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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 13. Oktober 2016
Nach der Veröffentlichung der glanzvollen Freischütz-Einspielung von Carlos Kleiber (DGG, 1972) ist die hier besprochene Aufnahme von Joseph Keilberth (1908-1968) ein wenig ins Hintertreffen geraten. Das hat sie nicht verdient. Sie wartet nämlich nicht nur mit einer ganz großartigen dirigentischen Leistung auf, sondern hat auch ein hervorragendes Sängerensemble aufzuweisen. In der Rolle der Agathe glänzt Elisabeth Grümmer, eine Sängerin mit wunderbarer Stimme und einer seelenvollen Haltung, die der Rolle voll und ganz entspricht. Allein Gundula Janowitz (bei Kleiber) hat später eine ähnlich überzeugende Leistung geboten. Frau Grümmer singt und spielt ergreifend. Ihr zur Seite steht als Ännchen die herzerfrischende Lisa Otto, eine ideale Ergänzung. Somit sind die weiblichen Hauptrollen in nicht zu überbietender Weise besetzt. Kommen wir nun zur Rolle des Max, zu der Rudolf Schock herangezogen wurde. Er bringt die Partie durchaus mit Anstand "über die Rampe", aber ich kann mich nicht recht für ihn erwärmen. Wie immer stemmt er die hohen Töne in nervenpeinigender Weise, und die Phrasenenden werden von ihm quasi jeweils mit einer "Vollbremsung der Stimme" beschlossen. Was bei anderen Sängern hin und wieder vorkommt, wurde bei Schock im Lauf der Jahre fast zur Manie und wirkt mehr als unschön. Schade, daß Peter Anders (er starb bereits 1954) nicht mehr zur Verfügung stand und Fritz Wunderlich nicht gefragt wurde. Ich weiß, daß Rudolf Schock gerade für seinen Max viele gute Kritiken erhalten hat, und möglicherweise spielt bei mir auch eine gewisse Voreingenommenheit eine Rolle, aber ich möchte den unbefangenen Hörer auffordern, sich im Vergleich einmal die große Arie des Max aus dem 1. Akt mit Richard Tauber, Helge Roswaenge oder Peter Anders anzuhören und sich dann ein Urteil zu bilden.
Nun aber zurück zur Keilberth-Aufnahme: Karl Christian Kohn hat die Rolle des Kaspar übernommen, und man muß ihm bescheinigen, daß es einen besseren Rollenvertreter niemals gegeben hat. Er kann die Hinterhältigkeit und Gefährlichkeit dieses Burschen nicht nur stimmlich, sondern auch schauspielerisch so überzeugend darstellen, daß ihn darum mancher prominentere Kollege beneiden könnte. Der bewährte Hermann Prey ist ein guter Fürst Ottokar, und als Eremit bringt Gottlob Frick mit seiner tiefen, sonoren Baßstimme ein glänzendes Porträt auf die Bühne. Die kleinen Rollen sind alle gut besetzt. Hermann Lüddecke hat den Chor der Deutschen Oper Berlin sorgfältig einstudiert, er singt und klingt hervorragend, und die Berliner Philharmoniker spielen unter Joseph Keilberth spitzenmäßig. Es ist höchst bedauerlich, daß dieser große Dirigent so früh von uns gegangen ist. Er starb an einer Herzattacke am 20. Juli 1968, während einer Aufführung von Wagners "Tristan und Isolde" in München, gerade 60 Jahre alt. Ein schwerer, unersetzlicher Verlust nicht nur für das deutsche Musikleben. Da Keilberths diskographische Hinterlassenschaft (bei Telefunken) fast ganz vom Tonträgermarkt verschwunden ist, freuen wir uns, daß die EMI diesen wunderbaren "Freischütz" in ihrem Angebot belassen hat.
Fritz Ganss, Produzent bei der deutschen EMI-Tochter Electrola, war für die künstlerische und technische Realisation der Aufnahme verantwortlich. Sie entstand 1958 in der Berliner Grunewaldkirche, und nach digitaler Neuabmischung klingt sie erfreulich klar und kann auch heutigen hohen Ansprüchen genügen. Das Textbuch bringt eine gute Einführung in Webers Meisteroper und auch das vollständige Libretto in deutsche Sprache, allerdings ohne jede Übersetzung, ein Manko für die vielen Musikfreunde, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Ansonsten: klare Empfehlung.
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am 23. August 2009
"Webers 'Freischütz in der Einspielung von 1955 beweist erneut, wie spannend und hervorragend die deutsche RadioOper sein konnte. Ein flotter Dialog, ein umwerfend gehandhabter technisch-suggestiver Apparat, ein toller Dirigent und erste Solisten machen diese Monoaufnahme zu einem Psychokrimi. Klanglich ist dies ganz erste Wahl." so eine Rezension bei der Wiederveröffentlichung dieser Produktion.

Natürlich sind die Dialoge zeitgebunden, eine ungebrochene Romantik-Vorstellung der unreflektierten fünfziger Jahre.

Auch die Männer produzieren sich Naturburschen-gemäss. Man sieht den Gamsbart und die Lederhosen förmlich.

Die Frauen singen wunderbar. Grümmer und Streich wurden berechtigt immer hochgelobt.Beide sind Referenz für ihre Partie im Freischütz.

Das eigentlche Ereignis dieser Produktion ist Erich Kleiber. Man versteht schon die Fama, der Sohn Carlos habe vor dem Plattenspieler gesessen, die Aufnahmen des Vaters gehört und gejammert, das schaffe er nie.

Auch wenn das sicher nicht stimmte, hat Erich Kleiber Vorgaben geliefert, die in der Tat schwer zu übertrumpfen waren. So schmissig, so präzise, auf der anderen Seite so innig. Das kann man eigentlich nicht besser machen.

Und in der Tat ist diese Aufnahme wegen der passenderen Solisten hörenswerter als die des Sohnes Carlos, die ja seit ihrem Erscheinen hochgelobt wird.

Der Schatten des Vatere ist lang.
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am 23. Mai 2007
Eine Freischütz-Aufnahme mit hervorragenden Sängern. Elisabeth Grümmers Agathe ist die Idealbesetzung schlechthin, das gleiche gilt für Rita Streichs Ännchen und Kurt Böhmes Kaspar, die beide besser sind als bei Jochum. Hans Hopf als Max ist sehr gut, trifft den Kern der Rolle besser als die meisten anderen Sängern und braucht sich stimmlich nicht hinter der Konkurrenz zu verstecken. Ärgerlich ist bei dieser Aufnahme allerdings der Umgang mit den Dialogen, die im ersten Akt noch teilweise vorhanden sind, dann aber komplett verschwinden. Das schmälert den Gesamteindruck der Aufnahme deutlich
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TOP 500 REZENSENTam 23. August 2014
... diesem Freischütz! Es ist seine einzige Aufnahme der Weber-Oper, die existiert und das, obwohl Wilhelm Furtwängler das vollständige Werk bereits am 10. Oktober 1915 in Mannheim erstmals geleitet hat. Das Begleitheft berichtet vom unermüdlichen Ringen des Dirigenten, den Freischütz in Salzburg (nach dem Krieg) aufführen zu können. In seinem Todesjahr 1954 sollte es endlich gelingen.

So treffen bei dieser Aufnahme die große romantische Oper und der vielleicht größte Romantiker am Pult aufeinander. Für diejenigen, die "nur" Carlos Kleibers Freischütz-Produktion kennen, könnte diese Interpretation wie ein Schock wirken. In Teilen ist sie der künstlerische Gegenentwurf zu Kleibers feurig-flammendem Ansatz. Bei Furtwängler herrscht Glut vor – wohliges Schimmern, innigste Atmosphäre und dennoch große, schwelende Hitze.

Natur und Volkstümlichkeit

Der Freischütz ist eine Oper voller Natur, und ähnlich einem tosenden Gewitter, beginnt auch die Natur oft gemächlich. Schließlich braut sich ein Gewitter erst einmal zusammen. Und diesem natürlichen Entstehen gleicht Furtwänglers organisches Dirigat ganz erstaunlich. Auch er läßt Musik organisch entstehen, entwickelt sie und baut ein dichtes Geflecht der Strömungen auf, spannt ungeheure musikalische Bögen. Das führt dazu, daß sein Freischütz sich ohne jeden Affekt entfaltet und nicht über den Hörer hereinbricht, sondern ihn begleitet.

Furtwängler nimmt sich Zeit und betont das dramatische Gewicht des Stoffs, ohne die lustig lebensfrohe Seite des Volkstümlichen zu verhehlen. Eine grundehrliche Ernsthaftigkeit herrscht in dieser Interpretation vor, kein Hauch von Künstlichkeit. Statt dessen findet man eine menschliche Tiefgründigkeit, die manchem Hörer eventuell zu schwer daherkommen mag. Doch ich kann nur raten, sich die Zeit zu nehmen, diesen Freischütz zu ergründen. Eine gewisse Bereitschaft, sich Furtwänglers romantischer Sicht der Oper hinzugeben, sollte jedoch vorhanden sein.

Ensemble und Atmosphäre

Die Salzburger Festspiele der frühen Nachkriegszeit konnten oftmals mit sehr guten Sängern aufwarten. Davon lebt dieser Freischütz natürlich ebenso. Alfred Poell (Ottokar), Oskar Czerwenka (Kuno), Elisabeth Grümmer (Agathe), Rita Streich (Ännchen), Kurt Böhme (Kapsar), Hans Hopf (Max), Otto Edelmann (Eremit) und Karl Dönch (Kilian) tragen die romantische Lesart mit und bieten eine großartige Leistung, die zeigt, daß an diesem Abend nicht schlicht Oper gespielt, sondern ein "waschechter" Freischütz gegeben wird.

Insgesamt ist dieses Tondokument eine sehr gelungene Live-Aufnahme, deren einziges Manko gelegentliche Publikumsgeräusche ist. Einer Tatsache muß man sich aber bewußt sein: Die romantische Oper wird romantisch interpretiert. Das ist für manchen der eher mit der historischen Aufführungspraxis vertrauten Musikliebhaber, sicherlich eine ungewöhnliche Erfahrung. Aber es lohnt sich zweifellos, den Freischütz mit Furtwänglers tiefstem Empfinden zu erforschen und zu genießen.

(Das Begleitheft ist in englischer, deutscher und französischer Sprache.)
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