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am 25. November 2008
"Die Kammer der toten Kinder" ist ein Thriller der das Genre keinesfalls neu erfindet. Dennoch ist der Film erfrischend anders, da er sich handwerklich von den gängigen Hollywood-Thrillern unterscheidet. Mit einer teilweisen düsteren und spannenden Inszenierung und mit durchweg natürlichen Charakteren kann sich der Film trotz einiger Schwächen einen Platz im vorderen Mittelfeld sichern.

6 von 10
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am 30. Mai 2015
Der Film ist ein bißchen langeatmig und in Teilen auch wirr. Der Schluss ist blöd. Im Großen und Ganzen ganz nett
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am 3. Oktober 2008
Die Leinwand ist vollkommen schwarz. Nur die Tonspur hat unsere Aufmerksamkeit. Ein eskalierender Ehestreit. Panik. Dumpfe Schläge. Dann nur noch Schreien... Aufblende. Sepiafarbenes Bild. Ein kleines Mädchen geht ins Badezimmer. Und findet seine Mutter tot in der Wanne liegend.

So beginnt "Melody's Smile". Und nicht nur lässt er die Hintergründe des Vorspanns lange offen ' er beginnt seine richtige Erzählung in der Jetztzeit gleich mit zwei weiteren Mysterien: das Mädchen Melody wurde entführt und umgebracht, aber hergerichtet wie eine Puppe hinterlassen ' samt unergründlichem Lächeln. Aber Tote können doch gar nicht lächeln... Wie kann das also zu erklären sein, und was steckt dahinter? Hat das Ganze etwas mit dem zweiten Mysterium zu tun? Zwei Freunde rasen betrunken und mit ausgeschalteten Scheinwerfern durch ein Industriegebiet. Und überfahren einen Mann, der wie aus dem Nichts vor ihnen auftaucht. Bei sich hat er eine Tasche. Inhalt: zwei Millionen Euro. Wer war dieser Mann?

Während diese Rätsel zwar schon sehr früh im Film gelöst werden, machen sie doch nachdrücklich klar, wo "Melody's Smile" hin will: spannender Thrill rund um Serienmörder und polizeiliche Ermittlungsarbeit, mit einem weiblichen Helden und mehreren schockierenden Erkenntnissen, der ungeahnte Haken schlägt und den Zuschauer miträtseln und mitfiebern lässt. Das Vorbild des Films ist nur allzu offensichtlich: "Das Schweigen der Lämmer", dessen Romanvorlage sogar einmal kurz im Film zu sehen ist.

Nur leider kann sich dieser französische Beitrag weder eine Jodie Foster noch einen Anthony Hopkins leisten ' und schon gar keinen exzellenten Drehbuchautoren. Vielmehr einen, dessen liebstes Handwerkszeug der Unwahrscheinlichkeits-Generator ist. Das fängt schon bei unserer Heldin Lucie an, deren Profilerqualitäten scheinbar aus dem Stand überirdische Level erreichen. So löst sie das Rätsel um Melodys Lächeln am Anfang des Films in Sekundenbruchteilen, während ihre altgedienten Kollegen nur Bahnhof verstehen ' und generell nicht eben im besten Licht gezeigt werden. Vom Spanner über den Neider bis zur milden Tyrannin, hier sind alle klischee-voll dabei.

Ärgerlicher sind aber zum einen die kaum begründeten, noch weniger glaubwürdigen Charakterwandlungen, die mindestens zwei Figuren des Films (nicht kontinuierlich) durchmachen. Und zum anderen die hanebüchenen Storyelemente, mit denen der Plot beim Zuschauer zwar immer wieder tatsächlich für Überraschung sorgt. Die Freude darüber wird aber bei weitem übertroffen vom Ärger über die Unglaubwürdigkeit und die Ungelenkheit, mit der man sich hier ein großes Rätsel und seine Auflösung zurechtzimmert, was so weit weg von allem ist, was man realistisch nennen könnte... Was natürlich auch das Mitraten zu einem ziemlich sinnlosen Unterfangen macht. Denn wenn ständig aus dem Nichts heraus neue Indizien und Erkenntnisse präsentiert werden, an welche die Protagonisten oft auch noch nur durch dolle Zufälle geraten, dann kann natürlich jederzeit auch der Gärtner der Mörder sein. Oder ein gerade eben um die Ecke gebogener Busfahrer vom Mars, das Drehbuch macht's möglich. Ärgerlich für einen Film, der sich doch eigentlich ums intelligente Kombinieren drehen sollte...

Ansonsten ist hier vieles typisch französisch, was sowohl das meist nicht eben überwältigende Tempo der Erzählung als auch das eher naturalistische Setdesign betrifft (von ein paar opulenteren Innenszenen einmal abgesehen). Die Schauwerte und die Atemlosigkeit des Zuschauers sind also begrenzt.

Der Unterhaltungsfaktor von "Melody's Smile" ist dennoch überdurchschnittlich. Denn wenn man das große Rätsel auch kaum detektivisch mit entschlüsseln, seine Lösung höchstens erraten oder auch erfühlen kann, ist es doch einigermaßen spannend inszeniert. Die Dramatik des Geschehens steigert sich im Filmverlauf stetig, die wenigen Nebenhandlungen sind sinnvoll ins Gesamtbild integriert, die Darstellerleistungen ordentlich. Und Überraschungen gibt es, wie erwähnt, einige.

So hat mich der Film teilweise zwar wirklich geärgert. Nicht nur für ein Erstlingswerk hat er aber auch beachtliche Qualitäten und ist für Krimi-/Thrillerfreunde jederzeit, für alle anderen immerhin zwischendurch gut geeignet. In Frankfurt einer der Publikumslieblinge beim "Fresh Blood"-Award des Fantasy FilmFest 2008. Von mir 6 von 10 Punkten.
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