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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
13
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am 2. März 2017
Der Film aus dem Jahr 1974 behandelt das Thema Kinderprostitution und einen Verbrecherring, der offenbar Kunden aus höchsten politischen Kreisen hat.
Inspektor Valentini (Mario Adorf) wird auf anonymen Anruf hin in eine Wohnung gerufen, in der ein junges nacktes Mädchen an einem Deckenbalken hängt - und ist nicht traurig, dass die Obduktion die These von einem Suizid widerlegt, gene gibt er den Fall an Inspektor Silvestri (Claudio Casssinelli) und die Zweite Staatsanwältin Vittoria Atori (Giovanna Ralli) ab, und weitere Ermittlungen ergeben, dass das Mädchen eine Kinderprostituierte war und es offenbar einen Verbrecherring gibt, der seine Opfer auch mal ermorden lässt, wenn der Kunde das will.

Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, ein Nachbar, der das tote Mädchen vorher aus seiner Wohnung gefilmt hat, wird wieder laufengelassen, ein von einer Mutter beauftragter Detektiv findet sich im Kofferraum seines PKW wieder, im wahrsten Sinne des Wortes in gut stapelbare Stücke zerhackt, in Folie gewickelt. beim Ziehen an einem Zipfel befördert Silvestri eine abgetrennten Schädel aus Pflaster.

Schon bald sehen wir ein wichtiges Mitglied des Rings, einen Mann in schwarzer Motorradkluft mit seiner bevorzugten Waffe, einem Schlachterbeil, auch Hackmesser genannt. Er wird verfolgt, was einen Polizisten die Hand kostet, kann aber auf seiner Maschine zahlreiche Polizisten in ihren Wagen in einer wirklich atemberaubenden Verfolgungsjagd abhängen.

Letztlich stellt sich heraus, dass auch die Tochter von Valentini unfreiwillig Opfer wurde, der Motorradkiller wird nach erneuter Verfolgung eingekreist und niedergemäht, da er auf einen Polizisten schoss und es deshalb nicht oportun war, ihn um jeden Preis lebendig zu fassen.

Ermittlungen bis in höchste politische Kreise, einen Minister betreffend, werden von Rom nicht gewünscht.

Mein geschätzter Kollege Rumburak hat schon erläutert, warum er den Film nicht für einen typischen Giallo hält, aber durchaus anerkannt, dass man ihm auch mehr als 3 Sterne verleihen kann, und das will ich gerne tun.

Einmal denke ich (Jahrgang 1954), dass das Thema Prostitution von Minderjährigen für eine Film 1974 durchaus ein heißes Eisen war, andererseits ist die Handlung, begleitet von einer mitreissenden Filmmusik, wirklich rasant, und die Hackmesserszenen schon recht drastisch - putzig fand ich allerdings die Antwort von Silvestri auf die Frage nach dem Zustand des Polizisten mit der abgehackten Hand, dieser müsste operiert werden!. Und überflüssig war auch, dass er nach Übernahme des Falles gleich mit Blaulicht an den ersten Tatort brettert.
Auch das etwas machohafte Verhalten des Silvestri gegen über der Staatsanwältin stieß leicht auf, aber man muss die Zeit berücksichtigen, zu der der Film entstand. Dass auf der DVD-Hülle der deutschen Ausgabe Mario Adorf groß an erster Stelle steht, kann man als Blendung werten, die der tolle Film aber gar nicht nötig hat und nicht ihm anzulasten ist.

Ich lasse mich gerne korrigieren, aber für mein Empfinden ist für das Jahr 1974 ein sehr kritischer und deshalb mutiger Film entstanden, der ein heißes Eisen anpackt, kritisch zeigt, das Protegés von gewissen Verbrecherkreisen bis in hohe gesellschaftliche und politische Schichten reichen, die die Strafverfolgungsbehörden in ihrer Arbeit erheblich einschränken können. Parallelen dazu zeigt auch der 2012 entstandene deutsche Krimi "Operation Zucker" mit Nadja Uhl und Senta Berger aus dem Jahr 2012, an Brisanz desThemas steht der hier rezensierte Film dem großartig gespielten und erschütternden deutschen Krimi in nichts nach, fast 40 Jahre früher.

Aufgrund des Themas, der hervorragenden Inszenierung mit durchaus drastischen Szenen, die aber nicht Hauptanliegen des Filmes sind, um das dann eine Alibi-Handlung gekleistert wird, der packenden Verfolgungsjagden und toller Filmmusik kann ich den Polizeithriller empfehlen und war nicht enttäuscht, dass Elemente des Giallo eher geringer vertreten waren.

Doc Halliday
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am 8. März 2017
Der ehemalige Kameramann Massimo Dallamano konnte als Regisseur leider nur ein gutes Dutzend Filme realisieren, ehe er im Alter von nur 59 Jahren bei einem Autounfall sein Leben verlor. Unter diesen Werken stechen »Cosa avete fatto a Solange?« (1972, der wird ganz sicher auch noch von mir vorgestellt werden) und »La polizia chiede aiuto« heraus.
Mitte der 1970er erfreuten sich in Italien die poliziotti ungeheurer Popularität. Hierbei handelt es sich, verkürzt umrissen, um Actionkrimis, die sich mit dem Polizeialltag befassen. Meist wird viel Motorrad gefahren und noch mehr geschossen. Dallamano erkannte die Zeichen der Zeit, und so trägt sein 1974 gedrehter Giallo »La polizia chiede aiuto« dem neuen Trend deutlich Rechnung, indem er sich nicht vorrangig mit dem Mörder und seinen Taten befasst, sondern mit den Ermittlern. Die werden hier von Claudio Cassinelli, Mario Adorf und der rassigen Giovanna Ralli, die schon in Gli occhi freddi della paura mit von der Partie gewesen war, gespielt. Die werden gleich zu Beginn des Films mit einem grausigen Fund konfrontiert: Eine 15jährige Schülerin hat sich auf einem Dachboden erhängt. Was wie ein Suizid aussieht, wird von den Kriminologen rasch als Mord enttarnt. Es dauert auch nicht lange, bis der erste Verdächtige einkassiert wird, doch man kann dem Kerl, einem perversen Spanner namens Bruno Paglia (Fabrizi) nichts Konkretes nachweisen und muss ihn wieder auf freien Fuß setzen. Bei der Durchsuchung einer Wohnung wird eine Badewanne voller Blut entdeckt. Die Presse übt empfindlichen Druck auf die Ermittler aus, und ganz Mailand steht Kopf. Inspektor Silvestri (Cassinelli) erfährt von der Mutter des Mädchens (Martina Berti), dass das Mädchen trotz seines jungen Alters bereits regelmäßig die Pille nahm und auf Initiative der Mutter von einem Privatdetektiv beschattet wurde. Diesen findet man tot im Kofferraum seines Autos; das Blut in der Badewanne stammte ganz offensichtlich von ihm. Die Freundin des unglücklichen Privatdetektivs entgeht in einem Krankenhaus nur knapp dem Tode, als ein Unbekannter in Motorradkluft sie mit einem Beil attackiert. Auch die Staatsanwältin Stori (Ralli) gerät ins Visier des Maskierten. Als die Inspektoren die Fäden mehr und mehr zu entwirren versuchen, werden zweierlei Dinge klar. Erstens: In Mailand gibt es einen Callgirlring für minderjährige Mädchen. Zweitens: Eine genau Aufklärung des Falles ist von oberster Stelle nicht gewollt…
»La polizia chiede aiuto« hat einige hochspannende Sequenzen, die ich nicht näher ausführen möchte, um den Spaß nicht zu trüben. Darüber hinaus ist ein politischer Subtext in einem Giallo nicht gerade handelsüblich, so dass Dallamanos Streifen schon allein deshalb herausragt. Dallamano und sein Co-Autor Sanzò porträtieren die Bestie Mensch in all ihrer Verkommenheit und Widerwärtigkeit. Die berühmte Musik von Stelvio Cipriani fand später in Amer noch einmal Verwendung
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am 6. März 2010
Ein 15jähriges Mädchen wird erhängt in einer Dachwohnung gefunden. Die Autopsie ergibt, das das Mädchen in anderen Umständen war. Auf Grund eines Zeitungartikels über den Vorfall erkennt man das Mädchen als die Tochter des reichen Ehepaars Polvesi. Was bisher wie Selbstmord aussah wird von Kommissar Silvestri als Mord befunden. Silvestri und die stellvertretende Staatsanwältin Vittoria Stori gehen dem Fall nach und kommen auf eine krank-perverse Spur die bis in die höchsten Kreise der italienischen Regierung führt.

Massimo Dallamano mischt hier die Elemente des klassischen Giallos mit denen des italienischen Polizeifilms, wie z.B. Orgie des Todes mit Fabio Testi.

Der Tod trägt schwarzes Leder ist einer der Filme die meines Erachtens nicht den Status erhalten haben, der ihnen eigentlich gebührt. Dallamano hat mit diesem Film ein kleines Meisterwerk geschaffen, das eine abgrundtief böse Message enthält.
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TOP 500 REZENSENTam 13. Juli 2015
In einer Dachgeschosswohnung wird ein 15 jähriges Mädchen erhängt aufgefunden.
Zuerst sieht alles nach Suizid aus aber diese Vermutung erweist sich bald als Falsch.
Also übernimmt Kommissar Silvestri zusammen mit der Staatsanwältin Stori die Ermittlungen.
Sie finden heraus das sie scheinbar einem Kinderporno-Ring in die Hände gefallen war was später gefundene Tonbandaufnahmen bestätigen.
Zeitgleich tötet ein Unbekannter in Motorrad-Kluft und mit einem Beil diverse Berühmtheiten der Stadt.
haben die Opfer etwa etwas mit dem Ring zu tun?
Viel Arbeit für Silvestri........

Wow....
Was für ein genialer Mix aus Poliziottesco und Giallo.
Der Film aus dem Jahr 1974, von Massimo Dallamano in Szene gesetzt, besticht in erster Linie durch seine coole Optik und dem brillanten Soundtrack von Stelvio Cipriani.
Aber auch die Dialoge, der hervorragende Plot und die knallharten Gore-Szenen sind aller Ehren wert.
Settings, Atmosphäre und Effekte sind ebenfalls gelungen.

Weitere Pluspunkte: Die Figuren-Zeichnungen sind erstaunlich intensiv und die Darsteller sind bis in die kleinste Nebenrollen herausragend besetzt.
Für mich einer der Besten Filme in beiden Sub-Genres.
Mit dabei sind u.a.: Claudio Cassinelli, Giovanna Ralli, Mario Adorf, Franco Fabrizi und Farley Granger.
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am 2. Juli 2014
Massimo Dellamanos wendungs- und temporeicher Mix aus Polizeikrimi und sleazigen Giallo hat eigentlich alle Zutaten , die für einen gelungenen italienschen Krimi, der siebziger Jahre notwendig sind.
Spannend und atmospärisch ist der Streifen , besitzt eine hervorragende Kamerarbeit, einen unvergesslich treibenden Filmscore (der übrigens als kleine Hommage in dem kürzlich entstandenen Kunstwerk "Amer" noch einmal wieder auflebte) rasante Verfolgungsjagden und einen Mörder mit Hackebeil in schwarzer Lederkluft auf einem Motorrad.
So dürfte dem Giallo- Vergnügen eigentlich nichts im Wege stehen und doch ist eine kleine Warnung meinerseits angebracht, die letzlich eine uneingeschränkt positive Wertung dieses Streifens verhindert.
Vollkommen subjektiv gesehen bereitet mir der todernste Grundplot des Films dann doch etwas Magendrücken.
Denn anders als in den schillernden Thrillern eines Dario Argento oder Sergio Martino, wo die Faszination auch durch die schiere Fabulierfreudigkeit, durch die hemmungslos kruden Phantasmagorien der Regisseure gekennzeichnet ist, in denen der Zuschauer mit Wonne Sinnenkino und Angstlust miterlebt im Wissen hier starken faszinierenden irrealen Tobac aus Kindheitstraumatas, messerschwingenden Unbekannten und angstvollen weiblichen Opfern serviert zu bekommen, versucht "Der Tod tragt schwarzes Leder" ein ganz heißes gesellschaftliches Eisen anzupacken.
Hinter dem traurigen Fall eines erhängt aufgefundenen minderjährigen Mädchens steckt ein Kinderschänder Ring.
Kinderprostitution- eine brisante, allzu reale Thematik, die eigentlich nur verstört und sprachlos macht.
Da stellt sich mir ganz persönlich die Frage, wie dieser Sprengstoff denn mit den auf pure Unterhaltung abzielenden auch sleazigen Mitteln des italienschen Giallos umgesetzt werden kann ohne ein seltsames Geschmäckle zu haben.
In der Tat verlangt dann doch dieses sensible und bestürzend aktuelle Thema eine etwas differenziertere, intelligentere Auseinandersetzung als es denn ein schillernder italienscher Spannungsfilm bieten kann.
Zwar verkneift sich der Film voyeuristisch nackte Mädchenkörper abzubilden, jedoch ist er natürlich vom Anspruch her als leicht schmierig, effekthascherischer Thriller konzipiert, mit allen im Genre gängigen hanebüchenen storytechnischen Verrenkungen.
Gerade das ständige Abhören von Tonbändern mit verbalen Befehlen ("Spreiz die Beine ...), die den gefangenen Mädchen gegeben werden, hat einen unangenehmen, weil unbeholfen kruden und unangemessenen Beigeschmack.
Aus dem Grund, weil der Film und das Giallo Genre allgemein viel zu platt und spekulativ ist um diesen Themen gerecht zu werden.
Wenn wir jetzt ganz weit ausholen, könnte man auch noch den italienschen Kannibalenfilm anfügen, der ebenfalls die Sensationslust, die Verkommenheit der Gesellschaft anprangert, gleichzeitig sie aber heuchlerisch exploitationhaft bedient.
Um diesen Definitionsspagat glaubhaft rüberzubringen muß ein Filmwerk schon sehr raffiniert konzipiert sein.
Und so ganz nehme ich da "Der Tod trägt schwarzes Leder" seinen bierernst seriösen Aufklärungsanspruch natürlich nicht ab. Mehr noch die Ehrfurcht vor diesem heiklen Thema verhindert dann doch den unbeschwerten Film-Genuß an heißen Verfolgungsjagden und hübsch grotesk zerstückelten Leichen auf Seziertischen.
Alle beinharten exploitationhaften und schrillen Slashereinfälle, jede delierirende Wahnsinnsidee herkömmlicher Giallos werden von mir hochgeschätzt und geliebt.
Doch der Versuch dies alles in einen seriös authentischen Hintergrund, gar in eine überzeugende Sozialkritik an Verbrechen wie Kinderprostitution einzubinden, mißlingt dann doch.
Hier wird dann beflissen Ernsthaftigkeit vorgegaukelt, die der Film niemals unterfüttern kann.
So bleibt "Der Tod bleibt schwarzes Leder" ein solider, niemals herausragender Polizeifilm, der mehr mit einer "Tatort" Folge gemein hat als mit einem phantasievollen Giallo. Zwei ,drei rasante atmosphärische Szenen, darunter eine Verfolgungsjagd und eine Flucht in einem Parkhaus kann er uns bieten und viel Ermittlungsarbeit.
Ansonsten ist das Gefühl von Bedrohung und Gefahr gegenüber reinrassigen Giallos (nehmen wir beispielsweise "Das Geheinmnis der schwarzen Handschuhe") doch gering, die Spannung hält sich in Grenzen, ansonsten überzeugende Charaktere, eine vibrierende Musik und eben dieser Hang zur diesmal nicht angebrachten genretypischen Sensationslust, die dann doch den Spaß etwas verdirbt.
Jede positive Bewertung kann ich natürlich nachvollziehen und jedem Fan des Films sei die Freude gegönnt.
Mich konnte er nicht restlos überzeugen.
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am 31. Mai 2017
... ist gar nicht so oft zu sehen - die Ralli ist wesentlich öfter im Bild - kein Wunder bei dem Aussehen -
ich denke, lässt sich nicht nur gut ansehen sondern ist auch was für die Sammlung
Original ist der Film allerdings mit einer LZ von 96 Min. angegeben ...
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TOP 1000 REZENSENTam 15. März 2011
Eine Tochter aus gutem Hause, 15 jährig wird in einer Mailänder Wohnung erhängt aufgefunden. Bei der Toten handelt es sich um Silvia Polvesi (Sherry Buchanan), deren Eltern (Farley Granger, Marina Berti) sich im Ausland aufhielten.
Die Haushälterin (Eleonore Morana) war die Ansprechpartnerin des Mädchens.
Der zuerst ermittelnde Inspector Valentini (Mario Adorf) muss bald an die Mordkommisson unter der Leitung von Inspektor Silvestri (Claudio Cassinelli) abgeben, denn was zuerst als Suizid aussah, entpuppt sich bald als grausamer Mord.
Die zweite Staatsanwältin Vittoria Stori (Giovanna Ralli) wird sehr bald damit konfrontiert, dass das frühreife Opfer bereits mit ihrem 4 Jahre älteren Lover den Tatort als Liebesnest gebraucht hat, zudem war sie schwanger. Die beiden Liebenden wurden auch von der gegenüberliegenden Wohnung von einem Spanner beim Sex und Liebesspiel beobachtet.
Bald wird klar, dass das junge Mädchen Teil eines Kinderpornorings war und Geld verdiente, indem sie älteren Männern perverse Wünsche erfüllte.
Silvias Liebhaber hat für die Todeszeit ein Alibi.
Der Polizei bleibt vorerst nur die neue Erkenntnis, dass Silvia nicht in dieser Wohnung ermordet wurde, sondern in einer anderen Wohnung.
Bei der Begehung des eigentlichen Tatortes entdeckt Silvestri, dass im Bad noch mindestens ein zweites Opfer förmlich abgeschlachtet wurde, zudem räumt Silvias Mutter ein, aufgrund der töchterlichen Verhaltensschwankungen einen Privatschnüffler auf sie angesetzt zu haben.
Dieser ist natürlich auch verschwunden. Der Mörder sieht sich immer mehr in die Enge getrieben, also muss er bald wieder agieren...
Massimo Dallamano drehte mit "Der Tod trägt schwarzes Leder" einen gelungenen Genremix aus Giallo, Polizeithriller und Horrorkrimi.
Dabei sind die 70er schnell erkennbar, sowohl im charmanten Soundtrack als auch in den grässlichen Tapeten diverser Mailänder Wohnungen.
Der 1974 entstandene Film greift die klassischen Exploitation-Elemente Sex, Gewalt und Verbrechen auf, die eingebunden sind in die undurchsichtige Geschichte um einen Callgirl-Ring von Minderjährigen.
Zur Stärke des Films gehören die starken Sequenzen, die die Kamera entwirft.
Es verwundert kaum, dass Dallamano in seinem 20jährigen Mitwirken fürs Kino überwiegend als Kameramann tätig war - unter anderem in Leones "Für eine Handvoll Dollar" und "Für ein paar Dollar mehr".
Der Film weist ein rasanten Tempo auf und hat einige sehr mulmige und nervenaufreibende Sequenzen zu bieten. Unvergessen bleibt die Parkhauszene, in der Giovanna Ralli um ihr Leben laufen muss.
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am 9. November 2009
...des italienischen Films liegt hier vor. Es handelt sich um den zweiten Teil der sogenannten "Schulmädchen in Angst" Trilogie von Regisseur Massimo Dallamano, der leider viel zu früh verstarb. Der erste Teil ist in Deutschland unter dem Edgar Wallace Label herausgebracht worden ("Das Geheimnis der grünen Stecknadel") - obwohl er ein reinrassiger Giallo war.

Dieser Film ist eher eine Mischung aus Giallo und Poliziesco und besticht trotz gewissem Sleaze-Faktor durch solide Darsteller, extrem spannende Story und tolle Kamera. Der Score von Stelvio Cipriani sorgt für die richtige Untermalung - und wen ein paar Brutalitäten nicht stören, findet hier einen ausgezeichneten Vertreter dieses in den 70ern so beliebten Genres.

Neben den frühen Filmen von Argento ist das für mich ein absoluter Höhepunkt und jedem Giallo-Fan wärmstens empfohlen!!!
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VINE-PRODUKTTESTERam 8. Dezember 2015
Wäre man doch endlich mal bei der getreuen Übersetzung des italienischen Titels geblieben! Hier geht es um viel mehr als den schwarzledrig gekleideten Todesboten, der eine Standardfigur des „giallo“ ist und der hier ebenfalls sein Unwesen treibt. Dahinter steckt aber im Grunde ein Polizeifilm und dahinter wiederum ein gesellschaftskritischer Thriller. Einer, der Fragen aufwirft, statt mit dem Finger auf Antworten zu zeigen. Einer, der dadurch traurig macht. Einer, der im Gegensatz zum deutschen Betroffenheits-TV zusätzlich eine unglaublich spannende und manchmal recht blutige Angelegenheit ist. Dieses Zusammentreffen kann man als eine Schwäche sehen. Ich sehe es als eine ganz besondere Stärke.

Kinderstimmen, Pop-Rhythmus, Spinettklänge erinnern an Ennio Morricone. Teenager verlassen eine Schule, aber wo gehen sie danach hin? Die Kamera versucht, ihnen immer näher zu kommen, aber es scheint ihr nicht richtig zu gelingen. Immer wieder werden sich zwischen sie und die Schüler unscharfe, unidentifizierbare Hindernisse schieben. So ist das auch mit unserem Zugang zu diesen jungen Menschen, und mit dem Zugang der Protagonisten zu ihnen. Die fünfzehnjährige Silvia scheint sich erhängt zu haben, nackt. Es stellt sich heraus, dass sie schon mannigfaltige sexuelle Erfahrungen hatte. Und dass sie natürlich ermordet wurde. Daraufhin muss Inspektor Valentini (Mario Adorf) den Fall an die Mordkommission abgeben, wo Kommissar Silvestri (Claudio Cassinelli) und Staatsanwältin Stori (Giovanna Ralli) ermitteln. Sie stechen in das Wespennest eines gut organisierten Kinderprostituiertenrings…

Bei allen Schauwerten, bei aller Spannung, bei mancherlei Brutalität scheint es mir, dass es dem Regisseur Massimo Dallamano mit seinem Thema unglaublich ernst ist. Er zeigt von Anfang an eine aus den Fugen geratene Gesellschaft statt nur eine aus dem Ruder gelaufene Jugend. Es geht wirklich titelgerecht darum, dass die Polizei das Problem im Grunde nicht alleine lösen kann; auch im Dialog bitten die Ermittler mehr als einmal um die Hilfe dieser oder jener Person. Das ist kein reiner Krimi, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem. Wir alle können uns einmal an die eigene Nase fassen. Die „Jugend von heute“, wie es gelegentlich so schön abfällig heißt: Verstehen wir sie noch, haben wir noch einen Draht zu ihr, können wir sie noch sehen, wie sie ist? Schon in der beschriebenen ersten Einstellung ist dies schwer. Und gleich danach kommt der Leichenfund; da ist es für die Eltern von Silvia schon zu spät. Wir werden sehen, dass sie ihren Eltern und deren Dienstmädchen (das eine Zeitlang so eine Art Ersatzmutter war) längst eine Fremde geworden war. Der Vater (Farley Granger, der selbst mal einen verzweifelt-rebellischen Jugendlichen in dem großartigen „Sie leben bei Nacht“ gespielt hatte!) gibt zu, dass er seine Tochter zu sehr verwöhnt und sich zu wenig um sie gekümmert habe. Von der Mutter sehen wir in der Rückblende, dass sie Silvia erstmal eine schmiert, als sie bei ihr die Pille entdeckt. Die Möglichkeit des Zugangs und des Vertrauens ist längst verloren. Das Dienstmädchen meint, früher habe Silvia sich ihm anvertraut, aber so etwa mit 13 habe sie damit aufgehört. Dabei klagt der Film nicht etwa die bösen, bösen Erwachsenen an, sondern fordert zu Wachsamkeit, aber gerade auch Empathie auf. Niemand kann sich sicher sein, auch nicht Inspektor Valentini, der ein gutes Verhältnis zu seiner Tochter zu haben scheint und dennoch irgendwann feststellen muss, dass auch sie zu dem Ring gehört. „Wir sollten eben noch mehr auf die [und nicht nur „unsere“!] Kinder achtgeben“, heißt schon der Schlusssatz in Fritz Langs „M“.

Eine rasante Autoverfolgungsjagd (bei der alle nicht mitrasenden Autos seltsamerweise aber ihren Weg weiterfahren, als wäre nichts) ist letztlich nur nettes Beiwerk. Ein schwarzbelederter motorradfahrender Killer mit Beil ist nur der unwichtige Handlanger eines Netzwerkes, in dem der Fisch vom Kopfe her stinkt (konsequenterweise endet der Killer am Ende recht unspektakulär, obwohl er zuvor für viele spektakuläre Szenen verantwortlich war). Was wirklich wichtig ist, ist die ohnmächtige Fassungslosigkeit, mit der der Film seine Protagonisten und uns immer wieder in Abgründe blicken lässt. Da gibt es beispielsweise einen Detektiv, der den Porno-Ring mit Tonbändern des sexuellen Geschehens erpresst hat, und diese Bänder fallen irgendwann den Ermittlern in die Hände. Ungläubiges, fassungsloses Staunen bei allen (und dort wird auch Valentinis Tochter anhand der Stimme identifiziert). Beklommenheit statt Sensationslust, denn es ist ja logisch, dass aus Ermittlungszwecken Personen dieses Band hören müssen, denen das große Schmerzen bereitet wie z.B. Silvias Eltern. Und auch den Ermittlern geht dies erkennbar nahe; das sind noch keine abgebrühten Zyniker (glücklicherweise lässt der Film bei der schönen Staatsanwältin diverse Frauenklischees aus und dichtet ihr nicht auch noch eine Liebesgeschichte mit dem Kommissar an). Und so überträgt sich diese fassungslose Betroffenheit eben auch auf uns Zuschauer, jedenfalls auf mich. Gerade in diesen Tonbandszenen entsteht für die Hörenden auf und hinter der Leinwand das Schlimmste im Kopf (etwa sinngemäß: „Nein, das will ich nicht machen.“ „Ich habe aber viel Geld dafür bezahlt, dass Du ALLES machst.“ Schreien. Und so fort).

Es gibt auch ein paar Szenen expliziter Brutalität, die aber nicht zu sehr von der Geschichte und vom ernsten Anliegen ablenken, weil der Film nie vergisst, dass sich dahinter ein unsichtbarer, weit größerer Schrecken verbirgt (u.a. in den Tonbandszenen). Zudem sehen wir gelegentlich nur die Auswirkungen statt den Vollzug der Gewalt. Die Tote am Strang, eine Badewanne voller Blut, und am Ekelhaftesten die scheibchenweise aneinandergelegten Einzelteile eines Toten. Grad diese Szene ist vielleicht bezeichnend: Die Polizei versucht, die Witwe des Toten (es ist der erwähnte Detektiv) vor dem Schlimmsten zu bewahren: Sie arrangiert die Teile so, dass sie unter dem Leichentuch wenigstens in etwa die Form eines menschlichen Körpers bilden und meint, die Witwe müsse sich nur den Kopf ansehen, um ihren Mann zu identifizieren. Die Frau hat ihren Mann aber gehasst, der schon längst mit seiner Geliebten zusammen war. Selbst noch vor dem Toten sagt sie hasserfüllt, dass sie ALLES von dem Drecksack sehen will. Auch nachdem die Ermittler mehrfach gesagt haben, dass sie sich das nicht antun müsse. Woraufhin diese der Witwe den „Gefallen“ dann doch tun, die natürlich beim Heben des Leichentuches schreit wie nur was. Das ist ein seltener Moment des sehr schwarzen Humors in diesem Film; dafür war es auch nötig, dass wir die Einzelteile schon vorher gesehen hatten. Wir grinsen uns eins, dass die blöde Kuh nun ihr Fett wegbekommt. Aber dann bleibt uns das Lachen im Halse stecken. Und dann merken wir, dass sich die Szene eigentlich wunderbar in diesen Film einreiht. Es gibt Menschen, die die schlimmsten Auswirkungen von Gewalt noch zu verhindern suchen, allein es ist nicht immer möglich. Diesen Satz könnte man genauso über die Tonbandszenen schreiben.

Nicht zuletzt dienen gewisse Gewaltszenen aber auch der meisterhaften Erzeugung von Spannung. Wir haben schon gesehen, was das Beil des Killers alles anrichten kann und müssen darum in einer mustergültig geschnittenen Zu-Fuß-Verfolgung der Staatsanwältin jederzeit damit rechnen, dass es auch sie erwischt. Zumal der Killer sie schließlich in einem Fahrstuhl erwischt, aus dem man ja schlecht entkommen kann (wobei dem Filmfreak metzelblutige Morde aus dem früheren „Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe“ und dem späteren „Dressed to Kill“ in den Sinn kommen). Und zumal das Beil durch einem unmittelbar vorher verübten Mord bereits blutbefleckt ist. So wissen wir nach einer kurzen Ellipse und den folgenden Bildern von blutigem Beil und Staatsanwältinnengesicht tatsächlich nicht, ob es sie erwischt hat oder nicht. Großartig in Kameraarbeit und Montage! Überhaupt ist beachtlich, wie eng und gleichzeitig hoch hier manchmal Gänge bei Zu-Fuß-Verfolgungen wirken sind – so baut doch keiner! Vermutlich ein Verzerrungseffekt durch gezielte Wahl einer bestimmten Brennweite. Wenig Licht dringt in die abgründigen, verschlingend-verschlungenen Tunnel mit anscheinend unüberwindbar hohen Mauern…

Fazit: Manche schätzen diesen Film als extrem soliden Thriller, weil er seinen Hintergrund nicht zu ernst nehme (vgl. Marcus Stiglegger, zit. im Wiki-Artikel zum Film). Manchen stößt auf, dass er diesen Hintergrund zu ernst nehme, was zu den Thriller-Elementen nicht passe (vgl. die Rezension von „Rumburak“ hier bei Amazon). Ich schlage einen dritten Weg vor: Gerade WEIL der Film seinen Hintergrund ernst nimmt, ist er so stark. Und weil er den Zeigefinger nicht einsetzt (Stiglegger hat schon Recht: Ein „Lehrstück“ ist dies nicht). Und weil er mit seiner Brutalität der brutal in Unordnung geratenen Entfremdung der Generationen entspricht. Und weil er Fragen aufwirft, aber uns bei den Antworten nur anstupst. Die müssen wir uns schon selbst geben. Fassungslose Traurigkeit in einem fiesen Thriller, geht das? Bei mir hat es jedenfalls gewirkt. Ein Film, der mich sehr berührt hat. Er liegt in guter Qualität auf deutsch, englisch und italienisch vor, mit optionalen deutschen Untertiteln.
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am 7. September 2014
Einleitung:

Habe diesen großartigen Vertreter der Giallo-Szene schon 2005, seit dem Ersterscheinen gekauft.
Hatte mich von dem tollen roten Cover mit dem Motorradfahrer und dem Beil blenden lassen - und bin nicht enttäuscht worden.

Dieser Film ist eine wahre italienische Perle, denn wer sie einmal gesehen hat, ist von den genialen Schauspieler/innen, dem fantastischen Soundtrack, des großen Stelvio Cipriani und der einzigartigen Kameraführung schlichtweg begeistert.

Die Einleitung spricht der bekannte Manfred Schott ( * 1. Februar 1936 in München; † 7. April 1982 ebendort ), der auch die Einleitungen zu den "Schulmädchen-Reporten" in den 70 er Jahren eingesprochen hatte.

Der Film:

Der Tod trägt schwarzes Leder (Originaltitel: La polizia chiede aiuto) ist ein 1974 veröffentlichter Poliziottesco mit Claudio Cassinelli und Mario Adorf in den Hauptrollen von dem Regisseur Massimo Dallamano. Der Film gilt als einer der Hauptwerke des Genres.

Die Polizei wird von einem Unbekannten darüber informiert, dass ein junges Mädchen Selbstmord verübt hat. Es wird von einem Selbstmord ausgegangen.

Ein paar Tage später wird bei der Überprüfung von Aufnahmen einer studentischen Revolte zufällig entdeckt, dass die Tote genau an dem Tag ihres Todes in ein anderes Haus ging. Die Staatsanwältin Stori lässt eine Untersuchung der Leiche anordnen. Es stellt sich heraus, dass das Mädchen nicht Selbstmord verübt hat.

Die Ermittlungen ergeben, dass das minderjährige Mädchen schwanger war. Comissario Silvestri übernimmt nun die Ermittlung. Bei der Überprüfung des möglichen Tatortes wird ein Mann festgenommen, der heimlich Fotos von dem Tatort machen wollte. Der Festgenommene ist Bruno Paglia. Dieser hatte schon seit mehreren Wochen Aufnahmen von dem Mädchen beim Geschlechtsverkehr mit einem Jungen gemacht. Paglia wird auf Druck des Oberstaatsanwaltes entlassen.

Bei der Überprüfung der Wohnung in die das Mädchen zum Tattag eingekehrt ist, wird eine Badewanne voller Blut entdeckt. Diese Meldung verbreitet sich in Mailand wie ein Lauffeuer. Der Druck der Presse auf die polizeiliche Ermittlungsarbeit wächst.

Die Mutter des ermordeten Mädchens, Frau Polvesi, meldet sich. Sie berichtet darüber, dass sie häufiger Streit mit ihrer Tochter hatte. Das Mädchen war erst 15 und nahm regelmäßig die Pille. Um mehr über die Hintergründe zu erfahren, hatte sie den Privatdetektiv Talenti beauftragt.

Silvestri gelingt es nicht, Talenti ausfindig zu machen. Man findet sein Fahrzeug an einer Schnellstraße stehend. Im Kofferraum ist die Leiche von Talenti in mehrere Stücke zerlegt worden. Das Blut in der Wohnung stammte also von Talenti. Silvestri und Stori schließen hieraus, dass Talenti von den dubiosen Machenschaften gewusst haben muss. Am Abend meldet sich die Freundin von Talenti bei Silvestri. Sie liegt seit einem Unfall im Krankenhaus.

Als Silvestri bei ihr eintrifft, kann er gerade noch den Tod von Talentis Freundin verhindern. Ein Unbekannter in Motorradkluft wollte sie mit einem Beil zerhacken. Der Unbekannte flieht auf einem Motorrad. Trotz einer spektakulären Verfolgungsjagd gelingt es der Polizei nicht, den Mann zu fassen. Es stellt sich in der Folge heraus, dass Talenti durch Erpressung viel Geld eingenommen hatte. Seine Freundin händigt der Polizei Tonbandaufnahmen aus.

Auf den Tonbandaufnahmen kann man minderjährige Mädchen bei der Prostitution hören. Valentini erfährt hierdurch, dass auch seine Tochter einem Callgirlring von minderjährigen Mädchen angehört.

Staatsanwältin Stori überlebt mit größter Mühe einen Mordanschlag. Ihrem Fahrer wird der Schädel gespalten. Wenig später wird ein Mordanschlag auf Bruno Paglia verübt. Paglia gelingt es mit letzter Kraft einen Notarzt zu rufen. Paglia stirbt auf dem Weg ins Krankenhaus. Um die Täter unter Druck zu setzen, behauptet Silvestri gegenüber der Presse, dass Paglia überlebt hätte und die Hintergründe aufgedeckt werden würden.

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ACHTUNG SPOILER: ( Wer sich den tollen und großartigen Film anschauen will und rätseln möchte, wer DER wirkliche Täter war - NICHT WEITERLESEN !!! ).
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Die örtlichen Zeitungen veröffentlichen diese Meldung. Am nächsten Tag wird der stadtbekannte Jugendpsychologe Professor Beltrame tot aufgefungen. Beltrame hat Selbstmord begangen. Ausgerechnet der Leiter der Jugendpsychologie unterhielt in der Stadt einen Callgirlring für minderjährige Mädchen. Silvestri und Stori finden in seinem Büro umfangreiche Aufzeichnungen über die Kunden von Beltrame.

Hierunter befinden sich viele berühmte Persönlichkeiten und Minister. Silvestri und Stori möchten diese Unterlagen veröffentlichen und die Hintergründe aufklären. Weitere Ermittlungen werden vom Oberstaatsanwalt untersagt. Eine Aufklärung der Umstände würde aus Rom untersagt werden und wäre politisch nicht gewollt.

Wissenswertes:

Die Filmmusik wurde in dem Film Amer aus dem Jahr 2009 wiederverwendet.
2013 wurde die Filmmusik ein weiteres Mal genutzt; The Child of Lov ließ Teile davon in den Titel 'Fly' mit einfließen.

Die Darsteller:

Giovanna Ralli ( * 2. Januar 1935 in Rom ) als Zweite Staatsanwältin Vittoria Stori.

Claudio Cassinelli ( * 13. September 1938 in Bologna; † 13. Juli 1985 in Arizona ) als Kommissar .
( Er starb jung, wie tragisch, indem er bei Dreharbeiten mit seinem Kopf zu nahe einem drehenden Hubschrauberrotor kam - und geköpft wurde.

Farley Granger ( * 1. Juli 1925 in San Jose, Kalifornien; † 27. März 2011 in New York City, New York; eigentlich Farley Earle Granger II ) als Herr Polvesi.

Franco Fabrizi ( * 15. Februar 1926 in Cortemaggiore; † 18. Oktober 1995 ebenda ) als Bruno Paglia.

Mario Adorf ( * 8. September 1930 in Zürich ) als Inspektor Valentini.

Marina Berti ( eigentlich: Elena Maureen Bertolini, * 29. September 1924 in London; † 29. Oktober 2002 in Rom ) als Frau Polvesi.

und..... und...... und......

Der Komponist:

Stelvio Cipriani ( * 20. August 1937 in Rom) schuf mit dieser einzigartigen unheimlich schönen Filmmusik einen wahren funkigen Soundtrack mit Kultpotenzial.
Es gibt auch eine Soundtrack-CD dieses Filmes von 2008 ( habe diese natürlich auch sofort gekauft;-).

Der Regisseur:

Massimo Dallamano ( * 17. April 1917 in Mailand; † 4. November 1976 in Rom ) ein sehr guter italienischer Regisseur, der auch Filme, wie "Dass Bildnis des Dorian Gray" von 1969 oder "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" von 1971 schuf.
Er kam beim einem tragischen Autounfall im Jahre 1976 bei Rom ums Leben.

Das Fazit:

Ein genialer Giallo-Krimi der eindeutige Horrorelemente, sehr gute Darsteller, einen funkigen - wie famosen Soundtrack von Stelvio Cipriani und eine geile Kameraführung besitzt.

Mein persönlicher Lieblingsfilm, der italienischen Giallo-Szene, die in den 70/80 er Jahren eindeutig ihren Höhepunkt hatte.
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