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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
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am 18. Juli 2017
Anna Netrebko und Roland Villazon in Hochform! Als sterbende Mimi von den Kameras perfekt in Szene gesetzt, verursacht Netrebko Gänsehaut pur.
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am 16. September 2009
Gewiss, mein Bohème-Traumpaar heisst nach wie vor Luciano Pavarotti und Mirella Freni, auch dieser Film wird nichts daran ändern. Die Bohème unter Karajan ist und bleibt ein Jahrhundertereignis, und jede andere Aufnahme, jeder andere Tenor, jede Sopranistin wird sich an diesem Ereignis messen lassen müssen.
Aber: es ist dennoch ein wunderschöner Film mit einem Rolando Villazón dem man die sich anschleichende Krise nicht anhört (da wurde wohl einiges im Studio nachgebessert, denn der Livemitschnitt klingt vor allem zu Beginn nicht immer optimal) und der singt und spielt als gäbe es kein Morgen. Netrebko singt ihre Mimi mit gewohnt schöner, dunkel strahlender Stimme und ist selbst im Todeskampf sehr hübsch anzuschauen. Diese Mimi ist um einiges offensiver (und auch nicht ganz so unschuldig) als wir es aus anderen Bohème-Inszenierungen kennen: sie rennt im bordelroten Kleid mit offenherzigem Ausschnitt rum, sie ist es, die sich den Dichter greift und in ihr Lotterbett zieht, was alles nicht wirklich zu ihrem musikalischen Charakterbild passt. Überhaupt hat man hier das Gefühl, daß es Rodolfo ist um dessen Gesundheitszustand man sich sorgen müsste: blass und übernächtigt, Haar- und Barttracht in einem Zustand als hätte er die letzte Nacht in der Mülltonne verbracht, besingt er das eiskalte Händchen der blühend gesund ausschauenden Mimi.
Mit der Realität im Elend lebender, (ver)hungernder, jämmerlich an Tuberkulose zugrunde gehender Menschen im 19. Jahrhundert hat diese Bohème nicht das geringste zu tun, aber da dies kein Aki-Kaurismäki-Film ist, sondern eine Puccini Oper wollen wir uns daran nicht weiter stören. Der Film ist einfach schön, lassen sie sich von niemandem was anderes einreden. Auch von mir nicht.
Im übrigen kann es geschehen, daß man sich im Kino oder vor dem Fernseher bei einem inbrünstig gemurmelten "...und bitte lieber Gott, mach den Rolando wieder gesund!!!" ertappt, denn es wäre eine Tragödie, wenn dieser Film zum Schwanengesang eines großartigen Künstlers würde der Seinesgleichen sucht.
Also: den Verstand vor die Tür schicken, in schönen Stimmen, schönen Kostümen und schönen Menschen schwelgen und hoffen, daß alles wieder gut wird.
44 Kommentare| 98 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. November 2009
Mag bisher der Film mit Pavarotti/Freni das Maß aller Dinge gewesen sein, jetzt ist es diese zauberhafte Verfilmung von "La Bohème", an der sich in Zukunft alles Nachkommende wird messen müssen. Ich hatte das Glück an allen drei Abenden der musikalischen Live-Aufnahmen in München dabei gewesen sein zu dürfen und kann allen Zweiflern versichern, dass Rolando Villazón trotz Verkühlung bestens bei Stimme war und dass am Schneidetisch wohl kaum etwas nachgebessert werden mußte. Es war ein Abend hinreißender als der andere. Dachte ich damals, diese Erlebnisse seien nicht mehr zu überbieten, so hat mich der Film eines Besseren belehrt. Villazón und Netrebko haben auf dem Konzertpodium so unglaublich einfühlsam und überzeugend gespielt, aber was der Film zu bieten hat, ist einfach unbeschreiblich schön. Robert Dornhelms kluge Regie, die einfach "nur" dem Stück gerecht wird und der es vermeidet, seine eigenen eventuell vorhandenen seelischen Blähungen über die Opernregie der Welt mitteilen zu müssen, wie das heutzutage ja leider so viele Regisseure machen. Hier wird gelacht, geliebt, gelebt, gelitten als gäbe es kein Morgen und würde Oper immer so dargebracht, dann müssten sich viele große Opernhäuser wohl nicht über mangelndes Zuschauerinteresse beklagen. Diesbezüglich leben wir zwar in Wien ein bißchen auf einer Insel der Seligen, aber nachdem ja nun auch hier längst sogenannte Regisseure wie Konwitschny und Konsorten Einzug gehalten haben, kann man den Produzenten, dem Regisseur und allen Mitwirkenden nur von Herzen danken, mit viel Herzblut so ein schönes Werk für uns heute und die Nachwelt hergestellt zu haben. Auch wenn die DVD nun schon einige Zeit auf dem Markt ist, so kann ich sie jedem, der sie noch nicht hat oder der jemandem eine Freude machen will, als Weihnachtsgeschenk wärmstens empfehlen. Wer mit der Oper noch nicht sehr vertraut ist, sich dem Genre aber annähern möchte, ist mit diesem Werk ebenfalls bestens bedient.
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Paris im ausgehenden 19. Jahrhundert: Der Dichter Rodolfo lernt an Heiligabend seine neue Nachbarin Mimi kennen, die von einer schweren Tuberkulose erkrankt ist und nicht mehr genesen wird. Beide verlieben sich ineinander, doch Rodolfos Liebe gestaltet sich schwer, da er für Mimi sorgen muss und ihm dies nur begrenzt möglich ist. Mimi stirbt in Rodolfos Armen.

La Bohème - eine der herzergeifendsten verfilmten Opern, die es je in diesem Genre gegeben hat. Villazóns Männlichkeit und seine Stimmgewalt und Netrebkos zerbrechliches Spiel als Figur der Mimi überzeugen allemal in dieser dramatischen Geschichte einer Liebe, die es nur für bestimmte Zeit geben wird. Im ganzen Film durch wird auf italienisch durchgesungen und mit Untertiteln eingeblendet, das sollte man wissen bevor man sich den Film kauft, es ist nämlich kein Gewöhnlicher. Die Drehorte im eisigen Schnee verbunden mit Mimis Tuberkulose oder die kalte Wohnung Rodolfos lassen den Zuschauer das Leid und den nahenden Tod Mimis förmlich spüren und verschaffen einem Gänsehaut und Herzschmerz pur für diese Figur. Sollte man sich nicht entgehen lassen, ist wirklich sehenswert als Verfilmung von Puccinis meisterhafter Oper!

~Bücher-Liebhaberin~
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am 3. April 2014
Bitte keine Anrede mit dem Vornamen,hier ist nicht USA,auch wenn`s manche so haben wollen---ich nicht ,ich bin nicht Jutta ---ich bin Frau Reichhardt
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am 23. Juni 2009
Was für eine wunderbare Opernverfilmung!!!

Als Netrebko-Fan fuhr ich extra zur Filmpremiere nach Salzburg und ich wurde nicht enttäuscht...
ich schwelge heute noch in Erinnerung an diesen wundervollen Abend....
klar geht die Geschichte wie wohl jeder weis nicht gut aus, wie eben so viele Liebesdramen und vor allem die Oper... aber dennoch war das Ende dermaßen ergreifend und beeindruckend, zum heulen schön!
Das beeindruckendste war jedoch die peinlich berührende minutenlange Stille im Saal nach dem letzten Paukenschlag, keiner traute sich ein Geräusch zu machen bzw. zu reden, jeder war dermaßen ergriffen und jeder fühlte durch die absolute Stille im Saal genau das was jeder andere im Moment auch fühlte!

Deshalb lege ich jedem Opernfan und jedem der es damit werden möchte diesen Film ans Herz!
Anschauen, sich darauf einlassen und dahin schmelzen.....
.....und unbedingt in voller Lautstärke ansehn!
Denn diesen Film muss man nicht nur sehen und hören, sondern vor allem fühlen!!!!!
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am 23. September 2008
die sänger und das orchester sind sehr gut. was sehr stört ist die dunkle ausleuchtung im 1. und im 4. akt.die hd auflösung geht komplett verloren,die sänger sind im dunklen kaum zu sehen. schade,schade
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am 13. Februar 2010
Da "La Bohème" eine meiner Lieblingsopern ist, habe ich mir direkt die neue DVD mit Anna Netrebko und Rolando Villazón besorgt. Ich dachte: Endlich mal zwei, die nicht nur toll singen können, sondern auch optisch und altersmäßig zur Rolle passen, was sonst selten der Fall ist (Ausnahme: Ileana Cotrubas und Neil Shicoff).
Und musikalisch hat mich die DVD nicht enttäuscht (abgesehen von der Tatsache, dass die 2 letzten Töne des 3. Aktes fehlen).
Was mir nicht gefiel: Anna Netrebko macht einen ganz anderen Typ aus Mimi als Puccini gezeichnet hat. Bei Puccini ist sie schüchtern, zurückhaltend, und muss notgedrungen im ersten Akt bei Rodolfo klopfen, weil ihre Kerze erloschen ist, sie will es nicht. Sie ist sehr scheu, und geht erst dann aus sich heraus, als sie das Gefühl hat, dass da jemand ist, der sie versteht - mitten in ihrer Arie Mi chiamano Mimi". Es ist eine einzige große Steigerung, umwerfend schön komponiert die Stelle, wo Rodolfo sich umwendet und sie im Mondschein stehen sieht. Die Mimi Puccinis ist bewegungsmäßig eher statisch, die Entwicklung, die Steigerung ist innerlich.
Ganz anders Anna Netrebko. Sie ist schon vor ihrem Auftritt präsent, indem gezeigt wird, dass sie den Dialog zwischen Rodolfo und Marcello mitanhört. Sie verlässt ihr Zimmer (ganz nebenbei: sie vergisst, das Licht zu löschen - hat sie so viel Geld, dass sie sich das leisten kann?), geht zielstrebig zur Wohnung Rodolfos, bläst selbst ihre Kerze aus, um einen Vorwand zum Klopfen zu haben, und ist dann dermaßen präsent, dass die bei Puccini so wunderbar angelegte Steigerung ziemlich untergeht, sie bewegt sich zu viel, rennt viel zu viel herum - sie steht nicht im Mondschein da.-
Aus diesem Grund würde ich - trotz aller Positiva, die DVD ist auf alle Fälle sehenswert und ein Genuss - dennoch die Aufnahme mit Ileana Cotrubas und Neil Shicoff aus der Royal Opera Covent Garden bevorzugen.
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am 2. Juli 2009
Was für ein traumhaft schöner Film! Ich bin absolut begeistert. Wunderschöne Musik, wunderschöne Bilder - alles in allem: Ein Genuss!
BITTE MEHR SOLCHE SCHÖNEN OPERNVERFILMUNGEN!!!!
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am 25. Oktober 2009
Einen Tag nach Erscheinen der DVD kam ich nun in den Genuß dieser Aufnahme. Als passionierter Puccini Fan, der La Bohème bereits unzählige Male live erleben durfte, auf vielen Opernbühnen dieser Welt, kann ich sagen, dass diese Aufnahme eine ganz besondere Perle, ein absolutes Highlight, darstellt.

Die Szenenbilder sind stimmig und authentisch, das Tempo vielleicht gelegentlich einen Hauch zu schnell und die Darsteller, insbesondere Anna Netrebko, einfach umwerfend. Es gab nie eine bessere Mimi als diese.

Durch die Machart als Film wirkt es noch intensiver und erschütternder als auf einer Opernbühne, zumindest auf mich. Nach der Aufnahme Von Karajan mit Pavarotti / Freni die vielleicht beste Version dieser Oper, die ich je erleben durfte.

Den Einwand im Hinblick auf die mangelnde Blue-Ray Version lasse ich nicht gelten, denn hier handelt sich schließlich nicht um einen Hollywood Action Film, wo es auf die special effects ankommt, sondern um wahre Film- und Musikkunst, welche keinen "High-Tech" benötigt, um zu wirken.

Kurz: unbedingt zu empfehlen für alle Opernliebhaber.
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