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TOP 1000 REZENSENTam 19. August 2009
Die 2. Tristan-Inszenierung im "Neu-Bayreuth" der Nachkriegszeit - 1957-59 von Wolfgang Wagner betreut - ist heute weniger als legendär in Erinnerung als die sie umrahmenden Wieland Wagner-Inszenierungen von 1952 und 1962. Akustisch brauchte sie sich jedoch keinesfalls zu verstecken:

Wolfgang Sawallisch, dem Dirigenten aller drei Serien, dessen Tristan-Deutung 1957 (z. B. bei Walhall erhältlich) noch etwas unentschieden und unsicher gewesen war, ist in der hier zu hörenden Version von 1958 eine sehr menschliche, uneitle Deutung gelungen. Mit natürlich fließenden Tempi stellt er ganz seine Sänger in den Mittelpunkt und trägt sie wie auf Händen.

Wolfgang Windgassen präsentiert uns hier seinen besten Tristan - stimmlich frisch und sicher wie selten, mit mehr Kraftreserven als in seinen späteren Aufnahmen, dadurch ohne gepresste Töne, mit klarer Artikulation und ohne die manchmal zu tiefe Intonation, die im '57er Mitschnitt etwas gestört hatte. Dazu kommt eine bewegende Interpretation der Rolle. In dieser Form war Windgassen einer der großen Tristan-Sänger.

Birgit Nilssons Stimme hatte hier noch nicht den schweren Stahlpanzer ihrer späteren Aufnahmen, und passt damit noch besser zu Windgassens lyrischerer Stimme als etwa im Böhm-Mitschnitt von 1966. Nicht zuletzt deswegen ist auch sie im zweiten Akt als liebende Frau überzeugender. Im Finale hat sie dann leichte Konditionsprobleme, was aber eine insgesamt großartige Leistung nicht schmälert.

Grace Hoffman wurde von Nilsson selbst als ihre beste Brangäne bezeichnet - nicht ganz zu unrecht. Sie hat mit der v. a. im ersten Akt sehr anstrengenden Partie nicht nur keine Probleme, sondern findet zu einem lebendigen und zärtlichen Dialog mit der Isolde.

Der schwedische Bariton Erik Saedén war nur 1958 in Bayreuth engagiert und ist außerhalb seiner Heimat v. a. als "Sprecher" in Ingmar Bergmans Zauberflöten-Verfilmung ein Begriff geworden. Er ist ein fürsorglicher, zärtlicher Kurwenal, kultiviert und trotzdem draufgängerisch. Wieso er nach dieser sehr guten Leistung nie mehr in Bayreuth gesungen hat, kann ich nicht verstehen.

Auch Josef Greindls König Marke gehört zu den positiven Überraschungen - der Bayreuther Bass für alle Fälle war eigentlich vor allem ein zuverlässiger und solider Sänger, wie er etwa in der Furtwängler-Aufnahme von 1952 als Marke gezeigt hatte. Hier hat er darstellerisch einiges mehr zu bieten, singt mit großer Intensität.

Dass dann auch noch der junge Seemann von Sandor Konya (!) gesungen wird, der eigentlich in jenem Jahr als Lohengrin engagiert war, ist fast zuviel des Guten.

Der einzige Wermutstropfen in dieser ansonsten so großartigen Aufnahme sind tontechnische Unzulänglichkeiten v. a. im 3. Akt (Rauschen, leichtes Scheppern, Souffleur) - im Gegensatz zu der Böhm-Einspielung von 1966 mit denselben Hauptdarstellern wurde die Aufnahme nicht lange für ein optimales Ergebnis vorbereitet, es war nur ein einfacher Radio-Mitschnitt. Wer das in Kauf nimmt, wird durch eine ungemein inspirierte, spannende Aufnahme belohnt.
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