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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
33
4,2 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
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diese doppelCD deckt den zeitraum zwischen der von mir sehr geschätzten "oh mercy" (die aber offenbar nicht bei allen dylan-hörern uneingeschränkte zustimmung fand - zu brav produziert, vielleicht?) bis 2006 ab.

einer der größten songwriter unserer an songwritern nicht gerade armen zeit zeigt uns hier mit alternativen versionen von songs, die es auf ein album geschafft haben, über unveröffentlichte live-prätiosen bis hin zu songs, die es - großteils unverständlich - auf kein album geschafft haben, einen querschnitt seines schaffens über rund 17 jahre.

eine nagelneue dylan-platte, die man das erste mal hört, löst bei mir meist eine art ratlosigkeit aus. es ist diese mischung aus "kommt mir bekannt vor", "das ist aber ein seltsamer song", "das ist jetzt klasse", "was, das war es schon wieder?", die dann unweigerlich dazu führt, sich das ding eine zeitlang öfters reinzuziehen, dann muss es wieder anderem platz machen und mit der zeit, oft aus der distanz von jahren, bescheinige ich dann jeder dieser scheiben, zu einem substantiellen bestandteil meiner nicht gerade mickrigen musiksammlung aus allen musikrichtungen geworden zu sein.

letzteres ist diese doppelCD gleich von beginn an! aber es ist nicht unbedingt ein dylan für einsteiger. um diesen musiker in seiner gesamtheit verstehen zu können, ist auch die kenntnis seiner platten vom beginn an zumindest hilfreich.

nichts desto trotz erwirbt man hier ein firstclass-ticket in die musikalische welt von BD und jedermann/frau, der/die ohren hat, zu hören und mit verschiedensten gefühlen angefüllt ist, wird sich hier die sonderstellung dieses jahrhundertmusikers ganz lässig offenbaren!

verständlich, dass es diese produktion auch in einer luxuriösen 4-LP-box gibt.

aber diese doppelCD tut's genauso. der sound ist so gar nicht "bootleg", kommt prall und fett daher, auch wenn qualität zwischen den verschiedenen aufnahmen klarerweise etwas schwankt. schlecht ist aber keine und auf manchen ist ein tiefbass drauf, der mich staunen lässt (wohl dem, dessen musikmaschine das auch reproduzieren kann!).

vier bis fünf sterne für den sound und, tja, ein "must-have" - nicht nur für fans.
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am 4. Oktober 2008
... und selbst die bieten mehr als viele reguläre Studioalben so mancher anderer Künstler.
"The Bootleg Series Vol.8" setzt genau da an, wo Vol. 1-3 aufhörten, nämlich im Jahr 1989 (Vol. 4 bis 6 sind bekanntlich Livemitschnitte der Jahre 1964, 1966 und 1975). Dieses Jahr - 1989 - markierte die Veröffentlichung von "Oh Mercy", der damals besten Dylan-Platte seit ca. 14 Jahren, des bemerkenswerten Lebenszeichen eines Musikers, den die meisten zu diesem Zeitpunkt sicher schon abgeschrieben hatten. Zwar sollte dieses Meisterwerk leider nur ein kurzes Zwischenhoch sein, wie der deutlich schwächere Nachfolger "Under The Red Sky" (1990) zeigen sollte, allerdings katapultierte sich Dylan mit seinen letzten drei Studioalben (1997,2001,2006) wieder sowohl kommerziell als auch künstlerisch ganz nach vorne.
Umso gespannter durfte man auf die hier vertretenen Outtakes, Demo- und Liveversionen sein, ist dem Fan doch bekannt, welche grandiosen Songs von Vol. 1-3 es aus kaum begreifbaren Gründen nicht auf diverse Alben geschafft haben. Seien es nun die immer wieder in diesem Zusammenhang zitierten "Blind Willie McTell", "Carribean Wind", "Foot Of Pride" etc, den meisten der größtenteils mittelmäßigen oder schlechten Alben der 80er hätten diese Songs mehr als gutgetan.

Von daher sind sicher die bisher unveröffentlichten Songs wie "Red River Shore", "Dreamin' Of You" oder "Can't Escape From You" die interessantesten dieser Zusammenstellung. Und man bekommt zum Glück genau das, was man erwartet, nämlich hervorragende Songs, die mühelos das Niveau der erstklassigen Alben gehalten, in manchen Fällen sogar ein absolutes Highlight dargestellt hätten ("Red River Shore" wäre meiner Meinung nach selbst auf "Time Out Of Mind" so eines gewesen). Die Alternate Versions sind für den Fan natürlich auch höchst interessant, einige der Versionen auf "Vol. 8" gefallen mir sogar noch besser als die auf den Alben, hörenswert sind sie ausnahmslos.
Einziger Kritikpunkt - neben der berechtigten Kritik die überteuerte Drei-CD-Edition betreffend: Während "Oh Mercy" und "Time Out Of Mind" mit reichlich Songs vertreten sind, kommt "Love and Theft" (2001, mein persönlicher Favourite des Spätwerks) mit nur zwei Live-Versionen - bzw. einer dritten in der 3-CD-Variante - ziemlich kurz. Schade, auch von dieser Scheibe hätte ich mir ein paar alternative Versionen oder noch besser unveröffentlichtes Material erhofft, genauso wie vielleicht die ein oder andere aktuelle Liveversion von einem Modern-Times-Song (2006). Aber was soll man sich bei einer solchen Veröffentlichung groß beklagen, der Inhalt ist mal wieder eine großartige Fundgrube für jeden Dylan-Fan.

Einsteiger werden mit dieser CD nicht besonders viel anfangen können, aber für die ist "Vol. 8" auch nicht gedacht. Dagegen gehört sie als würdige Fortsetzung der legendären Bootleg-Series in den Schrank jedes Sammlers!
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am 26. November 2008
Die Veröffentlichung von "Tell Tale Signs" ist für mich das musikalische Ereignis des Jahres. Wäre da nicht dieser brilliante Klang der Aufnahmen, es ließe sich denken, man befände sich nicht im 21. Jahrhundert. Kein Zweifel, Bob Dylan ist nach wie vor "a songwriter of the first order" und er hat eine unerschöpflich große Liebe zur amerikanischen "roots music". Die Stücke dieser Doppel-CD stammen aus den Jahren 1989 bis 2006 und bewegen sich musikalisch etwa zwischen Robert Johnson und Gene Autry. Die Texte haben dabei eine innere Rhythmik, die bisweilen der eines Rilke nahe kommt ("Der Panther / Im Jardin des Plantes") und sie zeigen aufs Deutlichste, dass Bob Dylan mehr denn je den Finger am Puls der Zeit hat, in der er lebt. Oftmals scheint hier etwas von der Wortgewalt der Propheten mitzuschwingen, wie sie vor die Könige traten, um ihnen die Leviten zu lesen. Kaum jemand - von ganz wenigen Musikern wie Andrew Peterson einmal abgesehen - hat über lange Zeit den Spagat zwischen den Erwartungen des Musikbusiness und dem eigenen Wahrheitsanspruch so konsequent gemeistert.

Dieses 2CD-Set umfasst den Zeitraum, in welchem "Oh Mercy" (1989), "Under The Red Sky" (1990), "Time Out of Mind" (1997), "Love and Theft" (2001) und "Modern Times" (2006) entstanden sind. Neben einigen unbekannten Titeln ("Can't Escape From You", "The Girl On The Greenbriar Shore", "The Lonesome River" u.a.) hören wir hauptsächlich alternative Versionen aus den Arbeiten zu diesen Alben sowie Soundtrack-Songs wie "Huck's Tune", "Tell Ol' Bill" und das überwältigende "'Cross the Green Mountain". Für den, der sich für die Entwicklung eines Stückes interessiert, ist diese Produktion eine echte Fundgrube. Denn hier zeigt sich in faszinierender Weise, wie Bob Dylan mit seinen Seelenlagen und mit den Bedeutungsinhalten seiner Songs umzugehen versteht. Doch jedes seiner Lieder hat nicht nur einen ganz eigenen Entstehungsprozess, sondern entwickelt sich weiter, verändert seine Stimmung, seinen Ton und Rhythmus - und mitunter auch seine textliche Struktur. Bei Konzerten brauchte ich mitunter einige Momente, um das eine oder andere Stück überhaupt wieder zu erkennen.

Manchem mag diese achte Folge der "Bootleg Series" als ein Rückgriff auf Bewährtes vorkommen, doch gerade in der Gesamtschau wird etwas von der Relevanz dieser Schaffensperiode für Bob Dylans Werk erkennbar. Diese Zusammenstellung offenbart auf interessante Weise, dass Dylan (gegenläufig zu den ständig wachsenden technischen Möglichkeiten) in stetig zunehmendem Maße die Wurzeln amerikanischer Folk-, Blues- und Country-Traditionen aufgenommen hat, mit sehr tiefsinnigen Betrachtungen zur Situation der Welt, seines Landes und des Menschen in dieser Zeit schlechthin, über die Liebe und das Leben - ohne dabei diejenigen vor den Kopf zu stoßen, die einfach nur gut unterhalten werden wollen. Er selbst hat früher einmal von sich gesagt: "I'm a song- and danceman." Man achte auf das UND.

Wie nur wenige andere namhafte Künstler seiner Generation hat Bob Dylan einen ungebrochen starken Antrieb bewiesen. Er ist nach wie vor ein großartiger Live-Performer, geistig äußerst beweglich und als Songschreiber und Musiker gleichermaßen recht einfallsreich. Ein musikalisch wie menschlich großes Einvernehmen zwischen ihm und seinen Mitmusikern hat sich bei diesen Aufnahmen als sehr hilfreich erwiesen. Seit er seine schwere Erkrankung überstanden hat, ist Dylans Stimme sehr viel warmherziger geworden. Die in der Zeit seiner Herzbeutelentzündung durchschrittene Todesnähe zeitigt seiner Kreativität eine bemerkenswerte Tiefe. So gehen seine Texte zuweilen sehr weit über die Nachdenklichkeit früherer Stücke hinaus und wirken eindringlich wie selten zuvor ("'Cross The Green Mountain", "Lonesome Day Blues").

Die Zeichen der Zeit sind unverkennbar. Es werden noch die schlimmsten Dinge passieren, so viel ist sicher. Doch immer ist da auch die Erfahrung, dass sich vieles zum Guten wendet. Die geniale CD "Oh Mercy" (auf die es etliche Titel nicht geschafft haben, die wir zum Teil erst jetzt hören) erschien 1989, mithin in einem Jahr bis dahin fast unvorstellbarer weltpolitischer Veränderungen - denken wir nur an das Ende der Apartheid und an den Fall des Eisernen Vorhangs. Doch die Fragezeichen verschieben sich. Selten zuvor ist Bob Dylan derart deutlich geworden in seinen Worten über die tödliche Wunde, die der zermürbende Materialismus der ganzen Menschheit beigebracht hat ("Everything Is Broken"). Das Wissen um die Bedrohtheit des eigenen Lebens verschränkt sich bei ihm untrennbar mit seiner Wahrnehmung der Welt in ihrem epochalen Wandel. Schon allein deshalb kommt dieser Doppel-CD ein hoher Repertoire- und Referenzwert zu. Ob bislang gänzlich Unbekanntes oder Vertrautes in neuer Form, diese beiden Scheiben verbinden einige der wichtigsten Titel zu einem der stärksten Alben in Bob Dylans Laufbahn und machen "Tell Tale Signs" zu einer wertvollen Anschaffung.
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TOP 1000 REZENSENTam 27. Dezember 2011
Oh Gott! Schon wieder muss ich mich selbst dabei ertappen, wie ich eine Rezension für eine Bob-Dylan-Scheibe runtertippe...
Aber was soll ich machen? Der Mann hat einfach etwas an sich, das mich seit geraumer Zeit nicht mehr loslässt. Auch auf die Gefahr hin als Dylan-Schönredner entlarvt zu werden, muss ich folgendes einfach loswerden...

Mit TELL TALE SIGNS (Rare and Unreleased 1989-2006), Nr. 8 der sogenannten "Bootleg-Series", ist Mr. Dylan ein weiterer Volltreffer ins Schwarze gelungen. Natürlich hat es das Meiste (ja eigentlich alles) hierauf schon mal gegeben. Wer die Alben von OH MERCY weg kennt, wird das unweigerlich feststellen müssen. Wer jedoch - so wie ich - ein Freund jener Dylan-Dekade ist (was für großartige Platten hat His Bobness in dieser Dekade nicht hervorgebracht!) wird auch feststellen, dass hier absolut nichts überflüssig erscheint. Die Alternate Takes (vor allem die Alben OH MERCY, TIME OUT OF MIND und MODERN TIMES sind hiervon betroffen) bringen die Schönheit, die hier gesammelte Songs innehaben, noch einmal, auf andere Weise, aber markant und mit Nachdruck, zu Tage. "Mississippi" beispielsweise (Eröffnungstrack auf dieser Scheibe), das ich schon als gemächlichen Popsong auf LOVE AND THEFT sehr gemocht habe ist in hiesiger, blueslastiger Version mindestens ebenso schön. Selbiges gilt für "Most Of The Time" und "Dignity" (beide als Studioversion auf OH MERCY enthalten), die hier - spärlicher produziert - einen ganz neuen Zugang schaffen. Und es stört - wie gesagt - keineswegs, wenn man schon die Originalversionen, wie man sie von den Alben her kennt, mag!
Vielleicht ist es auch genau das, was die Qualität vieler Dylan-Songs untermauert. Kaum ein anderer Künstler ist derart oft gecovert worden wie ein BOB DYLAN. Und er wird es immer noch! Dass er dadurch mitunter selbst manchmal (angeblich) das Gefühl hatte, die Songs gehören nicht mehr ihm, ist soweit auch durchwegs nachvollziehbar. Aber wenn sich der gute Mann hinsetzt und seine eigenen Songs "demontiert" (wenn man so will) und sie dann noch schöner interpretiert als sie es größtenteils ohnehin schon waren/sind, dann kann man ihm seine "Originalität" und auch "Originellität" in keinster Weise mehr abspenstig machen!
Und genau das ist Mr. Dylan mit vorliegendem Werk beeindruckend gelungen - selbst wenn es sich nur um andere (alternative) Versionen, die zur selben Zeit wie die Originale aufgenommen wurden, handelt.
Übrigens: Es sind auch einige bis dato nicht veröffentlichte Tracks auf TELL TALE SIGNS zu finden, wie etwa "Red River Shoe", "Dreamin' Of You", "Marchin' To The City" (die allesamt keinen Platz auf TIME OUT OF MIND gefunden haben) oder "Born In Time" (im Zuge der Sessions zu OH MERCY entstanden) sowie "High Water" (eine bisher unveröffentlichte Live-Version aus dem Jahr 2003).

Dass ich selbst - ist ja kein Geheimnis - gerade jene Alben, aus denen viele Songs hierauf stammen, sehr wertschätze und mag, kommt vielleicht meinem persönlichen Empfinden und Geschmack auch noch zusätzlich zugute. Dennoch kann man - ich glaube auch objektiv-distanziert - sagen, dass es ein herber Verlust für die Musikwelt gewesen wäre, hätte es diese Scheibe (und die "Bootleg-Series" im Allgemeinen) nicht gegeben!

Das ist (auch wenn es ein schöner Nebeneffekt sein mag) wirklich keine Geldmach-Abzocke. TELL TALE SIGNS ist aufgrund seiner ganz eigenen Schönheit und auch Harmonie (die Songs passen allesamt hervorragend zueinander - großartig arrangiert und produziert, bravo!) ein Klassealbum geworden.

Ein Klassealbum, das ich abschließend allen Dylan-Fans, die sich hierher verirrt haben, ganz, ganz dringend und ehrlich ans Herz legen möchte! Auch nicht so sehr Dylan-Begeisterte können hier bedenkenlos zugreifen!

Diese Scheibe ist ein weiterer Beweis dafür, warum ein Bob Dylan zurecht als wichtigste - mehrfach genarationsübergreifende - Musikikone gehandelt wird! Er ist in vielerlei Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung und für mich mit Sicherheit der inspirierendste und einflussreichste Musiker der neueren Musikdekade.

Aber ganz unabhängig davon ist TELL TALE SIGNS schlichtweg ein (nahezu) perfektes, eher ruhig stimmendes Album zum Immerwiederhören!

Deshalb gibt's von mir dafür auch 5 STERNE.

Greift zu!
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am 5. Oktober 2008
Ich habe sie mir vorbestellt und sie kam überpünktlich zu mir nach Hause geflattert.Positiv.
Aber leider muss ich sagen,das ich sie mir nach mehrmaligem Anhören nicht unbedingt in mein Lieblings-CD-Regal stellen werde,das sie dazu einfach nicht genug Potenzial her gibt,heisst,da sie fast nur Titel beinhaltet,auf denen Dylan meist ohne musikalische Begleitung seine zweitklassigen alternativ-Versionen zum Besten gibt!
Will damit sagen,das diese meisten Versionen auf den Scheiben(1-2)keinesfalls eine Berechtigung für ein Bootleg Album hergeben,mir gefallen die Versionen,auf denen ordentlich geklimpert,gerockt,geswingt oder gejazzt wird TAUSENDMAL besser!Aber leider gibt es davon nicht eines auf diesem Album.Also Album Negativ.
Ich hätte mich stattdessen auf einen fetzigen Live-Konzert-Mitschnitt z.B.Berlin-Arena 2006 gefreut!Verstehe nicht,warum es von Bob Dylan nichts aus der Richtung eines aktuellen Liveevents gibt?? Aber das muss ich ja auch nicht! :-(
Ein paar Titel auf der Bootleg kann man hören,der Rest ist Unsinn.
zB:Cross the green Mountain,Dreaming of You oder Can't escape from you!
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am 17. September 2008
Wahnsinnig gute Musik!!

Ich hatte ja vorab schon eine Reszension geschrieben und 4 Sterne gegeben.
Ein Punkt Abzug wegen des extrem hohen Preises für die Box, über den sich ja inzwischen Dylan Fans in aller Welt aufgeregt haben.
Nachdem ich alle drei CDs inzwischen mindestens 5 mal anghört habe, muss ich jedoch unbedingt die höchste Punktzahl geben und habe meine erste Reszension eben zurückgenommen.
Zunächst einmal muss gesagt werden, dass die Box absolut hochwertig aufgemacht ist und sich sehr vom sonstigen Mainstream Schrott abhebt.
Tolles Booklet, gelungenes Buch mit den Single Covern, welches den Bogen von damals bis heute spannt.
Ja, und dann ist da noch die Musik!!
Ich kann garnicht ausdrücken, wie sehr mich viele Titel von "Tell Tale Signs" bewegen und mir unter die Haut gehen.
Da sind z.B. zwei absolut grandiose Versionen von "Most Of The Time", die sehr unterschiedlich sind und letztendlich den Weg zur veröffentlichten Version auf "Oh Mercy" weisen.
Es ist sehr spannend zu hören, wie Dylan im Studio arbeitet, was auch von anderen Musikern wie Daniel Lanois, Jim Dickinson oder David Kemper erzählt wird (nachzulesen in der aktuellen Ausgabe des englischen Uncut Magazins).
Und dann sind da noch die sogenannten Outtakes von "Time Out Of Mind" in sehr unterschiedlichen Fassungen.
Die Versionen von "Mississippi # 1 und # 3" gehören meiner Meinung nach zum Besten, was jemals von Bob Dylan veröffentlicht wurde.
"Can't Wait" ist um Längen besser, als die Fassung auf Time Out Of Mind, ja Dylan erreicht hier sogar wieder die gesangliche Qualität, die seine so called Gospel Phase (von 1979 bis 1981) so stark gemacht hat.
Hat mal jemand den Rough Mix von "Shot Of Love" gehört? Nein?! Nun ja, in diese Richtung gehen hier "Can't Wait # 1" und das famose "Marchin' In The City # 1". Hingegen ist die 2. Version von "Can't Wait" pure "late night music", hypnotisch und sehr, sehr langsam! Unglaublich!!
Man gewinnt den Eindruck, das gesamte "Time Out Of Mind" Album hätte noch um Längen besser werden können, aber diese Problematik ist Dylan Fans ja bestens bekannt.
Es sind noch viele weitere Höhepunkte versammelt, z.B. das anrührende "Mary And The Soldier" (Dylan solo zur akustischen Gitarre), eine großartige Liveversion von "Things Have Changed" (aus dem Jahr 2000) und ein ebenso famoser Livemitschnitt von " High Water (For Charlie Patton") aus dem Jahr 2003, also noch mit dem Gitarristen Freddy Koella, dessen punkige Gitarre man sehr gut auf dem linken Kanal hören kann. Organische Musik, schräge Spielfreude und die Lust am Improvisieren verbinden sich hier zu einer meisterlichen Version des Liedes von "Love & Theft".
Bei der Auffführung eines Liedes, nämlich "Girl From The Greenbriar Shore" war ich sogar live dabei, 1992 im Kursaal in Dünkirchen, gerade an dem Tag, als französische LKW Fahrer die Grenzübergänge nach Frankreich dicht gemacht hatten, aber das wäre eine andere Geschichte.
Man könnte noch mühelos mehr und mehr aufzählen, aber das können ja Andere machen.
Sehr gut finde ich auch, dass mit "Cross The Green Mountain" und "Huck's Tune" zwei der schönsten Dylan Lieder aus den letzten 6 Jahren hier versammelt sind, damit sie endlich von einem größeren Publikum gewürdigt werden können.

Und was den Preis angeht, den finde ich zwar weiterhin zu hoch, aber der Gegenwert ist beachtlich.
Nur mal zur Erinnerung: ein Stehplatzticket bei Bruce Springsteen - im Stadion - kostete im Somemr genauso viel wie die gesamte Box, die Rolling Stones waren, glaube ich mich zu erinnern, bei 150 Euro für ein Ticket angelangt, und Abschiedstour Abkasssierer wie Tina Turner oder Police, wo die Massen, hinströmen, um in Erinnerungen zu schwelgen, kosten doch schon weit über 100 Euro.
Selbst integre Musiker wie Neil Young oder Eric Clapton sind schon bei einem solchen Preis für ein Ticket angelangt.

Vielleicht ist das gesamte System krank oder preislich explodiert, aber man sollte jetzt nicht explizit mit dem Finger auf Dylan zeigen, so nach dem Motto, der will abkassieren.
Das hat man hierzulande bei Bob Dylan immer gerne so gehalten und es hat Tradition, aber es ist doch sehr verlogen.
1978 hiess es zum Beispiel, Dylan würde nur des Geldes wegen erstmalig in Deutschland auftreten, er habe Rüstungsaktien in seinem Besitz, wäre nicht nett zum Publikum u.s.w.
Lauter dumme Stereotypen, so nach dem Motto: ein "Protestsänger" (noch so ein erbärmliches und überholtes Klischee) wie Bob Dylan darf sowas nicht!
Alle Anderen natürlich schon! Kein Problem!

Und nochmal zur Erinnerung in Bezug auf Tell Tale Signs: der Gegenwert ist hier sehr beträchtlich und von großer Schönheit, und ich habe 100 Euro in meinem Leben schon weitaus schlechter angelegt.
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am 19. November 2008
Ich wollte eigentlich nur mal eine Lanze brechen. Ich habe mir die 3 CDs gekauft unf fühle mich alles andere als abgezockt. Man bekommt neben den drei CDs (deren Musik über alle Kritik erhaben ist) zwei sehr schöne "Bücher" und einen netten "Einband". Natürlich ist das streng genommen kein Schnäppchen aber trotzdem habe ich das alles als sehr "besonders" emfunden. Etwas was nicht jeder hat und sehr schön ist. Wenn man nicht auf den Euro achten muss und das Geld zur Verfügung steht kann man hier nichts falsch machen. Man bekommt etwas wirklich Besonderes.
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am 7. Oktober 2008
die neueste folge der bootleg-series setzt bei "oh mercy" an und reicht bis heute, behandelt also die spätwerk-phase, als dylan zu neuer, eigentlich kaum noch erwarteter kreativität gefunden hatte.

geboten werden outtakes, alternate versions und liveaufnahmen - alle von hoher und höchster klang- und produktionsqualität.

von ebenso hoher qualität sind auch die songs selbst. bei den outtakes - etwa dem brillanten "red river shore" - bleibt völlig unklar, warum sie einmal outgetaked wurden. die alternativen fassungen dagegen sind alles andere als fußnoten oder skizzen, sondern eigenständige, für sich selbst sprechen könnende aufnahmen - etwa "dignity", ganz reduziert als klavierballade, oder "most of the time", nur mit gitarre und harp, das ganz im gegensatz zur albumfassung beinahe fröhlich wirkt. hinreißend auch die frühe fassung von "mississippi", nur mit daniel lanois an einer gespenstischen e-gitarre.

das album funktioniert beinahe als (alternatives) best-of der bisher letzten 20 jahre im schaffen dylans und ist insofern nicht nur dylanologen ans herz zu legen. wer lust hat zum vergleichshören hat, wird feststellen, wie sehr dylan mit seinem hassgeliebten produzenten lanois offenbar gekämpft hat - denn die hier gezeigten fassungen sind krasse gegensätze zur dunklen lanois'schen opulenz. sind sie deshalb besser? nein, nur anders. aber auf keinen fall schlechter.
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Bei Bob Dylan in der "Mülltonne" zu kramen, fördert so manches Juwel wieder zutage. Es ist einfach nur großartig was Dylan so verwirft und aussortiert! Ein Doppel-Album randvoll mit Alternativ-Versionen von Songs seines grandiosen bisherigen Alterswerks, Outtakes und einigen exklusiven Soundtrack-Beiträgen die auf keinem regulären Album vorkamen. Eine absolut sinnvolle und schöne Ergänzung zu den wunderbaren Alben des Zeitraums 1989-2006. Viel zu gut, um im Archiv endzulagern. Für den Fan ohnehin ein Must-have, aber auch für den Ab-und-zu-Dylan-Hörer ganz und gar lohnenswert, weil was Dylan aussortiert, dem was er letztlich für das jeweilige offizielle Album verwendet hat um nichts nachsteht. Uneingeschränkte Empfehlung!
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am 9. Oktober 2008
Alles von den Mitrezensenten Gesagte trifft mehr oder weniger zu, daher will ich es nicht wiederholen.
Ein großartiges Album, das m.E. nicht nur als Resteverwertung funktioniert, traumhafte gute Versionen bekannter Songs, teilweise (aus meiner Sicht) besser als die bekannten "Originale", teilweise ergänzen die neuen Versionen die bekannten alten, außerdem spannende neue Songs.
Der Preis aber ist unfassbar - vielleicht korrekt, da es nun einmal ein dickes aufwändig produziertes Buch hinzu gibt.
Das Problem ist, ich will das Buch mit all den Singlecoverabbildungen nicht haben. Das heißt: ich ärgere mich über die Koppelung, zu der mir keine Alternative angeboten wird.
Fairer wäre es gewesen, zusätzlich zu den drei Versionen des Albums eine vierte hinzuzufügen (drei CDs ohne Buch zu einem passablen Preis).
Aber - wie gesagt - diese Produktpolitik wertet die wundervolle Musik nicht aber; daher die volle Punktzahl.
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