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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
35
Hordes of Chaos (Pal)
Format: Audio CD|Ändern
Preis:20,30 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 27. Januar 2009
Nach der Rückkehr zu alten Stärken in Form der gewalttätigen Revolution und der nachträglichen Erklärung zum Feind Gottes, treten sie nun den "Hordes Of Chaos" bei. Die Rede ist natürlich von Mille Petrozza und seinen Mannen von KREATOR, die wieder Chaos und Verderben über die Hörerschaft bringen wollen. Nach den zwei vernichtenden Vorgängern hat es aber "Hordes Of Chaos" gar nicht so leicht und dazu kommt auch noch, dass schon einige Jährchen seit "Enemy Of God" vergangen sind, was die Spannung natürlich ins Unermessliche treibt.

Zur Erleichterung: KREATOR stampfen auch anno 2009 wieder alles in Grund und Boden. Mit einem kurzen, melodischen Lead startet die Horde der Verwüstung und läuft gleich in ein messerscharfes Riff über, begleitet von Jürgen "Ventor" Reil, der gleich beim Titeltrack kräftig den Drumstick schwingt. Mille schreit sich natürlich wieder die Lungenflügel aus dem Haus. Ein 100-prozentiger KREATOR Track in jedem einzelnen Ton, der gewohnt starke Thrash-Kost liefert. Gegen Schluss steigert sich der Song immer mehr und explodiert in einem kleinen Riff Inferno, das den "Warcurse" über uns legt, bei dem anfangs schön geschreddert und das Tempo gleich noch weiter angezogen wird. Typisch geschrieener Chorus mit geilem Break, was letztendlich zur "Escalation" führt, die als mittlerweile typische KREATOR Single á la "Violent Revolution" oder "Impossible Brutality" durchgehen kann. Auf zum "Amok Run", der melancholisch mit akustischem Intro und Mille's eindringlichem Sprechgesang beginnt, bis er dann seine Wut aus Lunge, Leber und wohl auch noch Nieren rausbrüllt. Leicht melodisches Riffing und Ventor gibt auf den Drums wieder alles. Der absolute Live Nackenbrecher, der mit "die like Jesus Christ" sogar zum mitgrölen einlädt. Danach wird wieder stampfend mit "Destroy What Destroys You" zerstört und mit "Radical Resistance", ähnlich wie bei "All Off The Same Blood", eine Armee der Völker gebildet. Spätestens jetzt sollte jeder bemerkt haben, dass die Jungs im Gegensatz zum experimentelleren "Enemy Of God" potentiellen Ballast über Board geworfen und Melodien auf das nötigste zurückgeschraubt haben. "Hordes Of Chaos" ist ein definitiver musikalischer Schritt zurück, der ihnen einerseits sehr gut zu Gesicht steht, aber andererseits nach dem genialen Vorgänger etwas schade ist, da hier sicherlich mehr drinnen gewesen wäre.

So genug den Nacken geschont. Erst erzeugen wir "Absolute Misanthropy", was wieder einmal wunderbar zeigt, wie lange die Herren schon zusammenspielen und die Perfektion im Chaos leben lässt. Danach gehen wir "To The Afterborn", der wieder einmal alles was die Band groß gemacht hat vereint. Starke, aber dezente Melodien, nackenzermürbende Beats, ein Spannungsbogen wie kein anderer, Speed Attacken die keinen ruhig sitzen lassen und natürlich Mille's wütendes Gebrüll. Und zum Schluss gibt's nach einem kurzen instrumentellen "Corpses Of Liberty" ab zum "Demon Prince", der den Showdown in Highspeed perfekt macht.

KREATOR haben es wieder geschafft ein geniales Mach(t)werk zusammen zu trümmern, das aber ganz knapp hinter den Vorgängern zurückbleibt, weil vieles schon recht bekannt scheint und auch die Spielzeit von nicht mal 40 Minuten etwas mager ist. Aber Jünger gehet dennoch hin und kniet nieder vor diesem Thrash Geniestreich.
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am 3. März 2012
Mit "Hordes of Chaos" eröffnet die deutsche Trash-Metal Band Kreator einen Frontalangriff auf jeden Jünger, der in irgendeiner Form der stetig wachsenden Metalgemeinde angehört. Das Werk strapaziert das Trommelfell des Zuhörers aufs Unermesslichste, dies ist aber sicherlich im positiven Sinne gemeint. Wie ihr Vorgänger "Enemy of God" stellt auch "Hordes of Chaos" ein lautstarkes außerdem schonungsloses Killeralbum dar. Die Betonung liegt hier vor allem auf dem brachialen Sound, der ohne Ausnahme, geschlagene 38 Minuten aus den Boxen dröhnt und sozusagen alles niederreißt, was sich nicht in Sicherheit bringt. Der Tonträger erinnert in vielerlei Hinsicht an Slayer's "Reign in Blood". Auch in den hiesigen Lyrics sind Thematiken enthalten, die für Slayer nicht allzu untypisch wären. Zwar kann man beide Künstlergruppen oder sogar beide Alben keinesfalls auf eine Stufe stellen, "Hordes of Chaos" ist dennoch mit Sicherheit eines der besten, auch brutalsten Kreator-Alben im Bereich des modernen Trash-Metals. Das Tempo ist somit extrem schnell gehalten, denn ein langsames oder gar balladeskes Stück sucht man hier wohl vergeblich. Dennoch ist die Scheibe im Vergleich zu früheren Werken (Pleasure to Kill, Extreme Aggression, Terrible Certainty etc.) um einiges melodischer, was mir persönlich noch besser gefällt. Selbstverständlich klang die Band bei ihren Erstlingswerken auch extrem geil, dieser Sound hier ist dennoch mein größerer Favorit. Doch auch hier stürzen sich Mille & Co. Voll und ganz ins Geschehen, und gönnen sich selbst, aber auch den Zuhörerschaften keine einzige Verschnaufpause. Einzig und allein das einminütige Stück "Corpse of Liberty" lässt auf eine winzig kleine Überbrückung schließen, bevor die Band gegen Ende des Albums den Hammer nochmal kräftig niedersausen lässt.

Beim ersten Hördurchgang klingt der Tonträger teilweise eher weniger facettenreich, nach wiederholtem Abspielen fallen jedoch schnell die rifflastigen Melodien auf, wodurch die Songs ganz einfach vollkommener erscheinen. Natürlich sind hie und da einige Eck- und Kritikpunkte vorhanden, diese verleihen dem Album allerdings eine ungehobelte, raue Qualität, die hier absolut passend ist.
"Hordes of Chaos" ist erneut ein solches Album, welches es verdient auch in Punkto Songauswahl näher betrachtet zu werden. Eine ausführliche Dokumentation der zehn Titel liegt hier nun vor:

1. HORDES OF CHAOS: Die Eröffnung des Tonträgers besitzt gleich mit dem Titelsong "Hordes of Chaos" den gewohnten "Kawwuumm-Effekt". Das anfängliche langsame, aber bedrohlich steigende Gitarrenriff lässt schon darauf ahnen, dass hier wohl gleich gewaltig die Post abgehen wird. Dies trifft selbstverständlich zu. Nachdem die Spannung circa 50 Sekunden aufgebaut wurde, tritt die Trash-Truppe das Gaspedal im Bezug zu der Instrumentierung rapide durch. Peitschende Drums werden mit den krassen Gitarrenläufen vereint. Auch Mille Petrozza singt, besser gesagt, schreit hier seine sozialkritischen Statements in die Ohren der Zuhörerschaft: "Everyone against everyone - CHAOS!" Ein extrem guter Opener für ein solch brachiales Album, mit dem wir es hier zu tun haben. Der Anfang macht jedenfalls schon sehr schnell Lust auf mehr. Ein gutes Zeichen ;)
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2. WARCURSE: So, die Band ist jetzt warm und eingespielt, dies merkt man bei dem darauffolgenden Titel "Warcurse" ganz besonders. Auch hier behalten die Frankfurter ihr schnelles Tempo bei und eröffnen den Track, bevor die Gitarren erklingen, mit niederschmetterndem Schlagzeuggehämmer. Kurz darauf setzt der Sänger mit gewohnt lauter und aggressiver Stimme ein. Textlich führt uns der Titel eine gewaltigen Krieg, und gleichzeitig den Zustand der Welt bzw. der Menschen nahe. Hier wird nichts schön geredet, doch "Warcurse" ist als zweiter Song ebenfalls ein schonungsloses Meisterwerk, das sich qualitativ dem Opener der CD anschließen kann.
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3. ESCALATION: In der Kürze liegt die Würze - "Escalation" brettert ab der ersten Sekunde voll drauflos, Mille schreit sich wiedermal die Seele aus dem Leib (dies hört sich jedoch ganz hervorragend an!) und nach dreieinhalb Minuten hat der "Spaß" auch schon sein Ende. Hier liegt sicherlich auch ein sehr hochwertiger Song vor, denn die Instrumente und der Gesang klingen kombiniert wirklich absolut spitze, aber doch können die zwei vorherigen Titel besser überzeugen. "Escalation" ist demnach ebenfalls eine krasse, geballte Ladung Power, trotzdem wirkt sie nicht ganz so ausgereift und perfekt, wie ihre beiden Vorgänger. Es fehlt ganz einfach "das gewisse Etwas".
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4. AMOK RUN: Dafür folgt nun der absolut beste Track des Albums. "Amok Run" besitzt einen ruhigen Einklang, selbst die Stimme des Sängers kommt hier ungewohnt soft zum Einsatz. Doch Vorsicht, dieses Stück hat es in sich! In der Gesamtbetrachtung wirkt es, allein schon wegen der sehr ernsten Thematik, extrem beklemmend und schockierend. Nicht nur, weil der Song nach circa 50 Sekunden eine 90° Drehung vollzieht, und gnadenlos aggressiv losstampft, sondern auch, weil der brisante und äußerst aktuelle Inhalt dermaßen eindringlich, man könnte schon sagen, emotional beigeführt wird. Hauptsänger Mille schlüpft hier für viereinhalb Minuten in die Rolle eines Amokläufers und wirkt ungemein authentisch, sodass mir als Zuhörer teilweise der Atem stockte. Vor allem, da der Song ja auf eine wahre Begebenheit basiert. Besonders gelungen ist die Umschreibung der Hölle, also der seelischen Schmerz, den der Täter durchlebte und somit als einzigen Ausweg den Amoklauf sah. Definitiv ist der hiesige Song von großer Bedeutung, da er ein Thema behandelt, dass von der Gesellschaft gerne mal schnell so unter den Tisch gekehrt wird. Und genau da liegt der Fehler. So stellt "Amok Run" das Meisterwerk des Albums dar, auch wenn er mit Sicherheit der härteste Song davon ist.
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5. DESTROY WHAT DESTROYS YOU: Ähnlich hart, aber auch realistisch legen die Frankfurter mit dem dreiminütigen Genickbruch "Destroy what destroys you" nach. Der Song läuft textlich, so gesehen auch musikalisch ganz im Sinne von "Macht kaputt, was euch kaputt macht" ab. Die Band hämmert uns hier für kurze Zeit ihr wahrheitsgetreues Weltbild um die Ohren, verbindet dieses mit erstklassiger, allerdings auch gnadenlos brutaler Instrumentierung. Kreischröhre Mille gibt natürlich ebenfalls sein Bestes, und eröffnet hier gleich den Pit im Wohnzimmer. ;)
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6. RADICAL RESISTENCE: Mit dem folgenden Song holt die Band zu einem gewaltigen Rundumschlag gegen die Gesellschaft und dem ungerechten Denken der Politik aus. Knallharte Fakten, die wie im Song auch thematisiert, meist mit Krieg verbunden sind, werden mit gewohnt harter Instrumentierung kombiniert, und somit als kurzer, bretterharter Trash-Metal Song zusammengetragen. Besonders zu loben sei hier auch der knappe, aber extrem eingängige Refrain! "Unite to fight, unite to fight - Radical Resistence now!" Allerbestes Ohrwurmniveau.
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7. ABSOLUTE MISANTHROPY: Dieses Stück ist ebenfalls extrem schnell, also in gewohnter Kreator-Manier gehalten, im Allgemeinen hängt es dann aber doch den vorherigen Songs nach. Hier findet einfach nicht diese Explosion statt, die mich bei Titeln wie "Amok Run", "Warcurse" oder auch "Hordes of Chaos" komplett mitriss. Auch in Punkto Refrain und Eingängigkeit bleibt ein fader Beigeschmack. Der Titel will und kann ganz einfach nicht richtig zünden. Demnach ist "Absolute Misanthropy" nicht unbedingt ein schlechter Song, ins Album passt er eigentlich ganz gut, er befindet sich nur eben nicht auf dem gleichen, hochklassigen Niveau seiner Vorgänger.
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8. TO THE AFTERBORN: Dies ist für mich nun nach "Amok Run" der zweitbeste Song des Albums. Hier liegt diesmal nämlich kein ultraschneller Trasher vor, es geht sozusagen doch melodischer zur Sache. "To the afterborn" hat einen schleppenden, düsteren Einklang, auch die Stimme des Sängers wird etwas langsamer in Gebrauch genommen. Der Titel ist im Vergleich zum restlichen Songmaterial wirklich nicht besonders schnell, und genau das macht ihn so individuell. Er passt zum Tonträger jedoch wie die Faust aufs Auge. Besonders der hymnenartige Refrain sticht hier hervor, da er nicht von Mille allein, sondern von der gesamten Band eingesungen wurde. Ab 3:20 Minuten, dreht sich der Track nochmal schnell um die eigene Achse. Ab diesem Zeitpunkt wird das Gaspedal erbarmungslos durchgetreten, und der typische Kreator-Sound kommt zum Vorschein. Diese Wende ist zwar sehr überraschend, dafür abwechslungsreich und musikalisch absolut überzeugend. Das niederschmetternde Gitarrensolo am Ende komplettiert den Song. Perfekt!
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9. CORPSES OF LIBERTY: Zum folgenden Titel lässt sich eigentlich nicht viel sagen, denn "Corpses of Liberty" spaltet die Gemüter. Sieht man den Song nun als kurze, melodische Überbrückung bevor das schlussendliche Brett folgt, oder dient er schlicht und ergreifend als Lückenfüller. Ich weiß nicht, was die Absicht der Band war, man muss dem Track jedoch lassen, dass er einmal wegen seiner kurzen Dauer, dann aber auch wegen seiner ruhigen Instrumentierung als unheimlich atmosphärisch zu bezeichnen ist. Er steigert die Spannung für das Kommende, aufs Unermessliche.
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10. DEMON PRICE: Der hiesige Song stellt den krönenden, unverbesserlichen Abschluss eines Killeralbums dar. Innerhalb von 5 Minuten wütet die Band wie ein Tornado in unendlicher Aggression. Das Ende ist also wirklich nichts für schwache Nerven, dennoch hätte man einen Tonträger dieser Art in keiner Weise besser beenden können. Schnell, hart, aggressiv, aber doch melodisch in gewisser Weise. "Demon Price" ist ebenfalls ein sehr eingängiger Song, der das Album perfekt abschließt. Hier gibt es nichts zu meckern! KREATOR RULES!!!
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Die Tracklist ist somit absolute Spitzenklasse! Textlich gesehen bekommen wir hier sehr harten Tobak zu Gemüte geführt, dieser kann jedoch aufgrund der oben genannten Kriterien voll und ganz überzeugen. Jeder Titel trieft nur so von unbändiger Power und Aggression. Behandelt werden politische brisante Themen, auch wird aber das inzwischen schon fast tragische, sehr realistische Weltbild/Weltgeschehen dargelegt. Gnadenlos und unschön - Ganz einfach so, wie man es von einer Trash-Metal CD erwartet. "Hordes of Chaos" ist ein Album, das unsere Welt auf erschreckende Weise ähnelt. Gewalt, Seelischer Schmerz, Verfolgung und Unterdrückung - All dieses Brennmaterial wird hier perfekt innerhalb von 38 Minuten schnell, dynamisch, aber äußerst realistisch zusammengetragen. Gewiss haben wir es hier nicht mit leichter Kost zu tun. Das Quartett schustert hier dennoch ein Meisterwerk zusammen, das durch seine durchgehende Melancholie teilweise schon sehr anstrengend sein mag, für Fans dieser Musik hat es nichtsdestotrotz auf alle Fälle mindestens eine Hörprobe verdient.

Fazit: Das Album gehört gehört! Zu jeder Tages- und Nachtzeit, rauf und runter, rückwärts, solange bis der CD-Player Feuer fängt! "Hordes of Chaos" hat so unheimlich viel zu bieten, es ist musikalisch, als auch textlich ein wahres Hörerlebnis. Vielleicht nicht unbedingt für das hochsensibelste Gemüt geeignet, jeder Fan der "Krach-Musik" (Nicht umsonst in Anführungszeichen gesetzt) wird hieran definitiv seinen Gefallen finden. Ich persönlich bin schon unheimlich auf das neue Werk der Frankfurter gespannt. Es soll vorrausichtlich noch dieses Jahr erscheinen. Ganz egal, "Hordes of Chaos" verdient jedenfalls volle 5 Sterne!
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am 26. Mai 2011
"Wir veröffentlichen nur ein Album, wenn wir wirklich etwas zu sagen haben", äußerte sich Mille Petrozza zur Veröffentlichungspolitik seiner Band.
Und damit hat er recht.
Wo andere Kapellen jedes Jahr ein halbgares Album nach dem anderen raushauen, veröffentlichen Kreator nur alle 4 Jahre ein Album das aber jedes mal aufs neue die gesamte Konkurrenz auf Distanz hält.
Kreator sind eine der ganz wenigen altgediegenen Bands die immer noch frisch und unverbraucht klingen und es nicht nötig haben, diverse Alibi Back to the Roots Geschichten abzuziehen.
Deswegen gehört "Hordes of Chaos" ganz klar zu den besten Alben der letzten Jahre.
Man bündelt alle Stärken in kompakte Songgerüste und schmeißt alles überflüssige über Bord.
Recht so!
Was die Ruhrpotturgesteine ebenfalls von den ganzen Thrash Revival Bands deutlich abhebt ist der konsequente Einsatz von griffigen Melodien und Harmonien die nicht nur einmal an die altbekannten N.W.O.B.H.M. Helden erinnern.
Somit ist "Hordes of Chaos" auch für zartbesaitete Gemüter empfehlenswert.
Textlich gesehen rührt Mille wieder ordentlich in den War, Terror and Pain Töpfen herum, wer tiefgründigere Themen sucht sollte gleich das Genre wechseln.
Ein ganz besonderes Lob gilt für Produzent Moses Schneider, der dem Album einen sehr warmen, analogen Anstrich verpasst hat.

Endlich mal eine aktuelle CD, die nicht der Attittüde fett, fetter, Trigger (=seelenlos) folgt.
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am 13. August 2010
Auf Kreator ist einfach Verlaß. Nach dem die Band mich nur einmal 1995 mit einer wirklich durchschnittlichen CD enttäuschte geht diese CD wieder voll auf's Ziel zu und haut es einfach weg! Hier sind einfach geile Thrash Metal Hymnen drauf, es ist eigentlich egal welchen Song man gerade anspielt, da alle einfach gut bis genial sind. Einzelne Songs hervorzuheben halte ich für überflüssig, da die Scheibe wie aus einem Guss geformt rüberkommt. Auch die Produktion is wieder einmal sehr gut, keineswegs überproduziert, denn das braucht Thrash Metal so wenig wie Metal Playback benötigt, nämlich überhaupt nicht! Der Klang ist damit richtig schön traditionell kernig, und unverfälscht, möcht mal gerne wissen wie die, daß so toll hinbekommen haben?

Diese CD Version enthält auch noch eine DVD, die ich mir aber noch nicht angesehen habe, da das Teil erst Gestern günstig gekauft wurde.

Also, alle traditionellen Thrash Fan, und Kreator Fans können hier blind zugreifen. Last uns hoffen, daß Kreator auch in the nächsten 10 Jahren solche klasse Alben machen werden !
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am 28. August 2017
Hordes of Chaos ist ganz klar die beste CD von Kreator!

Jeder Song ein Hammer!

Allerdings muss ich zugeben, dass es meine erste Kreator CD war.

Die Nachfolger konnten leider nicht annähernd die Qualität dieser Scheibe erreichen.
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am 2. März 2009
Meine Herren geht diese Scheibe hier ab. Von den ganzen guten Kritiken angetrieben habe ich mir vor kurzem auch die neue Kreator zugelegt. Und was soll ich sagen, das teil ist ein Mords Brett. Die Scheibe hat sich direkt mal etliche Tage im Player verschanzt und wollte nicht mehr raus.

Die Mucke klingt roh, aggressiv und trotzdem immer wieder hoch melodisch. Man merkt das die Jungs absolute Profis im Songwriting und an den Klampfen sind. Die Songs krachen und fetzten, hier gibt's ordentlich was auf die Mütze. Verschnaufpausen sucht man hier nahezu vergebens...

Fazit: Wer auf geilen Thrash ohne großen Schnickschnack steht der wird mit diesem Album seine wahre Freude haben. Die Scheibe klingt (auf Grund des Aufnahmeverfahrens) ein wenig wie geliebte Alben aus den 80zigern. Kreator 2009 sind ein echtes Highlight dem sich eigentlich kein Metal Fan entziehen sollte/kann.
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am 18. Januar 2009
Also dieses Album schlägt Soundtechnisch alles der letzten Jahre. Das Experiment mit der Live-Aufnahme aller Instrumente mit einem "SmokeHead"-Mikro ist wirklich gelungen und ich hoffe das viele Bands sich daran orientieren. Jetzt zu den Songs: Diesmal bleiben die Songs wirklich nach dem ersten Durchgang hängen. Außerdem ist das Album wie aus einem Guss. Perfekt in meinen Augen. Jetzt zu meinem kleinen Kritikpunkt: Auf der Limited-Edition sollte auf der beiliegenden DVD zwei Liveclips und ein Video von "Hordes of Chaos" sein. Leider ist nur das Making-Of drauf. Laut der Homepage hat es technische Probleme gegeben und deshalb sind die Clips nicht auf der DVD. Man soll Sie aber demnächst auf der Homepage als Free-Download bekommen. Deshalb gibt es einen Stern Abzug. Ansonsten: Zugreifen, aber es reicht auch die normale Version.
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am 16. Januar 2009
Das Jahr fängt richtig gut an ! Was Kreator hier abliefern ist Güteklasse 1A ! Keiner brüllt so schön seinen Hass raus wie Mille ! Da können sich die anderen " Möchtegern " Trashbands mal ne fette Scheibe abschneiden ! Oder besser gesagt wer will dieses Album überbieten ? Das Album ist verdammt schnell und hart vor allem die Doublebass ist der Hammer ! Kreator sind eben eine Institution auf den Trashmetal Sektor !
Mein Tipp ist das Limitierte Digipack incl. DVD.
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am 7. November 2015
... haben die vier Essener von KREATOR mit "Hordes of Chaos" eingespielt. Viele Fans bestreiten energisch die Ähnlichkeiten zu Genregrößen wie SLAYER, ich finde allerdings das die Parallelen nicht zu überhören sind. Nicht nur musikalisch kommt das sehr nahe, vor allem der Gesang von MILLE PETROZZA erinnert mich doch sehr stark an den Gesangsstil von SLAYER-Frontmann TOM ARAYA.
Mich persönlich hat "Hordes of Chaos" nur stellenweise erreicht, viele der Songs haben mich jetzt nicht sehr angesprochen. Zu oft wird auf Härte und Geschwindigkeit gesetzt, für meinen Geschmack artet das zu oft in eine wilde "Knüppelei" aus. Ich vermisse die starken und eingängigen Melodien, auch die Refrains die bei früheren Alben doch dominierend waren, kommen meiner Meinung nach zu kurz.
Dennoch ist "Hordes of Chaos" ein solides "Thrash Album" geworden, meinen Geschmack haben KREATOR damit allerdings nicht immer getroffen. Anspieltipps habe ich an dieser Stelle nicht, den absoluten "Übersong" konnte ich jetzt für mich nicht entdecken.

Mein Fazit: "Hordes of Chaos" ist ein solides "Thrash Album" geworden, bei dem für meinen Geschmack viel zu viel Wertz auf Härte und Geschwindigkeit gelegt wurde. Mir fehlen die eingängigen Melodien und die Refrains die sofort in den Gehörgängen hängen bleiben.
Für "Hardcore-Thrasher" dürfte "Hordes of Chaos" durchaus ein Schmankerl sein, für "Olschool-Thrasher" eher schwierig.

Meine Bewertung: 6 von 10 Punkten.
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am 20. Januar 2009
Das reißt. Und zwar Eier ab.

Hier ist sie: nach dem '06er-Meisterwerk "Enemy of God" liegt der nächste Geniestreich des Deutsch-Finnischen Quartetts vor. Die Horden des Chaos wurden lange erwartet, entsprechend hoch war der Druck auf den vier Mannen um Bandkopf Mille Petrozza, denen mit "Enemy" der ganz große Wurf an die Spitze der Thrash-Elite gelungen ist, und die Band mittlerweile in einem Atemzug mit Genre-Dinos wie Megadeth, Anthrax und Testament genannt werden darf.

Das Songwriting ist - sei es direkt vorne weg genommen - eine Nuance schwächer im Vergleich zum Vorgänger. Der Opener "Hordes of Chaos" beginnt, ähnlich "The Patriarch" auf der "Violent Revolution", mit einer zweistimmigen Gitarrenmelodie, die ebenso überraschend wie abrupt endet und in ein messerscharfes Riff, Güteklasse K, übergeht. Der Tempowechsel im Refrain sorgt für unweigerliches Zucken der Nackenmuskeln, man sei gewarnt. "War Curse" ist die definitive Abrissbirne auf dem Silberling: schnell, hart, dreckig, unkompliziert; lediglich Lead-Klampfer Sami Yli-Sirniös Solo in der Mitte lockert das geschehen ein wenig auf. Geil!
Das eher träge "Escalation" braucht sicher ein paar Anläufe, weiß aber nach einigen Durchgängen mit seiner sehr dunklen Stimmung zu überzeugen. Der Beginn von "Amok Run" birgt eine echte Überraschung: Mille singt! Nunja, es ist doch eher gesprochen, aber dennoch ein echter Hinhörer. "Destroy What Destroys You", "Radical Resistance" und "Absolute Misanthrophy" bilden das "Loch" im Album: sehr gute Songs, aber (leider) keine echten Gassenhauer. Aber keine Sorge: Kreator kriegen die Kurve noch, spätestens mit dem absolut fantastischen Rausschmeißer-Double "Corpse Of Liberty / Demon Prince". DAS ist Metal, meine Damen und Herren! Nahezu perfekte Struktur, gespickt mit Details und etlichen Gänsehautpassagen (Gitarrensolo, ick hör dir schreien), so macht man das Anno 2009. Sami Yli-Sirniö war ein echter Glücksgriff, denn der Bursche verdient mehr Achtung und Respekt. Seit dessen Neuzugang wirken die Songs insgesamt verspielter und versierter, so dass - speziell live - den Kritikern das Nörgeln im Halse stecken bleiben dürfte.

Die Produktion ist - wie schon oft erwähnt - irgendwo doch das eigentliche Highlight. Das haben in jüngster Zeit sogar die ganz großen - ich rede von Metallica - nicht annähernd so gut hinbekommen. Scheiße, was klingt "Death Magnetic" kalt und steril. Scheiße, was klingt "Hordes of Chaos" ehrlich und fett! Es geht de facto nichts über analoges Recording. Was zwei, drei Songs vergurken, haut die Produktion wieder raus, ohne wenn und aber. Und damit haben Kreator schon überaus gut vorgelegt, ob (und wenn ja welche) das irgendeine Band im weiteren Verlaufe des Jahres toppen kann, bleibt abzuwarten.

Ein allerletztes Zitat noch, aus dem Song "Absolute Misanthrophy":
"You don't know how much I hate you" - nein, wissen wir nicht, aber eins ist sicher:

Mille, Grazie.
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