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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
105
4,3 von 5 Sternen
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am 15. Dezember 2016
Kein abslouter Kracher wie die Vorgänger, es ist auch kein richtiges Highlight auf der CD, aber insgesamt viele sehr gute Songs.
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am 16. Juli 2016
Bin zwar noch nicht durch damit,aber bisher macht es Spß es zu hören.
Aber das ist nur meine Meinung,wenn Amazon nachschub hollt greift zu und hört es euch selber an.
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am 16. November 2008
', denn Edguy sind wieder da. Da werden viele Metal-Fans den Kragen wieder weiter machen müssen, um von der extrem eingängigen, doch trotzdem immer powervollen Mucke der Mannen rund um Mastermind und Goldkelchen Tobias Sammet nicht erdrückt zu werden.

Auch wenn es vielen nicht passt und Edguy von Anfang an eine der meist belächelten Bands in diesem Genre sind, lassen es sich Sammet und Co. nicht nehmen in einem soliden Rhythmus packende und gute Alben einzuspielen, um sie danach auf Tour mit tausenden von Fans abzufeiern. Und genau das ist ja das Komische daran?! Denn scheinbar alle lästern über die Spaß-Rocker ab, doch sobald sie irgendwo auftreten, sind die Hallen randvoll gefüllt mit Menschen aus jedem Berufsstand. Da rockt das kleine Mädchen neben dem seriösen Banker und dem langhaarigen Überzeugungs-Rocker. Was will man mehr?

Und so haben sich Edguy aufgemacht, um einen würdigen Nachfolger zum, meiner Meinung nach, etwas schwächeren 'Rocket ride' zu schreiben und das scheint ihnen mit 'Tinnitus sanctus' wirklich gelungen zu sein. Natürlich tragen die Tatsachen, dass das Album diesen komisch anmutenden Titel trägt und das Cover einen aus den Ohren blutenden Jesus Christus zeigt, nicht unbedingt zur Steigerung der Seriosität der Band bei, doch das wollen sie auch gar nicht. Edguy machen das, was ihnen Spaß macht, und das schon seit Jahren richtig gut'

Los geht das Ganze mit der, wohl schon bekannte, Auskoppelung 'Ministry of saints'. Der Song erinnert stark an die alten 'Mandrake'-Zeiten, als 'Tears of a mandrake' noch im Player auf und ab lief. Eine catchy Melodie vereint sich mit einem total eingängigen Refrain und zeigen Edguy in Reinkultur. Dieser Song könnte auf jeder bisherigen Platte der Band stehen, denn er vereint alle Stärken der Band.
5/5

'Sex, fire, religion' heißt der zweite Song der Platte. Hier geht es auch wieder sehr hymnisch zu. Sammet setzt seine Stimme im Refrain auch in sehr hohen Lagen ein. Die Gitarren braten saftig und daraus entwickelt sich eine wahre Mitsinghymne.
4,5/5

Weiter geht's mit 'Pride of creation' und spätestens jetzt werfen die ersten Hardcore-Metaller ihren CD-Player samt Inhalt aus dem Fenster. Eine Gute-Laune-Melodie par excellence. Die Gitarren werden komplett zurück geschraubt und im Refrain wird Mehrstimmigkeit geboten. Erst zum Ende hin, wird dem Fan noch eine sehr speedige, mit Double-Bass unterlegte, Passage plus Gitarren-Solo geboten, das dem Song noch die fehlende Abwechslung verleiht. Perfekt!
5/5

'Nine lives' führt die Scheibe dann weiter. Der Anfang erinnert stark an die guten, alten 'Vain glory opera'-Zeiten als Hansi Kürsch noch als Gastsänger agierte. Ein Keyboard-Intro mündet in eine eher gesprochene Passage, bis dann die tiefer gedrehten Gitarren einsetzen. Sammet's Stimme thront wie immer über der Instrumentierung und man fühlt richtig, wie er mit den Songs mitlebt. Der Refrain ist super ausgefallen und auch hier wird der Mitsing-Faktor wieder groß geschrieben. Natürlich kann einem die fehlende Härte an den Songs abgeben, doch Edguy geben ihren Songs so viel Drive und Speed mit, dass man eingestehen muss, dass es diese Typen einfach drauf haben.
4,5/5

'Wake up dreaming black' stellt dann den ersten weniger überzeugenden Song dar. Es handelt sich hierbei um einen zwar guten Power-Metal-Track, doch die Qualität seiner Vorgänger kann er nicht ganz erreichen, dazu klingt der Refrain einfach zu eintönig und vorhersehbar. Nicht wirklich schlecht, aber auch nichts Besonderes.
3,5/5

Und dann erheben sie sich wieder aus der Versenkung. 'Dragonfly' ist der beste Song der gesamten Platte und überhaupt der Band in den letzten Jahren. Episch, getragen, ruhiger Eingangsteil und dann ein total hymnischer Refrain mit Chören, die Sammet's Stimme erfolgreich unterstützen können. Ein genialer Song, der einen nicht mehr so schnell loslässt und einem noch lange nach dem Hören im Ohr herum schwirrt. Edguy in Perfektion!
5/5

Auch 'Thorns without a rose' kann das qualitative Hoch halten. Der erste ruhigere Song der Platte, der ein wenig wie eine Halb-Ballade anmutet, aber dann doch wieder an Geschwindigkeit aufnimmt. Zwar kommt der Titel mit einer fast schon an Bon Jovi erinnernden Melodie daher und trotzdem weiß der Song ungemein zu gefallen. Vor allem, wenn man sich den Titel öfters anhört, wird er immer besser.
4,5/5

Bei '929' handelt es sich dann wieder um einen guten Power-Metal-Track, der wieder irgendwie an 'Mandrake' erinnert. Der Song geht sofort ins Ohr und weiß zu gefallen. Stellt zwar nicht unbedingt den Höhepunkt des Albums dar, reiht sich aber nahtlos an die qualitativ hochwertigen, bisherigen Titel an.
4/5

Mit 'Speedhoven' wird dann wieder die lustige Seite nach vorne gekehrt. Die Anspielung auf den guten, alten Komponisten und die Keyboard-Einflüsse entwickeln zwar eine tolle Atmosphäre, nur de Refrain ist ein wenig zu vorhersehbar und langweilig geraten. Auch die nur von Drums unterstützen Strophen passen hervorragend und der getragene Mittelteil dieses 7-minütigen Songs ist total überzeugend, nur der schon eben erwähnte Refrain schmälert den positiven Eindruck ein wenig.
4/5

'Dead or rock' stellt dann schon den offiziellen Abschluss von 'Tinnitus sanctus' dar. Ein speediger Track, der einen gewissen Mitgröl-Faktor aufweisen kann. Ein straighter Rocker, der auf jedem zukünftigen Konzert ein Muss sein sollte, denn er wird die Fans richtig mitreißen können.
4,5/5

Mit 'Aren't you are a little pervert too', das eigentlich als Bonus-Track gedacht war, wird das Album dann wirklich abgeschlossen. Wie schon 'Trinidad' und 'Hair Force One' auf 'Rocket ride' handelt es sich hierbei um einen reinen Spaß-Song à la Tobi Sammet. Da muss ich aber zugeben, dass mir 'Trinidad' um einiges besser gefallen hat, als dieser country-artige Titel, der mich nicht wirklich anspricht und den ich daher auch unbewertet lasse'

Übrig bleibt ein wirklich positiver Gesamteindruck der gesamten Scheibe und man muss neidlos eingestehen, dass Sammet nach der starken Avantasia-Veröffentlichung 'The scarecrow' ein weiterer Meilenstein im schnellen (lustigen) Power-Metal-Genre gelungen ist. Fans der Band werden sowieso zugreifen, aber ich denke auch andere, die mit dieser Art von Musik eigentlich nichts am Hut haben, sollten einmal in diese Scheibe hinein hören. Für mich ist 'Tinnitus sanctus' sicherlich höher einzustufen als 'Rocket ride', da der Maßstab an Qualität auf diesem Album einfach von vorne bis hinten gehalten werden kann und das muss man erst einmal schaffen!

Gratulation an Edguy'
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am 22. November 2008
Jetzt weiß ich was Tobias Sammet mit der Wall of Sound meinte die er zuvor in einigen Interviews erwähnt hatte.

Mein erster Eindruck von Tinnitus Sanctus war nicht so gut da ich die CD nur nebenbei beim Autofahren gehört habe. Inzwischen hab ich mir das ganze mehrmals "in Ruhe" auf der Stereoanlage angehört und mein Eindruck hat sich vollkommen verändert!

Der absolute Wahnsinn ist Dragonfly. Das zwingt einen einfach voll aufzudrehen und dann wirst du echt gnadenlos vom Sound niedergestampft, erdrückt und möchtest eigentlich nur noch weinen vor lauter Herrlichkeit (Okay, das war etwas übertrieben aber ich hatte zumindest Gänsehaut).

Speedhoven hätte prima zu Avantasia gepasst. Wake up Dreaming Black ist ein klassischer Edguy Melodic Kracher, the Pride of Creation eine typische Edguyhymne die einfach gute Laune macht und viel Abwechslung bringt (hätte ich mir ebefalls gut auf Avantasia vorstellen können).

Die restlichen Lieder sind i.d.R. auch besser als fast alles was man sonst so aus dem Genre kennt.

Der Sound des Albums ist klasse vorallem die Basedrum hat richtig dampf, und die Chöre und Orgelklänge sind einfach genial und ein wichtiges Fundament für die Wall of Sound. Allerdings klingt mir das Album teilweise etwas zu steril.

Ein bischen was zu meckern hab ich leider auch (man kann es einem Fan hald einfach nicht 100% recht machen)

Manche Lieder auf dem Album sind mir etwas zu schleppend oder auch zu gradlinig. Ich mag nunmal Ecken und Kanten, aber das ist wie eigentlich alles in der Musik Geschmacksache.

Ein bischen vermisse ich auch die Songs die eher in richtung Powermetal gingen (wie z.B. Mysteria oder No more Foolin).

Deshalb auch "nur" 4 Sterne (auf der sehr anspruchsvollen Edguyscala).

Fazit:

Ich denke Edguy hat es mit diesem Album geschafft viele Innovationen zu bringen und sich weiter zu entwickeln und trozdem einen gewissen Wiedererkennungswert zu erhalten.

Somit eine klare Kaufempfehlung für Fans von Edguy und solche die es noch werden wollen.

Bin schon sehr gespannt wie die neuen Songs live klingen werden. Die Karten liegen schon auf meinem Tisch.
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am 9. März 2011
Ich bin in Sachen Edguy ein Späteinsteiger. Aufgrund meines fortgeschritten Alters von mittlerweile 46 Jahren macht sich musikalisch oft auch eine gewisse Sturheit breit, was das Entdecken neuer Musik betrifft. Auch ich bin manchmal einer, der Gefahr läuft, sich im Gestrigen zu verlieren und immer noch den alten Helden zujubelt, an die ja sowieso keiner und schon gar niemand aus der jungen Generation heranreicht. Zumindestens ertappe ich mich dabei manchmal. Die Entdeckung von Edguy für mich verdanke ich meinem Sohn und nicht eigener Entdeckungslust. Seit dieser Erfahrung bin ich allerdings wieder aufgeschlossener Neuem gegenüber.

Jetzt habe ich Edguy erstmalig kennen gelernt mit diesem Album hier. Ich habe mir deren Backkatalog danach dann quasi rückwärts erschlossen. Das war übrigens eine gute Erfahrung, nicht Fan der ersten Stunde zu sein, weil ich nie Erwartungen an ein Album gelegt hatte. Edguy haben sich in der Zeit stetig entwickelt, so viel steht fest. Das jeweils neue Album war nicht immer zwingend besser als das vorangegangene, aber zumindestens immer irgendwie anders. Dadurch macht man sich nicht zum Gefangenen eines Stils, man wirkt immer frisch und zeigt sein kreatives Potential. Tobias Sammet ist eh ein ziemlich begnadeter Songwriter. Meine persönlichen Favoriten sind Hellfire Club und Mandrake. Aber das ist wie immer Geschmacksache.

Tinnitus Sanctus war keine Steigerung zum Vorgängeralbum, einfach weil ich da die Songs für komplexer gehalten habe. Und Tinnitus Sanctus war eine weitere Entwicklung hin mehr zu Classic Hard Rock. Dadurch bedingt gewinnt man den Eindruck, dass viele Songs insgesamt auf diesem Album mehr einfacher komponiert wurden. Viele komplizierte Verschnörkelungen, die ich z.B. an the Pharao und The Piper ... so liebe, finden hier nicht statt. Trotzdem bleibt das Songwritung immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Speedhoven und Dragonfly erfüllen im Ansatz doch noch den Anspruch, komplexere Songs zu sein. Herausragend ist für mich der Opener Ministry of Saints. Die übrigen Stücke haben alle wunderbare Melodien, tolle Riffs, keine Frage. Alle Songs sind sehr gut produziert, haben den bekannten schönen fetten Gitarrensound. Tobis Gesang ist hier etwas rauher geworden im Vergleich zu früheren Alben, was ich als sehr positiv und erwachsener empfinde. Den einen Stern ziehe ich ab, weil ich Edguy mit sich selber vergleiche, sie haben die Messlatte in Sachen Songstruktur und Kompositionen ziemlich hoch gelegt. Diese haben sie dann mit Tinnitus Sanctus nicht übersprungen. Aber gut, es ist aber trotzdem ein gutes Album, von dem ich die meisten Songs oft gerne höre.
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am 3. Juni 2010
2008 erschien "Tinnitus Sanctus", das bis heute letzte Studio-Album der Mannen um Tausendsassa Tobias Sammet. Der musikalische Stil des Vorgängers "Rocket Ride" wurde konsequent weiterverfolgt. Melodischer Heavy Metal, der sich nicht immer ganz ernst nimmt, ist angesagt.

Ministry of saints: Im 1/3 aller Edguy-Stücke, einfach toll.
Sex fire religion: Besser als viele sagen, guter Song.
The pride of creation: Insg. mittelprächtig, aber schöner ruhiger Mittelteil.
Nine lives: Ordentlich, aber nichts besonderes.
Wake up dreaming black: Gut, richtig gut, ein Mitgröhler.
Dragonfly: Könnte etwas härter sein (wie mehrere Songs), aber genialer Refrain.
Thorn without a rose: Nette Ballade.
9-2-9: Ganz o.k., aber nichts neues.
Speedhoven: Großes Kino, sehr abwechslungsreich, teils schnell, dann wieder langsam.
Dead or rock: Flotter, guter Song, aber auch nichts neues.
Aren`t you a little pervert too?!: Edguy sind eben eine `lustige` Truppe.

"Tinnitus Sanctus" gehört sicher nicht zu den besten Alben der Gruppe. "Mandrake" und "Theater Of Salvation" bleiben unerreicht. Und trotzdem macht "T.S." Spaß, ist sehr abwechslungsreich und einfach `gut`, 4 Sterne.
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am 28. Februar 2016
Nach dem eher heiteren Spass-Hardrock-Album Rocket Ride(2006) versucht man hier wieder mehr dem härteren/ernsteren Powermetal gerecht zu werden. Das gelingt auch, leider fehlen diesmal die aus den letzten 3 Alben gewohnten Ohrwürmer nahezu vollständig. Richtig fesselnde Melodien und mitreissende packende Refrains - alles Fehlanzeige, das ist meist recht bemühter Alibi-Rock. Ehrlich gesagt gefällt mir dieses mal gar nichts so richtig gut, die besten Songs sind noch der Opener/Single "Ministry of Saints", das symphonische stampfende "Dragonfly" und der flotte Gute-Laune-Rocker "Dead of Rock", selbst die Ballade "Thorn without a rose" hinterlässt diesmal nur einen mittelprächtigen Eindruck. Der Rest plätschert an meinen Ohren vorbei ohne jeglichen Eindruck zu hinterlassen, ohne dass es deswegen unbedingt schlecht wäre. Zum ersten mal hatte ich den Eindruck dass die Ideen von Tobias Sammet doch begrenzt zu sein scheinen, und es eben doch immer schwerer wird Avantasia und Edguy zeitgleich auf demselbsen hohen Niveau am Leben zu erhalten, das Pendel schlägt wohl mehr in Richtung Avantasia aus. Auch die vielen Keyboards/Hammondorgeln missfallen mir doch etwas, obwohl die auch wiederum seit Anbeginn der Band mit dabei waren.
Zum Einstieg in die Band auf jeden Fall eines der vorigen 3 Alben wählen. Ein recht enttäuschendes Album !
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am 24. November 2008
Die Band ist wiedermal ein toller Mix aus fetten Riffs und schönen Melodiebögen gelungen.
Tobi schreit sich die SEELE aus dem Leib und hat auch wieder songwriter technisch tolle Arbeit abgeliefert.

ABER!!! Ich habe KEINE!!!! Postkarte in meiner Doppel cd edition gehabt:(
Pfusch von Amazon! Obwohl ich sogar Vorbestellt hatte!
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am 24. Februar 2009
Mit "Tinnitus Sanctus" dürfte der Kurswechsel von Edguy endgültig vollzogen sein. Diese Entwicklung mag vielen, sehr vielen Fans der ersten Stunde nicht zusagen, ist aber bei weitem nicht so schlecht, wie einige behaupten. Bereits nach "Hellfire Club" hat die Truppe um Tobias Sammet meiner Ansicht nach begonnen, einen Strich unter den "alten" Stil zu ziehen, nachdem dessen Grenzen vollständig ausgelotet wurden. Vermutlich war es die drohende Gefahr der Selbstwiederholung, die zu dieser Entwicklung geführt hat - etwas, das schon bei vielen Bands zu beobachten war und oft das gleiche, traurige Ergebnis hat: alteingesessene Fans wenden sich scharenweise ab und akzeptieren die neue Ausrichtung nicht (prominentestes Beispiel: Metallica), was wiederum auf Unverständnis seitens der offeneren Hörerschaft und nicht selten auch der Bands führt. Ein Teufelskreis, der vor allem im Heavy-Metal-Bereich oft beobachtet werden kann.

Wenn man also versucht, möglichst frei von Vorurteilen, die sich übrigens auch bei mir durch das songwriterisch eher bescheidene "Rocket Ride" angesammelt haben, an die Sache heranzugehen, muss man "Tinnitus Sanctus" eine klare Verbesserung gegenüber dem unmittelbaren Vorgänger bescheinigen. Bereits der harte, sehr rockige und mit gutem Refrain ausgestattete Opener "Ministry Of Saints" ist ein Song, der sofort zu begeistern weiß. Sehr positiv fällt auch "The Pride Of Creation" auf, das interessanten Gesang bietet und vor allem auch aufgrund der Chöre gefällt und hohe Langzeitwirkung entfaltet. Mit "Dragonfly" und "Speedhoven" haben es auch zwei Hymnen der alten Edguy-Schule auf das Album geschafft, die auch den eingesessenen Fans gefallen dürften. Beide Songs sind abwechslungsreich, düster und jeweils mit einem furiosen Finale ausgestattet - daran gibt es wirklich nichts auszusetzen. Beispielhaft für die neue Ausrichtung sind hingegen die guten Rocker "Nine Lives", "9-2-9" und "Dead Or Rock", die zwar im Vergleich zu den 4 oben genannten Stücken ein wenig abfallen, aber immer noch in der oberen Gütekategorie angesiedelt sind.

Natürlich ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt, auch auf diesem Album haben die Hessen ein paar Schwachstellen fabriziert. Beispielsweise das gleich an zweiter Stelle platzierte und schwachsinnig betitelte "Sex Fire Religion", das mit seinem Refrain in Endlosschleife nervt. Auch auf die übliche (Halb-) Ballade "Thorn Without A Rose" hätte ich gut und gern verzichten können - in diesem Bereich weist der Backkatalog der Band wesentlich bessere Lieder (beispielsweise "Tomorrow") auf. Einziger Totalausfall ist in meinen Ohren aber das an fünfter Stelle "versteckte" "Wake Up Dreaming Black", das einfach nicht hängenbleiben will und eine Belanglosigkeit ist, die man von einer Gruppe wie Edguy gar nicht kennt. Über den Rausschmeißer "Aren't You A Little Pervert Too?" mit seinen Country-Anleihen werden die Meinungen wie immer bei solchen Spaß-Stücken auseinander gehen, ich persönlich finde ihn hier mal ganz lustig, aber zu oft muss ich ihn nicht hören.

Als Fazit würde ich sagen, dass "Tinnitus Sanctus" an die besten Edguy-Alben zwar nicht herankommt, aber eine deutliche Verbesserung (nicht nur was das Covermotiv betrifft) gegenüber "Rocket Ride" ist. Wohin der Weg der Band führen wird und wie viele Fans ihr folgen werden, muss die Zeit zeigen. Eine angemessene Bewertung wären hier wohl 3,5 Sterne gewesen, die ich nur deshalb auf 3 abrunde, weil mir die älteren Scheiben ein wenig besser gefielen - was nichts mit dem prinzipiellen Stil, sondern mit dem damals auf Albumlänge besseren Songwriting zu tun hat.
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Tobias Sammet und seine Stammcombo haben sich vor allem als Powermetalband eine große Fangemeinde erspielt. Alben wie HELLFIRE CLUB oder MANDRAKE haben dazu beigetragen, den Ruf als eine der besten deutschen Metalbands zu festigen. Mit dem letzten Studioalbum TINNITUS SANCTUS haben die Mannen aus Fulda dann einen Stilwechsel vollzogen, der sich bereits mit dem vorletzten Album ankündigte. Ein Weg, der weg vom klassischen Powermetal und hin zum Hardrock führte und bei vielen Fans der ersten Stunde nicht ganz so gut ankam, wobei ich die kritischen Stimmen nicht nachvollziehen kann. Nach mehrmaligen Hören des Albums bleibt die Erkenntnis, das TINNITUS SANCTUS ein ziemlich gutes Rockalbum geworden ist. Sicher gibt es keinen wirklichen Meilenstein wie THE PIPER NEVER DIES ' vom Album HELLFIRE CLUB -. Jedoch bietet das Album 11 satte Rocksongs, die auch Hörer der ersten Stunde überzeugen sollten.

Es beginnt mit MINISTRY OF SAINTS, einem guten Opener, der sich sofort im Gehör festsetzt.

Es folgt SEX FIRE RELIGION, den viele Rezensenten als einen der schwächsten Songs ausgemacht haben. Mir persönlich gefällt der Song. Der mehrstimmige Chor erinnert an Werke der Schwedenrocker Europe.

Mit THE PRIDE OF CREATION kommt dann ein Song, den auch den alten Hörern gefallen wird. Temporeich und melodiös führt Tobias Sammets Stimme durch diesen tollen Metalsong.

Es folgt mit NINE LIVES ein echter Kracher. Eine Livenummer, bei der man schon beim ersten Hören mitwippen muss.

WAKE UP DREAMING BLACK ist ein weiterer Song, den gerade ältere Edguyfans ablehnen. Die Keyboarduntermalung sorgt für weichere Töne. Trotzdem ist der Song eine gelungene Hardrocknummer.

In DRAGONFLY stellt Tobias Sammet einmal mehr seine Songwriterqualitäten unter Beweis. Ein Song, der gut auf die letzten Avantasiaalben gepasst hätte. Toller Refrain mit hohem Wiedererkennungswert.

THORN WITHOUT A ROSE ist die übliche Ballade. Kein Meilenstein, aber ein durchaus hörenswerter Song.

9-2-9 hat mich beim ersten Hören an einen alten Van-Halen-Song aus der Zeit von JUMP erinnert. Für mich der schwächste Track des Albums.

Diesen kleinen Minuspunkt macht der nächste Song mehr als weg. Mit SPEEDHOVEN folgt der beste Song des Albums. Mit knapp acht Minuten hat das Lied alles, was man sich von einem tollen Metalsong wünscht: ein grandioses Opening, plötzliche Tempowechsel, eine hervorragende Instrumentalisierung und die Stimme von Tobias Sammet. Metalherz, was willst du mehr?

Es folgt DEAD OR ROCK, ein Stadionkracher in bester AC/DC-Tradition.

Beendet wird das Album durch den Unplugged-Country-Song AREN`T YOU A LITTLE PERVERT TOO?! Ein nettes Gimmick, dass das Album passend beendet.

Sicher, TINNITUIS SANCTUS ist nicht ganz so grandios wie die Avantasiaalben, bietet aber tolles Rockmaterial und sollte sowohl alte, als auch neue Fans zufriedenstellen. Ich finde es gut, wenn sich eine Band weiterentwickelt.

Wer sich die Special Edition kauft, bekommt noch eine Live-Bonus-CD. Ein Konzertmitschnitt aus Los Angeles. Qualitativ nicht ganz ausgereift, bietet die CD zumindest Edguy-Einsteigern einen guten Querschnitt über die bisherige Schaffensphase der Band und zweigt, dass Edguy hervorragende Livequalitäten besitzen. Anspieltipps sind SACRIFICE, TEARS OF MANDRAKE oder AVANTASIA ' aus der gleichnamigen Metalopera -
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