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Kundenrezensionen

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TOP 1000 REZENSENTam 14. November 2009
"Gomorrha - Vor der Mafia gibt es kein Entrinnen" ist ein wie ein Dokumentarfilm wirkendes Movie des Regisseurs Matteo Garrone. Nach dem gleichnamigen Roman von Roberto Saviano zeigt der Film die Präsenz der Camorra.
Der Film spielt in Neapel und der Region Kampanien. Im Brennpunkt-Viertel Scampia liefern sich die Clans der Scissionisti die Secondigliano und der Clan Di Laura seit Jahren eine Fehde. Das Leben der einfachen und sozial schwach gestellten Menschen wird dominiert durch die Clans, die Macht und Geld mit Blut verteidigen. Die einfachen Leute lernen mit der Dominanz zu leben und müssen sich irgendwann "positionieren", obwohl sie keine grossen Vorteile davon haben.
Zunächst fiel mir als Zuschauer die Orientierung in "Gomorrha" angesichts von 5 losen miteinander verknüften Geschichten und der unzähligen Nebenfiguren etwas schwer.
Je mehr man aber Einblick in diese bis zu 14 Stockwerke hohen kalten und ruinenartigen Wohnanlagen bekommt, desto fesselnder wird der Film. Mit Kriminalität halten sich die Familien über Wasser und rollen brav Heroinpäckchen für die Organisation, die im Film nie genannt wird.
Eine fremde und gewalttätige Welt die sich hier in den 5 Episoden auftut. Der Film zeigt sie in besonders roher Form. Dabei darf man aber kein geschlossenes Werk wie die grossen Mafia-Epen "Der Pate" oder "Good Fellas" erwarten, die vor allem die Grossen des Imperiums skizziert - hier sind es ausschliesslich die kleinen auswegslosen Schicksale:
Toto:
Der 13 Jährige Toto (Salvatore Abruzzese)lebt mit seiner Mutter in Scampia, sein Vater sitzt im Knast. Die Familie wird von Di Laura Clan deswegen unterstützt - bei einer Drogenrazzia macht er einen entscheidenden Schritt..
Don Chiro und Maria:
Don Chiro (Gianfelice Imparato) wohnt im gleichen Block, er ist der Buchhalter der Mafia. Im Block macht er seine Runden und zahlt loyalen Mitgliedern des Clans, die für die Grossen ins Gefängnis gegangen sind, mickrige Gelder aus. Hausfrau Maria (Maria Nazionale), die auch dort wohnt, bringt sich durch den Sohn, der die Seiten wechseln möchte, in Gefahr...
Marco und Ciro:
Zwei Jugendliche (Marco Macor/Chiro Bretone), die vor allem zuviel "Scarface" von de Palma geguckt haben. Mit krimineller Energie und massloser Selbstüberschätzung planen sie in dilettantischer Manier "Bosse" des Viertels zu werden...
Pasquale:
Er (Salvatore Cantalupo) ist von Beruf Schneider für die Haute Couture und kreatives, unterbezahltes Genie seines Unternehmens. Deshalb arbeitet er "schwarz" für die Chinesen, aber dies muss geheim bleiben...
Franco und Roberto:
Franco (Toni Servillo) ist ein schreckliches Beispiel eines Globalplayers, denn er ist als Vermittler unternehmerisch auf dem Gebiet der Entsorgung von giftigen Abfällen tätig. Einem Konzern bietet er die Entsorgung ihrer Abfälle zu halbierten Kosten und mit den benötigten offiziellen Zertifizierungen für die Ämter an. Dabei schafft er Arbeitsplätze für die arme Region, indem er illegale Deponien in Kampanien schafft. Sein Assistent Roberto (Carmine Padernoster) begleitet ihn bei seinen Deals mit armen Bauern, die aufgrund der Armut, ihr Land zum Lagern des Gifts zur Verfügung stellen...
"Gomorrha" wurde mehrfach ausgezeichnet und brachte das Filmland Italien nach einer etwas längeren Durststrecke wieder in preisgekrönte Regionen.
Der Flm gewann den Felix als "Bester Film des Jahres" und ist eine Empfehlung für Freunde starken Kinos mit sozialem Anspruch.
Mehr und mehr entfaltet der Film einen Sog, der nicht mehr loslässt und seine Anerkennung bei der Kritik auf alle Fälle voll verdient.
Ein packendes realistisches europäisches Filmhighlight....
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am 27. Oktober 2008
...lässt alles in diesem Genre bisher Dagewesene in einem neuen Licht erscheinen. Nach "Gomorrha" wirken Filme wie "Goodfellas", "Casino" und, ja, auch "Der Pate" wie schale, nicht mehr ernstzunehmende Gangsterklamotten ohne den geringsten Anspruch auf Authentizität. Wo Coppola und Scorsese sich dem Sujet auf massentauglich frisierte, manchmal offen bewundernde und zum Teil auch glorifizierende Weise nähern, konterkariert Garrone die Erwartungen seiner Zuschauer diesbezüglich wo er nur kann.

"Gomorrha", inhaltlich orientiert an Savianos gleichnamigem Buch, zeichnet ein kaltes, düsteres und zutiefst pessimistisches Bild von der Ist-Situation im Umland von Neapel. Garrones Bilder sind groß, schwer und langsam, ohne dabei aber auch nur ansatzweise pathetisch zu sein. Ganz im Gegenteil schafft sein Film es auf geradezu meisterliche Art, die verlotterte Suburbia der kampanischen Metropole mit der seelischen Verrohung und Verwüstung seiner Protagonisten in Gleichklang zu bringen. Die Entscheidung für zahlreiche Laiendarsteller und einen Dreh direkt vor Ort in Scampia erweisen sich für den Film als äußerst gewinnbringend. Ein weiterer Pluspunkt ist mit Sicherheit der vollständige Verzicht auf Erklärungen welcher Art auch immer - Garrones Darstellung des mafiösen Systems ist und bleibt ein Anriss, will und kann auch gar nicht mehr sein. Und, sie ist nicht zuletzt ein Stimmungsbild, in dem sich alles um Gier und Angst (und die Methoden zu deren Verdrängung) dreht. Dabei bleibt "Gomorrha" die meiste Zeit auf die kleinsten Rädchen im Getriebe fokussiert, die höheren Befehlsebenen der Organisation werden nahezu vollständig ausgeklammert.

Es bliebe noch viel zu sagen über diesen Film, der wohl einer der besten ist, den das italienische Kino seit Jahren hervorgebracht hat. Bleibenden Eindruck hinterlässt das Schlussbild, das wie ein zynischer Kommentar auf die Endsequenz eines anderen italienischen Kinomonolithen wirkt, nämlich Fellinis "La Dolce Vita". Wo Marcello Mastroianni anno 1960 am weiten Strand noch einer giggelnden Partygesellschaft hinterherläuft, stolzieren 2008 alte Männer mit gezückten Pistolen über den Sand, während ein Bagger die Toten abtransportiert. Radikaler kann man einen Mythos nun wirklich nicht entzaubern.
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am 1. Mai 2009
Yep, der 1968 in Rom geborene Matteo Garrone ist ein außergewöhnlicher Regisseur und Drehbuchautor. Vier Jahre nach seinem feinen Bulimie-Schocker "Primo Amore" (der hierzulande übrigens noch immer auf seine Veröffentlichung wartet und bislang nur in Italien auf DVD - zum Glück mit englischen Untertiteln - erschien) konfrontiert uns der Maestro mit einem Mafia-Streifen der besonderen Art.

Einen charmanten Don Corleone ("Der Pate") suchen wir hier genauso vergeblich, wie einen smarten Tony Soprano aus der gleichnamigen TV-Serie "The Sopranos", einen windigen Henry Hill (aus "Goodfellas") oder einen toughen Tony Montano (aus "Scarface").

Stattdessen konfrontiert uns Garrone mit einer skrupellosen Verbrecherorganisation, wie wir sie hierzulande vor rund zwei Jahren in Duisburg erleben durften. Damals sorgte ein gewisser Giovanni Strangio für ein furchtbares Blutbad, als er kaltblütig sechs seiner Landsleute zur Strecke brachte.

"Gomorrha" erzählt demnach nicht die verklärte Geschichte eines emigrierten Sizilianers, der im Land der unbegrenzten Möglichkeiten (mit unlauteren Mitteln) den amerikanischen Traum lebt. Garrone geht es mit seinem Film vielmehr darum, die Camorra und ihr rücksichtloses Treiben bloßzustellen, ja, sie öffentlich abzuwatschen.

"Gomorrha" funktioniert vor allem deshalb so gut, weil der Streifen aufgrund seiner stringenten und völlig unsentimentalen Machart an einen exzellent recherchierten Dokumentarfilm erinnert - und das hat seine Gründe. Schließlich basiert "Gamorrha" auf Roberto Savianos gleichnamigem Bestseller, der nicht nur einige Mafia-Größen aus Neapel hinter Gittern brachte, sondern dieser Special Edition auch noch als Taschenbuch beiliegt.

Auf den Punkt gebracht: Value For Money - Danke hierfür!
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am 5. Februar 2017
Who doesn't like a good mafia movie? The smart guys, the honour, the money... Well if you are looking for your typical Godfather/de Niro type mafia movie don't watch this. If you want something close to what real mafia life probably looks like, in Naples, then watch this. In short: a gigantic rundown apartment complex, kids wanting to be like Tony Montana, smarmy guys finding ways of dispensing toxic waste, and good people caught in the midst of corruption. That's today's mafia life. Only thing that's the same is zero loyalty and many die in the end.
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am 3. November 2011
Die traurige, bittere Realität für viele Italiener. Unsere EU-Bündnispartner ! Wir sollten dringend unsere Politiker ermahnen. Sehr überzeugende Bilder und Darstellung. Die Banalität des Bösen und Unmenschlichen ; für Reichtum und Profit wird über Leichen gegangen. Das ist allerdings überhaupt nicht neu.
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am 3. März 2012
Ciao... Gomorrha... ein super Film, der absolut real und super produziert wurde!

Ein Mafia-Film der italienischen Art, also ein guter, da mir die amerikanischen Mafia-Filme nicht gefallen.

Ein Film, den man sich anschauen MUSS!

5* von mir!
Saluti
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am 30. Juni 2013
Ich habe das Buch gelesen und war daher vom Film ein wenig enttäuscht.
Ich kenne Neapel und die umliegenden Ortschaften sehr gut und habe doch manches wieder erkannt.
Zur Lieferung kann ich nur sagen, dass alles gut geklappt hat. Bei Gelegenheit gerne wieder.
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am 24. Mai 2015
... aber auch der Film ist sehr gut gemacht.
Ich vermiese einiges vom Buch, aber es würde den Film wegen der länge sprengen.
Da ich das Buch vor vielen Jahren schon gelesen habe und jetzt erst den Film gesehen, dass tut der Spannung keinen Abbruch.
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am 6. September 2016
Ein guter Einblick in die Machenschaften der Camorra! Allerdings auch ein sehr anspruchsvoller Film im Vergleich zu Hollywood Produktionen. Auf jeden Fall sehenswert!
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am 25. Juli 2011
Viele der Rezensionen monieren, dass der Film langweilig sei und so gar nicht den tollen Mafiafilmen entsprechen die man so kennt (Good Fellas, der Pate, etc.) das liegt aber auch daran, dass eben dieser Film eher eine Dokumentation ist.
Zwar nicht so wie man sich eine Dokumentation vorstellt, hier wird oft von einer Situation in die andere gesprungen -also auf dem ersten Blick kein logisches aufeinanderfolgen- und dazu kommt einem das ganze evtl. auch etwas langweilig und anstrengend vor, aber ich denke das die Mafia sehr gut getroffen worden ist.

Es ist nunmal kein Film der die Miafa verherrlicht sondern diese ungeschönt zeigt. Der Film zeigt warum die Leute beitreten und wie es wohl in der Tat abläuft.
Welche Geschäfte im Hintergrund laufen und wie die Regierung darin verwickelt ist. Teilweise auch recht unspektakulär aber so ist das eben nunmal.

Ich war anfangs auch etwas überrascht und enttäucht aber als ich den Film ganz gesehen habe hat er für mich auch einen Sinn gemacht.

Gerade weil er auch die ungeschönte Realität zeigt.
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