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am 6. August 2005
Es ist tatsächlich eine wahre Freude, sich diese wunderschöne Aufnahme von Rossinis Oper anzuhören. Sie zählt gewiss zu den größten Werken der Opernliteratur. Durch die wunderbaren Sänger, welche allesamt auch gute Dratseller sind, kommt keine Langeweile auf. Lange Zeit war diese Aufnahme nicht erhältlich und endlich hat die EMI diese Aufnahme neu veröffentlicht und überarbeitet.
Allen voran steht Beverly Sills, die eine wunderbare Rosina gibt. Ihre Stimme scheint ideal für diese Rolle zu sein. Man höre nur das wunderschöne "Una voce poco fa". Strahlend in der Höhe, glänzend in den Koloraturen und darstellerisch einfach vollkommen. Alle Triller und Verzierungen sind auf den Punkt genau und ihr beinahe endloser Stimmumfang macht Staunen. Ebenso souverän agiert ihr Partner Nicolai Gedda, der für mich eine der schönsten Tenorstimmen besitzt. Auch seine Höhe ist phänomenal, ebenso wie die Koloraturen. Sills und Gedda sind überwältigend und das schmunzeln kann man sich so manches Mal nicht verkneifen... Sherrill Milnes als Figaro ist in den Koloraturen stellenweise etwas unsauber, liefert aber dennoch ein hervorragendes Portrait des Figaro. Wundervolle stimmliche Momente trösten über einige Unsicherheiten in den Koloraturen hinweg. Des weiteren ist Fedora Barbieri zu erwähnen. Ihre Berta ist sehr gut gelungen. Trotz ihres hohen Alters meistert sie die Partie hervorragend.
James Levine ist ein wunderbarer Dirigent. Er dirigiert spritzig und temperamentvoll, dynamisch und stellenweise sanft. Chor und Orchester sind wunderbar und machen diese Einspielung, neben den großen Interpreten von Weltrang, zu einer der schönsten dieses Werkes. Hier stimmt absolut das Preisleistungsverhältnis. Eine derart grandiose Aufnahme zu solch einem kleinen Preis ist beinahe geschenkt!
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TOP 1000 REZENSENTam 22. Juni 2009
Der Barbier von Sevilla ist eine der wenigen Rossini-Opern, die seit ihrer Entstehung praktisch nie von den Spielplänen der Opernhäuser verschwunden waren. Die daduch entstandene Aufführungstradition hat die Gestalt der Oper über die Jahre stark verändert:

Zunächst haben die Sopranistinnen die ursprünglich für einen Alt geschriebene Hauptrolle okkupiert und durch eingestreute eigene Koloraturen in stratosphärischen Höhen für ihre Kehlen angenehmer gestaltet, wodurch die Rolle viel von ihrer Koketterie und ihrem jungenhaften Charme verlor. Die Bedeutung des Tenors wurde zurückgedrängt durch die Streichung seiner Bravourarie im Finale der Oper, bedingt v. a. durch das Verschwinden der dafür erforderlichen Gesangstechnik - Koloraturen singende Tenöre kamen aus der Mode. Der Figaro schließlich wurde meist von Baritonen gesungen, die die Rolle als Abwechslung zu den großen Verdi- und Puccini-Rollen sahen und Stimmvolumen und machohafte Ausstrahlung über Koloraturtechnik und Phrasierung stellten.

Zu sagen, dass diese Aufnahme den Gipfel und Schlusspunkt dieser Interpretationsirrtümer darstellt, wäre etwas übertrieben. Trotzdem ist es enttäuschend, dass 1974, als Teresa Berganza und Marilyn Horne längst für die Renaissance des Koloraturalts gesorgt hatten, noch einmal eine solch altmodische Aufnahme entstanden ist:

Beverly Sills bewältigt die Koloraturen der Rosina erwartet mühelos und mit den zu erwartenden Sopran-Spitzentönen. Allerdings bleibt sie der Rolle nicht nur die Pfiffigkeit, die gewisse Zickigkeit schuldig, die sie von den Koloratur-Püppchen der Rokoko-Oper unterscheiden. Ihre Stimme klingt noch dazu etwas matronenhaft, vielleicht eine Folge ihrer Ausflüge in zu dramatische Partien. Keine ihrer allerbesten Leistungen.

Nicolai Gedda singt den Grafen Almaviva technisch souverän und hätte zweifellos auch die Arie "Cessa di piu resistere" locker bewältigt. Leider klang seine Stimme zum Zeitpunkt dieser Aufnahme nicht mehr so jugendlich, wie es die Rolle verlangt hätte. Dadurch bekommt der Almaviva etwas Sinistres, wird eine Art alternder Wüstling. Das funktioniert, wirkt aber nicht sehr sympathisch.

Sherrill Milnes schließlich ist ein jugendlich-männlicher Figaro, der zunächst ebenfalls überzeugt. Er bewältigt die Koloraturen seiner Auftrittsarie in einem Wahnsinnstempo, aber mehr sportlich als souverän. Für ihn ist Rossini wie eine gut studierte Fremdsprache.

Dazu kommt mit dem jungen Ruggero Raimondi ein Don Basilio, der sich sehr auf die große Schönheit seiner Stimme verlässt und dabei die Komik und Intriganz seiner Rolle vergisst. Rollendeckend und voll überzeugend ist nur der Dottore Bartolo von Renato Capecchi, und das reicht nicht für eine gelungene Gesamtaufnahme.

Ich empfehle statt dessen die sehr spritzige und gut besetzte Aufnahme unter Lopez-Cobos, die etwas bravere, aber sängerisch noch bessere Marriner-Einspielung oder das unübertroffen komische musikalisch Duell Callas-Gobbi unter Galliera
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am 12. März 2015
Grossartige Auffuehrung; mit Wucht, Witz und Tempo, gesanglicher Klasse; keinerlei 'Laengen' - eigentlich mindestens zehn "Sterne" ... anempfohlen: bei nichtvorhandenen Italienisch-Kenntnissen: ~>libretto (nicht in Ausgabe enthalten; ->reclam, ... dann etwa ???!! ...) .......
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am 21. Mai 2008
Es ist tatsächlich eine wahre Freude, sich diese wunderschöne Aufnahme von Rossinis Oper anzuhören. Sie zählt gewiss zu den größten Werken der Opernliteratur. Durch die wunderbaren Sänger, welche allesamt auch gute Dratseller sind, kommt keine Langeweile auf. Lange Zeit war diese Aufnahme nicht erhältlich und endlich hat die EMI diese Aufnahme neu veröffentlicht und überarbeitet.
Allen voran steht Beverly Sills, die eine wunderbare Rosina gibt. Ihre Stimme scheint ideal für diese Rolle zu sein. Man höre nur das wunderschöne "Una voce poco fa". Strahlend in der Höhe, glänzend in den Koloraturen und darstellerisch einfach vollkommen. Alle Triller und Verzierungen sind auf den Punkt genau und ihr beinahe endloser Stimmumfang macht Staunen. Ebenso souverän agiert ihr Partner Nicolai Gedda, der für mich eine der schönsten Tenorstimmen besitzt. Auch seine Höhe ist phänomenal, ebenso wie die Koloraturen. Sills und Gedda sind überwältigend und das schmunzeln kann man sich so manches Mal nicht verkneifen... Sherrill Milnes als Figaro ist in den Koloraturen stellenweise etwas unsauber, liefert aber dennoch ein hervorragendes Portrait des Figaro. Wundervolle stimmliche Momente trösten über einige Unsicherheiten in den Koloraturen hinweg. Des weiteren ist Fedora Barbieri zu erwähnen. Ihre Berta ist sehr gut gelungen. Trotz ihres hohen Alters meistert sie die Partie hervorragend.

James Levine ist ein wunderbarer Dirigent. Er dirigiert spritzig und temperamentvoll, dynamisch und stellenweise sanft. Chor und Orchester sind wunderbar und machen diese Einspielung, neben den großen Interpreten von Weltrang, zu einer der schönsten dieses Werkes. Hier stimmt absolut das Preisleistungsverhältnis. Eine derart grandiose Aufnahme zu solch einem kleinen Preis ist beinahe geschenkt!
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