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am 30. November 2015
Staatssekretär Stephen Fleming ist ein distinguierter Mann um die 50, hat eine sympathisch-hübsche Ehefrau namens Ingrid (Miranda Richardson), zwei Kinder inGestalt von Martyn (Mitte 20, stellvertretender Politikredakteur einer angesehenen Zeitung) und eine 12-14jährige Tochter, die ihre erste Liebe erlebt.
Auf einem Empfang stellt sich ihm Anna Barton (Juliette Binoche) vor, keine prima vista strahlende Schönheit, aber etwas anders als die meisten Frauen mit ihrer Kurzhaarfrisur fein geschnittenen Gesichtszügen und schwer deutbarem Augenausdruck.
Schon am nächsten Tag verabreden sie sich, wobei, als wäre schon alles gesagt, nur Zeit und Ort des Treffens vereinbart werden, und beim ersten erotischen Treffen fallen sie übereinander her wie ausgehungerte Raubtiere über eine Beute.

Anna ist die Verlobte von Stephens Sohn Martyn, und sie ist nicht bereit, die Verlobung zu lösen und mi Stephen ein Leben zu beginnen, er will sie haben, sie erwidert, es würde nichts ändern, er habe sie ja schon. Fleming ist derart verrückt nach Anna, dass er ihr und seinem Sohn sogar bei ihrem Kurzurlaub nach Paris von Brüssel aus nachreist, wo ein politisches Treffen unerwartet früh verschoben wird. Für Anna scheint dies völlig natürlich, als könne es gar nicht anders sein, als er in Paris auftaucht.
Stephen beendet das Verhältnis telephonisch, nachdem die Familie Annas Mutter, eine mehrmals geschiedene Frau, kennenlernt, die auf eine Ähnlichkeit zwischen Annas durch Suizid verstorbenen innig geliebten Bruder Ashton hinweist und dann bei einer Autofahrt Stephen bittet, Annas geplanter Hochzeit nicht im Wege zustehe. Sie weist darauf hin, dass jemand, der eine Verletzung überlebt habe, am gefährlichsten sei.
In einer angemieteten Wohnung nehmen Anna und Stephen, der den Zimmerschlüssel außen stecken lässt, die Affäre wieder auf. Nichtsahnend kommt Martyn, der von der Wohnung und Problemem mit Handwerkern erfahren hat, hinein und ertappt die beiden in flagranti, ohne Fremdeinwikung stürzt er über ein Geländer in die Tiefe. Die Beziehung ist nicht mehr zu verheimlichen, Stephens politische Karriere vorbei, ebenso seine Ehe.
Er zieht sich als einsamer Mann nach Griechenland zurück. Für Anna hat sich nichts geändert! Sie ist, wie Stephen erfährt, wie vorher und hat ein Kind mit ihrem besten Freund Peter Wetzler (Peter Stormare) , der der Mitauslöser für den Suizid ihres Bruders war und zu dem sie sich danach geflüchtet und eine Beziehung geführt hatte.

Der Film im Jahr 1992 gedreht von Louis Malle erhält eine grossartige Atmosphäre durch die wunderbare Filmusik von Zbginiew Preisner, der auch die Musik zu mehreren Filmen des legendären polnischen Regisseurs Kieslowski (Drei Farben: Rot-Weiß-Blau) komponiert hat Ich habe Preisners Musik im Film "Anonyma-Eine Frau in Berlin" mit Nina Hoss kennen und lieben gelernt. habe sie auch als CD, weitere CDs von Preisner sind ebenfalls zu erwerben. Und neben wunderbaren Drehorten punktet der Film vor allem durch die Darsteller, wobei ich neben Jereny Irons besonders Juliette Binoche und Miranda Richardson, letztere oscarnominiert für die beste Nebenrolle, hervorheben möchte. Die Szene mit der Auseinandersetzung mit dem Ehemann, der ihr den Sohn geraubt hat und sie wünschen lässt, er hätte sich umgebracht oder sie ihn nie kennengelernt, gehört zu den herausragendsten des Filmes. Jeremy Irons spielt gut und beeindruckt schon durch seine Ausstrahlung, aber was Juliette Binoche besonders in den Sexszenen zeigt, ist fast einmalig: hier geht es gar nicht um die Nacktheit und die fast an Parterreakrobatik erinnernde "Matratzengymnastik", sondern an Juliettes Mimik. Ich kann mich bein besten Willen nicht erinnern, dass eine Darstellerin selig machendes Lustgefühl, das strahlende pure Glück vor dem Höhepunkt derart wunderbar ausgedrückt hat, Riiiesenkompliment.

Was ist für mich das Thema? "Verhängnis ist ganz sicher kein Erotik-Film, die Nacktheit hier sieht man auch in Filmen mit FSK-12-Freigabe, manchmal sogar die primären Geschlechtsorgane, wenn auch nicht in Nahaufnahme. Und erotisch kann ich diese Szenen auch nicht finden, die beiden fallen meistens wie oben schon beschrieben über einander her. Diese Szenen beherrschen auch nicht den Film , und der Sex wird (und das ist richtig so in diesem Film) nicht gezeigt, als im gemeinsamen Schlafzimmer Ingrid sagt, was sie an Stephen so schätzt, und eindeutig gehört dazu auch der Sex mit ihm, zu dem sie ihn eindeutig bringen wird.
Ein Thema ist für mich das obsessive Begehren eines Mannes, der eine tolle Familie hat und einen hohen Rang in der Politik, welches ihn jede moralische Hemmung ausblenden lässt, die Fahrt von Brüssel zu dem jungen Paar nach Paris zeigt, dass diese Obsession fast sein ganzes Denken beherrscht, auch im Berufsalltag ist er öfter geistig abwesend.
Am wichtigste und interessantesten erscheint mir die Darstellung der gestörten Psyche von Anna. Als Kinder von Diplomaten sind sie alle paar Jahre in ein anderes Land gezogen, mitbedingt dadurch waren sie als Geschwister, die nie längere Bindungen oder Freundschaften eingehen konnten, neben Bruder und Schwester auch sich innig liebende engste Vertraute, eine Schicksalsgemeinschaft. Ihr Bruder Ashton war eifersüchtig auf Peter, mit dem Anna vor der Selbstötung unterwegs war, vielleicht bestanden seinerseits, wie Anna als Befürchtung andeutete, sogar mehr Gefühle als Geschwisterliebe, er war auf alle zukünftigen Partner inm Leben seiner Schwester im Vorhinein eifersüchtig, und als er sich Anna diesbezüglich erklären und vielleicht auch entschuldigen will. läßt Anna ihn nicht in ihr Zimmer und findet ihn am nächsten Tag mit aufgeschnittenen Armschlagadern verblutet vor. Sie stürzt sich dann in die Arme von Peter, ich denke, aus Schuldgefühl und um die Eifersucht des so geliebten Bruders im Nachhinein zu rechtfertigen.Die Beziehung zu Ashton ist durch nichts zu ersetzen, in ihrer tiefen Verletztheit hat sie nichts mehr zu verlieren, keine Angst und stürzt sich eventuell von einer überwiegend sexuell motivierten Beziehung in die nächste. Ob es Zufall oder Berechnung ist, aufgrund derer sie Stephen verführt, kann man diskutieren. Neben einer auf einem Foto mit Anna, Vater und Sohn erkennbaren Ähnlichkeit der Männer mag auch die von Annas Mutter gesehene Ähnlichkeit zwischen Martyn und dem toten Bruder eine Rolle spielen, und Martyn ist jetzt Ashton, nur darf sie mit ihm Sex haben, Stephen Flemming und andere Männer sind symbolisch für Peter, mit dem sie Sex hatte, um im Nachhinein den Freitod ihres Bruders zu rechtfertigen, den sie von allen Menschen am meisten geliebt hat. Nach dessen Tod kann ihr nichts Schlimmeres mehr passieren, und so kann sie hemmungslos ihre sexuellen Bedürfnisse ausleben, eine Leere füllen und zwischenzeitlich vergessen. Es handelt sich um eine "Wiedergutmachung" an Ashton, die sie hemmungslos auch genießt.
Martyn betrogen und tot, der hemmungslos alle Bedenken über Bord werfende Stephen, dem seine obsessive Triebhaftigkeit über alles geht, ein Eremit, Ingrid eine um ihr Leben betrogene Frau, der ihr Sohn geraubt worden ist; und ist und bleibt Anna unbeschadet? Sie wird weiterleben wie bisher, ihr Trauma hat sie mit dem Verlust des ihr liebsten Menschen erlitten, was sie zu der gemacht hat, die sie ist. Sie kann nicht mehr schlimmer verletzt werden, glücklich sein wird sie nie, ihr Trauma und ihre dadurch gestörte Psyche sind für mich das Hauptthema dieses großartigen Filmes.

Doc Halliday
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am 2. August 2012
Darf ein Mann sich in die Frau seines Sohnes verlieben und sie sich zu eigen machen?
Er tut es und das Drama nimmt seinen Lauf.
"Verhängnis" ist ein Psychodrama der Sonderklasse. Man kann als Zuschauer nicht umhin, seine eigenen Moralverstellungen zu hinterfragen. Man fragt sich, ob es so sein darf, oder ab man es selbst anders machen würde.
So ging es mir zumindest dabei.
Am Ende bewahrheiteten sich meine schlimmsten Befürchtungen.
Nichstdestotrotz ein überaus sehenswerter Film. Oder gerade weil er einen während des Anschauens an sich zieht und in Stücke zu reißen droht?
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am 30. Januar 2013
Weil ich den Film schon kannte, habe ich ihn gekauft, um ihn immer mal wieder anzuschauen, da er mir außerordentlich gut gefällt! Außerdem bin ich ein Fan von Jeremy Irons!
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am 2. März 2013
Hier brillieren Jeramy Irons und Juliette Binoche hervorragend! Ein sehr guter Film. Lohnt sich, sich ihn öfter anzusehen. Einfach super!
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am 16. Februar 2014
Ein Wahnsinnsfilm der überhaupt nichts mit Porno zu tun hat! Spannend bis zur letzten Minute - mit fantastischen Schauspielern...
Einfach super Klasse!
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am 23. November 2014
Beide Schauspieler sind, jeder auf seine Weise, ungewöhnlich präsent. Ihre Gefühle sind persönlich spürbar, und die Tragik ihrer Beziehung ist vorhersehbar.
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am 20. Juni 2016
An sich ist der Film nicht schlecht gemacht. Allerdings finde ich ihn eher dramatisch als erotisch und da ich ihn mir als "Erotikfilm" und nicht als "Drama" bestellt habe, bekommt er leider nur 3 Sterne...
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am 11. Mai 2013
Dieser Film ist nicht nur höchst dramatisch, sondern die Gefühle und Reaktionen aller Darsteller restlos nachzuempfinden!Die Story kann man wahrlich nicht "alltäglich" nennen, aber von ergreifend über spannungsgeladen bis hin zu atemlose Fassungslosigkeit löst sie wirklich ALLES im Zuschauer aus. Ein Meisterstück!
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. Dezember 2011
Es ist möglich sich diesen Film völlig unbeteiligt und kalt anzusehen und anschließend über zuwenig Haut und fehlende Erotik zu mäkeln. Dieser Film wäre jedoch auch ohne die freizügigen Szenen genauso faszinierend, ja vielleicht sogar noch ansprechender. Ein guter Teil der Spannung dieses Films entsteht durch Juliette Binoche, die wie in der Unerträglichen Leichtigkeit des Seins" dem Film eine geheimnisvolle und hier unheilvolle Ausstrahlung gibt. Jeremy Irons spielt hervorragend den Elder Statesman" dessen heile Welt mit Beruf, Frau, Tochter und Sohn Stück für Stück zerbricht als er sich in die Freundin und Braut seines Sohnes rettungslos verliert. Ein sehenswerter Film mit hervorragenden Darstellern!
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am 23. April 2013
Knisternde Erotik kann man sich beim Schauen dieses Film gut vorstellen. Ich bin kein Freund von "normalen" Rein- und Raus - Geschichten, dennoch konnte dieser Film mich durchaus überzeugen.
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