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Kundenrezensionen

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am 19. Dezember 2007
Die Bildqualität ist einfach atemberaubend. Das ganze Material wirkt wie neu gedreht.
Keine Spuren, dass dieser Film schon Jahrzehnte existiert.
Dazu wurde der Sound neu gemischt und heraus kam eine vorbildliche 5.1 Umsetzung.
Es wird eine unbeschreiblich filigrane Klangkulisse aufgebaut.
Man ist Mitten im Geschehen. Schon beim Anfang trudelte mir die Kinnlade runter.
Bombastische Bassschläge beim Intro und der Anflug auf die Tyrell Corporation schafft ein
Lichtermeer, was eine Sci-Fi Fan einfach nur begeistert.
Die räumliche Ortung, die Durchflugeffekte, es stimmt einfach alles.
Jede Gesichtskontur, Narben, Altersflecken, faltige Hau, Tränen... noch nie habe ich in dem
Filme so viele Details gesehen.
Die Kulisse in LA mit dem ständigen Nebel und Regen, einfach fantastisch.
Der Besuch im Nachklub von Taffy Lewis bekommt endlich Tiefe. Es ist nicht nur einfach
dunstig und versinkt in Geräuschen. Man sieht jeden Dunstschleier, hört die soundgewaltige Musik
und vernimmt glasklar die Geräusche. Jede Szene erlebt man neu.

Die deutsche Übersetzung ist komplett neu.
Keine 08/15 Übersetzer, sondern z.B. die angestammte Stimme von Harrison Ford.
Rudger Hauer hat seine angestammte Stimme, die auch Arnold Schwarzenegger dient.
Dr Tyrell wird von der Synchronisationsstimme von Michael Caine gestellt. J.F. Sebastion von der Stimme
von Pippin, dem Hobbit aus Herr der Ringe.
Man hat sich viel Mühe gegeben, allerdings sind die Stimmen im Vergleich zum Original und der damit
verbundenen Tonalität sehr kräftig, klar und vordringlich. Ein Amerikaner könnte mit den deutschen Stimmen
und englischen Untertiteln einen sauberen Sprachkurs machen.
Der Synchronsprecher von Dr. Tyrell kommt meiner Ansicht am authentischsten rüber.
Doch insgesamt ist die Übersetzung sehr gut gelungen. Merkwürde Übersetzungen aus dem ursprünglichen
Film wurde korrigiert. Manche winzig kleinen Holprigkeiten sind immer noch drin. Doch das trübt den Genuss nicht.

Ist nun im "Final Cut" mehr zu sehen?
Die Reihenfolge der Szenen bleibt erhalten wie im Directors Cut.
Einige Szenen sind leicht länger. Bei Deckers Weg zur Bar von Taffy sieht man auf der Straße eine
kleine zusätzliche Szene mit 2 Tänzerinnen.
Als Decker die Replikantin aus Taffys Bar auf der Straße verfolgt, so
dauert es einige Sekunden länger im Straßengewühl, bis er sie entdeckt.
Sein kleiner Tagtraum mit dem Einhorn ist um wenige Sekunden länger.
Man sieht plastisch, wie Roy seinem Schöpfer Tyrell die Augen eindrückt.
Danach verfolgt er noch kurz JF Sebastian.
Im Abschlußkampf mit Decker sieht man etwas plastischer, wie er sich den Nagel in seine Hand drückt.

Fazit: Würden alle legendären älteren Streifen so sorgfältig restauriert, würde man ohne Zögern alle kaufen.
Das rechtfertigt auch den Preis, denn hier wurde eine Filmlegende sehr sorgfältig und mit
viel Liebe zum Detail restauriert. Das Resultat ist einfach umwerfend! Selbst wenn man die normalen DVD's
schon hat, lohnt sich dieser Kauf zu 100%.
Nach kleinsten Unsauberkeiten in der HD-Umsetzung (winzige Szene im Straßengewühl, die mir auffiel), muss
man schon mit der Lupe suchen.
Als ob das noch nicht reichen würde, gibt es noch eine Zusatz DVD mit guten Hintergrundinfos.
33 Kommentare| 203 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Dieser Film und seine verschiedenen Releases scheinen eine bestimmte Sorte von Idíoten geradezu magisch anzuziehen.

So schreibt der Falschaccount ("Fake") MM2k11 stolz: "Diese Box ist der absolute Nepp" - und beweist damit vor allem eines: wer etwas kauft, was ihm nicht zusagt, ist der absolute Depp. Noch schwachsinniger sind Leute, die sich heute noch von einem solchen Film eine DVD kaufen. Aber absolut hirnfrei ist das, was manche über den Film selbst schreiben...

Man verlässt sich ja immer darauf, dass der Inhalt eines derart berühmten Films nicht mehr besprochen werden muss - aber wenn man die ein- oder andere Kritik so liest, fragt man sich, ob die Leute heute noch hinschauen und hinhören, wenn sie im Kino sitzen. Für die, die an den entsprechenden Stellen lieber im Popcorn oder an sonst was ersticken, ein paar Hinweise aus gutem Grund (siehe manche Kunden-"Rezensionen").

1. Richtig: Blade Runner spielt meist im Dunkeln, und regnen tut es auch ständig.
Tipp: Ski-Filme (hell!) oder Wüstenfilme (hell und trocken!).
Wer dennoch darauf besteht, sich das anzuschauen: Es muss ABSOLUT dunkel im Raum sein - genau genommen noch viel dunkler als dunkel, sonst erkennt man weder den Regen noch die Dunkelheit. Open Air ist völlig ungeeignet, ebenso Kinos mit "blendender" Sicherheitsbeleuchtung.

2. Richtig: Der Schreiner spielt einen abgehalfterten Bullen, der für den Narben-Latino aus Miami Vice einige ausgeflippte Roboter eliminieren soll - dafür benötigt er etwa eine halbe Stunde pro Roboter. Das ist ganz schön lange.
Tipp: Videospiele - da hängt die Leichenquote fast nur noch vom Spieler ab. Oder, für "tell me like it is" - Fans eben Miami Vice.
Vorsicht: Es gibt Filme, in denen stirbt überhaupt keiner - die sollte man verbieten oder zumindest eine Warn-Banderole anbringen.

3. Richtig: Der blonde Roboter zieht Han Solo aufs Dach und Ihr wisst nicht, warum. Ich will jetzt nicht blöd kommen und behaupten: "Weil er's kann...".
Erklärung: Wenn er ihn nicht hochzieht, stürzt er ab, der Film ist zu Ende und wir erfahren nie etwas darüber, was er schon alles gesehen hat. Und die Taube bekäme keine Gage.

4. Richtig: Indiana Jones und die verschlafene Schwarzhaarige, die nicht für Einhörner bremst, dürfen nicht im Cabrio in die untergehende Sonne surfen.
Erklärung: Da hat Scott übertrieben: Er dachte, die Sache mit dem "nicht leben"-Satz - dem letzten Satz des Films - wäre ausreichend. Schon gar mit dem netten Origami-Silbertierchen als Abschiedsgruß vor der Wohnung, das ja an den eingeprägten Traum erinnern soll.

Aber, wie man sieht: Das reicht nicht. Viele wollen einen Traumschiff-Schluss.

Tipp: Klebt Euch eine Lumix auf Mamis Kofferraumdeckel, fahrt an den Baggersee und hängt Euch das Happy-End selbst dran, am besten mit einem Kuss am Schluss - Ihr habt genauso das Recht, das zu tun, wie alle anderen, die dies schon getan haben. Schon mit einem einfachen Schnittprogramm kann man übrigens noch ein "The End" einblenden.

Letztlich kann man aber auch vieles nachlesen, wenn man lesen kann - beispielsweise in der Wikipedia. Dort werden auch viele Bezüge des Films erläutert, Hintergrundgedanken, Philosophie. Über die Technik und die Produktion erfährt man einiges auf der zweiten CD (noch nicht entdeckt?) - sehr interessant. Und man muss nicht lesen können.

Hier nur so viel - weil ich gerade darüber verblüffend wenig gelesen habe:

Wir leben zwar in einer Phase, in der ein durchschnittliches Handy schon erkennbar intelligenter ist als mancher Eigentümer. Aber wir sind noch ein geraumes Stück davon entfernt, dass jeder Eigentümer blöder ist als jedes Handy. Was leider ganz sicher nicht bedeutet, dass viele von uns diese Marke nicht noch zu Lebzeiten erfahren könnten.

Daher diskutieren einige derjenigen, bei denen es noch ein Hirn zu amputieren gäbe, schon gelegentlich Fragen, die mit der wachsenden Komplexität des Geistes zusammenhängen. Nur zum Beispiel: Was ist Persönlichkeit, Liebe, Antipathie? Wann entfaltet eine Intelligenz ein Ich-Bewusstsein? Kann man eine technische Intelligenz von einer biologischen Intelligenz noch abgrenzen, wenn diese Grenzen überschritten worden sind? Wie verhält sich eine weiter als wir entwickelte Intelligenz gegenüber ihren torfköpfigen Schöpfern? Den letzten Gedanken können sich natürlich alle diejenigen sparen, die ganz sicher wissen, dass niemals irgendwer oder irgendwas intelligenter sein wird als Sharon Stone.

Mit solchen Fragen hat sich Ridley Scott, der das offensichtlich differenzierter sieht, im Zusammenhang mit den Replikanten erkennbar sehr intensiv beschäftigt: Wieso sollte kein Mensch sein, was man von einem Menschen nicht unterscheiden kann? Wieso sollte man eine Frau nicht lieben, die künstlich erschaffen wurde? Wieso sollte eine Frau, die künstlich erschaffen wurde, nicht lieben? Wieso sollte den blonden Roboter mit seinem Häscher-Schreiner nicht mehr verbinden als mit irgendwelchen Menschen, mit denen er nicht verschwägert ist? Wieso sollte der gute alte Ödipus ausgerechnet vor einem Roboter-Designer halt machen?

Also, jetzt haben es hoffentlich auch die Letzten gemerkt, oder? Das hier ist kein Baller-Film. Kein Ballermann-Film. Kein Kettensägen-Film. Kein Tatort. Kein Action-Thriller. Kein Verfolgungsrennen-Film. Kein Schießfilm. Kein Harry Potter. Kein James Bond. Kein Popolski-Show.

Kein. Kein. Kein. Kein. Kein. Kein. Kein. Kein. Kein. Kein. Kein.
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Kein. Kein. Kein. Kein. Kein. Kein.
Kein. Kein. Kein. Kein.
Kein. Kein. Kein.
Kein. Kein.
Kein.

Keine gewöhnliche Science-Fiction.

film-jury 5* A0088 2.3.2011 Genre: Drama | Sci-Fi | Thriller
6565 Kommentare| 893 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 19. April 2011
>>> ZUM FILM <<<
... so lautet der etwas holperige Titel von Philipp K. Dicks Romanvorlage, auf der Ridley Scotts BLADE RUNNER beruht. Wer den Roman kennt, weiß, dass der Film nur sehr wenig mit dem Romaninhalt zu tun hat. Doch so holperig der Romantitel ist, so wenig massentauglich ist der Film: Wenig Action, wenige Explosionen, viele Dialoge in einer anspruchsvollen Handlung. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass BLADE RUNNER 1982 in die Kinos gekommen ist - in einer Zeit, in der große Weltraumopern im Stile von STAR WARS ein erstes, großes Hoch hatten - so verwundert es kaum, dass er damals an den Kinokassen Schiffbruch erlitten hat. Trotzdem hat er sich im Laufe der Jahrzehnte von einem großen Kassenflopp über einen Geheimtipp hin zu einem visionären Klassiker entwickelt, der seiner Zeit scheinbar weit voraus war.

Vergangenheit in den 80ern:
Kinovorstellung, in der die 70mm-Fassung gezeigt wurde. Meine erste Begegnung mit BLADE RUNNER. Das Licht geht aus... der einleitende Text läuft ab... dann die Eröffnungssequenz!!! Ich weiß wie damals, wie ich von der Kraft dieser ersten Momente förmlich in den Kinosessel gepresst wurde und den Rest des Films (vermutlich mit offenem Mund) staunend verfolgt habe.

Gegenwart:
Inzwischen ist viel Zeit vergangen und der Film hat mehrere Anpassungen erfahren: Auf den originalen Kino-Cut folgte der Director's Cut. Er wurde in mehreren VHS-Versionen veröffentlicht; dann in einer unterirdisch schlechten DVD-Fassung; dann als "Final Cut" in einer sehr guten DVD-Fassung und zuletzt wurde der "Final Cut" nochmals auf HD-DVD und auf BLU-RAY veröffentlicht.
Jeder der genannten Schnittversionen hat ihre Anhänger. Ich persönlich bevorzuge den "Final Cut", wenngleich ich jeden verstehe, der Harrison Fords bzw. Deckards Off-Kommentar aus der ursprünglichen Kinofassung vermisst. Dieser Kommentar war ursprünglich keine Idee von Ridley Scott. Er persönlich war damit nie glücklich und nutzte die Möglichkeit des "Director's Cut" dazu, den Kommentar ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zu verwenden.

In der nun erschienenen 30th ANNIVERSARY COLLECTION wurde in Deutschland auf Blu-Ray nun auch wieder - erstmals seit erscheinen des Director' Cut - die original Kinofassung veröffentlicht, d.h. die zahlreichen Freunde des Deckard-Off-Kommentars kommen auf ihre Kosten. Ebenso ist darin wieder das "grüne" Happy End enthalten. Ich persönlich habe diese Fassung nun auch das erste Mal seit über 20 Jahren wieder einmal gesehen. Und unter Berücksichtigung dieses zeitlichen Abstands wirken der Off-Kommentar und das Aufgesetzte Happy End auf mich persönlich unpassender als je zuvor. Auch sollte darauf hingewiesen werden, dass in dieser Fassung die Effekte nicht digital aufgepeppt wurden, d.h. an den "Spinner Cars" sind deutlich die Fäden zu sehen, an denen sie aufgehängt sind und die Taube gegen Ende fliegt - wie schon vor 30 Jahren - nicht einem dunklen, sondern einem blauen Himmel entgegen...

Egal in welcher Fassung: Der Film hat über die Jahrzehnte nichts von seiner Faszination verloren. Im Gegenteil! Durch die ab dem "Director's Cut" eingefügte Einhorn-Szene ergaben sich plötzlich vollkommen neue Interpretationsmöglichkeiten hinsichtlich Deckards wahrer Identität.

***** SPOILER *****
Wer auf meine Meinung (und Ridley Scotts Intention) verzichten kann, sollte diesen Abschnitt überspringen: Sowohl das Einhorn als auch verschiedene Szenen, in denen in Deckards Augen eine Art Schimmer zu sehen ist, ist als deutlicher Hinweis darauf gedacht, dass Deckard selbst ein Replikant ist.
***** SPOILER ENDE *****

Inzwischen sind wir im Jahr 2011 und ich schaue mir "Blade Runner" noch immer 2-3 x im Jahr an. Verrückt? Mag sein, aber der Film ist für mich bis heute aufgrund der erzählten Geschichte mitsamt der perfekten Komposition aus Bildern, Farben, Sound(track) und Emotionen quasi DER perfekte Film. Er steht für sich alleine und hat eine tiefgründige, zutiefst menschliche Botschaft zu vermitteln. Ich kann nur hoffen, dass man von aktuell aufkommenden Sequel-Ideen wieder Abstand nimmt...

>>> ZUR BLU-RAY...
--- Director's Cut / Final Cut
Sowohl Bild als auch Ton (gesehen auf 50 Zoll-Display und auf einer 2,7 Meter-Leinwand / gehört mit 7.1-Set) sind perfekt für einen Film, der 1982 entstanden ist. Der Schwarzwert ist sehr gut, die Schärfe auf einem hohen Niveau, wenngleich sie nicht mit aktuellen Produktionen mithalten kann. Unter Berücksichtigung des Produktionsjahres muss man schon mit der Lupe suchen und Fehler finden WOLLEN, um einen Anlass zur Kritik zu finden. Besser sah die Eröffnungssequenz vermutlich auch in der 80ern im Kino nicht aus ;-) Erst auf einer großen Leinwand ist zu erkennen, dass die Detailschärfe gegenüber aktuellen Produktionen doch zu wünschen übrig lässt.

Der Ton kann mit aktuellen Produktionen sicher nicht mithalten, jedoch wurde offensichtlich das Maximale aus dem zur Verfügung stehenden Quellmaterial geholt. Da der Film im Kino u.a. in der 70mm- / 6-Kanal-Stereo-Fassung lief, hat man für den gelungenen Sound offensichtlich auf diesen Soundmaster zurückgegriffen.

--- US-Kinofassung / Internationale Kinofassung
Das Bild macht auch hier einen sehr guten Eindruck, allerdings wirkt es auf mich subjektiv schlechter als das des Director's / Final Cuts. So ist doch recht häufig ein deutliches Rauschen zu sehen. Der deutsche Ton wurde im Dolby Surround-Format balassen. Nachteil: Der Ton wirkt sehr kraftlos und wenig räumlich. Vorteil: Es ist die originale Synchronfassung zu hören.

SEHR ÄRGERLICH jedoch: Der deutsche Ton läuft in beiden Fassungen in einem kompletten Kapitel asynchron zum Bild...
NACHTRAG AM 01.12.2012: Amazon hat mich heute per Mail darum gebeten, eine Mail + Amazon-Bestellbestätigung an eine angegebene Mailadresse zu senden. Man würde dann problemlos eine fehlerfreie Disc erhalten. Und als Trostpflaster gibts noch einen 5,- EUR Amazon-Gutschein obendrauf!
NACHTRAG AM 21.12.2012: Inzwischen ist die fehlerfreie Austausch-Disc eingetroffen und alles ist wieder in Ordnung.

Erstmals ist auf Blu-Ray nun auch der legendäre BLADE RUNNER-Workprint zu sehen, der bisher nur auf DVD erhältlich war. Zu dessen Qualität kann ich jedoch noch nichts sagen

Bei den Extras ist vor allem das mehr als 3-stündige Making-Of hervorzuheben. Die meisten Aspekte um "Blade Runner" werden darin behandelt.
Das "Spinner"-Modell ist nett anzusehen, jedoch von sehr bescheidener Qualität

...UND DARÜBER HINAUS <<<
Wer dann noch immer Fragen haben sollte, dem kann ich nur das hervorragende Buch "Future Noir: The Making Of Blade Runner" von Paul M. Sammon empfehlen. Darin wird der Film Szene für Szene analysiert und auf wirklich JEDE nur denkbare Frage wird näher eingegangen. So erfährt man darin u.a., dass die Position der Figuren in der Schachpartie zwischen Tyrell und J.F. Sebastian nicht, wie manche Zuschauer vermuteten, einer historischen Partie aus dem 19. Jhd. entnommen wurde...

>>> FAZIT <<<
Action-Fans sollten einen großen Bogen um BLADE RUNNER machen. Freunde zutiefst philosophischer und melancholischer Geschichten, die auch auf mehreren Ebenen gut funktionieren, kommen um dieses Meisterwerk nicht herum. Wer alle verschiedenen Fassungen besitzen und dabei nicht noch auf das VHS-Format zurückgreifen
möchte, bekommt in Deutschland nun erstmals die Möglichkeit, alle existierenden Fassungen auf Blu-Ray zu erwerben. Für all diese Fans ist die 30th Anniversary Collection quasi ein Pflichtkauf. Ich für meinen Teil habe jedenfalls zugegriffen. Da Warner den Disc-Umtausch zügig und problemlos gestaltete, gibt es nun auch keinen Anlass mehr zu Kritik.
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am 16. April 2016
Blade Runner gehört gewiss zu den spannendsten, tiefgründigsten und visuell beeindruckendsten Science-Fiction Filmen, die je gedreht wurden.

Diesen fast 35 Jahre alten Film heute in derart brillanter Bild- und Tonqualität erleben zu können ist eine Wucht. Das Bild sieht - dem Entstehungsjahr und der Technologie entsprechend - schön Analog und damit in dunklen Szenen auch körnig aus, dies ist jedoch kein Mangel. Wer hyperscharfe Bilder aktueller Produktionen mit computergenerierten Spezialeffekten erwartet wird diese natürlich (und glücklicherweise!) nicht finden.

Meinem Empfinden nach sieht der Film heute auf Blu Ray besser aus, als damals im Kino.
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am 4. Januar 2007
Das meiste ist gesagt. Eine Anmerkung aber noch zur Neusynchronisation von Ridley Scotts Meisterwerk: Einige der leicht veränderten Dialoge sind klar schlechter als die ursprüngliche Fassung aus den frühen 80ern. Ich denke insbesondere an die Showdown- Sequenz zwischen Harrison Ford und Rutger Hauer. Während die ursprüngliche Synchronsation versucht, am englischen Original zu bleiben, wirkt die Neufassung deutlich karger. Aus "Ich kann dich sehen" (I can see you) wird jetzt "Ich seh dich" und aus "sechs, sieben, zur Hölle in den Himmel fliegen" (six, seven, go to hell, go to heaven) wird "sechs, sieben, geh zur hölle, geh zum himmel". Dadurch wird auf die lyrische Reimform, die Rutger Hauer als Replikant Batty benutzt, keinerlei Rücksicht genommen. Ich finde das bedauerlich, zumal das poetische Element sehr schön mit der Tragik der Replikantenfigur korrespondiert wie überhaupt mit der grundsätzlichen Melancholie des Films. Ich frage mich manchmal, welche Trottel über solche wichtigen Dinge entscheiden. Wenn man überhaupt an den Ursprungsdialogen etwas ändert , dann doch bitte zum Besseren. Und grundsätzlich doch nur, wenn es wirklich gute Gründe gibt - im Falle von BLADE RUNNER kann ich die nicht erkennen.
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am 8. Oktober 2015
Ein intelligenter Science-Fiction-Thriller, brilliant inszeniert, packend bis zum Ende. Eine bestechend stimmungsvolle, alptraumhafte, überaus düstere Atmosphäre verbreitet sich über die gesamte Handlung, lässt in diese Welt eintauchen. Die hochkarätige Besetzung stellt die Charaktere hervorragend und überaus glaubwürdig dar. Ein beindruckender, faszinierender Fim. Sehr empfehlenswert.
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am 29. Oktober 2014
Meisterwerke des Films zeichnen sich u.a. dadurch aus, dass wiederholtes Anschauen ihnen nicht schadet. Blade Runner gehört zweifellose dazu. Nachdem ich den Film sicher an die 10 mal gesehen haben dürfte, wird deutlich, wodurch sich dieser Film von anderen guten SF Filmen unterscheidet, obwohl man den Kulissen und der Ausstattung z.T. ihr Alter und das Fehlen von digitalen Bearbeitungen durchaus ansieht.
Was den Film aber zu Filmkunst macht, ist v.a. die unerreicht atmosphärische Ausleuchtung, die die Szenen fast über die gesamte Länge in ein magisches Licht taucht, die den Personen, Räumen, Dingen eine Tiefe geben, die so selten, v.a. in diesem Genre erreicht wird. Das andere ist, dass der Film seinen Personen und sogar den Replikanten eine emotionale Tiefe gibt, die selbst Knaller wie Matrix nicht erreichen.
Gerechter Weise muss man auch noch den atemberaubenden Soundtrack von Vangelis nennen, der das Meisterwerk vervollkommnet.
Die schauspielerischen Leistungen sind auf sehr hohem Niveau, die Replikanten (Roy, Pris) stehen den Menschen hier in nichts nach. Rudger Hauer in der Rolle seines Lebens.

Unzählige SF- Filme haben dieses Vorbild zitiert...

Grandioses, atemberaubendes Kino, auch nach mehr als 30J noch....
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am 25. Dezember 2007
Wirklich ein fast perfektes Rundumpacket für Blade Runner Fans und die die es werden wollen. Es sind wirklich alle Filmfassungen enthalten:
- Arbeitsfassung: Englisch mit Untertiteln, geschnittene Szenen
- Internationale Kinoversion 1982: Originalsynchronisation, Deckards voice over Kommentare, Happy End, keine Einhorn Szene
- US Kinoversion 1982(gekürzte Gewaltszenen, sonst Internationale Version)
- Directors Cut 1990: neue(schlechtere) Synchronisation, Einhorn Szene, keine voice over Kommentare, kein Happy End
- Final Cut 2007: helleres besseres Bild, Musik remastered, leider die (schlechtere)Directors Cut Synchronisation(mit kleinen Ausbesserungen: z.B. 2 statt 1 Replikant am Anfang umgekommen, usw.), Einhorn Szene, keine voice over Kommentare, kein Happy End

Ich finde den Final Cut wirklich gelungen, Bild und Ton wurden verbessert, und wer möchte kann trotzdem oder zum Vergleich die alten Versionen anschauen. Aber: alle Versionen haben den Einleitenden Text nicht ins deutsche übersetzt, bei Star Wars gings doch auch, warum hier nicht? Außerdem hätte ich die Original Synchonisation nicht die des Directors Cut für den Final Cut gewählt (die Verbesserungen hätte man ja einbauen, die Verschlimmbesserungen ausbauen können), außerdem hätte ich mir die voice over Kommentare als zuschaltbare Option für den Final Cut gewünscht, denn anders als die Englischen voice over, die Ridley Scott so gar nicht mag, sind die deutschen richtig gut(man hätte ja für die englische die Monologe neu aufnehmen können), denn sie erklären einiges, und geben dem Film erst so richtiges Film-Noir Flair. Zusammenfassend kann man also sagen:

+ alle Filmversionen, je mit Original Synchronisation
+ mehrere Audiokommentare/Einleitungen zu den verschiedenen Versionen
+ tolles Making of
+ verschiedene umfangreiche Dokus über die Dreharbeiten, verschiedene Fassungen, vergleich Buch und Film, usw.
+ geschnittene Szenen, seltene Arbeitsfassung
+ coole Verpackung(Metalbox, Schuber), Extras (Hologramm, Artworks, Brief von Ridley Scott)

- Final Cut mit der schlechteren zweiten Synchronisation des Directors Cut
- keine (nicht mal als zuschalbares Extra) voice over im Final Cut
- Intro Text nicht ins deutsche Übersetzt

Mein Fazit also: ein absolutes Muss für Fans, aber eben ganz, ganz knapp an der Perfektion vorbei geschrammt(was aber wahrscheinlich nur Fans wie mich stört, aber andererseits, die die den film nicht kennen werden sowieso nur den Final Cut kaufen und sehen)
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am 16. Januar 2016
Ganz klar, es gibt Filme und Filme.
Die einen hat man gesehen und kann sich nach ein paar Tagen nicht mehr an die Inhalte oder die Zusammenhänge genau erinnern.
Dann gibt es Filme, die einen ein Leben lang begleiten und beschäftigen.
Diese Filme hat man mitunter unzählige Male gesehen. Und von Zeit zu Zeit schaut man sie sich wieder und wieder an.
Man hat einfach Lust dazu, ja man vermisst das Gefühl, in diesen Film und die transportierten Eindrücke und Emotionen einzutauchen.
Die behandelten Themen beschäftigen einen selbst, Ideen und Gedanken, die man selbst hatte und worauf man Antworten sucht.
Oder man möchte sich einfach von der dargebotenen Atmosphäre berauschen lassen. Oder auch alles gleichzeitig.
Und jedes Mal hat man das Gefühl, dass dieser Film etwas ganz besonderes ist.
Ein bildgewaltiges Monument der Film-Geschichte, ein Film mit einer Message, die einen tief im Inneren bewegt.

Dies alles ist Blade Runner für mich.
Als der Film im Kino lief, war ich noch zu jung, um die Bandbreite dieses Films zu erfassen oder zu verstehen.
Außerdem war seinerzeit die Star Wars-Euphorie zu groß, insbesondere bei den jungen Menschen, weshalb Blade Runner,
meines Erachtens, seinerzeit nicht der Erfolg zuteil wurde, den er verdient hätte.

Ich sah ihn dann Ende der 80er Jahre und war sofort angetan.
Ich musste ihn mehrfach sehen, da das Ende mich irritierte und auch, so dachte ich, hatte ich nicht alles richtig verstanden.

Ich habe nicht gezählt, wie oft ich Blade Runner in den letzten 30 Jahren gesehen habe.
Doch ich weiß, ich werde ihn wohl wieder und wieder sehen, vielleicht bis ich eines Tages das Zeitige segnen werde.

Es ist erstaunlich, mit welcher Treffsicherheit und welchem Detailgrad Scott die nahende Zukunft bildhaft darstellt.
Überbevölkerung, eine zerstörte Umwelt, in der es ständig regnet, durcheinander und aneinander vorbei laufende Menschen.
Es stellt sich eine düstere, chaotische Zukunft dar, in der der Mensch trotz oder gerade wegen seiner Technik, eigentlich nicht viel weiter ist.
Ein Spielball der Elemente, die er nicht begreift und in dessen Widersprüchlichkeit das Menschsein zerreisst.
Große und übermächtige Konzerne bestimmen das Bild mit all dem Konsum und der Marktwirtschaft, die ja dann letztlich die Umwelt zugrunde gerichtet hat.

Im Grunde zeigt Scott eine Welt auf, die gerade im Begriff ist zu entstehen, wenn nicht gar bereits existiert.

Doch die Technik und die kalte Wissenschaft macht nicht vor der Mechanik halt.
Der Mensch an sich ist ebenso betroffen. Er kann und wird durch die Entwicklungen in der Medizin und Genetik verändert werden, so viel steht fest.

Diese bedrückende, aber durchaus realistische Vision wird hier aufgezeigt und vollendet.
Ich bin überzeugt, dass sich zukünftige Generationen mit diesen Fragen beschäftigen werden.
Wenn sie bis dahin nicht bereits zu willenlosen und kosumierenden Organo-Einheiten degradiert sind.

Dieser Film ist ein filmisches Kunstwerk.
Neben der Komplexität der Thematik bietet er eine Abfolge berauschender und begeisternder Bilder, die einen in den Bann ziehen, wenn man sich darauf einlässt und die Fantasie mitbringt, sich in die Zusammenhänge und Fragestellungen einzufühlen.
Ich frage mich, wie Scott es fertig gebracht hat, eine derart dichte und mitnehmende Atmosphäre in Bilder zu zementieren, die auch 35 Jahre später noch begeistern können.

Die Steelbox und die enthaltene BlueRay habe ich mir nur gekauft, um Blade Runner in noch besserer Qualität genießen zu können als es auf DVD möglich war.
Mir kommt es auf die Inhalte, also auf den Film an. Ob da nun eine Steelbox drum zu ist oder nicht, interessiert micht eigentlich weniger, da ich auch keine weiteren Interessen verfolge, als den Film in guter Qualität zu sehen.
Diese Blue Ray-Fassung hat mich von der Auflösung und der Ton-Qualität überzeugt.
Als ich sie mir angesehen habe, habe ich bemerkt, dass mir das zweitrangig war und habe mich eher über den Film gefreut.

Dass ich ihn wieder einmal sehen konnte.
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am 19. Dezember 2006
Zum 1992 erschienenen Director's Cut von Blade Runner, der seit ca. 2000 trotz billigem Papp-DVD-Cover hoffnungslos vergriffen ist muss man nicht viel erzählen. - Die einen lieben diese Version, die anderen bevorzugen den Original-Cut mit Voice-Over, den es bisher aber nur auf VHS und Import-Laserdisc gab. Wer sich für SciFi-Filme interessiert sollte beide jedenfalls gesehen haben.

Bei der hier nun veröffentlichten Director's Cut-Normalbox-Version handelt es sich glücklicherweise wie auch bei der Steelbox entgegen aller Berfürchtungen nun tatsächlich um die digital remasterte Version. So steht es auf der Rückseite der Box und es fällt einem auch sofort die bessere Bildqualität im Vergleich zur seit 2000 vergriffen Version auf. Nun ist die gesamte Filmbreite zu sehen und man kann wirklich alle Details im dunklen Szenario erkennen. Ob sich beim Ton etwas verändert hat, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, da mir der direkte Vergleich fehlt. Aber bei der sonstigen Ausstattung hat sich zur vergriffenen Version nichts geändert. - Man sucht weiterhin vergebens Bonusmaterial

Obwohl diese überarbeitete Veröffentlichung erfreulich ist, da die bereits seit 2000 vergriffene DVD-Version zu sehr hohen Preisen gehandelt wurde, muss der Kauf von jedem persönlich abgewägt werden.

In diesem Zusammenhang ist nähmlich zu bemerken, daß "Ridley Scott's Final Cut", der 2007 zumindest in den Staaten in die Kinos kommen wird und kurz danach auch als DVD erscheinen soll. Hiernach soll laut Scott und der Blade-Runner-Fondation eine Box mit Original-Cut, dem hier vorliegenden Directors-Cut und dem Final-Cut plus Bonusmaterialien erscheinen. Allerdings ist damit frühestend Ende 2007 zu rechnen.

Unabhängig von der Frage ob man sich nun diese Version, die Steelbox kaufen soll, oder das Erscheinen einer ultimativen Version mit allen Filmversionen abwartet soll, muss man diese Veröffentlichung als positiv bewerten, denn eine Rerelease in überarbeiteter Qualität war mehr als längst überfällig.
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