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am 13. Januar 2009
Als alter Panzer-Elite-Veteran habe ich mich natürlich sehr gefreut nach so langer Zeit endlich mal wieder eine anspruchsvolle Panzersimulation daddeln zu können, nach dem man in den letzten Jahren bestenfalls mit albernen Arcade-Sims wie "Panzer-Elite-Action" genervt wurde, die offenbar für die "Generation Turnschuh" entworfen wurden, der mehr als 3 Tasten in einem Spiel schon zu schwierig sind und die einfach nur hirnlos ballern möchte^^
Entsprechend groß waren die Erwartungen!

Das Spiel startete problemlos, bis auf ein kurzes flimmern, das vermutlich ein Ladebildschirm sein soll, den man nur für eine halbe Sekunde zu sehen bekommt.

Das Intro-Video wirkt nicht besonders professionell. Die Einheiten darin bewegen sich etwas ruckartig. Das Gezeigte reißt auch nicht wirklich vom Hocker und wie ein andere Käufer schon sinngemäß bemerkte erinnert es ein wenig an einen sowjetischen Propagandafilm aus "DDR-Zeiten". Das Selbe gilt übrigens auch für das Hintergrundbild des Hauptmenüs, aber na gut, darüber kann man hinwegsehen.

Ein Tutorial steht nicht zu Verfügung, die einzige Option im Singleplayermodus ist die Kampange, die man entweder auf deutscher oder russischer Seite beginnen kann.

Die Missionsbeschreibung, die dann folgt, ist ganz gut gelungen und bietet neben einer Übersichtskarte auch einen glaubwürdigen und sinnvollen Einführungstext. Animierte und gesprochene Erläuterungen zum "Schlachtplan" fehlen allerdings dabei.
Die Missionen selbst sind nicht besonders komplex und beschränken sich meist auf ein kurzes aber dafür wenigstens knackiges Gefecht. Weiträumiges vorrücken, mit mehreren Teilzielen, sekundär und Bonuszielen gibt es in "T34 vs. Tiger" nicht.

Was die Kampagne selbst angeht, so besteht sie einfach aus einer schnörkellosen Aneinanderreihung von Missionen des beschriebenen Stils.
Auf Rollenspielelemente, ein Auszeichnungssystem, Logistikmanagement und das Führen einer kleines Abteilung, wie in Panzer-Elite, wartet man vergebens. Auch Artillerie mit Spreng- und Nebelmuniton, deren Unterstützung man anfordern kann, ist nicht vorhanden. Schade!

Nun zum Kampfgeschehen selbst. Hier kann das Spiel punkten.
Nach einer gewissen Gewöhnungszeit an die Steuerung des Panzers, bei der man sicher einiges hätte besser machen können, kommt dann zum ersten Mal Spaß auf!
Der Tiger rumpelt schön durchs Gelände, Bäume werden krachend umgewalzt und Gebäude platzen getroffen auseinander.
Man schwenkt eifrig den Turm, visiert Pakstellungen, Schützenpanzerwagen, LKW's, Infantrie und natürlich feindliche Panzer und Jagdpanzer an, wechselt die Munitionssorten durch, läßt das MG tackern und sucht mit dem Fernglas den Horizont ab. Manchmal greifen auch Flugzeuge ins Geschehen ein.

Ähnlich wie in "Panzer-Elite" ist das Treffer- und Schadensmodell glaubwürdig und dementsprechend endet nicht jeder Abschuss in einer spektakulären Hollywood-Explosion, sondern so mancher Feindpanzer bleibt realitischerweise mit einem kleinen Loch in der Panzerung einfach regungslos liegen. Manchmal platzt einem T-34 das Fahrwerk getroffen auseinander, dichter Qualm steigt auf, die Besatzung bootet aus (wenn sie es noch schafft) und bei Volltreffern wird der Turm schonmal durch die Wucht der Explosionen im Inneren aus dem Drehkranz gerissen.
Besonders bemerkenswert dabei ist, das man auch Treffer die nicht durchschlugen an einer metallisch glänzenden Kerbe an der entsprechenden Stelle der Panzerung erkennt. Treffer auf den Boden machen schöne Krater und die Infantrie ist 3dimensional, was bei PE noch nicht der Fall war. Allerdings taucht sie im Verhältnis zur Anzahl der eingesetzten Panzer in unrealistisch kleiner Mannstärke auf.

Trotz der genannten Pluspunkte fehlt auch der Darstellung des Kampfes und des Schlachtfeldes selbst irgendwie das "ich bin Teil eines lebendigen Umfeldes" - Gefühl. Während man bei Panzerelite schon auf dem Weg zum Schlachtfeld an für die Offensive bereitgestellten Kolonnen der angreifenden Verbände vorbei holperte, links mal eine LKW Kolonne übers Feld tuckerte und dort mal ein Flakzug in Stellung ging, hat man bei "T34 vs Tiger" eher den Eindruck mit 15 Feindfahrzeugen, 6 eigenen und 2 Flugzeugen mutterseelen allein in einer ansonsten toten Landschaft zu agieren. Hier hätte man sicher mit wenig Aufwand mehr rausholen können.

Fazit:
Das Spiel hat viel Potential, das zeigt sich gerade im Gefecht, aber leider hat man es nicht verstanden dieses auch zu nutzen.
Es wirkt im Großen und Ganzen etwas lieblos und unfertig, so als hätten die Entwickler gerade noch das Nötigste fertig bekommen.
Vielleicht wird "Steel Fury - Kharkov 1942" besser.

Für eben mal zwischendurch 2-3 h Stunden Panzerkommandant spielen, ohne großen Schnörckel reicht es allemal und hat unter diesem Aspekt betrachtet auch etwas zu bieten, mehr aber dann auch nicht.

Im Vergleich zu einem "Genre-Blockbuster" wie dem betagten Panzer Elite sieht "T34 vs. Tiger" kein Land - leider.
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