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Kundenrezensionen

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am 3. Dezember 2006
Die erste Solo-Scheibe von David Gilmour klingt durchweg recht traurig und an manchen Stellen auch etwas härter, doch gerade deswegen ist sie so empfehlenswert. Gilmour setzt seine Gitarre sparsam, aber effektiv ein und seine Stimme - schon auf vielen Pink Floyd-Songs (Us and them, Wish you were here, Comfortably Numb etc.)unvergessen, hat einfach dieses gewisse Etwas, sie ist sehnsuchtsvoll, bedauernd und geht unter die Haut! Wunderschön auf dieser CD ist der Opener 'Mihalis' sowie 'Short and sweet' sowie 'I can't breathe anymore. Doch mein Lieblingsstück ist das so überaus traurige 'So far away', bei dem ich so richtig nostalgisch werde und mit Wehmut an gute, alte Zeiten sowie verpasste Chancen denke...;-( Für mich ist dieses Album eine düstere Perle eines der ganz großen Gitarristen der Rockgeschichte!
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am 22. Oktober 2002
David Gilmour hatte es Ende der "Seventies" nicht einfach: Er war als Gitarrist und Sänger von Pink Floyd maßgeblich an Meilensteinen der Rockgeschichte beteiligt ("Wish You Were Here" und "The Dark Side Of The Moon). Gerade dieser Erfolg machte das Leben aber immer schwieriger und die legendäre Band immer unsympathischer. Konzerte fanden nun in großen Stadien statt, Roger Waters wurde als neurotisches PF-Mastermind immer unausstehlicher und unberechenbarer. Da mag es für den wirklich genialen (und ich verwende dieses Wort generell nur sehr vorsichtig!) Musiker an den sechs Saiten eine willkommene Pause gewesen sein, dieses Album aufzunehmen. Es klingt sehr am Blues orientiert, ist betont einfach produziert (aufgenommen im Trio) und sehr sparsam instrumentiert. Jedenfalls "There's No Way Out Of Here" hat(te) das Zeug zum Klassiker, begeistern kann mich auch "Mihalis", "Raise My Rent" und "I Can't Breathe Anymore" (fühlte sich Gilmour damals so?). Kein großes Mammutwerk der Rockgeschichte, wie es die Alben von Pink Floyd von 1971 bis 1979 waren. Aber gerade deshalb ungleich sympathischer und für mich ein ganz persönlicher Klassiker...
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am 23. Juli 2006
In einer Zeit, als es in David Gilmour's Band (Pink Floyd - für die, die es nicht wissen sollten) schon kriselte veröffentlichte er seine erste Solo-LP. Die Musik hatte wenig mit den Floyd'schen Kompositionen damaliger Zeiten zu tun, da in den späten Siebzigern hauptsächlich Roger Waters dafür zuständig war. Meiner Meinung nach gibt es auf dem Album keinen Durchhänger. Das erste Stück "Mihalis" ist ein Instrumental, mit dem David Gilmour die Richtung für den Rest des Albums vorgibt. Die Songs sind durchweg gut arrangiert und das Gilmour komponieren kann wissen wir ja alle. Es fällt schwer, einzelne Stücke hervorzuheben. Ich versuche es trotzdem: Der Opener "Mihalis", "There's No Way Out Of Here", "Cry From The Street" und mein Liebling auf dem Album "So Far Away". Unbedingte Kaufempfehlung von mir.
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am 8. November 2006
Was für ein Album, hier zeigt sich schon früh das David Gilmour nicht nur irgendein Gitarist ist, sondern sicherlich einer der besten und meiner Meinung nach sogar der beste!

Besonders auffallend bei diesem Album im vergleich zur Ersterscheinung ist, dass die Songs noch klarer klingen und die Gitarensolos bei den Titeln "No Way" und dem klasse Song "I Can't Breathe Anymore" länger sind!

Ich kann dieses Album jeden empfehlen, der auch Pink Floyd mag und sowie so jedem der auf sehr gute Musik steht!
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am 28. Dezember 2003
Wer an Pink Floyd die Gitarrenparts liebt, kommt beim 1978er Album von David Gilmour voll auf seine Kosten - erwartungsgemäß gitarrenlastig, mit kilometerweiten Soloausflügen. Die Grundstimmung ist moll. Passend das Cover mit dem winterlichen Schmuddelwetter. Die Songs fügen sich stimmig aneinander. Als ahnungslos verrät sich, wer deshalb behauptet, alle Songs hätten dasselbe Harmonieschema. "Mihalis" benutzt eine lydische Tonskala, "Short and Sweet" kommt in Dur daher, sicher, ab und zu kommt ein Blues-Schema vor, aber was will man von David Gilmour auch anderes erwarten? "There's no way out of here" ist eine Hymne der Verzweiflung, die noch immer Gänsehaut erzeugt.
Nichts für die Masse. Aber warum auch?
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am 11. März 2014
Interessant wurde Gilmour für mich erst durch die Zusammenarbeit mit seinem Jugendfreund Rick Wills (späterer und langjähriger Foreigner Bassist). Beim ersten durchhören hat mich dieses Opus sehr verwundert aber auch überzeugt. Ruhiger Bluesrock mit gelegentlichen einwürfen Pink Floyd - typischen Klangfarben und ähnlichen Songaufbau. Dies erklärt sich natürlich auch durch Gilmour's Stellenwert innerhalb der Band. Nur "There's No Way Out Of Here" mit seinem tollen Mundi - Gitarren - Part bricht ein wenig aus und erinnert eher ein bisschen an Neil Young und Co. "Cry From The Street" blues - rockt gemächlich und leitet den ruhigen Teil des Album's ein. Mit der Piano - lastigen Ballade "So Far Away" fühlt man sich an Material von "Obscured By Clouds" oder "The Dark Side Of The Moon" erinnert. Die weiteren Song's bleiben im gemäßigten bluesigen Balladenbereich und sind meistens Instrumental dargebracht. Nur "Deafinitely" bricht noch mal das Tempo. Fazit: Die remasterte Version klingt sehr sauber und detailiert. Gilmour schafft eine Gradwanderung zwischen Solo und Pink Floyd. Überdurchschnittliche Kompositionen mit sehr schönen Arrangements. Wer es etwas ruhiger mag sollte in den 78iger Opus reinhören...
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am 24. Juni 2015
Das Problem mit diesem Album ist sicherlich die Zeit, in der sie herauskam, zumal von einem Musiker, der sich gerade auf dem schwierigen musikalischen Höhepunkt der Band befand, inder er seinen Hauptjob abzuliefern hatte. Zudem war Rick Wright, der Tastenmann von Pink Floyd, nahezu zeitgleich mit seinem Album "Wet Dream" beschäfttigt. Trennungsgerüchte häuften sich, zumal "Animals" wiie ein Abstieg erschien und "The Wall" noch nicht in Sicht war. Es konnte 1978 tatsächlich schon so erscheinen, als wäre die Ära Pink Floyd zuende und die Musiker müssten sich langsam nach anderen Beschäftigungen umsehen. Niemand konnte ja wissen, was da noch am Laufen war ...
Ich habe diese Platte immer sehr gemocht, weil ich hier eine andere Seite eines wirklich begabten Musikers hören konnte. Auch ohne seine bewährten Mitstreiter konnte Gilmour etwas typisch pink floydiges zustande bringen, ohne allzu großen Bombast zu bemühen oder auf der unsäglichen Konzeptschiene herumzureiten. Er präsentiert sich hier ehrlich und einfach als Bluesmusiker mit Vorlieben für gut produzierte, psychedelisch vorbelastete Klänge, die er geschmackvoll zu einem Gesamtwerk gießen konnte. Vieles an diesem Album wirkt wie mit leichter Hand aus dem Ärmel geschüttelt, und man möchte gerne glauben, dass es für David eine willkommene Abwechslung war, mit ein paar befreundeten Musikern ohne den kommerziellen Druck im Rücken einfach loszurocken - langsam und gefühlvoll, wie man es von ihm gewohnt ist, aber mit einer musikalischen Tiefe, die selten ein Gitarrist mit einem angschlagenen Ton erreicht hat. Songs wie "Cry From The Street" oder "No Way" mögen kompositorisch nicht der Burner sein, aber das ist im Blues Rock auch nicht gefragt. Hier werden die guten alten Akkorde schön und traurig, liebevoll und leidenschaftlich immer wieder aneinandergereiht und das alte Lied vom üblichen Mist des Alltags erzählt, der erst durch diese Musik wieder einen Wert bekommt. "There's No Way Out Of Here" sticht in seine fast poppigen Einfachheit sicher heraus und ist - hat man's vermutet- gar nicht auf David's Mist gewachsen, sondern einem befreundeten Musiker der Band Unicorn geschrieben. Was Gilmour wirklich auszeichnet und wahrscheinlich für Generationen unsterblich macht (und nebenbei auch noch seine Hauptband) sind diese extrem lebendig und zigeunerhaft verzogenen Gitarrentöne, immer schön an der Grundlinie der Akkorde entlang, die sich wie eine verliebte Katze auf dem heißen Blechdach räkeln. Das hat viele andere motiviert, es selbst so zu versuchen - aber ihn erreicht niemand, nicht in tausend Jahren. Es gab und gibt schnellere, kompliziertere, vielleicht sogar melodischere Gitarristen als ihn. Niemand erreicht aber die Intensität dieses Mannes auf den sechs Saiten, und allein dafür muss man ihn lieben.
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das schmeckt und soundet wie pink floyd in der DSOTM und WSYWH phase.

dies ist durchaus als absolutes kompliment gemeint, man muß aber schon auch anmerken, dass das album ein ganz klein wenig nach zweiter wahl riecht, das songwriting ist schon etwas schwächer und weniger eingängig, aber hier wird ja auch mit diesbezüglich maßstäbe setzenden alben verglichen.

davon abgesehen, spielt david gilmour unbeirrt seine unverkennbare stratocaster, seine lässig gezogenen töne faszinieren ebenso wie bei PF, genauso wie sein charismatischer gesang.

ein anderer rezensent schrieb hierzu, wenn die scheibe nicht von einem pinkfloydler stammen würde, hätte sie damals keiner wahrgenommen. das bestreite ich ganz entschieden und formuliere um:

hätte es PF nicht gegeben, hätte diese scheibe schon auf grund des unverkennbaren psychedelicsounds vermutlich viel mehr beachtung gefunden.

hätte, würde, wäre - ist das jetzt und hier nicht völlig egal? klasse platte, that's it!

auch klanglich klingt das schwer nach alan parsons obwohl die mischerei hier von einem gewissen nick griffiths erledigt wurde.

der sterneabzug ist mir schwer gefallen, aber mr. gilmoure hat ja bewiesen, dass er das alles noch einen tick besser kann und NUR deswegen - ich wiederhole: NUR deswegen - gibt's keine höchstnote!

wie auch immer: um diese kohle ist das sowas von kein verhau wie selten sonst was, ich mag die scheibe und spiele sie genauso gern wie die aus der ersten zeile.
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am 21. Juli 2016
Während Roger Waters ab Mitte der Siebziger die Kontrolle bei Pink Floyd immer mehr an sich riss und die Alben der Band dementsprechend schroffer und düsterer wurden, machte David Gilmour mit seinem Solodebüt ganz klar, wo seine musikalischen Vorlieben liegen und wer die treibende musikalische Kraft hinter den Alben "Obscured by Clouds" und "Dark Side of the Moon" war. Andererseits macht die große Zahl an Instrumentals ("Mihalis", "Raise My Rent" und "Deafinitely") und das Fehlen von abgedruckten Songtexten deutlich, dass Texteschreiben noch nie Gilmours Stärke war - oder zumindest, dass er seine eigenen Texte nicht besonders mag.

So oder so ist "David Gilmour" ein schönes Album, entspannt und einschmeichelnd, mit vielen tollen Melodien und natürlich Gitarrensolos. Ausbrüche sind eher selten: Einmal wäre da "Cry from the Street", das in bester "Money"-Manier plötzlich um einiges schneller wird oder das irre, mit völlig abgefahrenen Synthesizer-Sounds angereicherte "Deafinitely". Auch "I Can't Breathe Anymore" wird ab der Hälfte deutlich rockiger. Auf der anderen Seite viele getragene Stücke wie der träumerische Opener "Mihalis", die Pianoballade "So Far Away", der Ohrwurm "Short and Sweet" (mit heftig dampfendem Mittelteil) oder "Raise My Rent". Letzteres dürfte bei jedem Floyd-Fan für Verwunderung sorgen, wurde es doch später sozusagen "ausgebaut" und in den "Division Bell"-Track "What Do You Want From Me" integriert. "No Way" wiederum lässt sich gut als Message an Roger Waters interpretieren: "There's no way I'm gonna let go. There's no way because it's my show."

Außer Gilmour waren nur noch zwei Mitstreiter an Bass und Schlagzeug beteiligt. Dass Gilmour großartige Backing-Vocals singen kann, ist ja spätestens seit "Breathe" bekannt (bereits auf "Saucerful of Secrets" durfte man dies hören). Und auch als Keyboarder schlägt er sich ziemlich gut. Zwar stehen die Keyboards hier etwas mehr im Hintergrund (Ausnahme: "Deafinitely"), aber wenn man es nicht wüsste, könnte man glatt meinen, Rick Wright hätte hier mitgespielt. Zumindest imitiert Gilmour Wrights Orgel- und E-Piano-Sounds perfekt. Im direkten Vergleich mit "The Wall" sind die Keyboards vielleicht sogar ein bisschen besser in die Songs integriert. Andererseits kann Wright natürlich nichts dafür, dass seine Parts auf "The Wall" teilweise so dermaßen in den Hintergrund gemischt wurden. Zudem erfüllt auch Gilmours Gitarre viele atmosphärische Funktionen.

Ich will ja ein Album immer an seinem Anspruch messen, daher will ich auch nicht groß abwerten, obwohl dieses Album nicht das Floyd-Format hat. Vier Sterne fühlen sich für mich richtig an. Einige Songs, gerade "No Way" (inklusive Hintergrund-Synthesizern) oder "Cry from the Street" wären durchaus auch für Pink Floyd geeignet gewesen - und dass zwei Überbleibsel dieses Albums schließlich auf "The Wall" gelandet sind und dort für Highlights sorgten ("Comfortably Numb" und "Run Like Hell"), zeigt deutlich die Klasse von Gilmours Songwriting. Seine ungewöhnlichen Harmonieverbindungen, oft mit überraschenden Sext- und Sept-Akkorden, sorgen dafür, dass die Songs interessant bleiben. Die geschmackvollen Arrangements unterstreichen das noch zusätzlich. Schade, dass Gilmour selbst nicht mehr so viel von dem Album hält.

Das Remaster ist auch sehr gut, ich kann zur Original-LP oder früheren CDs nichts sagen, aber diese 2006er Ausgabe ist sehr zurückhaltend gemastert und klingt dementsprechend auch nach dem Aufdrehen natürlich und angenehm im Ohr. Die Dynamikwerte sind immer noch überragend. Offenbar sind einige Songs (z.B. "Mihalis") hier auch länger als auf der ursprünglichen LP.

Es bleibt allerdings die Frage, warum ich nach dem Genuss dieses Albums immer "A Farewell to Kings" von Rush im Ohr habe…
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TOP 1000 REZENSENTam 5. Dezember 2013
So far away...von jeder Oberflächlichkeit,jedem Mainstream,ist David Gilmour (auch) mit diesem seinem Klasse-Album mit dem klangvollen Namen "David Gilmour".
Es wurde 1978 veröffentlicht,also fast zeitgleich mit der ebenfalls ersten Soloplatte seines Bandkollegen bei Pink Floyd,Richard Wright ("Wet Dream"),zu einem Zeitpunkt,an dem Roger Waters bei Pink Floyd mehr und mehr die Kontrolle an sich gezogen hatte und das Material für Pink Floyd-Alben fast allein komponierte.
Als Folge(n) dieser Situation entstanden also diese Solo-Projekte.
DG verbindet hier äußerst geschickt gitarrenlastige Rockmusik mit Blues-Elementen und einer Prise Pink Floyd.
Seine Gastmusiker,keine bekannten Stars,machen ihren Job überaus gut;Gilmour übernimmt den gesamten Gesang und natürlich die Gitarrenarbeit in der gewohnten Qualität.Auch hat er den Großteil der Musik selbst geschrieben ("There`s No Way..."ist nicht von ihm und auf zwei Stücken hat er sich helfen lassen).
Obwohl das gesamte Album deutlich lockerer daherkommt,als das,was man von Pink Floyd erwarten würde,besitzt es dieses "Gewisse Etwas".Es hat mir damals schon beim ersten Hören extrem gefallen.
Die von Kritikern der Scheibe manchmal unterstellte Belanglosigkeit,fehlende Qualität,kann ich auf keinen Fall nachempfinden.Trotz recht einfacher Strukturen im Aufbau der Tracks schafft DG es immer,etwas zu erreichen,das ihn und Pink Floyd so auszeichnet: Atmosphäre.
Die Klangqualität ist außerordentlich gut,Aufnahme und Mix sind überdurchschnittlich,dementsprechend klang (und klingt bei mir noch immer)die gute alte Schallplatte.Auch die erste CD-Serie war recht ok.
2006 wurde ein Remastering durch Doug Sax durchgeführt.Dieses hat für mich zu keiner echten Verbesserung geführt,allerdings läuft diese CD 30 sec länger.Ärgerlich,aber das ändert nichts an der Tatsache,daß David Gilmour hier eine mehr als überzeugende Arbeit abgeliefert hat.
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