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am 24. November 2010
Die modernen Bach Interpretationen von Murray Perahia mit ihrem flüssigen und leichten Spiel haben mich in eine andere Welt der musikalischen Leichtigkeit getragen. Wunderbar!
Auch die technische Qualität der Einspielung ist ausgezeichnet.
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am 4. Dezember 2015
Wer in den Achtziger- und Neunzigerjahren Bachs Cembalomusik in pianistischer Ausführung genießen wollte, kam in der Regel an Glenn Gould nicht vorbei. Hunderttausende Klassikliebhaber meiner Generation und zahllose Ältere sind aufgewachsen mit dem sonoren, gut hörbaren Raunen des kanadischen Exzentrikers, der die Marotte des ständigen Mitsummens, die nach seinem Tod außer der ebenfalls außenseiterischen Hélène Grimaud kaum Nachahmer gefunden hat, mit bisweilen manieristischer Artikulation und da und dort allzu romantisierendem Flirren zu verbinden wusste.
Wer davon irgendwann genug hatte, für den kam Murray Peraiah gerade richtig. Der inzwischen achtundsechzigjährige amerikanische Jude stammt aus einer Familie sephardischer Juden, sein Vater war Schneider in Thessaloniki, bis zum Holocaust der zweitgrößten jüdischen Gemeinde Europas, und man merkt seinem Spiel das Griechische sehr wohl an, das Gereinigte, das fast kindliche und doch nur durch ungemeine, männliche Anspannung und Abklärung mögliche Gefallen, das Peraiah an Formenstrenge und Formenschönheit findet. Man kann sich ohne Probleme verlieren in seine singenden, aber dynamisch und phrasisch stets stabilen Interpretationen, so rein, schön und ebenmäßig klingen sie, so genau und ohne jede falsche Emphase bilden sie den Willen des Komponisten ab.
Die Partiten No. 2 bis 4 aus dem Ersten Teil der fabulösen "Clavierübung", Bachs philosophisches Etüdenwerk von 1731, in einer Berliner Einspielung von 2007, die Sony für diese Platte ausgekoppelt hat, geben ein wundervolles Exempel von diesem Vermögen, mit dem Peraiah auch bei der heutigen Inflation an guten und sehr guten Pianisten weithin einzig dastehen dürfte. Er spielt die Partiten, alle streng nach dem französischen Schema Ouvertüre - Allemande - Courante - Sarabande - Gigue gebaut, in das Bach lediglich vor dem Schlusssatz ein Menuett bzw. Scherzo einschob (woraus in der klassischen Sonatenhauptsatzform dann der Dritte Satz wurde), als das, als was sie geschrieben wurden: als Musik des späten, nachdenklichen, nicht mehr gegenreformatorisch prunkenden, aber auch nicht mehr gryphiushaft desperaten, sondern schon an der Schwelle zu Aufklärung, zur Morgensonne der Vernunft weilenden Barock, mit der leisen, langsam immer selbstbewusster werdenden Heiterkeit der aufblühenden Jugend.
So, wie der griechisch-jüdische Amerikaner Peraiah diesen Bach spielt, möchte man sich die Musik am Hofe Karl Theodors, des dritten August oder auch des jungen, noch unvergrämten Fridericus vorgestellt haben. Technisch über allen Zweifel erhaben, fliegen Peraiahs Finger mal als sanftes Tatzen, mal als zupackender Händedruck über die Klaviatur, nie aber wie plumpe Pranken. Wer ihn gesucht hat, den Anti-Glenn Gould: in Murray Peraiah haben wir ihn gefunden.
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