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TOP 1000 REZENSENTam 22. Dezember 2012
Eine kleine Schachtel, in der persönliche Dinge landen. Familienphotos, Muscheln aus Kindheitstagen am Strand, Kinokarten, Schmuckstücke von emotionalem Wert. Gelingt es mir, einen Blick in die Schachtel zu tun, sogar darin herumzustöbern, dann weiß ich eine Menge über ihren Besitzer, kann ihm die Freude an seiner Schachtel verleiden, indem ich deutliche Zeichen meines Herumstöberns hinterlasse, oder aber ich kann ihn auch geschickt manipulieren.

Christopher Nolans Erstling „Following“ aus dem Jahre 1998 ist ein Film, in dem Menschen ausspioniert, getäuscht und manipuliert werden, und die Eingangsszene, in der eine solche private Schachtel von offensichtlich unbefugten Händen gierig durchwühlt wird, zeigt deutlich, daß dies ein Film über Macht ist – über Macht, die durch Täuschungen mit doppelten Böden, durch das Betrügen der Betrüger von Betrügern gar ausgeübt wird. Nolan, der hier nicht nur als Regisseur, sondern auch als Drehbuchschreiber, Kameramann und Cutter fungiert, erzählt die Geschichte eines jungen Mannes (Jeremy Theobald), der sich Bill nennt, ohne soziale Bindungen zu sein scheint und in seiner heruntergekommenen Wohnung lustlos auf einer Schreibmaschine herumklappert, weil es Momente gibt, in denen er sich als Schriftsteller sieht. Mit diesen Karriereaussichten rechtfertigt er auch seine Neigung, anderen Personen hinterherzuschnüffeln – Menschen, die er zunächst willkürlich aus dem Gewirr in den Straßen Londons herausgreift. Er ist fasziniert davon, was er alles im Verlauf einer solchen zufälligen Beschattung über das Leben der ahnungslosen Zielpersonen erfährt. Einer dieser Verfolgten ist allerdings nicht so ahnungslos und stellt den verdatterten Möchtegernschriftsteller zur Rede. Dabei entpuppt sich Bills neue Bekanntschaft als Cobb (Alex Haw), ein Einbrecher, der seinen Kick daraus schöpft, die Wohnungen fremder Menschen zu durchstöbern und in ihre Privatsphäre einzudringen. Es dauert nicht lange, bis auch Bill so viel Gefallen an dieser Art des Voyeurismus gefunden hat, daß er zu Cobbs regelmäßigem Begleiter wird. Jedoch bricht er rasch die Regeln dieses kranken Spiels, indem er nämlich zu einer jungen Frau, in deren Wohnung sie ebenfalls eingebrochen sind, Kontakt aufnimmt und sich damit mehr einhandelt, als er angenommen hat …

Nolans erster abendfüllender Spielfilm – immerhin 81 Minuten – ist, neben „Avatar“, ein grandioser Beweis dafür, daß die Qualität eines Filmes nicht immer von der Menge Geldes abhängt, die in seine Fertigstellung investiert wurde. Nolan drehte diesen Film mit Freunden und Bekannten, die allesamt noch einen Hauptberuf ausübten, so daß er nur am Wochenende Zeit für die Filmaufnahmen hatte, und er bezahlte alle anfallenden Kosten hauptsächlich aus eigener Tasche. Drehorte waren vornehmlich die Wohnungen seiner Bekannten, es wurde mit natürlichem Licht auf 16mm gedreht, und alles trägt die Handschrift des geringen Budgets. Dadurch entsteht allerdings auch ein dokumentarischer Stil, der für einen bestimmten Zweig des klassischen Film noir typisch war, und der hier durch den Anstrich des Echten den Zuschauer selbst in die Rolle eines neugierigen Voyeurs versetzt, den der Protagonist an seiner Geschichte teilhaben läßt. Diese Neigung, aus dem Verborgenen heraus am Leben anderer teilzuhaben, vermeintlich alles zu sehen, ohne selbst sichtbar zu werden, alles zu nehmen, ohne etwas zu geben, ist es, die der Film geißelt, indem er nämlich zeigt, welche gefühlsarme Leere oftmals im Leben des typischen Voyeurs herrschen muß. Einerseits scheint es also der Wunsch nach Kompensation der Inhaltslosigkeit des eigenen Lebens zu sein, andererseits kann aber auch der Kick, in der höheren Position zu stehen, seinen Teil dazu beitragen, daß Menschen andere Menschen bespannen. Nolan verbindet beide Aspekte zu einem sehr raffinierten Handlungskonstrukt, das freilich nicht ganz frei von Logikbrüchen ist.

Wie auch in seinem späteren Film „Memento“ (2000) verschmäht es Nolan, seinem Film eine lineare Erzählstruktur zugrunde zu legen, sondern arbeitet statt dessen mit zeitlichen Brüchen, flicht immer wieder Rückblenden ein und erzählt die Geschichte aus der Sicht Bills, der am Ende freilich immer noch nicht weiß, was ihm da letzten Endes geschehen ist. An einigen Stellen allerdings ermöglicht Nolan dem Zuschauer, aus der Perspektive des Erzählers auszubrechen und Dinge zu sehen, die diesem nicht zugänglich sind. Obgleich diese Erzählstruktur, wie auch die in Schwarzweiß gehaltene Optik des Filmes, eine eindeutige Anlehnung an die Tradition des Film noir darstellen, sind nur wenige zeitliche Brüche im eigentlichen Sinne durch die Handlung motiviert, so daß man schon sagen kann, daß hier ein übermütiges, vielleicht gar ein dem L’art pour l’art verpflichtetes Spiel mit den Möglichkeiten der Narrativität getrieben wird. Indes zwingt dies, den Zuschauer genau hinzusehen, um anhand von Details wie der Kleidung und des Gesundheitszustands der Hauptfigur eine Chronologie der Ereignisse zu konstruieren, und in einem Film, in dem es um Voyeurismus geht, ist genaues Hinsehen durch den Zuschauer sicher nur folgerichtig.

„Following“ ist eine verführerisch verwinkelt erzählte Geschichte über Verführung und Winkelzüge, sparsam untermalt von einem beklemmenden Score, dargestellt von unverbrauchten, aber keineswegs laienhaften Schauspielern. Auch wenn der Film an einigen Stellen logische Schwächen aufweist, ist sein Ende doch eine boshafte Überraschung der besonderen Art.

Als Tonspuren bietet die vorliegende DVD sowohl die englische Originalfassung als auch eine deutsche Synchronisation. Zusätzlich gibt es einen Audiokommentar Christopher Nolans, der allerdings nicht untertitelt wurde.
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am 31. Dezember 2013
Vorab: Ja, ich bin ein Fan von Christopher Nolan, aber kann den Film auch sachlich bewerten.

Following erzählt eine interessante Geschichte über einen erfolglosen Schriftsteller der in London andere Menschen "stalkt" und kurz darauf von einer dieser Personen darauf angesprochen wird. Dieser Mann (Cobb) führt ihn in die Welt des Diebstahls ein und es entsteht ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel.

FOLLOWING ist ein für mich Nolan-typischer Film. Die Story ist spannend und wird nicht chronologisch erzählt, die Dialoge gut und am Ende gibt es einen guten Twist. Für ein Erstlingswerk (Erster Film in Spielfilmlänge von Nolan) und einem Budget von knapp 6000 $ hat er meiner Meinung nach alles richtig gemacht.
Vom Look her kann man den Film gut mit Darren Aronofsky's "Pi" vergleichen: Schwarz/Weiß, grobkörnig und viel Licht und Schattenspiel.

P.S.: Wer genau hinsieht, wird einen Darsteller aus der "Dark Knight Trilogie" wieder finden ;-)
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am 11. November 2012
Ein unbekannter Schriftsteller begibt sich mit einem Unbekannten auf Diebestour. Bald darauf wirds prekär... Das ist also Nolans Erstling? Der erste Film des Mannes, der vor sieben Jahren Batman neu aufrollte und nunmehr sehr erfolgreich im Filmgeschäft unterwegs ist? Am besten umschreibt sich das Werk folgendermaßen: ein Regisseur, eine Idee, eine Kamera. Die Auflösung darf nicht vorweggenommen werden, sonst verdirbt es einem Verblüfftheit und Freude an selbiger. Nur so viel sei gesagt, es gibt eine Rahmen- und eine Binnenhandlung, keinen chronologischen Erzählrhythmus, trockene Schwarz - Weiß - Bilder sowie die Beschränkung auf das Allernötigste. Die Laufzeit von gerade mal 70 Minuten sagt alles. Überflüssig zu erwähnen, dass diese Indie - Perle einen Happen Konzentration erfordert. Der Vergleich zu Noir - Thrillern ist legitim, wer sich in diesen etwas auskennt, wird in "Following" ein paar Parallelen entdecken.
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TOP 1000 REZENSENTam 30. November 2012
Mit seinem Erstling "Following" hat Christopher Nolan eine Krimi vorgelegt, der stilsicher in s/w gedreht einerseits eine Hommage an die Noir-Filme der 40er Jahre ist, andererseits aber auch an moderne Regisseure wie David Lynch erinnert. Der Plot hat zahlreiche überraschende Wendungen und wird diskontinuierlich erzählt, so dass sich immer wieder zusätzliche Überraschungen für den Zuschauer ergeben. Mit einer Laufzeit von nur 70 Minuten und einem geringen Budget hat Nolan einen Independent-Film vorgelegt, der sich vor keinem der Hollywood-Konkurrenten verstecken muß und diese in der Bildästhetik sogar übertrifft. Mein Fazit: Ein überragender Film mit Anspruch, der zugleich unterhält und etwas für Enthusiasten ist. Solche Filme begegnen einem viel zu selten, unbeding anschauen!
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am 17. März 2011
ist das Erstlingswerk von Nolan. Soll nur lächerliche 6000$ gekostet haben. Verfehlt seine Wirkung IMO aber in keinster Weise: Selbst millionendollarschwere Blockbuster-Thriller erreichen nicht zwingend die Klasse dieses Films, der immer wieder zum Mitdenken einlädt und mit einem furiosen Ende aufwartet. Hier deutet sich an, warum wohl nicht nur ich Nolan zu einem meiner Liebblingsregisseure halte.
Die Darsteller überzeugen, besonders gut, dass sie keinen größeren Bekanntheistgrad haben/hatten, so gibt das dem ganzen noch mehr Authentizität, da man sie nicht schon aus X anderen Filmen kennt.
Im düsteren Look gehalten mit IMO sehr gut gelungener Musik ein Film, den ich sicher nicht nur einmal sehen werde, um beim nächsten Mal aufh mehr Details zu achten.
Klar gibts ne Menge Leute, die LANGWEILIG schreien werden, aber die sollten dann auch lieber bei Transformers oder Too Fast Too Furious bleiben, dieser Film ist was für Kenner!
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am 10. Juni 2009
Following" ist der erste Spielfilm von Christopher Nolan. Vermutlich wäre dieser niemals auf DVD veröffentlich worden, wenn Nolan nicht einer der derzeit erfolgreichsten und interessantesten Regisseure weltweit wäre. Ein Film in schwarz-weiß mit einem 6000 Dollar-Budget und Laienschauspielern, das hört sich zunächst auch nicht besonders verlockend an. Und doch wäre es ein echter Verlust gewesen, dieses Werk einem größeren Publikum vorzuenthalten.

Zur Story sei nur wenig gesagt, um keine Spannung wegzunehmen: Die Hauptfigur ist ein junger, erfolgloser Schriftsteller namens Bill, der immer wieder wildfremde Menschen auf den Straßen Londons verfolgt und sie beobachtet. Er erhofft sich dadurch, Figuren für seine Texte zu finden. Eines Tages begegnet er jedoch einem anderen jungen Mann, der sich als Einbrecher zu erkennen gibt. Von nun an ändert sich Bills Leben drastisch.

Mit minimalistischsten Mitteln deutet Nolan hier bereits die ganze Palette seines Könnens an. Der Film zeugt von einer hohen Ästhetik, alle Stärken des schwarz-weißen Filmmaterials wurden ausgenutzt, um eine dichte, fesselnde Bildsprache zu entwickeln. Die Geschichte wird - ähnlich wie später bei Memento - nicht chronologisch erzählt, der Zuschauer steht mittendrin in einem Wald voller Rätsel und wird zum Teil des Verwirrspiels.

In jedem von Christopher Nolans Filmen steht letztendlich die Frage im Mittelpunkt: Wie weit darf ich gehen? So ist es auch bei diesem Erstling. Und diese Frage richtet sich nicht nur an den Protagonisten, sondern auch deutlich an das Publikum.

Insgesamt ein extrem sehenswerter und spannender Film für jeden Liebhaber von Film-Noir-Produktionen. Für Nolan-Fans sogar ein absolutes Muss!
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am 9. November 2012
Eine geniale Dreiecksgeschichte in s/w mit einem wunderbar unvollendeten Ende und einer Hauptperson, die es gar nicht gibt – zumindest für die Polizei. Was für ein Debüt!
Bill (Jeremy Theobald) verfolgt Leute aus Neugier, Cobb (Alex Haw) ist Einbrecher aus Spaß an der Freud‘. Zwischen ihnen und mit ihnen agiert Blondie (Lucy Russell). Der Zuschauer wird auf dem Wissensstand von Bill in eine teuflisch gut vorbereitete Handlung hineingezogen. Die entwickelt eine Eigendynamik mit blitzschnellen Wortwechseln, mafiösen Bestrafungsmethoden, und erst ganz am Ende wird kurz aufgeklärt. Der Zuschauer weiß aber mehr als die Polizei. Die gekonnte Verknüpfung von zwei Handlungssträngen, ihre Zusammenführung und wechselseitige Bedingung ist ganz große Klasse. Wir gleiten mit Bill vom Zufall in ein Debakel, und werden vom Ahnungslosen zum Mitwisser. Die Einbruchsphilosophie hat fast einen Hauch von Kim Ki-duk, denn in den Wohnungen gilt: ‘verstecken und entdecken‘ oder ‘Du nimmst was weg, um zu zeigen, was sie hatten‘. Bill fungiert letztlich als Alibi für Cobb und als Ablenkung für die Polizei.
Man sieht, dass auch mit wenig Geld, ein großartiger Film gemacht werden kann, wobei die vielen kleinen Trivia über die Örtlichkeiten noch einen zusätzlichen charmanten Kick ergeben.
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am 12. Mai 2010
Dieser Film ist eine Low-Budget Produktion dem man es, abgesehen von der Kamera, nicht anmerkt. Die Story ist grandios wie bei allen Filmen von der Nolan-Clique und fasziniert schon ab den ersten 10 Minuten, die Spannung hält sich den ganzen Film über. Sogar die Schauspieler waren mir sehr symphatisch und haben überzeugend gespielt, was wirklich bemerkenswert ist wenn man bedenkt, das diese lediglich nur Freunde vom Regisseur Christopher Nolan waren. Following ist der beste Beweis dafür das ein wirklich guter Film keine Action-Szenen und keine tollen Spezial-Effekte braucht, sondern lediglich eine interessante Story, eine gute Handlung und einen guten Regisseur. Die Filmemacher in Hollywood können sich wirklich eine Scheibe davon abschneiden.

Wem es nicht stört das dieser Film in Schwarz-Weiß ist und leider nur ein mittelmäßiges Bild hat, ist dieser Film wirklich zu Empfehlen, aber ich denke das sollte kein Hinderniss sein einen wirklich grandiosen Film zu schauen.
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am 15. Januar 2011
Der Film hat auf jeden Fall was und wer die Muße hat, wird sicher ein Stück gute und intelligente Unterhaltung darin finden. Inhaltlich wurde der Film von meinen Vorrezensenten ausreichend und gut besprochen. Ich möchte für die vorliegende DVD-Veröffentlichung nur anmerken, dass sie NICHT (wie auf dem Cover fälschicherweise beschrieben) in 16:9 präsentiert wird! Zwei Sterne Abzug also nur für den Etikettenschwindel!
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am 20. August 2011
Following ist nicht so überraschend oder so mitreißend wie andere Filme von Christopher Nolan, aber dennoch ein solider, kurzer Film. Für Fans interessant, alle anderen sind mit den restlichen Filmen (Insomnia, Prestige, Memento, Inception, die Batman-Reihe) besser beraten.
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