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am 31. Mai 2015
ICH BIN UNVERDÄCHTIG !

Fürwahr unverdächtig in irgend einer Form mit Scheuklappen vor Augen und Ohren in Nostalgie zu schwelgen, das säuselnde Lied von der guten alten Zeit, in der alles besser war anzustimmen, um von vergangenen Kindheitserinnerungen rührselig zu schwadronieren.
Als ich vor ein paar Tagen an die vorliegenden Folgen" Die Frau in Weiss\ Der rote Schal" kam, war mir weder ein Drehbuchautor Herbert Asmodi noch ein Regisseur Wilhelm Semmelroth ein Begriff.
Nun stehen fast alle faszinierenden Früchte ihrer filmischen Zusammenarbeit bei mir im Schrank, kann ich mich nicht sattsehen an ihren so präzisen, atmosphärischen und fesselnden Adaptionen grosser englischer Kriminalliteratur.
" Die Frau in Weiss" und der zwei Jahre später entstandene " Der rote Schal" waren " Straßenfeger" in den frühen siebziger Jahren.
Die versunkene , vormediale Steinzeit mit noch einer überschaubaren Zahl von Fernsehempfängern, wo bei Ausstrahlung des Kriminalstücks auf der Mattscheibe die Strassen leergefegt, wichtige Verpflichtungen abgesagt und das öffentliche Leben dem einer Geisterstadt glich, weil sich jeder die Nase vor Spannung am Bildschirm plattdrückte.
All dies könnte den Eindruck erwecken, wer hier die Höchstpunktzahl für gleichsam vorgestrige Fernsehproduktionen zückt, kann auch nur ein etwas aus der Zeit gefallener Vorgestriger sein, dem bereits die Spinnweben aus den Ohrmuscheln sprießen, und der sich mit glasig trüben Blick in idyllische Jugendträume zurückversetzt.
Falsch gedacht, denn zur Entstehungszeit beider Streifen war ich noch nicht einmal geboren. Keine Erinnerung, keine Deja - Vu Assoziation verbindet mich mit " Der Frau in Weiss" und dem " Roten Schal".
Nur der unverstellte objektive Blick auf zwei Werke, die in ihrer atemberaubenden , intelligenten Grandezza ihresgleichen suchen, und bei denen es für eine derart begeisterte Bewertung nur einen Grund gibt: Ihre Höchstqualität, ihre Sorgfalt, ihre inszenatorische Präzision.
Zeitlos in ihrer Nachhaltigkeit, packend in der Brillanz zwei der komplexesten " Riesenkrimis" aus viktorianischer Zeit in jeweils drei Folgen zu dramatischer aufregender Fernsehunterhaltung zu transformieren.
Mit erstklassigen Schauspielern ,die eine Präsenz und Authentizität an den Tag legen, die es heute in schnellen hektischen Multimediazeiten nicht mehr gibt. Mit einer soghaften Spannung in jeder Minute, die jedes aktuelle grelle Konservenprodukt in den Schatten stellt und die in der raffinierten Verflechtung komplexer Handlungsfäden, in bezwingender Atmosphäre ihresgleichen sucht.
Ich kann mich an keinen modernen Mehrteiler erinnern, an dem ich derart nach den nächsten Folgen fieberte, wo jeder Cliffhanger feuchte Hände und erwartungsvolle Gänsehaut beschert.
Das ist kein überholtes biederes "Opakino" ,das ist ein so wundervolles Beispiel vorzüglicher Suspense- Unterhaltung, die uns eine Reise antreten lässt in die Zeit ratternder Droschken, rauschender Kostüme, geheimnisvoll verwinkelter Herrenhäuser, flackernden Kaminfeuern, aber auch der dunklen Tragödien, der finsteren Bosheit, mit intriganten Teufeln in Menschengestalt , die gefährliche Pläne schmieden, und jungen Liebenden, die drohen in dem Netz aus Lügen und dämonischen Schicksalsverkettungen zu versinken.
Perfide, hinterhältig wie schillerndes , verführerisches Gift und betörend wie ein Glas dunklen Rotweins im Kerzenschein.
Von ahnungsvollem Verhängnis sind beide Krimi- Melodrame durchdrungen, von wabernden Nebel, verhuschten Schatten , unseligen familiären Verstrickungen . Hier lauern noch fast übermenschliche Schurkengestalten , werden falsche Fährten gelegt, dräut hinter jedem maliziösen Lächeln und beiläufig freundlicher Konversation die tückische Falschheit.
Doppeltes Spiel wird hier gespielt, um Unschuldige zu verderben . Nichts ist ,wie es scheint und kein zwielichtiger Protagonist ,der nicht zwischen Kauzigkeit und unverhohlener Gefährlichkeit mehrmals seine Eigenschaften, wie ein Chamäleon wechseln würde.
Und wenn zwischen geisterhaft nebelverhangenen Friedhofskreuzen plötzlich eine alte Inschrift auf moderndem Grabstein, wie von Geisterhand erneuert wurde, wenn eine hilfesuchende zarte Frauengestalt bittend die Hände ausstreckt, oder stumm und hochaufgerichtet eine rätselhafte Unbekannte mit rotem Schal ihr Antlitz hinter schwarzen Schleiern verbirgt, dann werden hier insgesamt über neun Stunden Schauer des Unheimlichen mit psychologischer Raffinesse und ausgeklügelter Krimihandlung kombiniert, die das Herz schneller schlagen lassen.
Ein Grund für die Intensität ist neben Schauspiel und scharfsinnigem Drehbuch die Fokussierung auf richtig gewählte Ingredienzen.
Hier ist nichts zuviel ,nichts verwässert, in beiden Geschichten sind keine Hänger verspürbar.
Grosse Aufmerksamkeit ist geboten, denn diese Kleinode wurden für ein Publikum konzipiert , das mitdenkt, fieberhaft angespannt , sich in eine Geschichte fallen lassen kann ohne gleichzeitig nervös das Handy zu befingern , oder sich das Gehirn in der nächsten Werbepause mit Schokoriegel- und Windelwerbung zu kontaminieren.
Die eindringliche Kraft von Eleganz und fesselnder Dramatik in spannungsgeladener Ruhe, wer findet sie noch in aktueller rasant dilletantischer Fernsehkost, die eine memorable Halbwertszeit von einem Toilettengang hat ?
Hier finden Sie keine Action, keine schnellen Schnitte, keine aufgesetzten Schauwerte, und gerade deshalb lauschen Sie gebannt jedem Rascheln der Kostüme, spüren die bedeutungsvollen Blicke und folgen jedem schneidend scharfen Dialog.
Wie adaptiert man diese beiden ausufernden Kriminalromane, die als die ersten ihrer Art gelten für das Fernsehformat ?
Schwierig ,und hier von Herbert Asmodi bewundernswert gemeistert.
Beide Romane des Romanciers Wilkie Collins (1824-1889) Freund des ungleich berühmteren Charles Dickens, und seines Zeichens populärster Autor im viktorianischen England neben diesem, wurden mit grosser Sorgfalt für das heimische Fernseherleben umgearbeitet, behutsam angepasst, und machen zudem Lust die verschlungenen Originalwerke einmal wieder zur Hand zu nehmen.
Nun Vorhang auf für die mysteriöse " Frau in Weiss" in der der junge Zeichenlehrer Walter Hartright auf einem alten Landschloß in Cumberland, bald um sein Leben fürchten muss. Denn dunkle Geheimnisse werfen ihre Schatten voraus.
Eine verhärmte, junge Frau nachts auf dem Friedhof, eine andere auf dem Landgut , die ihr auf gespenstische Weise bis aufs Haar gleicht. ( Doppelrolle für die anmutige Heideline Weis).
Eine Irrenanstalt, hinter deren Mauern unliebsame Zeugen für immer mundtot gemacht werden können, und das grosse Geheimnis um eine ungesühnte Tat. Zwei Männer, die skrupellos ihre teuflischen Pläne verfolgen, und ein schier unfassbares Komplott, das droht jegliches Liebes- und Lebensglück für immer zu vernichten.
Wild und sturmumtost sind die Küsten Cornwalls, die die Auftaktszenerie zu " Der rote Schal" bilden.
Unberechenbar und wild bewegt auch das Schicksal zweier junger Männer ,Allan Armadale und Ozias Midwinter, die hier Freunde werden und die doch ein furchtbares Geheimnis aneinanderkettet.
Ein Geheimmis, das über Generationen hinaus entsetzliches Unheil heraufbeschwören kann.
Eine Mitwisserin kann beiden endgültig zum Verhängnis werden. Eine hypnotisch schöne Frau ( die unvergleichlich betörende Ellen Schwiers) , die mit eiskalter Akribie ihre verderbenden Ränke schmiedet, während die Geister vergangener Schuld Stück für Stück nach den Lebenden greifen.
Das Abenteuer und das Mysterium erwarten Sie !
Meine absolute Empfehlung für diese zwei unvergesslichen Fernseh- Meisterwerke, inszeniert in grosser Perfektion und atemloser Spannung, die wohl nie mehr zu erreichen sein wird.
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am 14. April 2014
Die beiden Krimis hatten mich schon als Fernsehprozession fasziniert. Wem ich den Vorzug geben soll, um diese Antwort möchte ich mich drücken. Etwas wurde uns (meine Frau und ich) klar, vernünftige Krimidrehbücher gibt es kaum noch. Möglichst viele Leichen,
Frühstück mit dem Toten, Wettrennen, als sehe man einen Sportfilm. Ich sehe viele Krimis, es sind nur wenige, die wirklich den Namen eines guten Krimis verdienen. Manche Polizeirufe - auch ohne Leiche - sind besser.
Ich war froh, daß ich die "Frau in Weiß" und den "Roten Schal" mir jetzt ansehen kann, wenn ich will, und nicht warten muß daß die
Fernsehprogramme mal gute Filme wiederholen. Manche werden ja bis zum Erbrechen wiederholt.
Dr. Gäbert
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am 30. Januar 2010
Meilensteine meiner Kindheit! Eine unheimliche Frau mit dem roten Schal, eine mitleidserregende Frau in Weiß, zwei Charaktere, wie sie sich nur Wilkie Collins ersinnen konnte. Obwohl es mir damals noch nicht erlaubt war, diese Filme zu schauen und man als Kind nur einige verbotene Blicke erhaschen konnte, sind es dennoch Eindrücke gewesen, die sich tief eingebrannt haben. Toll, dass man diese Schätze des deutschen Fernsehens nun endlich in sehr ansprechender Qualität nach Hause holen kann. Schauspieler wie Ellen Schwiers, Heidelinde Weis oder Eric Pohlmann runden dieses einmalige- für damalige Verhältnisse und auch heute noch- sehr spannende und unterhaltsame Filmerlebnis ab. Das war noch ganz große Unterhaltung auf ansprechendem Niveau.
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am 6. November 2014
Den Film habe ich früher als Jugendliche gesehen und fand ihn toll. Diese Art von Filmen finde ich super. Durch Zufall fand ich ihn beim Stöbern von DVD's wieder. Wer solche Art von Krimis mag kann ich diesen weiter empfehlen.
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am 25. März 2017
Lieferung, Verpackung und Ware war alles bestens, besser hätte es nicht sein können. Ich habe mir die Filme "Die Frau in Weiß" und "Der rote Schal" bereits angesehen, sind total gut.
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am 12. April 2015
Ich habe die Bücher früher gelesen und auch die Filme damals im Fernsehen gesehen. Sie haben mir gut gefallen und ich freue mich, dass es diese jetzt auf DVD gibt. Sie sind spannend und zeigen menschliche Damen und Abgründe ohne zu brutal zu sein. Es ist ein Stück Filmnostalgie mit sehr guten Schauspielern besetzt und es macht Freude diese Filme wieder zu sehen.
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am 12. Dezember 2013
Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich die beiden fast gleichzeitig entstandenen Filme sind, da es sich bei beiden doch um Verfilmungen von zwei im
19. Jahrhundert geschriebenen Romanen von Wilkie Collins handelt. Beide wurden als Mehrteiler für das deutsche Fernsehen bearbeitet.

"Die Frau in weiß" ist die Geschichte der jungen Laura Fairlie (Heidelinde Weis), die von ihrem gleichgültigen, selbstsüchtigen Onkel, Sir Frederic Fair-
lie (Helmut Käutner), dazu gebracht wird den unangenehmen Sir Percival Glyde (Pinkas Braun) zu heiraten, obwohl sie den Zeichenlehrer Walter Hartright
(Christoph Bantzer) liebt. Ihre Halbschwester Marian Holcombe (Eva Christian) steht ihr immer liebevoll zur Seite, aber welche Rolle spielen ihre Tante,
die Contessa di Fosco (Edith Lechtape), und deren Ehemann, der Conte (Eric Pohlmann)? Und was hat es mit Lauras Doppelgängeri Anne auf sich? Der Fernseh-
film war damals ein wirklicher Straßenfeger, und es gab nur wenige Schauspieler, die wegen ihrer Rolle so unbeliebt waren wie Eric Pohlmann. Der spielte
so fantastisch, dass die Zuschauer ihn mehr verabscheuten als Pinkas Braun. Ein spannender, romantischer Thriller, der auch heute noch eine gewisse Wir-
kung hat. Es gibt leichte Abänderungen zum Buch, zum Beispiel ist Eva Christian viel zu attraktiv für ihre Rolle, die Atmosphäre bleibt aber erhalten.
Die Darstellerinnen und Darsteller muss man bis in die kleinsten Nebenrollen hoch loben.

"Der rote Schal" ist bedeutend spröder inszeniert. Die Geschichte ist auch düsterer angelegt. Allan Armandale (Heinz Ehrenfreund) und Ozias Midwinter
(Fred Haltiner), der eigentlich auch Allan Armandale heisst, sind engste Freunde. Was sie beide nicht wissen ist, dass Ozias Vater vor langer Zeit
Allans Vater ermordet hat. Allan und Ozias verlieben sich beide in die geheimnisvolle Lydia Gwilt (Ellen Schwiers), die Frau mit dem roten Schal, wel-
che undurchschaubar ist. Sie steht in enger Verbindung mit der verbrecherischen Frau Oldershaw (Ida Ehre) und Dr Downward (Arno Assmann). Es ist sehr
modern, wie der Charakter Lydias gezeigt wird, das bringt übrigens auch den Zuschauer dazu, zwischen Sympathie und Antipathie in Bezug auf Lydia zu
schwanken. Denn die beiden jungen Männer, die sie so intensiv beeinflusst, sind die Sympathieträger des Films. Allan ist romantisch und recht unbe-
kümmert, Ozias dagegen melancholisch und grüblerisch. Neben Ellen Schwiers bietet in einer Nebenrolle Edda Seippel die umwerfendste Leistung, sie spielt Frau Milroy, die Mutter von Allans späterer Flamme Nelly (Marion Marlon).

Die DVD ist der Herkunft angemessen ausgestattet, das Bild ist bei "Die Frau in weiß" oft nruhig und flackernd, bei "Der rote Schal" manchmal etwas
sehr dunkel, der Ton ist bei beiden Filmen ein wenig hohl und scheppernd. Die beiden Filme sind aber aus nostalgischen Gründen immer noch sehenswert.
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Mit Straßenfeger 10 aus dem Hause Studio Hamburg enterprises bekommt der Zuschauer die dreiteilige Fernsehserie Die Frau in Weiß von 1971 und der ebenfalls dreiteiligen Fernsehserie Der rote Schal von 1973 geboten. Die sechs Episoden befinden sich auf vier DVD und haben zusammen eine Laufzeit von 570 Minuten. Beide Serien basieren auf Romanen von Wilkie Collins und wurden – soweit ich das zu beurteilen vermag – nahe am Buch umgesetzt.

„Die Frau in Weiß“ dreht sich um den Zeichenlehrer Walter, der eines Nachts einer mysteriösen Frau in Weiß begegnet. Die verwirrte Frau ist aus einem Irrenhaus ausgebrochen und hilflos, so dass Walter ihr hilft wieder in die Anstalt zu kommen. Als er in Cumberland eine neue Stelle als Zeichenlehrer antritt, erkennt er in einer Schülerin die Frau in Weiß wieder. Mit der Zeit verliebt er sich in sie – doch sie reicht einen anderen die Hand, der nur hinter dem Geld her ist und auch vor Mord nicht zurückschreckt.

Der zweite Film („Der rote Schal“) spielt Mitte des 19. Jahrhunderts in England. Als in der Nähe des kleinen Fischerdorfes Summerset der junge, bewusstlose Ozias aufgefunden wird, nimmt sich Allan seiner Pflege an. Er ahnt nicht, das Ozias und sein Vater erbitterte Feinde waren, bis Allans Vater getötet wurde. Ozais will nicht, dass die Feindschaft der alten Herren die Freundschaft der jungen Männer zerstört. Doch als eine Frau mit einem roten Schal auftaucht, kommt die Wahrheit ans Licht …

Der Zuschauer bekommt hier zwei wunderschöne Mini-Serien geboten, die man sich immer mal wieder ansehen kann. Heidelinde Weis und Ellen Schwiers spielen hier hervorragend, wobei sich auch die anderen Darsteller nicht verstecken müssen. Dazu kommen schöne, ausgesuchte Kulissen und Kostüme. Wir haben uns die Serien gerne angesehen und können diese Fans empfehlen.
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am 29. September 2013
Diese Filme erinnern auf angenehme Weise an die Zeit, da FS noch großen Erlebniswert hatte.
Gute Umsetzung des originalen 4:3-Formates in 16:9.
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am 18. Dezember 2014
Die Edition „Straßenfeger“ von Studio Hamburg enthält wertvolle Schätze aus den Fernseharchiven mit digital restaurierten Klassikern und interessantem Bonusmaterial. Es sind durchweg wertvolle Filme und Serien meist des Kriminalfilmgenres aus den 1960er und 1970er Jahren, als das deutsche Fernsehen noch in den Startlöchern stand. Damals gab es zwei Programme und traumhafte Einschaltquoten, die heute noch nicht einmal bei wichtigen Fußballmeisterschaften erreicht werden. Einige Krimi-Mehrteiler nach Francis Durbridge erreichten Traumergebnisse von bis zu 90 Prozent. Das Fernsehen lockte eine ganze Nation vor die Bildschirme und sorgte für leere Straßen. Die „Straßenfeger-Edition“ möchte in mehreren Phasen an diese gute alte Zeit des Fernsehens erinnern und unterschiedliche Aspekte dieser besonderen Epoche thematisch abbilden.
Die erste Phase („Eine Nation hält den Atem an“) mit den Boxen 1-10 widmet sich besonders Francis Durbridge mit seinen raffiniert konstruierten Fällen. Sie eröffnen dem Zuschauer den faszinierenden Kosmos des Verbrechens, der ihn in allen seinen Facetten von da an nicht mehr loslässt. In dem klassischen Erzählmuster sammelt ein Ermittler Indizien, verhört Zeugen und besteht Gefahren, bis er am Ende mit Beharrlichkeit und Köpfchen den Verbrecher dingfest macht. In der zweiten Phase („Vom Kammerspiel zum Krimireißer“) mit den Folgen 11-20 stehen Actionfilme und Thriller im Mittelpunkt. Die Nachfolger des englischen Gentleman-Ermittlers kämpfen nach dem amerikanischen Vorbild mit härteren Bandagen. Vor allem der Kalte Krieg mit Themen wie Spionage, Sabotage, Geiselnahme und politischer Mord sorgt für neue Krimistoffe in der DDR und BRD. Die dritte Phase („Klassiker und Remakes“) mit den Folgen 21-30 zeigt Vorläufer der aktuellen Krimireihen wie „Das Kriminalmuseum“, aber auch Parodien wie die Geldfälscher-Komödie „Millionen nach Maß“ mit Curd Jürgens, ein Remake von „Die zwölf Geschworenen“ mit Mario Adorf, „Graf Yoster gibt sich die Ehre“ oder den DDR-Spionage-Thriller „Das unsichtbare Visier“. Die vierte Phase („Ermittler, Exotik und illegaler Grenzverkehr“) bringt ein Wiedersehen mit „Privatdetektiv Frank Kross“, Superdetektiv „Cliff Dexter“ oder mit dem „grünen Ungeheuer“, das exotische Abenteuerstimmung in die Edition bringt. Schmuggel und Zollbetrug führen bei „Es geschah an der Grenze“ und „Eurogang“ zu illegalem Grenzverkehr. Die erfolgreichste Krimi-Serie der ARD „Sonderdezernat K1“ ist ebenso dabei wie der erste deutsche Krimi-Mehrteiler „Gesucht wird Mörder X“ oder „Stahlnetz“, das bis heute als Synonym für „Straßenfeger“ steht. Die neueste Phase widmet sich Einzelfilmen und Serien, darunter etwa nach Vorlagen von Agatha Christie.
Die zehnte Folge der „Straßenfeger“-Reihe bringt zwei dreiteilige Verfilmungen, entstanden 1971 und 1973, nach Kriminalromanvorlagen des britischen Schriftstellers Wilkie Collins (1824-1889). In dieser Zeit standen für die deutschen Fernsehregisseure die britischen Krimiautoren in der Gunst ganz oben, was die unzähligen Verfilmungen nach Edgar Wallace, Francis Durbridge oder Agatha Christie belegen. Insgesamt bietet die Folge 10 der „Straßenfeger“ 570 Filmminuten, zusätzlich gibt es noch Interviews mit den Hauptdarstellerinnen Heidelinde Weis und Ellen Schwiers.
Der berühmteste Roman von Wilkie Collins „Die Frau in Weiß“ war bereits mehrfach verfilmt worden, erstmals 1912 als Stummfilm, als er im Mai 1971 als Dreiteiler unter der Regie von Wilhelm Semmelroth erstmals in der ARD lief. Die Produktion wurde eine der erfolgreichsten Fernsehproduktionen des Jahres und lockte rund 9 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Dank Studio Hamburg ist dieser Straßenfeger wieder zu sehen, denn leider werden derartige Glanzlichter der deutschen Fernsehgeschichte kaum oder nie wiederholt. Unter den Darstellern ist auch die Regielegende Helmut Käutner zu bestaunen. Der Zeichenlehrer Walter Hartrigth (Christoph Bantzer) soll auf einem alten Landschloss die Nichten von Sir Frederic Fairlie unterrichten. Er verliebt sich bald in Laura, die jüngere der beiden Schülerinnen. Marian, ihre Schwester eröffnet ihm, dass Laura bereits mit Sir Percival Glyde verlobt ist. Sir Persival besteht auf der Hochzeit. Doch er hat eine Feindin, die „Frau in Weiß“, die Laura zum verwechseln ähnlich sieht. In einem anonymen Brief verrät sie, dass Sir Parcival und seine Freunde Comtessa und Conte Fosco es nur auf das Geld von Laura abgesehen haben. Während einer großangelegten Intrige stirbt die „Frau in Weiß“ im Haus des Conte. Wenig später wird jedoch die „Frau in Weiß“, die der Lady Laura zum verwechseln ähnlich sieht, ins Sanatorium gebracht. Walter Hartrigth findet nach längerem Auslandsaufenthalt nur den Grabstein seiner einstigen Geliebten. Hartright setzt alles daran, die wahre Identität der angeblichen „Frau in Weiß“ zu beweisen und versucht, zwei verbrecherischen Adeligen das Handwerk zu legen, die seiner Liebe die Identität raubten.
Auch in dem Dreiteiler „Der rote Schal“ spielt eine geheimnisvolle und betörende Frau eine entscheidende Rolle. Außerdem stehen zwei ungleiche Freunde, die unter dem Fluch ihrer Väter gleichen Namens stehen, im Zentrum der Geschichte. Erst 20 Jahre nach der unentdeckten Tat auf einem französischen Frachter erfährt der Sohn des Mörders, der mittlerweile den Decknamen Ozias Midwinter angenommen hatte, das Geheimnis der tödlichen Feindschaft und den Fluch, der über dem Namen Armadale liegt. Der sensible, feinfühlige Grübler kämpft verzweifelt gegen die Schatten der Vergangenheit an, die ihn und seinen fröhlichen und sorglosen Freund Allan Armadale bedrohen. Zudem verlieben sich beide in die auffallend attraktive Lydia, die Frau mit dem roten Schal, ohne zu ahnen, dass auch sie in das damalige Drama der Väter verwickelt gewesen war und auch jetzt wieder eine Bedrohung darstellt.
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