Shop now Shop now Shop now Shop now Shop now Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos Learn More Mehr dazu HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Shop Kindle PrimeMusic AmazonMusicUnlimited BundesligaLive longSSs17



am 19. September 2015
... für mich verdammt schwer zu entscheiden, was ich davon halten soll. Das war Roy Anderssons Film -Das jüngste Gewitter- für mich. Die oft in grau gehaltenen Bilder verbinden verschiedene kleine Geschichten miteinander, die teilweise Zusammenhänge bilden und teilweise nicht. Dazu gibt es Dialoge zwischen Schauspielern und der Kamera, jede Menge grauer Bilder und ich stellte mir mehrmals die Frage, die ich als Rezensent niemals stellen möchte: Was will der Künstler uns damit sagen? Ich kann diese Frage nicht beantworten, aber wer weiß, vielleicht können sie es ja.

Eine junge Frau verehrt den Musiker Micke und will ihn heiraten. Das Pärchen Uffe und Mia kann nicht mit aber auch nicht ohneeinander. Ein Frisör verpasst einem Manager einen Extrahaarschnitt. Ein Mann, der auf einer Feier den Tischtuchtrick vorführen will, landet auf dem Elektrischen Stuhl. Ein Psychiater kommt mit den Problemen seiner Patienten nicht klar. Ein Wirt nimmt in seiner Kneipe die letzten Bestellungen entgegen. Ein Geschäftsmann wird von einem Dieb bestohlen.

-Das jüngste Gewitter- kommt kafkaesk und ohne Roten Faden dahermarschiert. Die Szenen waren für mich teilweise ergreifend schön, dann aber auch wieder komplett belanglos. Ich weiß nicht, was ich von Roy Anderssons Film halten soll. Insofern sollten sie sich nicht auf mein Urteil verlassen und selbst ausprobieren, was sie von diesem Film halten. Ich kann ihn weder empfehlen noch abraten. Probieren sie es einfach aus...
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. September 2009
Roy Anderssons Film beginnt mit der Einblendung eines Goethe-Zitats: "Freue dich also, Lebendger, der lieberwärmeten Stätte, ehe den fliehenden Fuß schauerlich Lethe dir netzt."
Nachdem man den Film gesehen hat, muss man erkennen, dass hiermit eigentlich bereits alles gesagt ist und die zentrale Aussage des "Jüngsten Gewitters" auf einen kleinsten Nenner gebracht wurde. Doch bis diese Erkenntnis zum Zuschauer durchgedrungen ist, warten erst einmal eineinhalb Stunden köstlicher Filmgenuss der Extraklasse. Meist wunderbar komisch, doch oft auch bedrückend.
"Du levande" heißt der Film mit schwedischem Originaltitel, was soviel bedeutet wie "Ihr, die Lebenden". Und so ist es nicht verwunderlich, dass Andersson uns hier einen Spiegel vorhält und von den Schwierigkeiten des Menschseins erzählt.

Die Stadt in der die Filmhandlung spielt mutet zunächst fast wie eine fremde Zwischenwelt an. Die Menschen sind allesamt blass wie Zombies; die Gespräche, die Gedanken und die Handlungen scheinen von einer seltsamen Trägheit befallen zu sein. Man redet aneinander vorbei, niemand versteht den anderen mehr. Die Praxis des resignierenden Psychiaters ist prall gefüllt, man kann den Tag nur noch im Alkoholrausch ertragen. Die fordernden Schreie eines Kindes bleiben vom Vater ungehört und unbeachtet. Glück kann man wenn überhaupt nur noch in seinen Träumen finden. So wie Anna, die in den Gitarristen einer Rockband vernarrt ist, ihn schließlich heiratet und gemeinsam mit ihm zu einer Hochzeitsreise in einem fahrenden Haus aufbricht - natürlich nur in ihren Träumen. Aber auch die Träume sind auf Dauer kein sicheres Refugium: Verdrängte Schuld und Ungerechtigkeit finden ihren Weg auch dorthin, wie ein Bauarbeiter erfahren muss, der sich in der Gesellschaft feiner Damen und Herren an einem Tischtuchtrick versucht. Der Trick misslingt (für Zaubertricks und Magie gibt es in dieser Welt nicht mal im Traum einen Platz) und das mehr als zweihundert Jahre alte Porzellan geht zu Bruch, während die versteckten Hakenkreuze auf dem Tisch unter der Decke entblößt werden. Drei biertrinkende Richter verurteilen den Mann zum Tod auf dem elektrischen Stuhl.
Hin und wieder schaffen sich die deprimierten Figuren mit dem Zuschauer selbst ein Ventil für ihren Frust, wenn sie direkt in die Kamera blicken und von der Ödnis ihres unverstandenen Daseins berichten.

Als eine Art Zusammenhalt dieser unzähligen Flickenteppiche, aus denen der Film aufgebaut ist, fungiert dabei die Musik. Die Mitglieder einer Jazzband werden zu verschiedenen Anlässen, bei den gemeinsamen und einzelnen Proben, bei Militärmärschen, Begräbnissen oder auch privat beim skurrilen und völlig desinteressierten Sex mit der Ehefrau gezeigt. Eine der schönsten Szenen dreht sich um eine der Bandproben, bei der die Jazzband gemeinsam gegen ein draußen lautstark tobendes Gewitter anspielt.

Und was soll uns das ganze nun sagen? Auf dem Begräbnis eines Firmenvorstandes, den ein plötzlicher Schlaganfall in einer Vorstandssitzung unvermittelt aus dem Leben gerissen hat, sorgt die eben erwähnte Jazzband für musikalische Untermalung während eine Frau von einer Stadt über den Wolken singt. Es sei ein Ort ohne Schmerzen, Trauer und Krankheiten, wohin man nach dem Ende seiner beschwerlichen irdischen Existenz heim in das himmlische Reich Gottes einkehre.
Am Ende des Films halten verschiedene Menschen in der ganzen Stadt nach und nach bei ihren alltäglichen Verrichtungen inne, da sie etwas am Himmel bemerkt haben. Völlig fixiert starren sie nach oben. In der letzten Szene befinden wir uns über den Wolken und sehen, was dort wirklich auf die Menschen unten auf der Erde wartet. So viel sei gesagt: Es ist keine himmlische Stadt.
Und so wird auch der von mehreren Figuren immer wieder aufgenommene Ausspruch "Morgen ist auch noch ein Tag" in Frage gestellt. Wenn wir immer alles weiter auf morgen verschieben, wenn wir unsere Erlösung nicht heute und hier sondern morgen oder im nächsten Leben suchen, und es dann plötzlich kein morgen, kein nächstes Leben gibt, ist unser Leben dann nicht verwirkt?

"Das Jüngste Gewitter" ist übrigens der mittlere Teil einer bisher noch unvollendeten Trilogie. Den Anfang machte "Songs From The Second Floor" aus dem Jahre 2000. Dieser vor allem stilistisch sehr ähnlich gelagerte, wenn auch noch etwas schwermütigere Film sei ebenfalls jedem ans Herz gelegt. Der dritte Teil ist nach Anderssons Aussagen im Audiokommentar dieser DVD bereits in Arbeit. Da sich der Regisseur jedoch bekanntlich aus gutem Grund viel Zeit für seine Filme lässt und jedes Detail exakt durchgeplant sein will, könnte dessen Fertigstellung noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Darauf freuen dürfen wir uns jedoch allemal schon jetzt.

An der DVD selbst gibt es nichts auszusetzen. Sauberes Bild und klarer Ton. Die ausgewaschenen Farben sind natürlich ein bewusst gewähltes Stilmittel und nicht auf technische Defizite der DVD-Umsetzung zurückzuführen. Auch die dargebotenen Extras sind sehr sehenswert. Im Audiokommentar beleuchtet Roy Andersson hier und da ein wenig den Entstehungsprozess und die praktische Umsetzung einiger Szenen, erläutert seine Absichten und Intentionen oder plaudert einfach ein wenig aus dem Nähkästchen, z.B. über geplante weitere Filme (siehe oben). Mit Ausnahme einer einzigen Szene wurde auch alles komplett im Studio gedreht, eines der DVD-Extras entlarvt dann auch die im Film vorkommenden Örtlichkeiten als Filmkulissen. Hier wird einmal mehr deutlich, dass jeder einzelne Kamerawinkel, jeder Stuhl und jeder Bilderrahmen an der Wand genauestens geplant und durchkomponiert sind und kein einziger Quadratmeter Kulisse zu viel aufgebaut wurde. Abgerundet werden die Extras durch einen etwa 15minütigen Durchschnitt durch Anderssons bisherige Lang- und Kurzfilme, der wirklich Lust auf mehr macht.

Für alle, denen die Rezension zu lang ist, und die sowieso nur das Resümee interessiert:
"Das Jüngste Gewitter" ist so wunderbar ehrlich; er hält uns einen Spiegel vor, gerade da wo es weh tut, wenn wir uns in dieser oder jener der bewusst überzeichneten Figuren wiederfinden. Er zeigt uns eine deprimierte und desinteressierte farblose Welt, die wohl so mancher gern als bloßes Kunstprodukt abtun würde. Inwieweit wir jedoch heute schon in dieser Welt leben, wie Zombies durch die Gegend stiefeln und auf die Bomber warten, das muss wohl jeder für sich selbst herausfinden. Einen Denkanstoß liefert Roy Anderssons großartiger Film aber hoffentlich.
11 Kommentar| 27 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Juni 2015
" Die letzte Chance, sich mal richtig abzufüllen ".....sagt die schwer angeheiterte
Dame, - wobei sie alles andere als heiter erscheint. Nämlich....keiner versteht sie...
kein Schwein.....sagt sie.
DAS JÜNGSTE GEWITTER ist eine Aneinanderreihung verschiedener Situationen,
Konflikte und Merkwürdigkeiten, die meine Mundwinkel leicht nach oben zogen,
aber auch andächtig zum Nachdenken verhalfen. Menschen mit Macken, Menschen
mit kleinen und grossen Sorgen.
" Hier geht so manches schief. Ist nicht mein Tag heut`."

Ein schwedisches Überraschungs- Filmchen. Vom kleinen Mann im Autostau über
eine Gerichtsverhandlung, wo Bier serviert wird, erscheint der Film im ersten Moment
sehr sinnfrei. Und bei allen Absurditäten beinhaltet er sogar lustig- makabre Schock-
momente.
" Entspannen Sie sich...Sie müssen an was anderes denken......"...wird dem zum Tode
verurteilten, der auf dem elektrischen Stuhl Platz nimmt, empfohlen.
Schwarzhumoriges aus Ikealand reizt mich immer zum verweifelten Ablachen. Mal wieder
Humor der etwas anderen Art. Vorzüglich. Und so bittersüss realitätsnah.
Das Leben ist grausam, die Apokalypse droht, - und zum Abendessen gibt`s alkoholfreies
Bier!

*****************************************************************************************************************

Inhalt:

Die junge Frau, die sich die Hochzeit mit einem begehrenswerten,
aber unerreichbaren Rock- Musiker erträumt.
Der Psychologe, der es leid ist, seine Patienten mit ihren eingebildeten
Krankheiten zu behandeln.
Oder der Frisör, der sich an einem unfreundlichen, sehr unfreundlichen
Kunden auf seine Weise rächt.
Skurril. Hintersinnig. Wird hier das Thema der Vergeblichkeit irdischen
Glücks variiert. Es zeigt den Menschen in all seiner Selbstsucht und
Gleichgültigkeit- aber auch mit seinem vollen Mitgefühl und seiner Liebe.
Hochkomisch- gerade, weil es eigentlich nichts zu lachen gibt.............
..............................................................

'''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''

Fazit:

Mal ulkig, mal so traurig. Und mal mit einem Augenzwinkern echt zu geniessen.
Seltsame Räume, Schulen, Amtsstuben, die mit dicken Aktenordnern und mit
noch dickeren Leuten vollgestopft sind.
Fast alle Mitwirkenden im Film sind blassgrau- auch Wandfarben und Kleidung:
Die Welt wirkt so vergangen...trägt noch Spuren einer Industrie- Gesallschaft.
Zweihundert Jahre altes Porzellan, das einem Trick zugute kommen soll..........
und dieser missglückt natürlich........ich erwartete es tatsächlich.....komisch. :-))
Kurz- ein erlesener, wunderbarer Film.
DAS JÜNGSTE GEWITTER ist geprägt von ganz alltäglichem Humor und Scharfsinn.
Der uns allen die absurden Kuriositäten des Lebens vor Augen führt. Grotesk.

FÜNF wertschätzende Sterne dafür!

_______________________

Extras:

- Erweiterte Kulissen= 8 Minuten

- Weitere Roy Andersson Filme= 15.30 Minuten (Sehenswert!)

- Trailer: Bye, bye Blackbird, Battle in Heaven, Populärmusik aus Vittula, Dark Horse
und Jagdhunde!
2727 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Juni 2013
Hier hat der Regisseur ein wahres Meisterwerk geschaffen!

Dieser Film zeigt unsere Gesellschaft wie sie ist, wie die Meisten sie aber sicherlich noch nie wahrgenommen haben. Dieser Film ist ein Blick in den Spiegel...
Zugleich ist der Film wunderbar witzig und zeigt die Dinge oft so überspitzt, dass sie absurd wirken.

Die Aussage des Films wird auch durch die Atmosphäre unterstützt: Farblose graue Wände, kaum Schnitte und Perspektivwechseln innerhalb einer Szene, bizarre Dialoge oder auch einfach die zeitliche Überschneidung von bestimmten Handlungsteilen...
Allerdings ist das ein Humor, mit dem nicht jeder etwas anfangen kann, weil ihn nicht jeder versteht.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Februar 2012
Viele ganz, ganz kleine, zumeist unspektakuläre Geschichten, die eine große Geschichte ergeben - und die ist zum Weinen traurig, zum Quietschen komisch, absurd, makaber - und zum Niedersinken schön. Die Schlusseinstellung - eine Punktlandung.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Mai 2015
Als Schüler von Ingmar Bergman wurde Roy Andersson immer schlecht behandelt, weil er sich für die soziale Situation der Menschen interessierte und die reaktionäre Weltanschauung Bergmans nicht teilte. Lange Jahre in Schweden von Geldgebern kaltgestellt kommt er in den letzten Jahrzehnten mit seinen Meisterwerken. Man soll wissen, dass fast jede Szene in sehr aufwändige Arbeit in einer Wohnung in Stockholm gebaut wurde. Hier kann man ein Gefühl davon bekommen, was es heissen kann, Mensch zu sein.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Januar 2014
Hi Moin!

Wer den schwarzen Humor mag,ist damit sehr gut aufgehoben. Ich kannte bisher nur den Humor der Engländer.
Aber er ist noch zu toppen.

we
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Oktober 2013
Man liebt den Film oder man hasst Ihn, dazwischen gibt es nichts. Wer Lust auf einen ungewöhnlichen Film hat - anschauen- incl. Bonusmaterial (Making of)
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. März 2009
Der Film zur Krise.. Hab meine Weltsicht selten so konsequent umgesetzt erlebt: Als Gefangener der eigenen Begrenztheit stolpert man von einer Beklemmung in die Nächste und das Einzige das vor der totalen Verzweiflung rettet ist (schwarzer) Humor.
..und natürlich gute Musik wie dieser Film wunderbar zeigt.Das jüngste Gewitter
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Januar 2012
...über diesen "Film" etwas zu schreiben fällt sagenhaft schwer.Ich glaube es kommt stark auf die Stimmmung an, in der man sich befindet wenn man ihn sieht. Da man über Kunst bekanntlicherweise sehr wohl streiten kann, wird das bei diesem Film nicht gerade selten passieren.Dieser Film ist ein Kunstprodukt, alle Szenen sind mit fester Kameraeinstellung gedreht, geht auch nicht anders, sonnst würde das Szenenbild in seine Bestandteile zerfallen. Die Spielszenen sind wie kleine Minidrahmen inszeniert, und doch ergeben sie zusammen ein Ganzes.Vieles wirkt so sagenhaft hölzern, unbeholfen und tragisch komisch. Zum Teil wirkt der Film wie ein großes Experiment - Ansehen und selbst entscheiden. Auf alle Fälle nichts für einen entspanten Filmabend mit Chips und Bier für mal eben so - eher Dokumenta Kassel...
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken