Jeans Store Hier klicken Strandspielzeug Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More saison Hier klicken Fire Shop Kindle Soolo Summer Sale 16


Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 4. August 2005
Ob sich noch jemand daran erinnert? Helmut Schmidt als Pianist anno 1982. Der SPIEGEL höhnte damals sinngemäß, der Kanzler bereite seine Karriere nach der Zeit als Regierungschef vor.
Nun, abgesehen von der Tatsache, dass zumindest heute kein deutscher Politiker von Format und weiß Gott kein Kanzler mehr zu den Tasten des Flügels greifen könnte, haben wir es mit dem durchaus gelungenen Ergebnis einer "Männerfreundschaft" zwischen Künstlern und eines Politikers zu tun. Schmidt pflegte stets Kontakte zur Welt der Künste; die Malerei interessiert ihn ebenso leidenschaftlich wie die klassische Musik; insbesondere Bach. Hier nahm er eine weitere CD, etwas später, unter dem Label der DG, ebenfalls mit Eschenbach und Frantz, dazu mit Oppitz und den Hamburger Philharmonikern auf (Bach, Konzert für 4 Klaviere). Mit Herbert von Karajan hatte er freundschaftliche Beziehungen; selbst auf der Yacht des Dirigenten war der Kanzler mit von der Partie.
Nach langen Jahren grub ich diese CD aus meinem Archiv und war zu meiner eigenen Überraschung wieder sehr angetan von der Aufnahme des Mozartschen Konzerts für drei Klaviere KV 242. Nicht virtuos oder neue außergeöhnliche Facetten bietend, aber handwerklich ordentlich und mit gleichmäßigen Tempi hört man eine auch tontechnisch saubere Aufnahme. Das gilt ebenso für das weitere Konzert für zwei Klaviere KV 365 auf dieser CD, bei dem Justus Frantz und Christoph Eschenbach ohne die Unterstützung eines Regierungschefs auskommen müssen.
Prädikat: Historisch wertvoll!
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 5. Juni 2013
Bei längerem Hören hat mich diese CD sehr positiv überrascht. Der Klang ist wirklich gut und das ansprechende Cover-Foto mit den drei (Mit-)Interpreten natürlich irgendwie von historischem Wert - allein schon wegen unserer heutigen zeitlichen Distanz. Der damalige Schallplatten-Verkauf ging auch teilweise zugunsten von Amnesty International, wie auf der Rückseite vermerkt. Und dafür war die mittlere Person bestimmt ein guter Marketing-Träger. - Auf jeden Fall ist diese CD eine gute Sache, von den Künstlern mit Freude eingespielt worden und für uns ein rechter Hörgenuss.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 10. November 2015
Heute verstarb im gesegneten Alter von 96 Jahren der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt, der wohl mit/neben Konrad Adenauer bedeutendste deutsche Staatsmann der Nachkriegszeit. Er wird dem Land fehlen.
Daß Helmut Schmidt neben seiner politischen Tätigkeit auch ein nicht zu unterschätzender Klavierspieler war, wird den wenigsten heute noch bekannt sein. Natürlich war er kein Berufsmusiker, hat diesen Anspruch auch nie erhoben, aber er galt zeitlebens als guter Orgelspieler, der häufig im Hamburger Michel dieses Instrument bediente, und seine pianistischen Fähigkeiten konnten sich durchaus hören lassen.
Kurz vor Weihnachten 1981, als sich seine Kanzlerschaft bereits dem Ende zuneigte, produzierte Schmidt zusammen mit den befreundeten Musikern Christoph Eschenbach und Justus Frantz und dem London Philharmonic Orchestra eine Aufnahme von Mozarts Konzert für drei Klaviere und Orchester KV 242. Die Wiedergabe ist insgesamt gut geraten, Schmidt spielt den dritten, den leichtesten Klavierpart, und er macht seine Sache mehr als ordentlich. Besonders im zweiten Satz, dem Adagio, entfaltet sich ein entspanntes Spiel, das fast familiär-hausmusikalischen Charakter trägt, und das Finale strotzt vor Lebendigkeit und herrlicher Spielfreude.
Helmut Schmidt hätte sicherlich nicht als professioneller Musiker sein Geld verdienen können, aber hier hat er sich, zusammen mit seinen musikalischen Freunden, ein kleines Denkmal gesetzt, das den bedeutenden Staatsmann als einen feinsinnigen Menschen ausweist und somit ein schönes Gegengewicht zu seinen politischen Eigenschaften bildet, die ja mehr auf pragmatischem Gebiet lagen. Schmidt galt in der Politik als Macher und harter Stratege, hier zeigt er seine musische Begabung. Das eine schließt eben das andere nicht aus, sondern kann sich prima ergänzen.
Beim Konzert für zwei Klaviere KV 365 müssen Eschenbach und Frantz ohne die Unterstützung eines Kanzlers auskommen. Die Aufnahme dieses Stückes ist von ähnlicher Statur. Trotz höchst unterschiedlicher Temperamente zeigen die beiden Pianisten hohe Übereinstimmung und daß sie die Fähigkeit besitzen, sich auf den jeweils anderen gebührend einzustellen, im Dienste der Musik.
Die CD wurde erstmals 1982 veröffentlicht und wurde damals zur "Platte des Monats" gekürt. Die Aufnahmen wurden bereits in der neuen Digitaltechnik produziert und klingen ganz hervorragend. Ein schönes Textheft mit einer Einführung in drei Sprachen, darunter deutsch, ist der Ausgabe beigefügt.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Januar 2012
Das Stück wurde von Mozart 1776 für die Gräfin Antonia Lodron und ihre beiden Töchter, Aloisia und Josepha komponiert. Es sollte wohl eine Leichtigkeit und Verspieltheit in mozartschen Sinne darstellen, wo noch Raum für verspielte Heiterkeiten vorhanden ist. Schade, dass die Herren dieses Stück so wenig farbig dargeboten haben. Handwerklich perfektes Spiel, aber doch habe ich etwas diesen eigenen Witz dieses Werkes vermisst. So ein keckes umeinader herum tanzen der Interpreten, mit ganz leicht variierneden Tempi hätte diesem Werk besser getan.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Benötigen sie kundenservice? Hier klicken