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am 10. Februar 2009
Eine Familiengechichte aus dem mordenen Taiwan, Taipeh ist wie Seattle oder eine andere Großstadt, die Familie funktioniert recht und schlecht: die mittlere Generation arbeitet hart , um den neu erworbenen Wohlstand zu sichern, aber auch hart am Absturz, die Großmutter lebt anspruchslos wie eine Pflanze im falschen Element,die jungen Leute leiden an der ersten Liebe, die Kinder wuseln zwischen all den Erwachsenen herum, die keine Zeit für sie haben.
Aus der Perspektive des kleinen Bub Yang-Yang mit seiner Klickbox-Kamera ergibt sich ein zärtlich-ironisches Portrait.
Der Onkel sgt: Du hast ja meinen Rücken fotogafiert.
Yang-Yang: weil Du ihn ja selbst nicht sehen kannst.
Man sollte den Film zusammen mit seinen Kindern und Enkelkindern anschauen, jeder wird sich darin finden und sich seinen eigenen Familienfilm vorstellen können, mit den "Rückenansichten"!
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TOP 1000 REZENSENTam 5. März 2017
Der taiwanische Regisseur Edward Yang wurde leider nur 59 Jahre alt. Er verstarb im Jahr 2007 an Darmkrebs. Damit ist der im Jahr 2000 entstandene "Yi Yi - A One and a Two" sein letzter Film und auch sein Vermächtnis. Das Thema des Films beschäftigt sich auch mit dem Leben eines Menschen anhand einer Mittelstandsfamilie aus Taipeh in Taiwan. Er zeigt Episoden der Enkel, Eltern und der Großmutter (Ru Yun-Tang), die am Tag einer Hochzeitsfeier einen Schlaganfall bekommt. Das sehr ruhige und stille Familienpanorama erinnert in seinen besten Momenten an den japanischen Kinoklassiker "Tokyo Monogatari" von Jasojiru Ozu aus dem Jahr 1953, erreicht aber nur bedingt diese Magie. Ein Kritikerliebling wurde "Yi Yi" dennoch - und tatsächlich hat der Film viel Charme und vor allem der Darsteller des 8jährigen Yang-Yang (Jonathan Chang) hat alle Sympathien der Welt. Am Ende entdeckt die Familie die Fotos des Kleinen - er hat von allen Menschen seiner Umgebung nur den Hinterkopf fotografiert und sagt daz stolz "ich zeige euch den Teil von Euch, den ihr nicht sehen könnt". Eine besondere Eigenheit von Edward Yang ist die Art wie er Dialogszenen gestaltet. So sehen wir die Protagonisten nicht dominant im Bild, sondern während sie miteinander reden, machen sie nur etwa 10 % des Kinobildes aus. Sie sind meistens Teil einer Gartenanlage oder man sieht sie von fern eine Treppe hochlaufen. Ein anderes Mal sprechen sie miteinander, der Zuschauer sieht dies wie wenn er aus einem sicheren Abstand von draussen in das geschlossene Fenster der Wohnung von Familie blickjen würde.
Das wirkt oft distanziert oder beiläufig, hat aber trotzdem eine große Präzsision.

Im Grunde fängt alles mit der Hochzeitsfeier des etwas übergewichtigen Geschäftsmannes Ah-Di (Chen Hsi Sheng) mit einem Starlet. Ah-Di ist der Schwager von NJ (Su Nien-jen), der mit Ah-Dis älterer Schwester Min Min (Elaine Jin) zwei Kinder hat. Den kleinen Yang-Yang, der in der Schule von seinem Lehrer drangsaliert wird und die Teenager-Tochter Ting Ting (Kelly Lee). Die Hochzeit steht unter keinem guten Stern, denn die Großmutter - eben noch sehr zufrieden auf der Heimreise im Auto - erleidet nur wenige Stunden später einen Schlaganfall, von dem sie sich nicht mehr erholen kann. Am Tag dieser Hochzeit kommt es für den Vater zu seiner seltsamen Begegnung mit seiner ersten großen Liebe Sherry (Ko Su-yun), die er vor mehr als 20 Jahren ohne ein Wort der Erklärung verlassen hat. Seine Frau kommt mit dem Pflegefall im Haus nicht mehr zurecht und verreist für einige Zeit. Als Strohwitwer hat NJ noch einmal die Gelegenheit seine frühere Flamme wieder zu kontaktieren und etwas in Erinnerung zu schwelgen. Doch das Treffen in Japan fällt irgendwie ernüchternd aus. Er hat aber immerhin einen guten Draht zu einem möglichen Geschäftspartner (Issei Ogata), den er für die Firma gewinnen soll. Er ist aber nicht mit seiner Rolle als empathischer Mittler zufrieden. Währenddessen verliebt sich der Freund (Pang Chan Yu) in Ting-Ting, obwohl er gestern noch mit deren bester Freundin zusammen war. Auch diese Situation sieht nach Konflikt aus. Am Ende stirbt die Großmutter, es scheint aber so, dass sie sich noch von Min Min auf himmlische Weise verabschieden konnte...

Yang blickt auf das Leben des Menschen - auf seine Anfänge, in die Mitte des Lebens und auf das Lebensende und irgendwie scheint sich der Kreis zu schließen und immer wiederzukehren. Die Episoden zeigen anrührendes, dramatisches und oft ganz banales aus dem Alltag. Yang interessieren die großen Lebensfragen und der Film ist immer dann sehr gut, wenn er schafft den kleinen Momenten eine gewisse Magie zu verleihen. Sehr überzeugend auch die sensible Machart des Films, der mit 173 Minuten sehr lange dauert und vielleicht nicht jeden Zuschauer überzeugen kann, weil es keine Höhepunkte gibt und der Regisseur auf einen distanzierten und spröden Stil setzt. 2016 machte die BBC eine Umfrage welches die bedeutendsten Filme dieses noch neuen 21. Jahrhunderts sind. Dort belegte "Yi Yi" den famosen 9. Platz der Top 100.
Zwischen 4 und 5 Sternen.
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am 23. März 2011
Ich habe Yi Yi zufällig auf Arte gesehen, hatte vorher noch nicht davon gehört.
Da hatte ich nun zufällig in den Anfang gezappt und wusste nicht im Geringsten, was ich zu erwarten hatte und wartete und wartete... es passierte nichts, worauf man hätte warten können. Vielmehr zog der Film mich irgendwie in seinen Bann, er ließ mich in eine andere Welt eintauchen, in eine fremde weil ferne Welt und doch irgendwie vertraut weil menschlich. Das, was mich von Anfang bis Ende gebannt hielt, war die Authentizität, die diese einfache Erzählung mitten aus dem Leben mitbrachte. Da ist nichts, was nicht passt oder unreal wirkt. In der objektiv scheinbaren Belanglosigkeit des Geschehens fängt man an, über dieses aber auch über das eigene Leben nachzudenken - wo liegt eigentlich der Sinn?
Genau wie in meinem Leben spielt auch Religion in diesem Film eine Rolle, aber nur eine marginale und auch sie verschafft als solche kaum mehr als das Gefühl der Ratlosigkeit - immer auch gepaart mit einem Interesse, einer Sehnsucht nach etwas, dessen Sinn ich nicht verstehe.
Sollte jemand nicht ganz verstehen, was ich hiermit sagen will - ich bin mir über den Sinn auch nicht ganz sicher -, dieses aber trotzdem interessiert gelesen haben, dann ist das in ungefähr der Eindruck, den der Film bei mir hinterlassen hat.

Noch ein von meiner Gefühlswelt unabhängiger Aspekt: Objektiv interessant und kulturell lehrreich kann man den Einblick in das Land Taiwan bezeichnen. Die Verhaltensweisen der Kinder in den Schulen sind dabei ein deutliches Zeichen für die Unterschiedlichkeit dieser Kultur.
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am 6. Dezember 2008
Endlich habe ich dieses hoch gelobte Werk gesehen - denn die Zeit für einen Film von 166 Min zu finden ist nicht einfach. Hat sich die Investition an Zeit und Geld gelohnt? Ich hatte trotz der ganzen Lorbeeren an den Film kaum Erwartungen gesetzt, aber die Begeisterung blieb bei mir trotzdem aus. Der Film ist sehr sehr gemächlich und schildert uns in wahrstem Sinne des Wortes den Alltag einer Familie und eine gewisse Selbstfindung. Das alles passiert äußerst behutsam - fast zaghaft. Normalerweise ist die Botschaft eines jeden normal sterblichen Menschen min. an ein paar Tagen genauso gehaltvoll und vor allem berührender als dieser Film. Was ich sagen will - der Film zieht sich unheimlich und plätschert eher angenehm dahin. Die Schauspieler sind toll - vor allem der ganz kleine Junge hat mich am meisten animiert weiter zu schauen, bis zum Ende. Am Ende des Films war ich etwas erholter und vor allem sehr schläfrig - aber das große Meisterwerk hab ich hier persönlich nicht erkannt. "YI YI" ist eine hochwertige Schlaftablette.
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