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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
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am 24. August 2009
Die Mafia. Ein eingeschworener Haufen, zu dem man gehören will!! Hauptsächlich treiben sich sie diese Freunde pathetisch in Casinos und herrschaftlichen Villen rum. Alles dreht sich um die Ehre, um die Familie und um noble Kleidung. Natürlich auch um viel Geld, das aber immer im Stil von wahren Gentlemen "erworben" wird.
Ein schönes Hollywood-Märchen!

Was will denn jetzt dieser kleine Mafiafilm aus Italien von uns Zuschauern?
Will er uns etwa sagen, dass es Gegenden in Bella Italia gibt, in denen das organisierte Verbrechen aufgrund von extremer Armut tatsächlich DAS soziale & wirtschaftliche Netz ist, aus dem es kein Entrinnen gibt? Dass es nicht um Ehre oder edle Motive, sondern einfach nur um's schnelle Geld durch Drogen, Waffen und illegale Müllentsorgung geht? Dass "Die Familie" eher nebensächlich ist, man entweder zu dieser Gruppe oder jener gehört und niemand mehr so genau weiss, warum es diese Einteilung überhaupt gibt?

Ja, das will und macht dieser Film! Mit viel Rohheit und schonungsloser Brutalität. In einem fiktiven Doku-Stil, bei dem man immer das Gefühl hat, jemand hat seine Erlebnisse in Neapel mit der privaten Kamera festgehalten. Aber nicht, weil es so billig wirkt. Nein. Weil es so authentisch scheint. Man ist als Zuschauer mittendrin. Scheinbar durchschnittliche Typen bei ihrer normalen Arbeit, die aber alles andere als normal ist. Ein Buchhalter, ein Schneider, ein Entsorgungsvermittler. Man begleitet sie und noch jede Menge anderer Leute bei ihrer Tätigkeit und Funktion im organisierten Netz und bekommt dabei den ein oder anderer Blick hinter die Kulissen, der sehr oft mehr erschreckend als überraschend ist. Ganz besonders hat mir der Blickwinkel auf die beiden erfolglosen Jugendlichen Ciro & Marco gefallen, die dazugehören wollen, aber es sich ständig selbst verbauen.

Doch wie verhält es sich nun mit der Mafia in Italien? Ist es so, wie hier gezeigt? Ein paar italienische Freunde bestätigen diese Sicht, andere meinen, dass es "etwas übertrieben" sei. Egal wie es nun ist. Realistischer war für mich bisher kein anderer Film über das Syndikat.
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am 27. Oktober 2008
...lässt alles in diesem Genre bisher Dagewesene in einem neuen Licht erscheinen. Nach "Gomorrha" wirken Filme wie "Goodfellas", "Casino" und, ja, auch "Der Pate" wie schale, nicht mehr ernstzunehmende Gangsterklamotten ohne den geringsten Anspruch auf Authentizität. Wo Coppola und Scorsese sich dem Sujet auf massentauglich frisierte, manchmal offen bewundernde und zum Teil auch glorifizierende Weise nähern, konterkariert Garrone die Erwartungen seiner Zuschauer diesbezüglich wo er nur kann.

"Gomorrha", inhaltlich orientiert an Savianos gleichnamigem Buch, zeichnet ein kaltes, düsteres und zutiefst pessimistisches Bild von der Ist-Situation im Umland von Neapel. Garrones Bilder sind groß, schwer und langsam, ohne dabei aber auch nur ansatzweise pathetisch zu sein. Ganz im Gegenteil schafft sein Film es auf geradezu meisterliche Art, die verlotterte Suburbia der kampanischen Metropole mit der seelischen Verrohung und Verwüstung seiner Protagonisten in Gleichklang zu bringen. Die Entscheidung für zahlreiche Laiendarsteller und einen Dreh direkt vor Ort in Scampia erweisen sich für den Film als äußerst gewinnbringend. Ein weiterer Pluspunkt ist mit Sicherheit der vollständige Verzicht auf Erklärungen welcher Art auch immer - Garrones Darstellung des mafiösen Systems ist und bleibt ein Anriss, will und kann auch gar nicht mehr sein. Und, sie ist nicht zuletzt ein Stimmungsbild, in dem sich alles um Gier und Angst (und die Methoden zu deren Verdrängung) dreht. Dabei bleibt "Gomorrha" die meiste Zeit auf die kleinsten Rädchen im Getriebe fokussiert, die höheren Befehlsebenen der Organisation werden nahezu vollständig ausgeklammert.

Es bliebe noch viel zu sagen über diesen Film, der wohl einer der besten ist, den das italienische Kino seit Jahren hervorgebracht hat. Bleibenden Eindruck hinterlässt das Schlussbild, das wie ein zynischer Kommentar auf die Endsequenz eines anderen italienischen Kinomonolithen wirkt, nämlich Fellinis "La Dolce Vita". Wo Marcello Mastroianni anno 1960 am weiten Strand noch einer giggelnden Partygesellschaft hinterherläuft, stolzieren 2008 alte Männer mit gezückten Pistolen über den Sand, während ein Bagger die Toten abtransportiert. Radikaler kann man einen Mythos nun wirklich nicht entzaubern.
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am 5. November 2009
Ein zyklisch fließendes System aus Geld und Blut diktiert das Dasein in der von hoher Arbeitslosigkeit und Armut geprägten neapolitanischen Scampia. Auf engstem Raum in Ghettos in einer Art Parallelgesellschaft zusammengerottet, infiltriert die Camorra das Leben der Menschen, die schon mit der Geburt in diese ohne einen Funken Menschlichkeit gezeichneten kalten Welt über alimentierende Geldzahlungen am Tropf des organisierten Verbrechens hängen und in ihrer Not nach jedem Strohhalm greifen. Clans, Kinderbanden, Grundstücksspekulanten, illegale Waffenarsenale, kriminelle chinesische Immigranten und korrupte Müllentsorgungsfirmen bestimmen den Alltag der Bevölkerung und hindern die Gesellschaft daran, auf legalem Wege zu funktionieren.

Vorbei sind die Zeiten von Coppolas Don Corleone, der im schwarzen Anzug dermaßen beeindruckend elegant wirkte, dass selbst echte Paten so sein wollten wie die Filmfigur. Regisseur Matteo Garrone versucht mit Gomorrha ein möglichst realistisches Bild des Antlitzes der neapolitanischen Mafia zu zeichnen. Der Film, der auf dem sauber recherchierten Buch des unter Polizeischutz lebenden Journalisten Roberto Saviano basiert, besitzt dabei eine sehr authentische Wirkung: Als Zuschauer nimmt man teil am Abstieg in dieses Betonlabyrinth aus Katakomben und Geheimgängen, in dem die Häßlichkeit der kriminellen Energie allgegenwärtig ist. Nervöse Steadycam-Einstellungen fahren oftmals wie wirre Blicke jedes einzelne Detail der Sets in sehr erratischen Nahaufnahmen ab, was dem Zuschauer das Gefühl gibt, direkt im Gemenge dabei zu stehen und Teil der Handlung zu sein. Als Kulissen dienen runtergekommene und verfallene Originalschauplätze Neapels, an denen offensichtlich nichts kaschiert wurde. Das Cast setzt sich aus vielen Laiendarstellern zusammen, was die Authentizität des Films noch mal verstärkt. Und auch die Handlung fügt sich mit ihren fragmentierten Strängen, die unterschiedliche Segmente dieses brodelnden Mikrokosmos wild hin und her springend abgrasen, in das mosaikartig zusammengesetzte Bild des Films ein. Gewalt wird nicht stilisiert oder ästhetisiert wie etwa bei Tarantino, sondern in ihrer nüchternen brutalen Reinform dargestellt. Patriacharlische Protagonisten gibt es eigentlich nicht, es sind die vielen kleinen Fische und ihr soziales Umfeld, die in Gomorrha in den Vordergrund geschoben werden. Alles wirkt ein wenig anarchisch und unhierarchisch miteinander vernetzt. Insgesamt wird ein fast schon vor der kompromisslosen Macht der Camorra resignierendes Bild gezeichnet, worin selbst das kleinste Potenzial an Humanität zerstört wird. Denn der Film schafft letztendlich auch den Brückenschlag aus der Scampia heraus in Richtung globalen Kontext. So sieht ein für die Camorra arbeitender Schneider einen Fernsehausschnitt mit Scarlett Johansson, die in einem Kleid eines italienischen Topdesigners über den roten Teppich läuft, das ursprünglich aus von ihm gefertigter Ware erstellt wurde. Und auch an der Wiedererrichtung des World Trade Centers in New York ist die Camorra mit großen Summen beteiligt. Von seiner authentischen Machart her erinnert Gomorrha stark an Inarritus "Babel".

Die Extras der DVD fallen mit 19 Minuten gespeist aus Hintergrundinformationen, Trailern und einer Story rund um den Jungen Toto etwas mager aus. Die Tonspur liegt in Deutsch und Italienisch in Dolby Digital 5.1 vor. Das Bildformat ist 2,35:1!
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am 24. Mai 2015
... aber auch der Film ist sehr gut gemacht.
Ich vermiese einiges vom Buch, aber es würde den Film wegen der länge sprengen.
Da ich das Buch vor vielen Jahren schon gelesen habe und jetzt erst den Film gesehen, dass tut der Spannung keinen Abbruch.
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am 3. Oktober 2008
Eins mal vor weg, dieser Film will kein spannender Thriller oder Krimi sein. Man kann ihn mehr als Dokumentarfilm sehen. Filme wie der Pate, Good Fellas usw. sind tolle aber eine ganz andere Art von Filmen. Da hat man ja sogar oft Sympathien für den Mafioso, aber in diesen Film ist das nicht so. Im Gegenteil.
Auf jeden Fall ist der Film gelungen, die schrecklichen Seiten Neapels werden sehr gut rübergebracht und wirken sehr authentisch.
Und eins ist ja auch klar, der Film auf deutsch (obwohl die Synchro gut ist) kann man natürlich nicht mit dem original breiten neapolitanisch gesprochenen Film vergleichen. Also von mir kriegt er 5 Sterne und empfehle es jedem weiter.
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am 3. März 2012
Ciao... Gomorrha... ein super Film, der absolut real und super produziert wurde!

Ein Mafia-Film der italienischen Art, also ein guter, da mir die amerikanischen Mafia-Filme nicht gefallen.

Ein Film, den man sich anschauen MUSS!

5* von mir!
Saluti
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am 30. Juni 2013
Ich habe das Buch gelesen und war daher vom Film ein wenig enttäuscht.
Ich kenne Neapel und die umliegenden Ortschaften sehr gut und habe doch manches wieder erkannt.
Zur Lieferung kann ich nur sagen, dass alles gut geklappt hat. Bei Gelegenheit gerne wieder.
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am 30. November 2015
Wurde von der TV Serie angefixed - leider ist der Film nur halb so gut. Ok aber nicht wirklich toll - sehr wirres Drehbuch - auch nicht die besten Schauspieler.

Die TV Serie ist super - unbedingt anschauen !
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am 1. Mai 2009
Yep, der 1968 in Rom geborene Matteo Garrone ist ein außergewöhnlicher Regisseur und Drehbuchautor. Vier Jahre nach seinem feinen Bulimie-Schocker "Primo Amore" (der hierzulande übrigens noch immer auf seine Veröffentlichung wartet und bislang nur in Italien auf DVD - zum Glück mit englischen Untertiteln - erschien) konfrontiert uns der Maestro mit einem Mafia-Streifen der besonderen Art.

Einen charmanten Don Corleone ("Der Pate") suchen wir hier genauso vergeblich, wie einen smarten Tony Soprano aus der gleichnamigen TV-Serie "The Sopranos", einen windigen Henry Hill (aus "Goodfellas") oder einen toughen Tony Montano (aus "Scarface").

Stattdessen konfrontiert uns Garrone mit einer skrupellosen Verbrecherorganisation, wie wir sie hierzulande vor rund zwei Jahren in Duisburg erleben durften. Damals sorgte ein gewisser Giovanni Strangio für ein furchtbares Blutbad, als er kaltblütig sechs seiner Landsleute zur Strecke brachte.

"Gomorrha" erzählt demnach nicht die verklärte Geschichte eines emigrierten Sizilianers, der im Land der unbegrenzten Möglichkeiten (mit unlauteren Mitteln) den amerikanischen Traum lebt. Garrone geht es mit seinem Film vielmehr darum, die Camorra und ihr rücksichtloses Treiben bloßzustellen, ja, sie öffentlich abzuwatschen.

"Gomorrha" funktioniert vor allem deshalb so gut, weil der Streifen aufgrund seiner stringenten und völlig unsentimentalen Machart an einen exzellent recherchierten Dokumentarfilm erinnert - und das hat seine Gründe. Schließlich basiert "Gamorrha" auf Roberto Savianos gleichnamigem Bestseller, der nicht nur einige Mafia-Größen aus Neapel hinter Gittern brachte, sondern dieser Special Edition auch noch als Taschenbuch beiliegt.

Auf den Punkt gebracht: Value For Money - Danke hierfür!
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am 22. November 2011
Die Vorlage von Roberto Saviano belegt, dass er sehr genau recherchiert haben muss. So kommt es, dass der Film von Matteo Garrone eine Fülle von Informationen verarbeitet, über die nur ein echter Insider verfügt. Trotz der Distanz zum Geschehen - bisweilen kommt der Film fast dokumentarisch daher - ist es spannende Unterhaltung. Mehrere Handlungsstränge verlaufen neben einander her und bieten unterschiedliche Aspekte der 'Ehrenwerten Gesellschaft'. Der Aktionsradius reicht von der Nachbarschaftshilfe bis zum ganz großen Geschäft mit der Müllentsorgung. Es werden Geschäfte im Nadelstreifen mit Behörden gemacht und ein blutiger Bandenkrieg geführt.
Erschreckend ist nicht die Tatsache, dass jeder, der dazu gehört, ständig mit einem Bein im Grab steht, sondern es ist die tödliche Freundlichkeit, die an den Tag gelegt wird. Es wird ohne innere Anteilnahme oder mit einem Lächeln im Gesicht gemordet. Unvorhersehbar und in gnadenloser Konsequenz. Es gibt Anzeichen dafür, dass sich die Zeiten geändert haben, brutaler und unberechenbarer und vor allem viel komplexer geworden sind. Vorbei sind sie noch lange nicht.
Es wird auf Theatralik weitgehend verzichtet. Lediglich ein Schocker am Anfang und einer am Ende machen da eine Ausnahme. Informativ und spannend. Ein etwas anderer Mafia-Film.
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