Sale Sale Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle JustinTimberlake BundesligaLive wint17

Kundenrezensionen

4,9 von 5 Sternen
26

am 15. März 2013
„Es wäre gut, dass ein Mann würde umbracht für das Volk.“

Unter diesen Worten wurde 1991 im Dom zu Speyer ein bis dahin einzigartiger Versuch unternommen: Auf dem Hintergrund von Text und Musik der Bachschen Johannespassion wurde in einer gelungenen Symbiose antikes Mysterienschauspiel und modernes Tanztheater zu einer ganz eigenen Kunstform verbunden.

Das Ergebnis, das sich durchaus sehen lässt, bringt die Passion Jesu ihren Zuschauern in ganz unvergesslicher realistischer Dichte nahe, dessen Aussage man sich kaum entziehen kann: Der da gewaltsam zu Tode Gebrachte, Jesus von Nazareth, starb FÜR UNS !
Arien und Choräle der Bachschen Passion deuten das, in minimalistischen Gesten schauspielerisch dargestellte Geschehen, mehrdimensional und beziehen es auf jeden einzelnen Menschen.

Der im Text des Oratoriums im Singular mehrfach angesprochene Mensch: „Ich“ oder „Du“, wird zur Stellungnahme und persönlichen Lebenspositionierung aufgerufen: „Was willst DU deines Ortes tun?“, „Erwäge…“, Mein Heiland ist tot…“
Andererseits wird das mit Jesus Geschehene in meditativer Gebetsform auf seiner Bedeutung für uns ausgelotet: „Denn gingst du nicht die Knechtschaft ein, müsst unsre Knechtschaft ewig sein…“ , „Bin ich vom Sterben frei gemacht?, Ist aller Welt Erlösung da?“

Einer der stärksten Denkanstöße der Passion ist der in ihrer Mitte ca. 15 Min in verschiedenen Variationen ständig wiederholte Satz: „Erwäge, wie sein blutgefärbter Rücken in allen Stücken dem Himmel gleiche geh…“
Übersetzt man diesen schwer verständlichen Satz in unsere heutige Sprachgewohnheit, dann wird da gesagt: Stell dir vor, erwäge, ob es vorstellbar wäre, dass alles, was Menschen hier mit Jesus tun, wir alle, mit Gott selbst tun?
Die Metapher „Dem Himmel“ wurde schon immer gern als verdeckte Aussage über Gott benutzt. Der dargestellte Kontext zeigt in Fesseln vorgeführte Gefangene und legt dabei den Gedanken nahe, ob nicht jegliches Leid, das Menschen einander antun Gott selber angetan würde, dessen Liebe einschränkungslos allen Menschen gilt.

Vermutlich bringt diese künstlerische Symbiose der Bachschen Musik mit modernem Tanztheater seinem Publikum die Bedeutung und Wahrheit des Lebens und Leidens unendlich dicht und persönlich nahe. Ganz nebenbei hilft sie uns, das unserer Lebenswirklichkeit recht ferne Denken und Glauben Johann Sebastian Bachs verstehen zu können.

Am Ende kann es jedem, der das Geheimnis des Mannes Jesus von Nazareth wirklich verstehen möchte, wesentliche und wertvolle Denkanstöße geben, so dass aus „Diesem Jesus“ am Ende „MEIN JESUS“ oder „MEIN TEURER HEILAND“ wird.
Wenn nicht, so wird doch das Bekenntnis eines Pontius Pilatus in unserer Seele bleiben: „ECCE HOMO – SEHT welch EIN MENSCH“
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 28. April 2017
Zu der Musik der Johannespassion werden Szenen gespielt, alles in der wuchtigen romanischen Architektur des Speyrer Doms. Die Darsteller sind mal der Chor - gekleidet in lange dunkle Gewänder wie bei einer griechischen Tragödie - mal die Tischgesellschaft des Pontius Pilatus, mal die aufgehetzte Volksmenge. Je länger die Aufführung lief, desto mehr wurde ich hineingezogen, bis ich's kaum noch aushielt. Muss man unbedingt am Stück sehen, ohne Unterbrechung, am besten in einer Kirche. Sehr zu empfehlen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 9. Juni 2012
Eine eindrucksvolle Umsetzung der genialen musikalischen Vorlage von Johann Sebastian Bach!. Dem Film gelingt es, den verschiedenen musikalischen Gattungen gerecht zu werden: die Ruhe in den Chorälen der christlichen Gemeinde, die in der Musik strukturell angelegte Aufgeregtheit des Volkes in den Turba-Chören, die Individualität in den Arien. Zudem bleiben die Personen Schauspieler, die aber ersichtlich von dem, was sie spielen sollen, ergriffen sind. Toll die Idee, zum Eingangschor der Passion die nach und nach eintreffenden und sich auf die szenische Interpretation vorbereitenden Personen zu zeigen. Für alle, die die Johannespassion kennen: der Film liefert ein noch über die Musik hinaus gehendes Erlebnis!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 6. Mai 2014
Filmisch und akustisch eine sehr gute Produktion. Endlich kann ich die einmalige Gestaltung und Regie von Hugo Niebeling geniessen, ohne darauf zu warten, dass im Fernsehen diese wunderbare Passionsmusik angeboten wird.
Jedenfalls stellt diese Aufführung alles was heute geboten wird in den Schatten.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 7. Januar 2013
Die szenische Aufführung von Bachs Johannes-Passion in einer alten Kirchenarchitektur ist derartig packend und ergreifend, dass sie alles überbietet, was ich an oratorischer Darbietung selbst mitgesungen oder als Zuhörer in Kirchen erlebt habe.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 17. Mai 2011
Die Darstellung der Johannespassion auf diese Weise ist sehr gelungen und sehr ergreifend. Man kann mit der wunderbaren Musik von Bach und der beeindruckenden Szenen das damalige Geschehen intensiv erleben und nachvollziehen. Durch diese Verfilmung erlebt der Zuschauer auch einzelne Ereignisse noch intensiver.Ich bin sehr ergriffen
davon und kann es nur weiterempfehlen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 22. Mai 2017
Seit ich diese Aufnahme zum ersten Mal sah ist sie mir sofort ins Herz gewachsen! Und dass war im Jahre 1993, kurz vor Ostern!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 13. Mai 2015
Die Johannes Passion an sich ist schon ein tief bewegendes musikalischen Werk. Die künstlerische Darstellung bringt dem Zuschauer und Hörer die ganze Tiefe und Tragweite des Passionsgeschehens in seiner ganzen Wucht nahe.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 12. Dezember 2016
The dvd was suggested by my Munich wife and it was fantastic!! Amazon.de did it again! I shall be ordering again soon.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 11. November 2003
Ich habe diese Aufnahme vor einigen Jahren im WDR 3 gesehen. Seit dem suche ich sie überall und bin glücklich, sie endlich gefunden zu haben. Sie hat mich zutiefst berührt. Es gibt wohl keinen besseren Evangelisten als Enst Haefliger. Wenn er die Worte des Petrus singt: "... und weinte bitterlich...", dann bleibt kein Auge trocken. Die szenische Darstellung ist sehr gut gelungen und unterstreicht diese einmalige Musik Bachs. Aber selbst ohne diese Bilder haben wir hier ein einmaliges Meisterwerk - des Muskers Bach und durch die hervorragenden Interpreten.
Manfred Sölllinger
0Kommentar| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden



Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken