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am 20. August 2003
Hank, ein ehemaliger Vollzugsbeamter im Todestrakt, von seinem Vater zum Rassisten erzogen, lernt eine schwarze Frau kennen. Wie es der Film will, wurde deren Mann kurz zuvor in jenem Gefängnis hingerichtet, in dem Hank gearbeitet hatte. Denkbar schlechte Voraussetzungen für eine Romanze, aber die Grundlage eines packenden, ergreifenden Films. „Monster's Ball" überzeugt durch die zwei sehr guten Hauptdarsteller Billy Bob Thornton und Halle Berry, die für ihre Leistung zu Recht den Oscar gewann. Die Bilder ziehen in ihren Bann, den die Musik verstärkt. Ein ungewöhnliches Werk, teilweise Tragödie, teilweise Liebesfilm, extrem konstruiert, was nicht stört, denn die so entstehende ungewöhnliche, häufig überraschende Geschichte ist interessant und gut erzählt. Eher unkonventionell ist „Monster's Ball" auch formal: Abgesehen von gelegentlich willkürlich wirkenden Schnitten bleibt manch ein entscheidender Moment außen vor, dafür wird umfangreich und detailliert das Davor gezeigt - sei es im Fall einer Hinrichtung oder einer Liebesnacht. Dieses unverbrauchte Vorgehen intensiviert die Wirkung. Das Ende stellt jedoch nicht recht zufrieden: Obwohl Regisseur Marc Forster für Komplikationen schnelle Lösungen findet, bleibt zuletzt nur Zeit für einen kurzen Prozess. Das mag passen, lebt doch der Film auch davon, dass er sich andeutende Handlungen abkürzt und so den Erwartungen der Zuschauer widerspricht. „Monster's Ball" ist ein faszinierendes, manchmal tieftrauriges Werk mit einer eigenen Handschrift, allemal vier Sterne wert.
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am 15. Juni 2006
Der Protagonist Hank arbeitet als Vollzugsbeamter im Gefängnis. Er ist zugegen als der farbige Polizistenmörder Musgrove hingerichtet wird. Zuhause lebt er mit seinem schwierigen Vater zusammen.

Zwei Ereignisse bringen Hank auf einen neuen Lebenspfad. Zum einen erschießt sich sein Sohn vor seinen Augen. Wenig später wird Musgrove übergewichtiger Sohn angefahren. Zunächst zörgert er, doch dann hilft er Musgrove's Frau Leticia ihren Sohn ins Krankenhaus zu bringen. Aber es ist zu spät. Auch sie verliert ihren Sohn. Hank sucht zukünftig den Kontakt zu Musgrove's Frau und beide verlieben einander.

Die Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt, als Hanks Vater Leticia schwer beleidigt. Hank zieht die Konsequenzen und bringt seinen Vater in einem Altersheim unter. Eine weitere Prüfung steht den beiden bevor, als Leticia entdeckt, das Hank ihren Mann im Gefängnis kannte.

Die Film ist eine Plädoyer gegen Rassismus und für die Menschlichkeit. Wir leben in harten Schalen wie Familie und Kinder. Doch wenn diese zerbrechen (sterben), erkennen wir auch in fremden Menschen den Nächsten. Hank verwandelt sich von einem Saulus zum Paulus. Er ergreift Partei für jene, die er zunächst zurückweist. Sein Denken hat sich verändert und er selbst hat etwas hinzu gelernt.

Ein leiser Film mit Tiefgang. Die Situationen sind schwierig, hauchdünn und ein falscher Schritt würde die Menschen wieder auseinanderführen. Der Zuschauer folgt ergriffen dem spannenden Handlungsfluss und hofft selbst das kaum zu glaubende Happy end.
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am 5. April 2006
Dieser Film ist wirklich ein großartiges Beispiel dafür, wie man die Gefühle des Zuschauers durcheinander wirbeln kann. Man fühlt bei jeder weiteren Szene mit und weiß am Ende nicht, ob man nun weinen sollte oder sich freuen. Äußerst empfehlenswert - ein sehr guter Film!
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am 18. Juli 2012
Vorweg:

Meine Rezension bezieht sich ausschließlich auf den Film - wer Informationen zum beworbenen Film-Paket und den enthaltenen Extras sucht, kann meine Rezension einfach überspringen.

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Grundlage
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Nachdem ich nach dem Schauens des Films einige sehr kritische aber interessante Rezensionen gelesen habe, hat sich mein ursprüngliches Bild noch etwas gewandelt.

Unterstellt man dem Film die Absicht, zwischen Schwarz und Weiß zu trennen, die entsprechenden Milieus charakterisieren und die Reaktion zweier Stellvertreter im Angesicht persönlicher Katastrophen darstellen zu wollen, so muss man sicherlich zugeben, dass dies nicht wirklich authentisch gelungen ist. Halle Berry ist hierfür tatsächlich einfach zu "mainstream-hollywoodtauglich" bzw. "geleckt" (was ich aber angesichts einiger dominanter Filmszenen alles andere als wörtlich meine) und passt sowohl optisch als auch schauspielerisch nicht zu ihrer Filmfigur.

Da ich mich jedoch zu wenig mit "Milieustudien" auskenne ist mir diese Diskrepanz beim Schauen nicht so sehr ins Auge gesprungen. Ich habe mich weniger auf die "ethnische Grundgesamtheit" denn auf die individuellen Schicksale konzentriert - und dabei gefiel mir der Film eigentlich recht gut.

Inhalt
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"Monster's Ball" lässt zwei Menschen aufeinander treffen, die Tragisches erlebt haben. Ein Gefängniswärter der sich des transgenerational-implementierten Einflusses seines rassistischen, vergrämten und cholerischen Vaters nicht recht entziehen kann, die gleichen Eigenschaften immer wieder schmerzlich an seinem Sohn auslässt und diesen damit letztlich in den Suizid treibt.

Eine Mutter, die den kriminellen Vater ihres binge-eating-gestörten Sohnes an die Todesstrafe verliert und mit der Erziehung des stark übergewichtigen Jungen bei aller zu ihm empfundenen Liebe völlig überfordert ist.

Ohne die zufällige Überschneidung ihrer beiden Schicksale zu kennen, treffen diese Hauptpersonen aufeinander und erfahren unerwarteten Halt und Sinn in ihren Leben.

Umsetzung
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Die eigentlich dramatische Filmidee wurde für meinen Geschmack grenzwertig ruhig und langsam umgesetzt. Obwohl es immer wieder sehr fesselnde, emotionale und wachrüttelnde Szenen gibt, verlaufen die Zwischenräume doch relativ stockend und nüchtern. Die Dialoge erscheinen so, als ob sie besonders authentisch sein sollen, wirken dabei aber manchmal ein wenig arg "kunst-lich". Als Stärke des Films empfand ich, dass er dramatische Szenen wenig dramatisch darzustellen vermochte - ganz so, wie es auch im echten Leben passieren könnte: Ersteinmal passiert da einfach nur irgendetwas - ohne viel Pomp, Trara und Schock. Erst im Nachhinein zeigt sich häufig das Ausmaß des Vorfalls.

Wertung
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Eine optisch sehr ansprechende Halle Berry, die in diesem Film gerade angesichts dieser hervorstechenden Eigenschaft ein wenig fremdkörperhaft wirkt. Ansonsten erstklassig besetzte Figuren mit differenzierten Charakterzeichnungen. Eine dramatische, tiefgreifende Geschichte die sehr ruhig und authentisch erzählt wird. Ein Film, der als Milieustudie von Leuten die es besser als ich beurteilen können, relativ scharf kritisiert wird. Individuell jedoch fesselnde Schicksale.
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am 2. Mai 2003
In diesem Film geht es um den Vollzugsbeamten Hank(Thornton), der die Oberaufsicht über eine Hinrichtung hat. Dan ist dort auch noch die schwarze Leticia(Berry) deren Mann hingerichtet wird.
Doch dieser für den Zuschauer sichtbare Zusammenhang bleibt den beiden genannten Figuren lange verborgen.
Nach der Hinrichtung und wegen der sich daraus ergenbenen Ereignisse, ich will nicht zu viel verraten, kündigt Hank seinen Job. Er will einen Neuanfang wagen. So lernt er schließlich Leticia kenne. Die Anziehungskraft die zwischen den beiden aufkommt wird sofort deutlich.
Trotz der wenigen Dialogen kommt die Zerrissenheit der Figuren absolut rüber, was sicherlich den beiden Hauptdarstellern zu verdanken ist.
Insgesamt gesehen ist den Verantwortlichen ein besonderer Film gelungen, über den man auf jeden Fall länger nachdenkt. Der Film ist zu Unrecht eher weniger bekannt. Auf jeden Fall zu empfehlen finde ich.
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am 22. April 2003
This cleverly simple, but well balanced plot is well known by now and if you don't know it, it doesn't matter much, as the acting carries this film. Billy Bob Thorton again plays a southern hick (a Corrections Officer), a character he does so well at. His father (Peter Boyle) also plays a great bigot (something he began in 1970's "Joe"). Billy Bob's son played by Heath Ledger, again plays his typical character role as a hick with a conscience. Now, it is Ms. Halle Berry that breaks rank and shows her best in a shockingly well-acted part as a single mother waitress. I saw "X-Men" and didn't expect anything out of Berry, but she went for broke and plays such a convincing character, I was happy she won that Oscar!
Again, it's a simple plot, but not one without merit, as it explores some serious issues of racism, bigotry, inter-racial relationships, child abuse, obesity, murder, suicide - and does it with a deft and staight forward tone. Quite a load for a 'small' film. It's not a happy picture and at times can be terribly depressing. But, the script also keeps it afloat with realistic dialogue, taken well advantage of by the cast.
One note of dismay: Only in America can two characters make love in a film where the woman is completely naked and the man still has his underwear on! What is up with that?
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am 16. Februar 2004
Die Geschichte dreht sich um Hank, den durch seinen rassistischen Vater geprägten Henker eines Gefängnisses, und Leticia, eine schwarze Frau, die ihren Mann an die Todesstrafe (Hank war der Vollzieher) verloren hat. Hanks Sohn hat denselben Job wie sein Vater, doch er hält den psychischen Druck in seinem Leben nicht aus und bringt sich selbst um. Leticia verliert auch noch ihren Sohn bei einem Autounfall. Nun haben beide alles Wichtige in ihrem Leben verloren und dann finden sie sich gegenseitig...
Der Film selbst ist spitzenklasse. Es werden so viele kritische Themen behandelt, ohne dass der Film damit jedoch aufdringlich wird. Das Tempo ist sehr gemächlich. Die Schauspieler sind einfach perfekt (Oscar for my favourite Actress Halle Berry) . Man wird einfach in die Geschichte mit hineingezogen und bewahrt gleichzeitig dennoch eine spannende Distanz.
Gleichzeitig muss noch gesagt werden, dass dieser Film nichts für prüde Gemüter ist.
Die DVD ist in einer ordentlichen Eurobox untergebracht und wartet neben den üblichen Features einer DVD mit ein paar netten Extras auf:
- Making of Monster's Ball
- Anatomie einer Szene (die Szene der Hinrichtung)
- ein sehr kurzer Bericht über die Filmmusik
- ein paar Trailer
- kurze Interviews mit den Hauptdarstellern (dürftig)
- Biographien und Filmographien zu den Hauptdarstellern
Insgesamt kann ich diesen Film jedem empfehlen, unabhängig ob man das Genre mag oder nicht.
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am 11. März 2011
... das ist glaube ich ein passender Titel für die Story dieses Streifens.

Story:

Im Süden der Vereinigten Staaten kommt es auf Umwegen zu einer sehr ungewöhnlichen Liebesgeschichte: Der Rassist Hank Grotowski verliebt sich in die Farbige Leticia Musgrove, nachdem er ihr bei einem Unfall geholfen hat, bei dem ihr Sohn ums Leben kam. Groteskerweise arbeitet ausgerechnet Hank als Aufseher in dem Gefängnis, in dem Leticias Ehemann auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet worden ist. Davon unwissend gibt sich Leticia ganz dieser neuen Liebe hin.

Kritik: (Amazon)

"Der unerschrockene Realismus und die glänzenden Darbietungen in Monster's Ball sind in jeder Beziehung atemberaubend. Hank (Billy Bob Thornton) und Leticia (Halle Berry) leben in der krassen, unschönen Wirklichkeit des zeitgenössischen amerikanischen Südens -- er als Justizvollzugsbeamter und sie als künftige Witwe eines Todeskandidaten (Sean Combs), an dessen Hinrichtung er beteiligt ist. Nach der Exekution verlieren beide ihre Kinder durch tragische Unfälle und gehen danach eine ungewöhnliche Bindung ein.

In den Händen von geringeren Beteiligten hätte diese schicksalsschwere Handlung die Glaubwürdigkeit schwer strapazieren können und Tür und Tor für liberale Moralpredigten über die offensichtlichen Ungerechtigkeiten des amerikanischen Justizsystems geöffnet. Regisseur Marc Forster und Kameramann Roberto Schaefer halten jedoch die strittige Natur der Sujets des Films -- die Todesstrafe, offener wie auch unterschwelliger Rassismus, gemischtrassige Paare -- mit makelloser Aufmerksamkeit für Charakter- und optische Details auf eine Art und Weise im Gleichgewicht, die völlig überzeugt. Die moralische Unbestimmtheit beider Hauptfiguren kommt voll zum Ausdruck, während unser Mitgefühl anfangs widerwillig, später dafür umso resoluter geweckt wird. Thornton schöpft aus scheinbar unerschöpflichen Quellen, um wieder einmal eine ausgezeichnete Darbietung zu liefern. Die wahre Offenbarung ist jedoch Halle Berry, wie sie den ganzen Film hindurch den komplexen Tenor von erlebter Brutalität und nackter Courage aufrecht erhält. --Fionn Meade"

Eigene Meinung:

Ein äußerst bewegender Film, über eine Frau, die in kürzester Zeit alles verliert. Mann, Sohn, Haus und Job...
Im Gegensatz der Aufseher (Billy Bob Thornton) der seinen eigenen Sohn hasst (Heath Ledger in einer Top Nebenrolle). Geschürt wird dieser Hass durch seinen eigenen Vater der ebenfalls ein Rassist und Negerhasser ist.
Sein Sohn begeht Selbstmord, er kündigt den Todestrakt Aufseher Job und will sich mit einer Tankstelle selbstständig machen. Dabei lernt er die Schwarze Kelnnerin kennen und es entwickelt sich sofort eine tiefere Beziehung. Zwei Seelenverbundene begegnen sich...
Ich weiß nicht ob Halle Berry Oscarreif war, aber die Sex Szenen waren schon nicht schlecht ;-) Spaß beiseite. Ein tiefer gehender Film der zum Nachdenken anregt und Rassenfrage, Todesstrafe und die Problematik einer schwarz/weißen Beziehung unter die Lupe nimmt...

Viel Spaß
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am 8. April 2003
Der Oscar-prämierte Film "Monster's Ball" ist hierzulande nur kurz gelaufen - leider zu unrecht. Es geht - wie in "Dead Man Walking" um die Todesstrafe, Protagonist ist hier aber nicht der Verurteilte, sondern der eisenharte, rassistische 'Henker' (Billy Bob Thornton als Correction Officer) und die schwarze Witwe (Halle Berry) des Todeskandidaten. Eine intensive Liebesgeschichte entwickelt sich, in der nur einer der beiden um die Identität des anderen weiß. Wie diese beiden verzweifelten Seelen sich körperlich lieben, zeigt welche Leidenschaft und welche Deformationen sie in sich tragen - und lässt die Frage aufkommen, ob der Film in dieser Fassung in der USA zu sehen war. Nichts für prüde Gemüter jedenfalls. Dennoch lassen die beiden Figuren nicht die emotionale Nähe zum Zuschauer aufkommen, wie es in "Dead Man Walking" der Fall ist. Diese Distanz tut dem Film aber keinen Abbruch. Angesichts der Tatsache, dass ihn viele wohl noch gar nicht gesehen haben, kann ich nur raten: ansehen!
Die DVD übrigens bietet als Extras lediglich gut zwanzig Trailer zu anderen Oscar-prämierten Filmen.
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am 23. März 2003
Was auch immer die Erwartungen sind, mit denen man sich diesen Film anschaut, er kümmert sich nicht darum. Nach wenigen Bildern schon hat der Film ein Tempo aufgenommen, das langsam aber unerbittlich ist, das gnadenlos fortschreitet und dem Geschehen den Takt eines Metronoms verpasst.
Fast protokollartig spult sich die Handlung ab, gehen die Akteure ihren Tätigkeiten im Todestrakt, im Coffeee Shop, im Vorgarten nach. Die Wirklichkeit ist eine Routine, die für Fragen keine Zeit hat. In kurzen Momenten fragt der Todeskandidat etwa nach ein bisschen mehr Zeit zum Abschied von seinem Sohn, später bittet er noch um ein kurzes Telefongespräch. Beide Male aber akzeptiert er verständnisvoll und resignierend, dass für solche Dinge in der Routine der Realität kein Raum ist, dass der Ablauf nicht unterbrochen werden kann.
Das Zusammentreffen der beiden Hauptakteure ist nach normalen Gesetzmäßigkeiten reiner Zufall, und seine Unwahrscheinlichkeit hätte bei den meisten Filmen die gesamte Story in Frage gestellt. Hier sorgt der monotone Rythmus des Geschehens nur dafür, dass ein Zufall nicht als solcher hinterfragt wird. Wenn die Geschehnisse keine Bedeutung und keinen Sinn in sich tragen, wird die Frage nach ihrer Herkunft, der inneren Logik uninteressant. Unfälle, Verbrechen, Begegnnungen, Sex, Beschimpfungen, sie geschehen einfach, reihen sich als Realität ohne jeden Anspruch nach Sinn aneinander.
Im Schlussbild sitzen Billy Bob Thornnton und Halle Berry auf der Treppe zum Garten nebeneinander, starren drei Gräber an und haben hinter, vor und in sich eine große illusionslose Leere. Was sie zusammen gebracht hat war nicht die Logik des Drehbuchs sondern der Schrei nach einem Funken Gefühl, nach dem Wunsch etwas, jemanden und vor allem sich selbst wieder zu spüren. Nun sitzen sie nebeneinander in der trostlosen Monotonie des Lebens und wissen etwas, das ihnen hilft, nicht zu ertrinken: dass sie beide etwas spüren wollen, und dass der andere ihnen das geben kann.
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