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am 7. August 2009
I. Hin und wieder, aber nicht oft, reduziert Bergman die Bildsprache auf TV-Ästhetik, verharrt nahe auf Gesichtern mit benetzten Augen, auf Schuss und Gegenschuss. Das müsste ein Minuspunkt sein. Wenn der Name einer verstorbenen Person erwähnt wird, und dann wiederholt ihr Schwarz-Weiß-Foto eingeblendet wird, ist das auch nicht unbedingt eine formale Glanzleistung. Das ist die einzige Kritik, die ich an diesem Film habe. Einer der fünf besten Bergmänner. Vollständig im Studio gedreht, sogar die Sumpf-Szene.

II. Ein Making-Of, so etwas hatte ich schon lage nicht mehr, das tatsächlich versucht, die Arbeit eines Regisseurs beispielhaft einzufangen, in dem die Schauspieler sich nicht gegenseitig loben, in dem niemand unheimlich viel Spaß hat und es war eine tolle Zeit und all der Sermon, den wir sonst so hören.

III. Man könnte sich "Sarabande" auch als Theaterstück vorstellen, als eine Abfolge von Dialogen. In jeder Szene sind nur zwei Personen anwesend. Doch eine Szene würde auf den Brettern nicht funktionieren. Die junge Cellistin flieht von ihrem Vater - rote Tür - aus der Hütte in den Wald. Bekleidet ist sie nur mit einem Nachthemd. Sie rennt und rennt. Als Draufsicht gefilmt: Wie sie in eine braune Brühe (Sumpf?) hinein schreitet, aus dem Bild verschwindet, eine Pause, und dann ein furchtbarer, absolut furchtbarer Schrei. Sie kommt von unten wieder ins Bild zurück. Diese Sequenz hat mich erschüttert, ohne recht zu wissen, was das eigentlich genau war. Vollkommen unerwartet, denn "Sarabande" ist ein Drinnenfilm.

III. Liv Ullman hat sich nicht liften lassen. Sie sieht aus, wie normale Leute mit Mitte sechzig eben ausschauen. Ihre Szene mit Hendriks Tochter, der Cellistin, die mit Brot und Wein endet, ist eine der schönsten in Bergmans Werkkosmos.

IV. Der Alte hasst seinen Sohn, der auch schon alt ist. Dieser vereinnahmt seine zwanzigjährige Tochter (Karin), die von ihm weg will, aber nicht kann. Die Ex-Frau des Alten ist eine Beobachterin aus der Nähe. Am Ende wird sie den nackten Alten zu sich ins Bett lassen. Weil er Angst hat.

V. Natürlich wird viel gesprochen. Gegeneinander, aneinander vorbei, aber auch zugehört. Für letzteres ist Liv Ullmann zuständig, also Marianne. Man muss "Szenen einer Ehe" gar nicht kennen, um "Sarabande" zu folgen. Aber wer die Vergangenheit der beiden kennt, kann dem Geschehen ein Idee mehr abgewinnen.

VI. "Sarabande" hat mich mehr beschäftigt als "Fanny und Alexander". Er ist eindringlicher als "Schande". Den Figuren wird zwar viel zugemutet, und fast scheint es, sie brechen unter der Last ihrer Wunden zusammen. Aber da, wo ansonsten Geigen schluchzen müssen, sich Menschen in die Arme fallen oder anschreien - also: im Fernsehen um 20:15 Uhr - da ist Bergman der Künstler. Er ist auch der Künstler im Entwerfen von Konflikten. Er ist ein Meister des Endes. Dieser Film war für ihn das Ende. Selten hat jemand so rein und gut geendet.

VII. Einer der versiertesten Filmkritiker, vielleicht der wichtigste aus den U.S.A., Roger Ebert, schrieb folgendes: "The movie is not about the resolution of this plot. It is about the way people persist creating misery by placing the demands of their egos above the need of happiness - their own happiness and that of those around them. In some sense, Johan und Henrik live in these adjacent houses, in the middle of nowhere, simply so that they can hate each other. If they parted, each would lose a reason for living. Karin ist the victim of their pathology."

VIII. Mag auch "Nach der Probe" ein präzises Kammerspiel gewesen sein, so war es doch eher eine Etüde, kein vollwertiges Werk. Und "Dabei: Ein Clown" war in meinen Augen künstlich, fernsehmäßig, bemüht. Nach seinem letzten richtigen Spielfilm hat Bergman somit lange Zeit nichts Wesentliches mehr geschaffen. Und dann kam "Sarabande", der dann doch kurz im Kino lief, obwohl er für das schwedische Fernsehen produziert worden ist.
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am 6. August 2009
Zum Inhalt: Marianne hat plötzlich das Bedürfnis, ihren ehemaligen Ehemann Johan wiederzusehen und sie entschließt sich, Johan in seinem alten Sommerhaus in der schwedischen Provinz Dalarna zu besuchen. Ihr wird bald klar, dass die Dinge nicht ganz so sind, wie sie es sich vorgestellt hatte. Schon bald findet sie sich bald in einer konfliktbeladenen Situation wieder.

Wer Szenen einer Ehe gesehen hat, muss auch diesen Film sehen. Die Auseinandersetzung eines (ehemaligen) Paares, ganz intensiv und tief berührend.
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am 25. Januar 2013
Bergmans letzter Film greift einen seiner größten Erfolge - Szenen einer Ehe - wieder auf. Nach vielen Jahren besucht die Ex-Frau Marianne (Liv Ullmann) ihren Ex-Mann Johan (Erland Josephson) wieder. Dieser lebt zurückgezogen auf dem Land. Sein Sohn aus einer früheren Ehe ist trauernder Witwer und kümmert sich hauptsächlich um die musikalische Ausbildung seiner Tochter. Diese löst sich jedoch langsam aus der engen Umklammerung ihres Vaters.

Bergman beschäftigt sich erneut mit den Themen, die sich durch sein Gesamtwerk ziehen: Verblassende Liebe, Tod, Trauer, Loslassen und seelische Wunden, die man sich gegenseitig zugefügt hat. Der Film ist sehr theaterhaft inszeniert und dialoglastig. Die Bildgestaltung ist streng. Die einzelnen Szenen haben jeweils nur zwei Personen. Die Dialoge und die Schauspieler sind wie immer überragend. Vereinzelt blitzt auch Bergmans trockener Humor auf. Es ist ein sehr ruhiger Film, der für mich zu den besten Werken von Bergman zielt. Der Film wird mir lange in Erinnerung bleiben. Vieles kann autobiographisch gedeutet werden. Ein würdiger Abschluss seines gigantischen Werkes.

Für die DVD sprechen auch die Extras. Neben sehr guten Texttafeln ist ein ganz starkes Making Of zu nennen. Hier geht es weniger um die Deutung des Films, als darum, dass man Bergman sehr gut bei seiner Arbeit beobachten kann. Interessant, wie er mit dem Schauspielern und dem Team umgeht. Man kann beobachten wie detailversessen er ist. Für Bergman Interessierte ist dieses Making Of Pflichtprogramm.
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am 3. November 2014
Marianne besucht nach 20 Jahren ihren Ex-Mann Johan.
Beide sind bekannt aus dem erfolgreichen Film "Szenen einer Ehe".
Der Film beginnt damit, dass Marianne Johan in seinem Haus schlafend auf der Veranda vorfindet.
Die beiden halten Händchen (sehr rührend) und die alten Konflikte scheinen aufzubrechen.

Wer jetzt allerdings eine Fortsetzung der tollen Dialoge aus "Szenen einer Ehe" vermutet, liegt vollkommen falsch und wird auch enttäuscht werden. Denn die beiden ehemaligen Ehepaare dienen nur als Randgeschichte.
Die Hauptgeschichte bildet der Sohn Johan's und dessen Tochter, in die Marianne hineingezogen wird.

Das ist auch schon der einzige Kritikpunkt, den ich anführen möchte.
Denn Marianne und Johan sieht man nur kurz am Anfang miteinander sprechen und dann sind sie bis zu den letzten 3 Szenen nicht mehr zusammen zu sehen.
Ich empfand dies als sehr schade, da sie sich nur am Anfang kurz unterhalten und man eigentlich gespannt ist, wie es wohl weitergeht. Erst in den letzten drei Szenen unterhalten sie sich wieder.
Die anfänglichen Erwartungen werden - leider nur wenig - gestillt.

Sehr schön finde ich, dass Ingmar Berman die beiden alten Schauspieler aus "Szenen einer Ehe" für Sarabande gewinnen konnte.
Auch die deutschen Synchronstimmen sind meiner Ansicht nach identisch, was nach so langer Zeit nicht unbedingt selbstverständlich ist.
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am 7. Januar 2016
Ein wunderbarer Film als Abschluß einer Reihe über das Verhältnis von Mann und Frau aus Bergmann -Sicht. Und mit einem tröstlichen Ende, was bei Bergmann als Regisseur nicht selbstverständlich ist.
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am 23. Januar 2013
Wir haben den Film noch nicht angeschaut, aber wir lieben Bergman. Es fehlt nur noch Bildmakarna. Bestellung ging schnell und problemlos
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