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am 24. Juni 2010
er ist der welt noch nicht ganz abhanden gekommen, dietrich fischer-dieskau in seinem
nunmehr 86ten lebenjahr, und nach wie vor ein hochmütiger künstler seiner zeit wie mahler
zu seiner, unerbittlich in seiner künstlerischen anspruchshaltung, anfangs in den 50er
jahren dieser aufnahmen bis heute als kritisch kommentierender beobachter.

kurt blaukopf hat in seiner aufschlussreichen veröffentlichung 'gustav mahler oder zeitgenosse
der zukunft' (wien, 1969) hingewiesen auf die psychologischen ursprünge in mahlers eigener
kindheit für seine auswahl der den tod beklagenden und dem weltenlärm fliehenden liedertexte
des friedrich rückert:
mahler teilte noch nicht dessen kindertoten-schicksal während seiner erfolge (1900-05),
also bereits vor und seit seiner ehe mit alma schindler, der zeit mit den kindern.
seine eigenen lieder des 'fahrenden gesellen' im stil der volkslieder
aus 'des knaben wunderhorn' beleuchten jedoch schon früh (1880erjahre) seine nicht nur
natur-frühlingshafte als auch seine dem weltenlärm abgeneigte, dem getümmel schon abhanden
kommende leise welt, die sich künstlerisch manifestiert in der
'melodischen physiognomie des symphonischen satzes' (blaukopf) seiner sinfonien,
wie den themen der ersten, zweiten oder dem adagietto der fünften sinfonie.

'ich bin der welt abhanden gekommen', diesen weltfern-versöhnenden sinn der vertonten
worte des tief-betroffenen rückert und seiner totenlieder hat niemand sonst so eindringlich,
so textdeutlich und auch musikalisch so kongenial durchgeformt wie fischer-dieskau in den
1950er jahren, früh mit furtwänglers hilfe in london, mit kempes später in berlin.
die orchester-version der 'rückertlieder' hat er weniger emphatisch noch mit böhm eingespielt,
weniger preziös reduziert als hier mit barenboim am klavier als inadäquates anhängsel.

in orchestraler phil-harmonie der 1950er jahre ist ihm eine interpretations-deutung gelungen,
die nie und nimmer heutzutage von sängern mit solcher inbrunst und
identifikationsbreitschaft vorstellbar wäre -
alles hat seine zeit wie fischer-dieskau als paradigma des 'bedeutenden' liedgesangs.
eine jahrhundertaufnahme der gesellen- und kindertotenlieder, verstörend intensiv.
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