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Kundenrezensionen

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am 8. Januar 2009
Nach der letzten Rezession fühle ich mich genötigt, etwas zu diesem genialen Film zu schreiben.
Ich selber bin seit langen Jahren Reenactor und "Hobbyhistoriker".
Ich schaue mir gerne Filme mit historischem Hintergrund an, was mir dann leider häufig fast körperliche Schmerzen bereitet, wenn ich sehen muss, wie lieblos der Zuschauer normalerweise mit Hollywood-Klischees bei Handlung und Ausstattung abgespeist wird.
"Merkt eh niemand", "will doch keiner sehen", oder sogar "die Zuschauer wollen ihre Mittelalter-Vorurteile bestätigt sehen", sind da gewöhnlich die Hauptargumente.
Dieser Film macht vor, dass beides hervorragend zusammenpassen kann:
Authentizität und ein packender Film, bei dem, auch meiner Meinung nach, der Vergleich mit "Königreich der Himmel" durchaus angebracht ist!
Mein persönliches Fazit: Er ist völlig anders und er ist besser!
Wo KdH ein glamuröses Hollywood-Heldenspektakel ist, mischt Arn gekonnt "Liebesdrama" mit "Mittelalter-Antikriegsfilm", ohne dabei billig, oder kitschig zu wirken.
Gegen die erdrückende Übermacht puren Geldes und gigantischer Spezialeffekt-Orgien, setzt Arn eine glaubwürdige Story mit Tiefgang, handwerklich sehr solide umgesetzt, und beeindruckende Authentizität, die eine unglaublich dichte Atmosphäre schafft. Man merkt förmlich, wieviel Herzblut hier in jedem Detail steckt.
Wer nicht damit umgehen kann, dass der Adel nicht in Schlössern lustwandelt, sondern auf seinem kleinen Rittergut selber kräftig Hand anlegt, wer nicht auf glänzende Rüstungen und epische Massenschlachten verzichten kann und sich darüber aufregt, dass selbst die Königin im Alltag selber ihre Wäsche aufhängen muss, sollte sich diesen Film nicht anschauen. Alle anderen werden mit tollen Bildern und stimmungsvollen langen Einstellungen belohnt.
Auch wenn der Experte natürlich noch immer Fehler findet, ist das Gesamtbild jedoch wohltuend stimmig.
Langweilig? Nicht die Spur! Auch "Action" und "Heldentum" und kommt nicht zu kurz! Allerdings wohl dosiert und nicht in hektischen "Musikvideo-Schnitten".
Die tragische Liebesgeschichte als Rahmenhandlung, trägt zur ausgewichteten Spannungskurve bei. Handwerklich solide und nach meiner Auffassung ganz und garnicht schmalzig.
Ein Film, den ich mir auch zusammen mit meiner Frau anschauen konnte und der einen auch noch nach Tagen beschäftigt, wie man wahrscheinlich deutlich merkt.

VORSICHT!!!!!!!!!!!!!!!
Die vorligende deutsche Fassung ist leider dramatisch gekürzt.
Aus den zwei Originalfilmen "Arn, the Knight Templar" (2007) und "Arn, Kingdom at Road's End" (2008), wurde die Fassung für den "Internationalen Markt" um fast 50% zusammengeschnitten!
Noch immer durchaus sehenswert, aber bitte nicht wundern, wenn die Handlung an einigen Stellen sonderbar unzusammenhängend und "holprig" erscheint, und plötzlich unerwartet neue Charaktere auftauchen.
Daher einen Stern Abzug!
Ich hoffe natürlich inbrünstig auf eine deutsche Fassung beider Teile!!
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am 18. Februar 2009
Spitzenfilm aus Skandinavien (Schweden).

Ich fasse mich kurz:
Ein Hauch besser sogar als "Königreich der Himmel".
Kein wenig kitschig!!!!!
Wahre Begebenheit!
Verdammt (!) gute Bilder!!! Sehr schön!
Super Soundtrack!!!
Story NICHT vorhersehbar!

Leihempfehlung: JA
Kaufempfehlung: ABSOLUT NICHT !!!

Warum keine Kaufempfehlung???
Weil den Schweden der deutsche Markt nicht wichtig scheint, denn
der Film ist um ca 50 Prozent gekürzt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ja, Sie haben richtig gelesen: Fünfzig!!!!!
Er ist ein Zusammenschnitt aus 2 Filmen, die NICHT auf deutsch erschienen sind.
Sie heißen:
"Arn, the Knight Templar" (2007)
und
"Arn, Kingdom at Road's End" (2008)

Tja, deswegen natürlich ein Stern Abzug! Trotzdem ist der Film spitze und hat eine vollständige & abgeschlossene Handlung.

Aber im Gemüseladen kaufe ich auch keine halben Tomaten !!!
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am 31. Juli 2010
Special Edition? Von wegen! Wieder nur die auf die Hälfte heruntergekürzte Version. Deutschland scheint für manche Filmvermarkter wirklich der Müllplatz der Welt zu sein. Wer kein Schwedisch versteht, wartet bis heute auch vergebens auf die Auswanderer-Saga von Jan Troell (Utvandrarna/Nybyggarna) in ungekürzter Fassung, und das gleiche gilt hier: 50% Kürzung, ähnlich wie bei "Chi bi" von Meisterregisseur John Woo (hier gibt es wenigstens eine nur geringfügig zensierte Version mit englischen Untertiteln auf BD). Die beiden Filme "Arn: Tempelriddaren" und "Arn: Riket vid vägens slut" gibt es in ganz Skandinavien als BD, allerdings dort nur mit UT in da, no, fi und sv. Gesprochen wird Schwedisch, Englisch, Französisch, Arabisch und Lateinisch. Wer Deutsch kann und die schwedischen Untertitel mitliest, versteht einigermaßen, worum es geht. Man sieht immerhin 268 Minuten Film -- also mehr als das Doppelte dieser Ausgabe!
Nachtrag: Inzwischen ist die Langversion auch in Deutschland erschienen -- ein Grund mehr, die Finger von dieser Verstümmelung zu lassen.
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... war dieser Film für mich, eine sehr positive.

Preludium:

Gestern war Freitagabend, meine Frau ist übers Wochenende zu ihren alten Schulfreundinnen gefahren und ich habe nun die Quahl der Freizeitwahl gehabt: Film gucken, Playstation spielen, Buch lesen oder Nix machen.
Das Ende vom Lied, ich habe mir "Arn" aus der Videothek ausgeliehen.

Ganz, ganz ehrlich und Hose runter, mein Gedanke beim Ausleihen des Film war:

"Naja, es ist eh schon spät und wenn der Film langweilig ist (was ich eh vermute) dann schlaf ich halt friedlich ein, die Covertexte und Bilder halten eh nie das, was sie versprechen..."

So kann man sich irren.

2 Punkte:

1. Ich bin sowohl Mitglied einer Reenactorgruppe, als auch Trainer für's Lange Schwert. Was ich damit sagen will ist nicht, dass ich eine Koryphäe in Sachen authentische Darstellung des Lebens im Mittelalter jedoch sensibilisiert auf fehlerhafte oder gar widersprüchliche Darstellung derselbigen bin.

2. Ich kenne die Bücher nicht und habe nur durch die DVD von Ihnen erfahren. Mir ist klar, dass ganz selten Filme mit den jeweiligen Büchern gleichziehen können und dass die Bücher noch seltener getoppt werden können. Deswegen kann ich auch nicht den Film gemessen am Buch bewerten, das wäre unredlich.

Zum Film:

++++++++++++++++++++

Positives:

+ Gute Geschichte mit einer großen Zeitspanne
(Die Bücher hole ich mir als nächstes.)

+ Durchweg gut besetzte Hauptrollen
(Ich bin wirklich begeistert. Arn, wirklich gut, wunderbar die Mischung aus Pflichtbewusstsein, Heimweh und Sehnsucht nach Cecilia. Man sieht seinen Zwiespalt, man spürt, wenn er glücklich ist, grandios seine Liebe zu Cecilia. Er erinnert mich ein bisschen an Camaris-s'Vinitta aus der Osten Ard Saga von Tad Williams. Cecilia, ebenfalls fantastisch, ihre Blick, ihre Bewegungen. Bei dieser Frau könnte man auch alles Licht ausmachen und sie würde trotzdem noch strahlen. Salahadin weiss ebenfalls zu überzeugen, wie auch einige der Tempelbrüder. Bibi Andersons Leistung als Äbtissin Rikkissa ist ebenfalls hervorzuheben. Ich habe sie während des Film wirklich gehasst; wenn das kein Kompliment ist, dann weiss ich auch nicht.)

+ Gute Erzählstruktur
(zu den Holperern komme ich noch, das was ich hier meine, ist der Aufbau der Geschichte und des zeitlichen Rahmens (ebenfalls nicht mit Zeitfortschritt bei den negativen Sachen weiter unten zu verwechseln, s.u.))

+ Sehr gute und passende Filmmusik
(Stellenweise hervorragend, mal zurückhaltend, mal vordergründig. An ein oder zwei Stellen war sie jedoch an der Schmerzgrenze in Sachen epischer Überladung, jedoch hat sie diese Grenze glücklicherweise nie erreicht oder überschritten.)

+ Gute Dialoge und sehr gute redefreie Szenen
(Keine ehrtriefenden und aufgesetzt wirkenden Reden, die Dialoge wirken sehr glaubwürdig, kein moralisches Geheuchel für die politische Korrektheit im Fernsehen.)

+ Gute Bildqualität

+ Guter Farbtonus der Szenen
(Ich mag es, wenn Szenen oder Handlungsabschnitte ihren eigenen Tonus haben. Man kann das sicherlich auch übertreiben, aber Farbe kann neben Licht jede Stimmung unterstreichen: die Frühlings oder Sommenszenen mit dem satten Grün, die tristen Winterszenen in Graublau, die Wüstenszenen in kräftigen Orange und Gelb, fantastisch, sehr impressiv und nie übertrieben)

+ Sehr gute Einstellungen und Kamerafahrten
(Dazu muss man sich selbst ein Bild machen, einfach mal den Trailer anschauen, der ist schon aussagekräftig für den ganzen Film, wie ich finde.)

+ Clever gelöste Schlachtszenen
(Das meine ich wie folgt: weite Einstellungen mit vielen Statisten und wenn es dann ans Geplänkel geht, werden die Einstellungen feiner und kleiner. Durch den geschickten Wechsel dieser beiden Positionen kommt trotzdem das Gefühl auf, an einer großen Schlacht teilzuhaben. Das wir durch Schlachtenszenen à la Helms Klamm oder Kingdom of Heavens verwöhnt sind, braucht sicherlich keiner zu bestreiten, und trotzdem schafft es der Film mit viel, viel geringeren Mitteln eine akzeptable Schlachtatmosphäre zu schaffen.)

+ Sehr gute Schauplätze
(Wow. Was für Landschaften, was für Panoramen. Da bekommt man Lust, seinen Rucksack zu packen und sich alles vor Ort anzuschauen.)

++++++++++++++++++++

Weniger Positives (Negatives klingt immer so... ja, negativ!)

- manchmal etwas farblose Nebendarsteller
(Naja, der Sohn von Arn macht jetzt nicht wirklich viel her, Knut der König wirkt auch etwas farblos, fast schon scheint es, als ob Birger der König wäre, von den Ordenschwestern möchte ich gar nicht erst sprechen die manchmal schauen wie aufgeschreckte Eichhörnchen und wo man Angst haben möchte, dass die Augen gleich aus dem Gesicht fallen. Das fällt um so mehr ins Gewicht durch die wirklich gut besetzten und gespielten Hauptrollen.)

- teilweise holprige Handlung
(Ich schreibe es noch einmal, ich wusste bis gestern nicht, dass es eine Buchtrilogie ist, und ich wusste bis heute nicht, dass es eigentlich zwei Filme sind, die zu einem zusammengeschnitten worden sind. Trotzdem, unbeeinflusst davon, sind mir ziemlich große Holperer aufgefallen. Es tauchen da Charaktere auf, die viel mehr Tiefe in der Geschichte vermuten lassen, aber so plötzlich sie auftauchen, so plötzlich verschwinden sie wieder, Beispiele: die "peitschende Ordensschwester", die Königin, die ohne jede weitere Erklärung plötzlich im Film eingeführt wird, das Verschwinden des zuerst gezeigten Großmeisters der Tempelritter im Film und der plötzlich als Großmeister announcierte andere Tempelritter, der vorher kein Großmeister war und schließlich Arns Knappe(?))

- Zeitlicher Fortschritt bei den Charakteren
(Mal ehrlich, die Charakter altern nicht wirklich 20 Jahre. Die Rückblenden mit der Kindheit Arns, seine Entwicklung zum jungen Manne und schließlich zum reifen Kriegsveteranenen funktionieren und sind de facto für mich die große Ausnahme. Birger hingegen scheint, wie auch Cecilia oder die Äbtissin, nicht wirklich 20 Jahre zu altern, sieht man einmal von einer gewissen Sterbeszene im Kloster ab. Das ist nicht zwangsläufig störend, jedoch war ich ein paar Mal überrascht, dass angeblich eine so großen Zeitspanne vergangen ist.)

++++++++++++++++++++

Fazit:

Ich könnte noch viel mehr zu diesem Film schreiben, aber irgendwann verliert man die Übersicht.

Großes Kino in großem Format und mit großartigen Hauptdarstellern. Ich habe mich während der zwei Stunden Laufzeit prächtig unterhalten lassen, habe mitgefiebert, dass alles gut wird, hab an Stellen das eine oder andere Tränchen in den Augen gehabt (Salahadins Abschied von Arn und die Abreise waren der Overkill für mich) und habe einen wirklich guten Film ohne diese Vielzahl an gängigen Cliches über die Zeit der Kreuzzüge mit einer wirklich angemessenen Darstellung der Charaktere als auch der Lebensumstände und Mentalität gesehen. Die Dynamik war wirklich gut umgesetzt, bis auf die Handlungsholperer. Es wurde nie langweilig und die langen und redefreien Einstellungen haben mich den Geist jener Zeit mehr spüren lassen, als so manch andere Großproduktion, was wirklich auch zum Großteil an der Glaubwürdigkeit der Hauptcharakter liegen mag. Kleinere Schwächen - Mängel wäre ein zu starkes Wort - sind zwar vorhanden, s.o., aber diese schmälern den Filmspaß nur sehr wenig, um nicht zu schreiben gar nicht.

Top für:

- Leute, die es authentischer mögen.
- Leute, die nicht eine Actionszene nach der anderen brauchen, damit ein Film sehenswert wird.
- Leute, die weite, lange Einstellung mögen.
- Leute, die auch ohne Dialog einem Film folgen können/wollen.
- Leute, die sich mit dem Thema Kreuzfahrerei beschäftigen.
- Leute, die Historienfilme mögen.
- Leute, die "Die Kreuzritter" vom polnischen Autor Henryk Sienkiewicz mögen.

Hut ab!
66 Kommentare| 105 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 13. Februar 2009
Als ich die Rezensionen hier laß war ich doch Skeptisch was den Film betrifft und habe ihn mir dann doch mal ausgeliehen auf Blu Ray DVD.
Und ich wurde eines besseren belehrt. Natürlich weißt dieser hier teilweise extreme paralellen auf zu Königreich der Himmel, aber er ist dennoch nicht schlechter.
All denen, die die Bücher nicht gelesen haben, so wie ich dem sei gesagt er wird wohl nichts vermissen. Die Story mag gekürzt sein für den Markt, da der Film ansonsten zu Langatmig wäre für das Publikum. So ist die Story für nichtkenner des Buches voll in Ordnung und man kann der Story durchweg folgen ohne etwas zu vermissen.

Ich war teilweise sichtlich gerührt von den Schauspielerischen Leistungen besonders gegen Ende des Filmes. Von blassheit der Akteure keine Spur.

Und im Gegensatz zu produktionen wie Alatriste, "Der teuerste Film Spaniens", den ich eher Mau fand, so ist dieser doch sehr gelungen und bewegend!!!

Was die Kirchenkritik betrifft wäre ich vorsichtig... Denn es zeigt sich im Film das nicht unbedingt die Kirche, sondern einzelne Akteure, die der Kirche dienen aus niederen Beweggründen handeln. Schließlich gibt es ja auch noch gute Charaktere auf ihrer Seite.

Die Qualität der Blu Ray geht in Ordnung. Da ich die DVD Fassung nicht gesehen haben kann ich kein Vergleich anstellen. Aber im Gegensatz zu Blu Ray Fassungen wie King Arthur, (die ein wirklich grottiges Bild hat), ist diese eine echte Perle.

Ich werde mir den Film auf jeden Fall auf Blu Ray kaufen. Denn so gut war er auf alle Fälle. Da kann ich auch getrost ein Auge zudrücken wegen dem Templer ähhh Christusritterkreut....

Nachtrag:

Nun gibt es bekanntermaßen ja diesen riesen FSK Aufdruck auf den Packungen/Covers. Und auch die Blu Ray von Arn in der Kunststoffhülle blieb nicht davon verschont. Hier hat man Clever gehandelt und ein Doppelcover eingerichtet, wenn man also das Cover der Innenseite nimmt, hat man kein FSK Logo. Sehr gut mitgedacht und sehr Kundenfreundlich!!!
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am 11. Januar 2009
Ich habe mir gestern aus der Videothek die deutsche Fassung geholt und war gespannt darauf, wie sie geworden ist. Ich habe im vergangen Jahr den ersten der beiden Originalfilme gesehen und war begeistert von der Umsetzung der Romanvorlage. Doch gestern wurde meine Freude gedämpft. Grund: Die drastische Kürzung und das zusammenschneiden beider Originalfilme zu einem! Die durch den Zusammenschnitt entstehenden "Holperer" und das Fehlen wichtiger Szenen wirkt der Film auf nicht komplett. Ich habe die Bücher gelesen und muss sagen, bei der geschnittenen Version geht viel zu viel verloren.

Positiv an der Version ist der Ton (musikalische Untermahlung) und die Überraschung im Abspann. Roxette Sängerin Marie Fredriksson nahm extra für die internationale Fassung den Titelsong "Där du andas" in englisch noch einmal auf. Großartige Version mit der ich nicht gerechnet habe.
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am 27. Januar 2009
Wer einen Actionfilm mit furchtbar aufwendiger Kulisse und eine auf das übliche Hollywood-Niveau gebügelte Story erwartet wird enttäuscht werden. Aber keine Angst, der Film ist gut gemacht, die Ausstattung ist auch sehr schön geworden und die Darsteller fähig, wenn auch keine typischen Hollywood-Schönheiten.
Der Film setzt auf leise Töne und zeigt die Geschichte des Arn Magnusson und seiner unglücklichen Liebe zu Cecilia. Die beiden Hauptcharaktere stehen deshalb auch absolut im Mittelpunkt und beugen sich zu keiner Zeit der Action oder sinnlosen Schauwerten. Die Story zieht ihre Spannung aus dem Zwischenmenschlichen, den mittelalterlichen Zuständen und Weltbild. Man bemüht sich zwar politisch korrekt zu bleiben, aber bleibt trotzdem im mittelalterlichen Weltbild. So werden zwar zB gewisse Fälle von Amtsmissbrauch in der Kirche angeprangert, was ber nie in eine Verdammung von Religion im allgemeinen mündet, wie das in heutigen Filmen oft usus ist. Das mag zwar modern sein, passt aber überhaupt nicht ins damalige Weltbild, weshalb sich "Arn" wohltuend hervorhebt.
Wer nicht schon vom Rausch der neuzeitlichen Bilderfluten und dem Jagen nach Superlativen in Sachen Action und Effekten zu sehr infiziert ist und einem im besten Sinne altmodischen Historienfilm etwas abgewinnen kann, der ist mit "Arn" sehr gut bedient. Mir persönlich hat er sehr viel besser gefallen als "Königreich der Himmel".
Einen Stern Abzug jedoch für die Tatsache, dass man es hier mit einem Zusammenschnitt von zwei Filmen zu tun hat, bei dem ca die Hälfte an Material der Schere zum Opfer fiel. Man merkt es dem Film zwar nicht all zu sehr an, aber im Detail eben doch etwas.
BTW: Noch was: Arn ist KEIN Kreuzritter sondern ein Tempelritter! Dieser Faux pas ist imho peinlich liebe Produktionsfirma!
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TOP 1000 REZENSENTam 16. Juli 2009
"Arn - Tempelriddaren" ist eigentlich ein zweiteiliger von Svesnka Film und STV sowohl fürs Kino als auch fürs schwedische Fernsehen realisierte, sehr aufwändige Verfilmung der "Götaland-Trilogie" des schedischen Autors Jan Guillou.
Seine fiktive Romanfigur Arn Magnusson fungiert als Nationalheld und Staatengründer, ein nordischer "Artus".
Für den internationalen Kinomarkt wurde der Film auf 128 Minuten gekürzt.
Mit einem Budget von ca. 200 Millionen schwedischer Kronen ist die Rittersaga der teuerste Film, der jemals in Skandinavien gedreht wurde.
Die Kritiker in der Heimat gingen mit dem Werk des Regisseurs Peter Flint (Das Auge des Adlers) allerdings nicht zimperlich um und das Mittelalterepos wurde mehrheitlich verrissen. So ging der opulente Streifen bei der Jährlichen Vergabe der schwedischen Filmpreise auch total leer aus, er wurde noch nicht einmal nominiert.
Der Publikumszuspruch war allerdings enorm, es gab in Schweden lange nicht mehr gesehene Schlangen vor den Kinos.
Im Jahr 1150 wird im Heiligen Land blutig für das Kreuz gegen die Muslime gekämpft. Unter den Kreuzrittern kämpft auch Arn Magnusson (Joakim Nätterqvist), einst ehrenvoller Sohn einer Adelsfamilie.
Arn wuchs im Kloster auf, weil die Eltern Gott danken wollten, dass eine schwere Krankheit durchs Beten geheilt wurde. Als Junge lernt er dort schreiben, lesen und auch das Kriegshandwerk durch einen Bruder des Klosters, der in seinem weltlichen Leben ein Tempelritter war. Die Priester entscheiden aber, dass er als junger Mann das Kloster verlassen soll, weil seine Bestimmung eher weltlich sei...
Der junge Mann wird allerdings bald Opfer einen finsteren Intrige in seiner Heimat. Beim Singen im Kloster lernt er Cecilia Algotsdotter (Sofia Helin) kennen. Die beiden verlieben sich ineinander müssen sich aber wegen der verfeindeten Familie heimlich treffen. Cecilia wird schwanger. Ihre Schwester Kristina behauptet, dass Arn auch mit ihr geschlafen hat. Die Oberin des Klosters, Mutter Rikissa (Bibi Andersson) verrät die Sünde der Obrigkeit und die beiden Liebenden werden zu einer zwanzigjärhigen Buße verurteilt. Arn wird als Kreuzritter ins Heilige Land geschickt, lernt dort den Feind Saladin, der gerade dabei ist Jerusalem zu erobern, kennen und schätzen. Cecilia wird ins Kloster Gudhem unter die Fittiche der verbitterten Rikissa gesteckt...
Wunderschöne Bilder, manchmal fast zu schön und kinogerecht, gibt es in "Arn" zu sehen, dazu die archaischen Mittelalterthemen wie Ehre, Treue und ewige Liebe, die alle Hindernisse überwinden will.
Möglicherweise durch die Kürzung ist der Film zwar durchgehend rund und kurzweilig anzuschauen, die Szenen "Arn" und "Cecilia" wechseln sich immer wieder ab (Kriegsschauplatz Jerusalem/Realistisches, unmenschliches Klosterleben) aber dadurch kommt selten sowas wie eine epische Größe auf, die beispielsweise beim wesentlich längeren Directors Cut von Ridley Scotts "Königreich der Himmel" gegeben war.
Wer sich aber fürs Mittelalter interessiert, der wird mit "Arn" sicherlich keinen Fehlgriff machen. Der Film zeigt auch eine Zeit, die geprägt war von vielen heiligen Missionen im fremden Land aber auch durch innere Unruhen, verfeindete Familien, die ständig bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit nach der Krone greifen wollten...
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am 8. November 2012
Zu allererst muss erwähnt werden, dass es sich bei dieser Veröffentlichung zwar nicht um eine "ARN"-Box, sondern eher um eine Sammlung, eine Collection, handelt. Dennoch erhält man hier ein Produkt, welches Sammlerherzen wie meines definitiv höher schlagen lässt. Noch dazu, wenn man es geschenkt bekommt. :-)

Diese Collection enthält die Special Edition auf blu ray sowie DVD, die ungeschnittene TV-Langfassung in einem DVD-Set sowie, als besonderes Highlight, die schwedische Kinofassung, Teil 1 und 2, auf DVD! Das erste Mal in Deutschland veröffentlicht.

"ARN - Der Kreuzritter" kann man gut und gerne als ein skandinavisches Meisterwerk bezeichnen. Es ist einer der Filme, über den sich eigentlich nichts Negatives schreiben lässt. Die Story ist mitreißend und spannend und wird auch nicht unnötig in die Länge gezogen. Dieser Film gefällt durch eine gefällige, kurzweilige Erzählweise, eine wirklich gute Geschichte und eine aufwändige Produktion, die mit großen Schlachtenszenen glänzt und bei der es auch an einer imposanten Ausstattung nicht mangelt. Einen internationalen Vergleich braucht dieser Film, der die Geschichte des schwedischen Friedensstifter und Volkshelden Arn Magnusson erzählt, nicht zu scheuen und besonders Fans epischer Historiendramen kommen hier voll auf ihre Kosten. Insgesamt bietet dieser Film sehenswerte Unterhaltung auf hohem Niveau.

Im Gegensatz zu andern Filmen dreht sich bei "ARN – Der Kreuzritter" auch nicht alles nur um die Schlacht, wodurch der Film noch einmal punkten kann. Die Schauspieler in dem Film sind zwar keine Top Stars, lassen aber kaum Kritikpunkte zu. Zu gut ist einfach ihr Spiel.

Wie oftmals kritisiert wird, kann der in Deutschland gängige Film nicht ganz mit den Büchern mithalten. Zuviel fiel der Schere zum Opfer. Eigentlich verständlich, ist es doch fast unmöglich, Bücher eins zu eins zu verfilmen. Und, dass muss ich dringend erwähnen, dies soll die Qualität dieser Versionen in keinster Weise schmälern. Wer die Bücher nämlich nicht kennt, wird hiervon mehr als begeistert sein.

Umso erwähnenswerter ist es deshalb auch, dass der Verleihfirma mit dieser Collection besonderes gelungen ist. Nicht nur die gängigen Versionen sind auf DVD und blu ray erhältlich...

Wer sich die TV-Langfassung einmal ansieht, wird wissen, was es bedeutet, ein grandioses Heldenepos zu sehen. Hier kommen eigentlich alle, auch die Kenner der Bücher, voll auf ihre Kosten. Die zusätzlichen Szenen fügen sich perfekt in die Geschichte ein, wirken auch nicht langatmig, sind einfach genau richtig.

Wer davon auch noch nicht genug bekommen kann (und neugierig auf das Original ist), dem sind die schwedischen Kinofassungen ans Herz zu legen, welche noch mal ca. sieben Minuten länger als die TV-Langfassung sind. Eine besondere Rarität, ein deutlicher Mehrwert für diese Collection.

Zum Abschluss möchte ich natürlich noch ein paar Worte zu Bonusmaterial und Verpackung verlieren:

Als Bonusmaterial der Special Edition auf blu ray erhält man, neben einem Wendecover, u. a. ein exklusives Interview mit dem Romanautor sowie ein umfangreiches Making of. Auf der 2-DVD-Special Edition erhält man zwar das identische Bonusmaterial. Aber die Verpackung ist für Sammler wärmstens zu empfehlen. Diese erhält man in einem hochwertigen Relief-Präge-Schuber. Auf der TV-Langfassung ist als Bonusmaterial ebenfalls ein Interview mit dem Romanautor sowie ein Probekapitel des Romans enthalten. Zudem ist diese Fassung in einem hochwertigen Digipak mit Schuber ein echter Augenschmauss. Auf der DVD mit den schwedischen Kinofassungen ist zwar kein gesondertes Bonusmaterial mehr enthalten. Das macht aber gar nichts, ist doch diese Zugabe Bonusmaterial genug.

Als großes Highlight enthält diese Collection zwei hochwertig verarbeitete, originelle Ritterfigur-Buchstützen. Diese haben sofort den Weg in meine Vitrine gefunden und ich denke, dass hierfür wohl jeder Sammler einen Platz freihaben wird.

Fazit:

"ARN – Der Kreuzritter" überzeugt durch eine packende Story und durch beeindruckende Schlachten. Mit dieser Collection erhält man zudem ein Produkt, welches in keinem Sammlerbesitz fehlen sollte. Unbedingt zu empfehlen!
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am 14. Mai 2012
Der Film ist eigentlich richtig gut. Aber in dieser Ein-DVD-Fassung praktisch kaum zu verstehen.
Hier wurde so viel geschnitten und anders zusammengefügt, dass der Film mindestens blöde wirkt.
Ich kannte die 4 DVD-Version schon und fand, dass man diese 1-DVD-Fassung eigentlich nicht verstehen kann.
Deshalb rate ich zu dem Film, aber auf keinen Fall in dieser Version!
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