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  • Forth
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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
29
4,1 von 5 Sternen
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am 24. August 2008
Sie waren das vielversprechende Sprachrohr einer musikalischen Welle, die Mitte der Neunziger halb Europa überrollte und sich Britpop nannte. Und Richard Ashcroft und seine Jungs verschwanden damals so schnell, wie sie jetzt wieder aufgetaucht sind...

Eins sei vorne weg gesagt: 'Forth' ist ein fantastisches durch ein Medikament gefülltes Wunderland, in dem jeder nackt ist und nicht aufhört zu schwitzen. Nun, so fühlt sich das Album jedenfalls für mich an. 'Sit & Wonder' ist der perfekte Titel für einen Opener. Den zu lange haben wir auf einen neuen Release dieser Band gewartet und das muss zuerst verdaut werden. Wer bei 'Forth' aber auf Songs wie 'Bittersweet Symphony' wartet, tut dies vergebens. Denn auch 'The Verve' haben sich nach fast 11 Jahren weiterentwickelt. Die Songs sind meist verträumt, sogar verspielt. Trotzdem ist es ein Album voller Ohrwürmer und Hymnen. Besonders 'Judas', 'Rather Be' und 'I see Houses' lassen mich durch das Wunderland hüpfen. Die Songs sind länger als die Hölle, was einem beim Anhören dann aber garnicht mehr wirklich auffällt. Beim ersten reinhören wünscht man sich vielleicht etwas Wuchtigeres. Aber ich betrachte 'Forth' jetzt mal als Aufwärmübung.

Ein tolles neues Album einer Band und Musikrichtung, die bereits entschieden tot und begraben war...
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am 13. September 2008
Nach 10 jahren Abstinenz meldet sich The Verve zurück.

Und erfreulicher Weise ist "Forth" kein "Urban Hyms" Ableger geworden.
Das Album hört sich frisch an.
Ich würde den musikalischen Stil eher als eine Mischung aus den drei Vorgänger Alben bezeichnen. Die Texte sind erwachsener als auf "Storm in Heaven", die Songs nicht alle so sanft wie auf "Urban Hyms" und das Gitarrenspiel erinnert oft an Stücke wie "Life's an Ocean"
von der "A Northern Soul".

Es ist wirklich schwer zu beschreiben wie sich das Album anfühlt.
Ich würde nicht behaupten, dass es nur ein weiters "Ashcroft" Solo Album ist(die haben mir im Gegensatz alle nicht gefallen).

Ich höre das Album in der Regel über Kopfhörer, wo man das Klangspektrum erst so richtig miterleben kann.
Ich empfinde "Forth" als besser als "Urban Hyms", weil es sich musikalsich eher an den älteren Werken der Band orientiert und nicht ganz so "poppig" ist

Wunderschöne Stücke wie "appalachian springs", "I see houses", "valium skies" & "Numbness" versetzten einen in Trance, wobei "Sit and Wonder" und das grandiose "noise epic" einen einfach nur mitreißen mit ihren heftigen Klängen.

"Forth" ist ein gelungenes Comeback und hoffenlich nicht das letzte Werk von The Verve.
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am 28. September 2008
Ums kurz zu machen: Hier wird tief in die psychedelische Kiste gegriffen und tiefgründige, schaurige und doch herrlich melodiöse, eigenwillige und anspruchsvolle Musik zelebriert, die den Fan von Gruppen wie Porcupine Tree oder Archive begeistern. Aber auch ein Touch "Coldplay" rundet die Scheibe angenehm ab. Gerade das 8-minütige lärmende "Noise Epic" ist grandios, ebenso das baladeske "Appalachian Springs". Insgesamt ist aber jeder Song melodiös und tiefgründig, daher von den schlechteren Kritiken nicht beirren lassen. Ein Album, welches die nächsten zehn Jahre seine Fans bekommen wird, ich binŽs heute schon! Anerkennung, Richard!
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am 27. August 2008
This ist music, so fängt ein Song auf der Live-DVD an. Ja es ist Musik. 10 Jahre später. Nun bin 46 und Mario pausiert. Auch die Musiker sind mittlerweile 10 Jahre älter und reifer. Und haben mit Sicherheit Mario ab und zu mal zuhause gelassen und nicht mit ins Studio genommen. Die Musik ist nach wie vor klasse. Neben Love is noise ist Appalachian Springs mein Favorit. Ein paar schwächere Songs sind auch dabei. Die Live DVD find ich nicht so gelungen. Zu routiniert gehen die Jungs, vor allem Ashcroft, zur Sache. Aber die Freude der vielen zu Wort kommenden Fans lohnt sich doch anzuhören. Kein grosses Album und trotzdem gute Musik. Mal sehen wie es klingt wenn in ein paar Jahren Mario wieder vorbei kommt...
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am 19. August 2008
Fahrt den Computer runter. Meldet Telefon und Internet ab. Macht das Radio aus. Werft die letzten Zweifel aus dem Fenster und dann zieht die Vorhänge zu. Und hört "Forth", das es eigentlich nie gegeben hätte.

The Verve waren immer ein Ereignis. Sie vermochten mächtige Popsinfonien zu kreieren, mit echten Streichern, wunderschöne, euphorische, sensible Hymnen. Sie konnten einem aber auch richtig Angst einflößen mit Klängen aus einer anderen Welt, die unter die Haut gehen. Dieses Spannungsfeld zerriß die Band schließlich und sorgte 1998 für das Ende. Dass sie noch einmal zurückkommen, hätte niemand für möglich gehalten. Sänger Richard Ashcroft sagte noch 2006, dass 'wir eher alle vier Beatles noch mal auf der Bühne sehen als The Verve'.

Ashcroft tönte auch am Anfang ihrer Karriere selbstbewußt: 'I'm sure: History has a place for us'. Die vier Briten glaubten unbeirrt an sich: Welche junge Band erlaubt es sich, als Debüt-Singles zwei Songs mit über sechs Minuten Länge zu veröffentlichen? Ähnlich viel Eigensinn haben sie nun im Vorfeld von "Forth" gezeigt. Während alle auf neues Material warteten, gab es als Teaser den Track "Mover" als kostenlosen Download. Der Song ist 15 Jahre alt und wurde zur Promotion der USA-Tour auf die Vinyl "Voyager I" gepresst. Ärgerlich nur, dass ganz wenige der 1.000 Exemplare ein Zugunglück überlebten und das Stück damit weitgehend unbekannt blieb. Der neu aufgenommene Re-Release klingt viril, kraftvoll und zeitlos. So würden die Red Hot Chili Peppers gerne klingen, so eine Schweinegitarre hätten die Fratellis gerne im Repertoire.

"Forth is partly the return to madness and the goodbye to stringladen grandeur", schreibt das Q-Magazine und erschreckt damit die Fans der Stadthymnen. Aber das ist nur teilweise richtig. Gleich der Opener "Sit And Wonder" geht zwar mit drückend-dröhnend Gitarrenläufen und agressivem Beat in die Richtung. Auch "Noise Epic" ist so ein stürmischer Song, nach messerscharfer Gitarre, pumpendem Rhythmus und eindringlichem Gesang endet er in einer furiosen Hardcore-Prog-Rock-Improvisation, die einem die Ohren schon ziemlich lang zieht. Aber das war es dann schon mit Klängen, die erschrecken. Schon richtig, ein zweites "Bittersweet Symphony" oder "Drugs don't work" ist nicht dabei, der Sehnsucht danach ist Ashcroft auf seinen Solo-Platten nachgegangen. Ansonsten gibt es gewaltige Klaviere, Breitband-Gitarren, sphärische Songs, die die Unendlichkeit suchen und einen Sänger, der predigt, flüstert, schreit, gurrt, sich verletzlich zeigt und auch die höchsten Töne nicht scheut.

Richard Ashcroft, der schon mal von sich behauptet, wie Jesus zu fühlen oder sich schamlos in die Reihe grosser britischer Künstler stellt ("I'm like Shakespeare, I'm a Pioneer!"), liebt die grosse Geste und führt einen mal in den Himmel, in die "Valium Skies". Ein durch und durch optimistischer Ort, eine Mitsing-Hymne im näselnden Liam Gallagher-Style, die gute Laune verbreitet. "I See Houses" - ein weiterer, eher "klassischer" Pop-Song aus der Feder des Sängers - enthält Soul- und R n' B-Elemente, wirkt aber ein wenig behäbig, während "Rather be" einmal mehr Ashcrofts "anthemic instincts for swelling heartstrings and big choruses" (NME) unterstreichen.

Auf der anderen Seite sind es die Hall- und Feedback-Effekte von Gitarrist Nick McCabe, die dem Album eine eigene Seele geben. Die Bedeutung McCabes für den Sound der Band wurde in der Vergangenheit häufig unterschätzt: statt die Songs zu dominieren, neigte er dazu, durch sie zu mäandern. Sein weithin federleichtes Spiel ist mehr der Reduktion verpflichtet und setzt dezente Akzente. Er ist es, der The Verve die überirdische Aura verleiht, die den Band-Sound definiert. Auf "Forth" strahlt sein Stern hell und erstmals sind so etwas wie ausschweifende Gitarrenläufe ("Numbness") zu hören.

Es sind die aus Jams entstandenen Stücke wie "Judas" und der schläfrig beginnende "Columbo", die dem Album eine weitgehend entspannte Note geben. Der hellste Augenblick schierer Schönheit ist jedoch der letzte Song "Appalachian Springs". Hier ist die Stimme Ashcrofts steinerweichend, sie ist berührend, sie ist berauschend.

"It's like they never been away!" jubelt das Uncut Magazine, während der NME noch weiter geht: "The Verve kick off their comeback in a manner that only can be described as immense!". Es scheint, als ob sie im Moment in England alles in Grund und Boden spielen. Aber wie lange noch. Erneute Trennungsgerüchte gibt es bereits, aber vielleicht können sie noch ein bisschen warten damit. Sagen wir .... fünf Jahre?
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am 2. September 2008
endlich wieder richtige echte Musik, in dieser dunklen Zeit, das beste Album das ich seit langem in Händen halte!

Und mit Sicherheit das beste "The Verve" Album seit Bestehen dieser Band. Wobei der Stil des Solisten & Frontmans Richard Ashcroft ( der für mich, ohne hier irgendjemanden zu nahe treten zu wollen, der John Lennon des 20'ten Jahrhunderts ist ) in jedem Lied unverkennbar ist.

Ohnehin frage ich mich wozu er die anderen 3 Musiker überhaupt hinzubemüht hat ( vermutlich lediglich aus Werbestrategischen Gründen - Stichwort "Reunion" ) zumal er ja ohnehin alle Songs selbstgeschrieben hat.

Obwohl man einige Anleihen aus seinem ersten "GENIALEN" Soloalbum "Alone With Everybody" ( welches in keinem CD Regal fehlen sollte ) ausmachen kann, kann man Ihm das wohl nicht zum Vorwurf machen, die größten Künstler waren ja stets auch große Kopierer und bei sich selbst zu entleihen ist ja keine Schade, zumal es ja ohnehin nur 12 Noten gibt ...

Also kurz gesagt, alles in allem grandiose ( nie zuvor gehörte ) Klangteppiche mit Rockelementen gemixt, teilweise recht psychadelisch angehaucht, perfekt produziert, philosophische Texte, Musikstücke mit Ohrwurmqualität.

Mein Urteil: DURCHWEG HÖRBAR, wie einst die Konzeptalben von Pink Floyd, ... einziger Ausrutscher ( meiner unbedeutenden Meinung nach ) das 7. Stück "Noise Epic" welches eher in den Bereich Hard Rock bzw. fast schon Heavy einzuordnen ist ( besonders zum Ende hin ) - trotzdem gibt's dafür keinen Punkteabzug, ist ja klar ;-)
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am 17. Februar 2009
Nach den - doch teilweise sehr vernichtenden - Kritiken habe ich anfangs einen Bogen um das Album gemacht. "Das schwächste Album von The Verve", sagte der Kulturteil von SPIEGEL Online zum langersehnten Nachfolger von "Urban Hymns" von 1997. Klar, "Urban Hymns" avancierte sich schnell zum Klassiker und legte die Meßlatte für Nummer 4 hoch - erst recht nach der langen Wartezeit von satten 11 Jahren.

Irgendwie landete "Forth" dann trotzdem in meinem CD-Player; mehr durch die Erwartung veranlasst entäuscht als überrascht zu werden, drückte ich die Play-Taste...und war beeindruckt!
Keine Ahnung warum die Länge der Titel beklagt wird; was soll so schlechtes daran sein, wenn die Titel gut 6-7 Minuten lang sind? Denn sie sind wirklich grandios. Außerdem waren die meisten Stücke von The Verve eh' immer etwas länger.
Die Kritik am Titel "Love Is Noise" ist nachvollziehbar. Meiner Meinung nach klingt der Refrain zwar nicht unbedingt wie von den Teletubbies, aber man muss den Stil mögen. Mir jedenfalls hat der Song auf Anhieb gefallen.

Das Album ist jedoch nur im Ganzen zu verstehen, denn wer nicht die Zeit hat sich einen Titel anzuhören, der die 6 Minutenmarke knackt, hat auch kein Elan sich das ganze Album anzuhören.
Mir geht es aber so, dass wenn ich den ersten Titel abspiele nicht vor dem Ende des letzten die Stopp-Taste drücke, ohne dabei etwas überspringen zu wollen.

Am besten beschreibt das Cover des Albums die Musik auf der Platte, dass ist zwar schwer nachvollziehbar, wenn man das Album noch nicht gehört hat, aber im Nachhinein passt dieser Bild-Musik-Vergleich doch ziemlich gut.

Also: "Forth" ist weder ein Album für die Masse, noch für den kurzweiligen Hörgenuss. Dies macht es aber nicht zwangsläufig zu einem schlechten Album. Eine solche Bewertung könnte dafür nicht unzutreffender sein - jedenfalls empfinde das ich so, der das Album zu verstehen glaubt.
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am 25. September 2008
Ich bewerte dieses Album hier als "The-Verve-Unkundiger", der bislang nur das Best-Of-Album der Briten besaß. "Forth" hat große Stärken, aber auch gelegentliche Schwächen:

"Sit And Wonder" ist ein gelungener Opener mit düsterem, entrücktem Groove, der ein wenig an THE CHURCH erinnert. "Love Is Noise" ist eine schöne Gitarren-Pop-Nummer und als radiotaugliche Single-Auskopplung der ideale Aufhänger, um die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen - insgesamt jedoch untypisch auf diesem Album. "Rather Be", "Judas" und "I See Houses" sind leicht perlende Wolkenreisen, und "Appalachian Springs" ist als wunderschöne, siebeneinhalbminütige Ballade der für mich überragende Schlusspunkt des Albums.

Leider gibt es jedoch auch Hänger, so zuallererst das seltsame "Noise Epic", das sehr beliebige "Valium Skies" oder auch das völlig spannungsarme "Columbo". Solche Songs sind mal wieder ein Hinweis darauf, dass ein Album manchmal auch zu lang sein kann.

Bis auf eine Ausnahme sind alle Songs zwischen fünfeinhalb und acht Minuten lang. Britpop-Hymnen wie "Bittersweet Symphony", "Sonnet", "Song For Lovers" oder "Lucky Man" sucht man hier vergeblich; dafür finden wir entspannende, manchmal fast psychedelisch anmutende und überwiegend harmonische Klanglandschaften in mittlerem Tempo, die - trotz einiger Durchhänger - "good vibrations" hinterlassen.
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am 29. Dezember 2009
Musikfreunde, hier müßt Ihr Euch etwas mehr Zeit lassen. Die Titel sind ausgeweitete Klanglandschaften, gut gespielt und gesungen, knappere Hits um die 4 Minuten, gibt es, verglichen zu früher, nur ein paar. Auf jeden Fall musikalisch gereifte Leistung mit mystisch-dramatischen Passagen, man sollte sie sich in Ruhe anhören, nicht zur schnelleren Nebenbeiunterhaltung. Meine Favoriten: Nr. 3, 6 und das Schlußstück.
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TOP 500 REZENSENTam 21. August 2008
Reinsten Anachronismus könnten der Band nicht wohlwollende Kritiker vorwerfen, aber nur wenn Sie auch zuhören würden. Das tun viele ja nicht mal und beurteilen diese Platte wahrscheinlich nach 30sek Hörschnipsel um es dann als ,dröge' und ,unglaublich langweilig' abzustempeln. Und man möchte fast schreien 'endlich!, endlich gibt's wieder eine psychdelic revival' - hoffen wir, daß diese Platte eines auslöst...

Einfach ist anders, aber diesem Album muß man Zeit geben; wem hat den schon ,For Her Satanic Majesty Request' beim ersten Mal gefallen, oder irgendeine andere legendäre psychdelic Platte? Und das hier ist Psychedelic Pop, aber im besten Sinne. Dort wo die Dandy Warhols auf ihrer neuen Scheibe dem psyschedelic nur wirklich unendlich dröge und langweilige endlos-jams schaffen, genau dort trifft Ashcroft wieder mit Melodien die herrlich zum aktuellen und doch klassischem Verve-psyschdelic sound passen. Die ganz großen Verfüherer Melodien a la ,The Drugs Don't Work' fehlen hier zwar, aber mit ,Love Is Noise' bekommt man zumindest schon mal einen ,Songs For The Lovers' Nachfolger und ,Appalachian Sky' ist eigentlich nur 5 cm von so einem ganz großen unsterblichen Song entfernt, großartig auch ,Sit And Wonder' und ,Valium Skies'. ,Noise Epic' flirtet bei der Basslinie ein bißchen gar zu offensichtlich mit ,Daytripper' entwickelt aber trotzdem eine ganz andere Mood. McCabe sei hervorgehoben, denn sein Gitarrespiel (herrlich was der Mann in den ersten Minuten von ,Columbo' zaubert) ist und bleibt überirdisch.

Warum diese Platte so wichtig ist? Weil Sie Wärme vermittelt, eine analoge reale Welt aus der man mit dieser Musik flüchtet, eine Heimeligkeit, Melodien - auch wenn es nicht die ganz großen sind - die nur einer schreiben kann der wirklich daran glaubt in der besten Band der Welt zu sein, so ist das nun mal mit den genialen Großmäulern - ob die nun Gallagher, Gillespie oder Ashcroft heißen, aber wenn man nicht daran glaubt, dann schafft man bestenfalls Durchschnittssongs, die nie die Seele berühren können. The Verve berühren und wenn Ashcroft verlautbart, daß das die beste Platte der Welt ist, dann nur, um sich damit selbst anzuspornen, noch besser zu werden. Deswegen gibt es auch nur 4 Punkte, weil es The Verve sind, und das eben kein ,Urban Hymns' wurde, aber so ist das nun mal - man muß sich immer an seiner Spitzenleistung messen lassen.
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