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am 29. Oktober 2008
Wer wie ich das Buch von Evelyn Waugh und die BBC Serie von 1981 liebt, wird es sich nicht verkneifen können, diese neue Version in Augenschein zu nehmen. Und das muss man auch gar nicht, denn die Gründe, dies nicht zu tun, kann man an einer Hand abzählen. Einige davon sind vorhersehbar und bei einer Kino-Fassung unvermeidlich.

Ohne Not verwandeln die Autoren die reine Männerfreundschaft des Buches in ein gleichschenkliges Dreieck - Julia von Anfang an so viel Raum zu geben wurde eindeutig mit Blick auf ein Mainstream-Publikum entschieden, es lenkt den Fokus verzerrend von der Entwicklung der Freundschaft zwischen Charles und Sebastian ab. Charaktere wie Charles' Vetter, Mr. Samgrass und Anthony Blanche werden an den Rand gedrängt.

Einige hervorragende Casting-Entscheidungen bieten den jüngeren Darstellern einen soliden Hintergrund: Greta Scacchi als Cara, mit überzeugendem italienischen Akzent, strahlt wie die Sonne im Kontrast zu der unterkühlt wirkenden Mondfrau Emma Thompson. Sehr eindrucksvoll wird auch dargestellt, wie ausweltisch der Katholizismus auf die Mehrheit der anglikanischen Engländer wirkt. So schade es ist, dass sich der Film nicht genauer auf die Männerfreundschaft konzentriert, so sehr muss man respektieren, dass dem Thema Religion, das Waugh so in den Mittelpunkt stellte, genug Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Alles in allem wurde hier hauptsächlich für die Sinne produziert: die Filmmusik unterstreicht die meisten Szenen, gerade die opulenten Ausblicke, und verstummt in den Marokko-Szenen sehr effektiv. Die Hauptdarsteller sind zumindest altersmäßig mehr an den ersten Teil der Handlung angepasst und geben so viel überzeugendere Achtzehnjährige als die Stars der Fernsehversion. Schauplätze und Ausstattung sind die reinste Lust, auch wenn ein bisschen übertrieben mit den Lichtstimmungen am Kontrast zwischen "gefühlskaltem England" und "lustvollem Süden" laboriert wurde, wohl um aufzuzeigen, welche Welten sich damals für einen unerfahrenden englischen Reisenden im Mittelmeerraum neu eröffneten.

Mir persönlich war die Darstellung von Benjamin Whishaw als Sebastian viel zu camp - ich hatte mir die Figur subtiler, kindlicher, nicht so tuckig vorgestellt. Die Traurigkeit und Unfreiheit und den Trotz gegen seine Mutter zeigt Wishaw aber sehr gut, und die Wandlung zum kranken Mann gelingt dank seines extremen Untergewichts auch sehr überzeugend.
Matthew Goode ist außer einer Augenweide auch eine gute Wahl für die Rolle des Charles: er verkörpert sowohl das neugierige Erstsemester als auch den verantwortungsvollen Militär souverän. Die junge Damen haben ungleich undankbarere Rollen, doch werden sowohl Celia als auch Julia kompetent dargestellt.

Wer nicht gerade ein unverbesserlicher Fan der BBC-Serie oder puristischer Anhänger der Buchvorlage ist, sollte sich diese feine Zubereitung nicht entgehen lassen.
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