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Die Ursprünge von "American Gangster" gehen bis auf 2000 zurück, als sich Filmproduzent Brian Grazer die Rechte für den im New York Magazine erschienenen Artikel "The Return of Superfly" von Journalist Mark Jacobson sicherte. Dieser Bericht befasste sich mit einer der schillerndsten und berüchtigsten Figuren des organisierten Verbrechens in der Geschichte der Vereinigten Staaten, Frank Lucas, der in den 60ern und 70ern von Harlem aus operierte und ungeschnittenes Heroin, das er direkt von der Quelle in Vietnam bezog, auf der Straße verbreitete. Diverse Regisseure (darunter Brian De Palma, Antoine Fuqua und Terry George) kamen und gingen bei diesem Projekt und es wurden viele Millionen ausgegeben, bis die Dreharbeiten schließlich 2006 unter der Führung von Regie-Legende Ridley Scott begannen.

Der Hype um das sehr ambitionierte 100-Millionen-Dollar-Projekt war groß, denn das Gangsterfilm-Genre hat in den USA ohne Zweifel große Tradition und mit einer Crew um die Hauptdarsteller Denzel Washington und Russell Crowe und Regisseur Ridley Scott erwartete man nichts anderes als einen modernen Klassiker und Oscar-Anwärter. Der Film entwickelte sich in der Tat zum enormen finanziellen Erfolg, doch trotz weitestgehendem Kritiker-Lob blieben die ganz großen Auszeichnungen aus.

Doch "American Gangster" ist in der Tat ein großer, komplexer und anspruchsvoller Film, der, so kann man es spätestens nach drei Jahren seit seiner Veröffentlichung festhalten, etwas Eigenständiges darstellt und nicht die Formel anderer erfolgreicher Filme kopiert. Wie so häufig scheitert der Film bei manchen aufgrund falscher Erwartungshaltung, denn "American Gangster" ist trotz gewisser Parallelen kein schwarzer "Scarface", "Goodfellas" oder "Der Pate". Es handelt sich nur indirekt um einen Gangsterfilm, da mindestens genauso viel Zeit dem Erzählstrang von Russell Crowes Charakter gewidmet wird, der den aufrichtigen Polizist und zukünftigen Anwalt Richie Roberts spielt. Roberts war derjenige, der das Sonderkommando anführte, das den Drogenhandel in New Jersey stoppen sollte und dabei auf den neuen "Big Player" Lucas stieß, den er schließlich auch hochnahm.

"American Gangster" hat mit 150 Minuten (bzw. 168 Minuten bei der Extended Fassung) eine epische Laufzeit und erfordert aufgrund komplexer Zusammenhänge und vieler Charaktere viel Aufmerksamkeit. In Steven Zaillians Drehbuch hat jede Figur eine Bestimmung und klare Motivationen, wodurch der Film trotz recht langsamem, aber intensivem Tempo und einem Mangel an großen Action-Szenen stets packend und unterhaltsam ist. Es handelt sich also mehr um einen charakterbezogenen und realistischen Film, der von vielen faszinierenden Momenten durchzogen ist und durch fantastische Darstellerleistungen lebendig wird.

Scott lässt das New York der 60er, bzw. 70er Jahre mit Hilfe des grandiosen Kameramannes Harris Savides und Production Designer Arthur Max (der für seine Arbeit mit einer Oscar-Nominierung bedacht wurde) in ungemein großer Plastizität und Authentizität aufleben, wodurch man die Straße regelrecht zu schmecken glaubt. Jedes Detail scheint, für Scott-Verhältnisse nicht anders zu erwarten, perfekt und gibt dem Film einen herausragend realistischen Ton, der durch Marc Streitenfelds brillanten pulsierenden Score und viele tolle Songs der Ära grandios akzentuiert wird.

Doch die Filmemacher nahmen sich in der Erzählung der Geschichte große erzählerische Freiräume, wodurch der Film sich oft weit von der Realität entfernt. Man kann durchaus kritisieren, dass der Charakter des Frank Lucas gewissermaßen glorifiziert wird, denn dieser galt als absolut skrupel- und völlig rücksichtsloser brutaler Widerling und Geschäftsmann, der nicht mal lesen und schreiben konnte. Washington spielt ihn wie gewohnt herausragend mit einer glatten, charmanten und belesenen Oberfläche, unter der durchaus oft die benannte Rücksichtslosigkeit aufflackert, wodurch manche Szenen regelrecht elektrisch aufgeladen zu sein scheinen.
Zu Richie Roberts Charakter, den Russell Crowe brillant verkörpert, wurden ebenfalls einige Details ergänzt: Der ganze Sorgrechtsfall, der im Film dargestellt wird, ist reine Fiktion, da Roberts gar keine Kinder hatte. An solchen Details kann man sich stören, wenn man davon Bescheid weiß, muss man aber auch nicht. Was etwas bitter aufstößt, ist aber die Glorifizierung von Lucas, wodurch der Film am Ende, vielleicht sogar absichtlich, moralisch fragwürdig erscheint.

Besonders stark in Erscheinung tritt Josh Brolins Charakter Detective Trupo, ein unglaublich schmieriger und korrupter Drogencop, der durch Brolins geniale Performance bei jedem Erscheinen eine elektrisierende, einschüchternde Präsenz erzeugt. Herausragend ist auch Veteranin Ruby Dee, die für ihre Rolle als Mama Lucas eine Oscar-Nominierung erhielt und das gute Gewissen des Films darstellt. Der Film ist durch die Bank super besetzt, wo zusätzlich Cuba Godding Jr.s kurzer Auftritt besonders positiv ins Auge fällt.

"American Gangster" ist ein stark und intelligent erzählter, herausragend gespielter und inszenierter Film, der zudem interessante moralische Fragen über Gier und Korruption aufwirft und vielleicht bald auch Klassiker-Staus genießen darf.

Die Extended Fassung ist durchaus einen Blick wert, wobei bei manchen Szenen recht deutlich ist, warum sie nicht in der ursprünglichen Fassung endeten. Besonders der Epilog wirkt angetackert, denn das Original-Ende ist deutlich kraftvoller, da es dem Zuschauer in einer Einstellung schon alles sagte. Das Bonusmaterial ist sehr überzeugend und gibt einem einen sehr detaillierten Blick auf die Produktion.
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am 17. Juli 2016
Frank Lucas (Oscarpreisträger Denzel Washington) möchte reich werden und hat eine Idee. Mit Hilfe von korrupten Militärangehörigen importiert er unverschnittenen Stoff (Heroin) aus Vietnam nach USA. Und der Plan geht auf - das Geschäft entwickelt sich zum Hit: Unverschnittenes Heroin zu Billigpreisen - da greift man in Harlem gern zu. Mit striktem "Ehrenkodex" und gerissener Machttaktik steigt Frank Lucas bis an die Spitze der Rauschgifthändler auf - nicht einmal die Top_Mafiosi können ihm das Wasser reichen. Auf der anderen Seite haben wir Richie Roberts (Oscarpreisträger Russell Crowe), Leiter einer Spezialabteilung der New Yorker Polizei, der mit allen Mitteln versucht, Lucas` Imperium zum Einsturz zu bringen. In der Zeit während des Vietnam-Krieges ist die New Yorker Polizei alles andere als eine korruptionsresistente Ordnungsmacht. Detektiv Trupo (Josh Brolin) ist korrupt bis in die Knochen - dennoch leitet auch er eine Spezialeinheit zur Rauschgiftbekämpfung und nimmt gern Schwarzgeld an. Richie Roberts hat den besseren Draht zu seinen Vorgesetzten in der New Yorker Polizeispitze. Die Handlung des Films wird mit unglaublicher Brutalität erzählt - ein Menschenleben zählt nichts. Regisseur Ridley Scott erzählt in diesem Film von 2007 authentisch und realitätsnah die Story der New Yorker Rauschgiftszene. Als der Vietnamkrieg zu Ende geht, bleibt der Nachschub plötzlich aus und es kommt in der Folge zu einem mitreißenden Showdown der Hauptprotagonisten. Die DVD enthält 2 Versionen des Films: eine Kinofassung und eine um 18 Minuten verlängerte Version mit zusätzlichen Szenen, die im Kino nicht zu sehen waren, sowie einem alternativen Ende. Diese Rezension bezieht sich auf die Kinoversion. Das Bild (Farbe) ist Widescreen 1.85:1, der Ton ist Dolby Digital 5.1. Sprachen Deutsch, Englisch, Türkisch. Als Extras gibt es einen Audiokommentar von Regisseur Ridley Scott und Drehbuchautor Steven Zaillian.
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am 1. April 2016
Russell Crowe als kaugummikauender Chiefinspector, der nur ein Ziel hat, den Drogenboss, gespielt von Denzel Washington, zu jagen. Washington fühlt sich zunächst sicher, sieht er doch keine Gefahr in dem trottelig wirkdenden Crowe. Dieser bleibt aber hartnäckig und kennt nur ein Ziel: den Drogengangster dingfest zu machen, dem schließlich sein prolliger Pelzmantel zum Verhängnis wird. Grandios!
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am 20. Februar 2016
Das ist kein Baller-Gangsta-Film für Rambo-Freunde, sondern ein Polit-Thriller, der die Zusammenhänge des Heroinhandels und des Vietnamkrieges aus der Sicht eines Sonderbeauftragten der Staatsanwalt von New Jersey und im Gegenschnitt aus der Sicht eines schwarzen Jungen, der zum Großdealer avancierte, aufzeigt. Leider absolute historische Begebenheit. Insbesondere da er die Verstrickungen des US-Militärs als wohl der New Yorker Polizei zur Sprache bringt. Was anklingt, aber nicht zur Sprache kommt: Es war von einigen entscheidenden US-Machthabern nicht nur geduldet, sondern gewollt: Sie nannten das - den Heroinhandel aus Laos meist importiert und dann in die aufbegehrende gegen den Krieg demonstrierende Jugendszene gepusht - "die zweite Front". Doch dieser Aspekt spielt im Film nur am Rande eine Rolle.

Washington und Crowe spielen unprätentiös hervorragend, fast bedrohlich authentisch. Keine Sekunde langweilig. Ridley Scott (den meisten als Regisseur von Alien bekannt) gibt hier ein weiteres Meisterwerk ab.
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am 25. Februar 2012
Der Film ist ein muss für Liebhaber der Gangsterfilme.Was ich berichten wollte da hier gesagt wurde die Extended Version sei nur auf English verfügbar,das stimmt nicht ganz.Man kann im Menü zwischen der Kinoversion ca 150 Minuten und der Extended Version ca 168 Minuten wählen.Bei der Extended Version sind die Abschnitte die in der Kinoversion fehlen auf Englisch mit deutschen Untertiteln.Also kann es ab und an passieren das Englisch gesprochen wird(aber mit Untertiteln!)aber ca 90 Prozent sind auf deutsch.
Ich rede hier von der 2 Disc Variante in der Metallbox(um keine Verwirrung zu stiften,weil hier die 1 Disc und 2 Disc Rezensionen vermischt sind).Ich hoffe ich konnte interessierten Leuten damit helfen :D
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TOP 500 REZENSENTam 26. März 2015
Sehr schöner und packender Gangsterfilm. Sowohl Russell Crowe als Cop wie auch Denzel Washington als Gangster glänzen in ihren Rollen. Ich will hier nicht groß Spoilern also halte ich mich kurz. Der Film hat durchgehend eine dunkle Stimmung, man kann sich gut in die Zeit sowie den Personen versetzen. Kaum eine Aussicht gibt es für Leute die in diesen Vierteln wohnen. Es herrscht Korruption und Kriminalität am laufenden Band, Cops mischen kräftig mit in den Geschäften der Gangsterbanden und untereinander herrscht ein Machtkampf im Drogengeschäft. Die Story zieht sich sehr gut und verständlich durch diese Geschichte, welche auf einer wahren Begebenheit beruht. Mich hat der Film von Anfang an gefesselt. Die Qualität der Blu Ray in Sachen Ton und Bild ist in Ordnung, eine deutliche Erweiterung der Version auf DVD. Für mich eine absolute Bereicherung als Fan von Mafia und Gangsterfilmen. Einzige Minus ist das die verlängerte Fassung als Extended Version nur auf englischer Sprache zur Verfügung steht, jedoch sind deutsche Untertitel dabei. Dies passt aber nicht gut wenn man sich den Film erst auf deutsch angeschaut hat und dann unterbrochen wird durch englische Szenen. Trotzdem volle 5 Sterne weil der Film einfach Top ist und auch die Kinoversion vom feinsten ist.
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am 22. Mai 2016
Super, was Washington und Crow da zeigen. ein Film mit Herz, Spannung und ein wenig Brutalität. Man bekommt immer wieder Mitleid, mal mit dem Bösen Washington oder auch der ehrlichen Haut Crowe.

Einfach ein Klasse Film, der den Zuschauer von Anfang bis Ende unter Spannung hält.

Einige Abweichungen vom Buch, aber schon so, dass man die Zeit in der die Story ja wirklich geschah auch mit erlebt.

Empfehlenswert.
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am 3. November 2011
Die verlängerte Fassung liegt nur in der englischen Sprache vor, insofern ist der Aufschlag beim Preis das Geld nicht wert. Leider war in der Beschreibung nix davon zu lesen....
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VINE-PRODUKTTESTERam 3. November 2009
Natürlich ist die Spielzeit mit 168 Minuten ziemlich lang, und an manchen Passagen wirkt der Film tatsächlich etwas zäh. Doch sind dies nur wenige Momente und somit leicht zu verschmerzen.

Was die Klasse des Filmes ausmacht, ist der Verzicht auf allzuviel Gewalt und vor allem das hervorragend dargestellte Verfahren, wie der Cop die Schlinge immer mehr um den Gangster zuzieht. Hier beweist Ridley Scott klar, dass er zu den besten Regisseuren seines Fachs gehört. Insgesamt ist der Chrakter des Cops Ritchie (Russell Crowe) ganz toll interpretiert worden. Wie er nie aufgibt nach den kleinsten Puzzleteilchen zu suchen und wie er auch der grössten Verlockung des Geldes widersteht, das ist schon wunderbar gemacht. Doch auch Frank Lucas (Denzel Washington) spielt seine Rolle sehr glauwürdig.....bis man irgendwie sogar anfängt Sympathie für den Gangster zu entwickeln. Der am Schluss gesprochene Satz von ihm (Was nützt es dir - Cop - wenn ich in einer Zelle sitze? Die Junkies spritzen sich trotzdem weiter tot und jemand anders nimmt sofort meinen Platz ein)macht effektiv nachdenklich. Manchmal ist es vielleicht besser wenn alles seine Ordnung hat und die Gangster und die Polizei diese Ordnung einhalten.....diese Gedanken steigen in einem hoch, doch darf man nicht vergessen, dass Lucas skrupellos gemordet hat, um sein Imperium zu schützen.

American Gangster ist ein Epos, knüpft an andere grosse Filme des Genres an und ist klar ein Kauf.
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am 1. Januar 2016
Gute Schauspieler, gute Regie, gute Geschichte. Die Geschichte baut sich langsam auf ohne langweilig zu werden - bis zum Schluss das Finale den Film abrundet. Wer auf Mafia-Filme steht, bekommt hier etwas Besonderes. Die reale Geschichte über die die schwarze Mafia, welche die italienische ablöst.
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