dann die Band.
Auf keinem anderen Genesis-Album wurde so wenig zusammen ausgearbeitet,gejammt,wie hier.Banks,Rutherford und auch Collins brachten eigene Songs mit und man nahm sie nur noch auf,was viele Kritiker auf den Plan ruft.
"Follow You, Follow Me" und "Deep In The Motherlode" fallen für mich deutlich ab,aber schon der Opener "Down And Out" ist ein Hammer.
Schon beim ersten Ton kriege ich eine Gänsehaut vor Wonne und mit Einsatz des Rhythmus schießt auch nach so vielen Jahren noch das Adrenalin ein.Ist "Many Too Many",die wunderschöne Anleitung zum Träumen, schlechter,weil Banks sie allein geschrieben hat?
Daß "And Then There Were Three" trotz allem eine Gemeinschaftsarbeit ist,merkt man besonders an dem bombastischen "The Lady Lies".Von Banks allein geschrieben,wird es durch die unglaubliche Rhytmusarbeit des Phil Collins perfekt "veredelt".
Am Schluß des Stückes hat man das Gefühl,das Schlagzeug "überholt sich selbst" vor lauter Spielfreude.Ein Hochgenuß!
Dann noch das wunderbare "Burning Rope"....ein Klasse-Album.
Die erste CD-Serie war fürchterlich,die "Definitive Remaster Edition" (94er Remaster von Geoff Cullingham,Nick Davis und Chris Blair)sind auch heute noch klanglich das Maß aller Dinge.Gefühlvolles,sensibles Mastering,dicht am Vinyl.Kein Loudness-War,kein Clipping,besser geht`s nicht.
Die 2007 von Nick Davis und Tony Cousins "verbrochenen" und jetzt leider nur noch produzierten "Remasters",die in Wirklichkeit vor allem Remixes sind,empfinde ich als unerträglich.Keine Dynamik mehr(totkomprimiert),Gesamtpegel und Spitzen zu hoch,Frequenzen angehoben ohne Ende,rumgespielt an all den schönen Reglern,wo es nur ging.Das Schlimmste:Beim Remix tief in die Zusammensetzung der Musik eingegriffen,einzelne Instrumente hervorgehoben/nach hinten verschoben...vielleicht interessant als "Alternativmix"auf irgendeiner Jubiläumsausgabe(als Bonusmaterial!).Aber als Ersatz für die authentische,die Originalabmischung?
Ein Tip: Die 94er "Definitive Remaster Edition" wird irgendwann vergriffen sein.....
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am 22. Oktober 2011
"and then there were three" spaltet die Fangemeinde. Einige der Kritikpunkte kann ich jedoch beim besten Willen nicht nachvollziehen.

Das Album ist eines der Besten von Genesis und erschließt sich dem Hörer, der nicht auf Stilgrenzen sich reduzieren lassen möchte und neben der Gabriel-Phase von Genesis noch anderes gelten lässt.

Die Gitarrenarbeit wird von Rutherford übernommen, und dieser bemüht sich um einen straighten Gitarrensound. Dies ist absolut zu begrüßen, da Steve Hackett, bei aller Virtousität, nicht immer den richtigen Geschmack hinsichtlich des Klangs der Gitarre trifft. Man höre sich z. B. die Gitarre bei Dance on a vulcano an, welche ziemlich dünn und gekünstelt daher kommt. Dies ist meilenweit vom Gitarrensound eines David Gilmours entfernt, welcher bei weitem nicht so virtuos wie Hackett spielt. Schade eigentlich, dass Hacketts Gitarre bei einigen Stücken so in der Zwangsjacke steckte.
Rutherford jedoch schenkte sich die Soundspielereien und spielt eine schöne, wenngleich natürlich nicht so virtuose Gitarre wie Hackett. Natürlich fehlen auch auf dem hier rezensierten Album lange Gitarrensoli, aber dies ist ein anderes Thema.

Die CD besticht durch atmosphärisch dichte Songs, welche im einzelnen näher beschrieben werden:

1. Down and out
Ein toller Opener, dynamisch, treibend, mit tollem Keyboard-Solo im Mittelteil. Generell schöne Keyboard-Arbeit von Banks. 8/10 Punkte

2. Untertow
Die Ballade schlechthin. Der erste große Höhepunkt des Albums. Geniales Songwriting. 10/10 Punkte

3. Ballad of big
Wieder ein schönes Midtempo-Stück, schöner Hammond-Sound. Gefällt mir sogar noch besser als Down and out. 9/10 Punkte

4. Snowbound
Sehr schöne Ballade von Rutherford, welche jedoch nicht die Genialität von Untertow erreicht. Dennoch: 9/10 Punkte

5. Burning Rope
Der nächste Höhepunkt. Banks hat hier einen Klassiker komponiert mit einem sehr schönen Gitarrensolo im Mittelteil. Ganz klar: 10/10 Punkte

6. Deep in the motherlode
Das stärkste Stück von Rutherford auf der CD. Tolle Keyboard- und Gitarrenmelodie am Anfang, welche immer wieder im Laufe des Songs wiederholt wird. Der magische Moment... 10/10 Punkte

7. Many too many
Die nächste Über-Ballade von Banks, welche man sogar heute noch im Radio vereinzelt hört. Sehr schön, sehr atmosphärisch. 10/10 Punkte

8. Scenes from a night's dream
Das erste Lied, welches nicht die Qualität der Vorgängerstücke halten kann. Aber immer noch nett. 7/10 Punkte

9. Say it's alright joe
Tolle Ballade von Rutherford mit tollem Text. Fängt sehr langsam an, mündet im tollen Refrain. 9/10 Punkte

10. The lady lies
Nochmals ein tolles, wenngleich auch bombastische Banks-Stück. 8/10 Punkte

11. Follow you follow me
Das unvermeidliche Pop-Stück kommt am Schluss. Sehr schöne Melodie, sehr einfach gehalten. Es passt nicht so ganz zum Gesamtbild der CD und hebt sich ein wenig ab. Es ist mit Abstand das poppigste Stück auf dem Album. Dennoch: 9/10 Punkte

Welcher Gesamteindruck bleibt? Der Mittelwert der einzelnen Song-Bewertungen beträgt 9/10 Punkte und begründet somit, warum das Album unter den Top-Ten-Alben der Band ist. Natürlich haben wir es hier mit einem anderen Musikstil wie bei Foxtrott zu tun, vom seichten Radio-Pop, wie vielfach behauptet, ist and then there were three jedoch weit entfernt.
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am 31. März 2007
Vor der Veröffentlichung von ,...And Then There Were Three' mussten Genesis wieder einen personellen und kreativen Verlust hinnehmen, da der Gitarrist Steve Hackett die Band verließ, um sich aufgrund künstlerischer Differenzen speziell mit Tony Banks seinen Soloprojekten zu widmen. Mike Rutherford übernahm also die Gitarrenparts, allerdings konnte er nie die Genialität des Spiels von Steve erreichen, insbesondere auf ATTWT ist er ehehr unauffällig. Dennoch ist das Album durchaus gelungen, ich selber habe es mit der Veröffentlichung der CD/SACD/DVD wieder- und speziell einige Songs neu entdeckt, so die fantastische und live wahrscheinlich gigantische Ballade ,Many Too Many', und ,Scenes From A Night's Dream'. Fantastisch sind auch ,Burning Rope', Snowbound' und ganz besonders ,Deep In The Motherlode', alle drei und speziell der letztgenannte Track bauen eine tolle Atmosphäre auf und sind eigentlich auch dafür prädestiniert, live performt zu werden. Insgesamt gibt es keinen Totalausfall auf der Platte, auch der kraftvolle Opener ,Down And Out', das Banks-Stück ,Undertow', Say It's Alright Joe' und ,The Lady Lies' sind gute Tracks.
Es muss jedoch auch kritisch bemerkt werden, dass die Raffinesse früherer Alben, derer mit Gabriel sowieso, aber auch ,Trick Of The Tail' und ,Wind And Wuthering' etwas verloren gegangen ist. Es gibt deutlich weniger musikalische Überraschungsmomente, was auf der einen Seite im Weggang von Hackett begründet sein mag, was zu einer starken Dominanz der Keyboards auf diesem Album führt, die Rutherford durch sein Gitarrenspiel nicht aufzulockern vermag, aber auch durch die beginnende Fokussierung auf den Massengeschmack. Letzteres zeigt sich ganz besonders am Schlusssong ,Follow You, Follow Me', dem ersten großen Hit der Band. Das Stück ist sogar gut, seine Genialität liegt in seiner simplen Struktur, aber es weist den Weg der künftigen Genesis, so dass ,...And Then There Were Three' auch den Abschied Genesis' vom ProgRock markieren, wenn auch auf späteren Alben hier und da noch Spuren dieser musikalischen Vergangenheit hörbar waren, wie ,Home By The Sea', ,Driving The Last Spike' etc., um abschweifend vom eigentlichen Gegenstand dieser Rezension zwei beispielhafte Songs zu nennen.

Schlussendlich muss man der Band bescheinigen, mit ,And Then There Were Three' schon ein sehr gutes, schönes, atmosphärisch sehr ansprechendes Album abgeliefert zu haben, das Prädikat ,Exzellent' jedoch kann man hier meiner Ansicht nach nicht vergeben. Der verbesserte Sound kann jedoch durchaus dazu beitragen, dass bei Fans, die das Album bisher grenzwertig fanden, nun endlich der sprichwörtliche Funke überspringt.

Folgende visuelle Boni sind auf der DVD vorhanden:

Videos
1. Many Too Many
2. Follow You Follow Me

Three Dates With Genesis
Ein sehr informativer Dokumentarfilm über einige Stationen der 78er Tour von Genesis, darunter auch die deutschen Festivals mit Infos über das Tourleben, Ausschnitten der Reisen, Bühnenaufbauarbeiten, Proben, Konzerte etc. mit eine Länge von etwa 48 Minuten und guter Bild-, sowie Tonqualität.

Galerien
1. Japanese Tour Programme 1978
2. Knebworth Programme 1978
3. German Festival Programme 1978

Qualitativ sind die Aufnahmen in optischer Hinsicht für ihr Alter sehr gut, klanglich gibt es nichts zu bemängeln. Schade ist allerdings die Tatsache, dass keine Konzertausschnitte vorhanden sind, obwohl offensichtlich Material voeliegt, welches aber vielleicht aufgrund seiner Länge für eine spätere, separate DVD-Veröffentlichung vorgesehen sein mag. Des weiteren ist ein interessantes Reissue-Interview mit den Künstlern enthalten, allerdings ohne deutsche Untertitel. Das Package ist gegenüber der 1994er-Remaster-Serie sehr verbessert worden, die Cover aller Alben sind auf der Rückseite wieder individualisiert worden, die hässliche EinheitsTracklist-Infobox ist entfallen und für jede CD hat man sich wieder eine individuelle Gestaltung der Trackliste einfallen lassen. Besitzer der 1994er-Remaster-Serie sollten also beruhigt zugreifen, dies ist ein Remaster, das seinem Namen alle Ehre macht und Maßstäbe für künftige Wiederveröffentlichungen setzt.
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am 19. August 2007
1978 hatte Genesis - nach den schweren Verlusten Gabriel und Hackett - schwere Zeiten vor sich. Erstens mussten Sie jetzt als Trio klarkommen und zweitens war das, was sie am besten konnten - nämlich Prog-Rock - mittlerweile unverkaufbar - hier hat man ja auch in den 70ern alles bewiesen, was zu beweisen war. Dieses Album mit dem bezeichnenden Titel "...and then there were three.." stellt den Wandel zu einer neuen Band dar - konsequenterweise hätte man sich umtaufen müssen. Aber wer gibt schon gerne so einen Namen auf :-) Auf dieser Platte hat man - gezwungenermaßen - zu kürzeren und etwas poppigeren Formen gefunden (man war damals gezwungen, radiotauglichen Hits zu produzieren oder man ging unter). Aber auch hier ist noch der schwere, episch-verträumte keyboardlastige Einfluß von Tony Banks zu hören, während man den kommerziellen Collins- Einfluß auch schon ein wenig spürt. Diese Platte findet sich also weder bei 70er Prog, noch bei 80er Kommerz, aber auch irgendwie bei beidem wieder - die Stimmung und Atmosphäre dieses Albums gab's vorher nicht - und danach auch nie wieder - und das macht sie einzigartig! Ganz klar 5 Sterne für ein einzigartiges Album, Gratulation an eine nicht totzukriegende Band !!!
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am 2. Mai 2017
Nachdem Genesis mit "Trick Of The Tail" und "Wind And Wuthering" nochmal dem Progressivrock so einmal richtig
Dampf gegeben haben, ist "...And Then There Were Three" sehr beschaulich geworden. Die erste Platte ohne Steve Hackett wird
sozusagen zum Vehikel für eine neue Art Songschreiberei. Aber irgendwie gelingt hier noch der Spagat zwischen "Neuem und den alten
Genesis "auf ganz subtile Art. Und das wunderbare LP - Cover von Hipgnosis kann die hier eingefangene, bzw. transpotierte Stimmung der
Songs grafisch famos umsetzen. Kaum ein andres Genesis LP Cover passt so gut zur Musik wie eben jenes.
Geheimnisvoll anmutig - und so ist auch, wenn auch partiell - die Musik.
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am 2. Juli 2014
Nachdem Gitarrist Steve Hackett nun auch noch die Band verlassen hatte, blieben nur noch Collins, Rutherford und Banks als Trio zurück. Rutherford spielte im Studio nun neben Bass auch noch die Gitarren ein. "And Then There Were Three" von 1978 sollte die große kommerzielle Phase einläuten, die sie in den 80ern zu eine der größten Bands der Welt machte.
Ja, dieses Album ist nicht mehr so verspielt wie die Alben von "Trespass" bis "Wind & Wuthering". Sie zeigt eine Band im Umbruch. Die großen Progressive-Rock-Zeiten sind (fast) vorbei. Aber da mir Progressive Rock eigentlich völlig egal ist und ich weder was von "Yes" noch von "King Crimson" im Schrank hab, kann ich das durchaus verschmerzen. "And Then There Were Three" ist nämlich eine hervorragende Rockplatte die noch stark den Geist der 70er atmet und kompositorisch einiges zu bieten hat. Schon "Down And Out" ist eine Sensation. Ein Rocksong der vom komplex gespielten Schlagzeug getragen und getreten wird. "Undertow" ist eine der besten Balladen die Genesis geschrieben haben und "Ballad Of Big" hat einfach einen tollen wuchtigen Refrain. Auch "Burning Rope" und "Deep In The Motherlode" haben einen fesselnden Sound mit durchaus komplexen Melodieabzweigungen. "Scene's From A Night's Dream" ist ein Popsong der einfach Spaß macht. Und ebenso auf diesem Album ist der erste große Welthit "Follow You Follow Me". Ein Herzschmerzsong wie man Ihn auf späteren Alben noch öfter zu Gehör bekommt. Nur das mir dieser Song doch sehr gut gefällt.
Alles in allem ist das wirklich gut durchdachte, toll komponierte Musik. Und gerade der wuchtige wirre Sound der oft von Tony Banks Tasteninstrumenten ausgeht nimmt einen immer wieder gefangen. 4 Sterne für "And Then There Were Three", denn auch zu dritt schufen Genesis immer noch große Songs.
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am 1. April 2007
Wie gut "and then?" als Album ist, kann man ja schon unter der normalen CD-Version nachlesen. Ich persönlich mag es sehr gerne, es ist freilich niemals Genesis' bestes Album (das erste nach Hacketts Weggang), aber es hat z.B: undertow drauf und many too many (und leider auch das für mich schwache, die spätere Zeit einläutende follow you follow me), die schnell ins Ohr gehen.

Der Sound auf der SACD ist sehr gut, sowohl im Stereo als auch im Multichannel. Collins' Stimme ist nun klarer ortbar, ebenso die Bässe.

Komischerweise klingt die DTS Spur auf der DVD minimal heller, nicht besser, aber eben in den Höhen mit Übergewicht.

Ganz egal, ob man nun SACD oder DTS Hörer ist: die CD (die ich als Vergleich in der Remastered Version von 1993(?) habe) sollte man endlich weglegen, da sie im Gegensatz zu den neuen Versionen wie ein unklarer Brei wirkt.
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