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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
33
Tha Carter III (New Version)
Format: Audio CD|Ändern
Preis:8,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 2. Juni 2008
Nun ist es also endlich da: Lil Wayne's "Tha Carter III", ein Album, das sich vor Hype kaum schützen konnte. Bereits 2006 begann die Produktion, doch ständig wurden Tracks geleakt und Weezy produzierte Material das für mindestens 2 oder 3 weitere Alben gereicht hätte. Keine andere Platte in der Rap-Geschichte hat sich bereits vor Release 1,5 Millionen mal verkauft, weshalb man sich natürlich sofort fragt, ob sich der ganze Trubel auch gelohnt hat. Mit Unterstützung von Leuten wie Cool & Dre, Kanye West, Mr. Bangladesh, David Banner, Deezle, The Alchemist, DJ Nasty, Play-N-Skillz oder StreetRunner entstand das von der Welt wohl am meisten erwartete Rap-Album 2008.
"Tha Carter III" fällt schon gleich durch sein außergewöhnliches Cover auf. Mit dem Kinderfoto will Weezy F. Baby an die legendären "Illmatic" von Nas und "Ready To Die" von The Notorious B.I.G. erinnern, vielleicht ist sein Ego auch schon so groß, dass er sich auf eine Stufe mit ihnen stellt. Musikalisch beginnt das Ganze etwas zurückhaltender und zwar mit den eher ruhigen Introsong "3 Peat", der vor hämmernden Bässen und einer schönen Streicher-/Synthie-Melodie nur so strotz. Der Birdman Jr. rappt nicht außergewöhnlich gut, kann aber seine einmalige Stimme perfekt einsetzen. Weiter geht es mit einem Meisterwerk der Chilligkeit, die Rede ist von "Mr. Carter", bei dem Shawn "Jay-Z" Carter als Feature für Dwayne "Lil Wayne" Carter fungiert. Das Instrumental besteht aus einem angenehmen Beat und einem entspannten Klavierspiel während der Strophen, im Refrain setzen dann noch Geigen und eine Computerstimme ein, die zum wahren Ohrwurm mutieren und einem gar nicht mehr aus dem Kopf gehen. Weezy rappt richtig gut, aber Altmeister Jay-Z gefällt mir hier etwas besser. Hitsingle "A Milli" sollte mittlerweile jeder kennen. Es ist ein wahres Bass-Monster, das sich jedoch nur für Clubs eignet, da die übertriebenen Bässe und die nervige Hintergrundstimme doch recht bald zu nerven anfangen. Nach ihrem gemeinsamen Mixtape "You Can't Feel My Pain" war es eigentlich klar, dass Lil Wayne und T-Pain auch hier gemeinsam arbeiten werden. Dies hört man auf "Got Money". Dies ist ein typischer South-Banger. Treibende Beats, eine grandiose Synthesizer-Melodie, die ab und zu von Geigen unterstützt wird, dazu ein richtig nicer Refrain von T-Pain. Klasse! Lediglich Weezy macht nicht alles perfekt, da man sein Rappen eher als Vocoder-Krächzen bezeichnen sollte, dennoch eine grandiose Nummer, hauptsächlich dank T-Pain. Dass Wayne's Musik auch etwas für ältere Semester ist, zeigt der Auftritt der 50 jährigen Soul-Legende Babyface auf dem R'n'B lastigen "Comfortable", einer ruhigeren und smoothen Nummer, die der Abwechslung sicher sehr dienlich ist. Leider gibt es auf "Tha Carter III" auch eher schwache Momente. Diese wären unter anderem das langweilige "Dr. Carter" und das übertrieben harte und unmelodische "Phone Home", die nicht wirklich beigeistern können. Nach ihrem Hammer-Track "Shooter" von "Tha Carter II", gibt es auch hier ein Lied von Weezy und Robin Thicke. Dieses wäre das sehr Soul mäßige, groovende und wohl auch eher für Erwachsene gedachte "Tie My Hands", bei dem besonders Robin Thicke heraussticht, aber auch Weezy rappt nicht schlecht. Die eher rockige Schiene fährt Lil Wayne mit "Playin' With Fire", das jedoch nur im Refrain wirklich überzeugen kann und ansonsten etwas unausgereift wirkt. "Lollipop" MUSS eigentlich jeder kennen, da man ja gar nicht mehr darum kommt es irgendwo zu hören, sei es Radio oder Disco. Anfangs mochte ich den Song nicht wirklich, mittlerweile find ich ihn besser, was besonders an dem verdammt chilligen und melodischen Synthie-Beat liegt, der auch echt gut bumpt. Highlight ist hier der gesungene Refrain von Static Major, der den Erfolg der Single leider nicht mehr miterleben konnte, da er 2 Wochen vor Release verstarb. Weezy's Raps hier fand ich am Anfang doch mehr als gewöhnungsbedürftig, aber wenn ich ehrlich sein soll, mag ich es mittlerweile doch. Verdammt schlecht hingegen ist "La La" zusammen mit Brisco und Busta Rhymes. Ein verdammt nerviger Kindergesang trifft auf viel zu harte Bässe, die bei einer guten Anlage schon bald in den Ohren schmerzen, dazu rappen alle drei nur mäßig. Ich glaube, ich habe noch nie eine solch schlechte Produktion von David Banner gehört wie hier. Da freut man sich doch gleich auf die Bombe "You Ain't Got Nuthin" zusammen mit den beiden New Yorkern Fabolous und Juelz Santana, mit dem Weezy ja auch noch ein Album veröffentlichen will. Der Beat klingt nach einer Mischung aus East und South, also genau wie die Herkunft der MCs. Hart, mit eingängigem "Kopfnicker"-Rhythmus und freshen elektrischen Elementen. Alle drei rhymen hier richtig gut, egal ob Fab, Juelz oder Wayne - es macht einfach Spaß zuzuhören. Neben "Mr. Carter" ist dies der beste Song. Ebenfalls überzeugend wären die entspannte und melodische Kanye West-Produktion "Let The Beat Build", das wieder sehr von R'n'B geprägte "Mrs. Officer" zusammen mit Bobby Valentino und der über 9 Minuten andauernde Outrosong "Don't Get It".
Insgesamt wurde "Tha Carter III" ein wirklich zufriedenstellendes Album. Viele loben es in den Himmel, das ist jedoch genauso falsch wie diejenigen, die behaupten, es wäre Schrott. Es gibt zwar leider einige nicht gelungene Songs, dafür aber auch echte Kracher. Nach "Tha Carter II", mit dem der Nachfolger nicht mithalten kann, hatte ich etwas mehr Experimentierfreudigkeit von Lil Wayne erwartet, doch auch so kommt man sicher auf seine Kosten. Für Weezy-Fans absolut zu empfehlen, alle anderen sollten vielleicht vorher mal reinhören.

R.I.P. Static Major
7 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 18. Juni 2011
Alles perfekt, aufjeden fall bei der music,die lieferung kam auch schnell doch leider waren lauter kratzer in der hülle :( deshalb nur 4 sterne sonst allesperfekt
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am 7. September 2008
Als ich das erste mal den track: lollipop hörte , dachte ich mir:' Wahnsinn, was für ein geiler track'. Als ich im Netz dann auf ' A MILLI' gestoßen bin, dachte ich mir: 'Man das ist ja der Übertrack'. Und als dann aufeinmal 'Got MONEY ' rauskam, war es um mich geschehen und ich musste mir dieses album bestellen. Es ist einfach der absolute Wahnsinn das Album. Was ein bißchen mißlungen ist, sind die R'n'B lastigen Songs-die sind Schrott und passen nicht zu weezy! Aber der rest ist einfach nur killer! Allein das Meisterwerk: DR. CARTER produziert vom Meister himself Swizz Beatz! Der Text und der Aufbau des Tracks sind durchdacht und sowas von krass aufeinander abgestimmt! DR. Carter ist der Hammersong. Über LOLLIPOP brauch ich nichts mehr zu sagen, nur dass ich ihn mir ca. 3mal täglich reinziehe! Dieser Psycho-Beat von 'A MILLI' ist einfach nicht zu schlagen. Der Bass ist ohrenbetäubend und der Text wird so widerlich geil von weezy gerappt, dass man sich wünschte man hätte diesen beat selber produziert!! 'Let the beat built' : keine ahnung wie kayne west den hinbekommen hat! Der aufbau, der text und weezy seine stimme machen aus diesem song ein meisterwerk höchster güte! Es ist einfach herzerwärmend diesen song zu hören! Ach ist das ein geiles Album! David Banners 'LA LA' ist der absolute Dreck! Es ist der schlechsteste Song auf diesem album! Das Feature mit Fabulous und Julez ist brutal! Hier ist der Beat und das Sample echt hammerhart, aber so hat gangzta rap zu klingen! Und der letzte song geht zwar 10 min, er ist dafür aber sehr ruhig und elegant! Und weezy seine story am ende des letzten liedes ist sehr beeindruckend! Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Typ zu solchen Metaphern und Ansichten fähig ist! Überhaupt hätte ich nieeeee so ein erwachsenes Album erwartet! Also wer sagt weezy sei weak und ein schlechter Rapper, der hat entweder das Carter 3 album nicht oder hat überhaupt keine Ahnung von RAP! Also weeezyyyyy, da haste was echt hammerhart geiles hingezaubert! UNBEDINGT KAUFEN KAUFEN KAUFEN KAUFEN!!!!!
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am 11. Juni 2008
Also wenn man mal ehrlich ist, hat sich Lil Wayne von einem kleineren, nicht großartig auffallenden DIrty South Rapper zu einem der meist gefeaturten und bekanntesten Rapper in ganz AMERIKA entwickelt, er bewies sein riesiges Talent und seine Gabe geniale Vergleiche und wirklich einzigartige Flows in jedem seiner Tracks zu zeigen...Das Album ist GARANTIERT DAS Hip Hop ALbum, welches die größten Erwartungen erfüllen musste und auf welches sich schon Hip Hop Fans aus ganz Amerika u Europa gefreut haben..dafür ist es zum Teil relativ ruhig gehalten, was dem Ding aber keinen Schaden zufügt..
LEUTE, wenn ihr Hip Hop Fans seid und auch auf den Text achtet, dann holt euch das Ding, entweder hier oder im Laden, bitte! ;)
Wenn Juelz dieses Jahr nicht mehr kommt, dann ist dieses sicherlich eins der besseren und qualitativ hochwertigen!
MFG
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am 30. Juli 2008
bestes wayne album bis jetzt! aslo diese cd hat mich wirklich positiv überrascht! die beats sind besser als je zuvor, da sie eine richtige struktur haben! das sieht man z.B. an meinen lieblibgs song mr. carter!
außerdem sind gut gäste dabei: jay-z, juelz santana, t-pain, robin thicke uvm.!

also kaufen!
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am 10. Januar 2012
Super Album mit geilen Liedern!

Besser ist aber, sich das eigentlich Originale Doppelalbum zu kaufen :)

4 Sterne, weil ich mich leider Gottes doch "Satt gehört" habe
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am 6. Juni 2008
Habe heute "Tha Carter III" bekommen und muss sagen, was besseres hab ich seit langem nicht mehr gehört.
Wie jeder weiß, sind Künstler wie 50Cent etc. kommerziell orientiert und machen nur die Musik, die jeder hören will, aber von "Tha Carter III" kann man das nicht behaupten, was alleine die 2-3 jährige "herstellung" zeigt!
Wobei ich noch anmerken möchte, das ich nicht behaupte, das Lil' Wayne nicht kommerziell orientiert ist, aber auch nicht behaupte, das er es ist!

Nun zum Album selbst:
Abwechslungsreicher geht's schon fast nicht mehr.
Von sehr langsamen/ruhigen bis hin zu schnellen beats mit dicken Bässen.
Seine markante Stimme und die vielfältige Art zu rappen bringt er auch hier wunderbar ein.
Wunderbarer Flow, wobei ich sagen muss, das manche Verse oder sogar 1-2 Songs nicht besser als die Lyrics von 50Cent's Null-Acht-Fünfzehn Songs sind.
Als Features auf dem Album sind u.a. vertreten: Bobby Valentino, Juelz Santana, Busta Rhymes, Fabolous, Jay-Z, T-Pain und natürlich Static Major (R.I.P.).
Die besten fünf Titel meines erachtens sind:
3 Peat, Mr. Carter, Phone Home, Playing With Fire und Lollipop.

Für Lil' Wayne Fans und Leute die auf Abwechslung stehen und gerne guten Rap hören,
der sich nicht nur auf Beef und den Null-Acht-Fünfzehn Mist bezieht,
kann ich dieses Album nur empfehlen.
Allen anderen auch, denn wie gesagt: Abwechslungsreich!
Wem der eine Titel nicht gefällt, der schaltet einfach weiter!
Hoffe ich konnte euch weiterhelfen...
P.S.: Bei Fragen oder anderen Ansichten-(die sich für Diskussionen lohnen), schreibt einfach ein Kommentar.
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am 10. Juni 2008
Tha Carter III von Lil Wayne ist der letzte Teil der Carter Reihe, nach den beiden Vorgängern, die auch Klasse waren, kommt jetzt der grandiose Schluss.
Das besondere an Lil Wayne ist, dass er nicht nach dem Gangster Rap Trend geht, sondern seinen eigenen Rapstil entwickelt hat. Der ist zwar nicht jedermanns Sache aber ich finde, dass Rap ohne Lil Wayne zu eintönig ist.
Das Album ist Lil Wayne sehr gut gelungen. Da seine Tracks so vielseitig sind, ist für jeden etwas dabei.
Ich höre eigentlich nur noch Reggae, aber wenn es was neues von einem großen Rapper gibt, hole ich es mir auch und dieses Album gehört definitiv zu den Highlights 2008.
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am 2. Februar 2009
Letztes Jahr kam eine menge Hocherwartete Alben auf den Markt. Diese wären "Ego Trippin","NI**A","LAX" und das meist erwartete Album "Tha Carter 3" von Weezy. Auch ich habe mich vom Hype mitreisen lassen und wagte einfach das Wagnis und kaufte mir "Carter 3". Da ich nie viel von Lil wayne hielt erwartete ich auch kein Meilenstein. Dennoch lies ich mich von der Gäste liste blenden,den diese enthält einige (Nur 2)hochkaräter:Jay-Z,Busta Rhymes,Juelz Santana,Faboulous,T-Pain,Brisco,Robin Thicke,Bobby Valentio,Babyface,D.Smith und Static Major. Die negativen befürchtungen haben sich nun all zu sehr bestehtigt...Anfangen tut die Platte mit "3Peat" die eher langsam voranschleicht aber eine gute Drumline mit passend gesetzte Hi Hats vorzeigt. Wayne macht eine durchschnittliche vorstellung, so wie fasst das ganze Album über. Ordentlichen Aufschwung gibt es bei "Mr,Carter" Das den gleichnamigen Gast und NY Veteran Jay-Z feauterd. Der Rap der beiden Protagonisten lässt einen eher kalt doch der Beat der von Infamous und Drew Correa produziert wurde wärmt ordentlich mit seine Pianoleinalgen auf. Der Geigeneinsatz fügt sich gut ein und der Track macht sehr spass. Einer der wenigen guten leider...Nachde es mit "A Milli" und "Got Money" mehr als grottenschelcht weitergeht folgt ein echter Burner:"Comfortable" feat.Babyface produziert von Kanye West.Sehr RnB lastig und ein Traumhaften Hook von Babyface machen es zum größten Highlight des Albums. Das streicherensamble und die gängigen Drums zergehen im Gehör und rechtfertigen Das Kanye zumindest was seine Beatz betrifft Grösenwahnsinnig sein darf.Es folgen wieder 2 große Peinlichkeiten die nicht weiter erwähnendswert sind.Anders sieht es da aus mit "Tie My Hands" feat, Robin Thicke das wieder mit traumhaften Gesang in der Hook beeindruckt. Wayne zerstört aber den Track mit seinen leicht gestrickten Rhymes, aber trotzdem gibt es eine Passage wo er sich echt gut anhört."Mrs. Officer" ist dan auch ein Rythmischer Smash der richtig spass macht! Bekannte Töne kommen dan um dich wen du "LolliPop" feat. Static Major (R.I.P.) erreicht hast. Die erfolgreichste Hip Hop Single und meist gespielte letztes Jahr. Anfangs habe ich dieses Lied gehasst aber nach einer Zeit beginnen die synthies und Drums gepaart mit Waynes gewöhnungsbedürftigen Auto Tune Stimme und Major's Wunderschönen gesang ein Ohrwurm zu werden weshalb ich mir den Track,wen er es den zur Situation passt, gerne an. Danach kommt mit "La La" nicht nur der schlechteste Track des Albums...nein gleich auch der schlechteste den ich 2008 gehört habe. So ein müll ist ja kaum zu vertragen. Nerviges Kindergesang,besch**sener Beat und ein grottenschlechter Wayne sind echt das negativhighlight des letzten jahres.Auch der beste Gast Busta Rhymes holt da einfach absolut nichts raus... Der rest der Platte ist eher schlecht als recht obwohl "Playing With Fire" auch noch sehr gelungen ist.

Fazit:"Tha Carter 3" ist nur ein weiterer Teil der eher öden Discographie. Lil Wayne hat hiermit bestehtigt das er absolut nicht mal ansatzweise der Best Rapper Alive ist. Auch wen man das Objeckttiv sieht..nein er nie! Für die Popverseuchten Pop Rap hörer da draußen sehr empfehlenswert doch wer Rap erwartet wird sehr enttäuscht werden. Ich vergebe 2 Mics da es hier sehr nette RnB Tracks drauf gibt...würd ich nur nach Lyric und Flow gehen seh es etws anders aus...
(lesen sie alle meine reviews)
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am 3. November 2008
Nun ist es also endlich da: Lil Wayne's "Tha Carter III", ein Album, das sich vor Hype kaum schützen konnte. Bereits 2006 begann die Produktion, doch ständig wurden Tracks geleakt und Weezy produzierte Material das für mindestens 2 oder 3 weitere Alben gereicht hätte. Keine andere Platte in der Rap-Geschichte hat sich bereits vor Release 1,5 Millionen mal verkauft, weshalb man sich natürlich sofort fragt, ob sich der ganze Trubel auch gelohnt hat. Mit Unterstützung von Leuten wie Cool & Dre, Kanye West, Mr. Bangladesh, David Banner, Deezle, The Alchemist, DJ Nasty, Play-N-Skillz oder StreetRunner entstand das von der Welt wohl am meisten erwartete Rap-Album 2008.
"Tha Carter III" fällt schon gleich durch sein außergewöhnliches Cover auf. Mit dem Kinderfoto will Weezy F. Baby an die legendären "Illmatic" von Nas und "Ready To Die" von The Notorious B.I.G. erinnern, vielleicht ist sein Ego auch schon so groß, dass er sich auf eine Stufe mit ihnen stellt. Musikalisch beginnt das Ganze etwas zurückhaltender und zwar mit den eher ruhigen Introsong "3 Peat", der vor hämmernden Bässen und einer schönen Streicher-/Synthie-Melodie nur so strotz. Der Birdman Jr. rappt nicht außergewöhnlich gut, kann aber seine einmalige Stimme perfekt einsetzen. Weiter geht es mit einem Meisterwerk der Chilligkeit, die Rede ist von "Mr. Carter", bei dem Shawn "Jay-Z" Carter als Feature für Dwayne "Lil Wayne" Carter fungiert. Das Instrumental besteht aus einem angenehmen Beat und einem entspannten Klavierspiel während der Strophen, im Refrain setzen dann noch Geigen und eine Computerstimme ein, die zum wahren Ohrwurm mutieren und einem gar nicht mehr aus dem Kopf gehen. Weezy rappt richtig gut, aber Altmeister Jay-Z gefällt mir hier etwas besser. Hitsingle "A Milli" sollte mittlerweile jeder kennen. Es ist ein wahres Bass-Monster, das sich jedoch nur für Clubs eignet, da die übertriebenen Bässe und die nervige Hintergrundstimme doch recht bald zu nerven anfangen. Nach ihrem gemeinsamen Mixtape "You Can't Feel My Pain" war es eigentlich klar, dass Lil Wayne und T-Pain auch hier gemeinsam arbeiten werden. Dies hört man auf "Got Money". Dies ist ein typischer South-Banger. Treibende Beats, eine grandiose Synthesizer-Melodie, die ab und zu von Geigen unterstützt wird, dazu ein richtig nicer Refrain von T-Pain. Klasse! Lediglich Weezy macht nicht alles perfekt, da man sein Rappen eher als Vocoder-Krächzen bezeichnen sollte, dennoch eine grandiose Nummer, hauptsächlich dank T-Pain. Dass Wayne's Musik auch etwas für ältere Semester ist, zeigt der Auftritt der 50 jährigen Soul-Legende Babyface auf dem R'n'B lastigen "Comfortable", einer ruhigeren und smoothen Nummer, die der Abwechslung sicher sehr dienlich ist. Leider gibt es auf "Tha Carter III" auch eher schwache Momente. Diese wären unter anderem das langweilige "Dr. Carter" und das übertrieben harte und unmelodische "Phone Home", die nicht wirklich beigeistern können. Nach ihrem Hammer-Track "Shooter" von "Tha Carter II", gibt es auch hier ein Lied von Weezy und Robin Thicke. Dieses wäre das sehr Soul mäßige, groovende und wohl auch eher für Erwachsene gedachte "Tie My Hands", bei dem besonders Robin Thicke heraussticht, aber auch Weezy rappt nicht schlecht. Die eher rockige Schiene fährt Lil Wayne mit "Playin' With Fire", das jedoch nur im Refrain wirklich überzeugen kann und ansonsten etwas unausgereift wirkt. "Lollipop" MUSS eigentlich jeder kennen, da man ja gar nicht mehr darum kommt es irgendwo zu hören, sei es Radio oder Disco. Anfangs mochte ich den Song nicht wirklich, mittlerweile find ich ihn besser, was besonders an dem verdammt chilligen und melodischen Synthie-Beat liegt, der auch echt gut bumpt. Highlight ist hier der gesungene Refrain von Static Major, der den Erfolg der Single leider nicht mehr miterleben konnte, da er 2 Wochen vor Release verstarb. Weezy's Raps hier fand ich am Anfang doch mehr als gewöhnungsbedürftig, aber wenn ich ehrlich sein soll, mag ich es mittlerweile doch. Verdammt schlecht hingegen ist "La La" zusammen mit Brisco und Busta Rhymes. Ein verdammt nerviger Kindergesang trifft auf viel zu harte Bässe, die bei einer guten Anlage schon bald in den Ohren schmerzen, dazu rappen alle drei nur mäßig. Ich glaube, ich habe noch nie eine solch schlechte Produktion von David Banner gehört wie hier. Da freut man sich doch gleich auf die Bombe "You Ain't Got Nuthin" zusammen mit den beiden New Yorkern Fabolous und Juelz Santana, mit dem Weezy ja auch noch ein Album veröffentlichen will. Der Beat klingt nach einer Mischung aus East und South, also genau wie die Herkunft der MCs. Hart, mit eingängigem "Kopfnicker"-Rhythmus und freshen elektrischen Elementen. Alle drei rhymen hier richtig gut, egal ob Fab, Juelz oder Wayne - es macht einfach Spaß zuzuhören. Neben "Mr. Carter" ist dies der beste Song. Ebenfalls überzeugend wären die entspannte und melodische Kanye West-Produktion "Let The Beat Build", das wieder sehr von R'n'B geprägte "Mrs. Officer" zusammen mit Bobby Valentino und der über 9 Minuten andauernde Outrosong "Don't Get It".
Insgesamt wurde "Tha Carter III" ein wirklich zufriedenstellendes Album. Viele loben es in den Himmel, das ist jedoch genauso falsch wie diejenigen, die behaupten, es wäre Schrott. Es gibt zwar leider einige nicht gelungene Songs, dafür aber auch echte Kracher. Nach "Tha Carter II", mit dem der Nachfolger nicht mithalten kann, hatte ich etwas mehr Experimentierfreudigkeit von Lil Wayne erwartet, doch auch so kommt man sicher auf seine Kosten. Für Weezy-Fans absolut zu empfehlen, alle anderen sollten vielleicht vorher mal reinhören.

R.I.P. Static Major
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