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Kundenrezensionen

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am 26. Juni 2016
Selten habe ich einen so dialoglastigen Film so gefeiert wie "The Man from Earth".
Der Film ist weder action- noch effektreich, sondern ist eher ein Kammerspiel, welches von von seinen intelligenten und oscarreif geschriebenen Dialogen, sowie den allesamt überzeugenden Darstellern lebt.
So ein "Kammerspiel" kann für ungeduldige Gemüter recht schnell langweilig werden, weil wenig drumherum passiert. Aber nicht so bei The Man from Earth. Denn die Spannungskurve von Anfang bis Ende absolut lobenswert, da der Zuschauer selber über fast die gesamte Lauflänge nicht genau weiß, ob hier nur eine Geschichte erzählt wird - oder aber die Wahrheit.

Leider ist die Bildqualität (ich habe den Film nur mit Prime gesehen) teilweise echt schlecht. Auch die Tonqualität ist mau, so dass z. B. die Dialoge (die in dem Film nunmal das Wichtigste sind) zum Teil dumpf klingen und im Zusammenspiel mit der Hintergrundmusik etwas absaufen.

Da kann aber der Film nichts dafür - denn The Man from Earth ist ein anspruchsvoller, philosophischer und spannender Film mit einer Prise guten Humor. Ich habe noch nie was im Vorfeld über den Film gehört oder gelesen, ich bin aber froh dass ich ihn mir angeschaut habe.
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am 3. Februar 2011
Hier ist der Beweis dafür dass eine wirklich gute Geschichte mit Substanz weder Stars, noch Budget und schon gar keine "Action" braucht um einen Film der absoluten Spitzenklasse zu generieren. Die schauspielerische Leistung der Darsteller soll von dieser Feststellung jedoch nicht kleingeredet werden, sie ist überwiegend sehr gut. In den Schatten gestellt nur von einer unglaublich inspirierenden Idee mit kolossalen Konsequenzen. Hochprozentige Hirnnahrung mit unendlich vielen Perspektiven...

Wer Verfolgungsjagden, Lasergefechte oder Blutorgien zur Stimulation benötigt wird zutiefst enttäuscht sein.

PS: Es gibt mehrere Querverbindungen zu Star Trek. Autor Bixby und Star Trek Erfinder Roddenberry kannten sich gut. Bixby vollende sein "Man from Earth" Konzept erst kurz vor seinem Tod, eine abgewandelte - vielleicht auch unfertige - Version wurde schon in den 60igern in einer Star Trek Folge (Requiem for Methuselah) verwendet. Zu guter letzt spielt im aktuellen Film auch John Billingsley (Prof. Harry, der Biologe) mit der in "Enterprise" Dr. Phlox verkörpert.

PSPS: Zu manch vernichtender Kritik hier sei gesagt: Stimmt schon, die Arroganz der Intelligenten ist noch schlimmer zu ertragen als die der Reichen. Aber falls es ein Trost ist: die Ignoranz der Bildungsfernen schmerzt auch nicht wenig.
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am 23. Juni 2016
Wie wäre wohl ein Mann, der seit 14.000 Jahren auf der Erde wandelt. Würde er sich noch wie ein Mensch fühlen oder stände er abseits von uns? Wie viele Kinder oder Nachfahren hätte er wohl und wieviel würde er wissen? Warum stirbt John nicht bei den hohen Wahrscheinlichkeiten der Gefahren auf dieser Welt? Irgendwann trifft es doch jeden, oder nicht? Wieviel Einfluss hatte er auf die Geschichte und die Religion bei solch einem langen Leben? Gibt es mehr Menschen wie ihn?

Auch wenn dieser Film nur aus einem Plausch von Lehrern in einer Blockhütte besteht, die ihren Freund verabschieden wollen, so schickt er den Geist auf Reisen. So viele Fragen bleiben offen und so schnell vergeht die Zeit beim Beobachten dieses schnellen Gesprächs. Zum Glück lässt wenigstens das Ende ein wenig Realität von John erahnen, sodaß man nicht ganz im Unwissen verabschiedet wird.
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am 2. Juli 2016
Eher zufällig bin ich über diesen Film heute gestolpert, leider ist die Bildqualität wirklich nicht besonders gut und ich finde darunter hat auch etwas mein Filmerlebnis gelitten, aber nach ein paar Minuten war das weitgehend vergessen, dennoch reicht es für mich deswegen einen Stern abzuziehen, aber nur dafür.

Den Film selbst könnte man als ein großes, fast schon gigantisches, Gedankenspiel bezeichnen. So richtig wird der Film auch nur beim ersten mal ansehen funktionieren bis zur Auflösung, weil alles was dieser Mensch, der angeblich so lange lebt, erzählt, nicht wirklich nachweisbar ist, da so gut wie alles was er erzählt auch in allen möglichen Büchern steht, umgekehrt schafft es aber auch Niemand zu beweisen, dass es nicht stimmt was er sagt.

Das ist der eigentliche Trick hinter diesem Film, der einen als Zuschauer in seinen Bann zieht und mit zweifeln lässt. Das gelingt aber nur, wenn man solchen Filmen offen gegenüber ran gehen kann, denn dieser Film lebt einzig und allein durch seine Dialoge und diesem Erzähltrick. In anderen Bereichen würde der Film sicherlich keine Preise gewinnen, es gibt keine Spezialeffekte, im Grunde nur ein Set und auch sonst merkt man, dass nicht viel Geld in dem Film steckt, aber für das was er sein will ist das alles auch gar nicht nötig, bis auf die Bildqualität, die Schauspieler sind teils arg unscharf und gehen im Griesel unter, hier hat man doch etwas an der falschen Stelle gespart, für 2007 ist das wirklich eine schlechte Qualität.

Ich denke man sollte sich den Film auf jeden Fall nur in geeigneten Situationen ansehen, wenn man sich voll auf ihn einlassen kann, Ablenkungen helfen hier nicht.

Alles in allem hat mich der Film positiv überrascht und er schafft es gut den Zuschauer zum Grübeln zu bringen, wenn man sich auf ihn einlässt.
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am 3. April 2011
Story:
Nach 10 Jahren entschließt sich John Oldman, eine kleine nicht weiter benannte Stadt zu verlassen.
Als er sich von seinen Freunden verabschiedet, offenbart er den 7 Wissenschaftlern ein Geheimnis, das er als fiktives "Spiel" darstellt: Er sei 14000 Jahre alt und altert äußerlich nicht mehr.
Zunächst gehen die Wissenschaftler amüsiert auf das Thema ein, doch dann merken sie, dass es John "ernst" meint und zweifeln seinen Geisteszustand an. Immer mehr jedoch bekommen sie es im Laufe des Abends mit der Angst zu tun, weil doch etwas Wahres an dieser Geschichte sein könnte.

Kritik:
Dieses intelligente Kammerspiel findet weitgehend nur in John Oldmans Haus statt. Es gibt keine Action, keine Gewalt, keine umwerfende Ausstattung und keine überragenden Schauspieler. Der Film besteht zu 87 Minuten nur aus Dialogen! - mehr passiert nicht.
Wer nun ein langweiliges, esoterisches und zähes "Gesabbel" erwartet, wird überrascht von einem außerordentlich spannend und vor allem kurzweilig inszenierten Film.
John Oldman berichtet von der Steinzeit bis zur Gegenwart, von Christoph Columbus, Buddha, Jesus und seinen zahlreichen Frauen und Kindern, die er nach jeweils 10 Jahren verlassen hat, um seine wahre Identität nicht preisgeben zu müssen.
Er hat die Geschichte immer nur aus der Sicht der damaligen Zeit erlebt. Die Erde ist der Mittelpunkt des Universums, die Sonne dreht sich um die Erde, die Erde ist eine Scheibe. Erst mit späterem Wissen wurde ihm die Bedeutung seiner zahlreichen Beobachtungen bewusst. Bis dahin war das seine Realität.
Das verblüffende Ende regt zum Nachdenken an und bietet sehr viel "Stoff" für eine intensive Diskussion weit über das Filmende hinaus.

Bild:
Leider kommt der ausgewogene Kontrast der DVD-Fassung nicht wirklich zur Geltung, da das Bild sehr unscharf ist und über jede Menge Artefakte verfügt.
Es erinnert mehr an ein abgenudeltes VHS-Band als an eine gute DVD.

Ton:
Trotz Dolby Digital 5.1 klingt alles nach Mono. Surroundeffekte sind nicht nennenswert. Die Dialoge sind gut verständlich, für eine gute Atmosphäre aber zu wenig.

Fazit:
Wer Spaß an ruhigen Sci-fi Filmem hat, sollte sich diesen intelligenten und sehr spannend erzählten Film unbedingt mal anschauen.
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am 1. Juli 2011
So sieht das jedenfalls der Biologieprofessor Harry(John Billingsley). Aber ist das wirlich so? Im Filmgeschäft auf jeden Fall. Wie wäre es sonst möglich, dass ein Film, der im Jahr 2007 erschien, "nur" 200.000 Dollar Produktionskosten "verschlang", mittlerweile mit Wagenladungen von Filmpreisen überhäuft wurde und ganz nebenbei eine der besten Fantasygeschichten überhaupt zum Plot hat, fast völlig unbekannt ist. Das Ganze auch noch mit relativ unbekannten Darstellern, keinerlei Spezialeffekten oder ähnlichem technischen Schnickschnack, keinen aufwändigen Rückblenden und nur einem einzigen Handlungsort. Man kann die Klasse des Films erahnen, wenn man weiß, dass der 1988 verstorbene Jerome Bixby Autor von -The man from earth- war. Bixby war seinerzeit für -Die phantastische Reise- zuständig, schrieb einige Raumschiff Enterprise Episoden und war als Autor für die Fernsehserien -Twilight- und -Men into Space- tätig. Seine Story -The man from earth- hat Regisseur Richard Schenkman einzigartig in Szene gesetzt. Leider ist der Film immer noch weitgehend unbekannt, steht nicht in jeder Videothek und macht über Mundpropaganda Furore. Hätte mein Sohn mich nicht mit der Nase auf Bixbys Geschichte gestoßen, ich wäre bis heute ein Unwissender geblieben. So ging ich mit hohen Erwartungen an -The man from earth- heran und wurde nicht enttäuscht.

Der Universitätsprofessor John Oldman(David Lee Smith) nimmt seinen Abschied. Nach zehn Jahren zieht er fort. Als er, vor seinem kleinen, abgelegenen Haus, seinen Wagen belädt, treffen Professoren aus seinem Kollegium ein, um sich von Oldman zu verabschieden. Die Stimmung ist besinnlich und John wird schon jetzt vermisst. Dan(Tony Todd), Art(William Katt), Will(Richard Riehle) und Edith(Ellen Crawford) vertreten in ihren Professuren die Richtungen Archäologie, Anthropologie, Geschichte und Psychologie. Weiterhin sind die Schülerin Linda(Alexis Thorpe) und Johns Freundin Sandy(Annika Peterson) bei der kleinen Abschiedsfeier dabei.
Es beginnt mit einem Wortspiel und urplötzlich sind die Gäste in eine Diskussion verstrickt, die so abenteuerlich wie unglaublich ist. John, der irgendwie in den letzen zehn Jahren nicht gealtert zu sein scheint, behauptet seit der Altsteinzeit auf der Welt zu sein. Er würde nicht altern und müsse daher alle zehn Jahre, wenn seine Umwelt merkt, dass er "anders" ist, einen neuen Platz auf der Erde suchen. Der Gedanke, einen Mann in der Runde zu haben, der seit 14.000 Jahren lebt, bringt die Professoren zunächst zum Schmunzeln, aber sie lassen sich auf das scheinbar harmlose Spiel ein. Nachdem Fachfragen die Runde gemacht haben, müssen die Mitglieder der Runde bestürzt feststellen, dass John nicht beweisen kann, dass er seit 14.000 Jahren lebt. Allerdings können die Professoren ihm auch nicht das Gegenteil beweisen. Doch Johns Geschichte wollen alle hören. Von den Wanderungen der Steinzeit, über die Bekanntschaft Van Goghs, ein Leben als Schüler Buddhas und die Reise in den Nahen Osten landet das Gespräch beim Neuen Testament. Was John seinen Zuhörern dann erzählt, sorgt für Entsetzen und Unglauben. Die Gruppe scheint auseinander zu brechen und John muss all seine Kraft aufbringen, um seine Gäste zu beruhigen. Doch die Frage bleibt: Erzählt John die Wahrheit?

Es ist die "pure Geschichte" die -The man from earth- so weit über vergleichbare Stoffe hinaushebt. Sie allein reicht aus, um uns vor dem Bildschirm zu bannen. Gute Schauspielleistungen, passende Musik und ein hervorragendes Drehbuch leisten ihr übriges, um den Film aufs Podest zu stellen. Ganz nebenbei verschaffen die brillianten Dialoge einem nicht nur neue Einsichten in die Vergangenheit, sondern passen auch noch vorzüglich auf die Probleme der heutigen Menschheit.

Ich bin ganz sicher kein gestrenger Rezensent, der ultrahohe Maßstäbe ansetzt, um sich für einen Film begeistern zu können. Bei -The man from earth- komme ich trotzdem zu dem ganz persönlichen Schluss, dass Schenkmans Verfilmung von Jerome Bixbys Geschichte einer der besten Filme ist, die ich bisher gesehen habe. Ein Beweis, dass die Erzählkraft einer Geschichte noch immer in der Lage ist, Bilder in unserem Kopf zu produzieren, die kein Filmtechniker und kein PC-Animationsspezialist jemals dort produzieren könnte, egal wie hoch der finanzielle und technische Aufwand auch wäre. Sollten sie auch ein Freund von gut erzählten Geschichten sein, lege ich ihnen -The man from earth- bedingungslos ans Herz. Manchmal kann weniger so unglaublich viel mehr sein...
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am 14. Juli 2013
Dieser Film zeigt das man allein durch die Anregung des Geistes einen unglaublichen Film auf die Beine stellen kann ohne wirklichen Aufwand zu betreiben. Der Film ist jedoch nur zu genießen wenn man aufgeschlossen ist und seine eigenen Glaubenssätze hinterfragen kann, denn dieser Film überführt oft die eigenen festgefahrenen Glaubenssätze und schafft Freiraum und Phantasie im eigenen denken. Es ist kein gewöhnlicher Film, denn es findet im ein und denselben Haus statt und in Wirklichkeit passiert gar nicht viel, es ist ein Film der nur aus Gesprächen basiert, so gesehen ist es nur für Geschichtlich Interessierte Menschen gedacht, da es weder Aktion gibt noch sonst irgendwas nennenswertes passiert.

Ich finde solche Filme, Dokumentationen, Interviews etc. sehr interessant da es oft dazu kommt das der Geist und Körper auf Informationen reagiert die man zunächst nicht glauben kann und der Geist sich mit allen mitteln dagegen wehrt wie "das kann doch nicht wahr sein" "Das ist doch Spinnerei, totaler Blödsinn" nebenbei so erklärt sich übrigens auch die meisten Negativen Kritiken an diesem Film. Aber genau das ist das Interessante daran, neue Erkenntnisse kann man meist nicht akzeptieren und wenn der Geist sich dagegen wehrt dann hat man seinen Horizont, seine Grenzen, sein eigens zusammengebastelte Sicht des Lebens und der Realität erreicht.

Ich denke solche Filme bringen Menschen weiter, in Wirklichkeit werden wir immer mit den gleichen Informationen überschüttet, Informationen die unser Sicht der Welt erklären die sie zusammenhalten, doch sobald ein fremdes Puzzelstück auftaucht das nicht in unserer Realität passen will wird es verworfen und Attackiert ohne den Mut zu haben uns zu fragen ob unser eigenen Puzzelstücke zusammenpassen. Den seien wir Ehrlich wir wissen gar nichts, unser Wissen basiert auf Erkenntnisse anderer, es ist kein wissen das wir selber Erarbeitet haben, wir stützen uns lediglich darauf weil die Mehrheit sie für wahr hält. Jedoch gibt es Informationen die sich für uns als wahr anfühlen auch wenn wir es uns nicht erklären können, doch die Mehrheit wird behaupten sie wäre Falsch und wir würden uns Irren und so hört man auf an sich selbst zu glauben, dadran das wir selber Herausfinden können was wahr ist und was falsch.

Naja ich wollte nur sagen das es ein sehr guter Film ist zum Nachdenken, es ist zwar alles Fiktion aber das heißt noch lange nicht das es uns nicht weiter bringen kann, die Idee dahinter ist entscheidend.
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am 21. Juli 2016
Die Idee ist so toll, dass man daraus einfach auch einen Film machen musste. Man hätte nun viel, sehr viel Geld in die Hand nehmen können, um die 14.000 Jahre noch durch Rückblicke auszuschmücken. Das wäre vielleicht auch ein guter Film geworden.
Aber hier verlässt man sich allein auf die Erzählungen der Darsteller. Es ist ein bisschen als säße man wieder bei den Großeltern und lauscht gebannt ihren Geschichten, die so so lebendig erzählt wurden.
Ein bisschen schade ist dann doch, dass der Film mit Sound und Bild nicht überzeugt. Da hätte man definitiv mehr draus machen sollen.
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am 4. Juli 2016
Ich bin schlichtweg überwältigt. Viel mehr fällt mir gerade nicht ein, ich stehe unter Schock. Wie kann nur eine spiritistisch-religiöse Geschichte entgegen jeder wissenschaftlichen Wahrscheinlichkeit das Beste sein, was ich seit langem gesehen habe? Vielleicht weil sie gerade das in ihrem Kern doch nicht ist. Zwar werden diese Themen angesprochen und genutzt, jedoch gleichzeitig permanent relativiert, was einfach nur wundervoll ist. Weder die reine Vernunft noch der reine Glaube werden als positiv dargestellt, vielmehr werden religiöse Dogmen als Humbug entlarvt und trotzdem das "Übernatürliche" nicht vollständig verworfen. Wobei "übernatürlich", wie im Film festgestellt, ein unschöner Begriff ist. Natürlich ist alles; das, was wir als übernatürlich empfinden ist lediglich der unverstandene Teil. Regt sehr zum Nachdenken an, zudem ist die Geschichte in sich geschlossen und hinterlässt zumindest mich mit einem kaum zu beschreibenden Zufriedenheitsgefühl. Religionskritik ist mir stets hochsympathisch, aber hier wird sie mit leisen Tönen auf die Spitze getrieben und gleichzeitig auch den blinden Religionshassern ein Spiegel vorgehalten. Es regt sehr zum Nachdenken an, dieser Film wird mir lange nicht aus dem Kopf gehen. Bitte unbedingt anschauen! Wirklich anschauen, genau hinhören und auf die Zwischentöne achten. Einen intelligenteren Film hat es wohl selten gegeben.
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am 23. Juli 2016
Unglaubliche Story.
Schon am Anfang des Gespräches, das mit studierten Fachkräften geführt wird, sind keine Schwächen erkennbar.
Dr. Oldman behauptet eben nie Etwas, was nie mals sein kann und hat auf alle Fragen eine Antwort.
Schon alleine deswegen wird die Unterhaltung nach zehn Minuten so faszinierend das man nicht aus machen kann.
Alles ist dabei; Der Jenige der fasziniert ist von der Grundidee. Die, die sofort glaubt was sie hört. Der Witzbold, der alles versucht mit Humor zu sehen. Der Skeptiker, der alles für Blödsinn hält und fast aggresiv wird. Die Christin, die nichts an ihre Religion lässt. Der Therapeut der versucht direkt alles aus der Sicht des Arztes zu sehen, der eben einen Patienten vor sich hat.
In dieser "kurzen" Unterhaltung werden so schnell diese Charakterzüge klar und eindeutig gezeigt das man schon fast Angst bekommen könnte.

Die Geschichte von John Oldman ist einfach super. Sie hat kaum Schwächen und lässt unheimlich viel Spielraum für die eigene Phantasie.
Flott habe ich mir seine Zeit zwischen dem genannten vorgestellt und ich wollte seine ganze Lebensgeschichte erfahren.

Hat man selber die Phantasie in sich bewahrt, glaubt man das es immer etwas in der Natur gibt das wir eben nicht erklären können, was wir noch nicht mal kennen, muss man sich den Film ansehen.
Ist man der gnadenlose Skeptiker, der immer alles belegt haben muss, der Tatsachen braucht, sollte man ihn vielleicht nicht sehen. Es sei denn man ist neugierig auf eine Unterhaltung in der es auf jede Frage eine Antwort gibt.

Die Antworten von Oldman werden nie phantastisch, irre oder verwirrt. Sie sind immer klar. Er diskutiert nicht, ist unheimlich ruhig und versucht, durch die nahe Abreise, so knapp wie möglich alles zu erwähnen, was eben nötig ist.
Ich werde mir das Buch kaufen, denn bekanntlich sind Verfilmungen, auf enger Zeit begrenzt, immer eine Zusammenfassung der Geschichte.

Überrascht war ich davon das es so ein junger Film ist.
Die Bildqualität ist gruselig. Der Ton erinnert an die Filme der frühen 90er.
Fünf Sterne gibt es aber trotzdem weil die Schaupsieler einfach klasse sind. Viele Bekannte sind dabei, die ihren Job gewohnt gekonnt machen.
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