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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
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Ich liebe Massive Attack seit Anfang der 90er und "Mezzanine" ist natürlich ein absolutes Wahnsinnsalbum, welches bei mir bis heute, seit der damaligen Veröffentlichung, regelmäßig läuft. Dementsprechend habe ich mich auf dieses Vinyl Re-Release gefreut, aber leider eher umsonst.

Im Vergleich zur Erstveröffentlichung klingt diese Ausgabe als stünden meine Lautsprecher hinter einem Vorhang. Alles was dieses Album allein schon rein klangtechnisch zu einem Erlebnis macht, geht hier in einem belanglosen "Brei" unter. Wenn ich die beiden Versionen z.B. anhand des Track's "Angel" vergleiche, so baut sich bei der alten Version durch den hammermäßigen Sound (getragen von dem gänsehauterzeugenden Grundton) kontinuierlich die "Spannung", welche diesen Track im wesentlichen ausmacht, auf - hier passt einfach alles an Grund- Mittel- und Hochton, speziell die Stimme von Horace Andy ist ein absoluter Traum. Bei der neuen Version plätschert das gesamte Stück irgendwie belanglos herum, ohne großartige Aufmerksamkeit zu verdienen - und so ist es mit dem gesamten Album.

Auch nach einer zweimaligen Reinigung der Platte, mit einer Plattenwaschmaschine von "Gläss" (mit Ultraschall) ändert sich an dem schlechten Klang, welcher ja oftmals bei neuen Platten von der Verwendung von Trennmittel bei der Erzeugung herrührt, leider nichts.

Fazit: Schade um diese Chance der Neuveröffentlichung, klanglich ist hier die alte Version der LP und auch die der CD deutlich überlegen. Übrigens klingen die hier vorhandenen Tracks, welche auch auf der Vinyl von "Collected" vorkommen, auch bei dieser wesentlich besser.
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am 3. Oktober 2006
Als es erschienen ist, ist Massive Attacks "Mezzanine" zunächst ziemlich an mir vorrübergegangen. Zwar bin ich auf die Gruppe bereits durch "Unfinished Sympathy" vom Debüt aufmerksam geworden, bin aber erst viel später wirklich auf den Geschmack gekommen.

Dabei muss gleich vorweck genommen werden, dass Mezzanine wesentlich mehr als nur irgendein Trip-Hop oder Downbeat Album ist. Es ist eine dieser Scheiben von denen in jedem Jahrzehnt kaum mehr als eine Handvoll erscheinen. Eins von denen, die mit einer bestimmten Epoche der Musik untrennbar verknüpft sind. Wenn Leute sich in einigen Jahrzehnten über die Musik der 90iger unterhalten, werden dabei sicherlich auch die Namen Massive Attack und Mezzanine fallen, so wie man heute über Jimi Hendrix oder die Beattles redet. Mezzanine ist eine Scheibe für die Ewigkeit (Schade für Massive Attack, die hier wohl niemals wieder anknüpfen können; die Gruppe ist mittlerweile auch ziemlich ausseinander gebrochen).

Nun aber zur Musik selbst. Leute älteren Semesters werden sich vielleicht an Teardrop erinneren (das Video mit dem Embryo). Vielleicht werden sie die Scheibe trotzdem (so wie ich zuerst) ingnoriert haben. Teardrop ist eine Nummer, die meiner Meinung nach erst im Rahmen dieses Albums ihre Wirkung wirklich entfaltet. Dabei ragt sie gar nicht mal sonderlich heraus. Das liegt nicht etwa daran, dass dies einer der schwächeren Tracks ist, sondern das Mezzanine vom ersten bis zum letzten Moment ein perfektes Album ist. Sobald man die CD started, scheint einem der Käfer vom Albumcover unaufhaltsam mitten in das Gehirn rein zu krichen ;)

Direkt mit dem starken Opener "Angel" wird eine Spannung aufgenbaut, die lückenlos bis zum Ende aufrechterhalten wird und mit "(Exchange)" (auf würdige Weise) ausklingt. Die Musik ist dunkel, melancholisch, emotional. Es macht eigentlich kaum Sinn jeden Track dieses Albums einzeln zu würdigen. Es gibt einfach keinen schwachen Moment. Die einzige Empfehlung die ich geben kann ist: Zieht euch das Teil rein. Die Musik hat auch nach all diesen Jahren kein Stück ihrer Wirksamkeit verloren. Die vielen verschieden Vocalisten (darunter unter anderem Jamaicas Urgestein Horace Andy) fügen sich allesamt perfekt in die Stimmung der jeweiligen Tracks ein.

Man muss keineswegs eingefleischter Trip-Hop Fan sein, um diese Scheibe zu mögen. Mich hat jedenfalls überhaupt erst Mezzanine auf Downbeat Musik gebracht (und ich habe noch nichts wirklich vergleichbares gefunden). Eine gewisse Aufgeschlossenheit gegenüber langsamer, düsterer Musik ist aber wahrscheinlich schon nötig. Auch sollte man keine "Genre-Engstirnigkeit" mitbringen.
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am 5. Juni 2000
Als ich diese CD geschenkt bekommen habe, kannte ich Massive Attack so gut wie überhaupt nicht. Ich legte sie in den Player und wartete darauf was kommen würde. Ich erwartete eine CD die auf der Hitparadenschiene mitschwimmt. Aber weit gefehlt. Massive Attack war von nun an für mich eine Band, die einfach super düstere, melancholische Songs spielen. Titel wie "Inertia Creeps" sind so energiegeladen, daß man fast Gänsehaut bekommt. Am Besten sollte man sich diese CD in einer ruhigen Minute (keinerlei Ablenkung) und schön laut anhören. Man wird in diesen Klängen versinken. Seitdem ich diese CD kenne, wird bei mir jede neue Scheibe an dieser hier gemessen. Ich bin dieser CD in den 1,5 Jahren, die ich sie nun besitze kein wenig müde geworden. Im Gegenteil: je mehr man sie hört, desto tiefer dringt man in diesen Klangteppich ein. Unbedingt kaufen...!! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 16. September 2008
Ob es sich bei "Mezzanine" nun um einen der absoluten Höhepunkte des TripHops oder eines der ersten kommerziell efolgreichen Downbeat-Alben handelt interessiert nicht. Was wirklich wichtig ist, ist die Tatsache, daß Massive Attack nach dem recht smoothen und relaxten "Protection" offen für Neues waren und Anno 1998 einen düsteren, zähen Brocken Musik auf die Welt losließen.

"Mezzanine" ist ein wahres Monster, das einen mit Haut und Haaren in sich einsaugt, wieder ausspuckt, aber nicht ohne von ihm infiziert zu werden und man von dieser Erfahrung nicht mehr lassen kann.
In meinen Augen ist es DAS Massive Attack überhaupt, ein modernes und kompromißloses Werk, das selbst bei der Band Spuren hinterließ (Andrew "Mushroom" Vowles verließ Massive Attack kurz nach dem Veröffentlichungstermin), gespickt von Übersongs.

Schon der Opener "Angel" mit seiner markanten Bassline und schleppenden Drums gehört zu den besten Auskopplungen der 90er und zieht einen gleich in den Bann dieser Albums.
"Risingson" gibt es vor "Dream On" heißt es da - klasse Song. Über diesen stolpert man zu "Teardrop", dem wahrscheinlich bekanntesten Song dieser Band. Pure Schönheit, der Elizabeth Fraser von den Cocteau Twin ihre Stimme verleiht. Hier geht es etwas ruhiger, eingängiger zur Sache, aber man darf nur kurz verschnaufen, denn "Inertia Creeps" verlangt Deine Seele - und man gibt sie bereitwillig her.
Es klingt aus und man selbst atmet tief ein und aus, während das chillige "Exchange" einem den Gehörgang umschmeichelt, bevor "Dissolved Girl" Dich wieder ganz tief nach unten reißt. Sara Jay fasziniert hier, betört Dich, wiegt Dich in Sicherheit, bevor die verzerrten E-Gitarren auftauchen und man weder sich selbst, noch seine Umwelt wahrnehmen kann.
Doch dann kommt man zu sich und hört Horace Andy, "Man Next Door" gehört zu den enspannteren Nummern (wenn auch mit kritischem Hintergrund), ganz in der Tradition von "Protection". Auch "Black Milk" reiht sich dort ein. Wieder steuert Elizabeth Fraser die Vocals bei - großes Kino!
Der Titeltrack verheißt wieder Unheimliches... Besonders Del Naja wirkt fast schon hypnotisierend - der Trip geht weiter.
"Group Four" wirkt dann fast wie die Quintessenz des Albums: die klare Stimme von Fraser, die eindringliche von Del Naja, Gitarren, schier undurchdringliche Klangteppiche...
Man driftet ab, doch dann ist es wieder Horace Andy, der Dich ins Hier und Jetzt zurückholt. "(Exchange)", zuvor ein Instrumental wirkt durch den Gesang wieder ganz anders, entspannt Dich, entlässt Dich - man ist zu Hause.

Klasse, grandios, großartig - es gibt Dutzend Superlative, die ich hier nun heranziehen könnte, aber keines davon wird "Mezzanine" wirklich gerecht.
Zugegeben, im Vergleich zu den Vorgängern ist es sperrig und verlangt einem sehr viel ab, aber wer sich darauf einlässt, kann sich diesem Album nicht mehr entziehen und besitzt einen unbezahlbaren Schatz in seinem Regal.
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am 11. November 2013
Zur Musik muß nichts mehr gesagt werden...Top...genial...forever!
Nun zur Vinyl Bewertung!

Für eine Limited Edition ziemlich belanglos!!!

Es ist kein Gatefold (kein Klappcover).Die beiden LP`s sind in einer Hülle gequetscht!
Die beiden LP`s sind jeweils in einer "kratzerfördernden" Innenhülle/Inlay, welche ebenfalls mit dem Käfer/Skorpon bedruckt ist!Es ist also keine LP freundliche Innenhülle vorhanden.

Es sind keine Texte zu finden und auch sonst keine Informationen...über Musiker etc.
Kein Download Code oder sonstwas...

Auf der Platte selbst ist keine Bedruckung (weder welche Seite , noch Lieder sind gekennzeichnet-aufgelistet,man weiß nicht welche Seite man gerade auflegt(Platte 1 oder 2, Seite A oder B) oder welche Lieder....ätzend)!

Die Pressung an sich ist sehr sauber,kein knistern oder knacksen,das Vinyl liegt plan auf dem Teller.
Deshalb nur 3 Sterne
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am 25. Mai 2005
Wieso gibt es hier nur 5 Sterne zu vergeben???
Ich besitze das Album nun seit ca. 7 Jahren...und ehrlich gesagt hatte ich anfangs damit ein bißchen meine Probleme, was die Musik angeht ( zu dem Zeitpunkt war ich 16).Es war für mich eben was total Neues.Doch im Laufe der Jahre änderte sich mein Geschmack u. ich bin derart froh darüber,daß es 1 Jahr später doch zwischen mir und dem Album gefunkt hat.Und das richtig gewaltig.
Seitdem (also seit 6 jahren) läuft das Teil min. 6 x im Monat durch.Gestern Abend erst wieder 2x hintereinander. Es passt einfach alles. Eine wirkliche "ProTools" Meisterleistung.Und am Besten kommt das Ganze über eine Surround Anlage,da sehr oft mit "Left to right" Effekten gearbeitet wird, wie z.Bsp. bei "Black Milk".
Um es auf den Punkt zu bringen:
Mezzanine ist eins der, wenn nicht (in meinen Augen bzw. Ohren) DAS Beste Album, was jemals im DownBeat Bereich geschaffen wurde.Man bedenke immer das Release Jahr von 1998. Einfach revolutionär.
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am 31. Juli 2002
es gibt CDs die hört man einmal und ist total begeistert, nach dem 4. mal ist sie langweilig und sie verstaubt im cd-Schrank.Nicht bei dieser CD!!Bei jedem Hören wird sie besser, weil man immer wieder neue Klanggebilde entdeckt. Der Übergang von Stimmen,Instrumenten und Effekten geht nahtlos in einander über, die vokalen Interpreten passen sich ideal in das jeweilige "Sound-Getriebe" der Songs ein.Die Kompositionen sind abwechslungsreich, die Stimmungen gehen von Leichtigkeit,Depression,Aufgekratzsein,Melancholie bis hin zu Easylistening,alles in allem sind da super Musiker am Werk. Sehr empfehlenswert.
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am 3. Juli 2003
Nach dem phantastischen Album "Protection" konnte man zweifeln, ob MASSIVE ATTACK je wieder ein so hohes Niveau erreichen würden. "Mezzanine" räumte diese Zweifel aus dem Weg und präsentierte sich als das absolut beste Album der Band aus Britol und sogar als eine der besten Scheiben aller Zeiten überhaupt.
Die Bässe sind tiefer, die Atmosphäre düsterer geworden, E-Gitarren begleiten viele der Tracks, von denen sich jeder einzelne wieder einmal als ein absolutes Unicum erweist und so genial ist, daß man keinen Song einem anderen vorziehen kann. Egal ob "Teardrop", "Inertia Creeps", "Dissolved Girl" oder "Group Four", die gesamte Platte setzt sich aus brillanten Meisterwerken zusammen.
Jeder, den das übliche Mainstreamgedudel auf die Nerven geht, sollte sich "Mezzanine" zulegen und sich von MASSIVE ATTACK begeistern lassen.
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am 17. November 1999
Im Falle von Massive Attacks "Mezzanine" begehen wir doch einfach mal in aller Ruhe einen der wohl größten Fehler, die ein Kritiker bei der Bewertung einer Platte machen kann, und sagen gleich vorne weg, wie fantastisch diese Platte geworden ist - denn keine anderen Worte brächten es besser auf den Punkt. "Mezzanine" ist zum absoluten Drum'n'Bass-Overkill geworden, wie wir es uns in unseren süßesten Träumen nicht schöne hätten ausmalen können. Jeder Track ein Meisterwerk, hier steril und kühl, wenige Minuten darauf dampfend und beinahe nahöstlich mystisch und dunkel. Dazu eines der fantastischsten Cover- und Booklet-Artworks aller Zeiten, das allein schon den Kauf des Albums auf Vinyl rechtfertigt. Ein Meilenstein, mehr gibt's nicht zu sagen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 8. März 2016
Dies war meine erste neu! gekaufte LP nach Jahren, da die CD schon klanglich sehr wertvoll ist, dachte ich, die LP könne da nicht schlechter sein, doch leider weit gefehlt. Diese Pressung ist im audiophilen Punkt eine klangliche Katastrophe.
Kurz gesagt, der Vorhang öffnet nicht, die Hochton, Mittenwiedergabe ist deutlich dumpfer als auf der CD.
Ich hatte schon zuvor gelesen, Rereleases seien manchmal klanglich schlecht, bei der Mezzanine wird es bewiesen.

Vom musikalischen Aspekt natürlich allererste Sahne :)
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