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am 26. Dezember 2015
Was für eine Pracht, welch Schönheit der Ästhetik und auch welch bittere niederschmetternde Liebestragödie zeigt uns Regisseur Luchino Visconti in seinem ersten Farbfilm. Grosses , schwelgerisches Kino voller Leidenschaft, Verhängnis und Opulenz.
Wir schreiben das Jahr 1866 in Venedig während der österreichischen Besatzungszeit . Gräfin Livia Serpieri , betörend verkörpert von Alida Valli entbrennt in höriger Liebe zu einem österreichischen Offizier und verliert ALLES. Ihre Würde, ihren Besitz , ihre Integrität und letztendlich jede Hoffnung auf Erlösung. Was bleibt ist bittere Rache und in der Ausweglosigkeit der Situation, in der Pervertierung jeglicher Moral , Prinzipien und Weltanschauungen steht diese tödliche Amour fou sinnbildlich für die Zerrüttung, das Sterben und Vergehen einer ganzen überholten Gesellschaftsschicht, eines dekadenten Systems , selbst wankend in seiner sozialen Ordnung und dem Untergang in Krieg und Vernichtung geweiht.

Der Niedergang überholter Systeme im barocken Todestanz ist eines der grossen schillernden Themen in Viscontis Lebenswerk.
Schneidender, pointierter, drastischer hier in "Senso" auf den Punkt gebracht als in seinem bekannteren, jedoch überlangen und schwergängigen " Der Leopard".
" Senso " ist ein unablässiger hypnotischer Filmtraum und jede kleinste Falte eines Kleides , jede leuchtende Nuance der Stoffe, jedes funkelnde Goldornament auf Säulen, Vorhängen und Wandteppichen kann heutzutage auf einer grossartigen BluRay Ausgabe genossen werden.
Der Unterschied zu dieser DVD Ausgabe ist wahrlich spektakulär. " Senso " strahlt auf BluRay in überwältigender Schärfe und Brillanz ohne jedoch künstlich digital aufgehübscht zu wirken.
Ich bin keinesfalls der Meinung BluRay muss zwangsläufig bei jedem Film sein. Der Sinn einen " Dritten Mann" mit Wells in überscharfem BluRay zu sehen, erschliesst sich mir nicht. Auch besteht oft die Unsitte ältere Filme so derartig künstlich von Filmkorn und Artefakten zu reinigen, dass diese einem sterilen Clearasil Erlebnis näher sind, als einem authentischen Filmvergnügen.
Bei " Senso" allerdings ist die Restaurierung so dermassen gut geglückt, dass man glaubt einen ganz neuen Film zu erleben.
Auf jeden Fall also zu der BluRay greifen , die uns zudem noch mit der Dokumentation "Luchino, mein Lehrer" und " Visconti zwischen Film und Oper"beglückt.
Ausführlicher bin ich in eben dieser BluRay Ausgabe noch einmal auf den Klassiker eingegangen.
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am 25. Februar 2010
Schon viele Jahre wartete ich auf die Erscheinung des ersten Italienischen Farbfilms, die wunderbare Senso von Luchino Visconti aus 1954, auf DVD. Ich hatte schon eine (ziemlich schlechte) VHS. Die Farben des DVD's sind schon viel besser, wenn auch noch nicht optimal. Audio ist leider mono, wodurch die grandiose Musik der 7.Symphonie von Anton Bruckner (aus dem ersten und dem zweiten Teil) auch nicht ganz zurecht kommt. Dennoch bin ich sehr froh mit diesem DVD.
Der DVD gehört nun zu die Beliebtesten in meiner Sammlung von etwa 1200 Spielfilme. Das ist für ein grosses Teil auch zu danken an die Weise wie Visconti die Musik gebrauchte. Die richtige musikalische Thematik an die richtige Stelle. Das Spiel von Alida Valli und Farley Granger ist sehr emotional und dramatisch. Farley Granger war ein 3.Rang Filmspieler, aber durch die exzellente Regie von Visconti übertrifft er sich selbst hier bei weitem. Unbezweifelbar sein bester Film.
Auch die andere Spieler - Rina Morelli, Massimo Girotti, Heinz Moog u.a. - sind ausgezeichnet.
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TOP 1000 REZENSENTam 25. Oktober 2008
Der erste Historien-Visconti...ausgestattet mit seiner persönlichen Liebe für das historische Erbe seiner Heimat und für die Oper...Die Anfangssequenz in der Oper übernahm einige Jahrzehnte später der Visconti-Bewunderer Scorsese als Art Hommage an "Senso" in seinem eigenen grossen Historienfilm "Zeit der Unschuld", das Intro beider Filme ist verblüffend ähnlich.
Zu Verdis "Troubadour" wird 1866 die Opernrevolte mit viel Konfetti in Venezien losgetreten. Der seit Jahren andauernde italienische Befreiungskrieg hat zur Vertreibung der österreichischen Besatzern aus grossen Teilen Norditaliens geführt und die Bourbonenherrschaft im Süden beendet. Nur eben Venezien ist noch von den Habsburgern besetzt und in dieser Zeit spielt diese hoffnungslose Liebe der mit einem langweiligen Zausel verheirateten italienischen Gräfin Livia Serpieri (Alida Valli) zum jüngeren österreichischen Offizier und Frauenheld Franz Mahler (Farley Granger) der die Gefühle aber nicht mit der gleichen Intensität und auch nicht so bedingungslos begreift, sondern eher das zeitlich begrenzte Abenteuer sucht.
Damit befindet sich unsere tragische Filmheldin in gleich schlechter Gefühlslage wie etwa eine Julie Christie in "Herrin von Thornhill" oder Isabelle Ajani in Truffauts "Adele H."...verblüffende Parallelen: Alle Geschichten spielen in etwa zeitgleich derselben Epoche und in allen drei Geschichten verfällt die irgendwann schwache Frau dem schmucken Uniformträger.
Auch Viscontis Geschichte nach dem Roman "Das geheime Tagebuch der Contessa Livia" von Camillo Boito ist eine Chronik der Selbstzerstörung.
Der grosse Meister bettet diese fatale Liebesgeschichte in opulente Bilder und skizziert einen unmittelbaren Bezug zur damaligen Zeit des Risorgimento, was an manchen Stellen vielleicht etwas aufgesetzt wirkt - in seinem Meisterwerk "Der Leopard" - einer der besten 5 Historienfilme überhaupt - gelingt ihm diese Verquickung zwischen grosser Geschichte und den Menschen dieser Zeit und ihrem Schicksal doch viel spielerischer und viel brillianter. In "Senso" wird sie auch vage schon sichtbar, aber noch nicht mit dieser ganz grossen Meisterhand ausgespielt...so zeigt der Chronist der Dekadenz in voller Pracht einerseits Schönheit, aber auch ein morbide wirkendes Venedig. Aber die Bilder entfalten noch nicht diesen melancholischen Atem der Geschichte, noch ist die Vergänglichkeit sichtbar und bewegend wie beim "Leopard", der die gleiche Epoche zeigt.
Keine Frage: "Sehnsucht" ist ein schöner opulenter Kinostreifen und Bilderfilm, der zwar insgesamt ein bisschen gealtert ist und nostalgisch wirkt, der aber dennoch immer noch gut unterhält. Er ist aber kein Meisterwerk....vielleicht liegt der letzte Schliff auch am Schauspieler. Alida Valli und Farley Granger geben zwar ein glaubwürdiges Paar ab, spielen ihren Part sehr gut...aber ein Burt Lancaster als Graf Salina ist halt zum Niederknien.
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am 8. März 2009
von Gefühl, Farbe und Bildern!
Eine große, wundervolle Film-Oper.
Ein Drama in höchster perfektion.
Alida Valli verbrennt vor Sehnsucht.
Eine schauspielerische Glanzleistung!
Wundervoll!
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am 31. Mai 2014
Ich baue eine Sammlung aus allen klassischen Filmen auf. Mein Bekanntenkreis hat sehr grosses Interesse dafür. Die Filme werden je nach Wunsch gemeinsam angeschau
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