find Hier klicken Sonderangebote PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Shop Kindle AmazonMusicUnlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 5. September 2012
Es gibt den vorausgegangenen Rezensionen nicht mehr viel hinzuzufügen, lediglich die jetzt bestehende Wahl zwischen der Mark II und Mark III. Meines Erachtens (persönliche Meinung, Semiprofi) ist selbst für dem ambitionierten Fotographen die Mark II (insbesondere hinsichtlich der Preisspanne: 1700€ / >3000€) aktuell noch der Mark III hinsichtlich der Bildqualität vorzuziehen, sollte man jedoch Wert auf viele (sehr viele) Optionen und Einstellungsmöglichkeiten (ich spreche das von der Einstellung der Autofokusfelder/gruppen ect.) und die etwas schnellere Serienbildgeschwindigkeit legen, ist die Mehrausgabe zu überdenken. Spannender Weise ist die Bildqualität der Mark III nur in jpeg (und hier deutlich!) besser als bei der Mark II. Aber wer sich solch eine Kamera kauft, wird wahrscheinlich selten in jpeg fotographieren, sondern eher in RAW.

Als DSLR-Filmer sollte man jedoch den Sprung zur Mark III machen (ISO und Moiré-Effekt besser).

Ich bleibe aktuell noch bei der Mark II (die 1300€ Mehrausgabe sind für mich besser in Objektive zu investieren, denn diese haben eine deutlich längere "Halbwertszeit".
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Januar 2011
Die Kamera ist einfach bombastisch.
Am meisten bin ich durch die Available Light Möglichkeiten berührt. Man kann
mit einem IS Objektiv über die blaue Stunde hinaus noch fotografieren.
Selbst wenn man sich dazu hinreissen lässt auf Vollautomatik zu schalten bekommt man auch bei den automatisch
maximal gewählten ISO 3200 noch sowas von rausarme Bilder. Ich persönlich habe auch die 50D welche in Sachen
Rauschen Top ist. Mit der 5D MII kann sie aber nicht mithalten.
Portraits indoor, Landschaft bei schwierigem Licht, Nachts in der Stadt... solange man einen hellen Punkt hat zum
Fokussieren kann man noch Bilder schaffen die keine andere Kamera die ich bisher in Hände hielt zustande gebracht
hätte und wenn nur mit unschönem Rauschen.

Die Kamera ist von der Haptik her sehr solide. Ich schätze das grosse Gewicht der Kamera sehr. Es hilft das Gehäuse
stabil und ruhig zuhalten.

Ich habe Ende 2009 meinen Einstieg in die Welt der DSLRs gefunden mit der EOS 1000D. Schnell war ich unzufrieden
mit den Schwächen bei ISO 1600. Bei einem Bekannten viel mir die 50D in die Hände und ich war von der Verarbeitung
fasziniert. Eine 5D Mark II erschien mir schlicht als zu teuer. Nun nach einem halben Jahr mit der 5D weiss ich, es gibt
keine "Falsche" Kamera. Wichtig ist das die Kamera die Belange des Fotografen stützt.

Meine 1000D habe ich schon verkauft was ich ein wenig bereue. Warum? Jetzt da ich eine HighEnd Kamera habe?
Meine 50D habe ich noch und bereue es nicht. Warum behalten ? Jetzt da ich eine HighEnd Kamera habe?

1000D ist klein Kompakt und leicht zu transportieren.
Stellt Euch vor es ist Sommer 30 Grad im Schatten Ihr wollt eine Radtour machen mit dem Mountain Bike. Ein leichter
günstiger 1000D Body mit einem günstigen Kit bzw Weitwinkel in einer Colttasche ein Polfilter. Der Tag ist euer.

50D schwerer, stabiler, grösser den 1000D
Ideal wenn Ihr gross und stark seit und erwartet bewegte Objekte z.B. bei einem Radrennen, oder Tiere in Action
zu fotografiern. Sie hat einen APS-C Sensor wie auch die 1000D und verlängert so die Brennweite um Faktor 1.6.
Mit 6.3 Bilder pro Sekunde ist richtig flott. Magnesum Body wie auch 5D Mark II blüht auf in Verbindung mit EF L
Objektiven.

5D Mark II, schwerer, schwerer, noch solider (gefühlt), Lichtempfindlicher, GEIL
absolut solide Verarbeitung, diverse Dichtungen gegen Spritzwasser. VOLLFORMAT Sensor.
Dieser erlaubt fotografieren in lichtschwachen Szenarien von denen Ihr bislang nur geträumt habt.
Beim Wandern mit schweren Objektiven kein Spass ( wiegt gefühlte Kiiiilo . Wenn es um Abend geht
oder Menschen portraitiert werden sollen das NonPlusUltra.

Ich möchte diesse Kamera eigentlich allen Empfehlen die nicht grade Sportevents ( ausser vielleicht Schach )
dokumentieren möchten.Ideal für Reportage, Portraits, Nachtaufnahmen und im Studio ( ISO 50 ) !

Ideal fürs Fortgeschrittene und Profis.
66 Kommentare| 34 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Juli 2013
Die Kamera habe ich im Frühjahr 2011 gekauft. Mir war wichtig, eine zuverlässige Kamera zu haben mit hervorragenden Bildergebnissen- auch wenn ich die Kamera nur privat benutze.
Über die Möglichkeiten der Kamera bin ich heute noch begeistert, allerdings nicht über ihre Zuverlässigkeit. Nach gerade mal mehr als 6000 Bildern ist kurz nach der Garantiezeit die Fehlermeldung "Err20" erschienen. Nach Einsendung zu Canon wurde mir ein Kostenvoranschlag von knapp 500,00 € unterbreitet.
Eigentlich soll die Canon 5d Mark II für 150.000 Auslösungen konzipiert sein. Eine Kulanz von Canon gab es leider nicht.
11 Kommentar| 31 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. September 2012
Es gibt ja eigentlich schon genug Rezensionen zur 5D Mark II, trotzdem mag ich kurz ein paar Worte hier niederschreiben.
Trotz des Nachfolgers, der 5D Mark III und dem Neuling der 6D habe ich mich für die 5D Mark II entschieden.
Ein Profikamera die Ihrem Ruf alle Ehre macht so zu einem derzeitigen hammer Preis, da muss man zuschlagen.
Ich wollte die Vorzüge des Vollformats, die 5D Mark III war mir zu teuer, die 6D ist eben erst auf dem Markt erschienen und die neuen Features für mich, für einen Preis der vorerst bei 2.000€ sein wird, nicht notwendig. Daher ohne lang nachzudenken die 5D Mark II gekauft, denn durch die neuen Nachfolger wird sie nicht automatisch schlecht, nur der AF ist etwas veraltet aber solang man keine Actionaufnahmen macht kann man dies vernachlässigen, denn da sollte man sich eher die 7D zulegen. Zur Bildqualität etc. muss ich nix weiter sagen, die Kamera ist der absolute "Kracher"!
Ganz klar Kaufempfehlung, denn für 1.700€ (früher mal 2.500€) ist man hier sehr sehr gut bedient. Ich bereue den Kauf absolut nicht und bin mehr als glücklich endlich eine 5D mein Eigen zu nennen, endlich mit den Vorzügen des Vollformats fotografieren zu können.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 50 REZENSENTam 6. Mai 2016
 Bis vor einem Jahr habe ich meine 5D MKII 'nur' zum Fotografieren genutzt, doch dann habe ich mehr und mehr mit der Video-Funktion gespielt. Mittlerweile filme ich häufig im RAW-Modus mit der Firmware von Magic Lantern. Die mögliche Videoqualität ist wirklich Wahnsinn im Vergleich zu 'Standard-H.264'.

Die Vorteile von RAW-Filmen:
- ähnliche wie bei RAW-Fotos stehen vielfältige Möglichkeiten bereit, das Video im Aussehen zu verändern, ohne es zu zerstören
- toller dynamischer Umfang -> Himmel nicht zu hell und Schatten nicht zu dunkel
- super Farben -> von realistisch bis zum Filmlook ist alles machbar
- extreme Schärfe, da keine Kompression
- Bildinformation reicht aus, um Videos stark zu vergrößern ohen Qualitätseinbußen -> fullHD hochskalieren auf 4K

Die Nachteile von RAW-Filmen:
- sehr große Rohdateien -> große CF Karte oder besser mehrere notwendig
- sehr viel Nachbearabeitung notwendig: mein Workflow von Rohdatei bis fertiger Film dauert für ca. 1 Minute Film etwa 1-2 Std., das kann man nicht immer machen
- Folgekosten für Zusatzprogramme, etwa Neat Video (siehe unten), wobei es natürlich auch ohne geht

Idealerweise filme ich wie folgt:
- Externes Mikro, sonst hört man jeden Knopf den man an der Kamera drückt oder jeden Ring den man dreht. Auch den Stabi hört man sonst.
- Nutze das Zoom H1 Handy Recorder 24bit/96kHz inkl. 2GB microSD-Karte mit Monacor 23.2610 60x70mm Windschutz für Mikrofone - schwarz
- Kamera auf Stativ mit leichtgängigem Kopf
- Auf der Kamera habe ich eine Schiene: Walimex Blitzschuh Verlängerungsschiene 15 cm (mit Aufsteckfuß 1/4 Zoll Gewinde)
- Gute Objektive mit großem Fokusring
- Manuell fokussieren, da es einfach schlecht aussieht, wenn man den Autofokus nutzt. Entweder springt er hin und her oder an die falsche Stelle. Für Standbilder kann man vorher natürlich schon mit dem Autofokus arbeiten, aber eher nicht bei Szenen mit Bewegung.
- Auch Graufilter haben sich bewährt bei mir, gerade wenn es sehr hell ist, sind sie ihr Geld allemal wert Neutral Graufilter Set bestehend aus ND4, ND8, ND64 Filtern 58mm inkl. Stack Cap Filtercontainer + Pro Lens Cap mit Innengriff
- wichtig auch eine schnelle und große Karte, damit Magic Lantern überhaupt läuft. Die RAW-Files sind riesig: Komputerbay 64GB Professionelle Compact Flash-Karte zu schreiben 1066X CF 155 MB / s lesen 160MB / s Extreme Speed UDMA 7 RAW
- Ich habe alle Zusatzgeräte auch bewertet bei Amazon, einfach nach Acamar schauen.

Mein Workflow:
- Cinestyle Picture Style für die 5D MKII runtergeladen und auf die Kamera gespielt. Cinestyle hilft schon mal dabei direkt im Quellmaterial ordentliche Kontraste und Farben zu haben. Später im Workflow hat man dann nicht mit einem ausgewaschenen Himmel oder mit viel zu dunklen Stellen zu kämpfen
- Magic Lantern in der neuesten Version runterladen und auf einer Speicherkarte installieren (online bei Magic Lantern alles sehr schön beschrieben, geht auch einfach).
- 5D MKII mit Magic Lantern Karte starten und Magic Lantern (ML) wie gewünscht konfigurieren (auch hier helfen die Tipps bei ML online)
- die 5D schafft continous leider nicht ganz full HD und 24p. Ich habe die Auflösung ganz wenig reduziert, damit das Recording von mind. 1 Minuten langen Sequenzen klappt. Später kann ich ohne Probleme wieder auf Full HD skalieren, ohne Qualitätseinbußen
- bei 30p reicht die Leistung / Schreibrate der 5D leider nur für kurze Sequenzen. Ich bin mit 24p zufrieden.
- Ich filme immer im ML-RAW Modus, da hier synchronisierte Tonaufnahmen funktionieren und es mehr Tools für den Post-Workflow gibt
- Die Videosequenzen bestehen immer zunächst aus *.mlv Dateien. Die ML-RAW-Files mit-MLVMystic, MLV Converter oder raw2dng in Bildfolgen umwandeln, sonst kann man die Dateien schlecht weiterverarbeiten
- Im nächsten Schritt folgt in meinem Workflow das Color Grading und Color Correction. Das mache ich mit dem genialen und kostenlosen Tool Davinci Resolve Lite
- Dort installiere ich das CyneStyle LUT (online zu finden). Damit werden Farben etc. anhand der LUT automatisch für die Sequenzen eingestellt. Man kann das natürlich auch manuell machen oder andere LUTs verwenden.
- In Davinci speichere ich mir meine Standard-Bearbeitungsschritte ab, so kann ich folgende Sequenzen ganz einfach analog bearbeiten, ohne jeden Schritt wieder von vorne zu beginnen. Das kann sonst echt viel Zeit kosten.
- Sind alle Sequenzen mit Davinci fertig bearbeitet, folgt der nächste Workflow-Schritt mit dem Tool Virtual Dub (kostenlos im Netz zu finden)
- In Virtual Dub kann ich die fast unkomprimierten Ausgabedateien von Davinci laden und in komprimierte AVIs z.Bsp. konvertieren.
- Was ich aber noch viel wichtiger in VirtualDub finde, ist die große Bandbreit an vergübaren Plugins.
- Ich verwende Deshaker zum Entwackeln meiner Sequenzen, die ich ohne Stativ oder Stabi gemacht habe. Man glaubt kaum, was man damit alles noch retten kann. Das hätte ich nie für möglich gehalten.
- Auch ein super Plugin, das jedoch ca. 70€ für VDub kostet ist Neat video. Neat Video reduziert Korn und Rauschen im Video und das höchst effektiv. Einfach super. Jeder der schon mal in leicht dunkleren Szenen gefilmt hat, kennt das Problem. Selbst der Sensor der 5DMK II reicht hier leider nicht aus, um rauschfreie Videos zu erzeugen. Für mich ist Neat Video ein MUST HAVE
- Sind alle Sequenzen mit VDub entwackelt und entrauscht folgt der letzte Workflow-Schritt
- Zum Schneiden, vertonen etc. nutze ich ganz simple PowerDirector Ultra. Das ist ein recht einfaches und günstiges Video-Schneideprogramm. Für meine Zwecke reicht es mit den genannten Tools in den Schritten davor vollkommen aus.

Ich hoffe das Video zeigt das Potential ein wenig. Leider komprimiert Amazon die Videos arg, deswegen habe ich für die Qualität die Auflösung auf 480x270 reduziert (Ursprung 1920x1080).

*** Fazit ***

Zum Fotografieren ist die 5D MKII bekanntermaßen top. Ja, vielleicht nicht für die Sportfotografie, wobei ich auch hier nie etwas vermisst habe. Das wahre Potential steckt im RAW-Film-Modus im Zusammenspiel mit Magic Lantern. WOW, was man damit zaubern kann.

War meine Rezension hilfreich? Wenn ja, dann würde ich mich über einen kurzen Klick auf "ja - hilfreich" sehr freuen.
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Januar 2009
Ich fotografiere seit 6 Jahren als ambitionierter Amateur. Mein DSLR weg startete mit der Canon 10D über die 30D, dann die 5D bis jetzt zur 5D Mark II. Das Update wurde von mir schon sehnsüchtig erwartet, da doch einige Dinge an der schon guten 5D zu verbessern waren. Wobei man auch deutlich sagen muß, das Canon an der 5D MK II nicht alles erneuert hat.

Die Frage, ob man eine Vollformat- oder APS-C oder -H Format kaufen soll, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich fotografiere schwerpunktmäßig Portrait, Fashion, Street, Reisen und Architektur. Sport und Tiere in freier Wildbahn etc. bei denen man sehr schnelle und/oder weit entfernte Objekte hat, sind bei mir die Ausnahme. Daher habe ich mich vor Jahren für das Vollformat und die 5D Serie entschieden.

Nach über 2 Wochen intensiven Tests mit der 5D Mark II, hier nun meine Bewertung und einige Vergleiche zur klassischen 5D:

Gehäuse:
Nach dem Auspacken kam schon der erste positive Eindruck von der Gehäusehaptik. Die Kamera fühlt sich stabiler und griffiger als das Vorgängermodell an. Es liegt wahrscheinlich an wertigeren Riefen auf dem Magnesiumgehäuse. Die Drehräder haben mehr Widerstand und rasten satter ein. Wohl eine Qualitätssteigerungsmaßnahme um den neuen Feuchtigkeitsschutz zu gewährleisten. Die CF Karten Klappe ist immer noch aus Kunststoff, aber sie rastet besser ein und schließt lückenloser ab. Die Bedienungsknöpfe wurden nur leicht in Ihrer Position und Funktion verändert. So findet sich nun der Displaybeleuchtungsknopf neben dem Auslöser (für mich so logischer zu bedienen) und die "Löschen" Taste ist nun als unterster Knopf zu den Bedienknöpfen links vom Display gerutscht. (Achtung an alle alt 5D Nutzer! Das ist die Position, an der vorher die "Bild Anzeigen" Taste war. Bitte schnell umgewöhnen, sonst sind Bilder weg!)
Die Abblendtaste ist nun seitlich unter die Objektiv-Verriegelung verlegt worden. Das ermöglicht zwar eine bessere Bedienbarkeit beim Fotografieren, stört mich aber bei der Bedienung der Kamera im "Live View" Modus, da man leicht ungewollt die Taste drückt. Hier muss ich mich erst noch an ein anderes Halten der Kamera gewöhnen.

Display:
Neben dem oberen Kamera Display (LCD Anzeige), auf dem nun auch ENDLICH der ISO Wert angezeigt wird (und nun auch im Sucher Display!) wurde das große und gestochen scharfe 3" Display verbaut. Das alleine wäre schon fast Grund genug für das Update. Es ist hell, scharf und gibt Farben sehr gut wieder. Die Automatische Helligkeitseinstellung des Displays bei veränderlichem Umgebungslicht ist auch hilfreich. Die Menüstruktur ist nun in verschiedene Ordner aufgeteilt und damit für mich logischer und schneller bedienbar. Die Anzahl der Einstellungsmöglichkeiten ist mit den zusätzlichen Funktionen auch gewachsen.

Sucher:
Im direkten Vergleich zur 5D gefällt mir der neue Sucher besser. Ich empfinde ihn als ein bisschen größer, heller und mit bessere Abdeckung des Bildbereichs. Besonders als Brillenträger freue ich mich über diese Verbesserung, da das Sichtfeld durch die Brille sowieso schon eingeschränkt wird (Abstand zum Sucher).

Autofokus und Belichtungsmessung:
Hier hat sich die 5D Mark II eigentlich nicht verändert. Der AF scheint identisch zu dem der 5D zu sein. Dies ist ein häufig gelesener Kritikpunkt, da es hier keine Verbesserung gab. Ich wäre einer Verbesserung des AF auch nicht abgeneigt gewesen (z.B. neben dem Center auch die anderen Messpunkte als Kreuzsensoren einzubauen), aber bei meinem Einsatzgebiet war der AF der 5D schon immer ausreichend und akkurat genug, da ich hauptsächlich den Center Sensor bei meiner Arbeit nutze. Hier geht Canon einen anderen Weg als Nikon, die ihre Profi AF auch den hochwertigen Amateur Kameras spendieren. Canon verweist dann lieber auf ein anderes Kamerasystem, wie die Profi 1D Mark III oder die günstigere 50D mit besserem AF und schnellerer Serienbildfunktion.
Canon hat der neuen 5D aber ein Linsen Mikrokorrektur spendiert. Hiermit kann man ganz individuell den Fokuspunkt der Objektive nachregelt (Fron- oder Backfocus Korrektur). Ich habe mir die Zeit genommen und meine Objektive einjustiert. Und besonders bei den lichtstarken Objektiven, die bei Offenblende nur einen sehr schmalen Schärfebereich haben, kann ich akkuratere Ergebnisse erzielen! Hinzu kommt auch noch die Live View Funktion, die eine Prüfung der Fokusschärfe sehr zuverlässig anzeigt.
Die Belichtungsmessung scheint identisch zu der der alten 5D zu sein. Ich finde sie bei der Mark II genau so akkurat, wie ich es gewohnt bin. Der Weißabgleich hat sich aber m.E. etwas verbessert. In Innenräumen erhalte ich etwas akkuratere Werte, aber das ist momentan ein Gefühl und kein wissenschaftlicher Vergleich.

Sensorreinigung:
Endlich auch in der neuen 5D! Sehr oft habe ich unterwegs beim Objektivwechsel einige Staubkörner auf den Sensor bekommen. Die bemerkt man dann erst, wenn man zu Hause die Landschafts oder Architekturaufnahmen (mit großer Blende) auf dem Bildschirm sieht. Und die gleiche Staubkörner aus 300 Fotos zu klonen ist sehr nervig. Die 5D MK II hat einen automatischen Reinigungsmechanismus, der solche Staubkörner von dem Sensor schüttelt. Ich hatte bisher keine sichtbaren Staubflecken mehr auf meinen Fotos.

ISO:
Die ISO Möglichkeiten sind heute wirklich erstaunlich. Die Mark II kann von ISO 50 bis 25.600 belichten. Und ein großes Spektrum von diesem Bereich ist auch wirklich brauchbar. Ich versuche trotzdem, wenn möglich und sinnvoll, mit ISO 100 zu fotografieren. Hier ist der Kontrastumfang und das Nachbearbeitungspotential am größten. Aber bis ISO 1.600 sind wirklich noch sehr, sehr gute Ergebnisse (richtige Belichtung vorausgesetzt) erzielbar, die auch noch sehr groß ausgedruckt werden können. ISO 3.200 finde ich auch noch erstaunlich gut und absolut brauchbar. Einige A4 Ausdrucke belegen das. Ab ISO 6.400 sieht man schon einen spürbaren Qualitätsverlust. Für 10 X 15 Fotos aber noch absolut passabel und alle mal einem verwackelten Bild vorzuziehen. ISO 12.800 und 25.600 (als H1 und H2 auf der Kamera bezeichnet) sind immerhin besser als kein Foto zu haben und in kleinem Format auch noch verwendbar. Aber bitte keine Wunder erwarten!
ISO 50 (L) ist eher etwas für extrem helle oder Studiosituationen, in denen man den Blitz nicht weit genug runter regeln kann, oder wenn man längere Belichtungszeiten benötigt um Bewegungsunschärfe zu produzieren und man keinen Graufilter zur Hand hat.

Auflösung:
21 Megapixel... Eigentlich bin ich überhaupt kein Freund von dem Pixel Wahn, der sich in den letzten Jahren als vermeindliches Qualitätsindiez für Digitale Kameras eingebürgert hat. Es kommt doch letztendlich darauf an, wie gut die Pixel dargestellt werden können (Farbe, Kontrastumfang, Rauschen) und wie gut ein Objektiv diese Pixel ohne Farb- und Bildverzerrungen auflösen kann?
Ich hatte bei dem Sprung von 12 zu 21 MPix wirklich Sorgen, da nun 75% mehr Pixel den Platz auf dem Chip teilen müssen, ohne sich gegenseitig dabei zu stören. Zum Glück war diese Sorge unbegründet! Die Auflösung, Farbwiedergabe und der Kontrastumfang begeistern mich bei der 5D MK II. Aber, eine Vollformatkamera braucht gute Objektive, und eine 21 Mpix Kamera braucht hervorragende Objektive um die Detailauflösung wirklich darzustellen.
Leider tendieren viele ambitionierte Fotografen dazu nach den besten Kameras zu greifen, dann aber an den Objektiven zu sparen. Ein gutes Objektiv hat man vielleicht Jahrzehnte, ein DSLR Gehäuse aber z.T. nur 3-5 Jahre. Ein Vergleichstest mit einem günstigen Zoom Objektiv war wirklich erschreckend. Im Vergleich zu dem hochwertigen Canon 70-200 f/4 IS L wirkten die anderen Fotos, als hätte man Vaseline auf die Frontlinse geschmiert. Es müssen nicht immer Canon "L" Objektive sein, aber bei den Zoomobjektiven ist man mit der f/4 L Reihe von Canon schon sehr gut aufgehoben, wenn man nicht das Maximum an Lichtstärke benötigt (ich bin mit diesen absolut zufrieden: 17-40, 24-105(sehr als "Immer drauf" und Reiseobjektiv zu empfehlen) und 70-200). Aber auch Festbrennweiten ohne "L" machen einen sehr guten Eindruck (50mm f/1.4, 85mm f/1.8, 100mm f/2.8 macro).
Der Sprung von 12 zu 21 MPix bedeutet real, dass ein Bild bei 100% Ausgabegröße im Vergleich "nur" ca. 1/3 längere Kantenlängen hat. Also ein Ausdruck mit 12 MPix von vorher z.B. 100 X 66cm würde dann bei 21 MPix 150X100cm bedeuten (je nach dpi Vorgabe).

Bildergebnisse:
Die Fotoergebnisse überzeugen mich von dem Fortschritt der Sensor- und Prozessortechnologie. Die Detailauflösung (mit guten Objektiven) ist erstaunlich! Und der Bearbeitungsspielraum der RAW Dateien eindeutig größer, als die der alten 5D.
Allerdings bezieht sich mein Ergebnis nur auf Bilder, die im RAW Modus fotografiert wurden. JPG Ergebnisse überzeugen nicht so sehr, da gerade Details in dunklen Bereichen etwas matschig werden (zu starke Rauschunterdrückung?).
Ich kann jedem nur empfehlen, seine Fotos immer in RAW zu fotografieren. Die Dateien sind zwar größer, aber wer eine so teure und hochwertige Kamera kauft, der sollte seine Ergebnisse nicht in einem Verlusstbehafteten Format wie JPG sichern.
Und mit einer ordentlichen Fotosoftware wie Apple Aperture oder Adobe Lightroom 2 ist die Bearbeitung und das Verwalten der digitalen RAW Schätze auch viel einfacher geworden.

Video:
Video ist eine Funktion die ich nett finde, die meine Kaufentscheidung aber nicht beeinflusst hat. Es ist schon praktisch neben der relativ schweren Fotoausrüstung nicht auch noch eine Videokamera mitschleppen zu müssen, aber eine normale Videokamera zum spontanen Filmen im Urlaub oder bei Familienfeiern ersetzt die 5D II in meinen Augen nicht. Es fängt schon bei der unhandlicheren Ergonomie für Videoaufnahmen an und setzt sich bei der schlechten Kontrastautofokus Steuerung fort. Zwar kann man jetzt mit einem Vollformatsensor und den hochwertigen Objektiven Cineastisch sehr hochwertige Filme drehen, aber schon die manuelle Scharfstellung an den doch manchmal etwas schmal geratenen Fokusringen der Objektive ist ein Akt (dank des großen Sensors und der lichtstarken Objektive kann man die z.T. sehr geringe Schärfentiefe viel besser beeinflussen als bei kompakten Videokameras, aber daher ist eine akkurate AF Steuerung umso wichtiger, da sonst nur unfokussierte Filme heraus kommen. Da nützt auch die tolle HD Auflösung nichts). Das eingebaute Mikrofon überträgt auch die Geräusche des IS (sofern vorhanden) und der Zoom oder Fokusverstellung und sollte unbedingt durch ein externes Mikrofon ergänzt werden.
Wer sich aber als Filmemacher probieren möchte, kann mit Stativ, externem Mikrofon und ordentlich manueller Fokusübung sehr vorzeigbare Ergebnisse erzielen (siehe Canon Website oder Video Portale).

Fazit:
Die 5D Mark II ist die logische und konsequente Weiterentwicklung der klassischen 5D. Höhere Geschwindigkeit, besseres Display und Sucher, sowie Annehmlichkeiten einer Sensorreinigung oder Live View plus Videomodus runden das Paket ab. Die Auflösung und Farbwiedergabe der Bilder im RAW Modus sind aus heutiger Sicht und in dieser Preisklasse mit guten Objektiven einfach überragend.
Canon bleibt seiner Modellpolitik treu und baut nicht alles technisch machbare in die 5D MK II ein. Das bleibt dem Topmodell der 1Ds Serie vorbehalten. Die 5D MK II ist dafür aber auch 70% günstiger als die 1Ds MK III. Je nach Einsatzzweck der Kamera muss man vielleicht kleine Abstriche beim Autofokus machen, oder aber sich für das Modell entscheiden, welches den fotografischen Haupteinsatzbereich am besten abdeckt.
Bei diesen technischen Fortschritten dürfen wir ab nicht vergessen, dass es immer noch der Fotograf ist, der gute oder weniger gute Fotos macht. Die 5D MK II ist keine Allheilmittel und wird nur in geschulten Händen auch überragende Ergebnisse erzielen können.

Alles in Allem meine Bewertung aus meiner Sicht und für meinen Einsatzzweck nach Schulnoten: 1-

Pro:
+ Besseres Gehäuse
+ Besserer Sucher
+ Viel besseres Display
+ Bessre Menüsteuerung
+ Sensorreinigung
+ AF Microadjustment der Objektive
+ Live View
+ 3 Custom Funktionsspeicher
+ Sehr hohe Auflösung mit guten Objektiven
+ Farb- und Kontrastumfang in RAW Dateien größer als bei der 5D
+ 1- 1,5 Blendenstufen besseres ISO Rauschverhalten
+ Video Möglichkeit für Profis

Contra:
- AF nicht durch weitere Kreuzsensoren aufgewertet
- AF in Videomodus ungenügend (Kontrastbasier, da Spiegel hochgeklappt ist)
- Auto ISO nicht ausreichend einstufbar
- ISO Empfindlichkeit scheinen nicht ganz akkurat zu sein. Ich vermute, dass ISO 200 in Wirklichkeit eher 150 ist. Das ist ein wenig Augenwischerei. Die alte 5D war da näher am Realwert.

P.S. Ich habe keine Probleme mit der Firmware 1.06 und konnte keine Fehler im Grenzbereich feststellen. Ein Update auf FW Version 1.07 habe ich daher noch nicht vorgenommen.
1515 Kommentare| 671 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 1. März 2014
Sie hat nun schon ein paar Jahre auf dem Buckel - aber hat sich fototechnisch seitdem wirklich was getan, um gute Fotos zu machen (außer den Parolen der Werbeindustrie)? Ich behaupte mal keck: nein. Es gibt jene, die wollen kein schweres Gehäuse mit schwerem Objektiv und sagen, bei MFT oder im APS-C Revier findet man Gleichwertiges. Das stimmt nicht. Es gibt hervorragende MFT- und APS-C Kameras, aber keine schafft diese Qualität, bei der man aus scharfem Vordergrund und samtweichem Hintergrund ein echtes Fotoleben-Gefühl erschafft. Und wenn es knackescharf mit allen Details sein soll bei Blende 8 und niedrig ISO holt die 5D II kompromißlos alles raus, was sein soll. Mehr macht dann erst das Mittelformat.

Dazu gehören auch die guten L Objektive, sagt man. Zu Recht. Aufgrund der technischen Möglichkeiten des Kamera-Bodies sind hier jedoch Kompromisse möglich. Ich besitze zwei 5D MK II mit zwei Festbrennweiten 35mm und 100mm, beide nicht L - aus gutem Grund: klein und leicht und wenn einer gegen haut, ersetzbar. Jedoch in der M-Einstellung der Kamera mit immer noch 11 bis 12 MP machen beide Objektive bis 3200 ISO scharfe, verlässliche Fotos ohne Abfall. Dieser Kompromiss deswegen, weil ich mit Festbrennweiten bei Life/Action-Fotografie am liebsten agiere, aber die L 35er und 85er oder 100er gleich anderthalb Kilo schwerer und 2000 Euro teurer sind.

Für mich hat die 5D II alles, was an Bord sein muss und wie ich es gern habe. Der Akku hält ewig. Das Gehäuse ist stabil. Der Sucher ist hervorragend. Die Bildqualität bietet mir bis ISO 3200 alles, was für Magazinfotos nötig ist. Schön, dass der Weißabgleich eher zu warm ausfällt und Kunstlicht wirklich Kunstlicht ist und nicht neutralisiert wird. Schön, dass der Body Gewicht und Größe hat, da hält man richtig was in der Hand und braucht auch keinen Stabilisator. Und Im Jahr 2014 nach so langer Zeit noch eine Kamera ohne Abstriche als modern empfinden zu können, spricht für die Qualität.

Was kann also Canon ernsthaft schrauben, um eine Zukunfts-5D zu entwickeln? Ich würde sagen, in meinem Fall: Klappdisplay, weil damit diverse Möglichkeiten eröffnet werden (über Kopf, am Boden oder bei Objektfotografie). Ein zweiter CF- oder SD-Schacht, was ja schon realisert wurde. Eine bessere Produktionsqualität beim Sensor - der 5D II-Sensor fällt unterschiedlich aus, manche neigen bei hohen ISO zu Hotpixeln. Bessere Verarbeitungsqualität im Detail - bei einer der 5D II ist der USB locker und da auf Platine gelötet, extrem teuer zu reparieren. Ein Schraubgewinde für - ganz altmodisch, aber doch bewährt - Kabelauslöser. Ein eingebauter Airbag, sollte man die Kamera doch mal fallen lassen. (Naja, das Letzte war ein Scherz. Oder doch nicht? Wär das nicht schön? "Schatz fang!" Ups... na, macht nichts, schwebt ja im Kissen)
0Kommentar| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Oktober 2010
Vieles ist schon über diese Kamera geschrieben worden, deswegen in Kurzform (wenns denn geht) meine Erfahrungen.

Pluspunkt ist der Sensor. Diese Auflösung, die Qualität bis hin zu 6400 ASA haben mir vieles ermöglicht, was mir damals in der Analogzeit nicht möglich war.
Und man sollte wissen, worauf man sich einläßt: diese Kamera verlangt die besten Gläser, sonst ist es nicht einmal die halbe Sache.
Trotz des gewaltigen Spileraumes bei der Empfindlichkeit verwende ich mehr meine Fixbrennweiten denn meine Zooms.
Erstens sieht man den Qualitätsvorteil der Fixbrennweiten (auch wenn manche Pixelzähler das Gegenteil behaupten, die sollten sich lieber die ausgedruckten Bilder ansehn!), und zweitens ergibt sich wieder das Spiel mit dem Freistellen bei Offenblende (sehr zu empfehlen das 35/1,4, und das 135/2,0, beides L).
Die ganze Kette inklusive der Erstellung der Endresultate, konkret bei mir der Ausdruck auf Papier verlangt ebenfalls einen ebenbürtigen Spielpartner, daß die Freude und auch die Qualität erhalten bleibt. Nur am PC ansehn. PFF! A3+ mindestes, besser noch ein A2- Drucker mußte her (Epson 3800), und ich habs nicht bereut.

Ein Spitzengerät, das in punkto Bildqualität ganz vorne liegt, immer noch, nach 2 Jahren.

Kritikpunkte: woher also der Preisunterschied zu den Einsern?
Mit denen könnte man wahrscheinlich Nägel einschlagen, sehr beeindruckend, aber die Bildqualität liegt auf gleicher Höhe mit der 1Ds MkIII.
Der Autofokus ist manchmal etwas bis sehr ungenau. Schnell ist er auch nicht.
Im Vergleich zur Qualität des Sensors ist das Urteil für mich ein "geht so".

Trotzdem 5 Sterne?

Im Vollformat gibt es kaum besseres (ja, die beiden 24,5MP von S. und N.lösen unten ein Haucherl besser auf, aber beide fallen dann recht schnell ab!)

Ein Schub der kreativen Möglichkeiten nach mittlerweile 27 Jahren der Fotografie!

P.S. Und ja, ich würde sie wieder kaufen, auch wenn in einem halben Jahr schon eine MK 3 käme (und da bin ich echt neugierig, was die besser könnte...)
22 Kommentare| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Februar 2009
Ich fotografiere seit 30 Jahren, die letzten Jahre auch beruflich im Auftrag und ich habe seit dieser Zeit viele Kameras und Systeme ausprobiert.
Wenn ich eine Quintessenz daraus ziehen würde, heißt die für mich: EOS 5DMK2. Warum?
Worauf kommt es beim Bild an? Auf die Bildqualität! Da ich Maschinen in zum Teil dunklen Fabrikhallen fotografiere und auch Landschaften, Gegenstände und Menschen ablichte, brauche ich eine Kamera die Availible-Light fähig ist. Die 5dMK2 rauscht laut extrem wenig, gemäß Fotomagazin Colorfoto genauso so wenig wie die D3 von Nikon (siehe Ausgabe 2/2009) nur bei fast doppelter Auflösung. 0,5 bei 100ASA und 0,9 bei 1.600 ASA. Zum Vergleich: Die EOS 1Ds MK3: 0,4 bei 100ASA und 1,6 bei 1.600ASA. Die Nikon D700: 0,6 bei 100ASA und 1,0 bei 1.600ASA.
Dies sind also Spitzenwerte! Fotos bis 3.200 ASA sind damit kein Problem. 6.400 ASA schicke ich anschließend durch Lightroom und das Rauschen ist erledigt - trotzdem mit hoher Detailwiedergabe, wenn man in RAW fotografiert und den internen Rauschalgorythmus ausschaltet. Der Chip rauscht so wenig, dass ich mir erlaube die Rauschunterdrückung ganz abzuschalten - Ergebnis: Mehr Schärfe! Entrauscht werden die Bilder mit hoher ASA-zahl nachträglich am PC - das geht viel besser!

Für mich ist die Farbdarstellung ein weiters wichtiges Qualitätskriterium, dabei ist die 5D MK2 derzeit sogar führend in dieser Klasse (siehe ColorFoto). Die Farben sind natürlich und kommen der Realität sehr nahe, der Weißabgleich arbeitet besser, als bei allen anderen Systemen, die ich zuvor im Gepäck hatte.

Die Kamera ist immer nur so gut, wie die Objektive: Also muss auch hier ein gutes Material her, der Unterschied von Einfachen zu den Profi-L- Linsen ist gewaltig. Ich fotografier mit dem 70-200/4 (ist schärfer als das alte 2.8 und ich bauche nicht das "schnelle" und schwere Objektiv), das 24-105/4 (wegen IS in dunklen Hallen ideal) und das 16-35/2.8 (das beste Weitwinkel von Canon), sowie das 100/2.8 Makro und den Lichtsauger 50/1.4 von Sigma, das ist hierbei deutlich besser als das alte 50/1.4 von Canon, weil es kaum vignettiert, hervorragend vergütet ist und schon bei offener Blende brauchbar ist. Canon hat mit der 4er Serie eine für mich hervorragende L-Objektiv-Serie, die hohe Schärfe schon bei offener Blende besitzt.
Auch diese 4er Objektiv-Serie war für mich ein Kaufgrund und Wechselgrund des Systemanbieters.

Der Autofokus ist zusammen mit der Auslösezeit laut Testbericht Colorfoto 2/2009 schneller als der der EOS 1DsMk3 oder der Nikon700 und bei wenig Licht sogar noch schneller als der, der Nikon D3.

Die Kamera macht zwar lediglich 3,9 Bilder (bei RAW, 6.400ASA und kurzer Auslösezeit!), was nicht für eine Bewegungsstudie ausreicht, aber das eigentliche Scharfstellen und Auslösen ist grottenschnell! Was aber sicher auch am USM-Antrieb der Objektive liegt - ein Augenzwinkern und der Fokus steht - auch bei wenig Licht. Dies ist gerade das, was ich haben wollte!

Nun noch ein Wort zum viel geschmähten Autofokus: Wenn der Sucher mit Autofokus-Feldern übersäht ist, dann reichen bei manchen Modellen fast bis zum Bildrand. Ich brauche scharfe Fotos - physikalisch hat aber JEDES Objektiv seine Schwachstelle, je weiter es zum Rand geht - will ich wirklich mit einem 1.000€ Objektiv am Rand im ungünstigen Bereich arbeiten, wenn ich es nicht unbedingt muss?
Ich hatte zuvor ein anderes System mit 51 Sensoren, doch wenn die am Rand fokussierten, dann löste das Objektiv an seiner schwächsten Stelle auf, ich verlor kostbare Schärfe. Außerdem, je mehr Sensoren und Automatiken ich eingeschaltet hatte, desto länger brauchte der interne Chip zum Verarbeiten aller Daten. Und nur selten fokussierte ein Autofokus-Sensor auch das Motiv, was ich gerade ablichten wollte. Nach kurzer Zeit arbeitete ich nur noch mit dem mittleren Sensor, damit das Ergebnis heraus kam, was ich mir wünschte.

Da ich jedes gute Bild sowieso am PC nach bearbeite, spielt eine Ausschnittvergrößerung für mich auch keine Rolle. Dafür bekomme ich aber das schärfste und schnellste Ergebnis. Die 5DMK2 fokussiert auch bei sehr wenig Licht, und rödelt nicht Sekundenlang herum, wie ich es bei anderen System erlebt habe - das nervte vielleicht!
Was ich richtig mag: Scharfstellen in weniger als 1sek. bei Kerzenlicht auf dunkle Gegenstände - kein Problem. Wenn man bedenkt, dass eine 2,8er Linse im Kleinbildformat einen exkaten Fokuspunkt benötigt (weil die Schärfentiefe gering ist!), dann wird klar wie gut der Autofokus wirklich ist - denn er sitzt perfekt! Beim APS-C Format gelten andere Regeln als für das Vollformat!

Was aber Canon besser machen könnte: Ich wünschte mir statt 1 Kreuz-Sensor und 8 Linien-Sensoren, lieber 9 Kreuzsenoren, die aber nicht bis zum Bildrand reichen sollten, sondern nur bis zum Goldenen Schnitt. Das wäre für mich perfekt.

Nun zur Bedienung, die für gute Ergebnisse im stressigen Alltag nicht unwichtig ist. In der Vergangenheit bevorzugte ich bei meinem alten System viele Schalter und Hebelchen, die mir volle Freiheit ließen. Aber: Hebel und Schalter kann man nicht programmieren! Wenn nur wenig Zeit zur Verfügung steht, gibt es für mich nichts besseres als einen Drehschalter, der alle gespeicherten Daten sofort auf die gewünschte Situation umstellt - genial gelöst bei der EOS 5DMK2, wie ich meine. Das geht viel schneller. 3 programmierbare Stellungen, die alles erfassen, Belichtungsart, Korrektur, Bildfolge, Weißabgleich, Style, Vorauslösung des Spiegels, Selbstauslöser, Highspeed-Blitzen, 2.ter Verschlussvorhang, etc. Also erstelle ich ein Programm für dunkle Räume, eines für Portraits, eines für schnelle Aktionen, etc.

Alle anderen Knöpfe haben Doppelfunktionen und lassen sich blind bedienen, das Auge bleibt am Sucher.
Besonders mag ich den Joystick, ist vielleicht eine Gewohnheit vom PC, jedenfalls ein praktisches Teil. Ebenso wie das große Daumenrad, das aufgrund seiner Größe ein feinfühligeres und schnellers Einstellen erlaubt.

Früher dachte ich, eine gute Kamera muss immer ein Stellrad vorne und eines hinten besitzen. Irrtum. Solange ich eine leichte Linse drauf hatte, mag das stimmen, aber sobald ich eine Kamera mit 2 Kg in der Hand halte, änderte sich meine Erfahrung. Die Kamera rutscht aufgrund ihres Eigengewichts nach unten, ich kralle das Ding also fester und versuche nun möglichst schnell mit dem Zeigefinger das vordere Stellrad bei meinem alten System zu bedienen - es machte keinen Spaß, der Finger rieb immer über den Mittelfinger und mit schneller Verstellung des zu tief angeordneten Stellrades lief da gar nichts. Wahrscheinlich hat Canon deshalb das vordere Einstellrad frei nach oben gesetzt - hier gibt es keine Reibung der Finger und die Belichtung, Blende, ASA etc. können so schnell durchgescrollt werden. Egal wie schwer die Kamera bestückt ist. Klasse.

Die Menüs sind übersichtlicher und kurz gehalten und natürlich wird jede letzte gewählte Position in jedem Menü gespeichert, während bei meinem alten System die Menüs länger als die Bildschirmanzeige waren, so dass in vielen Menüs gescrollt werden musste, was Zeit kostete und der Übersicht schadete.

Die EOS 5DMK2 hat ein anderes ISO-Automatik-Konzept, dass mir sehr gut gefällt und meine Arbeit besser unterstützt. Automatisch erkennt die Kamera das gewählte Objektiv und die Brennweite und jagt die ISO Zahl nur so hoch wie nötig, damit die Verwacklungsgefahr minimiert wird (Regel: 1/Brennweite sek. also z.B. bei einem 100mm Objektiv 1/100stel Sekunde). Während andere Systeme die Iso-Automatik viel zu schnell bis zu der vorgewählten ISO-Stufe hoch fahren und dann unnötig die Aufnahme verrauschen. Da habe ich mir oft genau diese Automatik gewünscht, die ich jetzt an der Canon 5DMK2 gefunden habe.

Für mich war auch die Video-Funktion sehr wichtig, weil ich zur Funktionsdarstellung einer Maschine kurze Sequenzen benötige. Genau die liefert mir die 5DMK2 sogar in einer Superqualität mit Ton und HDTV-Auflösung - wenn gleich die 5DMKII auch nicht als klassische Videokamera gehandelt werden kann (Beim Ton sollte man ein externes Mikrofon benutzen!).

Die Programmierung von Funktionstasten ist guter Stand der Technik.
Was ich aber besonders nützlich finde: Eigene Taste für PictureStyles, eigene Taste für Lifeview. Eigene Taste programmierbar für die Aufnahme von Movies.

Der Lifeview von Canon funktioniert sinnvoll und sehr gut. Mit meinem vorherigen System bin ich in Konzerten auf die Nase gefallen, weil der Lifeview so laut war, durch das Klappern des Spiegels.
Bei Canon werden für Spiegel und Verschluss die beiden Motoren so gesteuert, dass der ganze Auslösevorgang nahezu lautlos, bzw. sehr leise abläuft. Das ist sinnvoll und wirklich nützlich.

Der Akku hält sehr lange, 850 Bilder sind möglich, wenn ich kein IS-Objektiv einsetze.
Auch prima: Die Mattscheibe kann selber gewechselt werden, habe ich gleich gegen eine Gitterscheibe getauscht.
Im Sucher und am oberen Display wird alles gut sichtbar angezeigt, wie man es von einer Profi-Kamera gewohnt ist.

Was ist nicht toll?
Das Konzept bei der Rückschau der Bilder könnte verbessert werden, ich vermisse die Programmierung des Zoom-Faktors, so dass man gleich mit einem Klick auf den 10fachen Zoom schalten kann. Bei den PowerShot-Modellen bietet Canon eine bessere Methode an - die Kamera zeigen einen vergrößerten Ausschnitt im AUtoFokus-Punkt - das geht viel schneller!)
Auch hätte ich gerne etwas mehr Flexibilität bei der Leuchtdauer des oberen Displays, das schon nach ein paar Sekunden wieder erlöscht. Da ich viel in relativ dunklen Hallen fotografiere, ist das schon ärgerlich.

Mehr Nachteile kenne ich für mich nicht, aber sicher noch weitere Vorteile, wenn ich noch mehr Zeit hätte, könnte ich ein Buch schreiben.

Was mir auffiel: Während ich bei anderen Kameras zuerst 400 Seiten Anleitung lesen musste, um das volle Potential der Kamera zu erschließen - konnte ich bei der Canon EOS 5DMK2 gleich mit der Fotografie beginnen. Ich erwischte mich bei meinem alten System häufig dabei, dass ich mit der Kamera beschäftigt war, anstatt mit dem Motiv. Bei manchen Kameras versank ich in Menüs und spielte an Schaltern herum, während die Canon EOS 5DMK2 meine Aufmerksamkeit auf das Motiv fokussiert. Und genau darum geht es - um das Motiv des Augenblicks - nicht die Technik sollte im Vordergrund stehen, sondern das Bild.

Wer mit seiner Kamera so arbeiten kann, dass er/sie Fotos schießt, mit denen der Fotograf und der Betrachter zufrieden sind, der/die hat auch die richtige Kamera für sich gefunden. Die Kamera muss zum Arbeitsstil des Fotografen passen und da ist nun mal jeder individuell. Meine Meinung ist daher nur eine Momentaufnahme, die auf meinen augenblicklichen Kenntnissen, Erfahrungen und finanziellen Möglichkeiten und meinen Motiven und Anforderungen basiert.

Ich hoffe, möglichst umfassend die Pros und Cons hier aufgelistet zu haben, die aus meiner Sicht wichtig sind, und die Ihnen hoffentlich weiter geholfen haben.

Für mich war die EOS 5DMK2 samt den passenden Objektiven (wichtig!) heute die richtige Entscheidung.

Viel Spaß beim Fotografieren!
66 Kommentare| 412 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Januar 2017
Nachdem ich ca. zwei Jahre mit der Canon eos 700D (i.V.m. Canon EF 24-105 4.0L) fotografierte (M,AV,TV) habe ich mit der 5D mark ii gehofft den bezahlbaren Einstieg zum Vollformat zu schaffen.
Nachdem ich aber bei schlechterem Licht im Innenraum den Autofokus als langsam empfand (verglichen mit der scharfstellung bei meiner 700D) habe ich die Kamera wieder zurückgeschickt.

Ja, die Kamera wirkt hochwertig, liegt nochmal besser in der Hand als meine mittelklasse APS-C Kamera.
Ja die Bilder waren (sofern die Objekte / Personen lang genug still standen) etwas besser vom subj. Empfinden ( etwas knackiger, gezielterer Schärfebereich)
ABER: Die Scharstellung bei schwachem Licht war einfach zu langsam und würde mich nicht zufrieden stellen.
Schade, sonst fiel der Umstieg auf Grund der guten Bedienung nicht schwer.

Mehr Infos zu den Bildern kann ich nicht sagen, habe nach diesen Erfahrungen mit meinem "Test" aufgehört.

PS: Nein die Bilder waren nicht wegen zu langer Belichtungszeiten unscharf. Dies habe ich natürlich geprüft.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.
Alle 7 beantworteten Fragen anzeigen


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken

Gesponserte Links

  (Was ist das?)