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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
188
4,5 von 5 Sternen
Charlotte Brontes Jane Eyre (2006) (2 Disc Set)
Format: DVD|Ändern
Preis:7,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 3. März 2008
Eine wunderbare, romantische Verfilmung, bei der alles stimmt. Ausstattung und Atmosphäre wie immer bei der BBC exzellent, aber die beiden Hauptdarsteller sind einfach nur grandios zu nennen. Toby Stephens sieht nicht nur lecker aus, sondern gibt auch den finsteren Rochester phantastisch, wobei es ihm besser als allen bisherigen Darstellern gelingt, die verletzlichen Seiten der Figur darzustellen. Ruth Wilson IST Jane Eyre, sie spielt gefühlvoll und sympathisch. For unsere Romantikerinnen: Endlich! Jede Menge wunderschöne, prickelnde Liebesszenen. Der Film ist einfach perfekt, ich werde ihn mir garantiert noch öfter anschauen. Allerdings stimme ich den anderen Meinungen zu: Die Synchro ist furchtbar, Rochesters Stimme klingt zu alt, gefühllos und brutal; Janes Stimme zu kieksig (sie hat im Original eine sehr angenehme, tiefe Stimme). Also auf jeden Fall in Englisch anschauen, wenn man halbwegs etwas versteht. Die Untertitel sind teilweise schlampig und sogar oft falsch übersetzt, z.B. "Drawing Room" (= Salon) mit "Zeichenzimmer". Dabei sieht man im Film deutlich, dass im Salon niemand Bilder zeichnet. Bei so einer hochwertigen Produktion hätte man sich mit Synchro und Untertiteln schon etwas mehr Mühe geben können! Ansonsten: 100%ige Kaufempfehlung!!!
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am 10. Juli 2008
Ich habe Jane Eyre zuerst im Fernsehen (BBC Prime) gesehen und war fasziniert. Es ist wirklich die schönste aller bisherigen Verfilmungen (sehr romantisch), und die Schauspieler spielen unglaublich gut.

Danach habe ich mir die DVD gekauft, wegen der zusätzlichen Szenen, etc. und der deutschen Fassung. Leider finde ich die deutschen Synchronstimmen furchtbar - nicht anzuhören!
Auf Englisch habe ich es mir schon ca. 7 mal angesehen. ;)

Jetzt habe ich mir auch noch das Buch gekauft und bereits ausgelesen, da ich es nicht aus der Hand legen konnte. Es ist ein bisschen anders, ausführlicher als der Film natürlich, trotzdem finde ich die Verfilmung sehr gelungen.
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TOP 500 REZENSENTam 2. April 2015
Jane Eyre verliert früh ihre Eltern und wird von ihrem liebevollen Onkel aufgenommen. Als dieser das Zeitliche segnet, ist sie ihrer böswilligen Tante Mrs. Reed und deren ebenso feindlich gesinnten und schrecklich verwöhnten Kindern hilflos ausgeliefert. Ihre Tante schiebt das gefühlvolle und manchmal auch aufbrausende Mädchen kurze Zeit später in die Erziehungsanstalt Lowood ab, die von einem selbstgerechten Pastor geleitet wird. Dort lernt sie die etwas ältere und sehr ruhige Helen kennen, die schnell ihre beste Freundin wird.

Erwachsen geworden bewirbt sich Jane um die Stelle als Gouvernante für die kokette Adele, das Mündel des wohlhabenden Edward Rochester, auf dem abgelegenen Herrensitz Thornfield Hall. Mr. Rochester behandelt sie zunächst schroff und zynisch, doch bald entwickelt er ungeachtet aller Standesunterschiede Gefühle für Jane, die sich zum ersten Mal in ihrem Leben geliebt fühlt. Mr. Rochester macht ihr sogar einen Heiratsantrag, doch er hütet ein düsteres Geheimnis, das Janes Leben von Grund auf aus der Bahn wirft.

Mit "Jane Eyre" (veröffentlicht 1847 unter dem Pseudonym Currer Bell) hat die englisch-irische Schriftstellerin Charlotte Brontë einen Klassiker der Literaturgeschichte geschaffen, der bislang bereits mehrere Dutzend Male verfilmt wurde. Die ältesten Verfilmungen wurden bereits 1909 (Italien) und 1910 (USA) gedreht und gelten als verschollen. Die hier vorliegende BBC-Verfilmung mit Ruth Wilson als Titelfigur Jane Eyre und Toby Stephens (Sohn der englischen Schauspiellegende Maggie Smith) als Edward Rochester ist in meinen Augen eine der besonders gut gelungenen.

Das liegt zum einen daran, dass die Mini-Serie circa 230 Minuten lang ist, und dadurch detailreicher ist als beispielsweise der halb so lange Kinofilm von 2011. Wie bei filmischen Adaptionen von Romanen üblich, wurden trotzdem viele Details aus dem Buch ausgelassen. So wird nicht gezeigt, dass sich Janes Situation in der Erziehungsanstalt durch ihre freundliche Lehrerin Miss Temple bessert, ebenso wenig, dass Jane einen Brief an den Anwalt ihres Onkels schreibt, der durch seinen kurzen Auftritt am Ende der dritten Folge Janes weiteres Leben entscheidend prägt. Eine akkuratere Version, die diese Szenen inkludiert, ist die Mini-Serie aus dem Jahr 1983 mit einem guten, wenngleich sehr theatralisch agierenden Timothy Dalton als Mr. Rochester, die im Vergleich allerdings schon etwas verstaubt wirkt.

Dass viele Details ausgelassen und andere Szenen dazuerfunden werden, ist - wohl aus dramaturgischen Gründen - bei Romanverfilmungen üblich, daher liegt mein Hauptkritikpunkt an der deutschen Übersetzung. Wer das englische Original kennt, kann nur staunen über die Fehler, die hier gemacht wurden. Etliche Fehler wurden bereits von den anderen Rezensenten erwähnt, hier nochmal die Höhepunkte: Der Salon, also der "drawing room" wird den ganzen Film über fälschlicherweise als "Zeichenraum" übersetzt. Tatsächlich bedeutet "drawing room" Salon oder Gesellschaftszimmer. Mr. Rochester lädt Jane also nicht in den Zeichenraum ein, sondern in den Salon, wo sie ihm Gesellschaft leisten soll.

Ein weiterer Übersetzungsfehler passiert in der achten Minute des vierten Teils. Im Original klärt die Bedienstete der Familie Rivers Jane mit folgenden Sätzen über die finanzielle Situation der beiden Rivers-Schwestern auf:
"I don't know how long they'll last here. They haven't a penny between them. The girls will have to go for governesses soon."
Ins Deutsche wurden diese Sätze wie folgt übersetzt:
"Ich weiß nicht, wie lange sie hier bleiben müssen. Die Mädchen haben keinen Penny mehr. Sie werden wohl bald zu Gouvernanten gehen."

Was soll denn bitte, "Ich weiß nicht, wie lange sie hier bleiben MÜSSEN", heißen???
Die Mädchen MÜSSEN nicht in ihrem eigenen Haus wohnen bleiben, vielmehr MÖCHTEN sie dort bleiben. Stattdessen MÜSSEN SIE VON ZU HAUSE WEGGEHEN, weil sie kein Geld haben, in eine unsichere Zukunft, wo sie bei ihren Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern einziehen müssen und ihnen vollkommen hilflos ausgesetzt sind, und das in einer Zeit, in der die Rechte der Frauen, nennen wir es mal, sehr beschränkt waren.

Und was soll, "Sie werden wohl bald zu Gouvernanten gehen", bedeuten???
Sie werden nicht ZU Gouvernanten GEHEN, sie werden sich eine Anstellung ALS Gouvernanten suchen müssen, wo sie die verzogenen Kinder der Reichen großziehen müssen, während sie selbst vermutlich nie eigene Kinder haben werden.
Richtig müsste es also heißen: "Ich weiß nicht, wie lange sie noch hier bleiben können. Sie besitzen keinen Penny. Sie müssen (sich) wohl bald eine Anstellung als Gouvernanten suchen/finden/annehmen."

Belustigt war ich auch, als Mr. Rochester Jane über Pastor St.John Rivers ausfragt und dabei der lustige Satz fällt:
"Wer ist er, dieser Flussbursche?"
Im Original fragt er: "What about his brain, this Rivers fellow?", wobei "Rivers" ein Nachname ist. "Fellow" kann man mit "Mann, Mannsbild, Kerl, Kumpel, Bursche" übersetzen, "river" bedeutet "Fluss". Mr. Rochester fragt also sinngemäß:
"Wie ist es um die Intelligenz dieses Rivers-Burschen bestellt?"
Hier wurde sowohl das Wort "fellow" als auch der Name "Rivers" übersetzt, sodass aus "this Rivers fellow", also "dieser Rivers-Typ/Mann/Kerl/Bursche" ein "Flussbursche" wurde. (4. Teil, 52. Minute)

Schließlich noch einige Worte zur Synchronisation, auch darüber haben sich viele Rezensenten meiner Meinung nach zu Recht beschwert. Meiner Meinung nach hört sich Janes Stimme im Englischen weicher und melodischer an und Mr. Rochesters Stimme ausdrucksvoller und anziehender an als in der deutschen Übersetzung.

Schade auch, dass Janes Freundschaft mit Helen Burns nicht mehr Zeit eingeräumt wurde. Helens Tod und die Schule sind fast autobiografisch, schließlich hatte das Ehepaar Maria und Patrick Brontë insgesamt sechs Kinder, von denen zwei, die ältesten Töchter Maria und Elizabeth in der "Clergy Daughters School" innerhalb weniger Wochen an Tuberkulose gestorben sind, einem Internat, das auch Charlotte und Emily (Wuthering Heights) besucht haben. Auch andere autobiografische Details könnte Charlotte in ihr Buch eingearbeitet haben. So war sie von 1839 bis 1841 selbst als Gouvernante tätig, und einer ihrer schrecklichen Zöglinge warf ihr eine Bibel an den Kopf, ähnlich wie die junge Jane zu Beginn des Buches / des Filmes mit einem Buch auf den Kopf geschlagen wird.

Ansonsten kann ich den preisgekrönten Vierteiler nur empfehlen. Toby Stephens spielt den Mr. Rochester mit großer Ausdruckskraft. Rochester ist mysteriös und mürrisch, leidend und leidenschaftlich. Ruth Wilson spielt Jane Eyre mit einer großen Stärke. Sie ist ruhig, geduldig, nachdenklich und herzensgut und steht felsenfest zu ihren moralischen Überzeugungen. Die Schauspieler harmonieren hervorragend miteinander. Mr. Rochester ist von Jane fasziniert, weil sie nicht von ihm eingeschüchtert ist, sondern ihm selbstbewusst gegenübertritt.

Neben den gut agierenden Schauspielern haben mir an dieser Verfilmung auch die Ausstattung, die Naturaufnahmen und die Nebenfiguren gefallen. Wie erwähnt, sind nicht alle Details stimmig, - der Schauspieler Stephens ist viel attraktiver als Mr. Rochester im Buch beschrieben wird, weshalb es seltsam anmutet, wenn er Jane fragt, ob sie ihn attraktiv findet, und sie mit "nein" antwortet, St.John ist dunkelhaarig und nicht gefühlskalt genug, dafür ist Miss Blanche Ingram blond statt schwarzhaarig, - dennoch finde ich die Buchvorlage stimmig umgesetzt.
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am 27. Februar 2008
Das ist wieder mal so eine Geschichte, die auch nach Jahrhunderten noch das menschliche Herz zu berühren vermag und deshalb unvergesslich bleibt. Die junge Jane Eyre erduldet in dem bigotten Lowood Internat viel Ungerechtigkeit und Leid. Als sie die Stelle einer Gouvernante auf Thornfield Manor antritt erfährt sie zum ersten Mal Wärme und Freundlichkeit, und in ihrem Arbeitgeber, dem düsteren und geheimnisvollen Mr. Rochester, trifft sie ganz unverhofft auf einen emotionalen und intellektuellen Seelenverwandten. Natürlich ist Jane von diesem Mann total hingerissen, aber leider hütet er ein tragisches Geheimnis.

Meine unmaßgebliche Meinung:
Nach meinen Recherchen hat man diesen Roman seit 1910 schlappe 20 Mal verfilmt, und angesichts dieser Fülle an Vorgängern hat es diese neueste BBC-TV-Miniserie aus dem Jahre 2006 wahrhaftig nicht leicht. Viele beäugen das neue Produkt misstrauisch und fragen sich, ob die 21. Verfilmung überhaupt noch Sinn macht und ob sie sich wenigstens an die literarische Vorlage hält. Kann dieser Film etwa bestehen gegen so namhafte Konkurrenz wie Zefirellis Adaption von 96 oder den TV-Film mit dem brillanten Ciaran Hinds von 97 oder gar die unvergessliche Miniserie mit Timothy Dalton aus 1983.
Aber muss man diesen Vergleich unbedingt anstellen?
Ich behaupte: Nein! Denn zu diesem wundervollen Roman kann es gar nicht genug filmische Varianten geben. Ganz im Gegenteil, je mehr filmische Kräfte freigesetzt werden und je variantenreicher sie sind, desto mehr wächst auch das literarische Gewicht der Geschichte selbst.
Ich persönlich genieße jede auch noch so freie Adaptionen von großen Romanen, vorausgesetzt sie sind kreativ und unterhaltsam und diffamieren das geliebte Buch nicht gerade auf geschmacklose Weise. Und was nun dieses neue, wunderbare Kunstwerk der BBC betrifft, so ist es keineswegs so frei und losgelöst vom Roman wie es anhand vieler Kritiken den Anschein hat. Tatsächlich sind es wirklich nur kleinere Details und Abweichungen sowie ein paar zusätzliche Szenen, die allerdings einen Hauch von Erotik haben, und vielleicht deshalb die puristischen und puritanischen Gemüter so sehr erhitzen.
Insgesamt ist der Film stimmig, sehr originell, detailreich und bildgewaltig inszeniert aber vor allem unüberbietbar romantisch. Für mich ist es die romantischste und leidenschaftlichste Jane Eyre Verfilmung, die ich bisher gesehen habe, und das macht sie zu meiner Lieblings-Jane-Eyre.

Und worin liegt nun das Geheimnis dieser hinreißenden Romantik?
An erster Stelle ist es natürlich Charlotte Brontes wundervoller Roman, der hier von zwei überaus attraktiven und perfekt besetzten Hauptdarstellern getragen wird. Toby Stephens als Mister Rochester sieht umwerfend aus mit seinem leidenden Dahinschmelz-Gesichtsausdruck. Er hätte zwar durchaus auch noch etwas grimmiger und düsterer sein können - auf mich wirkt er fast zu milde - aber natürlich hat dieser verzagte Rochester einen ganz eigenen, liebenswürdigen Charme, dem ich mich einfach nicht entziehen konnte, und die junge Ruth Wilson, frisch von der Schauspielschule weg als Jane Eyre gecastet, hat so ein schönes und ungewöhnliches Gesicht (mit ihrer niedlichen Oberlippe), ein Gesicht, das eine unglaubliche Ausstrahlung besitzt. Ob sie nun lächelt oder grübelt, ob sie traurig oder fröhlich dreinschaut, ich konnte mich an ihrem Mienenspiel nicht satt sehen. Es ist erfreulich, dass man eine junge und wirklich fähige Darstellerin für die Rolle der 18jährigen Jane Eyre gefunden hat, eine Darstellerin, die ganz in dieser schwierigen Rolle der Jane aufgeht. Denn hier gibt es wenig Bewegung, wenige Dialoge nur viel Mienenspiel und Körperhaltung zu zeigen und das schafft Ruth Wilson. Ihre Jane überzeugt mit sehr viel Würde, Selbstbewusstsein und Ernsthaftigkeit. Einfach klasse!

Es stimmt, dass dieser Film tatsächlich ein romantisches und sinnliches Übergewicht hat, und die anderen Motive aus Brontes Novelle dabei in den Hintergrund treten. Zum Beispiel das Thema Klassenunterschiede, Kluft zwischen den Geschlechtern oder Janes Konfrontation mit der Religion. Fans des Buches mögen das bedauern, ich kann mich diesem Bedauern aber beim besten Willen nicht anschließen, zu sehr war ich von der überbordenden Romantik und den hingebungsvollen Schauspielern hingerissen. Ich neige in solchen Fällen gerne dazu "Drehbuchsünden" einfach zu übersehen und zu verzeihen. ;-)

Zusammengefasst:
Eine detailfreudige, liebevoll inszenierte, sehr frische und moderne Adaption des Romanes, die bis in die Nebenrollen perfekt besetzt ist und das Romantischste darstellt, was man aus Jane Eyre machen kann. Ich möchte diese Jane Eyre auch mit voller Inbrunst empfehlen.

DVD:
Die Übersetzung ist in der Tat jämmerlich hingeschlampt - wie es leider allzu oft bei diesen BBC Produktionen der Fall ist. Es ist also wirklich fast ein Muss, sich diesen Film (auch) in Englisch anzusehen. Aber selbstverständlich ist der Film auch im Deutschen noch rundum zufriedenstellend und inhaltlich absolut verständlich. Zudem fand ich, dass man für Ruth Wilson eine sehr sympathische, diamantklare deutsche Synchronstimme gefunden hat.
Bild: 16:9 Fullframe, 1:1,78, Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1)/Englisch (Dolby Digital 2.0), Laufzeit 230 Minuten, Untertitel Deutsch.
Extras: Film- und Biographien, Bildergalerie, Trailer, Audiokommentar (ca. 100 Minuten), Über Charlotte Bronte, Interviews (ca. 15 Minuten) Deleted Scenes (ca. 37 Minuten).
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am 8. September 2012
Die Waise Jane Eyre wird aufgrund ihres "bösen Blutes" von ihrer Tante in ein gestrenges Internat gesteckt. Dort wurde sie erwachsen und arbeitete als Lehrerin bis sie durch ein Inserat nach Thornfield Hall kam, um dort die Gouvernante des Mr. Rochester zu werden. Bald erkennen beide, dass sie seelenverwandt sind. Doch Rochesters Geheimnis droht alles zu zerstören.

Ich muss gestehen, dass ich die Romanvorlage von Charlotte Bronte noch nicht gelesen habe, doch konnte ich der BBC – Verfilmung problemlos folgen. Schließlich ist die BBC dafür bekannt ihr britisches Literaturgut tadellos umzusetzen. Mich würde jedoch interessieren, ob Charlotte Bronte in ihrem Werk auch so einige freizügige Szenen vorgesehen hatte, oder ob unter anderem die vielen wirklich ansehnlichen Filmküsse dazugedichtet wurden sind.
Auch in "Jane Eyre" ist der BBC wieder ein Meisterstück gelungen, welches durch tolle Kulisse, authentische Kostüme und überragende Schauspieler glänzt.
Allen voran Toby Stephens als Edward Rochester, der den tragischen Helden zum niederknien verkörpert und mit seiner gepeinigten, geheimniskrämerischen Art mein Herz höher schlagen ließ. Sein perfekter Gegenpart ist Ruth Wilson, die als Jane Eyre besetzt wurde. Zwischen den beiden stimmt die Chemie und sie schafften es tatsächlich mich komplett zu fesseln, was nicht gerade leicht ist. Besonders toll fand ich das leichte Geplänkel zwischen ihnen und gerade die vorletzte Szene am Fluss, wo sie sich fast wie ein altes Ehepaar aufführen, ist eines der absoluten Highlights der Verfilmung. Die goldrichtige Besetzung der beiden Schauspieler macht für mich den Film aus und ist meiner Meinung nach auch die attraktivste Paarung der Jane Eyre – Verfilmungen.
Positiv aufgefallen ist auch die Darstellerin der jungen Jane Eyre,Georgie Henley, welche zu Recht zu den englischen Top(kinder)stars zählt und in Filmen, wie die Narnia Trilogie oder "eine verflixte Nanny" bereits zu sehen war.

Ich habe überhaupt gar nichts an dieser Verfilmung auszusetzen und endlich einmal verinnerlicht, wie man Eyre richtig ausspricht, nämlich wie das englische Wort für Luft "air." Diese Miniserie ist einfach so schön dramatisch, romantisch und ein wenig unheimlich, dass ich mir wünschte, die ganze Geschichte hätte sich tatsächlich so zu getragen und ist nicht nur Fiktion.

PS: Mich würde mal interessieren, ob die neue Verfilmung mit Mia Wasikowska und Michael Fassbender es tatsächlich geschafft hat all die Handlung in 90 Minuten unterbringen zu können, wobei ich bezweifele, dass diese Version jemals übertroffen werden kann. ML
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am 20. Juli 2009
Auch wenn ich es mir nicht zur Ehre anrechne: das BUCH Jane Eyre war schön, aber gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbüchern. Die Gründe: Einige Längen, kleine kompositorische Mängel, keine durchgezogen Gattungsmerkmale (mal Bildungs-, mal Schauer-, mal Liebesroman). Vor allem aber die ausufernde Religionstheorie zum Ende hin verleidete mir das Buch zeitweise fast.
Der Film hingegen ist ein Genuss! Überall da, wo das Buch seine unbestreitbaren Stärken hat (die schaurige Atmosphäre auf Thornfield Hall, das romantische Hin und Her zwischen Rochester und Jane, das Ende) ist es kongenial umgesetzt, überall da, wo das Buch schwächelt (die Kindheit und das Jahr bei St.John) kürzt der Film zurecht (am Anfang vielleicht ein bisschen zu viel: die Freundschaft zwischen Jane und Helen hätte deutlicher ausgearbeitet werden dürfen, 5 Minuten mehr hätten wohl schon gereicht).

Erzählt wird die Lebensgeschichte des Waisenkindes Jane. Sie wächst bei einer lieblosen Tante auf und wird schließlich in ein Internat gesteckt, wo sie unter Hunger, Kälte und dem Tod ihrer einzigen Freundin Helen leidet.
Erwachsen und zur Lehrerin ausgebildet heuert Jane als Gouvernante auf Thornfield Hall an, einem herrlich-düsteren Herrensitz, wo sie dem herrlich-düsteren Mr. Rochester begegnet, der ein herrlich-düsteres Geheimnis mit sich herumträgt, was aber die Erfüllung einer sich entspinnenden tiefen Liebe zwischen den Beiden schlechterdings unmöglich macht.
Jane flieht nach der Entdeckung des Geheimnisses und landet bei einem kleinen Landpfarrer, der, wie sich überraschenderweise herausstellt, ihr Cousin St. John ist. Dieser will sie heiraten, obwohl er sie nicht liebt - aber sie hört im Geiste Mr. Rochester verzweifelt nach ihr rufen, und kehrt zu ihrer großen Liebe zurück.

Ich muss wirklich sagen: diese Jane Eyre hat mich absolut mitgenommen. So romantisch und schön, mit toller Kameraarbeit und einer überaus grandiosen Besetzung. Ruth Wilson spielt nicht Jane Eyre, sie IST Jane Eyre. Toby Stevens ist vielleicht ein bisschen zu gutaussehend für einen Mr. Rochester, aber auch er spielt seinen Part wirklich hervorragend.
Das Anwesen, die Diener, die Gäste, alles scheint aus dem Buch entsprungen zu sein. Besser kann man es wohl nicht machen.
Das gilt allerdings nicht für die deutsche Synchronisation: Die hätte man durchaus besser machen können. Fast alle Sprecher klingen uninspiriert und als würden sie ablesen, teilweise sind offensichtliche Fehler drin, außerdem empfand ich die Stimmen an sich als oft unpassend. Wer also des Englischen mächtig ist, sollte den Original-Ton einschalten. Technisch gibts an der DVD nichts auszusetzen.

Bleibt also nur noch zu sagen: ZUGREIFEN, eine bessere Jane-Eyre-Verfilmung kann es - meines Erachtens - kaum geben!
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am 9. Januar 2012
Endlich eine Verfilmung die dem unterschwelligen Humor des Buchs im Orginal gerecht wird ( sieht die Antworten Janes bei Begegnung mit Mr. Boklehurst und die angeteuteten Wortgefechte mit Rochester). Wenn man rein nach nach Erscheinungsbild gehen wurde, war die Verfilmung mit Timothy Dalton von 1983 am besten : Rochester ist in dieser Verfilmung einfach zu schön, und bei St. John wurdere ich mich wie ein solch unansehlicher Mann als Schönling besetzt werden konnte. ;)
In dieser Verfilmung findet man endlich die Entwicklung der Leidenschaft unter den Hauptfiguren glaubhaft dargestellt. Einfach brilliant! Jane ist im gegensatz zu anderen Verfilmungen nicht nur eine biedere Pute die den einzigen Hosenträger im Haus anhimmelt, sondern selbstbewusst, zwar damenhaft beherrscht und ihrer Position bewusst, doch der Buchvorlage entsprechend auch frisch, schlagfertig, scharfsinnig und frech. Kein Wunder dass sie das Herz ihres harschen, depressiven und an Unterwürfigkeit gewohnten Arbeitgebers erobert. Man erlebt wie sie ihn dadurch zuerst überrascht, dann wie er ihr gegenüber immer weicher wird, sie aus der Reserve lockt, und so zwangsläufig auch ihre Liebe gewinnt.
Der Fluchtteil wurde angemessen gekürzt, Figur des St. John entschärft , die Rückkehr perfekt umgesetzt. Ich empfehle die Orginalversion, sie hat wie so oft viel mehr Charme.
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am 19. August 2009
Dieser Film ist einfach wunderbar. So ergreifend und tiefgehend, dass ich mir sicher bin, ich werde mir diese Verfilmung noch öfter ansehen. Und jedesmal wieder verzaubert sein.

Eigentlich war es ja ein ziemlich verregneter Abend, der mich eher halbherzig veranlasste, mir diese BBC Version von Jane Eyre anzusehen, der dritten, die ich sah, nach Zeffirellis Version mit Charlotte Gainsbourg und William Hurt und der für mich leider mißlungenen Umsetzung mit Ciaran Hinds/Samantha Morton. Gerade von letzterem Fim war ich sehr enttäuscht gewesen. Bis zum Schluß konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen, wie Jane sich in diesen Mann, Rochester, verlieben konnte, der so grausam und kaltherzig wirkte und sie mit seinen Worten bis ins Tiefste verletzte. Wo war die innere Verbundenheit, die Seelenverwandschaft, dieses Band, das wenn es reißt, innerlich verbluten läßt? Große Erwartungen an diese neue BBC Verfilmung hatte ich nicht.

Was für eine Überraschung! Dieser Film läßt mich seither nicht mehr los, nachdem ich ihn mir in einem Stück bis tief in die Nacht ansehen MUSSTE. Und den ich sofort am nächsten Tag im Originalton wiederholte.

Die deutsche Synchronisation halte auch ich leider nicht für besonders geglückt. Von den Dingen abgesehen, die hier schon erwähnt wurden, kann manchmal kann auch eine zu wörtliche Übersetzung nicht die beste Wahl sein und die Stimmung und gesamte Atmosphäre eines Films verändern. Aber es ist wohl in erster Linie die Wahl der so unpassenden Synchronstimme von Rochester, die vieles zunichte gemacht hat. Und verglichen mit dem Original bleibt eben auch insgesamt leider der Eindruck einer ziemlich langweiligen und biederen deutsche Synchronisation. Wo ist die Leidenschaft und Spontanität des Originals? Unvergeßlich die Szene, in der Rochester Jane fragt, ob sie ihn attraktiv findet und sie in Sekundenbruchteilen antwortet. Der sich daraus entwickelnde Dialog, so intensiv sich annähernd um im nächsten Moment wieder die Barrieren aufzubauen. Gerade diese Szene war in der deutschen Fassung sehr emotionslos, aber alles in allem ist auch die deutsche Version durchaus sehenswert.

Am meisten jedoch war ich von den Schauspielern begeistert - so wunderbar gecastet, perfekt bis in die kleinste Rolle. Bei Jane war in anfangs skeptisch, ist dies doch eine Rolle die große Kaft und Emotion abverlangt. Und Charlotte Gainsbourg aus Zeffirellis Verfilmung von 1996 stellte für mich schlichtweg die perfekte Jane dar. Aber Ruth Wilson ist einfach unbeschreiblich, so jung und frisch, so ausdrucksstark. Gerade am Anfang, als sie noch so scheu und zurückahltend war, war sie einfach umwerfend. Ein kleines Manko dieses Films bleibt für mich ja, dass Jane zum Schluß eine Spur zu emanzipiert und selbstbewußt wird. Auch wenn die Entwicklung vom ungeliebten und gehaßten Kind zur starken und selbstbewußten Frau mit sehr viel Zeit und Tiefgang nachvollziehbar erklärt wird, war sie mir am Ende ein wenig zu stark und hat Rochester daneben verblassen lassen, der durch seine schweren Verletzungen sowieso schon in eine andere Rolle gedrängt wurde. Alles in allem jedoch eine mehr als überzeugende Jane.
Mr. Rochester ist mich ganz eindeutig der Beste den es bisher gibt. Innerlich zerrissen, verwundet, zynisch und doch so verletzlich. Ein Lächeln für Sekunden auf diesem Gesicht, das sich dann sofort wieder verschließt. Was für eine Leistung von Toby Stephens, diesen Kampf des Mr. Rochester wiederzugeben. Die Suche nach Liebe trotz der Schicksalschläge, das vorsichtige Hoffen, um es gleich wieder zu begraben, das Sehnen nach einem wirklichen Partner um sich dann einzugestehen, das er ein Gefangener seiner eigenen Welt ist. Ja, zum ersten Mal war es von Anfang des Filmes an nachvollziehbar, warum sich Jane in diesen Mann verlieben musste. Und warum auch Rochester nicht anders konnte, als Jane zu lieben. War doch gerade dies in den anderen Verfilmungen so unverständlich, kam der Heiratsantrag doch immer eher aus heiterem Himmel, so war dieses Sehnen, Hoffen, Zurückstoßen, die Anziehung und das Eingestehen der Unmöglichkeit hier in jeder Sekunde des Filmes zu spüren. Wunderbar gespielt von Ruth Wilson und Toby Stephens.
Aber auch alle anderen Rollen sind einach perfekt besetzt, mit so großartigen Leistungen, ohne die der ganze Film wohl nicht das geworden wäre, was er ist.

Natürlich liebe ich die Länge des Films. 4 Stunden geben einfach genügend Raum, um eine gute Geschichte zu erzählen. Und dieser Film nimmt sich die Zeit, die Handlung langsam zu entwickeln, malt in wunderbaren Landschaftsbildern die Stimmung, läßt jeden von den Kostümen und dem Ambiente her vom ersten Augenblick an in diese Geschichte eintauchen, fängt mit der Musik jede noch so kleine Stimmung ein.

Gibt es großartig etwas zu bemängeln an dieser Verfilmung? Rochester als unattraktiv zu bezeichnen, bleibt wohl das Einzige, was es hier zu kritisieren gibt!
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am 30. Januar 2008
Wie üblich habe ich mir den Film im Original angesehen, und ich fand ihn zauberhaft. Nach einer halben Stunde jedoch wurde ich neugierig, wie wohl die von der deutschen Synchronisationsfirma ausgesuchten Stimmen klingen mögen. Also habe ich in dem Dialog, als gerade die Attraktivität Mr Rochesters erörtert wurde, in die deutsche Tonlage gewechselt. Und wie entsetzt ich war! Mr Rochester klingt ungefähr fünfzehn Jahre älter als er aussieht. Schlimmer noch, er klingt so handzahm, als ob er eben nicht der herrische Dienstherr aus dem Werke Bronte's ist, sondern vielmehr ein Mann, der alle Leidenschaft verloren hat, wenn er sie denn jemals gefühlt haben sollte. Jane's Stimme, im Original ruhig, recht tief und beherrscht, überschlägt sich beinahe. Und dass alles so klang - egal ob drinnen oder draußen - als ob die Sprecher eng in einem Raum zusammengefercht mehr schlecht als recht einen Film synchronisieren sollten, hat nicht gerade zur Besserung beigetragen. Dass ein Film, der so gravierend von seinen Dialogen lebt, dermaßen schlecht vertont wird, ist enttäuschend. Zu der Übersetzung kann ich nicht viel sagen, denn ertragen hätte ich die deutsche Fassung wohl nicht lange. Jedoch hatte ich den Eindruck, als wäre der Übersetzer doch recht lieblos an sein Werk gegangen. Was ich gehört habe, wurde so wortwörtlich übersetzt, dass die fehlende Anpassung an die deutsche Sprache fast schon sinnentstellend auf mich wirkte.

Ich habe also weiter das Original gesehen und war von Anfang bis Ende fasziniert. Toby Stephens beherrscht es einzigartig, die Zerrissenheit Mr Rochesters unaufdringlich darzustellen. Ruth Wilson spielt Jane auf eine so unsentimentale, gleichzeitig zurückhaltende und selbstbewusste Art und Weise, die sie, trotz fehlender klassischer Schönheit, extrem anziehend macht. Meiner Meinung nach ist es Susanna White überzeugend gelungen, die Vorlage zeitgemäß zu interpretieren und sie filmisch widerzugeben. Dass es natürlich immer ein größeres Erlebnis ist, das Buch zu lesen, ist eine selten bestrittene Wahrheit. Dass in einer Verfilmung immer Änderungen und Kürzungen getätigt werden müssen, ist auch unbestreitbar. Zwei Änderungen möchte ich hier näher betrachten. Erstens war ich immer der Meinung, dass die Szene, in der Mr Rochester sich als Zigeunerin verkleidet, stark dazu beiträgt, den Charakter Rochesters und Janes und ihre Beziehung zueinander zu verdeutlichen. Sie wurde zwar nicht ganz gestrichen, jedoch war nicht er die Zigeunerin. Dabei hat gerade die Tatsache, dass er sich nicht so ernst zu nehmen scheint, viel zu seiner Sympathie beigetragen. Die zweite Szene ist die, in der Mr Rochester und Jane in der Nacht, in der sie ihn verlassen will, auf dem Bett liegen und sie ihm beinahe nachgibt. Anstatt die Aussage des Buches zu untergraben, unterstreicht es vielmehr die Notwendigkeit einer Flucht. Denn würde sie bleiben, könnte sie nicht widerstehen. Wenn auch nicht originalgetreu, so fügt es sich doch selbstverständlich in die Handlung.

Was die Sexualität betrifft, so erinnere ich mich noch genau, wie sehr ich errötet bin, als ich, die vorher nur Jane Austen kannte, plötzlich Jane Eyre gelesen habe. Natürlich wird alles in einem schicklichen Rahmen angedeutet, aber dass die beiden Hauptdarsteller sich sehr zueinander hingezogen fühlen, dürfte keinem aufmerksamen Leser entgangen sein. Als ich mich jedoch nach dem Film entschloss, noch einmal das Happy End auf deutsch zu sehen, verstehe ich auch, warum man diese Szenen als anstößig, fast schon vulgär empfinden konnte. Die Emotionen, die im Original natürlich, und, soweit dies in einem solchen Fall möglich ist, unschuldig wirkten, wurden durch das Stöhnen der Sprecher auf das Niveau eines mittelschlechten Erotikfilms heruntergedrückt.

Fazit: Wenn man Filme sowieso lieber im Original sieht und Verständnis für gelegentliche Änderungen des Buches aufbringt, so ist diese Verfilmung den Kauf wert. Wenn man jedoch lieber Zeile für Zeile widergegeben sehen möchte, sollte man vielleicht von vornherein das Buch lesen und gänzlich Abstand von Literaturverfilmungen nehmen. Einen inneren Konflikt sind sie einfach nicht wert. Vier Sterne nur deshalb, weil die wenig überzeugende Synchronisation meinen Freund wohl niemals dazu bringen wird, sich einen Kostümfilm im Original anzusehen.
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TOP 1000 REZENSENTam 8. September 2007
Ich muss sagen, ich war auf die neue Jane Eyre Verfilmung wirklich sehr gespannt, da das Buch zu meinen All Time Favourits gehört.
Was soll ich sagen, ich habe alle 4 Teile ohne Unterbrechung ansehen müssen, so schön war es!
Eine Romanze die ans Herz geht. Eine zeitlose Lovestory.
Ich weiß inzwischen nicht mehr wie oft ich jetzt schon diesen Film gesehen habe.

Auch wenn diese Version von Jane Eyre nicht eins zu eins vom Buch umgesetzt wurde, und für mich einige wichtige Szenen fehlen tut es dem Film absolut keinen Abbruch.
Denn, die Geschichte verzaubert immer wieder aufs neue, was in diesen Fall wie ich finde besonders auch an den zwei charismatischen Hauptdarstellern liegt.
Die Chemie zwischen den beiden stimmt und lässt einen die sexuelle Spannung zwischen Jane und Rochester spüren, genauso wie ihre Seelenverwandtschaft.
Die moderne Interpretation des Stoffes ist für ein modernes Publikum gemacht, und so hat mich auch nicht die die erotische Szene gestört.

Toby Stephens als Rochester der mit seiner Einsamkeit und seinem Frust zu kämpfen hat, aber genauso heroisch mit gewinnenden Lächeln daherkommt.
Dieser Rochester ist nicht wirklich so düster und hässlich wie Bronte ihn beschreibt, auch nicht nach dem Feuer. So kann ich umso besser Janes Wunsch verstehen, ihn unbedingt zu heiraten. Rochesters Persönlichkeit hällt einen gefangen und das ist es auch, was diesen Charakter so schön macht.
Ich konnte es nicht glauben, als er sie fragt: "Do you think me handsome?" und sie sofort "No" sagt. Ich wollte sofort aufspringen und protestieren.
Nun, erwähnen sollte ich vielleicht auch noch, das dieser Mr. Rochester noch nie so sexy war... mit einer umwerfenden Samtstimme!

Ruth Wilson als Jane ist einfach die perfekte Wahl (ich finde sie im Gegensatz zu anderen Meinungen wirklich schön).
Für mich hat bis jetzt keine Jane so gekonnt traurig, furchtsam, süss aber dennoch leidenschaftlich und immer aussagekräftig dargestellt.
Wie Charlotte Bronte die Heldin in ihrem Buch beschreibt.

Die Landschaftsaufnahmen von Derbyshire sind prachtvoll, und laden zu einem Besuch ein, genauso wie die prachtvolle Kulisse von Haddon Hall (Thornfield Hall).
Das ganze wird komplettiert mit der Untermahlung wunderschöner klassischer Musik.

Wenn es nach mir ginge, hätte es noch ein bis zwei Folgen mehr geben können, doch man kann nicht alles im Leben haben...
So genieße ich eben diese drei immer und immer wieder!
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