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Kundenrezensionen

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am 12. Februar 2012
Ich habe diesen Film das erste mal vor sicher 15 Jahren im Fernsehen gesehen. Er ließ mich nie wieder los. Schon meinen Kindern sagte ich immer wieder: den müssen wir uns mal anschauen. Dabei bietet er keine große Action. Auch die Spannung hält sich für meine Begriffe in Grenzen. Und gewiss, vordergründig geht es um das British Empire und den unterdrückten Indern. Doch Mrs. Moore, eine sehr weltoffene, alte Dame sagt zu Beginn des Films, dass Indien eine Reise ins Innere seiner eigenen Persönlichkeit darstelle. Man wird in Indien konfrontiert mit sich selbst. So erlebt die junge Adela Quested eine schockierende Konfrontation bei den Überresten eines alten Tempels, wo freizügige, sexuelle Phantasien in Stein gemeißelt sind. Sie kann den Blick nicht abwenden, was durchaus nicht gewöhnlich ist. Sie dürfte noch nach viktorianischer Sitte erzogen sein. Dabei tauchen Affen auf, die die junge Lady vertreiben. So, als habe die Betrachtung dieser sexuellen Darstellungen etwas heiliges verletzt. Ähnlich geht es Mrs. Moore, die scheinbar mit Schuhen eine Moschee betritt. Der junge Aziz ist aufgebracht, ähnlich wie die Affen bei Mrs Quested, und muss feststellen, dass Mrs: Moore die Schuhe bereits ausgezogen hatte. So lösen sich die gegenseitigen Vorurteile auf und weichen offener Bewunderung und Güte füreinander. Für den Moment. Weiter spielt der Ganges eine große Rolle, vermutlich als Bild für den Kreislauf des Lebens. Mrs Moore sagt: "ein schrecklicher Fluss, ein herrlicher Fluss". Dort wird auch ihr Grab sein. Doch wie weit der Weg des christlich geprägten Engländers, des hinduistisch, buddhistisch und im Falle von Aziz moslemisch geprägten Menschen hin zu echter Verständigung ist, wird bis zum Schluss durchgehalten und erst dann aufgelöst. Man achte auf das Einsetzen des Regens (Wasser, Fluss), wenn im Inneren ein Stein der Verständigung ins Rollen gerät.
Dieser Film hat große Qualität. Ich rate, ihn mehrfach anzusehen. Und auf großem Bildschirm.
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" Reise nach Indien " ist ein farbenprächtiger, mit 2 Oscars ausgezeichneter Spielfilm des Regisseurs David Lean, nach einem Roman von E.M. Forster.
Die Handlung spielt in den 1920er Jahren in Indien und thematisiert die Vorurteile, die Arroganz und die Borniertheit der englischen Kolonialherren gegenüber der indischen Bevölkerung.
Die junge Britin Adele( Judi Davis) reist mit Mr. Moore ( Peggy Ascroft), ihrer zukünftigen Schwiegermutter, in diese Kolonie zu ihrem Verlobten.
Die beiden Damen ecken in Indien aufgrund ihrer offenen, toleranten Art bei ihren Landsleuten an. Diese nämlich möchten ihre Vorurteile pflegen und die Inder auf Distanz halten, um sie auf diese Weise besser ausbeuten zu können.
Mr. Moores Sohn, ein Karrierist, lehnt das positive Verhalten seiner Mutter ab und echauffiert sich wegen deren Aufgeschlossenheit ebenso, wie über die Weltoffenheit Adeles.
Das hindert die Damen nicht Gespräche mit einem indischen Wissenschaftler (Alec Guiness) und dem indischen Arzt Aziz ( Victor Banerhee) zu führen. Gemeinsam mit Aziz besuchen die beiden die " Höhlen von Marabar". Diese Reise wird für alle Beteiligten große Komplikationen nach sich ziehen......
David Lean gelingt es die Welten, die einst in Indien aufeinander prallten, sehr gut darzustellen. In vielen Sequenzen zeigt er das herablassende Gebaren der Kolonialherren, mit dem diese die Inder zu verunsichern und zu erniedrigen suchten. Der warmherzige Arzt Azis ist anfänglich seines Selbstbewusstseins völlig beraubt und wird erst im Laufe der Filmhandlung seinen Selbstwert erkennen.
Thematisiert wird seitens des indischen Wissenschaftlers das Phänomen der Reinkarnation und des Schicksals, dem man aufgrund seines Vorlebens nach indischen Glaubensvorstellungen nicht entgehen kann.
Die Landschaftsbilder und die Kostüme sind traumhaft schön.
Ein beeindruckender Film , der die Fantasie sehr anspricht.

Die Ton- und Bildqualität sind bestens.

Empfehlenswert.
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am 19. Februar 2009
E.M. Fosters Klassiker gekonnt umgesetzt und kein bisschen langweilig

der Film besticht durch seine Landschaftsaufnahmen und durch sein psychologisches Gespür für die Charaktere,keine Liebesgeschichte, aber eine Liebeserklärung an das mysteriöse Land Indien in der viktorianischen Zeit, gekoppelt mit Gesellschaftskritik, Vorurteile werden beschrieben und ausgeräumt, der Zuschauer entwickelt sich ebenso wie seine Hauptdarstellerin, ein Film zum immer wieder anschauen Reise nach Indien (Arthaus Premium Edition - 2 DVDs)
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. November 2009
Platon vergleicht die real wahrnehmbare Welt mit den Schatten, die ein Feuer auf die Wand einer Höhle wirft. Der Blick in und durch das Feuer führt uns zur Erkenntnis des wahren Seins, das Platon im Ideellen statt im Materiellen (dem Abbild, dem Abklatsch) verortet. Es geht im Höhlengleichnis also darum, die Denkkraft nicht auf das sinnlich Wahrnehmbare der uns unmittelbar umgebenden Welt zu lenken, sondern auf das, was hinter dieser Welt steht, beziehungsweise auf den ideellen Ursprung dieser Welt.

Dies kam mir bei "Reise nach Indien" in den Sinn, der einen großen Teil seiner Spannung daraus bezieht, dass in einer Höhle etwas Einschneidendes passiert sein muss. Die junge Adele (Judy Davis), die in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts aus England nach Indien kommt, wird von dem indischen Arzt Dr. Aziz zu einem Picknick bei den Höhlen von Marabar geführt. Adele hört ein Echo (Abbild wie die Feuerschatten!) in einer der Höhlen, ihr angezündetes Streichholz kann kaum Licht (innere Erkenntnis?) bringen. Von draußen nähert sich Aziz, im gleißenden Gegenlicht fotografiert. Kann er Adele die Erkenntnis bringen, das Abgebildete statt des Abbildes - kann er sie aus einer gewissen Eingeschlossenheit (in der sie auch sonst eingefangen zu werden droht) befreien? Vielleicht, aber genau wie das In-das-Feuer-Blicken in Platons Höhlengleichnis ist dieser Befreiungsversuch erst einmal ein Schock, der die Augen blendet. Und - vielleicht - ein Verlust der Unschuld, hier des unschuldigen Blicks, aber der Film gibt dem Begriff der "Unschuld" noch einen metaphorischen Doppelsinn: Es kommt eine der unverschämtesten Ellipsen der Filmgeschichte, die Frau rennt blutbefleckt aus der Höhle, und Aziz wird später der Vergewaltigung bezichtigt. Ist Erkenntnis immer auch Verlust einer Schutzhülle, Pein, Schmerz, ist Blut gleichzeitig Verlust der Unschuld, aber auch Öffnung zum Leben? Der Film wird das nie ganz aufklären.

Doch wie er das macht und was er stattdessen macht, offenbart eine komplexe Genialität. Nun muss diese Höhlengeschichte einmal in einen größeren Zusammenhang gerückt werden. Der Film hat nämlich einen gesellschaftspolitischen Hintergrund - er stellt die Spannungen zwischen Engländern und Indern im kolonialen Indien dar. Darin ist er zu Beginn gelegentlich ein bißchen plakativ: Polo als Sport der Oberschicht, Clubs als huis clos, Ausgrenzung, Selbstherrlichkeit, mangels Interesse an der indischen Kultur das schale Ausweichen auf eine drittklassige Musicalaufführung, und so fort. Doch gelingt dem Film durch eine sehr bewusste nuancierte Schauspielerführung, diesen ganzen Ritualen noch etwas Interessantes, Ambivalentes abzutrotzen. Zum einen werden nicht alle Weißen als gleich borniert dargestellt, zum anderen sind selbst die "Bösen" gut besetzt. Man muss nur einmal sehen, wie Ronny, der mit Adele verheiratet werden soll, den obersten Richter gibt und einen Inder routinemäßig verurteilt. Seine vertikalen Stirnfalten (Anspannung andeutend!) und ein nur kurz und fast unmerklich zu erkennendes Grinsen am Ende lassen zweifeln: Ist das ein armes Opfer seiner Umstände und seiner Sozialisation, oder kostet er eine Macht aus, die er in England nicht hätte? Hier verzichtet der Film auf eindeutige Aussagen und Verurteilungen.

Am Interessantesten gelingt ihm dies bei den beiden Personen, die möglicherweise Täter und Opfer einer Vergewaltigung sind: Aziz wirkt freundlich, aufgeschlossen und zuvorkommend, aber auch ein bißchen linkisch und schüchtern, und erfreulicherweise ist er darin nicht nur der reine Gutmensch. Gespräche über großbusige Frauen und ein paar andere Hinweise sagen auch, dass dieser Mann offensichtlich kein Kostverächter (aber damit noch lange kein Vergewaltiger) ist. Und an der stärker im Zentrum stehenden Adele lässt sich noch besser festmachen, dass Regisseur David Lean hier tut, was er immer besonders gut gekonnt hat: Das Private mit dem Gesellschaftlichen verbinden, inhaltlich wie stilistisch. Diese Frau ist hin- und hergerissen: Einerseits ist da eine angeborene Neigung zum Neugierigen, Aufgeschlossenen, Guten, Wagemutigen, Vorurteilsfreien. Andererseits ist da die anerzogene Neigung zu britischer Contenance, einhergehend mit einem Bedürfnis nach Sicherheit. Adele möchte sich öffnen und hat gleichzeitig eine Scheu davor - der Film verknüpft insoweit mehrere Ebenen kongenial miteinander. Diese unentschlossene Angstlust zeigt sich landeskulturell, politisch, psychologisch, sexuell, nur ein Beispiel für eine gelungene Kombination aus Intimem und Panorama, Innenleben und Außenwelt: Adele besichtigt einmal allein einen Tempel, an dem sich küssende (und wohl noch mehr machende) Pärchen in Stein gehauen sind. Davon ist sie, die sich gerade zur Nicht-Heirat von Ronny entschlossen hatte, fasziniert. Jedoch schält sich (erst langsam, dann immer schneller, immer bedrohlicher), eine Horde Affen über die Figuren, bis sie schließlich zur Verfolgung von Adele übergeht. Das Erotische ist auch animalisch, die Neugier verwandelt sich in Bedrohung. Unmittelbar danach sagt Adele (nur scheinbar unmotiviert) "ja" zu Ronny. Vor dem Einschlafen sieht sie im Geiste die Figuren noch einmal vor dem Fenster, lässt das Äußere aber Äußeres sein und schließt das Fenster. Die Verlockungen bleiben in der Dunkelheit, und Adele scheut das Licht. Schnitt (Cutter: David Lean selbst), und Dr. Aziz öffnet sein eigenes Fenster, um einen sonnendurchfluteten Tag zu begrüßen. Geschickter hat noch niemand gezeigt, worum es hier geht und dass Adele und Aziz in schicksalhafter Weise zusammenkommen werden.

Nicht nur in dieser Szene gelingt Lean, das prächtige Landschaftspanorama mit dem intensiven, intimen Gesichts- und Seelenstudium zu kombinieren. Beides hat seine Berechtigung, ohne selbstzweckhaft zu sein (das konnte Lean immer gut, und entgegen der wohl herrschenden Ansicht läuft es ihm nicht mal bei dem opulenten "Ryans Tochter" aus dem Ruder). Äußeres ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch symbolisch: Ein Zug überquert eine Brücke, wo "Brücken gebaut" werden müssen. / Das schöne Mondlicht auf dem Ganges stellt die Frage, ob jemand eine Oberfläche durchstoßen kann oder ob dieser Jemand wie die Spiegelung im Wasser auf sich selbst zurückgeworfen wird. / Ohne direkten inhaltlichen Bezug taucht etwas aus dem Wasser auf und durchstößt die Oberfläche der Abschottung. Die Gesichter zeigen ebenso viel, das ist genauso Ausstattungs- wie Schauspielerkino, und gerade in den intimen Momenten angenehm still, auch akustisch, was die Konzentration schärft (Komponist Maurice Jarre schweigt oftmals, was ganz gut ist, denn ansonsten klaut er im wesentlichen aus seiner eigenen Partitur von "Ryans Tochter"). Und so ließe sich noch so manches über eine gelungene Verknüpfung von Inhalt und Stil sagen...

Am Ende wird es ein vielsagendes, unglaublich starkes Bild geben, an "Die kleinen Füchse" erinnernd, und beantwortend, ob Adele die Barriere zwischen Innen- und Außenwelt durchstoßen wird. Soviel darf verraten werden: Anders als in Platons Höhlengleichnis sieht Lean die Frage, ob die Protagonisten vom Baum der Erkenntnis gekostet haben, eher pessimistisch. Wie der Vergewaltigungsprozess auch ausgehen wird, es ist klar, dass es BEIDEN Seiten um Instrumentalisierung geht anstatt um Einzelschicksale oder gar um Wahrheitsfindung. Leans Film ist dennoch nicht fatalistisch, sondern Herz und Hirn gleichermaßen berührend. Was sonst noch zu sagen ist, haben andere gesagt (siehe insbesondere die Rezension von Mathias). Die Schauspieler sind toll, Guinness ist Ansichtssache, die DVD-Qualität und -Ausstattung ist vorbildlich. Begreifen Sie diesen pseudophilosophischen Versuch als Ergänzung statt als abgeschlossene Rezension - und sehen Sie den Film, auch wenn Ihnen das soeben Gelesene einigermaßen durchgeknallt vorkommt.
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am 19. November 2012
Als der Film herauskam, sah ich ihn damals im Kino - und war besonders von den Massenszenen schwer beeindruckt. Die britische Kolonialherrlichkeit wird ausgezeichnet dargestellt und auch der Gegensatz zu indischen Bevölkerung. Die Naivität des Hauptdarstellers wirkt etwas überzeichnet aber man nimmt es sie ihm ab. Die außergewöhnliche Erscheinung von Alec Guiness als Inder bleibt mir dauerhaft in Erinnerung.
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am 16. November 2013
Wer zuerst das Buch von E.M. Forster zu dem Film gelesen hat, wird von dem Film angenehm überrascht sein. Denn normalerweise beschreibt ein Buch ausführlicher und besser den Handlungsablauf. Der Film ist sehr gut gemacht, wirklich schöne Aufnahmen über Indien, wie man es denn kennt. Empfehlenswert für alle, die sich für Indiens Geschichte interessieren.
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am 7. Februar 2015
4 Sterne von mir für den 1984 gedrehten Film die Reise nach Indien des bedeutenden Regisseurs David Lean (Die Brücke am Kwai, Lawrence von Arabien, Doktor Schiwago).
Mir gefällt an diesem Film die vielschichtige Darstellung der schwierigen Beziehung zwischen der herrschenden englischen Besatzungsmacht und der indischen Kultur. Die nationale Gruppenbezogenheit in diesen Parallelgesellschaften durchbrechen nur wenige indische und englische Kosmopoliten. Mir gefällt außerdem das anrührend witzige Bemühen des Dr. Aziz um Liebenswürdigkeit vor allem gegenüber der authentisch würdig dargestellten alten englischen Lady Mrs. Moore(Oscar). Ein kurzer Schock kam bei der kompromisslosen Härte des englischen Militärs gegenüber einem potentiellen indischen Aufrührers auf.
Ich empfehle diesen Film jedem, der eine interessante, komplexe Geschichte über kulturelle Barrieren mit einigen schönen Landschaftsaufnahmen sehen will.
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am 25. April 2015
Wer sich das poetisch langsame Werk "Reise nach Indien" zu Gemüte führt, sollte etwas für Indien und die dortige Kultur übrig haben, gar etwas dabei empfinden, denn eine neutrale Person von diesbezüglich begrenzter Begeisterungsfähigkeit, wird dieses prachtvolle Werk nicht in seiner Gänze der gesamten Bandbreite genießen und auskosten können, wir erkennen den Glanz nur dann, wenn wir bereit sind uns selbigem hingebungsvoll zu widmen.
Sollten Sie Indien aber verfallen sein und sich auch inhaltlich für dieses bemerkenswerte Land interessieren, so ist der Film ein Pflichtprogramm!
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Schon ein Klassiker,....
Als großer Indienfan verschlinge ich alles an Büchern, was mir unterkommt. Und mittels dieses Filmes wollte ich mein Bild über die Kolonialzeit vervollständigen. Ja, man kann sich eine gute Vorstellung machen, wie es in Indien zuging, als die Briten im Land waren. Die Arroganz kommt im Film deutlich raus, das Leid der Inder wird sichtbar und verstehbar. Man schämt sich fast für das Übermenschgehabe der Kolonialmacht. Auch wird Indien sichtbar, wie es wirklich ist. Dreck, Armut ebenso wie Frabenpracht, Traumlandschaften,...
Doch zieht sich durch den ganzen Film eine dunkle Stimmung, von Anfang an weiß man, da wird etwas passieren. Man kann gar nicht mehr gelöst schauen. Alle sprechen in Rätseln, die stimmungsvollen Bilder deuten stets auf die kommende Katastrophe hin. Dass die beiden Damen aus England nicht so recht wissen, wie sie mit Indien umgehen sollen, wird ganz klar. Schwierig ist für mich die Person des Dr. Aziz, der irgendwie immer tölpelhaft erscheint. Ständig entschuldigt er sich bei den Briten für fast jede seiner Handlungen und Taten. Ordnet sich immer schuldigst unter und wirkt mit seinen traurigen Augen und seinem verzweifelten Blick oft nicht ernstzunehmend. Der war mir manchmal einfach zu viel. Ebenso die stimmungsschwere Düsternis und die vielen Omen.
Insgesamt auf alle Fälle empfehlenswert, da die Einschätzung des Charakters Aziz ja doch sehr subjektiv ist.
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am 2. März 2016
Der letzte große Film von David Lean. Kameraführung und schauspielerische Leistung sind hervorragend. Er ist auch heute noch aktuell, um zu verstehen wie sich die Dynamik zwischen Menschen verschiedener Kulturen entwickeln kann. Als Cineast sollte man diesen Film kennen.
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